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10 Jahre "Region aktiv Chiemgau-Inn-Salzach"

20.04.2012


Am 20.03.2002 hat die AbL-Bayern vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit der damaligen Ministerin Renate Künast die Nachricht erhalten, dass die Region Chiemgau-Inn-Salzach einer der Sieger beim Wettbewerb "Regionen aktiv" ist. Mit Hilfe der bereitgestellten Fördermittel wurden ein Regionalmanagement installiert und im Förderzeitraum von fünf Jahren insgesamt 75 Projekte umgesetzt.

Viele dieser Projekte laufen auch heute noch sehr erfolgreich und tragen weiter zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums  in der Region bei. Mit dem Symposium wurde das 10-jährige Bestehen von Region aktiv gebührend gewürdigt. 

Renate Künast stellte zunächst die Widerstände dar, die ihr in ihrer Zeit als Landwirtschaftsministerin bei der Initiierung des Modellprojekts von Seiten der etablierten Agrarpolitik begegneten. Sie bescheinigte der Region, mit einem ungewöhnlich hohen Anteil an ehrenamtlichem Einsatz tragfähige „Modelle der Zukunft“ entwickelt zu haben, die ein Leitbild für die Agrarentwicklung sein sollten.  

Die beiden Vorsitzenden des Vereins Region aktiv e.V. Franz Schiefer und Elisabeth Widauer stellten eine Auswahl der Projekte vor. Die Vermarktungsgenossenschaft regionaler Lebensmittel und die Etablierung einer der ersten Regionalwährungen, des „Chiemgauers“, sind dabei wohl als die erfolgreichsten einzustufen. 

Josef Kobler, Behördenleiter des Amt für Landwirtschaft und Ernährung aus Töging, gab einen kenntnisreichen Überblick über die landwirtschaftlichen Strukturen der Region sowie Prognosen für verschiedene Szenarien der künftigen Entwicklung. 

Josef Rottenaicher wagte auch einen Blick auf die „Schattenseiten“ des Modellprojekts: wo ideenreiche Individuen mit viel Dynamik an vielen Fäden spinnen, entstünden natürlich auch Spannungen: „durch Reibung entsteht Wärme, die manchmal auch sehr intensiv sein kann“. 

Zum Abschluss hielt Prof. Dr. Alois Heißenhuber von der TU Weihenstephan ein Plädoyer für die Honorierung der Gemeinwohlleistungen in der anstehenden Agrarreform für eine echte Stärkung des ländlichen Raums.  

Als Fazit konnte festgestellt werden, dass die Region den Vertrauensvorschuss der investierten staatlichen Fördermittel bestens honoriert hatte, indem sie zeigte, dass oftmals nur eine Anschubfinanzierung nötig ist, um tragfähige, langfristig erfolgreiche Projekte ins Leben zu rufen. 

Veranstaltungsort
Burghausen


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.


Art der Veranstaltung
Symposium



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