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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

21.07.2020 - 19:00

Wasser: Knappheit, Klimawandel, Welternährung ...

 

Wasserkrisen gehören mittlerweile zu den größten globalen Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft. Zusammenhänge mit Nahrungsmittelknappheit und mangelnder Anpassung an den Klimawandel sind offenkundig. Dabei ist Wasserknappheit selten die unabwendbare Folge schwindender Wasservorräte, sondern immer auch das Resultat der unverhältnismäßigen Nachfrage durch den Menschen. Heute benötigen wir ein neues Wasserethos, das die durch Umweltbedingungen gesetzten Grenzen respektiert und den gerechten Zugang aller Menschen zu sauberem Wasser umfasst.

ReferentInnen

Prof. Dr. Dieter Gerten
Koordinator für Erdsystemanalyse am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Professor für Klimasystem und Wasserhaushalt im Globalen Wandel an der Humboldt Universität zu Berlin

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24


Kosten
8,-/ erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München
Forum Nachhaltigkeit


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion


Anmeldung


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18.05.2020 - 18:00

CO2-freies Nürnberg!

Utopie... oder machbar?

Vortrag "Klimanotstand - was ist zu tun? mit anschließender Expertenrunde

ReferentInnen

Hans-Josef Fell
Präsident Energy Watch Group Mitglied deutscher Bundestag 1998-2013
Josef Hasler
Vorsitzender N-Ergie
Richard Mergner

Vorsitzender BUND Naturschutz Bayern
der neu gewählte Bürgermeister von Nürnberg
Günther Werner
Bürgermeister Haßfurt
Fridays for future

Moderation: Herbert Barthel (BN-Referent für Energie und Klimaschutz)

Veranstaltungsort
Nürnberg, Gaststätte Gutmann, großer Saal, Bayernstraße 150


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Bund Naturschutz in Bayern e. V.


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Podiumsdiskussion


-


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28.04.2020 - 19:00

Ohne Plastik leben - leichter Leben ohne Müll!

 

Jede und jeder Deutsche produziert im Jahr 462 kg Müll - knapp die Hälfte davon sind Verpackungen. Damit sind wir Spitzenreiter in Europa! Dass es auch anders geht, beweist Stefanie Kießling, die seit 2014 mit ihrer Familie konsequent Müll vermeidet. Aus einem auf ein Jahr angelegten Projekt wurde ein Lebensstil, Inzwischen gibt sie auf ihrem Blog Tipps, wie man mit einfachen Mitteln Müll reduzieren kann. Auch in Nürnberg gibt es ein "Zero waste Team", das von seinen Erfahrungen berichtet und Tipps gibt, wie man in unserer Stadt mit wenig Müll gut leben kann.

ReferentInnen

Stefanie Kießling
Bloggerin zum Thema Abfallvermeidung: www.zerowastefamilie.de
Franziska Röder
Zero Waste Nürnberg Team

Veranstaltungsort
Nürnberg, eckstein, Burgstraße 1-3, E.01


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich


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16.04.2020 - 19:00

ABGESAGT: Elektroautos – in die Zukunft oder in die Sackgasse?

 

Beachten Sie bitte, dass die Veranstaltung abgesagt ist.

Der Verkehrssektor ist die Achillesferse im deutschen Klimaschutz: In fast allen Sektoren gehen die Emissionen deutlich zurück, nur hier nicht. Für die Politik ist die Strategie klar: Statt Verbrennern sollen künftig immer mehr Elektroautos über deutsche Straßen rollen. Doch sind E-Autos überhaupt ökologisch sinnvoll, wenn man sie mit dem heutigen Strommix betankt? Wie steht es um den Energieaufwand für die Batterieherstellung? Und wie wirkt sich der Markthochlauf von Elektrofahrzeugen auf unser Energiesystem aus?

Die ökologische Bilanz der Elektrofahrzeuge ist zum Streitthema in der Öffentlichkeit geworden – und dieser Streit fußt nicht immer auf soliden Daten. Wir haben Anika Regett und Simon Pichlmaier von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft eingeladen, mehr Klarheit in die verworrene Debatte zu bringen. Sie stellen neueste Forschungsergebnisse zur Ökobilanz von Elektroautos vor und gehen der Frage nach, was ein starker Zuwachs der von E-Autos für Deutschlands Stromverbrauch und CO2-Bilanz bedeuten würde.

ReferentInnen

Anika Regett, M. Sc.
Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München
Simon Pichlmaier, M. Sc.
Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V., München

Veranstaltungsort
München, oekom zukunftssalon, Waltherstr. 29 Rgb


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), Regionalgruppe München
GREENCITY e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag


Anmeldung


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18.03.2020 - 19:00

ABGESAGT: Windflaute für die Kleinen und Aufwind für die Großen

Welche Energiewende wollen wir haben?

Aufgrund der aktuellen Situation und zur Eindämmung des Coronavirus wurde leider diese Veranstaltung abgesagt. Dankenswerter Weise stellt Frau Prof. Ingrid Krau ihren Vortrag hier online zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Situation und zur Eindämmung des Coronavirus wird leider diese Veranstaltung abgesagt. Dankenswerter Weise stellt Frau Prof. Ingrid Krau ihren Vortrag hier online zur Verfügung.

Während die Erzeugung von Windenergie durch Energiewirtschaftsgesetz, Abstandserlass und EEG-Vorgaben landauf, landab in Bedrängnis gerät, expandieren die Großen der Branche über On- und Offshore Anlagen. Die Energiewende verbindet sich mit neuen Unternehmens- und Kapitalkonzentrationen, befördert Großtechnologien und gigantische Infrastrukturen. 

Die digitale und dezentrale Verknüpfung der Vielfalt kleiner regenerativer Energieerzeuger wird damit ausgebremst. Wie ist es dazu gekommen? Und welche Energiewende brauchen wir?

ReferentInnen

Prof. Dr. Dipl.Ing. Ingrid Krau
Architektin BDA und Planerin mit Schwerpunkt auf Stadtforschung und Stadtentwicklung

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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14.03.2020 - 16:30 bis 18:30

ABGESAGT: Atemlos in der Stadt

Wege in eine lebenswerte Stadt

Im Rahmen der RADMESSE FRANKEN findet erstmals ein Verkehrswendeforum statt. Anlass ist der Mobilitätsatlas der Heinrich-Böll-Stiftung und des VCD Deutschland, der im Oktober 2019 publiziert wurde. Themen wie lokale Infrastrukturen, Öffentlicher Personennahverkehr, Einbindung der Landkreise, regionaler Tourismus spielen ebenso eine Rolle wie Radverkehrskonzepte in der Metropolregion Nürnberg – Fürth – Erlangen.

Ab 11.00 Uhr gibt es Fakten, Vorträge, Gespräche, Zukunftsideen zur Verkehrswende mit Kurzreferaten zu folgenden Themen:

  • Christoph Wallnöfer (Sprecher der VCD-Ortsgruppe Fürth): Der Mobilitätsatlas - Daten und Fakten zur Verkehrswende.
  • Kerstin Stark (Changing Cities e.V.): Kiezblocks - lebendige Straßenräume für alle.
  • Nora Beyer (Reisejournalistin): Der VGN Bahn Sommer als regionales Tourismusprojekt.
  • Hans Lutz (VCD Nürnberg): Verkehrswende für Nürnberg.
  • Alex Wunschig (Wiki Fürth und Entwickler der Früher Radkarte): Radfahren in Fürth zwischen Lust und Frust.
  • Markus Stipp (Radentscheid Nürnberg): Radentscheide - Was sie wollen, was sie können.

 
Auf dem Abschlusspodium werden zentrale Fragen aufgegriffen und diskutiert.

Leider wurde die Veranstaltung abgesagt.

 

 

ReferentInnen

Nora Beyer
Reisejournalistin, Autorin, Bike Guide
Kerstin Stark

Changing Cities e.V
Markus Stipp

Radentscheid Nürnberg
Christoph Wallufer

Sprecher der VCD-Ortsgruppe Fürth

Moderation: Ralf Stefan Beppler (Politologe, Fachjournalist, Veranstalter RADMESSE FRANKEN)

Veranstaltungsort
Fürth, Stadthalle Fürth, Rosenstr. 50


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung, VCD, ADFC, Changing Cities, Radentscheid Erlangen, Radentscheid Nürnberg


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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12.03.2020 - 19:00

Der Wachstumszwang

Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben

Hier finden Sie den Mittschnitt der Veranstaltung: https://youtu.be/fAL0eXgYxfc

 

Lange leistete das Wirtschaftswachstum einen positiven Beitrag zum Wohlbefinden vieler Menschen. Heute ist es in den wohlhabenden Ländern in Westeuropa, Nordamerika und Japan fraglich, ob weiteres Wachstum zu mehr Wohlbefinden beiträgt. Und aus ökologischer Sicht führt mehr Wachstum v.a. zu mehr Umweltzerstörung. Einige proklamieren daher eine „Postwachstumsgesellschaft“. Doch moderne Wirtschaften funktionieren nicht ohne Wachstum des Bruttoinlandproduktes, da sie andernfalls in eine Abwärtsspirale geraten. Wir müssen wachsen, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben, auch wenn wir gar nicht noch mehr materiellen Wohlstand wollen. Woher genau kommt der Wachstumszwang?

ReferentInnen

Prof. Dr. Mathias Binswanger
Professor für Volkswirtschaftslehre, Fachhochschule Nordwestschweiz, Hochschule für Wirtschaft, Institute für Competitiveness and Communication, ICC

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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02.03.2020

Klimawandel: Klimaschutz und Anpassungsstrategien in der...

Frühjahrstagung der AbL-Bayern

Ob trockene Sommer mit Futterknappheit, Überschwemmungen oder Dürre – das Wetter verändert sich und die Extremwetterereignisse nehmen zu. Auf den allgegenwärtigen Klimawandel muss sich gerade auch die Landwirtschaft einstellen. Und das umso mehr, als sie eine Mitverursacherin eben dieses Klimawandels ist. Vor diesem Hintergrund ging die Frühjahrstagung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) der Frage nach: Welchen Beitrag kann die Landwirtschaft leisten, um die Klimakatastrophe abzuwenden und welche Strategien sind hilfreich zur Anpassung an den Klimawandel?


Referierende und Veranstalter*innen (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hülsbergen, Gertraud Angerpointner, Josef Schmid, Rebekka Eichstädt, Prof. Dr. Ebertseder, Ludwig Huber, Tobis Fegg
Foto: © Alois Albrecht

Rebekka Eichstädt vom Landesamt für Umwelt stellte die Klimaentwicklung in Bayern und deren Folgen für die Landwirtschaft dar. Bei den Jahresmitteltemperaturen in Bayern sei insbesondere seit 1990 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, ebenso bei den Hitzetagen über 30 Grad und Dürreperioden. Zugleich hat die Emission von CO2 drastisch zugenommen. Es werde weniger Niederschläge, aber vermehrt Starkregen mit erhöhter Bodenerosionsgefahr geben. Die Grundwasserneubildungsrate sei stark rückläufig, regional mit Defiziten von rund 30 % zum langjährigen Mittel. Als Anpassungsstrategien können Humusaufbau als Wasserspeicher, eine Minimierung der Verdunstung (Mulchen) und eine der Temperatur angepasste Sorten- und Artenwahl dienen. Laut Eichstädt trägt die Landwirtschaft mit etwa sieben Prozent zu den Treibhausgas-Emissionen in Deutschland bei. Nicht enthalten seien dabei die Emissionen, die aus der Herstellung von eingesetzten Maschinen und Geräten oder der energieintensive Produktion von Mineraldünger resultieren. Werden diese mit einbezogen, erhöhe sich der Anteil der Landwirtschaft auf rund 12,9 %. Abhilfe schaffen kann eine Senkung der Stickstoffüberschüsse, der Ausbau des Ökolandbaus, Emissionsminderungen in der Tierhaltung, Humuserhalt und -aufbau, der Erhalt von Dauergrünland und Schutz von Moorböden.

Prof. Dr. Kurt-Jürgen Hülsbergen vom Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme der TU München erläuterte die Klimawirkungen ökologischer und konventioneller Betriebe und ihre Treibhausgas-Minderungs- und Optimierungsstrategien. Studien auf 80 Höfen über einen Zeitraum von zehn Jahren bilden die breite Datenbasis seiner Ausführungen. In seiner Problemanalyse erläuterte Hülsbergen die Unterschiede hinsichtlich Lachgasemissionen aus Böden, Energieeinsatz und CO2 Emissionen, Humusaufbau und Kohlenstoffbindung, sowie Treibhausgasemissionen durch Milchviehhaltung.

Beim Stickstoffeintrag in den Boden wird der Unterschied zwischen einem Öko- und einem konventionell arbeitenden Betrieb sehr offensichtlich. Im Ackerbau beträgt der Stickstoffeintrag eines Ökobetriebes 142 kg/ha/Jahr, während ein konventioneller 246 kg/ha/Jahr in den Boden bringt. Bei Milchviehbetrieben fällt die Bilanz ebenfalls zu Gunsten des Ökobetriebes aus mit 170 kg/ha gegenüber 275 kg/ha konventionell. Eine wesentliche Ursache für diesen Unterschied liege in der Verwendung von organischem gegenüber mineralischem Dünger.

Laut Hülsbergen gebe es sowohl bei Ökohöfen als auch bei konventionellen durchaus Möglichkeiten zur Optimierung der Klimaanpassung. Auf Ökohöfen könnten Kleegras-Management, Fruchtfolgen und betriebliche Stoffkreisläufe noch effektiver eingesetzt werden. Auf konventionellen würden konservierende Bodenbearbeitung, Mulchsaaten, Zwischenfrüchte, Strohdüngung helfen. Außerdem wäre es dringend erforderlich, einen Anteil von mindestens 20% Kleegras in der Fruchtfolge anzubauen, was auch den Mineraldüngerbedarf drastisch senken würde. Der durch Leguminosen (Stickstoffsammler wie Kleegras, Erbsen, Wicken etc.) organisch gebundene Stickstoff ist im Gegensatz zum mineralischen Stickstoff kaum auswaschungsgefährdet.

Eine Ausweitung des Ökolandbaus auf 20 % der Fläche würde eine starke Entlastung bringen. Nötig sei aber auch eine Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft, z.B. mit einer flächengebundenen Tierhaltung mit Großvieh-Zahlen pro Hektar zwischen 0,7 und 1,3. Das würde nicht nur dem Klima guttun.

Prof. Dr. Thomas Ebertseder von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme, stellte die Wirkungen reduzierter Stickstoff-Düngung auf Produktivität, Bodenfruchtbarkeit und N-Austragsgefährdung dar. Die Datenbasis hierfür bildeten langjährige und zahlreiche Feldstudien des Verbands der landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA). Demnach führe eine Stickstoffdüngung, die gegenüber der Soll-Empfehlung um etwa 20 % vermindert ist, nur zu einer Ertragsminderung von lediglich bis zu 5 Prozent. Bei einer Feldstudien über 15 Jahre ergab sich folgendes Ergebnis: Eine Reduzierung der Stickstoffdüngung um 40% minderte den Naturalertrag lediglich um ca. 11 %. Der Ertrag lag zwischen 85 % bis sogar 98 % - je nach Standort. Bei Intensivfrüchten wie Weizen ist der Unterschied größer als z.B. bei Mais, Hafer, Gerste oder Zuckerrüben. Auch hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit (es wurde bei dieser Analyse lediglich die eingesparten Düngerkosten berücksichtigt!) ergab sich ein überraschendes Ergebnis: Nur wenn bei Weizen ein nach dem Proteingehalt gestaffelter Preis unterstellt wird, tritt bei der Variante "minus 40 %" der N-Düngung eine Verminderung des ökonomischen Ergebnisses von etwa drei bis vier Prozent ein. Geht man von einem einheitlichen Weizenpreis aus, unterscheidet sich das ökonomische Ergebnis praktisch nicht von der Variante mit „standorttypischer Optimaldüngung“. Jedenfalls stehe fest, so Ebertseder: "Je größer die Stickstoffzufuhr in den Boden, desto höher die Emissionen".

In der Diskussion tauchte die Frage auf, warum diese wichtigen Ergebnisse nicht in der Praxis, bei Fach- und Berufsverbänden und insbesondere der Politik, ankommen. Derzeit gebe es ja vielerlei Befürchtungen (z.B.: "Die Pflanzen verhungern bei 20 % weniger Stickstoff."). Gerade in dieser aktuellen Debatte zur Düngeverordnung könnten solche die Erkenntnisse zur Versachlichung beitragen. In diesem Zusammenhang wurde auch bedauert, dass angefragte Referierende aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium "aufgrund von Termin- und Kapazitätsproblemen" eine Teilnahme an der Tagung abgesagt hatten.  

ReferentInnen

Prof. Dr. Thomas Ebertseder
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Fakultät Nachhaltige Agrar- und Energiesysteme
Rebekka Eichstädt

Landesamt für Umwelt, Referat Klimawandelund Wasserhaushalt
Prof. Dr. Kurt- Jürgen Hülsbergen
Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme, TU München

Veranstaltungsort
Obing


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuevrliche Landwirtschaft e.V. (AbL)


Art der Veranstaltung
Tagung



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20.02.2020 - 19:00

Veränderte Wetterextreme

 

Es ist die überwiegende Prognose der Wissenschaft, dass es durch den Klimawandel mehr Wetterextreme und damit mehr wetterbedingte Naturkatastrophen geben wird. Früher als andere hat die Münchner Rückversicherung auf diese Änderung hingewiesen, damit die Versicherung sich auf regional veränderte Schadenaufkommen einstellen kann. Wie sehen ihre Analysen heute aus? Welche Rolle spielen Versicherungen bei der Antwort auf den Klimawandel – insbesondere für arme Länder, die besonders vom Klimawandel betroffen sind?

ReferentInnen

Dr. Eberhard Faust
Forschungsleiter für Klimarisiken bei Munich Re

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
8,- / erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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22.11.2019 - 13:30 bis 23.11.2019 - 17:00

Energiewende 2.0

Wege zu sauberen, sicheren und bezahlbaren Lösungen

Ein Zukunftsthema ersten Ranges – und zwar regional, national und global: der Klimaschutz. Obwohl die Wege zu diesem Ziel nach wie vor kontrovers diskutiert werden, ist eines inzwischen klar: Ohne „Energiewende“ kein Klimaschutz! Dabei darf die Energiewende nicht auf die „Stromwende“ verkürzt werden, vielmehr umfasst sie auch die Sektoren Wärme und Mobilität. Stand und Perspektiven der Energiewende waren Themen einer Tagung, die die Akademie in Zusammenarbeit mit der Petra-Kelly-Stiftung veranstaltete.Auch wenn der Eindruck manchmal ein anderer sein mag, „wir haben wirklich erst nur angefangen mit der Energiewende“, stellte Miranda Schreurs von der Hochschule für Politik München nüchtern fest. Und obwohl es sich um ein globales Problem handele, so Schreurs, lohne es sich, dass Deutschland den eingeschlagenen Weg fortsetze und ein Modell für andere Weltregionen werde. Dabei ist eines klar: Die Energiewende braucht Akzeptanz. Wobei die Grenzen von Akzeptanz gerade in der Windenergie, immerhin die wichtigste Stütze der erneuerbaren Energie, zuweilen deutlich werden. In der Energiewende treffen zwei miteinander verschränkte Megatrends aufeinander: Energieeffizienz und Digitalisierung. Gerade für strukturschwache Regionen biete sich hier eine große Chance, wie das Beispiel Bottrop Innovation City zeige. Dass Energieeffizienz funktionieren kann, zeigt Japan: Nach Fukushima, als der Strom plötzlich knapp wurde, weil vorübergehend nahezu alle Atomreaktoren abgeschaltet wurden, schafften es die Verbraucher, durch eine Vielzahl kleiner Schritte ca. 10 % des Gesamtstromverbrauchs einzusparen.

Von einer „nachlaufenden Untersteuerung“ sprach Sebastian Oberthür (Institute for European Studies, Vrije Universiteit Brussel). Er beschrieb damit den Prozess, dass zwar etwas passiere auf europäischer Ebene, aber immer zu wenig und immer zu spät. Zwar sei man beim Strom „auf einem guten Weg“, bei der Energiereduzierung von Gebäuden aber „hinterher hinkend“ und beim Thema Mobilität „stark zurück liegend“. Die Anhebung der Energieeffizienz, so konstatierte Oberthür, würde alles einfacher machen. Insgesamt könne man die Lösung des Problems nicht von der EU erwarten, aber zumindest einen guten Beitrag. Besonders die Ausweitung des Emissionshandels, wie es im „European Green Deal“ vorgesehen ist, sieht er als Instrument, dem Ziel der EU, 2050 klimaneutral zu sein, näher zu kommen.

Der Frage, wie sich Menschen entscheiden, z.B. in Bezug auf Neuerwerb oder dem Austausch einer Heizungsanlage ging die Psychologin Elisabeth Dütschke vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe nach. Dabei sind die Abwägung von Kosten und Nutzen, die individuelle soziale und normative Prägung sowie die affektive Bewertung (Angst, Wut etc.) zentrale Determinanten. Hinzu kommen Persönlichkeitseigenschaften (Offenheit für Neues, Gewissenhaftigkeit etc.) sowie Vorwissen und auch situative Faktoren (Zeitdruck, Stimmung). Im energiepolitischen Zieldreieck Klima- und Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit sowie Bezahlbarkeit sind ganz viele Leute versammelt, „die etwas Bestimmtes tun oder lassen sollen.“ Daraus bildet sich die Akzeptanz, die für die Energiewende wegen ihrer dezentralen und zahlreichen Auswirkungen auf die Menschen von grundlegender Bedeutung ist. Ca. zwei Drittel der deutschen Bevölkerung, so zeigen regelmäßige Umfragen, stimmen der Energiewende zu. Dabei wird der Solarenergie, gefolgt von Wasserkraft und Wind die höchste Akzeptanz entgegengebracht. Kohle und Kernenergie bilden mit Abstand die Schlusslichter.

 

Energiewende: Bezahlbar, natur- und sozialverträglich, sicher?

Andere Untersuchungen zeigen, dass die Zustimmung zu den erneuerbaren Energien noch höher wäre, wenn die Kosten „gerechter“ verteilt würden. Stephan Sommer vom RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, widmete sich den Kosten der Stromwende. Jährlich fallen ca. 25 Mrd. Euro absolute, direkte Kosten an, die durch die EEG-Umlage (6,5 Cent pro KWh) finanziert werden. Dieser jährliche Betrag wird bis 2023 auf 54 Mrd. Euro ansteigen, „finanziert durch die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung sowie durch den Energie- und Klimafonds.“ „Etwa zwei Drittel der Haushalte“, so Sommer, „halten die Energiewende für teuer, die Hälfte empfindet sie als ungerecht und ist mit ihrer Umsetzung unzufrieden.“ Besonders die Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der Zahlung der EEG-Umlage werden als nicht gerecht empfunden.

Darauf, dass das derzeitige Steuersystem kaum ökologische Anreize gebe, wies Kai Schlegelmilch (Forum Ökologisch-soziale Marktwirtschaft e.V., Berlin) hin. Die niedrigen Preise fossiler Brennstoffe setzen Fehlanreize. Dabei ist das Problem, „dass die Preise nicht notwendigerweise korrekt (externe Kosten bleiben unberücksichtigt) und politisch beeinflusst sind (Subventionen, Steuer- und Abgabensystem).“ Eine sinnvolle Energiesteuerreform müsste Schlegelmilch zufolge folgendes beinhalten: 1) Ausrichtung der Steuersätze im Wärme- und Verkehrssektor an Energiegehalt und CO2-Intensität, 2) Energiekomponente sektorspezifisch, CO2-Komponente sektorübergreifend einheitlich, 3) Einführung eines CO2-Mindestpreises im Stromsektor durch Ausweitung des Anwendungsbereichs der Energiesteuer auf Einsatzstoffe der Stromerzeugung, und schließlich 4) Zielgerichtete Verwendung der Mehreinnahmen (Kompensation, Strompreissenkung). Die Verteilungswirkung auf die privaten Haushalte hängt dabei entscheidend von der Verwendung der Steuereinnahmen ab: Absenkung von Strompreisbestandteilen, Auszahlung einer Klimaprämie und Investitionen.

Eine „massive aktuelle Schieflage“ mit Beschlüssen zum Ausstieg (Kern- und Kohleenergie), „aber keine konsistente Strategie für den „Einstieg“, stattdessen Schwarzer-Peter-Spiel, das Zeit und Vertrauen kostet“, konstatierte Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Die Kontroverse macht sich vor allem am Ausbau der onshore-Windenergie fest. Hier sind, obwohl ohne den massiven Ausbau der Windenergie die Stromwende nicht möglich scheint, „die Zahlen signifikant in die Knie gegangen“. „Wir wissen, was wir tun müssen, aber wir verlieren deutlich an Geschwindigkeit!“ so Fischedick. Welche Alternativen sind denkbar? Zentral in der Diskussion stehen für ihn drei Ansätze: Stärkerer Ausbau der Photovoltaik, deutliche Erhöhung der Energieeffizienz und Verbreitung von suffizienteren Lebensstilen. „Die Erhöhung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien aber auch Netzinfrastruktur stößt zunehmend auf geringere gesellschaftliche Akzeptanz.“

Erneuerbaren Strom auf allen Netzebenen zu produzieren, reicht aber nicht aus. Er muss auch zu den verschiedenen Verbrauchern (Industrie, Landwirtschaft, Endkunden) transportiert werden. Dabei haben Übertragungsnetzbetreiber wie Tennet für die Versorgungssicherheit zu sorgen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, wie Markus Lieberknecht, Pressesprecher bei Tennet, hervorhob. Das neue Stromsystem: „Lokal und manchmal in großer Entfernung zu Industriezentren und Speicheranlagen produzierte erneuerbare Energien liefern Strom in Abhängigkeit von der Witterung auf allen Netzebenen.“ Noch geringe Speichermöglichkeiten, Volatilität der Wind- und PV-Einspeisung verbunden mit dem Ausstieg aus Atomenergie und Kohleverstromung machen ein Einspeisemanagement nötig, dass in der Lage ist, im nationalen wie europäischen Verbund kritische Situationen zu meistern. Grundlage für die Energiewende, und dies ist politisch durchaus heftig umstritten, ist ein leistungsfähiges Höchstspannungsnetz, das den Windstrom aus dem Norden Deutschlands in den Süden (z.B. Südlink) leiten kann.

 

Die drei Sektoren: Strom, Wärme, Mobilität

„Die Energie- und Mobilitätswende ist mit Erneuerbaren bis spätestens 2030 möglich“, glaubt Krisztina André vom Bündnis Bürgerenergie. Sie sieht neben Windenergie, deren Ausbau allerdings in den letzten Jahren nahezu zum Erliegen gekommen ist, Photovoltaikanlagen als Schlüsseltechnologie zur dezentralen Energiewende. Jeder PV-Quadratmeter produziert laut André jährlich die Energie, die ein Elektroauto für 1000 Kilometer benötigt. Dabei sind viele Flächen für mögliche Photovoltaikanlagen noch gar nicht ausgeschöpft: Dächer, Gebäudefassaden und sogar Schallschutzwände an Autobahnen eignen sich hierfür. Als kurzfristige Zwischenspeicher könnten auch Batterien von Elektroautos dienen, die über bidirektionale Ladestationen mit dem Stromnetz verbunden sind.


Von links nach rechts: Manfred Schwarzmeier (Tagungsleitung), Jonas Jarass (Tagungsleitung), Dr. Robert Brandt, Martin Randelhoff und Krisztina André

Robert Brandt von der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin beschäftigte sich mit der Wärmewende. Damit diese gelingt, müssten neben Photovoltaikanlagen und Windrädern auch mehr Biogasanlagen gebaut werden – und das Fernwärmenetz erweitert. „Bisher erreicht Fernwärme nur fünf Prozent des Wohngebäudebestands in Deutschland“, sagte Brandt. Für den Fernwärmeausbau bestehen bisher kaum Anreize, denn der Ölpreis ist im langjährigen Vergleich niedrig. „Das liegt daran, dass die Folgen nicht eingepreist sind“, erklärte er. Zuerst aber sollte man über eine gute Hausdämmung nachdenken, denn „jede nicht verbrauchte KWh ist erstmal eine gute KWh.“

„Massive Umsetzungsprobleme“ bei der Verkehrswende beobachtet Martin Randelhoff, Mitarbeiter der TU Dortmund und Betreiber des Blogs „Zukunft Mobilität“. „Steigender Wohlstand, multilokale Lebensführung, berufliche Spezialisierung und mehr Gleichberechtigung führen zu mehr Autos und mehr Flugreisen.“ Alleine für den Luftverkehr werde für den Zeitraum 2010 bis 2030 eine Steigerung um 78,7 % prognostiziert, wobei das größte Wachstum bei „öko-sensibilisierten jungen Menschen“ gesehen werde. In Deutschland, so der Verkehrsexperte, macht der Freizeitverkehr den Hauptanteil am gesamten Verkehrsaufkommen aus. „Wir brauchen auch einen kulturellen Wandel. Es gibt noch zu viele Verkehrstabus“, betonte Randelhoff.

Manfred Schwarzmeier

(Fotos: APB Tutzing)

 

Links und Literaturhinweise:

 

·         Berichte des Weltklimarats

·         Bottrop Innovationcity

·         Energieautarkes Dorf Feldheim

·         Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft e.V.

·         Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

·         TenneT TSO GmbH

·         Bündnis Bürgerenergie e.V.

·         Agentur für Erneuerbare Energien (auch: www.waermewende.de)

·         Blog „Zukunft Mobilität“

·         Mobilität in Deutschland (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

·         Verkehr in Zahlen (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

·         Energieatlas der Heinrich-Böll-Stiftung (2018)

·         Kohleatlas der Heinrich-Böll-Stiftung (2015)

·         Böll.fakten Energiewende (2019)

ReferentInnen

Krisztina André
Vorstand, Bündnis Bürgerenergie e.V., Berlin
Dr. Robert Brandt
Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien e.V., Berlin
Dr. Elisabeth Dütschke

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe
Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick
Vizepräsident des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
Markus Lieberknecht
Pressesprecher von Tennet, Bayreuth
Prof. Dr. Sebastian Oberthür
Akademischer Direktor des Institute for European Studies (IES), Vrije Universiteit Brussel
Martin Randelhoff
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund, Betreiber des Blogs "Zukunft Mobilität"
Kai Schlegelmilch
Vorsitzender des Aufsichtsrates des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS), Berlin
Prof. Dr. Miranda Schreurs
Hochschule für Politik München
Dr. Stephan Sommer
RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Essen

 

 

Veranstaltungsort
Tutzing, Akademie für Politische Bildung, Buchensee 1


Partner

Akademie für Politische Bildung Tutzing


Art der Veranstaltung
Tagung



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