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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

27.02.2018 - 19:30

Der Kosovo am Scheideweg

 

10 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung sind die Fortschritte im Land selbst und auch am Weg in Richtung Mitgliedschaft in der Europäischen Union nicht so weit gediehen, wie dies im Februar 2008 erwartet und gewünscht wurde. Ulrike Lunacek berichtet von Fortschritten und Rückschlägen: im Kosovo selbst, in der Region, und in der Europäischen Union; von Nicht-Anerkennern, von fadenscheinigen Argumenten und unsachlichen Blockaden - aber auch vom ehrlichen Engagement von vielen für Verbesserung. Und sie analysiert die derzeitigen Aussichten für den Erweiterungsprozess aller sechs Staaten Südosteuropas, angesichts von Brexit, Solidaritätskrise (vulgo Flüchtlingskrise) und geopolitischen Interessenslagen.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Veranstaltungsflyer.

ReferentInnen

Ulrike Lunacek

von 2009-2017 Europa-Abgeordnete der österreichischen Grünen sowie Berichterstatterin des Europaparlaments für den Kosovo, 2014-2017 Vizepräsidentin des Europaparlaments.
Autorin des im Februar 2018 im Lojze-Wieser-Verlag erscheinenden Buches über ihre acht Jahre Arbeit als Kosovo-Berichterstatterin des Europäischen Parlaments.

Veranstaltungsort
München, Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31a, Große Aula


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit der InitiativGruppe - Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V., der Bayerisch-Kosovarischen Gesellschaft e.V. und dem Verein Albanischer Frauen e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag


Eine Anmeldung ist nicht erforderlich


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19.02.2018 - 19:00

[Ausgebucht] Inside Donald Trump's Washington

Die Konflikte zwischen Präsident, Kongress, Justiz und Medien als Herausforderung und Chance für Europa

Wer in Washington lebt, nimmt Donald Trumps Präsidentschaft anders wahr als aus der deutschen Zuschauerperspektive: als permanenten Kampf zwischen Weissem Haus, Kongress, Justizwesen und Gesellschaft. Seine politischen Manöver und Tweets lösen auch in den USA Empörung aus. Aber die "Checks and Balances" funktionieren. Der Kongress und die Gerichte setzen ihm Grenzen. Die Medien durchleuchten furchtlos das Regierungshandeln. Ein vorzeitiges Amtsende durch Impeachment ist wenig wahrscheinlich. Er kann zudem einige Erfolge vorweisen, von der Wirtschaftsentwicklung über die Steuerreform bis zur Ernennung konservativer Richter. Trump bleibt im Amt und wird die USA für längere Zeit prägen. Deutschland und Europa sollten sich darauf einstellen und eine strategische Antwort finden, wie sie ihre Interessen verteidigen.

DIE VERANSTALTUNG IST AUSGEBUCHT!

Aufgrund begrenzter Raumkapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich!

ReferentInnen


Christoph von Marschall

Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel; arbeitet zur Zeit als erster Helmut-Schmidt-Stipendiat der ZEIT-Stiftung und des German Marshall Fund of the US in Washington an einer Studie über die Zukunft der Transatlantischen Beziehungen.

Veranstaltungsort
München, Amerikahaus, Barer Str. 19a


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Stiftung Bayerisches Amerikahaus gGmbH


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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18.02.2018 - 15:00

Die 54. Münchner Sicherheitskonferenz

Eine Nachbetrachtung

Unmittelbar nach Ende der 54. Münchner Sicherheitskonferenz (16.-18.02.18) wollen wir mit Teilnehmenden die Konferenz wieder aus deutscher Perspektive bewerten. Wie in den Vorjahren soll damit etwas mehr Transparenz gegenüber der kritischen Öffentlichkeit geschaffen werden.
Was waren die herausragenden Themen der diesjährigen Sicherheitskonferenz, was wird von Deutschland erwartet, welche Antworten sollte die deutsche Politik formulieren?

ReferentInnen

Agnieszka Brugger, MdB
Stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/ DIE GRÜNEN im Bundestag
Andreas Zumach
freier Journalist, Genf, internationaler Korrespondent der taz
Jackson Janes
President, American Institute for Contemporary German Studies, Johns Hopkins University, Washington, DC
Ruth Aigner
Leiterin der Fachstelle Weltkirche in der Diözese Regensburg, Konferenzbeobachterin für die Projektgruppe Münchner Sicherheitskonferenz Verändern e.V.   

Moderation: Jutta Prediger, Hörfunkredakteurin, Bayerischer Rundfunk

Veranstaltungsort
München, Künstlerhaus am Lenbachplatz, Lenbachplatz 8, Clubetage


Kosten
Eintritt frei


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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15.02.2018 - 18:00

Donald Trump bleibt. Lehren aus dem ersten Amtsjahr und die Folgen...

Vortrag und Diskussion

Mit seinen politischen Manövern und Tweets löst der US-Präsident Unverständnis, Spott und Zorn in der deutschen Öffentlichkeit aus. Ein vorzeitiges Amtsende durch Impeachment ist jedoch nicht wahrscheinlich. Er kann zudem einige Erfolge vorweisen, von der Wirtschaftsentwicklung über die Steuerreform bis zur Ernennung konservativer Richter. Trumps Präsidentschaft wird die USA für längere Zeit prägen. Deutschland und Europa sollten sich darauf einstellen und eine strategische Antwort finden, wie sie ihre Interessen verteidigen.

ReferentInnen


Christoph von Marschall

Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion des Tagesspiegel; arbeitet zur Zeit als erster Helmut-Schmidt-Stipendiat der ZEIT-Stiftung und des German Marshall Fund of the US in Washington an einer Studie über die Zukunft der Transatlantischen Beziehungen.

Veranstaltungsort
Nürnberg, Friedrich-Alexander-Universität, Findelgasse 9, HS 0.015


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Lehrstuhl Auslandswissenschaften, Englischsprachige Gesellschaften an der Friedrich-Alexander Universität, Erlangen-Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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01.02.2018 - 19:00 bis 21:00

Flüchtlinge im Mittelmeer

zwischen Grenzsicherung und Sicherung der Menschen

Die Bilder von ertrunkenen Flüchtlingen kurz vor den Küsten von Lampedusa sind jedem bekannt. In den letzten Jahren haben sich an der Überwachung der europäischen Grenze im Mittelmeer sehr unterschiedlichen Akteure beteiligt: zunächst Italien mit der Operation „Mare Nostrum“, dann FRONTEX mit der Operation „Triton“. Inzwischen sind viele NGOs im Mittelmeer für die Notseerettung von Flüchtlingen aktiv. Im Februar 2017 erreichten Italien und Libyen eine Verständigung: Die Italiener bilden die libysche Küstenwache aus, unterstützen sie finanziell und die Libyer fangen Schlepperboote ab, bevor sie in internationale Gewässer gelangen. Doch Menschen versuchen immer noch diese gefährliche Reise auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen zu unternehmen.

Wir diskutieren darüber mit dem Gründer von Sea-Eye (ein Verein aus Regensburg, im Mittelmeer aktiv mit dem Hauptziel, schiffbrüchige Flüchtlinge auf ihrer gefährlichen Flucht nach Europa zu retten) und den Experte für die Europäische Mittelmeerpolitik

Für den Rückblick: wir haben die ganze Veranstaltung live auf Facebook gestreamt! Ab der Minute 9.00 sind wir hörbar.

ReferentInnen

Michael Bauer

stellv. Vorsitzender von Middle East and International Affairs Research Group e.V. (MEIA), München

Michael Buschheuer

Gründer von Sea-Eye e.V., Regensburg

Veranstaltungsort
München, Lost Weekend, Schellingstrasse 3


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Vorträge mit anschließender Diskussion



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27.01.2018 - 10:30 bis 16:45

Zäune für Afrika?

Migrationsbewegungen in und aus Afrika

Friedenspolitische Tagung zur Münchner Sicherheitskonferenz 2018

Es ist absehbar, dass die Migrations- und Flüchtlingsbewegungen aus Afrika – insbesondere der Subsahara-Region – zunehmen werden. Klimawandel, starkes Bevölkerungswachstum und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit wirken hier als Schubkräfte. Europa rüstet sich: Neben dem Frontex-Einsatz im Mittelmeer werden in Afrika selbst zunehmend Zäune und Sperranlagen errichtet, um Wanderungen zu unterbinden. Doch was als Schutz wirken soll, kann kontraproduktive Nebenwirkungen entfalten: Die Zäune entstehen in Zusammenarbeit mit fragwürdigen Regimen. Grenzen erschweren auch den innerafrikanischen Austausch. Erhöhung der Hindernisse stärkt auch das Schlepperwesen. Und die Finanzmittel – in welcher Höhe? – werden nicht in zukunftsweisende Lösungen und Entwicklungen investiert.

Die Tagung befasst sich daher mit folgenden Fragen

  • Welche Migrationsbewegungen sind aus welchen Gründen derzeit innerhalb Afrikas und von Afrika nach Europa unterwegs?
  • Wo entstehen die neuen Sperranlagen und Zäune?
  • Wer entscheidet über sie? Wer baut und wer finanziert sie? Was bewirken sie?
  • Sind sie kontraproduktiv für eine wirkliche Entwicklung? Oder sind sie zeitweise notwendig, bis eine reale wirtschaftliche Verbesserung der Lebensmöglichkeiten in Afrika geschaffen ist? Wie aber kann diese geschaffen werden?


Weitere Informationen sowie das genaue Programm finden Sie im Flyer zur Tagung.

ReferentInnen

Sophia Wirsching
Sophia Wirsching ist seit 2009 als Referentin für Migration und Entwicklung für Brot für die Welt tätig. In enger Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen engagiert sie sich für bessere Lebensbedingungen. Sie setzt sich in ihrer Arbeit gegen Menschenrechtsverletzungen und Fluchtgründe wie Gewalt, Armut und die Folgen des Klimawandels ein. Zu ihren Tätigkeiten zählt ebenfalls, den Menschenrechtsschutz für Migrantinnen und Migranten in Transit- und Zielländern zu verbessern. Sie hat politische Wissenschaften und Soziologie studiert.

Hier findet man den Mitschnitt aus ihrem Vortrag und hier die Präsentation.

Hier noch ein Protokoll der Diskussion.

Dr. Judith Vorrath
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik, Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Berlin. Sie arbeitet zu verschiedenen Aspekten von Frieden und Sicherheit in Subsahara-Afrika, in den letzten Jahren insbesondere zu transnationaler organisierter Kriminalität in Westafrika. Unter anderem führte sie in den letzten zwei Jahren ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördertes Forschungsvorhaben zu illegalen Ökonomien in afrikanischen Grenzgebieten durch. Vor 2013 war Judith Vorrath post-doc Fellow an der SWP, dem U.S. Institute of Peace in Washington D.C. und dem European Union Institute for Security Studies in Paris. Ihre Promotion schloss sie 2010 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ab, wo sie seit 2005 als Assistentin am Center for Security Studies beschäftigt war. Sie war zudem Mitarbeiterin in einem Projekt des Schweizer Nationalfonds zu Demokratisierung in ethnisch gespaltenen Gesellschaften, in dem sie vor allem zur afrikanischen Große Seen Region forschte. Von 2001 bis 2005 war Judith Vorrath Wissenschaftliche Referentin der Stiftung Entwicklung und Frieden in Bonn.

Hier findet man den Mitschnitt aus ihrem Vortrag und ein Protokoll des Vortrages und der Diskussion.

Barbara Lochbihler
MdEP Bündnis 90/Die Grünen, Schwerpunkt Außenpolitik und Menschenrechte

Gerald Knaus
European Stability Initiative, Berlin – Brüssel – Istanbul
Gerald Knaus (Österreich) ist Vorsitzender der Europäischen Stabilitätsinitiative (ESI). Er studierte in Oxford, Brüssel und Bologna und unterrichtete Wirtschaftslehre an der Staatlichen Universität von Tschernowitz in der Ukraine und arbeitete in Bosnien fünf Jahre lang für verschiedene NGOs und internationale Organisationen. Er war Direktor der Lessons Learned and Analysis Unit (LLA) der EU-Abteilung von UNMIK in Kosovo (2001-2004). Er veröffentlichte viele Artikel, die breite Debatten hervorriefen, zuletzt "The Merkel Plan" (2015) und "The Rome Plan" zur Flüchtlingskrise und "The European Swamp" (2016) zu Korruption im Europarat. Er ist zudem Mitverfasser des Buchs "Can Intervention Work?" (2011), sowie von über 90 ESI-Berichten und 12 Film-Skripten für Fernsehdokumentationen zu Südosteuropa. Er ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und war für fünf Jahre Associate Fellow am Carr Center for Human Rights Policy der Harvard University Kennedy School of Governance in den USA, wo er 2010/2011 zu State Building und Interventionen unterrichtete. 2016/2017 war er Mercator-IPC Senior Fellow in Istanbul. Er lebt in Berlin und Istanbul und schreibt den Blog www.rumeliobserver.eu.

Weitere Informationen über die European Stability Initiative findet man unter folgenden Links:

- Wikipedia Seite

- Bericht über den "Türkeideal"

- Webseite von ESI in deutscher Sprache

Christian Jakob
Co-Autor des Buches „Diktatoren als Türsteher“

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
15,- / 10,- Euro (inkl. Imbiss)


Partner

Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik | Evangelische Stadtakademie München | Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg | Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung der Universität der Bundeswehr München


Art der Veranstaltung
Tagung



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18.01.2018 - 19:30

Aufrüstung oder Friedenslogik?

Die Kontroverse um das Zwei-Prozent-Ziel der NATO

Beim NATO-Gipfel 2014 wurde das Ziel bekräftigt, mittelfristig zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben. Ein Bericht der Münchner Sicherheitskonferenz greift diese Forderung im Hinblick auf eine Stärkung gemeinsamer europäischer Rüstungsanstrengungen auf. Ist dies die richtige Antwort auf die wachsende Zahl an Krisen in der Welt? Bringt eine unilaterale Aufrüstung durch die NATO- und EU-Staaten einen Gewinn an Sicherheit? Gibt es friedenslogische Antworten auf die aktuelle Weltlage?

ReferentInnen

Dr. Ute Finckh-Krämer
Bund für Soziale Verteidigung, MdB a.D., Berlin
Dr. Benedikt Franke
Chief Operating Officer, Münchner Sicherheitskonferenz
Dr. Max M. Mutschler
BICC Internationales Konversionszentrum Bonn

Moderation: Dr. Thomas Mohr (Projektgruppe "MSK verändern" e.V.)

Veranstaltungsort
München, Hotel Bayerischer Hof, Promenadeplatz 2-6


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern" e.V.


Art der Veranstaltung
Podiumsgespräch



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04.12.2017 bis 09.12.2017

Grenzgaenge: Mut zu Widerstand und Vielfalt

 

Das Grenzgaenge Filmfest zeigte elf Filmprojekte, deren gemeinsamer Kristallisationspunkt es ist, Grenzen in ihren verschiedenen Bedeutungen und Dimensionen nachzuspüren. Die Filme zeichneten Bilder und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Sie zeigten Menschen, die in kleinen Alltäglichkeiten oder in global gedachten Maßstäben Mut beweisen, Vielfalt verteidigen oder Widerstand leisten. Die Filmgespräche und Veranstaltungen erzählten Geschichten von Menschen, die auf der Suche sind und dabei Möglichkeiten finden, mit Hürden umzugehen und Grenzen zu überwinden. Sie hielten Eindrücke fest, die Impuls sein können zu Reflexion und aktivem Handeln. 

Ziel aller Filme war es, die Potentiale und die Bereicherung von Diversität zu erkennen. So sollten Gemeinsamkeiten zu einem Mitglied einer bislang diskriminierten Gruppe erkennbar und Handlungsansätze für bestehende Problematiken gefunden werden.

Bei vier der Filmvorführungen waren außerdem externe Gäste eingeladen, die zu einer Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung standen. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung mit dem Film "Women Sense Tour" waren auch die beiden Regisseurinnen Sarah Zouak und Justine Devillaine anwesend. Sie waren ein halbes Jahr mit der Kamera durch sechs muslimisch geprägte Länder gereist, um dort feministische Muslima zu porträtieren. Auf dem Filmfest zeigten sie die erste Etappe, Marokko. In der Diskussionstand nicht nur der  Film selbst zur Debatte, sondern auch die Situation von Muslima in Frankreich und die Korrelation zwischen Feminismus und dem muslimischen Glauben.

Im Anschluss an den Film "Gayby Baby" konnte mit Vertreter*innen der Münchner Organisation LesMamas und von Pro Familia Passau über die Erfahrungen von Kindern gleichgeschlechtlicher Paare diskutiert werden. 

Zu dem georgischen Film "I didn’t cross the border, the border crossed me", der sich mit dem Grenzkonflikt zwischen Georgien und Südossetien befasste, war der Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik, Prof. Dr. Bernhard Stahl der Universität Passau, als sachkundiger Gesprächspartner eingeladen. Er gab nicht nur grundlegende Informationen zum Grenzkonflikt, sondern trug auch dazu bei, die subjektive Wahrnehmung der in der Dokumentation dargestellten Protagonisten kontextuell einzubetten.

Im Anschluss an die Dokumentation "Seefeuer", die sich mit dem Zusammenleben von Geflüchteten und "Alteingesessenen" auf der Insel Lampedusa beschäftigt, war es ein Repräsentant der Organisation SeaWatch, der die Fragen des Publikums zur Seenotrettung und zur anschließenden Unterbringung von Geflüchteten beantwortete.

Vor der offiziellen Eröffnung des Filmfests fand bereits eine Filmvorführung der Dokumentation "Tomorrow" statt, die vor allem an Schulklassen gerichtet war. Die Kooperation mit einer Schulklasse und einer Schülervertretung sah in einem ersten Schritt das gemeinsame Schauen der Dokumentation vor, die sich in fünf Kapiteln mit globalen Problemen beschäftigt und lokale Lösungsansätze und Projekte vorstellt. In einem zweiten Schritt fanden in der Woche nach dem Filmfest zweistündige Workshops mit den einzelnen Schulklassen statt, in denen sich die Schüler*innen vertieft mit den einzelnen Kapiteln des Films beschäftigten.

Zum Abschluss der Filmfest-Woche wurde erstmals ein "Public Living Room" im Cafe Museum durchgeführt. In insgesamt zwei Durchläufen wurde hierbei die Kurzfilmreihe "Out of Place" gezeigt, ein deutsch-israelisches Filmprojekt mit vielfältigen Themen wie Religion, Behinderung oder Migration. Das Konzept des Public Living Room ermöglichte es den Anwesenden, in entspannter Atmosphäre die gezeigten Filme zu diskutieren.

Empfohlene Weblinks

filmfestgrenzgaenge.wordpress.com

Veranstaltungsort
Passau


Partner

AStA/SprecherInnenrat der Universität Passau


Art der Veranstaltung
Filmfest



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03.12.2017 - 08:00 bis 07.12.2017 - 19:00

Das politische Brüssel vor Ort erleben: Wie funktioniert das...

Bildungsreise nach Brüssel

Sechzig bis achtzig Prozent der Rechtsetzung – auch jene auf der Ebene der Nationalstaaten – sollen ihren Anfang in der EU haben. Ob diese Zahl nun wirklich valide ist oder nicht: Die europäische Politikebene wird für die UnionsbürgerInnen immer wichtiger, auch wenn Brüssel oft weit entfernt und undurchschaubar erscheint.

Die Bildungsreise wird zunächst der Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise der Hauptorgane der EU dienen. Zudem wird sie den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, über die Funktionsweise des Dreigestirns Rat, Kommission und Parlament hinaus zu blicken. Neben einem Treffen mit Barbara Lochbihler, der Teilnahme an einer Fraktionssitzung und Besuchen des Büros der Heinrich Böll Stiftung und der Green European Foundation in Brüssel, wird die Arbeit von Medien in einer europäischen Öffentlichkeit ebenso thematisiert, wie die Tätigkeit von Lobbyorganisationen und deren Legitimität in Brüssel am Beispiel des DGB.   

Weitere Informationen zur Reise finden Sie in unserem Programm.

Anmeldeschluss ist der 24.10.2017

Veranstaltungsort
Brüssel


Kosten
275,- Euro (EZ-Zuschlag: 140,- Euro | Ermäßigung für Studierende, Auszubildende etc.: 50,- Euro) Inklusive Ü/F, An- und Abreise im modernen Reisebus, zwei gemeinsamen Abendessen, Mittagessen im Parlament und allen Eintritten


Partner

Europäische Akademie Bayern e.V.


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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28.11.2017 - 19:00

Trump und Putin, Nordafrika und der Nahe Osten

Wie wirken sich neue politische Konstellationen auf die Krisenregionen aus?

Seit Donald Trump US-amerikanischer Präsident ist, bekommt das weltpolitische Beziehungsgeflecht eine ganz neue Dynamik. Gerade das Zusammenspiel mit Wladimir Putin und der russischen Regierung hat besondere Auswirkungen auf jene Länder, in denen vor einigen Jahren die Arabellion eine optimistische Entwicklung versprach. Ob wir nach Nordafrika oder in den Nahen Osten schauen, nach Syrien und zur Türkei mit den jeweils spezifischen Konfliktlagen, sehen wir schier unlösbare konflikthafte Verflechtungen.

Wird durch Trump und Putin alles schlimmer? Oder weist deren unorthodoxe Herangehensweise vielleicht sogar einen Weg zum Frieden?

Unter diesem Link finden Sie unseren Veranstaltungsrückblick mit weiteren Literaturempfehlungen

ReferentInnen

Andreas Zumach
freier Journalist, Genf, internationaler Korrespondent der taz.

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
8,-/ erm. 7,- Euro (SchülerInnen und Studierende bis 30 Jahre frei)


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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