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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Penthaus à la Parasit

09.06.2020 - 18:00 bis 26.06.2020 - 19:00


Als künstlerisches Projekt im Öffentlichen Raum möchte das Penthaus à la Parasit Debatten anstoßen: Zum Wohnen als neuer Sozialen Frage, aber auch zur Rolle von Privilegien in Zeiten von erzwungener Selbstisolation. Als architektonische Intervention steigt Penthaus à la Parasit nach oben auf die Dächer, anstatt an die Peripherie der Stadt vertrieben zu werden. Damit rückt es einen Ort in den Fokus, der normalerweise exklusiven Penthäusern vorbehalten ist oder brach liegt. Das Penthaus à la Parasit ist eine künstlerische und aktivistische Suche nach Nischen und Weitblick in der Stadt, die mit Grenzen und Normen experimentiert und klassische Funktionslogiken des Wohnungs- und Immobilienmarktes in Frage stellt. Als Sinnbild für die Infragestellung der Verhältnisse auf dem Wohnungsmarkt und zugleich als Symbol für eine Rückeroberung der Stadt durch Ihre Bewohner*innen steigt das außen verspiegelte und damit weithin sichtbare Penthaus à la Parasit Haus auf die Dächer unserer Stadt.

Als Auftakt der Programmreihe wird in der digitalen Kammer 4 der Münchner Kammerspiele am 9. Juni um 18 Uhr ein Gespräch über Wohnen als neue Soziale Frage in Zeiten von Corona stattfinden. Prof. Stephan Lessenich (LMU), Laura Weißmüller (SZ) und Jakob Wirth (Penthaus à la Parasit) diskutieren darüber, wie soziale Ungleichheiten durch die gegenwärtige Lage verschärft werden. Gerade jetzt ziehen Verteilungsfragen herauf und überhaupt verbringt jede*r die Quarantäne/ Kontaktbeschränkungen unter sehr unterschiedlichen räumlichen Bedingungen. Fragen der Architektur und Stadtplanung schließen sich wie natürlich daran an.

Vom 15. Juni bis 29. Juni wird die Installation “Penthaus à la Parasit” auf einem Dach der Wogeno in der Parkstadt Schwabing stehen, wo unterschiedliche künstlerische Aktionen zur Wohnungswirtschaft und Diskussionsveranstaltungen stattfinden werden: Die Formate “Demowohnen im Penthaus à la Parasit” sowie die “Maklerführungen durch das “Penthaus à la Parasit” thematisieren die Verteilung von Wohnprivilegien und die Verdrängungslogiken des Wohnungsmarktes.

Am 24. Juni findet um 19 Uhr, moderiert von Alexander Sacharow, vor dem Penthaus à la Parasit (sowie online gestreamt) ein Gespräch zur Wohnungspolitik (u.a. Mieten, Architektur, Stadtplanung) mit jungen, ehrenamtlich politisch-aktiven Münchner*innen statt: Sophia Genikomsidis (Architektin, Grüne), Christian Schwarzenberger (Ingenieur, Linke) und Philippa Sigl-Glöckner (Ökonomin, SPD).

Am 26. Juni schließt an selbiger Stelle (sowie online gestreamt) um 19 Uhr ein Gespräch zu Kunst als politisches Medium das Projekt ab. Jakob Wirth (Penthaus à la Parasit) führt durch ein hochrangig besetztes Panel rund um Kunst im Öffentlichen Raum und Interventionen als künstlerische Praxis.

Weitere Informationen zur Programmreihe finden Sie demnächst auf der Seite der Münchner Kammerspiele.

ReferentInnen

u.a.
Sophia Genikomsidis
Architektin, Bündnis 90/ Die Grünen
Prof. Stephan Lessenich

Ludwig-Maximilians-Universität München
Christian Schwarzenberger
Ingenieur, Die Linke
Philippa Sigl-Glöckner
Ökonomin, SPD
Laura Weißmüller

Süddeutsche Zeitung
Jakob Wirth
Penthaus à la Parasit

Veranstaltungsort
München, Fritz-Winter-Straße 3 und Online


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Münchner Kammerspiele


Art der Veranstaltung
Programmreihe



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