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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

26.11.2019 - 19:00

Bodenrecht im internationalen Vergleich - am Beispiel von China und...

 

In Deutschland ist Privateigentum an Grund und Boden selbstverständlich. Dies impliziert Kauf und Verkauf sowie Investment in Grund und Boden und auch Spekulation damit. Um diese Sichtweise zu hinterfragen, lohnt sich, neben einem Blick in die Historie des Bodenrechts und in die politische Ideengeschichte, ein Blick über die eigenen Landesgrenzen hinaus.
Welche ganz anderen Auffassungen von Eigentums- und Nutzungsrechten des Bodens gibt es und welche Folgen hat das für den Miet- und Immobilienmarkt? Dies erläutern wir an den sehr unterschiedlichen Ländern China und Dänemark.

ReferentInnen

Bernadette-Julia Felsch
Diplom-Verwaltungswirtin (FH) und Diplom-Politologin, Münchner Forum und Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht, München

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag


Anmeldung


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13.07.2019 - 19:30

Stadt für alle?

Gentrifizierung und Strategien dagegen

Lisa Vollmer verknüpft mit ihrem Buch „Strategien gegen Gentrifizierung“ Gentrifizierungstheorien mit Strategien aus der Praxis, die soziale Bewegungen gegen Gentrifizierung gefunden haben.

Die Stadtforscherin Lisa Vollmer wird dem umkämpften Begriff nachgehen um einen Überblick über unterschiedliche Erklärungsansätze zu schaffen. Darauf aufbauend zeigt Lisa Vollmer, welche Strategien Mieter*innenproteste und Mieter*innengruppen zwischen Lobbyarbeit und Basisorganisierung verfolgen, wie man das Recht zu bleiben durch eine lokale Gemeinschaft einfordert und wie sich Mieter*innenproteste gegen die Inwertsetzung ihrer Nachbarschaften stellen können.

Zentral sind dabei die Fragen, inwieweit Wohnraum als Ware gilt und gelten sollte? Wie stark die politische Komponente beim Wohnen ist? Und welche Möglichkeiten es gibt, sich in Stadt(teil)entwicklungen einzumischen, die Gentrifizierung bewirken können.
Diese Fragen greift aus einer lokalen und praktischen Perspektive auch der AK-Wohnen auf, der sich an dem Abend vorstellen wird.

ReferentInnen

Lisa Vollmer
ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar und aktiv in der Berliner Mieter*innenbewegung.

Veranstaltungsort
Augsburg, Grandhotel Cosmopolis, Springergässchen 5


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Netzwerk Solidarische Stadt Augsburg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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05.07.2019 - 18:30

Kein Eigentum ist auch eine Lösung

 

Was wäre das für ein Leben, wenn es kein Eigentum, sondern “nur” Besitz gäbe? Wie würde dies unsere innere Haltung und unser Zusammenleben verändern? Im Eröffnungsvortrag wird Friederike Habermann Gedanken und Ideen vorstellen, um das Konstrukt von Eigentum gänzlich neu zu denken. Macht, Herrschaft und Eigentumsverhältnisse sind stark miteinander verwoben. Deshalb braucht das Gute Leben für Alle kein Eigentum, das auf Ausschluss beruht. Stattessen sollte es um die Frage gehen, wer was tatsächlich braucht und gebraucht.

ReferentInnen

Friederike Habermann
Aktivistin, Autorin und freie Akademikerin, zudem Ökonomin, Historikerin und in politischer Wissenschaft promoviert. Ihr besonderes Interesse gilt dem Verwobensein von Ökonomie mit anderen Herrschaftsverhältnissen, sozialen Bewegungen für eine emanzipatorische Globalisierung sowie alternativen Wirtschaftsformen

Veranstaltungsort
Augsburg, Provino, Provinostraße 35


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Solidarische Stadt Augsburg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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28.06.2019 - 20:00 bis 30.06.2019 - 15:00

Solidarity City München?!

Konferenz

Die Grundidee einer Solidarity City, also einer solidarischen Stadt, ist bestechend einfach: Die Stadt ist für ALLE da, ganz unabhängig von finanziellen Möglichkeiten, Aufenthaltsstatus, Her-kunft und Geschlecht. ALLEN ihren Bewohner*innen soll Teilhabe am städtischen Leben möglich sein. Auf der ganzen Welt haben sich Städte zu progressiven Orten entwickelt, die ganz im Gegen-satz zu den Nationalstaaten jetzt schon aufzeigen, dass sie bereit sind, neue Wege zu beschreiten und mutiger und pragmatischer an die gesellschaftlichen Herausforderungen heranzugehen. Unter dem Überbegriff Solidarity City zeigen heute schon Städte wie Palermo, New York, Berlin, Barcelona oder Toronto wie ein solidarischeres Zusammenleben praktiziert werden kann.

Hier setzt die Konferenz „Solidarity City München ?!“ an. An drei Tagen widmet sich eine Vielzahl von Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden der Frage, wie aus einer Stadt eine solidarische Stadt werden kann. Dabei diskutieren wir unter anderem die Themen Arbeit, Wohnen, Mobilität, City-ID, Aufnahme von Geflüchteten aus Seenotrettung, Ankerzentren, Einrichtung von Bür-ger*innen-Asyl und Umgang mit Illegalisierten.

Diese unterschiedlichen Themenbereiche werden vorgestellt und deren rechtliche, politische und gesellschaftliche Herausforderungen und Möglichkeiten reflektiert. Eingerahmt wird die Konferenz im Vorfeld von einem bunten Filmprogramm (20. – 27.6.2019 im Werkstattkino) und dem Theaterstück „PUSH BACK“ (am 27.6.2019 im Bellevue di Monaco).

Die Konferenz steht allen offen. Die Teilnahme an den Workshops und Diskussionsveranstaltungen ist kostenlos. Beteiligt euch und macht mit uns München zu einer solidarischen Stadt.

Weitere Infos und Programm auf der Webseite von Solidarity City.

Veranstaltungsort
München, Bellevue di Monaco und Münchner Stadtmuseum


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit München


Art der Veranstaltung
Konferenz



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14.05.2019 - 19:00

Die Macht der Commons

Frei, Fair und lebendig

Buchvorstellung mit Silke Helfrich

Zum 9. heizhaus.DISKURS dürfen wir Silke Helfrich begrüßen, eine der großen Denker*Innen der Commons-Bewegung. Sie wird ihr neues Buch vorstellen. Ein Buch das die Kraft des Gemeinschaffens betont. Dies nehmen wir zum Anlass, die Welt der Commons zu entdecken und das Projekt CoKultur vorzustellen. Es ist ein bayernweites Bildungsprojekt für junge Soziokultur-Akteure, um Kooperationen zu stärken und zu vermitteln, was genau eine Kultur der Commons sein und bewirken kann.

ReferentInnen

Silke Helfrich
freie Autorin, Aktivistin, Forscherin und Bloggerin, Mitbegründerin des Commons-Institut e.V. und der Commons Strategies Group

Veranstaltungsort
Nürnberg, Heizhaus, Wandererstr. 89


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Buchvorstellung



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12.02.2019 - 19:00

Finanzwende gefordert!

Eine Bürgerbewegung für die Regulierung der Finanzmärkte

Zehn Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise sind die Folgen noch immer nicht überwunden. Das Finanzsystem ist "weder nachhaltig, noch stabil und die nächste Finanzkrise programmiert", so der Finanzexperte Gerhard Schick. Zugleich durchdringt der Finanzsektor weltweit mehr und mehr Bereiche des täglichen Lebens und unterwirft sie der Renditelogik. Im Sommer 2018 riefen daher InitiatorInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Bürgerbewegung Finanzwende e.V. ins Leben. Ihr geht es um Änderungen im Finanzsystem, die Gewinnstreben in Einklang mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung bringt. Wie kann das gelingen?

Den Mitschnitt des Vortrages können Sie hier ansehen.

ReferentInnen

Dr. Gerhard Schick
bis Ende 2018 MdB Bündnis 90 / DIE GRÜNEN, Mitgründer und Vorstand der Bürgerbewegung Finanzwende e.V.

Veranstaltungsort
München, münchner zukunftssalon, oekom e.V., Waltherstr. 29 Rgb


Kosten
Eintritt frei!


Partner

oekom e.V., Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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15.11.2018 - 19:00 bis 21:00

Kolonialzeit reloaded?

Europa, China und die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas

Noch wirkt die Kolonialzeit in den Handelsbeziehungen zwischen Afrika und Europa nach und weiter. Inzwischen ist China auf dem Kontinent immer präsenter, investiert in Infrastruktur, Land und Bergbau. Doch wie sind die Beziehungen zwischen China und den verschiedenen Ländern Afrikas zu beurteilen? Was braucht Afrika an internationaler Kooperation und wirtschaftlicher Zusammenarbeit, was an geschützter Eigenentwicklung? Und wo liegen zukunftsweisende Initiativen?

Dieser Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe "Fokus Afrika". Weitere Termine:

 


Hier können Sie die Präsentation von Prof. Dr. Robert Kappel "Afrika, Europa und China: Wo liegen heute Perspektiven für wirtschaftliche Entwicklungen in Afrika" sehen.

Und hier können Sie das SZ-Gespräch zwischen Dr. Boniface Mabanza Bambu und dem Entwicklungsminister Müller lesen.

 

 

ReferentInnen

Prof. Dr. Robert Kappel war 1996-2004 Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig und Leiter des dortigen Arbeitsbereichs "Politik und Wirtschaft", 2004-2011 Präsident des GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg. Er forscht gegenwärtig zu den Themen Wirtschaftsentwicklung in Afrika.

Dr. Boniface Mabanza Bambu studierte Philosophie, Literaturwissenschaften und Theologie in Kinshasa und wurde 2007 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster promoviert. Er ist Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, die sich mit sozioökonomischen Themen vor allem im Blick auf die SADC-Region befasst. Eines seiner Schwerpunkthemen sind die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit afrikanischen Ländern.

Veranstaltungsort
Museum Fünf Kontinente, Vortragssaal (Maximilianstraße 42 80538 München, 1. Geschoss)


Kosten
7,00 €


Partner

Evangelische Stadtakademie München und Museum Fünf Kontinente


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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17.05.2018 - 19:00 bis 21:00

Pfadwechsel?

Vom Asylantrag zur Arbeitsmigration

Viele Menschen sind als Asylsuchende nach Deutschland gekommen, haben aber keine Anerkennung als solche gefunden. Gleichwohl leben viele von ihnen auch schon lange in Deutschland und haben Schritte der Integration vollzogen. Für sie wäre es eine gute Möglichkeit, wenn es einen Pfadwechsel gäbe, der ihnen erlaubt, als Einwanderer hier Arbeit aufzunehmen, ohne zuerst wieder ausreisen und vom Heimatland aus einen Antrag stellen zu müssen. Und die deutsche Wirtschaft, insbesondere das Handwerk, wären aufnahmefähig und brauchen Nachwuchs. Die Situation erscheint irrational. Was hindert, die Möglichkeit eines solchen Pfadwechsels zu schaffen?

Anmeldung erbeten

ReferentInnen

Franziska Döbrich
ehem. Leiterin der Ausländerbehörde, Kreisverwaltungsreferat der LH München

Harald Preuss
seit drei Jahren Betreuer eines Asylbewerbers, Berlin

Hubert Schöffmann
Leiter der Abteilung Berufliche Ausbildung - Bildungspolitischer Sprecher BIHK e.V.

Moderation
Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung und Aufsichtsrat Bellevue di Monaco

Veranstaltungsort
München, Café des Bellevue di Monaco, Müllerstraße 6


Kosten
Eintritt frei


Partner

Evangelische Stadtakademie München | Bellevue di Monaco


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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03.05.2018

Wie wollen wir wohnen?

Raumwunder für ein entspanntes Zuhause, lebendige Nachbarschaften und grüne Städte

Ein Füllhorn guter Ideen schüttete Daniel Fuhrhop bei seinem Vortrag im sehr gut besuchten Bamberger Stephanshof aus, und zeigte, wie es gelingen kann, Platz zu schaffen, Platz besser zu nutzen und dadurch Freiräume zu gewinnen: für sich selbst, für Freunde und Nachbarn, ja sogar für die ganze Stadt. Daniel Fuhrhop ist überzeugt: "Wenn jeder aber nur ein Zehntel weniger Raum benötigen würde, könnten alle bezahlbaren Wohnraum finden."  Stadtviertel würden viel lebendiger, Jung und Alt kämen sich wieder näher – vom Zusammenrücken würden alle profitieren. 

Fuhrhop sieht das Wohnen in einem direkten Zusammenhang mit einem an Nachhaltigkeit orientiertem „Guten Leben“. Allerdings sei es in diesem Zusammenhang schwieriger, Nachhaltigkeit konkret werden zu lassen als zum Beispiel bei der Mobilität oder beim Lebensmittelkauf. In Bezug auf das Wohnen gebe es nämlich einen ständigen Konflikt zwischen dem notwendigen Erhalt von Freiflächen und dem tatsächlichen oder gefühlten Wohnraummangel.

Dementsprechend widersprüchlich ist die Situation. Auf der einen Seite nimmt der durchschnittliche Wohnflächenbedarf seit Jahren zu. Derzeit liegt er bei ungefähr 46 qm pro Person. In 4-Personen-Haushalten liegt er bei 31 qm, in Single-Haushalten sogar bei 68 qm. Und die Zahl dieser Single-Haushalte nimmt ständig zu.

Auf der anderen Seite lässt sich aber ein Trend zum gemeinschaftlichen Wohnen, zumindest zur gemeinschaftlichen Nutzung von Wohnflächen beobachten. Das Spektrum dafür ist – wie Fuhrhop deutlich machte – sehr breit. Es reicht von der Kommune, die nicht nur die Wohnung teilt, sondern auch das Einkommen, bis zur leer stehenden Garage, die man einer Band als Übungsraum zur Verfügung stellt. Oder es werden für leer stehende Zimmer (zum Beispiel nach dem Auszug der Kinder oder dem Tod des/der Partners/in) neue Mitbewohner*innen gesucht. Dafür gibt es mittlerweile sogar bereits Wohnpartner-Portale, eine Mischung aus Partnerbörse und Immobilienvermittlung (z.B.: https://gold-wg.com/).

Ausführlich ging Fuhrhop am Beispiel der Münchner Wagnis-Genossenschaft auf das Modell des gemeinschaftlichen Wohnens in Genossenschaftsform ein. Mit "wagnisART" (Details dazu hier!) entstanden im Norden Schwabings knapp 140 unterschiedlich geförderte sowie frei finanzierte genossenschaftliche Wohnungen in fünf Passivhäusern. In ihnen steht das gemeinschaftliche Wohnen im Zentrum. Neben Standard-Wohnungen wird eine neue Form von Gemeinschaftshaushalten angeboten. Diese so genannten Wohnungs-Cluster kombinieren individuelles Wohnen mit Lebensformen der Wohngemeinschaft.

Der Name wagnisART erinnert nicht nur an die ehemalige Künstlerkolonie, die auf diesem Gelände angesiedelt war, sondern steht auch für eine zukunftsorientierte Lebensart. Es geht um ein gemeinschaftliches Miteinander als urbanes Leben in kreativer, aktiver und generationenübergreifender Nachbarschaft. In den gebäude-Komplexen gibt es Musikräume, Räume für Waschen und Nähen, Gemeinschaftsräume in verschiedener Größe, Gästezimmer, Dachgärten.

Durch die verschiedenen Finanzierungsformen ist es möglich geworden, dass diese Wohnungen auch für Menschen mit niedrigem Einkommen erschwinglich sind – und dies im äußerst teuren Münchner Wohnungsmarkt.

Eine weitere Möglichkeit, dem Wohnraummangel abzuhelfen, ohne auf Neubau setzen zu müssen, ist der Wohnungstausch: Wenn sich die Wohnumstände und die Personenzahl ändern, dann kann eine zu groß gewordene Wohnung gegen eine kleiner Wohnung getauscht werden, die diesen Mietern (beispielsweise bei Familienzuwachs) zu klein geworden ist. Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass sich die finanzielle Belastung (Quadratmeter-Preis!) nicht ändert. Fuhrhop plädierte deshalb abschließend für eine "Bürgerbeteiligung für Nicht-Bauen", bei der gemeinsam nach Lösungen gesucht werden sollte, vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen.

Weiterführende Links:

Daniel Fuhrhop: Stadtwandel im Zeichen des Klimawandels

Verbietet das Bauen - Der Blog gegen die Bauwut

Unabdingbar für ein gutes Leben: das Dach über dem Kopf

ReferentInnen


Daniel Fuhrhop

ist spätestens seit seinem großen Erfolg seiner Streitschrift »Verbietet das Bauen!« ein gefragter Interviewpartner. Mit Ideen für Wohnungssanierung, innovative Wohngemeinschaften oder grünere Städte erreicht er ein breites Publikum – Bürger(innen) und Architekt(inn)en, Umweltschützer(innen) und Stadtplaner(innen). In seinem aktuellen Buch hat der ehemalige Architekturbuch-Verleger die Erfahrungen der letzten drei Jahre in einem kurzweiligen Ratgeber zusammengefasst. Privat zieht er gerade in eine kleinere Wohnung um – mit Gemeinschaftsräumen.

Veranstaltungsort
Bamberg


Partner

Evangelisches Bildungswerk Bamberg e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag



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27.04.2018 bis 28.04.2018

European Social Responsibility – Unternehmensethik und Europa

 

European Social Responsibility: Unter dieser Überschrift empfing der studentische Verein sneep bei der diesjährigen Frühjahrstagung in Passau seine Mitglieder aus ganz Deutschland und weitere Interessierte zu einem spannenden Vortrags- und Workshop-Programm. 

Francisco Marí von "Brot für die Welt" stellte in seinem Vortrag von über das „Economic Partnership Agreement zwischen Europa und Afrika“ zunächst die wirtschaftliche Lage Afrikas dar und ging danach auf die Geschichte von Zollunionen und Handelsorganisationen, darunter v.a. die WTO, ein. Auf dieser Grundlage diskutierte er die zahlreichen negativen Auswirkungen des Economic Partnership Agreements für afrikanische Länder. Durch das Freihandelsabkommen werde der Handel zwischen afrikanischen Ländern weiterhin vernachlässigt werden, da der Fokus auf dem Ausbau der Infrastruktur Richtung Europa gelegt werde und der Handel innerhalb des Kontinents dadurch nicht rentabel sei.  Außerdem würden billig importierte Produkte aus Europa lokale Alternativen verdrängen, was er am Beispiel von deutschem Joghurt in afrikanischen Supermärkten veranschaulichte.

Prof. Stefan Wurster von der TU München zeigte in seinem Vortrag „Kann Demokratie Nachhaltigkeit?“ auf, dass die Regierungsform der Demokratie gute Voraussetzungen für nachhaltiges Handeln biete: Sie gewährleiste einerseits stabile institutionelle Arrangements und lasse auch öffentliche Kontrollmechanismen zu. Anderseits werde in Demokratien meist eine Politik verfolgt, die hauptsächlich akute Probleme behandele und zukünftige Generationen nicht miteinbeziehe, da diese nicht wahlberechtigt seien. Dieses Argument belegte er empirisch am Beispiel der direkten Demokratie in der Schweiz. Dort stimmte das Parlament häufig nachhaltiger als die Bevölkerung in Volksabstimmungen ab. Er argumentierte, dass Demokratien nicht notwendigerweise nachhaltiger als Autokratien sein müssen. Dies zeige, dass die Demokratie Instrumente benötigt, die eine nachhaltige Politik fördern. Als solche nannte er zum Beispiel die Gesetzesfolgenabschätzung und marktorientierte Anreizmechanismen wie den Emissionshandel.

Am zweiten Tag der Frühjahrstagung befassten sich die Teilnehmenden mit der Thematik des Verantwortungsbegriffs und inwiefern dieser mit Hilfe einer EU-Richtlinie in der Praxis umgesetzt werden sollte. Dazu stellte Martin Priebe von der Unternehmensberatung Profit mit Moral zuerst die EU-Richtlinie 2014/95/EU vor. Diese schreibt seit April 2017 in Deutschland eine Informationspflicht zu nicht-finanziellen und die Diversität betreffenden Aspekten für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern vor. Anschließend gab er einen Überblick über den Verantwortungsbegriff in der philosophischen Literatur, indem er die Grundaussagen der einflussreichsten Vertreter zu diesem Thema zusammenfasste. Nachdem Priebe außerdem verdeutlicht hatte, dass verantwortungsvolles Handeln auf den vier Ebenen der Institutionsethik, Organisationsethik, Sozialethik und Individualethik vollzogen werden müsse, stellte er sein WAABE-Modell (Wissen, objektiver Anspruch, subjektiver Anspruch, Bewusstsein, Entscheidungsfreiheit) vor, welches die fünf Kriterien verantwortlichen Handels zusammenfasst. Priebe kam zu dem Schluss, dass Verantwortung eine EU-Richtlinie brauche, da die moderne Wirtschaft zu komplex und anonym sei, nachhaltiges Wirtschaften immer größere Zeiträume in der Zukunft berücksichtigen müsse und der Erhalt eines lebenswerten Planeten eine Gemeinschaftsaufgabe sei.

In einem Grundlagenworkshop zum Thema Wirtschaftsethik wurde ein Überblick über die wichtigsten Denkströmungen gegeben sowie Anreize zum sich selber Informieren und Einlesen. Dieser wurde ergänzt durch eine Case Study, die sich mit dem Problem der Kinderarbeit bei der Herstellung von Schokolade durch den Nestlé-Konzern befasste. Kleingruppen sollten sich jeweils in eine Befürworter- und eine Gegnerseite unterteilen und somit durch ein Rollenspiel in der Diskussion beide Positionen kennenlernen. 

 

 

Veranstaltungsort
Passau, Universität Passau & DJH Jugendherberge


Kosten
Eintritt frei!


Partner

sneep e. V.


Art der Veranstaltung
Vorträge mit anschließender Diskussion



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