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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

13.07.2018 - 17:00 bis 15.07.2018 - 13:00

Erste bayernweite Afghanistan-Konferenz

 

In Afghanistan herrscht Krieg. Seit nun fast 40 Jahren. Dies verdeutlicht auch der neu erschienene Lagebericht des Auswärtigen Amtes, sowie zahlreiche Berichte von Menschenrechtsorganisation wie beispielsweise der UN. Anstatt nun die Abschiebungen endlich einzustellen, hat Bundeskanzlerin Merkel nun verlautbaren lassen, dass die Bundesregierung keinen Anlass mehr sieht, um an der seit Mai 2017 bestehenden Beschränkung auf Straftäter, Gefährder und „hartnäckige Identitätstäuscher“ festzuhalten. Stattdessen sollen Abschiebungen in das Krisengebiet wieder stärker forciert werden.

Seit Beginn der Abschiebungen im Dezember 2016 wurden mehr als 200 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Diese Praxis wird seit Beginn von Betroffenen, Unterstützer*innen und einer breiten Zivilgesellschaft kritisiert. Wir wollen diese Akteur*innen zusammenbringen, über die Situation in Afghanistan informieren und gemeinsame Handlungsoptionen diskutieren. Im Rahmen der bundesweiten not safe Kampagne wird diese Konferenz die Möglichkeit bieten, mit international anerkannten Expert*innen zu diskutieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln, die zu einer anderen Politik führen sollen. Darüber hinaus wird es vor Ort ein kostenloses Beratungsangebot durch Asylrechtsanwält*innen geben.

Das genaue Programm sowie weitere Informationen zu den Referierenden finden Sie im Programm der Konferenz.

ReferentInnen

Nevroz Duman
engagiert sich für die Selbstorganisation junger Geflüchteter durch ihr Engagement bei Jugendliche ohne Grenzen. Sie ist im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL. Beruflich betreut und begleitet sie Geflüchtete.
Mirco Günther
ist Leiter des Büros der Friedrich- Ebert-Stiftung in Afghanistan. Zuvor war er für die OSZE in Tadschikistan, Kasachstan und der Ukraine tätig. Er hat Politikwissenschaft, Nahost- und Zentralasienstudien und Public Administration in Berlin, Moskau, St. Andrews und Harvard studiert.
Thomas Ruttig
ist Mitbegründer und Co-direktor des unabhängigen afghanistan analysts network mit Sitz in Kabul und Berlin. Er arbeitet seit über 35 Jahren zu und in Afghanistan, spricht Dari und Paschto.
Liza Schuster
arbeitet am Department of Socioloy der City University London. Seit 2009 beschäftigt sie sich mit Flüchtlingen aus Afghanistan. In Afghanistan forscht sie zu Abschiebung, Rückkehr, und der Wahrnehmung von Migration in der afghanischen Gesellschaft.

u.a.


Veranstaltungsort
München, Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2-6


Kosten
40,-/ erm. 20,-/ Soligebühr 60,- Euro (jeweils für das ganze Wochenende inkl. Verpflegung)


Partner

Bayerischer Flüchtlingsrat



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05.07.2018 - 20:00

Science Slam

Flucht und Weiterleben

Science Slams sind zu recht sehr beliebte Veranstaltungen – wo sonst kann man sich prächtig unterhalten und lernt dabei neuste Forschungsergebnisse kennen, versteht sie sogar auf Anhieb?! Denn darum geht es beim Science Slam: Echte Wissenschaft wird unterhaltsam präsentiert!

Beim Science Slam „Flucht und Weiterleben“ geht es sogar noch um mehr: Fake News sowie der aktuellen politisch wie gesellschaftlich aufgeheizten Debatte in Zukunft noch besser kontern zu können mit wissenschaftlich belegten Argumenten.

Wir werden u.a. Beiträge aus der Politikwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Rechtswissenschaft und der Soziologie hören. So feiern wir das 25-jährige Bestehen des Fördervereins Refugio München und setzen gleichzeitig dem aufgeladenen Flüchtlingsdiskurs echtes Wissen entgegen. In diesem Sinne freuen wir uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Veranstaltungsort
München, Einstein Kultur, Einsteinstraße 42


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Förderverein Refugio München e.V.


Art der Veranstaltung
Science Slam



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04.07.2018 - 17:00

Ladies Lunch

100 Jahre Frauenwahlrecht: Was hat's gebracht?

In diesem Jahr feiert Deutschland das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts. Aber die Bilanz ist durchwachsen. Sicherlich haben Frauen durch ihre parlamentarische Arbeit einiges erreicht: Die Verankerung der Gleichheit von Frau und Mann im Grundgesetz, die Abschaffung diskriminierender Ehegesetze, zuletzt die Einführung des Grundsatzes "Nein heißt Nein" in der Definition von sexualisierter Gewalt. Andererseits trägt die parlamentarische Demokratie aber weiterhin den Stempel des Männlichen. Im neuen Bundestag ist der Frauenanteil wieder gesunken, wenn auch nicht in allen Parteien. Und erst recht auf kommunaler oder Landesebene sieht es schlecht aus. Der Kampf für die demokratische Beteiligung von Frauen an der Gestaltung des Zusammenlebens war immer schon mehr als bloße "Gleichstellung", er ist verknüpft mit dem Wunsch, Politik anders zu machen. Das 100. Jubiläum ist ein guter Anlass, sich darauf wieder zu besinnen. Bilanz zu ziehen darüber, was gelungen ist, aber auch darüber, was eben nicht gelungen ist. Und wieder darüber nachzudenken, wie Frauen in der Politik nicht nur "Mitmachen", sondern Dinge grundsätzlich verändern können.

Die Veranstaltung richtete sich ausschließlich an Frauen

Eine Tonaufnahme des Vortrages von Dr. Antje Schrupp finden Sie unter unserem Soundcloud-Kanal.

ReferentInnen

Dr. Antje Schrupp
Politologin,  freie Journalistin, Bloggerin, Publizistin
Vita

Begrüßung: Katharina Schulze, MdL
Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag

Veranstaltungsort
München, Der Pschorr, Viktualienmarkt 15 (Theresiensaal)


Kosten
Die Teilnahme ist unentgeltlich - eine Anmeldung ist aber unerlässlich!


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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22.06.2018 - 19:30

Europa und seine muslimischen MigrantInnen. Wie kann Integration...

 

Das Referat erläutert, warum sich die muslimische MigrantInnen am vorherrschenden europäischen Konsens über die Beziehung zwischen Staat, Gesellschaft und Religion orientieren sollen. Dazu werden grundlegende Prinzipien vorgeschlagen, die es dafür benötigt. Die Mehrheitsgesellschaften andererseits müssen die Bereitschaft aufbringen, ihre MigrantInnen nach dem Gleichheitsprinzip zu behandeln. Wesentlich dabei ist, dass die Auseinandersetzung zum Thema Islam und der Geschlechterfrage in den islamischen Gesellschaften nicht ausgeblendet wird.

ReferentInnen

Dr. Elham Manea
ist Privatdozentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich. Sie lehrt und forscht in den Bereichen: Rechtspluralismus, politischer Islam und Radikalisierung, Gender und Politik im arabischen Raum sowie Politik der arabischen Halbinsel mit Spezialgebiet Jemen. Frau Manea ist auch Menschenrechtsaktivistin und berät staatliche, Nichtregierungs- und internationale Organisationen zu den Themen: Frauenrechte, Religion und Entwicklung. Nebst ihren akademischen Beiträgen hat sie als Schriftstellerin mehrere Sachbücher und Romane veröffentlicht.

Veranstaltungsort
Lindau, friedens räume, Lindenhofweg 25


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Pax Christi-diözese Augsburg e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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21.06.2018 - 19:00

Eigenstaatlichkeit in weiter Ferne

Die Kurden zwischen Aufbruch und Repression

Die Kurden, ein westasiatisches Volk mit indogermanischen Wurzeln, gerieten im Mittelalter unter die Herrschaft der sunnitischen Araber. Später, im Osmanischen Reich, genossen sie stellenweise eine gewisse Autonomie. Nach seiner Auflösung wurde ihnen von den europäischen Mächten ein eigener Staat zwar zugestanden, aber das Versprechen nicht eingehalten. In der Türkei, im Irak, Iran und in Syrien leben sie seitdem als oft unterdrückte Minderheiten. Versuche – wie zuletzt 2017 –, einen kurdischen Staat in ihrem Stammgebiet im Irak zu gründen, scheiterten. Aber in Nordirak und neuerdings in Nordsyrien verfügen die Kurden über selbstverwaltete Gebiete. Auch wenn die Vision von einem gesamtkurdischen Staat fortlebt, so bleiben offene Fragen: Kann angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen der Kurdengemeinden in den verschiedenen Ländern ein gemeinsam regiertes „Kurdistan“ überhaupt funktionieren? Haben wirklich alle Kurden dasselbe Ziel oder verfolgt jede regionale Gemeinschaft eher eigene Interessen?

Rückblick zusammengefasst mit Schwerpunkt auf den kurdisch-türkischen Beziehungen von Julia Koloda (Evangelische Stadtakademie München):

Die Kurden sind ein altes westasiatisches Volk indogermanischen Ursprungs mit eigener Kultur und einer dem Persischen verwandten Sprache. Das historische Siedlungsgebiet der Kurden erstreckt sich über die Türkei, den Iran und Irak sowie über Syrien. Die Kurden lebten stets unter Fremdherrschaft. Trotz etlicher Versuche einen eigenen Nationalstaat zu gründen, gelang ihnen dies bis heute nicht.  Joseph Croitoru zeichnete in seinem Vortrag in der Evangelischen Stadtakademie am 21.06.2018 die wichtigsten bisherigen Stationen des kurdischen Kampfes für einen eigenen Staat nach. 

Kurden und Osmanen

Unter islamisch-arabischem Einfluss traten viele Kurden zum sunnitischen Islam über. Im Jahr 1514, als die Osmanen einen entscheidenden Sieg über die Perser in Ostanatolien errangen (Schlacht bei Tschaldiran), räumten sie den Kurden bis in das 19. Jh. hinein eine gewisse Autonomie ein, die ihnen die Loyalität der Kurden sicherte. Im Zuge des Zerfalls des Osmanischen Reiches kam es zu mehreren kurdischen Aufständen. Einer der berühmtesten ist der von Soran, dessen Anführer Mohammed Rawanduz sich mehrere Jahre gegen die osmanische Armee behaupten konnte. Letztlich wurde der Aufstand niedergeschlagen und Rawanduz wurde ermordet. 

Atatürk und Kurden

Mustafa Kemal Pascha, der später den Ehrentitel „Atatürk“ (Vater aller Türken) erhielt, konnte die Kurden im Namen der islamischen Solidarität für den türkischen Befreiungskampf gegen die westlichen Besatzungsmächte mobilisieren. Solange er auf die kurdische Unterstützung angewiesen war, hatte Atatürk die türkisch-kurdische Brüderlichkeit hochgehalten. Mit der Staatsgründung im Jahr 1923 änderte sich das Verhältnis grundlegend. Die Kurden wehrten sich erbittert gegen die radikale Säkularisierungs- und Türkisierungspolitik Atatürks. 1925 führte die Unzufriedenheit zu einem Aufstand gegen die türkische Regierung. Scheich Said, der Anführer des Aufstands, erklärte die Regierung in Ankara zum Feind des Islam und legitimierte dadurch das rebellische Vorgehen der Kurden religiös. Im Juni 1925 wurden Scheich Said und seine Anhänger hingerichtet.

Die Katastrophe von Dersim

Eine weitere Niederlage erlitten alevitsche Kurden in Dersim zwischen 1937-1938, ein dunkles Kapitel in der Geschichte der modernen Türkei.

Die Aufstände in Dersim dienten der türkischen Regierung als Vorwand, die Kurden zu unterdrücken. Die Zerstörung der Dörfer, die Umsiedlung in den Westen, das Verbot der Sprache und kurdischen Kultur wurden als Mittel für das hohe Ziel der Modernisierung der Türkei in Kauf genommen. Bis ins späte 20 Jh. änderte sich kaum etwas an dieser Leugnungspolitik des türkischen Staates. 

Gründung der PKK

Abdullah Öcalan gründete die Arbeiterpartei Kurdistans in einer Zeit, die von sozialistischen Ideen geprägt war. Hier spielte die Religion, anders als bei früheren Aufständen und Rebellionen kurdischer Stämme, keine entscheidende Rolle mehr. Die Partei hatte eine marxistisch-leninistische Ausprägung und lieferte sich in der Osttürkei einen Jahrzehnte dauernden Guerillakrieg mit dem türkischen Militär. Die PKK propagierte einen Kurdenstaat, der sich über ein Gebiet erstrecken sollte, das Teile des Iran, Iraks, Syriens und der Türkei umfasst. 

Öcalan wurde vom Nordirak und Syrien aus unterstützt. Als er 1999 verhaftet wurde, begann eine neue Phase in der Entwicklung der PKK. 

Änderung des Kurses

Öcalan änderte seine Auffassung über die Zukunft des kurdischen Staates. Anstatt eines Großkurdistans, welches die Grenzen der umgebenden Länder sprengen würde, trat er nun für das Modell einer kommunalistischen Gesellschaftsstruktur ein: Es sollen autonome kurdische Gemeinschaften gebildet werden, die gleichberechtigt miteinander kommunizieren, ohne die Grenzen der jeweiligen Staaten, in denen sie leben, zu verletzen.

Erdoğan, AKP und Kurden

Öcalans Kursänderung fiel zeitlich mit dem Aufstieg der AKP ab dem Jahr 2002 zusammen. Erdoğan begann eine kurdenfreundliche Politik zu betreiben, um sich die kurdische Unterstützung bei den Wahlen zu sichern. Er führte ab 2013 Friedensgespräche mit der PKK, die zufriedenstellend verliefen, bis die Terrormiliz „Islamischer Staat“ auch das vorwiegend von Kurden bewohnte Nordsyrien mit Terror überzog.

IS und die türkische Politik

Als der IS die Stadt Kobane, eine hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt in Nordsyrien, überfiel, tat die türkische Regierung nichts, um den Kurden zu Hilfe zu kommen. Die Proteste der Kurden in der Türkei führten zum Stillstand der Friedensverhandlungen mit der PKK. Als die AKP die Wählerstimmen an die HDP (kurdische Partei in der Türkei) zu verlieren begann, fing Erdoğan an, kurdische Politiker zu diskreditieren und auszugrenzen. Der gescheiterte Militärputsch von 2016 lieferte auch den Vorwand für die Verfolgung kurdischer Politiker. Indes fand der Kampf der Kurden gegen den IS international Beachtung und wurde von den USA unterstützt. 

Ableger der PKK in Nordsyrien: PYD

Die PYD, Partei der demokratischen Union, von der PKK gegründet, richtete 2013 eine als basisdemokratisches Experiment deklarierte Autonomieverwaltung in Nordsyrien ein. Die türkische Regierung hat von Beginn an die Entwicklung Nordsyriens und vor allem die Expansionsbestrebungen der Autonomieverwaltung der Kurden mit Sorge verfolgt. Um diese zu verhindern, hat die Türkei mehrere Militäroperationen durchgeführt und mehrere Zonen Nordsyriens entlang der Grenze besetzt.

Gegenwärtige Entwicklung

Die Kurden des Nordiraks, die seit den 90er Jahren einen autonomen Status besitzen und eine wechselhafte und teilweise blutige Geschichte eines Bruderkrieges erlebten, forderten 2017 unter der Führung von Barzani vergeblich das Recht auf einen eigenen Nationalstaat. Die PYD in Nordsyrien sowie die PKK, die sich seit 10 Jahren „Regierung der Gemeinschaften Kurdistans“ nennt, halten diesen Ruf für verfrüht. Der Kampf für die Eigenstaatlichkeit bleibt auch unter den Kurden weiterhin ein umstrittenes Projekt.

ReferentInnen

Dr. Joseph Croitoru
Historiker und Journalist, geb. 1960 in Haifa, Studium in
Jerusalem und Freiburg i. Breisgau, journalistisch tätig für
FAZ und NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24


Kosten
8,- / erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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17.06.2018 - 19:00

Ach, wenn doch endlich Frieden wäre! - Revoluzzer und Friedenstauben

100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs 1918

Konzertlesung mit dem Augustin Quartett und dem Wortduo „Lorenz & Widmer"

100 Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges begeben sich ein Streichquartett und zwei Wortinterpreten auf Spurensuche. Sabine Lorenz und Jürgen Widmer lassen unter anderem Erich Mühsam, Rainer-Maria Rilke, Klabund und Oskar Maria Graf zu Wort kommen. Sie erzählen von Kriegsmüdigkeit, revolutionären Umtrieben und Aufbruch in Lindau und der Welt.

Die Musiker: Jörg Them (Cello), Susanne Steingrüber (Violine), Julia Beemelmans (Violine) und Heidrun Kürzinger (Viola) spielen Musik aus unruhigen Zeiten (Kurt Weill).

ReferentInnen

Sabine Lorenz
arbeitet als Schauspielerin auf deutschen und Schweizer Bühne, auch ist sie in zahlreichen Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen. Die Schauspielerin lebt in Lindau und ist darüberhinaus als Autorin, Sprecherin, Regisseurin und Coach für Presentertraining tätig.
Jürgen Widmer
ist Journalist, Buchautor und Theaterregisseur. Er arbeitet als Pressesprecher der Stadt Lindau. Seit einigen Jahren tritt er zusammen mit Sabine Lorenz und anderen mit literarischen Programmen auf.

Veranstaltungsort
Lindau, friedens räume, Lindenhofweg 25


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Pax Christi-diözese Augsburg e.V.


Art der Veranstaltung
Konzertlesung



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15.06.2018 - 19:00

1968 und heute: Der „lange Marsch“ ist noch nicht zu Ende!?

 

Die Jahre 1965 bis 1968: Aufstand gegen die Nazi-Generation, die in den Amtsstuben, den Schulen, Gerichtssälen und nicht zuletzt in den Universitäten immer noch den Ton angab. Protest gegen die Notstandsgesetze und gegen den Krieg der USA in Vietnam. Und nicht zuletzt: Aufbegehren der Frauen gegen Männer-Dominanz in allen Lebensbereichen. 
Aus Anlass des 50-jährigen „68er-Jubiläums“ blicken wir zurück und schauen nach vorn: Hannes Heer, Historiker, Publizist und Ausstellungsmacher, war damals selbst einer der prominenten Aktivisten des SDS. In seinem Vortrag versucht er, die Geschichte des SDS und dessen Suche nach einer theoretischen Fundierung der Revolte zwischen Reform und Revolution zu rekonstruieren. In seinem Film „Mein 68: Ein verspäteter Brief an meinen Vater“ (WDR 1988) liefert er mit einer autobiographischen Skizze – im fiktiven Dialog mit dem Vater und am Beispiel der SDS-Gruppe an der Bonner Universität – ein Bild des Besonderen und Privaten im Allgemeinen. 
Vor dem Hintergrund der Thesen von Vortrag und Film gehen wir mit Dr. Elisabeth Zellmer, Autorin des Buches "Töchter der Revolte? Frauenbewegung und Feminismus der 1970er Jahre in München" den Fragen nach:

  • Was ist geblieben von der revolutionären Begeisterung?
  • Welche gesellschaftlichen und politischen Veränderungen sind dadurch tatsächlich angestoßen worden? 
  • Was ist aus der autoritären Ordinarien-Universität geworden, die auf die Forderungen einer neuen Studierenden-Generation nach Teilhabe an Entscheidungen und Öffnung für gesellschaftlich-politische Diskurse mit Repression antwortete?

Und wir betrachten die 68er-Revolte auch und gerade aus Sicht der Frauen:

  • Was hat 1968 für die jungen Frauen gebracht?
  • Welche Rolle haben sie gespielt?
  • Und vor allem: Wie ist ihre Situation heute - speziell an den Universitäten?

Mit anderen Worten: Was hat der „lange Marsch durch die Institutionen“, den Rudi Dutschke gefordert hatte, wirklich erreicht?

ReferentInnen

Hannes Heer
Historiker, Regisseur und Publizist, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Leiter des Ausstellungsprojektes „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“. Die im Rahmen des von ihm geleiteten Ausstellungsprojekts „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden‘ und ‚politisch Untragbaren‘ aus den deutschen Theatern 1933 bis 1945“ entstandene  Open-Air-Fallstudie  „Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945“ steht als Dauerausstellung auf dem Bayreuther Festspielhügel.

Dr. phil. Elisabeth Zellmer
Historikerin und Politologin, Referentin für Promotion, Forschung und Internationalisierung am Munich Center of Technology for Society an der Technischen Universität München.

Veranstaltungsort
München, Internationaler PresseClub München, Marienplatz 22


Kosten
Eintritt frei


Art der Veranstaltung
Vortrag, Filmvorführung und Diskussion



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13.06.2018 - 20:00 bis 25.06.2018 - 22:00

Deutschland, Dein Islam

Chancen, Hindernisse, Perspektiven

Deutschland ist im Wandel. Die Gesellschaft wird immer vielfältiger und offener. Aber gleichzeitig ist das gesellschaftliche Klima in Deutschland in den letzten Jahren fremdenfeindlicher geworden. Die Übergriffe auf Deutsche mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete häufen sich. Das trifft zu einem großen Teil die hier lebenden Musliminnen und Muslime. Debatten, wie die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, verunsichern die hier lebenden Musliminnen und Muslime und zeigen, dass die Mehrheitsgesellschaft selbst den richtigen Umgang mit dem Islam noch nicht ausgelotet hat.

Diese Veranstaltungsreihe hat das Ziel, Vorurteile und Ressentiments gegenüber dem Islam und den Musliminnen und Muslimen in Deutschland abzubauen. Es soll ein Bewusstsein geschaffen werden für islamophobe Tendenzen in Politik, Medien und Alltag.  

Veranstaltungen:

  • Gemeinsames Fastenbrechen 
  • Einführung in die Grundzüge des Islam [Vortrag]
  • Film: “Inshallah”
  • Islambild in den Medien [Podiumsdiskussion]
  • Islamophobie [Vortrag]
  • Moscheebesuch in Deggendorf 
  • Umgang mit dem Koran [Workshop]
  • Meet a Muslim [offener interkulturell-religiöser Austausch] 
  • Reformbewegungen im Islam [Podiumsdiskussion]

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen auf der Facebookseite der Reihe.

ReferentInnen

Dr. Anne Grüne
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Analyse von Mediensystemen/Kommunikationskulturen an der Universität Erfurt
Dr. Farid Hafez
Forschung und Lehre an der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Salzburg, seit 2016 Mitherausgeber des European Islamophobia Report 
Kamil Öktem
Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 

u.a.

Veranstaltungsort
Passau, Räumlichkeiten der Universität Passau (Innstraße 41) + Scharfrichter Kino (Milchgasse 2)


Kosten
Eintritt frei | Unkostenbeitrag für die Fahrt zur Besichtigung der Moschee in Deggendorf: 5,- Euro


Partner

AStA / SprecherInnen-Rat - Uni Passau


Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe



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13.06.2018 - 14:00 bis 14.06.2018 - 18:00

Demokratinnen und Demokraten fallen nicht vom Himmel

Förderung von Demokratiefähigkeit bei Kindern und Jugendlichen

Demokratie setzt voraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich mit ihr identifiziert. Hier setzt die politische Bildung an; sie vermittelt das dafür notwendige Wissen. Oftmals bleibt sie allerdings auf das Faktenwissen beschränkt und vernachlässigt die mindestens ebenso wichtigen sozialen Kompetenzen. Kinder und Jugendliche sollten zur Wahrnehmung ihrer Bürger_innenrolle in der Demokratie befähigt werden. Was brauchen Kinder und Jugendliche, um Demokratie „aushalten“ und leben zu können? Welche Kompetenzen sind hierfür notwendig? Wie können diese Kompetenzen in der frühkindlichen, der außerschulischen und schulischen Bildung gezielt vermittelt werden?

Hier finden Sie eine ausführliche Dokumentation der Tagungshauptreferate.
Weitere Unterlagen sind auf die Homepage der Evangelischen Akademie Bad Boll zu sehen.

Gesamte Programm der Tagung.

Grußwort: Demokratieerziehung in Baden-Württemberg
(Achim Beule, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

"Demokratiefähigkeit, Demokratiekompetenz, Bürgerkompetenzen - welche, wozu, wie stärken?" Von Prof. em. Dr. Sibylle Reinhardt, Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg:

"Demokratie und die Macht der Gefühle". Von Dr. Farah Dustdar, Politikwissenschaftlerin und Schriftstellerin, Luxemburg:

  • Artikel „Demokratie und Emotionen – Schulung von Gefühlen hilft der Demokratie“ im SYM-Magazin 3/2018
  • Artikel „Demokratie und die Macht der Gefühle“ in APuZ 44-45/2008 

"Demokratie-Kompetenz als Lernziel nicht nur für Schulen - Wo politische Bildung ansetzen und wie sie nachhaltig wirken kann". Von Robby Geyer, Leiter der Außenstelle Heidelberg, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg:

Veranstaltungsort
Bad Boll, Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11


Kosten
Siehe Programm


Partner

Evangelische Akademie Bad Boll  

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg


Art der Veranstaltung
Seminar



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11.06.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Requiem for Mrs. J. | Rekvijem za gospodju J

RS/BGR/MKD/RU/FR 2017, Drama, 93 Min., OmeU, Regie: Bojan Vuletic

Frau J. will sterben. Auch wenn sie Kinder hat fühlt sie sich alleine und will sich am Todestag ihres Mannes erschießen. Es bleiben ihr nur wenige Tage, um letzte Vorbereitungen zu treffen – doch die Behörden machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kafkaeskes Märchen voller schwarzem Humor und die filmische Bestätigung der These, dass das Leben kompliziert ist – der Tod aber noch viel komplizierter.

Weltpremiere auf der Berlinale 2017, u. a. Grand Prix – Golden Lily auf dem goEast Film Festival in Wiesbaden. 

ReferentInnen

Heleen Gerritsen
Leiterin des GoEast Filmfestivals in Wiesbaden

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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