Martin Urban
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Martin Urban, geboren in Berlin, ist seit deren Gründung Mitglied in den Gremien (Stiftungsrat, Mitgliederversammlung) der Petra-Kelly-Stiftung.

Als studierter Naturwissenschaftler (Dipl.-Physiker), wurde er nach Forschungs-Arbeiten auf dem Gebiet der Plasmaphysik an der TU München Anfang 1965 Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung. Dort gründete er 1968 die Wissenschaftsredaktion und leitete diese bis zu seinem Ausscheiden Anfang Mai 2002. Ein Schwerpunkt der journalistischen Arbeit war die wissenschaftliche Begründung für den Natur- und Umweltschutz, und daraus resultierend die Kritik an der Energiepolitik und der Verkehrspolitik, vor allem wegen der damit einhergehenden Luftverschmutzung, (für München bereits 1970 von ihm als erstem Publizisten vergeblich beschrieben und gebranntmarkt), ferner die Zentrierung auf die Risiken der Kernenergie und die Grenzen des Wachstums, sowie die Klimapolitik. Ausgezeichnet u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis für Wissenschaftspublizistik.

Seither beschäftigt sich Martin Urban in bisher insgesamt sieben Büchern mit den Konsequenzen wissenschaftlicher Erkenntnisse, insbesondere der Neurowissenschaften, für unser Weltbild. Er setzt sich mit den Konsequenzen der Wissenschaftsfeindlichkeit der christlichen Konfessionen auseinander und kritisiert den weltweit wachsenden gewalttätigen Fundamentalismus der Evangelikalen.

Zuletzt erschien von ihm (mit einem Vorwort des Gehirnforschers Gerhard Roth): Martin Urban, Ach Gott, die Kirche! Protestantischer  Fundamentalismus und 500 Jahre Reformation, dtv premium.  

Martin Urban ist sowohl Mitglied der Mitgliederversammlung als auch Mitglied im Stiftungsrat.