Schriftgröße ändern

Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

16.03.2017 - 19:30 bis 21:30

Mehr Fragen als Antworten - 4 Jahre NSU-Prozess - kein Schlussstrich!

 

Nach vier Jahren ist ein Ende des NSU-Prozesses absehbar. Sowohl das Verfahren vor dem OLG München als auch die unterdessen 12 Parlament-arischen Untersuchungsausschüsse haben mehr Fragen als Antworten auf-geworfen. 

Wir ziehen keinen  Schlussstrich: Wer war der NSU wirklich? Welche offenen Fragen und haarsträubenden Ungereimtheiten sind so ungeklärt wie zu Beginn des Prozesses? Was wurde zum  Unterstützungs-Netzwerk wirklich aufgedeckt? Welche Konsequenzen hat es für die tief verstrickten Behörden gegeben – die Polizei und den Verfassungsschutz? Wurden die Erwartungen und Ansprüche der Betroffenen des NSU-Terrors an die Aufklärung erfüllt? Welche Konsequenzen müssen wir aus dem NSU-Komplex ziehen – in Zeiten des weltweiten Rechtsrucks und der zunehmenden Angriffe auf geflüchtete Menschen, Migrant*innen, Solidarische und Aktivist*innen?

Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen und rassistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

ReferentInnen

Axel Hoffmann Rechtsanwalt aus Kiel, Nebenklagevertreter Keupstraße

Robert Andreasch
freier Journalist, NSU-Watch, a.i.d.a. Archiv

Orhan Mangitay
Mitherausgeber des Buches „Die haben gedacht, wir waren das“, IG-Keupstraße, Mitwirkender NSU-Tribunal

Patricia Kessler
Moderation, RLS-Stipendiatin und Aktivistin

Veranstaltungsort
München, DGB-Haus,Schwanthalerstr. 64


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V.


Art der Veranstaltung
Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

10.03.2017 - 19:00 bis 11.03.2017 - 18:30

Fluchtursachen "Made in Europe"

Menschen und Wege zwischen Europa und Afrika

Europa nimmt nicht nur Flüchtlinge auf – oder wehrt sie ab –, es ist auch beteiligt an der Schaffung von Fluchtursachen in Afrika. Neue Freihandelsverträge, Export subventionierter europäischer Agrarprodukte, hilflose Entwicklungshilfe – die Kritikpunkte sind vielfältig.

Heute machen sich junge Afrikaner auf, um in Europa ein besseres Leben zu suchen. Welche Hoffnungen haben sie? Was erleben sie? Und welche Perspektiven haben die, die sich fürs Bleiben entscheiden?

Der Münchner Filmemacher Peter Heller hat seit vielen Jahren Entwicklungen in Afrika dokumentiert. Sie sind der Ausgangspunkt dieses Seminars. Wir zeigen die Filme Süßes Gift. Hilfe als Geschäft, Barca ou Bassa (Barcelona oder Tod). Fluchtursachen „Made in Europe“ und Life Saaraba illegal. Acht Jahre unter Clandestines.

Seminarzeit am Freitag: 19-21:30 Uhr | am Samstag: 10-18:30 Uhr

Den Flyer können Sie hier einsehen und herunterladen.

ReferentInnen

Peter Heller
Filmemacher, München

Prof. Dr. Robert Kappel
GIGA Institut für Afrika-Studien, Hamburg-Berlin

Dr. Miriame Racine Sow
Dipl.-Soziologin, im Senegal geboren, Frankfurt/Main

Sophia Wirsching
Referentin für Migration und Entwicklung, Brot für die Welt 

Veranstaltungsort
München, Medienzentrum München, Rupprechtstr. 29 und Monopol Kino, Schleißheimer Str. 127


Kosten
25,- Euro (Seminargebühr plus zweimal Kinoeintritt)


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Seminar mit Filmvorführungen



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

10.03.2017 - 18:00

Ende der Privatheit

Brauchen wir eine neue Reformation?

Die Reformation von 1517 ist undenkbar ohne die Medienrevolution des Buchdrucks. Sie hat Gesellschaft und Kultur fundamental verändert und das Individuum aus den Dogmen der Kirche befreit.
Heute ist es die Digitalisierung, die auf Gesellschaft und Kultur einwirkt, auf Sprache und Bilder, auf unsere Haltung zur Welt. Wird sie das Ende der Privatheit bringen, hat das Individuum ausgedient?

ReferentInnen


Impulsreferat
Susanna Wolf, M.A.
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen-Nürnberg

Diskussion
Ulrike Schäfer
Schriftstellerin
Dr. Werner Meixner
TU München, Institut für Informatik
Andreas Heidtmann
Schriftsteller

Moderation
Eva Leipprand
Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS)

Klavier
Udo Agnesens

Veranstaltungsort
Aschaffenburg, Martinusforum, Treibgasse 26


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS)


Art der Veranstaltung
Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

08.03.2017 - 10:00 bis 16:00

„Welche Landwirtschaft macht uns alle in Zukunft satt: „intensiv...

 

Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Weltbevölkerung ist es eine der drängendsten Fragen, mit welcher Form der Landwirtschaft und Ernährung möglichst alle Menschen satt werden. Die weltweite Intensivierung der Landwirtschaft ist keine Lösung, weil bereits jetzt ihre Kollateralschäden und externen Kosten (Verlust der Biodiversität, Nitratbelastung des Grundwassers, zu hoher Einsatz von Pestiziden und Stickstoffdünger usw.) zu hoch sind.

Die „High-Input-Landwirtschaft“ ist zudem fast immer mit Wachstum und Verdrängung kleinerer Betriebe verbunden. Der Weltagrarbericht aber betont die Wichtigkeit des Erhalts und der Stärkung vieler bäuerlicher Betriebe und Kleinproduzenten hier und weltweit.

Den Programmflyer können Sie hier herunterladen.

ReferentInnen


Katrin Wenz
wiss. Mitarbeiterin Agrarpolitik, Bund für Umwelt u. Naturschutz Deutschland - BUND

Marion Ruppaner
Agrarreferentin Bund Naturschutz in Bayern - BN

Berit Thomsen
AbL - Referentin für internationale Agrarpolitik

Dr. Nikola Patzel
Umweltwissenschaftler und Psychologe

Konrad Schmid
Ltd. Ministerialrat, BayStMELF, Leiter der Abt. für Grundsatzfragen der Agrarpolitik

Veranstaltungsort
Ampfing, Gasthof Ampfinger Hof, Marktplatz 16


Kosten
12,- Euro / 10,- Euro (Mitglieder) (Mittagessen und Getränke sind selbst zu bezahlen)


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Bayern e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

07.03.2017 - 19:30

Filmvorführung: Girls don't fly - Träume vom Fliegen

Femmes Totales - Filme von Frauen

„Femmes Totales - Filme von Frauen“ wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Was Kino sein kann“ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen.
Denn Kino von Frauen kann spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam sein - es kann eben alles sein, wie Kino von Männern auch.

Girls don't fly - Träume vom Fliegen

In Ghana eröffnet die erste und einzige Flugschule für Mädchen. Die Schülerinnen kommen vom Land und hatten bisher keine großen Chancen im Leben. Die meisten von ihnen haben keinen Zugang zu Bildung und können von der Zukunft nicht mehr erwarten, als ein einfaches Leben voll harter Arbeit. Jetzt steht ihnen scheinbar der Himmel offen und die Möglichkeit auf ein anderes Leben ist zum Greifen nahe. Voller Freude und Dankbarkeit treten die Mädchen die Ausbildung des Engländers Jonathan an. Dieser hat bereits Lydia unter seine Fittiche genommen, die seit einem Insektenstich in ihrer Kindheit mit einer Fehlstellung ihrer Hand leben muss. Motivation und Ehrgeiz haben sie aber nie verlassen und so beeindruckt Lydia nicht nur ihre Mitschülerinnen mit ihrem Lebensmut. Doch schon bald zeigen sich Jonathans rigide Ausbildungsmethoden. Er arbeitet mit ganz eigenen Vorstellungen, die stark an frühere Strukturen erinnern. Die jungen Frauen werden vor eine schwierige Entscheidung gestellt.

Den Trailer und weiter Informationen zum FIlm finden Sie auf der Seite von Femmes Totales.

In Anwesenheit der Regisseurin Monika Grassl

ReferentInnen

Monika Grassl
Regisseurin von Girls don't fly

Veranstaltungsort
Starnberg, Kino Breitwand, Wittelsbacherstr. 10


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

06.03.2017 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Mit siebzehn (Quand on a 17 ans)

 

Mit siebzehn (Quand on a 17 ans)  FR 2016, 116 Min., R: André Téchiné, OmU

Zwischen Thomas und seinem Mitschüler Damien kommt es immer wieder zum Streit. Als Damiens Mutter den verschlossenen Thomas bei sich zu Hause aufnimmt, sind auf einmal die beiden Jugendliche mit den ungeklärten Gründen für ihre Aversion konfrontiert. Die raue südwestfranzösische Bergnatur wird in diesem viel gelobten Film zur Seelenlandschaft für die komplizierte Beziehung zweier junger Männer. 

Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2016, Großer Preis der Jury beim Outfest Los Angeles 2016. 
In den deutschen Kinos ab dem 16. März.

ReferentInnen

Silke Wilfinger
(SilkWayFilms, München)

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Kosten
Eintritt frei! | Begrenztes Platzkontingent!


Partner

In Zusammenarbeit mit dem Creative Europe Desk München GmbH, dem Informationsbüro des EU-Parlaments in München und der Stadtbibliothek München


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

24.02.2017 - 19:30

Projekt A - Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa

 

Der Jugendclub Bureau präsentiert die Filmvorführung:

PROJEKT A
-Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa-
D 2015 // Regie: Marcel Seehuber, Moritz Springer, 85 min.

Ein Dokumentarfilm über die politische Idee der Anarchie und ihre konkrete Umsetzung in sehr unterschiedlichen Projekten: Auf einer spannenden Reise durch Europa besuchen die Dokumentarfilmer Marcel Seehuber & Moritz Springer u.a. das „Internationale Anarchistische Treffen“ in St. Imier in der Schweiz (mit 3000 Teilnehmern), die Anti-Atom-Aktivistin Hanna Poddig, die anarchosyndikalistische Gewerkschaft „Confederación General del Trabajo“ in Barcelona, den besetzten und zum öffentlichen Park umfunktionierten Parkplatz „Parko Narvarinou“ in Athen und das in München sehr erfolgreiche „Kartoffelkombinat“. Protagonisten einer sehr vielfältigen, anarchistisch inspirierten Szene kommen zu Wort. Der Dokumentarfilm zeichnet ein Bild von Anarchie jenseits der Klischees vom Chaos stiftenden, Steine werfenden Punk. Vielmehr geht es den Anarchisten in dieser Dokumentation um eine konstruktive, weitestgehend vom Staat emanzipierte Weiterentwicklung gesellschaftlichen Miteinanders.

ReferentInnen

Marcel Seehuber
Regisseur

Veranstaltungsort
Sulzbach-Rosenberg, Capitol, Bayreuther Straße 4


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Filmgespräch



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

20.02.2017

Steuergeschenke für den Diesel: Wie der Staat die Luftverschmutzung...

 

Fast die Hälfte aller Autos, die in den letzten Jahren in Deutschland neu zugelassen wurden, hatte einen Dieselantrieb. Das muss niemanden wundern: Schließlich wird Dieselkraftstoff hierzulande deutlich geringer besteuert als Benzin und ist damit an der Tankstelle günstiger.

Aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht zu Unrecht: Dieselfahrzeuge gehören zu den größten Luftverschmutzern in Deutschlands Städten und sind im Durchschnitt aller Neufahrzeuge nicht klimafreundlicher als Benziner. Auch die anderen Steuern im Straßenverkehr erfüllen ihre Ziele kaum. Die Steuerbefreiung von Euro-6-Dieseln verpuffte wirkungslos, weil kaum einer der Motoren in der Realität die geforderten Grenzwerte eingehalten hat. Und auch durch die Tricksereien beim CO2-Ausstoß entgehen dem Staat jährlich Steuereinnahmen in Milliardenhöhe, ohne dass das Klima oder die Atemluft besser würden.

Diese Thesen beleuchtete Alexander Mahler in seiner Präsentation, die Sie hier herunterladen können.

Energiewende im Verkehrssektor

Ziel der Bundesregierung ist, die Treibhausgasemissionen bis 2050 gegenüber 1990 um 80-95% zu vermindern. Dieses Reduktionsziel betrifft alle Prozesse. Zwischen 1990 und 2012 haben alle anderen Sektoren mehr eingespart als der Verkehrsbereich – so haben z.B. Gewerbe, Handel und Dienstleistungen ein Minus von 48% erreicht! Beim Verkehr sind es lediglich minus 6%. Ursache sind die gestiegenen Personenkilometer und ein sich exorbitant vermehrender Güterverkehr. Effizienzfortschritte in der Fahrzeugtechnik werden hierdurch weitgehend kompensiert. Fazit aller Studien: Bisher wurden alle Ziele nicht ernst genommen und daher verfehlt. Wie kann die Wende gelingen?  

  • Vermeiden (weniger Straßenverkehr)
  • Verlagern (ÖPNV, Schiene)
  • Verbessern (Effizienzsteigerung, neue Technologien).  

Machen es andere Länder besser? Ja, aber mit unterschiedlichen Mitteln. Z.B. höhere Kraftstoffsteuer, höhere LKW-Maut, City-Maut, weniger Subventionen, Flottengrenzwert, Tempolimits, Zugangsbeschränkungen, Investitionen in Schiene und ÖV, Fahrrad-Infrastruktur, Förderung F+E.

Eine interessante Information am Rande: Bis 2050 wird der Luftverkehr über Deutschland zum größten CO2-Emittenten werden. Dies ist besonders deshalb kritisch, weil sich bei Flugzeugen alternative Antriebsmittel bzw. Treibstoffe kaum werden finden lassen. Bio-Treibstoff sollte daher möglichst dort und nicht im Straßenverkehr verwendet werden. 

Externe Kosten und Kraftstoffe im Vergleich

Externe Kosten  sind nicht kompensierte Auswirkungen ökonomischer Entscheidungen auf unbeteiligte Marktteilnehmer. Die Kosten der Nebenwirkungen werden also nicht vom Verursacher getragen.  

Leider wurde in der Vergangenheit beim Vergleich der externen Kosten von Diesel und Benzin stets nur der Verbrauch und die CO2-Emission herangezogen. Rechnet man jedoch die externen Kosten durch Stickoxide (NOX) hinzu, so schneidet der Diesel um ca. 20% schlechter ab (ca. € 1,90 zu € 2,40 pro gefahrenem Kilometer). Stickoxide sind insbesondere verantwortlich für Gesundheitsschäden (Herz/Kreislauf, Atemwege, Allergien) sowie Biodiversitätsverluste. Faustformel: Auf jeden Euro, den der Bürger für das Autofahren ausgibt, muss die Allgemeinheit mindestens einen weiteren Euro externer Kosten drauflegen.

Mag der CO2-Ausstoß pro Kilometer in der EU immer niedriger geworden sein - zwischen Diesel und Benzin besteht heute kein Unterschied mehr bei der CO2-Emission. Denn die Leistung und das Gewicht der Fahrzeuge (mit Schwerpunkt in der Oberklasse, bei Geländewagen und SUV) liegt bei Dieselfahrzeugen deutlich höher als bei Benzinern. Hinzu kommt, dass beim Dieselmotor die Potentiale zur Verbesserung nahezu ausgeschöpft sind, beim Benzinmotor noch keineswegs! Und: Die Dieselnachfrage kann schon längst nicht mehr aus dem Inland gedeckt werden. 

Steueraspekte

Die Steuersätze für Treibstoff sind seit 2003 unverändert. Da die Benzin- und Dieselsteuer eine Mengensteuer ist (also ein fester Betrag pro Liter) ist ihr fiskalischer Wert heute wesentlich geringer als 2003 – bedingt durch die Inflation.  

Darüber hinaus werden die Abweichungen von Soll-Verbrauch (laut Herstellerangabe und daher für die Steuer maßgeblich) und Ist-Verbrauch immer größer. Zwischen 90% und 100% der Fahrzeuge verbrauchen (deutlich) mehr als angegeben. Der Grund liegt in „idealisierten“ Testverfahren der Hersteller, bei denen unter unrealistischen Bedingungen gemessen wird. Allein deswegen sind dem Staat zwischen 2010 und 2015 ca. € 3,3 Mrd. entgangen. Zusammen mit der Dieselförderung sowie Zuschüssen für Dieselfahrzeuge  ergibt sich ein (umweltschädliches) Fördervolumen von € 19 Mrd. 

Forderungen

Wesentliche Forderung des FÖS ist, mehr Logik in die Besteuerung zu bringen: Schädlicher Treibstoff muss höher besteuert werden. Da außerdem das reale (!) Aufkommen aus der Kraftstoffbesteuerung seit Jahren sinkt, sollte dieser Rückgang kompensiert werden. Hierfür wäre – nur um auf den Stand von 2003 zu kommen – eine Erhöhung der Benzinbesteuerung um 12 Cent und der Dieselbesteuerung um 9 Cent nötig. Zudem sollte man dem Vorbild von Staaten wie den Niederlanden, Schweden oder Dänemark folgen und die Kraftstoffsteuer indexieren, die Steuer also prozentual und nicht auf den Liter bezogen erheben. Mehreinnahmen durch diese Steuern müssen durch Verminderung anderer Steuern (z.B. auf Arbeit) an die Bürger zurückfließen. 

ReferentInnen

Alexander Mahler
Stellvertretender Geschäftsführer sowie Leiter Verkehrs- und Agrarpolitik des FÖS 

Veranstaltungsort
München


Partner

FÖS (Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft), Regionalgruppe München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

19.02.2017 - 15:00

Die 53. Münchner Sicherheitskonferenz

Was bedeutet die neue US-Präsidentschaft für die europäische Friedens- und Sicherheitspolitik?

Unmittelbar nach Ende der 53. Münchner Sicherheitskonferenz (17.-19.02.17) wollen wir mit Teilnehmenden die Konferenz wieder aus deutscher Perspektive bewerten. Dabei werden aktuelle sicherheitspolitische Perspektiven und neue Chancen für seit langem andauernde Krisen und Konflikte erörtert. Wie in den Vorjahren soll damit etwas mehr Transparenz gegenüber der kritischen Öffentlichkeit geschaffen werden.

  • Was waren die herausragenden Themen der diesjährigen Sicherheitskonferenz, was wird von Deutschland erwartet, welche Antworten sollte die deutsche Politik formulieren?
  • Welche Folgen hat die neue US-Präsidentschaft auf die sicherheitspolitische Lage in Europa und die transatlantischen Beziehungen?
  • Zeichnen sich neue Lösungen zu Syrien, zum Umgang mit Russland und in der Flüchtlings- und Migrationskrise ab?

 

Der Videomitschnitt der Veranstaltung kann ab sofort auf unserem Youtube-Kanal angesehen werden.

ReferentInnen

Daniela Dahn
Schriftstellerin und Friedensaktivistin, Berlin
Omid Nouripour
MdB, Außenpolitischer Sprecher, B90 / Die Grünen, Berlin
Jackson Janes
President, American Institute for Contemporary German Studies, Johns Hopkins University, Washington, DC

Moderation: Jutta Prediger, Hörfunkredakteurin, Bayerischer Rundfunk

Hinweis: Rund um die Sicherheitskonferenz finden zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Eine detallierte Übersicht finden Sie hier.

Veranstaltungsort
München, Künstlerhaus, Lenbachplatz 8


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

18.02.2017 - 10:00 bis 17:30

Im politischen Tagesgeschäft authentisch auftreten

Ein Rhetorik-Training

Wer politisch engagiert ist, will Menschen überzeugen. Und wer überzeugend sein will, muss authentisch auftreten. Rhetorische Rezepte helfen da nur wenig, denn die meisten Menschen haben ein gutes Gespür dafür, was echt ist und was antrainiert. Es geht also erst einmal darum, die eigene Persönlichkeit so in Rede und Gespräch einzubringen, dass das Gegenüber gerne zuhört. Am Infostand genauso wie bei der Kreisversammlung oder in einer Bewerbungsrede. 

Und je mehr es um politische Inhalte, Konzepte und Werte geht, also eher abstrakte und komplexe Themen, desto wichtiger ist es, neben der Authentizität auf Verständlichkeit zu achten. Denn nur wer verstanden wird, kann überzeugen.

Wie beides gelingen kann, üben wir im Seminar. Sie lernen, wie Sie die rhetorischen Ausdrucksmittel Sprache, Stimme und Körper authentisch und verständlichkeitsfördernd einsetzen können und üben sich in Kurz- und Stegreifrede. 

Dieses Seminar kann mit 9 Unterrichtstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "weitere Angebote - Rhetorik und Kommunikation" angerechnet werden.

Veranstaltungsnummer: 3-17-08

Achtung: Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte deshalb frühzeitig und verbindlich anmelden!

ReferentInnen

Ina Machold
Diplom-Pädagogin und Mediatorin (FH),
seit über 15 Jahren Training und Coaching zu den Themen Kommunikation, Rhetorik und Konfliktmanagement
Frauenreferentin, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Bayern

Veranstaltungsort
München, AIDS-Hilfe, Lindwurmstr. 71-73, Raum 01


Kosten
60,- / ermäßigt: 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

Treffer 1 bis 10 von 442