Die Automobilindustrie im Umbruch

Klimakrise, Corona, Krieg.
Eine Veranstaltung zur Automobilindustrie im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft – ökologisch – demokratisch - sozial“

LKW auf der Autobahn

Klimakrise, Corona, Krieg (Veranstaltung am 8. Juni 2022)

Nachdem sich die Automobilindustrie mit gefälschten Abgaswerten im „Dieselskandal“ selbst in ihre bislang schwerste Krise manövriert hat, von der sie sich langsam erholt, steht sie erneut vor großen Herausforderungen und damit verbundenen tiefgreifenden Umbrüchen, die drei Ursachen haben.

Als erstes wäre die Klimakrise zu nennen, die seit vielen Jahrzehnten virulent ist und sich immer weiter zuspitzt. Der Verkehrssektor in der Bundesrepublik hat es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, einen signifikanten Beitrag zur Senkung klimaschädlicher Emissionen zu leisten.

Des Weiteren hat die nunmehr ins dritte Jahr gegangene Corona-Pandemie zu erheblichen Problemen geführt, speziell im Hinblick auf die Lieferketten. Kleinste Unterbrechungen der Lieferketten können enorme Kostensteigerungen zur Folge haben. Konzepte, wie darauf zu reagieren ist, stellen somit eine zweite große Herausforderung dar.

Schließlich: Der russische Überfall auf die Ukraine. Dieser hat nicht nur die Lieferkettenproblematik deutlich verschärft. Die Sanktionen gegen Russland haben zudem Auswirkungen auf den Absatz. Sollten im Zuge der Krisenverschärfung auch noch Sanktionen gegen China beschlossen werden, würde der bereits eingetretene Absatzeinbruch eine andere Qualitätsstufe erreichen.

Wie sehen also die Strategien der Automobilbranche aus, um mit diesen Herausforderungen fertig zu werden? Welche Rolle spielt die Politik in diesem Zusammenhang? Ist mehr Staat, mehr Industriepolitik und weniger Markt ein richtiger Ansatz? Wie sieht es mit den Belegschaften in den Kernbetrieben und in den Zuliefererbetrieben bzw. mit den Gewerkschaften aus? Wie sieht man dort die Lage und welche Erwartungen und Vorschläge haben sie?

Mit:

  • Tarek Al-Wazir, Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden
  • Jörg Fenstermann, Leiter Volkswagen Werk Kassel
  • Frank Iwer, Personalleiter der ZF Friedrichshafen AG
  • Wiebke Zimmer, Stellvertretende Direktorin des Thinktanks Agora Verkehrswende, Berlin

Moderation: Konrad Götz, ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt/Main

Hier kann man die Diskussion nachschauen:

Klimakrise, Corona, Krieg - Heinrich-Böll-Stiftung Hessen

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Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen, der Petra-Kelly-Stiftung, der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und der Heinrich-Böll-Stiftung Bundesstiftung im Rahmen des Verbundprojektes „Wirtschaften mit Zukunft – ökologisch – demokratisch - sozial“