"Buen Vivir": gutes Leben per Verfassung!? Das neue Jahrtausend bescherte uns auch einen neuen verfassungspolitischen Ansatz: Am Ende des ersten Jahrzehnts fand eine Regelung in die Verfassungen Boliviens und Ecuadors Eingang, die unter dem Begriff "Buen Vivir" (= gutes Leben) auch in Europa bekannt und als mögliche Alternative zur wachstums- und profitorientierten Wirtschaftsweise der kapitalistischen Industriestaaten diskutiert wurde.
Wohnungsnot oder Wohnen ohne Not? Immer mehr Menschen können sich eine angemessene Wohnung nicht mehr leisten: die Immobilienpreise explodieren, preiswerter Wohnraum geht durch "Gentrifizierung" verloren. Auf der anderen Seite: In strukturschwachen Regionen stehen Häuser leer, die Infrastruktur verfällt oder ist nur mit immensen finanziellen Anstrengungen aufrecht zu erhalten.
Suffizienz: mehr Lebensqualität statt Güterquantität Wenn ständiges Wachstum, ein immer Mehr an Produkten und Dienstleistungen, nicht der Weg zum "guten Leben" ist, sondern eher der Garant für die Verwüstung des Planeten, dann stellt sich die Frage nach den Alternativen. Die Hoffnung auf mehr Effizienz scheint da nur bedingt weiter zu helfen: Die Erfahrung zeigt, dass die sogenannten "Rebound-Effekte" Effizienzgewinne schnell wieder auffressen. Kann die Lösung also nur heißen: Konsumverzicht?
Orte guten Lebens: in Bayern "Von nix kommt nix!" So ist es auch mit dem "guten Leben". Wer an den eigenen Lebensumständen (und denen in seinem Umfeld, seiner Gemeinde oder Stadt) etwas ändern will, etwas zum Positiven bewegen will, der muss auch etwas dafür tun. Und dafür gibt es auch in Bayern schon viele gute Beispiele. Einige von ihnen haben wir beispielsweise auf unseren Bildungsreisen in den vergangenen Jahren besucht.
Der öffentliche Raum: ein Ort guten Lebens Wenn Städte und Gemeinden für die Menschen gebaut werden, die in ihnen wohnen, leben, arbeiten und Freizeit verbringen, wenn sie sich am "menschlichen Maß" orientieren wollen und so zu einem Ort guten Lebens, dann spielt der öffentliche Raum, der Raum zwischen den Gebäuden, dafür eine entscheidende Rolle: dort bewegen sich die Menschen, dort verweilen sie, dort kommen sie miteinander in Kontakt – oder auch nicht.
Bewegen, verweilen, bestaunen: die Qualität des öffentlichen Raums Öffentlicher Raum in Kopenhagen: die Vestervolgade, eine ehedem vierspurige Hauptstraße in der Innenstadt, wurde zum Wohlfühl-Raum.
Angekommen – Nun wird aufgenommen! Kommunale Konzepte für die Integration vor Ort - Fachtagung im Rahmen des 30. GRIBS-Kommunalkongresses
Wärmewende in den Kommunen Grundlagen – Beispiele – Fördermöglichkeiten. Ein Fachseminar in Nürnberg.
(Keine) Zeit für Demokratie? - Politische Willensbildung unter Druck Hier die Dokumentation über die Tagung in Tutzing aus dem Jahr 2015 zur politischen Willensbildung.