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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

26.11.2019 - 19:00

AUSGEBUCHT - Drei Jahre Trump – Ende in Sicht?

Was Deutschland von Demokraten und Republikanern bei der US-Wahl 2020 zu erwarten hat

Donald Trumps Wahlsieg über Hillary Clinton im November 2016 hat die meisten Deutschen unangenehm überrascht. Auch der politische Stil und die Amtsführung des US-Präsidenten missfällt ihnen: der Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen, seine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Zuspitzung der Konflikte um internationale Handelsverträge und Abrüstungsvereinbarungen mit China, Europa, dem Iran und Nordkorea. In zwölf Monaten wählen die USA den nächsten Präsidenten. Wie stehen die Chancen auf Trumps Wiederwahl? Wie wahrscheinlich ist die Ablösung durch eine Herausforderin oder einen Herausforderer aus der Demokratischen Partei? Darüber wollen wir mit Christoph von Marschall diskutieren, USA-Experte und Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel. Sein neues Buch „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“ handelt von den internationalen Machtverschiebungen und Deutschlands Rolle in der Welt.

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Wir können keine Anmeldungen mehr annehmen.

ReferentInnen

Dr. Christoph von Marschall 
Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion Der Tagesspiegel (Berlin)

Veranstaltungsort
München, Amerikahaus, Barer Str. 19a


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Stiftung Bayerisches Amerikahaus gGmbH


Art der Veranstaltung
Vortrag



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26.11.2019 - 19:00

Bodenrecht im internationalen Vergleich - am Beispiel von China und...

 

In Deutschland ist Privateigentum an Grund und Boden selbstverständlich. Dies impliziert Kauf und Verkauf sowie Investment in Grund und Boden und auch Spekulation damit. Um diese Sichtweise zu hinterfragen, lohnt sich, neben einem Blick in die Historie des Bodenrechts und in die politische Ideengeschichte, ein Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Welche ganz anderen Auffassungen von Eigentums- und Nutzungsrechten des Bodens gibt es und welche Folgen hat das für den Miet- und Immobilienmarkt? Dies erläutern wir an den sehr unterschiedlichen Ländern China und Dänemark.


Vertiefungsmaterial:
Die Situation in China hat hier die Augsburger Allgemeine gut geschildert.

Das Diplomarbeit "Wege zu einer gerechten Bodenordnung" von Bernadette Felsch kann man hier finden. Hier kann man insbesondere das Kapitel "Bodenpolitik in anderen Staaten und globalen Regionen" lesen.

ReferentInnen

Bernadette-Julia Felsch
Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und Diplom-Politologin, Münchner Forum und Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht, München

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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26.11.2019 - 19:30

Antisemitismus und die AfD

Vortrag von Stefan Dietl

Antisemitismus gehört zu den wesentlichen Ideologieelementen der deutschen Rechten. Zwar finden antisemitische Vorurteile und Stereotype bis weit in die sogenannte bürgerliche Mitte Verbreitung, in der politischen Rechten ist der Antisemitismus jedoch unabdingbarer Bestandteil ihrer wahnhaften Welterklärung. So auch in der AfD. Obwohl der Antisemitismus dem politischen Denken der AfD inhärent ist und Funktionäre der AfD immer wieder mit antisemitischen Äußerungen an die Öffentlichkeit treten, wird diesem Aspekt bei der Betrachtung der Partei meist nur wenig Beachtung geschenkt.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

ReferentInnen

Stefan Dietl
lebt als freier Autor ("Die AfD und die soziale Frage") und Journalist in Sulzbach-Rosenberg

Veranstaltungsort
Sulzbach-Rosenberg, Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg - Literaturhaus Oberpfalz, Rosenberger Straße 9


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Punk e.V. Verein für Politik und Kunst


Art der Veranstaltung
Vortrag



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25.11.2019 - 19:00

Drei Jahre Trump – Ende in Sicht?

Was Deutschland von Demokraten und Republikanern bei der US-Wahl 2020 zu erwarten hat

Donald Trumps Wahlsieg über Hillary Clinton im November 2016 hat die meisten Deutschen unangenehm überrascht. Auch der politische Stil und die Amtsführung des US-Präsidenten missfällt ihnen: der Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen, seine Wirtschafts- und Sozialpolitik, die Zuspitzung der Konflikte um internationale Handelsverträge und Abrüstungsvereinbarungen mit China, Europa, dem Iran und Nordkorea. In zwölf Monaten wählen die USA den nächsten Präsidenten. Wie stehen die Chancen auf Trumps Wiederwahl? Wie wahrscheinlich ist die Ablösung durch eine Herausforderin oder einen Herausforderer aus der Demokratischen Partei? Darüber wollen wir mit Christoph von Marschall diskutieren, USA-Experte und Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel. Sein neues Buch „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“ handelt von den internationalen Machtverschiebungen und Deutschlands Rolle in der Welt.

ReferentInnen

Dr. Christoph von Marschall 
Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion Der Tagesspiegel (Berlin)

Veranstaltungsort
Nürnberg, eckstein, E.01, Burgstraße 1-3


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg
Deutsch-Amerikanisches Institut Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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23.11.2019 - 10:00 bis 16:00

Kommunalpolitik - Wie funktioniert das eigentlich?

Eine Einführung

Wer sich in seiner Stadt, seiner Gemeinde oder seinem Landkreis politisch engagieren möchte, ist gut beraten, wenn er/sie sich mit dem Handwerkszeug für die Politik vor Ort vertraut macht. Mit unseren Einführungsseminaren versuchen wir dazu zu "verführen", sich in die Kommunalpolitik einzumischen, sich an Entscheidungen zu beteiligen, die jede/n angehen. Dabei werden die Grundlagen und Entscheidungsabläufe sowie wesentliche lokalpolitische Handlungsfelder dargestellt und die Mitwirkungsmöglichkeiten der Bürger/innen skizziert.

Wir beschäftigen uns vor allem mit den folgenden Themen:

  • rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen der Kommunalpolitik
  • Situation der Kommunalfinanzen sowie Möglichkeiten und Grenzen kommunaler Haushaltspolitik
  • Bau- und Planungspolitik in der Kommune.

ReferentInnen

Peter Gack
GRIBS-Kommunalbüro
Ulrich Lindner
Dozent a. d. Bayer. Verwaltungsfachhochschule
Judith Petersohn
Stellvertretende Fraktionsgeschäftsführerin, Justiziarin, Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag
Frank Sommer
Rechtsanwalt, Kreisrat für Bündnis 90/Die Grünen München Land

Veranstaltungsort
Nürnberg, Caritas-Pirckheimer-Haus, Großer Saal, Königstraße 64


Kosten
40,- / erm. 30,- Euro (inkl. vegt. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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22.11.2019 - 13:30 bis 23.11.2019 - 17:00

Energiewende 2.0

Wege zu sauberen, sicheren und bezahlbaren Lösungen

Ein Zukunftsthema ersten Ranges – und zwar regional, national und global: der Klimaschutz. Obwohl die Wege zu diesem Ziel nach wie vor kontrovers diskutiert werden, ist eines inzwischen klar: Ohne „Energiewende“ kein Klimaschutz! Dabei darf die Energiewende nicht auf die „Stromwende“ verkürzt werden, vielmehr umfasst sie auch die Sektoren Wärme und Mobilität. Stand und Perspektiven der Energiewende waren Themen einer Tagung, die die Akademie in Zusammenarbeit mit der Petra-Kelly-Stiftung veranstaltete.Auch wenn der Eindruck manchmal ein anderer sein mag, „wir haben wirklich erst nur angefangen mit der Energiewende“, stellte Miranda Schreurs von der Hochschule für Politik München nüchtern fest. Und obwohl es sich um ein globales Problem handele, so Schreurs, lohne es sich, dass Deutschland den eingeschlagenen Weg fortsetze und ein Modell für andere Weltregionen werde. Dabei ist eines klar: Die Energiewende braucht Akzeptanz. Wobei die Grenzen von Akzeptanz gerade in der Windenergie, immerhin die wichtigste Stütze der erneuerbaren Energie, zuweilen deutlich werden. In der Energiewende treffen zwei miteinander verschränkte Megatrends aufeinander: Energieeffizienz und Digitalisierung. Gerade für strukturschwache Regionen biete sich hier eine große Chance, wie das Beispiel Bottrop Innovation City zeige. Dass Energieeffizienz funktionieren kann, zeigt Japan: Nach Fukushima, als der Strom plötzlich knapp wurde, weil vorübergehend nahezu alle Atomreaktoren abgeschaltet wurden, schafften es die Verbraucher, durch eine Vielzahl kleiner Schritte ca. 10 % des Gesamtstromverbrauchs einzusparen.

Von einer „nachlaufenden Untersteuerung“ sprach Sebastian Oberthür (Institute for European Studies, Vrije Universiteit Brussel). Er beschrieb damit den Prozess, dass zwar etwas passiere auf europäischer Ebene, aber immer zu wenig und immer zu spät. Zwar sei man beim Strom „auf einem guten Weg“, bei der Energiereduzierung von Gebäuden aber „hinterher hinkend“ und beim Thema Mobilität „stark zurück liegend“. Die Anhebung der Energieeffizienz, so konstatierte Oberthür, würde alles einfacher machen. Insgesamt könne man die Lösung des Problems nicht von der EU erwarten, aber zumindest einen guten Beitrag. Besonders die Ausweitung des Emissionshandels, wie es im „European Green Deal“ vorgesehen ist, sieht er als Instrument, dem Ziel der EU, 2050 klimaneutral zu sein, näher zu kommen.

Der Frage, wie sich Menschen entscheiden, z.B. in Bezug auf Neuerwerb oder dem Austausch einer Heizungsanlage ging die Psychologin Elisabeth Dütschke vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe nach. Dabei sind die Abwägung von Kosten und Nutzen, die individuelle soziale und normative Prägung sowie die affektive Bewertung (Angst, Wut etc.) zentrale Determinanten. Hinzu kommen Persönlichkeitseigenschaften (Offenheit für Neues, Gewissenhaftigkeit etc.) sowie Vorwissen und auch situative Faktoren (Zeitdruck, Stimmung). Im energiepolitischen Zieldreieck Klima- und Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit sowie Bezahlbarkeit sind ganz viele Leute versammelt, „die etwas Bestimmtes tun oder lassen sollen.“ Daraus bildet sich die Akzeptanz, die für die Energiewende wegen ihrer dezentralen und zahlreichen Auswirkungen auf die Menschen von grundlegender Bedeutung ist. Ca. zwei Drittel der deutschen Bevölkerung, so zeigen regelmäßige Umfragen, stimmen der Energiewende zu. Dabei wird der Solarenergie, gefolgt von Wasserkraft und Wind die höchste Akzeptanz entgegengebracht. Kohle und Kernenergie bilden mit Abstand die Schlusslichter.

 

Energiewende: Bezahlbar, natur- und sozialverträglich, sicher?

Andere Untersuchungen zeigen, dass die Zustimmung zu den erneuerbaren Energien noch höher wäre, wenn die Kosten „gerechter“ verteilt würden. Stephan Sommer vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, widmete sich den Kosten der Stromwende. Jährlich fallen ca. 25 Mrd. Euro absolute, direkte Kosten an, die durch die EEG-Umlage (6,5 Cent pro KWh) finanziert werden. Dieser jährliche Betrag wird bis 2023 auf 54 Mrd. Euro ansteigen, „finanziert durch die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sowie durch den Energie- und Klimafonds.“ „Etwa zwei Drittel der Haushalte“, so Sommer, „halten die Energiewende für teuer, die Hälfte empfindet sie als ungerecht und ist mit ihrer Umsetzung unzufrieden.“ Besonders die Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Zahlung der EEG-Umlage werden als nicht gerecht empfunden.

Darauf, dass das derzeitige Steuersystem kaum ökologische Anreize gebe, wies Kai Schlegelmilch (Forum Ökologisch-soziale Marktwirtschaft e.V., Berlin) hin. Die niedrigen Preise fossiler Brennstoffe setzen Fehlanreize. Dabei ist das Problem, „dass die Preise nicht notwendigerweise korrekt (externe Kosten bleiben unberücksichtigt) und politisch beeinflusst sind (Subventionen, Steuer- und Abgabensystem).“ Eine sinnvolle Energiesteuerreform müsste Schlegelmilch zufolge folgendes beinhalten: 1) Ausrichtung der Steuersätze im Wärme- und Verkehrssektor an Energiegehalt und CO2-Intensität, 2) Energiekomponente sektorspezifisch, CO2-Komponente sektorübergreifend einheitlich, 3) Einführung eines CO2-Mindestpreises im Stromsektor durch Ausweitung des Anwendungsbereichs der Energiesteuer auf Einsatzstoffe der Stromerzeugung, und schließlich 4) Zielgerichtete Verwendung der Mehreinnahmen (Kompensation, Strompreissenkung). Die Verteilungswirkung auf die privaten Haushalte hängt dabei entscheidend von der Verwendung der Steuereinnahmen ab: Absenkung von Strompreisbestandteilen, Auszahlung einer Klimaprämie und Investitionen.

Eine „massive aktuelle Schieflage“ mit Beschlüssen zum Ausstieg (Kern- und Kohleenergie), „aber keine konsistente Strategie für den „Einstieg“, stattdessen Schwarzer-Peter-Spiel, das Zeit und Vertrauen kostet“, konstatierte Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Die Kontroverse macht sich vor allem am Ausbau der onshore-Windenergie fest. Hier sind, obwohl ohne den massiven Ausbau der Windenergie die Stromwende nicht möglich scheint, „die Zahlen signifikant in die Knie gegangen“. „Wir wissen, was wir tun müssen, aber wir verlieren deutlich an Geschwindigkeit!“ so Fischedick. Welche Alternativen sind denkbar? Zentral in der Diskussion stehen für ihn drei Ansätze: Stärkerer Ausbau der Photovoltaik, deutliche Erhöhung der Energieeffizienz und Verbreitung von suffizienteren Lebensstilen. „Die Erhöhung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aber auch Netzinfrastruktur stößt zunehmend auf geringere gesellschaftliche Akzeptanz.“

Erneuerbaren Strom auf allen Netzebenen zu produzieren, reicht aber nicht aus. Er muss auch zu den verschiedenen Verbrauchern (Industrie, Landwirtschaft, Endkunden) transportiert werden. Dabei haben Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet für die Versorgungssicherheit zu sorgen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, wie Markus Lieberknecht, Pressesprecher bei Tennet, hervorhob. Das neue Stromsystem: „Lokal und manchmal in großer Entfernung zu Industriezentren und Speicheranlagen produzierte erneuerbare Energien liefern Strom in Abhängigkeit von der Witterung auf allen Netzebenen.“ Noch geringe Speichermöglichkeiten, Volatilität der Wind- und PV-Einspeisung verbunden mit dem Ausstieg aus Atomenergie und Kohleverstromung machen ein Einspeisemanagement nötig, dass in der Lage ist, im nationalen wie europäischen Verbund kritische Situationen zu meistern. Grundlage für die Energiewende, und dies ist politisch durchaus heftig umstritten, ist ein leistungsfähiges Höchstspannungsnetz, das den Windstrom aus dem Norden Deutschlands in den Süden (z.B. Südlink) leiten kann.

 

Die drei Sektoren: Strom, Wärme, Mobilität

„Die Energie- und Mobilitätswende ist mit Erneuerbaren bis spätestens 2030 möglich“, glaubt Krisztina André vom Bündnis Bürgerenergie. Sie sieht neben Windenergie, deren Ausbau allerdings in den letzten Jahren nahezu zum Erliegen gekommen ist, Photovoltaikanlagen als Schlüsseltechnologie zur dezentralen Energiewende. Jeder PV-Quadratmeter produziert laut André jährlich die Energie, die ein Elektroauto für 1000 Kilometer benötigt. Dabei sind viele Flächen für mögliche Photovoltaikanlagen noch gar nicht ausgeschöpft: Dächer, Gebäudefassaden und sogar Schallschutzwände an Autobahnen eignen sich hierfür. Als kurzfristige Zwischenspeicher könnten auch Batterien von Elektroautos dienen, die über bidirektionale Ladestationen mit dem Stromnetz verbunden sind.


Von links nach rechts: Manfred Schwarzmeier (Tagungsleitung), Jonas Jarass (Tagungsleitung), Dr. Robert Brandt, Martin Randelhoff und Krisztina André

Robert Brandt von der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin beschäftigte sich mit der Wärmewende. Damit diese gelingt, müssten neben Photovoltaikanlagen und Windrädern auch mehr Biogasanlagen gebaut werden – und das Fernwärmenetz erweitert. „Bisher erreicht Fernwärme nur fünf Prozent des Wohngebäudebestands in Deutschland“, sagte Brandt. Für den Fernwärmeausbau bestehen bisher kaum Anreize, denn der Ölpreis ist im langjährigen Vergleich niedrig. „Das liegt daran, dass die Folgen nicht eingepreist sind“, erklärte er. Zuerst aber sollte man über eine gute Hausdämmung nachdenken, denn „jede nicht verbrauchte KWh ist erstmal eine gute KWh.“

„Massive Umsetzungsprobleme“ bei der Verkehrswende beobachtet Martin Randelhoff, Mitarbeiter der TU Dortmund und Betreiber des Blogs „Zukunft Mobilität“. „Steigender Wohlstand, multilokale Lebensführung, berufliche Spezialisierung und mehr Gleichberechtigung führen zu mehr Autos und mehr Flugreisen.“ Alleine für den Luftverkehr werde für den Zeitraum 2010 bis 2030 eine Steigerung um 78,7 % prognostiziert, wobei das größte Wachstum bei „öko-sensibilisierten jungen Menschen“ gesehen werde. In Deutschland, so der Verkehrsexperte, macht der Freizeitverkehr den Hauptanteil am gesamten Verkehrsaufkommen aus. „Wir brauchen auch einen kulturellen Wandel. Es gibt noch zu viele Verkehrstabus“, betonte Randelhoff.

Manfred Schwarzmeier

(Fotos: APB Tutzing)

 

Links und Literaturhinweise:

 

·         Berichte des Weltklimarats

·         Bottrop Innovationcity

·         Energieautarkes Dorf Feldheim

·         Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft e.V.

·         Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

·         TenneT TSO GmbH

·         Bündnis Bürgerenergie e.V.

·         Agentur für Erneuerbare Energien (auch: www.waermewende.de)

·         Blog „Zukunft Mobilität“

·         Mobilität in Deutschland (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

·         Verkehr in Zahlen (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

·         Energieatlas der Heinrich-Böll-Stiftung (2018)

·         Kohleatlas der Heinrich-Böll-Stiftung (2015)

·         Böll.fakten Energiewende (2019)

ReferentInnen

Krisztina André
Vorstand, Bündnis Bürgerenergie e.V., Berlin
Dr. Robert Brandt
Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V., Berlin
Dr. Elisabeth Dütschke

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick
Vizepräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Markus Lieberknecht
Pressesprecher von Tennet, Bayreuth
Prof. Dr. Sebastian Oberthür
Akademischer Direktor des Institute for European Studies (IES), Vrije Universiteit Brussel
Martin Randelhoff
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund, Betreiber des Blogs "Zukunft Mobilität"
Kai Schlegelmilch
Vorsitzender des Aufsichtsrates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS), Berlin
Prof. Dr. Miranda Schreurs
Hochschule für Politik München
Dr. Stephan Sommer
RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen

 

 

Veranstaltungsort
Tutzing, Akademie für Politische Bildung, Buchensee 1


Partner

Akademie für Politische Bildung Tutzing


Art der Veranstaltung
Tagung



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22.11.2019 - 19:00

Rechte Internettrolle und Influcener*innen

Vortrag

Beinah unbemerkt von der breiteren Öffentlichkeit ist in den sozialen Netzwerken eine eigene, sehr erfolgreiche Szene rechtsextremer Influencer*innen gewachsen. Sie nutzen den Algorithmus, kennen die Tricks und Kniffe, die ihnen und ihren Inhalten Reichweite verschaffen. Sie machen es wie jede*r andere, der*die Youtube-Star und Instagram-Influencer*in werden möchte: Nähe und Authentizität verbinden sie mit schönen Bildern und knackigen Geschichten. Nur eben mit radikaler politischer Agenda. Ihre Inhalte erreichen Millionen, weit über die eigene Kernklientel hinaus.

Kein Wunder, dass rechte Stiftungen und Vereine Youtuber*innen finanzieren oder erfolgreiche rechte Influencer Werbevideos für die AfD drehen. Anders als in den USA ist die rechte Influencer-Szeneverhältnismäßig stark institutionalisiert und organisatorisch gut eingebunden in ein Netzwerk aus Partei, anderen Medien und Geldgebern.

Die Affinität und der Erfolg der Rechten in sozialen Medien sollte uns aber nicht überraschen. Das Internet war immer schon ein Ort von Gegenkulturen - und damit auch für politische Bewegungen der extremen Rechten. Tatsächlich zählen Rechtsextreme schon zu den sehr frühen Nutzer*innen des Internets, sie betrieben eigene Messageboards und griffen Foren von z.B. jüdischen Seiten an.

Die Aktivitäten der Neuen Rechten sind strategische Mittel, um ihre Botschaft an sehr viele junge Menschen zu vermitteln. Sie sind aber auch Resultat des eigenen theoretischen Weltbildes, das Öffentlichkeit vor allem als Kampfplatz betrachtet.

Ein Vortrag zwischen glossy Selfies und der politischen Theorie Carl Schmidts: Anhand von Strategiepapieren und theoretischen Abhandlungen der extremen Rechten zeigt der Vortrag, warum und wie der "Infokrieg" über Hochglanzbilder auf Instagram und Selfie-Videos auf Youtube geplant wird.

ReferentInnen

Patrick Stegemann
Journalist, recherchiert seit längerem zu rechten Trollnetzwerken im Internet und hat an der online verfügbaren Dokumentation "Lösch Dich" mitgewirkt.

Veranstaltungsort
Augsburg, Die Ganze Bäckerei, Frauentorstraße 34


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Die Ganze Bäckerei


Art der Veranstaltung
Vortrag



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21.11.2019 - 20:00 bis 12.12.2019 - 20:00

Boys don't cry

Aktionstage zur Männlichkeitskritik

„Verunsichert Euch, verunsichert andere!“

Unter diesem Motto wird im Wintersemester eine Aktionsreihe zu Themenkomplexen wie Männlichkeitsbildern, toxischen wie kritischen Vorstellungen von Männlichkeit, sowie der Kritik an diesen Verhältnissen veranstaltet.

Ziel ist es, sich mit der Beschaffenheit der sozialen Rolle „Mann“ auseinander zu setzen und sich dabei kritisch mit der Problematik dieser starren Struktur zu befassen. Wir glauben, dass die Eigenschaft „Mann“ nicht die eigentliche Vielfalt der Menschen widergeben kann, welchen diese Rolle zugewiesen wird, und dass herkömmliche Vorstellungen von Männlichkeit überflüssig und gefährlich sind.

Diese „toxische Männlichkeit“ war in den letzten Monaten Thema vieler Diskussionen – ob nun in der Debatte um eine neue Werbung der Marke Gilette oder in Popkulturen wie Late Night Shows und Sitcoms.

Wir wollen an diesen Diskursen ansetzten und sie kritisch weiterführen. Dabei stehen die Probleme dieser sozialen Rolle im Vordergrund - gerade in ihrer Relation zu „nicht-männlichen“ Menschen, welche durch diese Abgrenzung Gewalt, Mord und Unterdrückung ausgesetzt sind. Zudem steht sie im Konflikt mit ihren eigenen Trägern, was sich in hohen Selbstmordraten, Aggressivität und geringeren Lebenserwartungen als männlich dominierte Probleme zeigt. Männlichkeit hat sich als hegemoniales, patriarchales Prinzip entwickelt und strukturiert so gesellschaftliche Verhältnisse in einer zerstörerischen Art.

Wir freuen uns auf alle die an unseren Aktionen teilnehmen wollen - besonders männliche, profeministische Menschen, die sich mit ihrer eigenen Maskulinität kritisch befassen, sich weiterbilden und sich sowie andere verunsichern möchten.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie im Flyer.

Veranstaltungsort
Passau, Orte siehe Flyer


Kosten
Eintritt frei


Partner

LUKS Passau


Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe



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16.11.2019 - 10:00 bis 17:30

Online-Öffentlichkeitsarbeit

 

Twitter, Facebook und Co. sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Wer heute potentielle Wähler erreichen will, muss sie „dort abholen, wo sie sind“: im Social Web.

Im Seminar lernen Sie, welche Plattformen sich wie für die (politische) Öffentlichkeitsarbeit eignen. Was sind Erfolgsfaktoren? Was brauchen Sie zur Vorbereitung bzw. zur Optimierung Ihrer Kanäle? Wie kann man mit begrenzen Ressourcen ein bestmögliches Ergebnis erzielen?

Während des Seminars beschäftigen wir uns mit der Einrichtung bzw. Optimierung einer Facebook-Fanpage, mit nützlichen Hilfsmitteln, Verlinkungen und wie Sie Ihre Social Media Kanäle mit Leben füllen.

Ziel des Seminar ist es, dass die Teilnehmenden mit einem eigenen Social Media-Profil nach Hause gehen bzw. die bereits bestehenden Profile ihrer Organisation ausgebaut und verbessert haben.

Themen des Seminars werden sein:

  • Mit Plan zum Ziel: Wie geht Social Media-Management mit begrenzten Ressourcen?
  • Facebook, Twitter, Instagram und Co.: Was kann man wofür nutzen?
  • Kurz, prägnant und dialogorientiert: Texten fürs Social Web
  • Der sinnvolle Einsatz von Hilfsmitteln.

Dieses Seminar kann mit 9 Unterrichtstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "Medien" angerechnet werden.

Veranstaltungsnummer: 2-19-54

Die Veranstaltung ist ausgebucht. Wir haben eine Warteliste gebildet.

ReferentInnen

Theresa Körner
Kommunikationswissenschaftlerin (M.A.) und Social Media Managerin (FH Köln). Sie hat zudem einen B.A. in Politikwissenschaft und lehrt und forscht an der Universität Bamberg zu Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media Management und Grundlagen des Journalismus. Sie hat praktische Erfahrungen in der PR- und Öffentlichkeitsarbeit und der internen Organisationskommunikation und kann zudem langjähriges politisches und gesellschaftliches Engagement vorweisen.

Veranstaltungsort
Augsburg, Hotel am alten Park,Raum Weitblick, Frölichstr. 17


Kosten
60,- / erm. 40,- Euro (inkl. vegetarischer Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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16.11.2019 - 10:00 bis 17:30

"Oh, ich bin jetzt Kandidat*in!"

Sicheres Auftreten und Argumentieren im Wahlkampf

Sie haben die Aufstellungsversammlung Ihrer Partei überzeugt und wollen nun natürlich auch die Wahl gewinnen? 

Auf in den Wahlkampf: Gespräche mit Bürger*innen führen, Presse-Interviews geben, bei öffentlichen Auftritten glänzen, mit Ihren Parteigremien zusammenarbeiten, Kritik und Anfeindungen „wegstecken“... und bei allem souverän, sympathisch und entspannt bleiben?

Wer sich um ein politisches Amt bewirbt, braucht neben Stehvermögen und Motivation vor allem eine gute Mischung aus Überzeugungskraft und Gelassenheit in Rede- und Gesprächssituationen.

Genau darum geht es in diesem Seminar: Sie gewinnen Sicherheit für öffentliche Auftritte und lernen, in schwierigen Gesprächssituationen Ruhe zu bewahren. Damit Sie fit sind für Ihren erfolgreichen Wahlkampf.

Das Seminar wendet sich an Menschen, die bei den Kommunalwahlen 2020 als Kandidat*innen antreten.

Dieses Seminar kann mit 9 Unterrichtstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "Kommunikation" angerechnet werden.

Veranstaltungsnummer: 2-19-51

Das Seminar ist ausgebucht. Wir führen eine Warteliste.

ReferentInnen


Ina Machold

Diplom-Pädagogin und Mediatorin (FH), seit über 15 Jahren Training und Coaching zu den Themen Kommunikation, Rhetorik und Konfliktmanagement
Frauenreferentin, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Bayern

Veranstaltungsort
Plattling, Hotel zur Isar, Passauer Straße 2


Kosten
60,- / erm. 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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