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Friedensabkommen – und dann?

26.01.2019 - 10:30 bis 17:00


Vom schwierigen Zusammenleben nach Bürgerkriegen

Bürgerkriege und bewaffnete Konflikte innerhalb einzelner Staaten werden oft mit besonderer Unerbittlichkeit und Brutalität geführt. Nach Ende des Krieges bleiben verfeindete Gruppierungen sowie tief gespaltene, traumatisierte Bevölkerungen zurück. Die Grenzen zwischen Opfern und Tätern sind dabei häufig nicht klar zu ziehen, die Rechtsprechung ist besonders problematisch. Transitional Justice Maßnahmen, die meist mit Hilfe der Internationalen Gemeinschaft initiiert werden, sollen dabei helfen die Vergangenheit aufzuarbeiten und ein friedliches, versöhntes Zusammenleben zu ermöglichen. Hierunter zählen Kriegsverbrechertribunale (z.B. Jugoslawien, Ruanda, Kambodscha), Wahrheitskommissionen (Südafrika, Ost-Timor), sowie Prozesse, wie die Reintegration von (Kinder-) Kämpfergruppen, die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt oder die Umverteilung staatlicher Ressourcen.

Diese Prozesse sind allerdings weder einfach noch unumstritten: Nicht nur steht Strafgerechtigkeit häufig im Kontrast zu Versöhnung und Stabilität, vielmehr stellt sich auch die Frage, wer und nach welchen Kriterien überhaupt angeklagt wird. Wie definiert man die Schuld von z.B. Kindersoldaten? Was können Tribunale, Wahrheitskommissionen und Reintegrationsprojekte wirklich leisten? Wann konfligieren lokale Normen mit denen der internationalen Gebergemeinschaft? Wer ist Opfer, wer ist Täter?

Das Programm können Sie hier herunterladen.

ReferentInnen

Prof. MMag. Dr. Christina Binder, E.MA
Professur für Internationales Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz, Universität der Bundeswehr München-Neubiberg
Prof. Dr. Thorsten Bonacker

Philipps-Universität Marburg, Zentrum für Konfliktforschung
Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel

Zentrum für Konfliktforschung, Philipps-Universität Marburg
Prof. Dr. h.c. Wolfgang Schomburg, Berlin
bis 2008 Richter an den Internationalen Strafgerichtshöfen für das ehemalige Jugoslawien (Den Haag) und Ruanda (Arusha, Tanzania), seit 2009 Honorarprofessor der Rechtswissenschaft an der Durham University (UK)
Claudia Simons

Referentin für Afrika in der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
15,- / erm. 10,- € inkl. Imbiss


Partner

Evangelische Stadtakademie München,
Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung, Universität der Bundeswehr,
Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg,
Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung


Art der Veranstaltung
Tagung



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