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DOK.fest: Preisverleihung

13.05.2017


V.l.n.r: Jurorin Eva Lautenschlager, Daniel Sponsel (der Festival-Leiter, der den Preis an Stelle der Regisseurin, die leider nicht nach München kommen konnte, entgegennahm) und Henriette Wägerle vom Vorstand der Petra-Kelly-Stiftung.

Auch in diesem Jahr stiftete die Petra-Kelly-Stiftung wieder den mit 3000 Euro dotierten VIKTOR DOK.horizonte, der an den Film "Motherland" von Ramona S. Diaz verliehen wurde. Die Jury - bestehend aus: Anna Berthollet (Koordinatorin für Festivals & Non-Theatrical Sales, Taskovski Films), Inti Cordera (Geschäftsführer, DocsMX), Eva Lautenschlager (Abteilung Film, Fernsehen und Radio, Goethe-Institut) - begründete ihre Entscheidung folgendermaßen:

"Der Film hat uns tief berührt in seiner Annäherung an ein universelles Menschenrechtsthema, mit dem jeder sich identifizieren kann, unabhängig von Gender und kulturellem Hintergrund. Ausbalanciert zwischen Thema und Dokumentarfilmtechnik, macht der Film das Publikum mit einem Mikrokosmos bekannt und gibt einen tiefen Einblick in die philippinische Gesellschaft, indem er reflektiert, wie Familie und Tradition die Lebensbedingungen von Frauen beeinflussen."

Zum Inhalt:

MOTHERLAND 
USA / Phillipinen 2017 - Regie: Ramona S. Diaz - Originalfassung: filipino / Untertitel: englisch

"Lea ist Anfang 20. Sie wusste gar nicht, dass sie Zwillinge bekommt. Erst als die junge Frau in das Dr. Jose Fabella Memorial Hospital in Manila kommt, stellt sich das heraus. So oft wie möglich muss sie ihre beiden frühgeborenen Babys in einem Tube Top an ihren Körper geschmiegt halten – „Kangaroo Mother Care“ heißt das. Die Mutter ist der Brutkasten – denn für Brutkästen hat die unterfinanzierte Klinik kein Geld. Hier gebären die Ärmsten der Armen, manchmal müssen sie sich dabei ein Bett teilen und können kaum ihre Beine ausstrecken. Doch MOTHERLAND ist keine Elendsbeschau: Ganz nah an Müttern, Krankenhauspersonal und Familienangehörigen ist der Film eine Liebeserklärung an seine Protagonisten – und gewährt gleichzeitig tiefe Einblicke in die philippinische Gesellschaft." (Julia Teichmann)

Eine "lobende Erwähnung" der Jury erhielt zudem der Film "Dead Donkeys Fear No Hyenas" von Joakim Demmer (Schweden/Finnland/Deutschland 2016).

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Preisverleihung



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