Dienstag, 24. Februar 2026 17.30 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern

"Oi Wa Woi - Jiddisch" (UA) und „The Presidents’ Tailor“

Doppelvorführung und Gespräch mit den Regisseuren

Der Musiker und Webdesigner Daniel Bukowski erinnert sich an seine jiddischen Wurzeln. Als Vierzehnjähriger lernte er in einer Schul-AG Jiddisch, um seine in Israel lebenden Großeltern besser verstehen zu können. Als er sie zu Ostern 1998 besuchte, traf er auf eine kleine, aber doch lebendige Szene, in der die jiddische Sprache und Kultur gepflegt wurde. Oi Wa Woi von Gernot Steinweg, Re Karen und Clemens Seiz (UA | 35 Min. | jiddisch mit dt. Untertiteln) besteht aus Aufnahmen von 1998 und 2025 und begibt sich auf eine Spurensuche in Deutschland und Israel.

Jiddisch – eine Mischung aus Mittelhochdeutsch, Hebräisch und Slawisch – ist eine grenzüberschreitende, internationale Sprache. Sie ist auf allen Kontinenten vertreten, aber vielerorts vom Aussterben bedroht. Vor dem 2. Weltkrieg sprachen etwa 11 Millionen Menschen Jiddisch.

Der anschließende Dokumentarfilm The Presidents’ Tailor (Deutschland 2024 | 53 Min. | Om dt. U) von Rick Minnich erzählt die Lebensgeschichte von Martin Greenfield. Als er noch Maxmilian Grünfeld hieß, sprach er Jiddisch und lernte das Nähen als Häftling in Auschwitz, wo er Hemden flicken musste. Als Überlebender kam Grünfeld nach New York und stieg vom Laufburschen in der Brooklyner GGG-Schneiderei zum bevorzugten Schneider für US-Präsidenten und andere Prominente auf. Der Film begleitet ihn und seine Familie in New York, Deutschland und Auschwitz.

Nach der Doppelvorführung gibt es ein Gespräch mit den Regisseuren Gernot Steinweg und Rick Minnich. Hier geht es zur Kartenreservierung. Die Veranstaltung ist Teil des diesjährigen Bremer Programms zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Adresse
CITY 46
Birkenstraße 1
28195 Bremen
Veranstalter*in
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