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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Themenrückblick

23.02.2019 - 09:15 bis 18:00

Information und Orientierung jenseits der Filterblase?! Europäische...

Regionalkonferenz im Rahmen des Projekts „Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume“ des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds

Zeitungen stehen überall in Europa vor dramatischen Herausforderungen. Einst der öffentliche Ort des demokratischen Diskurses schlechthin, geraten sie durch vielfältige Entwicklungen unter Druck. Die Zeitungen sind von der Digitalisierung im besonderen Maße betroffen. Die Erlöse durch Verkäufe und Anzeigen gehen drastisch zurück, während die Suche nach neuen Geschäftsmodellen noch nicht abgeschlossen ist. In Zeiten von Twitter und Facebook haben sich aber auch die Art und Geschwindigkeit der Produktion und der Konsumierung von Nachrichten verändert – manchmal scheint nichts so alt wie die Zeitung von heute. Das Erstarken von rechtspopulistischen Bewegungen und Parteien stellt Zeitungsjournalist*innen vor neue Fragen. Autoritäre Regierungen schränken inzwischen auch in europäischen Ländern die Pressefreiheit zunehmend ein. Aber auch in liberalen Demokratien wächst vielfach der Druck auf die vierte Gewalt – der Umgang mit Journalist*innen im Umfeld des Hamburger G-20-Gipfels oder der Versuch des österreichischen Innenministeriums, unliebsame Medien auszugrenzen, sind Beispiele dafür.

Ist das Zeitalter der (gedruckten) Zeitung zu Ende? Oder können die Zeitungen ihre Funktion als Orte des demokratischen Diskurses bewahren oder sogar noch verstärken? Denn Zeitungen sind im Idealfall das genaue Gegenteil der Filterblase. Sie berichten, kommentieren und bilden den öffentlichen Raum für politische und gesellschaftliche Debatten. Sie geben Orientierung, indem sie Nachricht, Reportage und Kommentar in einen politischen und kulturellen Sinnzusammenhang stellen und damit den Kontext bilden, der in den sozialen Medien oftmals fehlt.

Dazu kommt ihre demokratische Funktion gerade in Ländern, in denen staatliche Medien zunehmen politischer Einflussnahme durch die Regierungen ausgesetzt sind und private Medienkonzerne zur politischen Macht werden. Dort bilden vielfach die Zeitungen eine wichtige Bastion der Zivilgesellschaft.

Lassen sich aus diesen Entwicklungen neue Perspektiven für die Zeitung ableiten? Liegt hier der Grund dafür, dass in einigen Ländern neue Zeitungsprojekte gerade einen Aufschwung erleben?

Wir bringen Journalist*innen und Zeitungsmacher*innen aus ganz Europa ins Gespräch über die Zukunft der Zeitung, ihre neuen Aufgaben und Herausforderungen in Zeiten von Populismus, Fake News und Filterblase. Dabei soll es um den Austausch, das gemeinsame Lernen und die gemeinsame Arbeit an neuen Konzepten gehen. Aber auch die breite Debatte mit einer interessierten Öffentlichkeit soll geführt werden. Schließlich geht es um die Zukunft dieses für unsere Demokratie entscheidenden öffentlichen Raums, der sich zwischen bedruckten Seiten oder immer häufiger auch auf den Websites der Zeitungen im Internet konstituiert.

Programm

(Bild: Charles Taylor – Shutterstock )

Material von der Konferenz

Videos

  1. Keynote Heribert Prantl: Die Zeitung ist tot. Es lebe die Zeitung!
  1. Gespräch: Prof. Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung, Mitglied der Chefredaktion) und Muhterem Aras (Landtagspräsidentin BW)
  2. Podiumsdiskussion: Under Fire - Pressefreiheit in Europa!
    Es diskutierten Márton Gergely (leitender Redakteur der Wochenzeitschrift HVG, Ungarn), Nina Horaczek (Chefreporterin der Stadtzeitung Falter, Wien), Dr. Michael Rediske (Vorstandssprecher Reporter ohne Grenzen), Tabea Rößner (MdB – Bündnis 90/Die Grünen), Bartosz Wieliński (leitender Redakteur Gazeta Wyborcza, Polen).
  3. Podiumsdiskussion: Auslaufmodell oder unverzichtbarer Kompass in unruhigen Zeiten: Zukunft der Zeitung in Europa
    Es diskutierten Kaki Bali (Chefredakteurin der griechischen Tageszeitung AVGI - Griechenland), Patrik Garaj (Editor und Reporter bei Denník N - Slowakei), Jun.-Prof. Dr. Leyla Dogruel, (Institut für Publizistik, Johannes Gutenberg Universität Mainz), Stefan Reinecke, Redakteur (taz)

Audio

Berichte aus den LABs

  1. Wie sieht die Zeitung der Zukunft aus? Harriet Wolff (taz, Mitverfasserin taz-Innovationsreport)
  2. Finde den Fehler. Fake News – Der Umgang mit einer neuen Wirklichkeit. Dr. Bernd Zywietz (Johannes Gutenberg Universität Mainz)

ReferentInnen

u.a. mit:

Prof. Dr. Dr. h. c. Prantl, Süddeutsche Zeitung, Mitglied der Chefredaktion
Muhterem Aras, Landtagspräsidentin Baden-Württemberg
Jakob Augstein, Verleger Der Freitag
Dr. Michael Rediske, Vorstandssprecher Reporter ohne Grenzen
Tabea Rößner, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Nina Horaczek, Chefreporterin der Stadtzeitung Falter, Wien
Silke Burmester, freie Journalistin
Márton Gergely, leitender Redakteur der Wochenzeitschrift HVG (Ungarn)
Bartosz Wielinski, leitender Redakteur Gazeta Wyborcza (Polen)
Dr. Reinhard Olschanski, Publizist und Philosoph
Harriet Wolff, taz, Mitverfasserin taz-Innovationsreport
Ingrid Brodnig*, Journalistin und Autorin
Kaki Bali, Chefredakteurin der griechischen Tageszeitung AVGI
Patrik Garaj, Editor und Reporter bei Denník N (Slowakei)
Jun.-Prof. Dr. Leyla Dogruel, Institut für Publizistik, Johannes Gutenberg Universität Mainz
Donatien Huet, Leiter Zukunftswerkstatt Mediapart (Frankreich)
Stefan Reinecke, Redakteur, taz

* angefragt

Veranstaltungsort
Stuttgart, Literaturhaus, Breitscheidstraße 4 | U-Bahnsteig 1, Linie U14/ U29, Haltestelle Berliner Platz- Liederhalle (2 Haltestellen vom Hauptbahnhof)


Kosten
Teilnahme: 20 € / 10 € (inkl. Verpflegung)


Partner

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Heinrich Böll Stiftung Saar


Art der Veranstaltung
Regionalkonferenz



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23.02.2019 - 10:00 bis 18:00

„Entknastung: Ideen jenseits von Strafe und Gefängnis“ (AUSGEBUCHT)

Workshop

Obwohl Strafe ein Kern von Herrschaft ist, weil sie immer Institutionen bedarf, die sie ausführen, und bedeutet, dass sich ein Individuum über das andere erhebt, ist die Kritik der Strafe und des Gefängnisses als zentrale Strafinstitution moderner Gesellschaften in linken Kreisen eine Seltenheit. Noch weniger als über Strafe und Gefängnis wird aber über mögliche Alternativen gesprochen, geschweige denn Entsprechendes ausprobiert. In diesem Workshop wollen wir darüber sprechen, was Strafe eigentlich ist, warum wir strafen und was Kriminalisierung und Knast bedeutet. Gleichermaßen soll es darum gehen, Möglichkeiten eines anderen Umgangs mit «Delinquenz» und schmerzhaften Konflikten zu diskutieren und auszuprobieren.

Der Workshop teilt sich in zwei Abschnitte auf:
Am Vormittag erarbeiten wir gemeinsam, was Strafe eigentlich ist und warum wir sie einsetzen. Dann werden wir über das Gefängnis sprechen und über den gesellschaftlichen Strafapparat.
Können wir uns eine Gesellschaft ohne Knäste vorstellen?
Warum und warum nicht?
Wo liegen die Schwierigkeiten? 

Am Nachmittag wird es darum gehen, zu erarbeiten, was es braucht, um ohne Gefängnis und ohne Strafe auszukommen. Verschiedene Modelle werden vorgestellt und je nach Zeitrahmen das ein oder andere experimentell ausprobiert.

Der Workshop ist auf 15 Teilnehmer*innen begrenzt.
Meldet euch verbindlich bis zum 6.2. per Mail an. 
Sollten sich mehr als 15 anmelden, entscheidet das Los.

ReferentInnen

Rehzi Malzahn
hat im Herbst beim Schmetterling Verlag den Sammelband »Strafe und Gefängnis. Theorie, Kritik, Alternativen. Eine Einführung« herausgegeben. Sie hat sich viele Jahre an der Anti-Knast-Demonstration zu Sylvester in Köln beteiligt und arbeitet seit mehreren Jahren zu verschiedenen Formen gewaltarmer Konfliktbewältigung, darunter auch im Kontext von »Justiz«.

Veranstaltungsort
Augsburg, Ganze Bäckerei, Frauentorstrasse 34


Partner

Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg


Art der Veranstaltung
Workshop



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22.02.2019 - 16:30 bis 20:00

Nicht über jedes Stöckchen springen vs. Radikale Aufklärung

Zeitungen und Populismus

Workshop für europäische Journalist*innen im Rahmen des Projekts „Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume“  des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds

In Polen, in Ungarn, in Österreich sind Rechtspopulist*innen an der Regierungsmacht, in Deutschland, aber auch in Ländern wie Spanien sind Parteien der populistischen Rechten im Aufwind. In all diesen Ländern versuchen Rechtspopulist*innen auch, die mediale Hegemonie zu erobern und mit gezielten Provokationen die mediale Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen.

Wie kann es kritischen Medien gelingen, dieses Phänomen weder kleinzureden noch medial großzuschreiben, sondern eine kritische, objektive Berichterstattung zu gewährleisten? Wie können Journalistinnen und Journalisten am besten auf direkte Angriffe von Rechtspopulisten reagieren?

Themen: Die Medienstrategie der Rechtspopulist*innen in Europa - Von Österreich lernen: Recherchieren gegen Widerstände – wie Journalist*innen rechtspopulistische Parteien wie der FPÖ am besten begegnen – Praktische Übung und Erfahrungsaustausch.

Arbeitssprache ist Deutsch

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl!

Anmeldung unter www.boell-bw.de

 

 

 

Eine Kooperation der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, der Petra-Kelly-Stiftung Bayern und der Heinrich Böll Stiftung Saarland im Rahmen des Projekts „Shared Spaces – Europäische Dialoge über öffentliche Räume“ des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds

 

 

 

ReferentInnen

Nina Horazcek
Chefreporterin Falter, Wien

Veranstaltungsort
Stuttgart, Stiftung Geißstraße Sieben, Geißstraße 7


Partner

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg und Heinrich Böll Stiftung Saarland


Art der Veranstaltung
Workshop



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22.02.2019 - 19:30

„Blackbox Abschiebehaft“

Vortrag und Diskussion

In ganz Deutschland werden immer mehr Abschiebeknäste errichtet. Allein in Bayern sind mit Passau und Hof zwei weitere Abschiebehaftanstalten geplant. Die Abschiebehaft hat in Deutschland eine lange und unrühmliche Tradition: Vor ziemlich genau 100 Jahren wurde sie als Instrument staatlicher Repressionsmaßnahmen gegen nicht erwünschte Menschen eingeführt. In den Fokus dieser Repressionsmaßnahme gerieten damals vornehmlich aus Osteuropa zugewanderte Jüd*innen. War die Institution der Abschiebehaft schon damals nicht unumstritten, so hat sie auch heute als äußerst fragwürdig zu gelten. Als reiner Verwaltungsakt stellt sie eine Haftform ohne vorausgegangene Straftat oder richterlichen Urteilsspruch dar – aus rechtsstaatlicher Perspektive ist das ein Skandal. Eine grundsätzliche Kritik an Abschiebehaft ist und bleibt daher notwendig. Um nur einen Ansatzpunkt zu nennen: Obwohl richtigerweise immer wieder betont wird, dass Abschiebehäftlinge keine Strafgefangenen sind und folglich nicht als solche zu behandeln seien, ist ihre Lage und vor allem ihre juristische Betreuung durch Anwält*innen viel prekärer als die von Gefangenen in „normalen“ Haftanstalten.

Ausgehend von konkreten Fallkonstellationen möchte die Veranstaltung die rechtsstaatliche Problematik in den Fokus rücken. Einleitend wird Elisa Urbanczyk, die als Rechtsanwältin verschiedene Mandant*innen im Abschiebegefängnis Eichstätt betreut, über die menschenunwürdigen Bedingungen in der 2017 eröffneten und äußerst umstrittenen Abschiebehaftanstalt berichten. Anschließend wird Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, grundlegende Überlegungen zur Illegalisierung von Migration und der Aus- und Einsperrung von Migrant*innen präsentieren. Im Anschluss besteht Raum für eine Publikumsdiskussion mit den Expertinnen.

ReferentInnen

Monika Mokre
Politikwissenschaftlerin an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Obfrau des eipcp und Aktivistin des Refugee Protest Camps Vienna. In ihrer Forschungstätigkeit und ihrer politischen Arbeit beschäftigt sie sich mit europäischer Demokratie, Migration und Kulturpolitik. Sie ist Mitherausgeberin des Buchs „Das große Gefängnis“. 
Elisa Urbanczyk
Rechtsanwältin in Nürnberg und vertritt verschiedene Mandant*innen in der Abschiebehaftanstalt Eichstätt. Sie ist Expertin für rechtliche Fragen im Kontext von Migration und kennt die Abschiebevorgänge aus erster Hand.

Veranstaltungsort
Cafe Tür an Tür, Wertachstraße 29, Augsburg


Partner

Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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21.02.2019 - 10:00 bis 16:00

Biodiversität, Düngeverordnung und Klimawandel

Lösungsansätze einer bäuerlichen Landwirtschaft und Forderungen an die Agrarpolitik

Insektensterben und der Verlust der Artenvielfalt bedrohen unsere Lebensgrundlagen. Wegen unzu-reichender Umsetzung der EU Nitratrichtlinie hat die EU-Kommission eine Klage gegen die BRD beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Zudem müssen nach der NERC-Richtlinie Luftschadstoffe wie Stick-stoffoxide und Ammoniak deutlich reduziert werden. Dass die Novellierung der Düngeverordnung eine echte Lösung des Problems sein kann, bezweifeln nicht nur Bauern, sondern auch Wissenschaftler. Der vielerorts zu trockene Sommer mit Futterknappheit und Ernte-ausfällen hat die Empfindlichkeit unserer Agrarsysteme angesichts des Klimawandels deutlich gemacht.

Die AbL fordert eine Landwirtschaftspolitik, die sowohl den Umwelt- und Artenschutz als auch die Existenzsicherung der bäuerlichen Betriebe zum Ziel hat. Die Tagung soll hierfür Lösungsansätze aufzeigen.

Weitere Informationen sowie das genaue Programm finden Sie auf dem Flyer zur Tagung.

ReferentInnen

Dr. Andrea Beste
Agrarwissenschaftlerin und Diplom-Geographin, Co-Autorin Bodenatlas
Heinrich-Böll-Stiftung und "Büro für Bodenschutz und Ökologische Agrarkultur“, Mainz
Wolfram Güthler
Ministerialrat und Leiter des Referats Landschaftspflege und Naturschutz-förderung im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Dr. med. vet. Anita Idel
Tierärztin, Mediation und Projektmanagement Agrobiodiversität, Lead-
autorin im UN-Weltagrarbericht (IAASTD) und Kasseler Institut für ländliche Entwicklung
Prof. Onno Poppinga
Kasseler Institut für ländliche Entwicklung (KI)

Veranstaltungsort
Weichering, Landgasthof Vogelsang, Bahnhofstraße 24


Kosten
10,- (Mitglieder) / 15,- Euro (Nichtmitglieder); Mittagessen und Getränke sind selbst zu bezahlen


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Bayern e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung



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19.02.2019 - 18:45 bis 20:30

Welcome to Sodom

Dein Smartphone ist schon hier

Dokumentarfilm von Florian Weigensamer und Christian Krönes, Österreich/Ghana 2018, 92. Min.

Der Film lässt die Zuschauer*innen hinter die Kulissen von Europas größter Müllhalde mitten in Afrika blicken und porträtiert die Verlierer*innen der digitalen Revolution. Dabei stehen nicht die Mechanismen des illegalen Elektroschrotthandels im Vordergrund, sondern die Lebensumstände und Schicksale von Menschen, die am untersten Ende der globalen Wertschöpfungskette stehen. Die Müllhalde von Agbogbloshie wird höchstwahrscheinlich auch letzte Destination für die Tablets, Smartphones und Computer sein, die wir morgen kaufen!


Weitere Interviews mit Florian Weigensamer können hier und hier gelesen werden.

 

Diese Podiumsdiskussion ist Teil der Veranstaltungsreihe "Fokus Afrika". Weitere Termine:

ReferentInnen

Florian Weigensamer
Regisseur, Wien

Veranstaltungsort
München, Monopol Kino, Schleißheimer Str. 127


Kosten
9,50 € / 8,50 € erm.


Partner

Evangelische Stadtakademie München

Interfilm Akademie e.V.

Museum Fünf Kontinente


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Diskussion



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18.02.2019 - 19:00

Inside Israel: Gesellschaften in Israel [AUSGEBUCHT]

 

Natan Sznaider wird bei der Veranstaltung über sein Buch „Gesellschaften in Israel“ sprechen. Dieses eröffnet neue Perspektiven, indem es die Komplexität und Vielfalt eines Landes zeigt, das nur im Plural existiert. Der klare Blick des Soziologen geht tiefer als die oft medial gepflegten Klischees, auch weil er sich bei der kritischen Analyse dem Links-Rechts-Schema verweigert. Sznaider will mit seinem Buch vermeiden, den Judenstaat und die Auseinandersetzungen, die um ihn wogen, auf einen Punkt zu bringen und „einfache“ Lösungen anzubieten. Was hier überzeugt und überrascht, ist die Widersprüchlichkeit der Lebenswirklichkeit in Israel, die er sichtbar macht. Sznaider übersetzt die innerisraelischen Dispute konsequent so, dass sie für deutsche Interessierte nachvollziehbar werden.

Die Veranstaltung ist komplett ausgebucht. Alle Teilnehmendenplätze sind vergeben!

ReferentInnen

Natan Sznaider
Akademische Hochschule Tel Aviv, Autor von Gesellschaften in Israel, 2017 
Dr. Jan Mühlstein
Vorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom

Veranstaltungsort
München, Jüdisches Museum, St. Jakobs-Platz 16


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom und Jüdisches Museum



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17.02.2019 - 15:00

Die 55. Münchner Sicherheitskonferenz

Eine Nachbetrachtung

Auf unserer Traditionellen Veranstaltung nach der Sicherheitskonferenz haben wir die MSC wieder mit Teilnehmenden bewertet.

ReferentInnen

Auf dem Podium im Künstlerhaus am Lenbachplatz waren dieses Jahr (von links nach rechts) Jackson Janes (President Emeritus, American Institute for Contemporary German Studies, Johns Hopkins University, Washington, DC ), Anja Ufermann (zert. Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation, Mitglied der Projektgruppe Münchner Sicherheitskonferenz verändern e.V.), Anna Tillack (Journalistin, BR und ARD), Jutta Prediger (Hörfunkredakteurin, Bayerischer Rundfunk; Moderation), Paul-Anton Krüger
(stellv. Ressortleiter Außenpolitik, Süddeutsche Zeitung) und Omid Nouripour, MdB
(außenpolitischer Sprecher Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion).

Den Mitschnitt unserer Veranstaltung können Sie hier anschauen.

(Foto: Ralf Schlesener / photochron.de)

Veranstaltungsort
München, Künstlerhaus am Lenbachplatz, Lenbachplatz 8, Clubetage


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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12.02.2019 - 19:00

Finanzwende gefordert!

Eine Bürgerbewegung für die Regulierung der Finanzmärkte

Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise sind die Folgen noch immer nicht überwunden. Das Finanzsystem ist "weder nachhaltig, noch stabil und die nächste Finanzkrise programmiert", so der Finanzexperte Gerhard Schick. Zugleich durchdringt der Finanzsektor weltweit mehr und mehr Bereiche des täglichen Lebens und unterwirft sie der Renditelogik. Im Sommer 2018 riefen daher InitiatorInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Bürgerbewegung Finanzwende e.V. ins Leben. Ihr geht es um Änderungen im Finanzsystem, die Gewinnstreben in Einklang mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung bringt. Wie kann das gelingen?

Den Mitschnitt des Vortrages können Sie hier ansehen.

ReferentInnen

Dr. Gerhard Schick
bis Ende 2018 MdB Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Mitgründer und Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende e.V.

Veranstaltungsort
München, münchner zukunftssalon, oekom e.V., Waltherstr. 29 Rgb


Kosten
Eintritt frei!


Partner

oekom e.V., Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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09.02.2019 - 19:00

Hamburger Gitter: Der G20-Gipfel als „Schaufenster moderner...

Film und Diskussion

31.000 Polizisten, brennende Autos, 20 Regierungen zu Gast - eine Stadt scheint traumatisiert. Auch ein Jahr nach dem G20-Gipfel sucht die Polizei noch mit allen Mitteln nach hunderten Verdächtigen, die Politik fordert harte Strafen, die Gerichte leisten Folge und die wenigen kritischen Stimmen verblassen im allgemeinen Ruf nach Law and Order.

17 Interviewpartner*innen aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus ziehen in diesem Film Bilanz. Welche Freiheitsrechte konnten in Hamburg dem Druck standhalten? War dieser Ausnahmezustand der Startschuss für eine neue sicherheitspolitische Normalität?

Die Dokumentation konzentriert sich auf den Umgang mit den Protesten und die staatliche Sicherheitspolitik. Versammlungsfreiheit, Bewegungsfreiheit und Pressefreiheit spielen in den Betrachtungen eine ebenso große Rolle wie die Veränderung der polizeilichen Strategien.

Konnten während der Proteste Grundrechte außer Kraft gesetzt werden? Welche Garantien des Grundgesetzes konnten rund um den G20-Gipfel standhalten? Mit welcher Leichtigkeit konnten die Behörden agieren? Welche Methoden der Ausnahmesituation werden langsam zur Normalität? Und welche Gesellschaft zeichnet sich da am Horizont ab?
Antworten geben u.a. Rafael Behr (Prof. für Polizeiwissenschaft, Akademie der Polizei Hamburg), Christiane Schneider (Hamburger Bürgerschaft), Heribert Prantl (Chefredaktion Süddeutsche Zeitung); der Pressesprecher der Polizei Hamburg; der junge Aktivist Fabio V., der vier Monate in Untersuchungshaft saß, seine Anwältin und Vorstand im RAV, Gabriele Heinecke; sowie viele weitere aus Polizei, Medien, Wissenschaft, Justiz und Aktivismus.
Der Hintergrund: Bis zu 170 Ermittler arbeiten an hunderten Verfahren gegen militante Demonstranten und Menschen die sich an Ausschreitungen und Plünderungen beteiligten. Harte Strafen wurden gefordert und in bisher über 40 Fällen auch verhängt. Der Staat verlor im Sommer 2017 die Kontrolle in Hamburg und versucht sie nun zurückzugewinnen. „Mit allen Mitteln“, war selten so wörtlich zu nehmen wie im Fall der G20-Verfahren. Eine Öffentlichkeitsfahndung von noch nie dagewesenem Ausmaß stellte über zweihundert Menschen mit vagen Verdachtsmomenten „an den Pranger“ und die Boulevard-Presse „spielte den Hilfssheriff“. 30 Wohnungen und Häuser wurden mit hoch bedenklichen Begründungen durchsucht und ein linkes Medienportal vom Innenminister verboten. Eine Redaktionsgruppe des Videokollektivs „leftvision“ ging der Frage nach, ob die Befugnisse der Sicherheitsbehörden auf den Prüfstand gehören? Droht die Gefahr, dass bei echten politischen Krisen alle Dämme des Rechts brechen, die den Bürger vor staatlicher Willkür schützen sollten? 13 Kameraleute filmten das Material während der G20-Tage welches ein umfangreiches und detailliertes Panorama in diesem Dokumentarfilm ermöglicht. Einschätzungen von 17 Protagonist*innen bilden den inhaltlichen Faden eines Films der weit über die Ereignisse vom Juli 2017 hinaus geht.

Ein Film von: Marco Heinig, Steffen Maurer, Luise Burchard, Luca Vogel

ReferentInnen

Friederike Habermann
Ökonomin, Schwerpunkt Herrschaftskritik

Roman Thurn
war Mitarbeiter im Projekt Mapping #NoG20, welches vom Hamburger Institut für Sozialforschung und dem Institut für Protest- und Bewegungsforschung durchgeführt wurde und eine wissenschaftliche Analyse der Ereignisse um den G20-Gipfel in Hamburg leistete. Er promoviert derzeit am Institut für Soziologie an der LMU München zu sog. Gefahrengebieten und der polizeilichen Praxis des stop & frisk.

Veranstaltungsort
Augsburg, City Club, Konrad-Adenauer-Allee 9


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Dikussion



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