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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

06.07.2017 - 10:00 bis 17:00

Klimaschutz und Klimawandel in den Kommunen

Herausforderungen und Handlungsansätze für Politik und Planung

Klimaschutz ist nicht nur ein Thema für internationale Konferenzen und Vereinbarungen, sondern auch und gerade für Städte und Gemeinden. Denn dort, vor Ort, wirkt sich der Klimawandel aus, sei es mit Starkregenereignissen oder mit steigenden Temperaturen. Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, wo er nicht mehr aufzuhalten ist, sind deshalb ein wichtiges kommunales Handlungsfeld. Politik und Planung müssen sich darauf einstellen.

Was also können die Kommunen gegen den Klimawandel tun? Wo gibt es geeignete Ansätze, wo bereits erfolgreich praktizierte Beispiele und Modelle für gelingenden Klimaschutz? Damit wollen wir uns in dieser Tagung ausführlich befassen. Stadtentwicklung, Verkehrsplanung, kommunale Energiepolitik - das sind die wesentlichen Felder, um die es gehen wird.

Die Tagung wendet sich an alle, die fachlich und/oder politisch mit den entsprechenden Planungs- und Entscheidungsprozessen befasst sind: Planer*innen, Verwaltungsfachleute, Wissenschaftler*innen und Studierende, Kommunalpolitiker*innen, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie Verbände, Vereine und Bürgerinitiativen, die sich für den Klimaschutz engagieren.

Das Veranstaltungsfaltblatt mit den Details des Tagungsprogramms können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. 

ReferentInnen

Prof. Dr. Oscar Reutter
Wuppertal-Institut, SRL-Vorstandsmitglied

Bernd Schott
Leiter Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz, Universitätsstadt Tübingen

Roland Stulz
Mitbegründer und Senior Experte 2000-Watt-Gesellschaft, Vorsitzender des Aufsichtsrates bei Intep Integrale Planung GmbH

Norbert Zösch 
Geschäftsführer Stadtwerk Haßfurt

Dieter Gewies
1. Bürgermeister a.D., Furth bei Landshut

Hans Popp
1. Bürgermeister, Merkendorf/Mittelfranken

Claus Schwarzmann
1. Bürgermeister, Eggolsheim

Franziska Holzschuh
Redakteurin, Nürnberger Nachrichten

Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungszentrum "eckstein", Burgstr. 1-3, Raum E.01


Kosten
60,- / 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Partner

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Regionalgruppe Bayern


Art der Veranstaltung
Fachtagung


Anmeldung


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06.06.2017 - 10:30 bis 09.06.2017 - 17:30

Orte guten Lebens in Bayern

Reise in eine lebenswerte Zukunft

Das "gute Leben" hat derzeit Hochkonjunktur - selbst die Bundesregierung hat ein umfangreiches Konsultationsprojekt dazu durchgeführt. Was "gutes Leben" aber konkret bedeutet, wird selten genau definiert. Klar ist: Eine intakte Umwelt, Gesundheit, nachhaltiges Wirtschaften, gerechtes Einkommen und menschenwürdige Wohnverhältnisse gehören mit Sicherheit dazu. 

Immer mehr Menschen, in zivilgesellschaftlichen Initiativen oder in der Kommunalpolitik, in Unternehmen, Genossenschaften oder Vereinen, engagieren sich mittlerweile dafür, ihre Visionen vom guten Leben ganz konkret, vor Ort, gemeinsam mit anderen, umzusetzen. Einige dieser Projekte und Initiativen werden wir auf unserer Bildungsreise besuchen und die Vielfalt dieser Ansätze in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen kennen lernen. 

Das detaillierte Programm unserer Reise können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, deshalb bitte baldmöglichst anmelden!

Anmeldeschluss: 28. Februar 2017

Die Teilnahmegebühr beinhaltet neben dem kompletten Besuchsprogramm die Busfahrt, drei Übernachtungen mit Frühstück sowie vier Mittagessen. Abendessen sowie Getränke sind in der Gebühr nicht enthalten und werden von den Teilnehmenden selbst übernommen.

Für die Anreise nach Landshut und Rückreise von Augsburg sorgen die Teilnehmenden selbst.

Bei der Anmeldung bitte angeben, ob Unterbringung im Einzel- oder Doppelzimmer erwünscht ist.

ReferentInnen

Reiseleitung:

Peter Gack und Karin Zieg, GRIBS-Kommunalbüro

Dr. Gerd Rudel, Petra-Kelly-Stiftung

Veranstaltungsort
Start: Landshut | Ende: Augsburg


Kosten
390,- Euro (Übernachtung im Einzelzimmer) / 330,- Euro (Übernachtung im Doppelzimmer)


Partner

GRIBS-Bildungswerk


Art der Veranstaltung
Bildungsreise


Anmeldung


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05.05.2017 - 19:15 bis 06.05.2017 - 18:00

Mobilität für alle: digital - elektrisch – multimodal!

Verkehrspolitische Perspektiven für die Kommunen

Die Verkehrspolitik war und ist eines der umstrittensten kommunalen Politikfelder überhaupt. Um so wichtiger ist es, Konzepte und Modelle zu präsentieren, die eine umweltverträgliche und menschenfreundliche Mobilität für alle gewährleisten. 

Gegenwärtig befindet sich der Mobilitätssektor in einem spannenden Wandlungsprozess, den es - auch und gerade in den Kommunen - zu gestalten gilt. Dazu zählen nicht nur die rasante Entwicklung der E-Mobilität und die Folgen der Digitalisierung, sondern auch Veränderungen beim Mobilitätsverhalten. In der jüngeren, urbanen Generation spielt das Auto nicht mehr die zentrale Rolle, sondern die Nutzung vieler unterschiedlicher Verkehrsmittel. Diese „multimodale“ Orientierung muss auch in der Verkehrspolitik in den Vordergrund rücken.

Unsere Tagung befasst sich mit aktuellen Perspektiven und Ansatzpunkten, wie Mobilität effektiv, bequem und nachhaltig organisiert werden kann. Ein gut ausgebauter ÖPNV, bessere Bedingungen für den Radverkehr und die Gestaltung des öffentlichen Raums für alle Verkehrsteilnehmer*innen stehen dabei im Mittelpunkt.

Die Tagung wendet sich an alle, die fachlich und/oder politisch mit verkehrspolitischen Planungs- und Entscheidungsprozessen befasst sind: Planer*innen, Verwaltungsfachleute, Wissenschaftler*innen und Studierende, Kommunalpolitiker*innen, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie Verbände, Vereine und Bürgerinitiativen, die sich für eine moderne Mobilitätspolitik engagieren. 

Das detaillierte Programm der Tagung entnehmen Sie bitte unserem Ausschreibungsfaltblatt, das Sie hier als PDF-Datei herunterladen können.

ReferentInnen

Prof. Dr. Andreas Knie
Leitung der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Geschäftsführer des Innovationszentrums für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ)

Thomas Balser
Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, Kompetenzzentrum Landestarif

Jens-Marco Scherf
Landrat, Landkreis Miltenberg

Anja Sylvester
Dipl.-Geografin, Interlink GmbH Berlin

Thiemo Graf
Geschäftsführer Institut für innovative Städte, Kreisrat Nürnberger Land, Stadtrat und 3. Bürgermeister, Röthenbach an der Pegnitz

Katalyn Saary
Verkehrsplanerin, Büro Verkehrslösungen, Darmstadt, Sprecherin Forum Mensch und Verkehr in der SRL, Mitherausgeberin des „Handbuchs der kommunalen Verkehrsplanung“

Silke Klotzek
Stadtplanungsamt Bamberg

Veranstaltungsort
Bamberg, Bistumshaus St. Otto, Heinrichsdamm 32


Kosten
Übernachtung (im DZ) & Verpflegung: 115 € / erm. 95 € | Übernachtung (im EZ) & Verpflegung: 125 € / erm. 105 € | Teilnahme nur am Samstag (inkl. Verpflegung): 50 € / erm. 40 €


Partner

GRIBS-Bildungswerk e.V.


Art der Veranstaltung
Fachtagung


Anmeldung


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08.03.2017 - 10:00 bis 16:00

„Welche Landwirtschaft macht uns alle in Zukunft satt: „intensiv...

 

Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Weltbevölkerung ist es eine der drängendsten Fragen, mit welcher Form der Landwirtschaft und Ernährung möglichst alle Menschen satt werden. Die weltweite Intensivierung der Landwirtschaft ist keine Lösung, weil bereits jetzt ihre Kollateralschäden und externen Kosten (Verlust der Biodiversität, Nitratbelastung des Grundwassers, zu hoher Einsatz von Pestiziden und Stickstoffdünger usw.) zu hoch sind.

Die „High-Input-Landwirtschaft“ ist zudem fast immer mit Wachstum und Verdrängung kleinerer Betriebe verbunden. Der Weltagrarbericht aber betont die Wichtigkeit des Erhalts und der Stärkung vieler bäuerlicher Betriebe und Kleinproduzenten hier und weltweit.

Den Programmflyer können Sie hier herunterladen.

ReferentInnen


Katrin Wenz
wiss. Mitarbeiterin Agrarpolitik, Bund für Umwelt u. Naturschutz Deutschland - BUND

Marion Ruppaner
Agrarreferentin Bund Naturschutz in Bayern - BN

Berit Thomsen
AbL - Referentin für internationale Agrarpolitik

Dr. Nikola Patzel
Umweltwissenschaftler und Psychologe

Konrad Schmid
Ltd. Ministerialrat, BayStMELF, Leiter der Abt. für Grundsatzfragen der Agrarpolitik

Veranstaltungsort
Ampfing, Gasthof Ampfinger Hof, Marktplatz 16


Kosten
12,- Euro / 10,- Euro (Mitglieder) (Mittagessen und Getränke sind selbst zu bezahlen)


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Bayern e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung


Anmeldung


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20.02.2017 - 19:00

Steuergeschenke für den Diesel: Wie der Staat die Luftverschmutzung...

 

Fast die Hälfte aller Autos, die in den letzten Jahren in Deutschland neu zugelassen wurden, hatte einen Dieselantrieb. Das muss niemanden wundern: Schließlich wird Dieselkraftstoff hierzulande deutlich geringer besteuert als Benzin und ist damit an der Tankstelle günstiger.

Aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht zu Unrecht: Dieselfahrzeuge gehören zu den größten Luftverschmutzern in Deutschlands Städten und sind im Durchschnitt aller Neufahrzeuge nicht klimafreundlicher als Benziner. Auch die anderen Steuern im Straßenverkehr erfüllen ihre Ziele kaum. Die Steuerbefreiung von Euro-6-Dieseln verpuffte wirkungslos, weil kaum einer der Motoren in der Realität die geforderten Grenzwerte eingehalten hat. Und auch durch die Tricksereien beim CO2-Ausstoß entgehen dem Staat jährlich Steuereinnahmen in Milliardenhöhe, ohne dass das Klima oder die Atemluft besser würden.

Die Präsentation von Alexander Mahler können Sie hier herunterladen.

 

 

ReferentInnen

Alexander Mahler
Stellvertretender Geschäftsführer sowie Leiter Verkehrs- und Agrarpolitik des FÖS 

Veranstaltungsort
München, Orange Bar, Green City Energy, Zirkus-Krone-Str. 10 (6. OG)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

FÖS (Forum Ökologisch Soziale Marktwirtschaft), Regionalgruppe München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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23.11.2016 - 19:00

Das Vokabular neoliberaler Klimapolitik

 

Die Debatte um den Klimawandel und nachhaltigen Klimaschutz hat ihr eigenes Vokabular hervorgebracht. Kern dieses Vokabulars ist die Verknüpfung des Versprechens auf ungebremstes Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig reduziertem Umweltverbrauch. Diese win-win-Option soll durch marktbasierte Klimaschutzinstrumente und sogenannte grüne Technologie gewährleistet werden. Begriffe wie „Energieeffizienz“,„Klimaneutralität“, „Bioökonomie“ oder „Nullemission“ suggerieren, dass eine ressourcenintensive Wirtschafts- und Konsumweise nur einer ökologischen Modernisierung bedarf, um den Notwendigkeiten des Klimaschutzes gerecht zu werden. Obwohl die win-win-Versprechen nach zwanzig Jahren internationaler Klimapolitik noch nicht eingetreten sind, verlieren diese Begriffe bisher nichts an ihrer Überzeugungskraft.

Über zwanzig Sozialwissenschaftler*innen haben für das „Wörterbuch Klimadebatte“ untersucht, in welcher Weise ein ressourcen- und emissionsintensiver Industriekapitalismus in eine „Grüne Ökonomie“ umgedeutet wurde. Sie zeigen an über vierzig Schlüsselbegriffen, durch welche Argumente diese plausibel erscheinen und welche alternativen Entwicklungsoptionen damit gleichzeitig marginalisiert werden. 

Stefanie Baasch (Hamburg) und Sybille Bauriedl (Bonn) stellen zentrale Argumente des Buches und beispielhafte Schlüsselbegriffe vor.

ReferentInnen

Dr. Stefanie Baasch
konzepte | kommunikation | evaluation für umwelt-, klima- und energievorhaben (Hamburg)

Dr. Sybille Bauriedl  
Geographisches Institut, Universität Bonn

Moderation:
Dr. Thomas Barth (LMU München)

Veranstaltungsort
München, Buchhandlung Lost Weekend, Schellingstr. 3


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Lehrstuhl Soziale Entwicklungen und Strukturen am Soziologischen Institut der LMU München

Kurt-Eisner-Verein

Münchner Projektgruppe für Sozialforschung e.V.


Art der Veranstaltung
Buchvorstellung/Vortrag & Diskussion



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04.11.2016 - 19:00

Himalaya Umweltabend

Kritischer Wandel in Tibet

Auswirkungen des Globalen Klimawandels und Mensch-Umwelt-Beziehungen in der Himalayaregion

Dr. Eva Huintjes (Klimatologin) wird in ihrem Vortrag eine klimatische Einordnung Tibets skizzieren, dabei auf die Auswirkungen des Klimawandels auf Temperatur und Niederschlag eingehen und im speziellen die spezifischen Auswirkungen im Bereich der Kryosphäre ansprechen.
Andreas Printz (Landschaftsökologe und Sprecher der Regionalgruppe Freising der Tibet Initiative Deutschland e.V.) wird sich in seinem Beitrag mit den anthropogen verursachten Veränderungen auf Ökologie und Gesellschaft befassen.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer.

ReferentInnen

Dr. Eva Huintjes
Klimatologin
Andreas Printz
Landschaftsökologe und Sprecher der Regionalgruppe Freising der Tibet Initiative Deutschland e.V.

Veranstaltungsort
München, Orange Bar, Zirkus-Krone-Straße 10


Kosten
5,- Euro


Partner

Tibet Initiative Deutschland e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag



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04.10.2016 - 19:00 bis 22:30

Cool bleiben: Auf geht's! - Gemeinsam handeln für Klimaschutz

Auftakt des 10. Münchner Klimaherbstes

Über 190 Delegierte einigten sich im Dezember 2015 in Paris - wider Erwarten - auf ein gemeinsames Folgeabkommen zum Kyoto-Protokoll. Der große Durchbruch in Sachen Klimaschutz ist also geschafft? Keineswegs! Die Frage, wie die hehren Ziele erreicht werden können, bleibt offen.

So brauchen wir nun, neben einer stringenten Klimaschutzpolitik und einer Neugestaltung der Wirtschaft hin zu nachhaltigem Handeln, besonders Bürgerinnen und Bürger, die sich ihrer Verantwortung für das Gemeinwesen bewusst sind, Ideen entwickeln und (mit)gestalten dürfen, denn: "Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Entwicklung funktionieren nicht ohne und schon gar nicht gegen die Betroffenen und Bürger", sagt Prof. Claus Leggewie vom Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen - und weiter: "Doch manche behaupten, es funktioniere auch nicht mit ihnen, weil das zu viel Zeit und Energie koste."

Wie jedoch verantwortliche Bürgerbeteiligung organisiert sein muss, skizziert der Vortrag von Claus Leggewie.

Die Wechselwirkung von Politik, Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement sowie Wege einer konstruktiven Zusammenarbeit werden im Anschluss im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Antje von Dewitz, geschäftsführende Gesellschafterin von VAUDE Sport GmbH & Co. KG, und Luise Neumann-Cosel, Vorstandsmitglied von Bürgerenergie Berlin eG, diskutiert.

Nur durch das Realisieren der gemeinsamen Verantwortung für Mensch und (Um-)Welt, kann die globale Herausforderung des Klimawandels effektiv bewältigt werden.

ReferentInnen

Prof. Dr. Claus Leggewie 
Professor für Politikwissenschaften und Leiter des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen
Foto: Volker Wiciok / Bildrechte: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

Antje von Dewitz
Geschäftsführende Gesellschafterin VAUDE Sport GmbH & Co. KG)

Luise Neumann-Cosel
Vorstandsmitglied Bürgerenergie Berlin eG

Grußworte 
Dieter Reiter  
Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

Alexander Rossner
Vorstand Netzwerk Klimaherbst e.V.

Moderator 
Achim Bogdahn
Journalist, Bayerischer Rundfunk

Veranstaltungsort
München, Muffatwerk, Zellstr. 4


Kosten
Eintritt frei - Anmeldung unter Telefon: (089) 600 352 – 91


Partner

Netzwerk Klimaherbst e.V.

Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München

Münchner Forum Nachhaltigkeit


Art der Veranstaltung
Vortrag und Podiumsdiskussion / anschl. get together



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26.09.2016 - 19:00

Willkommensstadt: Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden

 

Deutschland entwickelt sich zum Einwanderungsland.

Angesichts des Zuzugs von Flüchtlingen stellt sich die Frage nach ihrer menschenwürdigen Unterbringung. Während Bauträger und Architekten Bauinitiativen mit dem Motto "Wohnraum für alle" ins Leben rufen, meint Daniel Fuhrhop: "Neubau für Neubürger ist angesichts bundesweiter Leerstände nicht nötig und behindert das Ziel, eine neue Gemeinschaft zu gründen."

Wie aber lassen sich unsere Städte zu weltoffenen, lebendigen Orten der Begegnung entwickeln – zu Willkommensstädten, in denen wir selber gern leben?

ReferentInnen

Daniel Fuhrhop
Autor des Blogs und Buches Verbietet das Bauen! Eine Streitschrift, 2015, und Die Willkommensstadt. Wie wir Flüchtlinge unterbringen und unsere Städte beleben, 2016

Hinrich Böttcher
Dipl. Ing. Architekt , MWUENRDK - Kommunikation für die Immobilienwirtschaft, einer der Initiatoren von "Wohnraum für alle"

Moderation:
Laura Weissmüller
Architekturkritikerin, SZ (angefragt)

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
5,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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01.07.2016 bis 02.07.2016

Der Landkreis Miltenberg und die Rahmenbedingungen grün-alternativer...

 

Im Rahmen unserer Bildungsreisen befassen wir uns seit Jahren mit den Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten grün-alternativer Kommunalpolitik in Bayern. Die Wahl Jens Marco Scherfs zum Landrat im Jahr 2014 war Anlass genug, uns im Landkreis Miltenberg im äußersten Nordwesten Bayerns umzusehen.

Im Rahmen einer Führung durch Miltenberg konnten die Teilnehmenden die Geschichte der Kreisstadt kennen lernen und erste Eindrücke über die spezifischen Bedingungen für die kommunalpolitische Arbeit dort sammeln. Der 1. Bürgermeister der Stadt, Helmut Demel (im Bild rechts), informierte anschließend ausführlich über die seit Jahrzehnten andauernden Bemühungen um eine Verbesserung beim Hochwasserschutz.  Gerade in Zeiten des Klimawandels und immer häufigerer Starkregen-Ereignisse sei das für die direkt am Main liegende Stadt geradezu lebenswichtig.  Am Tag des Besuchs wurde die neue Hochwasserschutzmauer feierlich eröffnet, die in jahrelanger Bauzeit (Beginn der Planungen: 1999!) und mit Investitionen von rund 30 Mio. Euro errichtet wurde. Dabei sollten die wichtigen Blick- und Wegebeziehungen von der Stadt zum Main durch den Hochwasserschutz nicht behindert werden. Auf rund 600 Metern Länge tritt die massive Hochwasserschutzwand nur als 90 Zentimeter hohe Brüstung in Erscheinung. Diese bietet Schutz bis zu einem 25-jährlichen Hochwasser. Für das Schutzziel bis zu einem hundertjährlichen Hochwasser können bei Bedarf 220 Stahlstützen mit einer Höhe von 1,40 Metern aufgeschraubt werden. Dazwischen können über 2.600 Aluminiumbalken eingeschoben werden, die dann eine mobile Schutzwand bilden. Ein mobiles System kann hier angewendet werden, weil die Hochwasserwellen des Maines lange Laufzeiten aufweisen und so genügend Zeit für den aufwändigen Aufbau des Schutzsystems bleibt.

In einer anschließenden Gesprächsrunde mit Jens Marco Scherf (im Bild links) und etlichen Kreis- und Gemeinderät*innen konnten die Rahmen- und Erfolgsbedingungen für grün-alternative Kommunalpolitik vor Ort ausführlich diskutiert werden. Scherf nannte dabei v.a. die Wirtschafts- und Bildungspolitik als wichtige Anliegen. Nur wenn es gelinge, eine berufliche Perspektive in der Region zu bieten, könne der Wegzug qualifizierter junger Menschen aus dem Landkreis auf Dauer vermieden werden.

Miltenberg: Die historische Altstadt ist nicht nur eine touristische Attraktion. Der Landkreis bemüht sich auch um eine nachhaltige Wirtschaftsstruktur.

Wie das konkret aussehen kann, erfuhren die Teilnehmenden im Rahmen einer ausführlichen Betriebsbesichtigung bei der Firmengruppe Erbacher-Josera im benachbarten Kleinheubach. Erbacher produziert Getreideprodukte: Zutaten zur Weiterverarbeitung, aber auch fertige Produkte wie süße Schokoladensnacks, herzhafte Snacks und Müsli. Viele Produkte werden auch in glutenfreier Qualität und in Bio-Qualität hergestellt. Josera stellt Tierfutter her, sowohl für Haustiere (neuerdings auch vegetarisches Hundefutter!) als auch Futtermittel für die Landwirtschaft. In einem betriebseigenen Labor werden aufwändige Analysen (z. B. Mikrobiologie, Schwermetalle) durchgeführt, die dem Qualitätsstandard für Prüflabors auf dem Niveau der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalten entsprechen.

Beeindruckend sind die Anstrengungen der Firmengruppe auf dem Gebiet des Umweltschutzes: So verfügt Josera über einen privaten Gleisanschluss, der dazu beiträgt, bis zu 40.000 Jahrestonnen von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Mit einem in diesem Ausmaß weltweit einmaligen Hochregallager aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz, das aus regionaler Forstwirtschaft stammt, wurde ein weiteres Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit gesetzt. Vorbildlich ist auch das Energiemanagement mit eigener Kraft-Wärme-Kopplung.

In der Diskussion wiesen die Geschäftsführer Burkard und Frank Erbacher auf die Wichtigkeit verlässlicher Rahmenbedingungen als Grundvoraussetzung für ein regionales Familienunternehmen im globalen Wettbewerb hin. So sei das hauseigene BHKW auf der Grundlage der damals geltenden Ökosteuer- und EEG-Gesetze geplant und ausgelegt worden. Der Kahlschlag am EEG, wie er von der derzeitigen Bundesregierung vorgenommen wurde, habe diese Planungsgrundlage vollkommen untergraben.

Burkard Erbacher wies abschließend auf die von der Firma gegründete Stiftung hin, die sich international beim Aufbau und der Unterstützung lokaler landwirtschaftlicher Strukturen und der Förderung der Wertschöpfung vor Ort (z.B. in Uganda und Tansania) engagiere.

Fotos: Renate Grasse

ReferentInnen

Jens Marco Scherf
Landrat, Landkreis Miltenberg

Helmut Demel
1. Bürgermeister, Miltenberg am Main

Burkard und Frank Erbacher
Geschäftsführer, Erbacher Gruppe

Dorothea Zöller
Gästeführerin, Miltenberg

Veranstaltungsort
Miltenberg


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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