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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

13.07.2016 - 17:00 bis 21:00

Ladies Lunch: Frauen und Arbeit

Modelle für mehr Gerechtigkeit

Die Berufstätigkeit von Frauen und Männern unterscheidet sich nach wie vor deutlich. Frauen unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger und stellen den Großteil der geringfügig Beschäftigten. In Führungspositionen und auf Vollzeitstellen dominieren nach wie vor Männer. 

  • Welche Arbeitszeitmodelle und Arbeitsformen sorgen für mehr Gerechtigkeit für alle? 
  • Welche Chancen bieten Selbstständigkeit, die sogenannte „Kleine Vollzeit“ oder Lebensarbeitszeitkonten?

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen und unseren Expertinnen Dr. Verena Di Pasquale und Dr. Sina Brübach-Schlickum!

Danach laden wir Sie herzlich ein, bei einem Glas Sekt und einem kleinen Buffet mit den anderen Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen und Ihr Netzwerk zu erweitern.

Die Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Frauen.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

ReferentInnen

Dr. Verena Di Pasquale
Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Bayern 

Dr. Sina Brübach-Schlickum  
Gründerin und Geschäftsführerin des Combinat 56 - Coworking Space, München

Begrüßung:
Sigi Hagl (Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern)

Moderation:
Silke Rapp

Veranstaltungsort
München, Der Pschorr, Viktualienmarkt 15, Theresiensaal



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30.04.2016 - 11:00 bis 01.05.2016 - 17:00

6. Femfest in Würzburg

Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht

Queer-feministisches Festival mit Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussion.

Programm:

Samstag
Beginn: 11:00 Uhr

- Sineb El Masrar
(Autorin: Emanzipation im Islam, Muslim Girls, Mitbegründerin des ersten multikulturellen Frauen-Magazins „Gazelle“)

- Tarik Tesfu Videokolumnist
(„Tariks Genderkrise“)

-Christine Ott
(Geschlechtersensible Sprache - was ist das? Zu Möglichkeiten und Schwierigkeiten) 

- Doris Aschenbrenner
(Workshop zu Wikipedia, Schreiben von Beiträgen etc.)

- Regina Kleinhenz
(Yoga-Workshop: Yoga bei PMS & Regelschmerzen)

- Workshop: Skateboard für absolute Anfänger*innen

- Podiumsdiskussion/Arbeitstitel:
„Stereotype - brechen, ignorieren oder neu ordnen?“

- Vegane Vokü

Sonntag
12 Uhr-17 Uhr

Workshop mit Lena Försch:
Selbstbewusst Auftreten, Status & Körpersprache

Ausführliche Infos zum Programm finden Sie auf der Webseite des Festes.

(begrenzte Teilnehmer*innenzahl, Voranmeldung bis zum 15.04.2016 an femfestwue@googlemail.com)

ReferentInnen

CAIRO, Jugendkulturhaus Würzburg

Veranstaltungsort
Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo, Fred-Joseph-Platz 3


Kosten
Eintritt frei!



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30.10.2015 - 13:00 bis 31.10.2015 - 18:15

radikal und widerständig – riskantes Denken und feministische Praxen

Tagung

von Agnes Lang

Die Tagung „Radikal und widerständig – riskantes Denken und feministische Praxen“ wurde anlässlich des 30sten Geburtstages der FAM konzipiert. Zentral war die Frage danach, wie radikal und widerständig die Frauenbewegungen auch im Jahr 2015 noch oder wieder ist und welche Akteur_innen und gesellschaftliche Bewegungen in heutigen feministischen Umfeldern dementsprechend zu finden sind. 

Mit vier Themenschwerpunkten war es dem Tagungsteam ein Anliegen, das Feld für widerständiges und radikales Denken und Handeln möglichst breit aufzuzeigen:

  • Feministische Ökonomie, Ökofeminismus und Queer Ecologies
  • Netzfeminismus
  • Internationale Frauensolidarität im Spannungsfeld von Rassismus und postkolonialem Feminismus
  • Subversive Körper – Überwindung von Sexismus und Heteronormativität?

Birgit Erbe, Geschäftsführerin der FAM, begrüßte die Tagungsteilnehmer_innen und stellte den Rahmen der Veranstaltung vor. Ein Kurzfilm beleuchtete die Gründungszeit der FAM in den 1980er Jahren und ihre Entwicklungsgeschichte bis heute als Teil der Frauenbewegung. Anschließend führte Dr. Andrea Rothe, Vorsitzende der FAM, ins Tagungsthema ein.


Feministische Ökonomie, Ökologie, Ökofeminismus und Queer Ecologies (Panel 1)

Prof. Dr. Christine Bauhardt (HU Berlin) und Dipl.-Soz. Andrea Baier (anstiftung gGmbH, München) diskutierten, wie Frauen (aus dem globalen Norden) sich heute mit ihrer Rolle als mit-Produzentinnen globaler Ungleichheit, Ressourcenvernichtung und Ausbeutung durch Mensch und Natur auseinandersetzen können bzw. müssen. Die Referentinnen gaben in diesem Zusammenhang einen Einblick in feministische Ökonomiekritik und damit auch einen Anstoß für alternative Sicht-, Denk- und Handlungsweisen, wie sie z.B. in „urban gardening“-Projekten sichtbar werden.


Netzfeminismus (Panel 2)

Der Vortrag von Marek Stuffler (feministische_r Netzaktivist_in, München) widmete sich der Netznutzung von (Queer)-Feminist_innen, Kommunikation und Vernetzung, sowie der Frage, in welcher Form durch das Internet Räume für Empowerment, schnelle Vernetzung und Solidarität eröffnet werden können; dabei beleuchtete er auch, wie diese Orte des virtuellen Austausches und der Meinungsbildung extreme Anfeindungen hervorrufen, die auch Konsequenzen für den offline-Alltag der Bloger_innen haben.


Internationale Frauensolidarität im Spannungsfeld von Rassismus und postkolonialem Feminismus (Panel 3)

Referent_innen: Denis Bergold-Caldwell (Universität Marburg; kurzfristige Vertretung für Dr. Anette Dietrich) und Nadine Lantzsch (freie Autorin und Aktivistin, Berlin)

Der zweite Tag begann mit einer Einführung in den Schwarzen und postkolonialen Feminismus. Die Kritik an der inhaltlichen Reproduktion von „weißem Feminismus“, die Notwendigkeit der Sichtbarmachung des Subalternen in der Geschichte, die Analyse der Stereotypisierung Schwarzer Frauen und die Funktionsweise und Wirkung von Rassismus auf den unterschiedlichsten Ebenen, waren hierbei zentrale Themen. Gleichzeit ging es auch um die Möglichkeiten, gemeinsame Räume und Positionen von Schwarzen und weißen Frauen zu finden, besonders entlang der Frage, was Leben ist und welches Leben schützenswert ist. Im Rahmen des Fishbowls wurde diskutiert, wie antirassistischer Feminismus im Alltag aussehen kann.


Subversive Körper – Überwindung von Sexismus und Heteronormativität? (Panel 4)
Referentinnen: Prof. Dr. Tanja Thomas (Universität Tübingen), Dr. Laura Méritt (Sexberaterin und Mediatorin, Berlin)

Im Abschlusspanel der Tagung stand die zentrale Bedeutung von Körpern im Spannungsfeld sexueller Auseinandersetzung und vergeschlechtlichter Potentiale von Körpern zur Bildung politischer Aussagekraft und radikaler Formen des Protests im Fokus. Hierfür wurden sowohl FEMEN als auch sexpositive Positionen dargestellt und mit dem Plenum diskutiert.

Veranstaltungsort
München, Seidl Villa München, Nikolaiplatz 1b (U3/U6 Giselastr.)


Partner

FAM - Frauenakademie München e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung



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15.10.2015 - 19:00

Ehe wem Ehe gebührt? Ein deutsch-amerikanischer Dialog in englischer...

 

Am 26. Juni dieses Jahres entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Verbote der gleichgeschlechtlichen Ehe der amerikanischen Verfassung widersprechen. Damit ist der Weg nun in allen 50 Bundesstaaten der USA frei für Eheschließungen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern. (sehen Sie hierzu den offiziellen Youtube-Clip von "Freedom to Marry")
In Deutschland dürfen gleichgeschlechtliche Paare seit 2001 eine sogenannte „eingetragene Lebenspartnerschaft“ eingehen; sie haben jedoch kein Recht auf Eheschließung. Sowohl in den USA als auch in Deutschland spricht sich mittlerweile eine Mehrheit der Bevölkerung für die gleichgeschlechtliche Ehe aus. In seinem Vortrag erörterte der Referent Evan Wolfson die Schlüsselmomente der amerikanischen Kampagne für die gleichgeschlechtliche Ehe und zog einen transatlantischen Vergleich.

Im Jahr 1983 machte Evan Wolfson seinen Abschluss in Rechtswissenschaften an der Harvard Law School. Seither setzt er sich als Jurist unermüdlich für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen ein – auch außerhalb der USA. In bahnbrechenden Fällen – so z.B. Baehr v. Lewin (Hawaii 1993) oder Baker v. Vermont (1999) – steuerte er seine juristische Expertise bei und brachte die Bewegung der Befürworter der gleichgeschlechtlichen Ehe somit entscheidend voran. 2003 gründete Wolfson die Kampagne „Freedom to Marry“, deren Präsident er bis heute ist. Newsweek nannte ihn den „Paten der Homo-Ehe“, das Time Magazin kührte ihn gar zu einem der „100 einflussreichsten Menschen der Welt“. Im Jahr 2004 erschien sein erstes Buch “Why Marriage Matters: America, Equality, and Gay People’s Right to Marry”.


Es begrüßte und kommentierte: Hermann "Beppo" Brem, Vorsitzender der Münchner Grünen

ReferentInnen

Evan Wolfson
Präsident von "Freedom to Marry"
Hermann "Beppo" Brem
Vorsitzender der Münchner Grünen

Veranstaltungsort
München, Amerikahaus, Karolinenplatz 3


Kosten
Der Eintritt ist frei!


Partner

US-Generalkonsulat München, Stiftung Bayerisches Amerikahaus, Dietmar Holzapfel/Hotel Deutsche Eiche


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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30.05.2015 - 12:00 bis 31.05.2015 - 16:00

5. FemFest Würzburg

Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht

Sachbericht

5. FemFest Würzburg– Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht

Bildungsveranstaltung am 30.05. & 31.05.2015
in Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo zu Themen: Geschlechterfragen, Feministische Ökonomie, Rollenklischees, Situation von Flüchtlingen, Feminismus,Tanzperfomarmance und Musik

Von Madlen Will


Samstag, 30.05.2015:

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Samstag um 11:30 Uhr vor ca. 50 Anwesenden. Im Namen der Veranstalter*innen wurde den Kooperationspartner*innen Petra-Kelly- Stiftung, Gleichstellungsstelle Würzburg und Rosa-Luxemburg-Stiftung/Kurt-Eisner- Verein gedankt. Es wurde auf den Ablauf und das Programm für die kommenden zwei Tage hingewiesen, sowie der erste Vortrag von GERO BAUER angekündigt.

In seinem Vortrag „Männlichkeit oder Männlichkeiten – Aktuelle Diskurse um das Thema ‚Mann‘ aus kulturwissenschaftlicher Perspektive“ diskutierte Gero Bauer das Bild von Männlichkeit bzw. Männlichkeiten im Wandel der Zeit, sowie die problematische Enge einer rein dichotomen Vorstellung von Geschlecht und vieles mehr. Im Anschluss daran werden Fragen aus dem Publikum gestellt und gemeinsam erörtert.


Ab 14:00 Uhr
fragte ANN AULIN: „Würdest du mir das auch ins Gesicht sagen?“ in ihrem Vortrag/Workshop zum Thema: Androhung sexualisierter Gewalt online.

Frauen, die sich kritisch über den Film „The dark Knight“ geäußert, für die Entwicklung ihres Indie-Games gute Kritiken bekommen oder die Abbildung von Frauen auf Geldscheinen fordern: harmlos und wenig angreifbar auf den ersten Blick, aber ausgelöst haben Frauen mit diesen Statements oder Handlungen eine Menge Hass. Ann Aulin stellt knapp ein Dutzend Beispiele vor, in denen Frauen im Internet mit Androhungen von Vergewaltigungen und anderen Gewalttaten konfrontiert werden. Es ist harter Tobak, wie explizit seitens der Trolle systematisch Angst geschürt wird – und das unter dem Deckmantel der Anonymität. Woher kommt dieser Hass und warum wird er im Internet so völlig frei herausposaunt?

Warum es sich bei diesem Phänomen nicht einfach um Cyber-Mobbing handelt, zeigt die Statistik. Sehr viel häufiger erleben Frauen genderspezifische Gewaltandrohungen, in denen es um Vergewaltigungsfantasien oder andere Misshandlungen geht, oder die Bloßstellung und Reduktion auf ihren weiblichen Körper.

Zum Glück kann Aulin neben den harten Geschichten auch von ein paar guten Gegenaktionen berichten. Bei dem Projekt „Zero Trollerance“ wird in Video-Botschaften der Weg zu einem „guten Menschen“ gezeigt. Eine Art Selbsthilfeangebot, das sich mit einer riesigen Portion Humor dort einschaltet, wo im Internet sexuelle Belästigung stattfindet. Wenn in Foren beleidigende Äußerungen auftauchen, wird dem Verursacher automatisch eine Videobotschaft geschickt, mit dessen Anleitung er sich von seinem Hass und seinem frauenverachtenden Verhalten befreien kann. Schnelle direkte Hilfe für Betroffene soll außerdem mit der Plattform „HeartMob“ gewährleistet werden. Für die Umsetzung dieses Projekts ab September wird gerade auf Kickstarter finanzielle Unterstützung gesammelt. Auch von Betroffenen gibt es beeindruckende Wege, sich zur Wehr zu setzen. Eine sehr kluge Art hat Alanah Peirce gefunden. Die beleidigenden und erniedrigenden Nachrichten und Bilder, die sie im Internet bekam, hat sie via Facebook an die Mütter der Jungs bzw. Männer geschickt, von denen sie belästigt wurde.


14:00-16:00 Uhr Parallelprogramm

  • Siebdruckwerkstatt, in der die Gäste des 5. FemFest Taschen mit Sprüchen und dem FemFest-Logo bedrucken und Buttons herstellen konnten.
  • FREE-STYLE-WORKSHOP: Spontane Lyrik, A capella oder über einen Beat gerappt. Erste Schritte in dieser Kunstform sind schwierig, weil man sich dabei sehr leicht ein wenig blöd vorkommt. Der Workshop mit ANDI HEINDL hoffte diese Angst ein bisschen nehmen zu können, besonders nicht-heterosexuellen maskulinen Geschlechtern, welche in dieser Kunstform ziemlich unterrepräsentiert sind. In Gruppen von jeweils sechs Personen konnten in verschiedenen Übungen zu Freestyle-Rap die ersten Hemmungen genommen und Ideen gegeben werden, wie man selbst im Alltag Freestyle-Rap üben kann

16:00 Uhr

Eine Reportage von LEA LAZIC REUSCHEL: "DIE EU-FLÜCHTLINGSPOLITIK IN DER PRAXIS. MELILLA, DIE GEFÄNGNIS-STADT AN DEN GRENZEN EUROPAS“

Während ihres dreimonatigen Forschungsaufenthaltes in Melilla, der spanischen Exklave an der nordafrikanischen Küste Marokkos, hatte LEA LAZIC REUSCHEL die Möglichkeit, die Probleme der EU-Einwanderungspolitik in einem größeren Zusammenhang zu betrachten. Sie konnte sich mit Situationen auseinandersetzen, in denen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung weitgehend den Alltag der Migrant_innen bestimmen. Dies geht freilich nicht nur von der marokkanischen Seite aus, sondern auch von Spanien - und somit ist auch die EU-Flüchtlingspolitik aktiv daran beteiligt. Ziel ihrer Forschungstätigkeit war es, die Situation vor Ort zu dokumentieren und bekannt zu machen. Nach einer kurzen Einleitung zur Geschichte des "spanischen Zaunes", der um die spanischen Exklaven von Ceuta und Melilla errichtet wurde, bezog LEA LAZIC REUSCHEL Stellung zur Migrationspolitik der Iberischen Halbinsel sowie der Europäischen Union. Anschließend berichtete sie über die aktuelle Situation der Flüchtlinge und Migrant*innen in Melilla.


18:00-20:00 Uhr ABENDESSEN im INNENHOF und Zeit zum gemeinsamen Austausch


20:00 UHR: PODIUMSGESPRÄCH mit:

  • Inga Höltmann (Redakteurin bei bizzmiss.de),
  • Tobias Scholz (Mit-Autor: „Papa kann auch stillen- Wie Paare Kind,Job & Abwasch unter einen Hut bekommen”)
  • Antje Rink (Beratungsstelle Frau & Beruf/Bad Kissingen)
  • Moderation: Eva Nagler vom FemFest-Team

Zum Abschluss des ersten FemFest-Tages fand ein Podiumsgespräch zum Thema "Rolle vorwärts?! Arbeit, Familie, Freizeit - Wie vielen Rollenbildern müssen wir gerecht werden? " statt. Es sollte bewusst keine Diskussion sein, sondern eher ein moderierter Austausch. Antje Rink berichtete von ihren Erfahrungen als Beraterin in der Beratungsstelle Frau & Beruf in Bad Kissingen und über die vielen unterschiedlichen Erwartungen, Erfahrungen und auch Probleme, denen sich Frauen, vor allem in ländlichen Gegenden in Bayern, mit denen sie zusammenarbeitet, gegenüber sehen. Tobias Scholz hat sich zusammen mit seiner Lebenspartnerin Stefanie Lohaus dazu entschieden, ihren Alltag nach dem 50/50-Prinzip zu leben: Sie teilen sich die Arbeit im Haushalt sowie die Betreuung ihres Sohnes fair auf und arbeiten beide (fast) Vollzeit. Er erzählte welche Reibungen dabei mit Freunden und Familie und der Arbeitswelt entstehen, und welche Herausforderungen - und Freuden- sich daraus ergeben.

Inga Höltmann, Autorin u.a. bei bizzmiss.de stellte ihr online-Business-Magazin von Frauen für Frauen vor.

Im Rahmen des Podiumsgespräch stand über allem die Frage, wie Arbeit gerecht verteilt werden kann (z.B. Erwerbsarbeit, Care-Arbeit), aber auch Einigkeit darüber, dass Arbeit einen oft viel zu großen Stellenwert einnimmt.

 

SONNTAG, 31.05.2015

10:00-12:00 Uhr

Brunch mit allen Referent*innen und Helfer*innen des 5. FemFest zum gemeinsamen Austausch und Vernetzung


12:00-13:30 Uhr

Die Rosa-Hellblau-Falle– ein dialogischer Vortrag von Almut Schnerring und Sascha Verlan

Almut Schnerring und Sascha Verlag zeigen in ihrem Vortrag viele Beispiele von geschlechtsspezifischer Kinderwerbung. Die kommerzielle Ausnutzung und Festigung bestehender Rollenklischees macht auch vor dem Kinderzimmer nicht halt. Der Paygap zeigt sich schon beim Taschengeld von Kindern – Jungs bekommen mehr als Mädchen. Die Aufteilung der Haushaltsarbeiten spiegelt die Situation in der Erwachsenenwelt wieder. Mädchen kümmern sich mehr um ihre Geschwister und helfen bei Kochen, Putzen und Abwasch, während Jungs insgesamt weniger mithelfen und Aufgaben wie Rasenmähen und beim Tragen helfen übernehmen – und für einzelne Leistungen häufig bezahlt werden. Dass Geschlechterstereotype schon im Kindergarten angekommen sind, zeigt sich auch verbal: bereits ein Junge im Kindergarten weiß, dass die Bezeichnung „Du Mädchen“ ein Schimpfwort ist.
Gerade was frühkindliche Berufswünsche anbelangt, scheinen die Rollenbilder bereits stark gefestigt zu sein. Mädchen wollen Prinzessin werden, alternativ auch Supermodel oder Lehrerin, wohingegen Jungs zu Berufen wie Arzt, Pilot und Polizist tendieren. Werbung nimmt bei der Konstruktion dieser Wünsche und Vorstellungen sicherlich eine zentrale Rolle ein; sie prägt, bedient und missbraucht sie zu eigenen Zwecken. Die Beispiele, die von den Vortragenden gezeigt werden, sind erstaunlich. Die geschlechtsspezifische Kinderwerbung macht vor keiner Produktgruppe halt. Ob Suppe, Schaumbad oder Tee, dasselbe oder ein ähnliches Produkt wird einmal in Rosa und einmal in Blau beworben oder geschmückt. Die Adressierung lautet dabei z. B. „Prinzessinnen Suppe“ vs. „Feuerwehr Suppe“ (Maggi), „Prinzessinnen-Bad“ vs. „Sieger- Bad“ (Bübchen) oder es sind Teeprodukte mit den Name „Feentraum“ vs. „Monsteralarm“ (Milford). Im Anschluss wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und zur Diskussion gestellt.


13.30 Uhr
SUSANNE RIES, MONA ZIMMER und PATRICIA PFEIFFER
– Kurzvortrag : „Die gesellschaftliche Verantwortung eines Museums.

Zur Ausstellung queerer Themen“ (20-30 min.)

Queere Themen sind im Museum heute immer noch selten zu finden. Dabei sollten Museen im Bezug auf ihre soziale Verantwortung die Vielfalt der Gesellschaft durch Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermittel repräsentieren. Durch das Ausstellen von sexueller Vielfalt können Museen zum Aufbrechen gesellschaftlicher Normen beitragen und auch aktivistisch, partizipativ gegen Diskriminierungen eintreten. Als Beispiel einer Repräsentation von queer im Museum stellten die Referent*innen ein Projekt vor, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Museum europäischer Kulturen: „Queering the Museum – Verschiedene Lesarten im MEK“. An diesem konkreten Beispiel verdeutlichten sie, wie es gelingen kann, sexuelle Vielfalt in einer Ausstellung und Sammlung sichtbar zu machen und in welche „Fettnäpfchen“ man dabei treten kann.


14:00-16:00 Uhr
ANTJE SCHRUPP

– Vortrag & Diskussion: „Feministische Ökonomie“

Ökonomie ist nicht geschlechtsneutral. Doch die klassischen Wirtschaftstheorien sind überwiegend auf diesem Auge blind. Im Zentrum ihrer Analysen steht spätestens seit der Moderne der "homo oeconomicus", der rational auf dem Markt agierend freie Mann. Um diese Fiktion herum entstand eine symbolische Ordnung, die wesentliche Aspekte dessen, was "Wirtschaft"ausmacht, ignoriert oder bewusst verschweigt: die unbezahlte Arbeit, die informelle Arbeit, die sozialen Rahmenbedingungen der Ökonomie, die von gesellschaftlichen Machtstrukturen geprägt sind. Feministische Ökonominnen haben seit Jahrhunderten alternative Ansätze formuliert. Das Spektrum reicht von bloßen Forderungen nach mehr Integration von Frauen in dieses System bis hin zu radikalen Infragestellungen dieser Ordnungen und grundlegender Kritik an Kapitalismus und Patriarchat. In einem Impulsvortrag gab Antje Schrupp einen Überblick über diese Debatten und ihre unterschiedlichen Ansätze. Anschließend wurde darüber mit dem Publikum diskutiert.


So, 16:00-18:00 Uhr

ULFILAS BÄURLE: QUEER AMNESTY

Queeramnesty ist eine bundesweite Themengruppe der deutschen Sektion von Amnesty international und arbeitet zu Fällen von Menschenrechtsverletzungen an Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI). Ulfilas Bäurle stellte die Arbeit von Queer-Amnesty vor.


17:30 Uhr TANZPERFORMANCE / CHOR SOTTO VOCE

Das 5. FemFest wurde künstlerisch und musikalisch mit einer Tanzperformance von Sophie Schmid und Ilona Zilkowski und dem Auftritt des Chors Sotto Voce, der Chor des schwulesbischen Zentrums Würzburg beschlossen.


Fazit:

Die Veranstalter*innen waren mit dem 5. FemFest sehr zufrieden. Die Beiträge entsprachen einem hohen Niveau und die Vortragenden referierten sehr professionell. Die Vorträge und Workshops wurden gut angenommen und es gab ausreichend Raum zur Vernetzung, für Austausch und Diskussion untereinander. Das erhaltene Feedback von Referent*innen und Publikum war durchweg positiv. Weiterhin ist hervorzuheben, dass das FemFest ein heterogenes Publikum angesprochen hat.

 

Veranstaltungsort
Würzburg Jugendkulturhaus Cairo


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Fest



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10.07.2014

Frauen an Hochschulen – mittendrin?

Karrierewege und Gender Studies

Ladies Lunch 2014

Der Anteil der Professorinnen hat sich in den letzten Jahren zwar erhöht, aber dennoch ist nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt. Und das, obwohl sich mittlerweile ebenso viele Mädchen wie Jungen für ein Hochschulstudium entscheiden. Aber je weiter es in den Hochschulen auf der Karriereleiter nach oben geht, desto geringer wird der Frauenanteil.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem zahlreiche Studiengänge Gender Studies – sie fragen nach der Bedeutung des Ge­schlechts für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

Welche Stellung nehmen Frauen mittlerweile in der deutschen Hochschullandschaft ein? Welche Ent­wicklungen braucht es dort für mehr Gleichstellung? Welchen Einfluss haben die Gender Studies haben? Wirken Sie über den eigenen Fachbereich hinaus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres diesjährigen "Ladies Lunch".

Merith Niehus gab einen Überblick über die Rolle der Frauen in Deutschland seit Beginn des vorigen Jahrhunderts. So durften Frauen ab 1908 studieren, was sie überwiegend im Fach Medizin taten, 1922 gab es dann auch die erste Richterin – es ging aufwärts.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Frauen zwar vordergründig hoch angesehen - allerdings nur in ihrer "Rolle" als Mütter und Ehefrauen. Direktorinnen an Schulen und Richterinnen etwa verloren ihre Positionen, Ärztinnen auch, sie wurden erst wieder nach Ausbruch des Krieges wieder "gebraucht".

Nach 1945 hatte ein eher fortschrittliches Klientel das Land verlassen und kam auch nicht zurück, damit hatte Deutschland ein modernisierendes Akademikerklientel verloren; die Frauenideale der Nazis blieben erhalten. In der öffentlichen Meinung waren Kinder erwünscht, aber als "Teil" der Frauen:  "Eine Frau arbeitet nur dann, wenn ihr Mann nicht genügend Geld verdient." und "Meine Mutter muss nicht arbeiten." waren typische Sätze der Zeit.

Erst Mitte / Ende der 60er Jahre übernahm dann eine neue Generation jüngerer, andersdenkender Frauen die Modernisierung des Frauenbilds. Auch brauchte die Industrie ab Mitte der 60er Jahre Arbeitskräfte. Nachdem zunächst "Gastarbeiter" geholt worden waren, "erfand" man die Teilzeitarbeit. Damit sollten die freien Arbeitsplätze gefüllt werden, wobei die Frauen gleichzeitig weiterhin Mütter sein konnten. Zeitgleich gingen immer mehr Mädchen länger zur Schule, machten höhere Bildungsabschlüsse und wollten dann nicht mehr zur Hausfrau und Mutter degradiert werden.

In der DDR verlief die Entwicklung anders: Betreuung auch für kleine Kinder war Staatsaufgabe, da auch die Frauen als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Im Westen entstand ebenfalls der Wunsch, sich zumindest zwischen Berufs- und hausfrauenrolle entscheiden zu können, aber dazu fehlte es lange Zeit an Betreuungseinrichtungen. Diese entstanden in akzeptabler Zahl erst in den vergangenen 10 bis 15 Jahren. Heute sind flächendeckende Ganztagsschulen nötig, um den Frauen eine wirkliche Wahl zu lassen.

Interessantes Detail: Akademikerinnen sind die Frauen, die durchschnittlich die wenigsten Kinder haben. Bei den Männer ist es gerade umgekehrt: Die Akademiker haben die meisten Kindern.

Paula-Irene Villa erklärte den Fachbereich „Gender Studies“. Dort sind folgende Themen von genereller Bedeutung: Wie wird Geschlecht gemacht (von wem, wo, wann und wozu), was meint Geschlechterdifferenz, niemand ist nur ein Geschlecht. Je nach Disziplin werden Gender Studies unterschiedlich gerahmt, verstanden, genutzt, gesehen...

Von den insgesamt 38.564 Professuren in Deutschland (2010) kamen 150 (114 an Universitäten und 36 an Fachhochschulen) aus dem Gender Studies-Bereich, davon waren 26 im Fachbereich Soziologie angesiedelt. Gender Studies sind kein akademischer Arm des Feminismus oder der Frauenforschung!

An der sich anschließenden regen Diskussion beteiligten sich die anwesenden Frauen sehr kompetent. In vielen Beiträgen ging es um die Situation der Frauen in der Wissenschaft, um die - fehlenden – Netzwerke, um den Sexismus an Hochschulen, die Fördermöglichkeiten, die Problematik der befristeten Verträge, die Altersgrenzen bei Befristungen.


Die Teilnehmerinnen im Gespräch

ReferentInnen

Prof. Dr. Merith Niehuss
Präsidentin der Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Paula-Irene Villa
Lehrstuhl für Soziologie/Gender Studies  an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Begrüßung:
Sigi Hagl
Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern

Moderation: Silke Rapp

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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24.05.2014 bis 25.05.2014

FemFest 2014

Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht

4. FemFest – Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht - Rückblick

Samstag, 24.05.2014:

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Samstag, den 24.05.2014 um 12.30 Uhr vor ca. 40 Anwesenden. Im Namen der Veranstalter_innen sprachen Aniela Hannig und Nicola Oswald ein Grußwort. Es wurde insbesondere auf Neuigkeiten des diesjährigen FemFests hingewiesen, wie z.B. den erstmals eingerichteten Medien-Raum, in dem während des gesamten Festivals Podcasts gespielt und Filme gezeigt wurden. So wurden der Film “Die andere Seite des Regenbogens” von Thomas Barthels und der Film “Lichtvögel” über das Leben und den Weg zur Geschlechtsangleichung von Katja Zeitler gezeigt. Nach dem Grußwort der Veranstalter_innen hielt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Würzburg, Frau Dr. Zoreh Salali, eine ca. 30-minütige Eröffnungsrede zum Thema „Die fiktiven Vorstellungen des Okzidents über orientalische Weiblichkeit".

Im Anschluss fand direkt der erste Vortrag von Magda Albrecht (Bloggerin auf maedchenmannschaft.net), „(Mein) Fett ist politisch“, statt. Magda Albrecht zeigte auf, wie Menschen, die sich bezüglich ihres Gewichts außerhalb der geltenden Norm befinden, im Alltag diskriminiert werden und was wir alle dagegen tun können. Bei der Diskussion beteiligten sich zahlreiche der inzwischen rund 50 Anwesenden aktiv und zum Teil sehr kritisch zum Zusammenhang zwischen Fatshaming und Kapitalismus.

Stephanie Böhm (Dozentin, Akademie Frankenwarte) referierte im zweiten Vortrag zum Thema „Europäische Gleichstellungspolitik – DER Grund, zur EU-Parlamentswahl zu gehen?“. Sie verdeutlichte, welche Ziele bis dato in Bezug auf die Gleichstellungspolitik auf europäischer Ebene erreicht wurden und zeigte auf, an welchen Stellen es noch Nachholbedarf gibt. Dem ohnehin politisch interessierten Publikum wurde so noch einmal verdeutlicht, dass die Wahl zum Europäischen Parlament am 25.05.2014 von zentraler Bedeutung ist.

Nach diesem Vortrag wurde auf die Tattoo-Kunstausstellung „femtattoos“ von Anna Quappe hingewiesen, die an beiden Tagen des FemFests im Treppenaufgang zugänglich war und im Anschluss an das FemFest im Jugendkulturhaus Cairo noch für zwei Wochen zu sehen war.

Der letzte Vortrag am Samstag wurde von Dr. Laura Méritt (feministische Aktivistin, Sexaufklärerin) zur sexpositiven Bewegung gehalten. Sie sprach über die Ziele des sexpositiven Feminismus im Gegensatz zur PorNo-Bewegung, welcher die weibliche Sexualität und die Notwendigkeit echter, queerer Pornographie in den Fokus stellt. Nach dem inspirierenden Vortrag von Laura Méritt wurde angeregt darüber diskutiert, dass einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen keiner Zensur und keiner Bewertung bedarf und worin die Vorteile feministischer Pornographie in der Sexualaufklärung und im privaten Konsum bestehen.

Nach einer Essenspause mit veganem Essen, begannen um 21.00 Uhr die Theaterperformance Dandelion mit Claudia Sonntag und Anna-Sophia Zimniak und im Anschluss daran die Tanzperformance Skinstories mit Katharina Sufryd, Chiara Kastner, Alison McGreogor und Marlin Harff. Die erste Performance beschäftigte sich mit den Fragen: Wo sitzt der Widerstand? In welchen Situationen tritt er auf? Gegen wen oder was genau richtet er sich? Wohin führt er uns, wenn wir ihm nachgehen? In Einbahnstraßen oder Kreise? Wie kommen wir da raus, hin zum Leben? In Texten, Musik und Bewegung haben sich zwei Performerinnen aus Braunschweig und Dortmund mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Die tänzerische Performance Skinstories warf einen Blick auf die menschliche Haut, die kulturell geschaffenen Grenzen zwischen uns, die Oberfläche für gender, sex und den nackten Wahnsinn von Schönheit und Hässlichkeit. Wie fühlt es sich an, sich in der Haut einer dem weiblichen Geschlecht zugeordneten Frau des 21. Jahrhunderts zu bewegen?

Der erste Veranstaltungstag wurde mit einem musikalischen Abendprogramm beendet. Die Würzburger DJ Denny Garcia freute sich sehr auf dem FemFest auflegen zu können und das FemFest Publikum freute sich nach dem inputreichen Tag gemeinsam zu tanzen und zu feiern.

Sonntag, 25.05.2014

Nach einem großen veganen Brunch, welcher vom AK Welt-Fairändern aus der ESG Würzburg organisiert wurde, begann als erster inhaltlicher Programmpunkt die Lesung „Jenz liest…“ von Jenz (Künstlerin und Protagonistin im Film „häppchenweise“) mit eigenen Texten. Die Charaktere ihrer Kurzgeschichten kämpfen mit dem Irrsinn des Alltags und finden ganz unterschiedliche Wege ihm zu entfliehen. Die Lesung fand in gemütlicher Atmosphäre vor ca. 15 Teilnehmer_innen in der kleinen Studiobühne statt.

Parallel dazu fand der Workshop von Juli Avemark (Studentin der sozialen Arbeit in Würzburg) und Katharina Schreckling (Leiterin der Selbsthilfegruppe Transitas in Würzburg) zum Thema „Transidentität – ein Thema für die Schule?“ statt. In Anlehnung an die umfangreichen und hitzigen Debatten zu Beginn dieses Jahres über den Bildungsplan 2015 in Baden-Württemberg, welcher LGBT-Themen stärker im Unterricht berücksichtigen möchte, zeigten die Vortragenden Methoden auf, wie Schüler_innen an das Thema herangeführt werden können. Außerdem sprachen sie über Homo- und Transphobie in deutschen Klassenzimmern. Der Workshop beinhaltete auch den Dialog mit einer Würzburger Transfrau, die aus ihrem Leben erzählte und gerne die Fragen der Teilnehmer_innen beantwortete.

Um 12.30 Uhr begann der interaktive Workshop von Andrzej Profus (Herausgeber_in des Zines "Wer A sagt, muss nicht B sagen") mit dem Titel „Das “A” in Queer - ein sexpositiver Blick auf Asexualität“. Mit Filmbeispielen, eigenen Comics und persönlichen Erfahrungen stellte er ein besonderes Highlight des FemFests dar. Andrzej Profus ließ uns einen Blick auf das A in Queer werfen. In queeren Kontexten begegnet es einem in der Abkürzungsreihe LGBTIQQA. Doch was bedeutet das A eigentlich? Und wie fühlen sich Asexuelle in unserer supersexy Welt? Das Publikum lernte dabei, dass die Ausprägungen von Asexualität ebenso sehr unterschiedlich sind, wie die individuelle Art, Beziehungen zu leben. Für die meisten ist es wohl ein zäher Prozess, bis sie wissen, was sie von Heterosexuellen, Homosexuellen etc. unterscheidet. Denn zum Allgemeinwissen gehört es (noch) nicht, dass es neben gängigen sexuellen Orientierungen auch Asexualität gibt. Das Publikum war sich danach einig, dass die ruhige positive lebens- und liebesbegeisterte Art von Andrzej ein Gefühl von Zärtlichkeit für unsere verrückte Menschheit, die wir alle suchen und ersehnen und dabei häufig so naiv oder blind sind, vermitteln konnte.

Im darauf folgenden Vortrag thematisierten Bettina Stošić und Stefanie Krüger (beide Diplom-Pädagoginnen) unterschiedliche Beziehungsstrukturen. Der Vortrag zu Monogamie und Polyamorie zog sehr viele Interessierte an und es wurden spannende Diskussionen angestoßen. Ziel war, dem Publikum einen differenzierteren Zugang als allgemein üblich für Lebens- und Liebensweisen zu ermöglichen.

Das FemFest-Publikum hatte im darauf folgenden Programmpunkt (nach vorheriger Anmeldung per E-Mail) die Möglichkeit, selbst queer-feministische Themen auf die Bühne zu bringen. Beim Pecha Kucha auf dem FemFest hielten Eduard Göbl, Lisa (Würzburger Bloggerin) und Nadine Antler Kurzvorträge zu den Themen „Sofja Kowaleskaja, Mathematikerin, Schriftstellerin, Sozialistin, geboren 1850 in Moskau“, „Einstieg in den interdependenten Queer_feminismus“ sowie zu „Status“.

Zu guter Letzt fand um 18.00 Uhr die Podiumsdiskussion zum Thema „Das (r)echte Geschlecht - Podiumsdiskussion zu (De-)konstruktionen von männlich und weiblich und der Frage nach dem Dazwischen“ mit Chris Köver und Katrin Gottschalk (Redakteurinnen des Missy Magazine), Katja Zeitler (Protagonistin im Film „Lichtvögel“, Transfrau) und Dr. Heinz-Jürgen Voß (Diplom Biologe, Dr. phil) statt. Die Moderation übernahm das FemFest-Mitglied Marika Levien. In der Podiumsdiskussion wurde über Geschlechterrollen diskutiert und kritisiert, dass unsere Gesellschaft stark von heteronormativem Denken geprägt ist. Bei der Geburt werden wir mit der Geschlechtsbestimmung anhand der äußeren Geschlechtsorgane sofort auch auf eine soziale Rolle festgelegt. Ihr zu entsprechen wird uns von frühester Kindheit an von Elternhaus, Schule und Medien eingeimpft. Dabei werden oft unsere Gene als Auslöser für typisch weibliche und typisch männliche Verhaltensweisen ausgewiesen, der Unterschied zwischen biologischem und sozialem Geschlecht wird verwischt. Aus seiner Kategorie auszubrechen heißt anders zu sein, belächelt und diskriminiert zu werden. Die Podiumsdiskussion machte es sich zum Ziel, den Ansatz eines binären Geschlechtersystems zu hinterfragen und aufzubrechen.

ReferentInnen

unter anderem


Dr. Laura Méritt
Kommunikationswissenschaftlerin, Lachforscherin, feministische Linguistin und Aktivistin der Frauenbewegung

Andrzej Profus
Herausgeber des Zines "Wer A sagt, muss nicht B sagen" - Ein sexpositives Zine über A_sexualität und A_romantik und Blogbetreiber von www.asexyqueer.blogsport.de

Juli Avermark
Studentin der Sozialen Arbeit in Würzburg, hat ihre Bachelorarbeit zum Thema "Transidentität und Akzeptanz in Schulen" geschrieben

Dipl. Päd. Stefanie Krüger und Dipl. Päd Bettina Stošić
Studierten Erziehungswissenschaft mit den Scherpunkten Sozialpädagogik und gender Studies

Veranstaltungsort
Würzburg


Partner

Jugendkulturhaus Cairo & Improbüro


Art der Veranstaltung
Festival



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06.05.2014 bis 10.05.2014

Aye Aye Sœur – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

 

Das Festival wurde von der feministischen Hochschulgruppe „fACTION – feminist Action“ in Verbindung mit dem AStA/SprecherInnenrat organisiert. Das Ziel des Festivals war es, Vorurteile gegenüber dem Thema Feminismus abzubauen und die Vielfalt feministischer Handlungsbereiche und Theorien aufzuzeigen. Dabei sollten möglichst viele unterschiedliche Gesellschaftsgruppen an der Universität sowie in Passau und dem Umkreis angesprochen werden. Informative Vorträge und Workshops füllten das Programm, kulturelle Veranstaltungen am Abend rundeten es ab.

Parallel zum Festival wurde im Foyer der Zentralbibliothek der Universität Passau die Ausstellung „Ach so ist das?!“ der Comiczeichnerin Martina Schradi gezeigt Die Comics erzählen auf entspannte, witzige, aber auch sehr tiefgründige Weise von Anekdoten und Erfahrungen von LGBTI* und brachten einen einmal mehr die Frage auf: "Wer braucht diesen ganzen Geschlechterkram eigentlich?"

6.5.2014: Podiumsdiskussion
Dies war auch eine von vielen Fragen, die in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Festivals angesprochen werden konnten. Zu Besuch waren viele tolle Menschen aus Berlin, Linz, Passau und in der Diskussion war für alle was dabei. Es hat sich eindrücklich gezeigt, dass ein Raum voller Menschen, die sich selbst als Feminist*innen bezeichnen, trotzdem eine große Bandbreite an Interpretationen des Begriffs "Feminismus" und der Themen haben kann, die für jede*n einzelne*n am relevantesten sind, und der Formen, diese Überzeugungen in die Praxis umzusetzen.

7.5.2014: Vortrag Geschlechterkonstruktionen 
Dr. Margrit Waid erläuterte die Grundsätze der Genderwissenschaften und referierte über alltägliche Herausforderungen durch Stereotype und vermeintliche Gewissheiten. Es entstand eine lebhafte Debatte über das persönliche Verständnis und Implikationen von Feminismus der Anwesenden und es wurden hilfreiche Tipps für Erwiderungen auf ablehnende Argumente gegeben, die einer/m jeder/n Feminist*in nicht selten entgegengebracht werden, und nicht immer hat mensch die passende Antwort parat. 

8.5.2014: Vortrag Frauenbilder in den Medien
Katrin Gottschalk vom Missy Magazine führte auf amüsante Weise die oft stereotypen Frauenbilder vor Augen, die von Mainstreammedien klassischerweise vermittelt werden. Sie erläuterte, wie das Missy Magazine eine Alternative dazu bieten will und sich um Vielfalt in der Darstellung und den Inhalten bemüht. 

8.5.2014: Lesung von Christian Seidel
Christian Seidels Lesung in der Kulturcafeteria war Anlass einer ausführlichen und lebhaften Diskussion rund um Männer- und Frauenrollen, den Selbstversuch des Buchautors, die vorgegebenen Geschlechtergrenzen zu übertreten, und die Widerstände, die ihm dabei entgegengebracht wurden.

9.5.2014: Vortrag Transidentität
Sandra Wißgott von der Beratungsstelle TransIdent e.V. und Schulleiterin, informierte und berichtete über das Thema "Transidentität". Durch ihre einladende Art entwickelt sich schnell eine Atmosphäre, in der keine Frage tabu war und alle etwas dazulernen konnten. Eigene Erfahrungen mit unterhaltenden Anekdoten, gemischt mit fundiertem Fachwissen, machten den Vortrag zu einem Erfolg, der das Verständnis für die Belange, Probleme und Gefühle von Transidenten bei allen Anwesenden enorm gesteigert hat. 

9.5.2014: Vortrag über feministische Pornos
Der Vortrag der (S)Expertin für eigentlich alles,  was Sexualität betrifft, Dr. Laura Mèritt, bot einen breiten Überblick über die Vielfalt des zeitgenössischen feministischen Pornos und stellte die wichtigsten Vertreterinnen und ihre künstlerischen, eigenwilligen und nicht selten sehr ungewöhnlichen Werke vor. Sie zeigte auf, worin sie sich von "Mainstream-Pornos" unterscheiden. Die anschließende Diskussion zeigte, dass die variierenden Vorstellungen davon, was als "feministisch" gelten darf und sollte (stark vereinfacht: "Nein zu Gewalt an Frauen" VS. "Alles ist erlaubt, wenn´s im Konsens passiert"), einen enormen Einfluss darauf haben, wie die gezeigten Filme rezipiert wurden.

9.5.2014: Lesung und Spokenword mit Mieze Medusa 
Die Poetryslammerin und Autorin Mieze Medusa las im Anschluss aus ihrem zweiten Roman "Mia Messer" über eine Diebin von feministischer Kunst vor.

10.5.2014: Workshops
Den Abschluss des Festivals bildeten zwei Workshops: Laura Mèritt klärte in ihrem Workshop über weibliche Sexualität auf, während Erich Lehner neue Männlichkeitsbilder vorstellte.

10.5.2014: Party und Konzert
Im Café Museum wurde das Ende eines sehr erfolgreichen Festivals gefeiert. Zu Gast waren die Wiener Rapperin Yasmo mit DJ, sowie das DJ-Team Pete Pressure und Sally Sound, die mit Swing-und Ska-Klängen die Leute zum Tanzen brachten.

ReferentInnen

 

Veranstaltungsort
Passau


Partner

Hochschulgruppe „fACTION – feminist Action“

AStA/SprecherInnenrat an der Universität Passau

Kurt-Eisner-Verein

Universität Passau 


Art der Veranstaltung
Vorträge - Workshops - Kulturveranstaltungen



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05.07.2013 - 17:00 bis 06.07.2013 - 13:00

Frauenfeindlichkeit: Antifeministische Männerbewegungen

 

Die neue, aggressiv auftretende antifeministische Männerbewegung hat sich Frauen und ihre emanzipatorischen Errungenschaften zur Zielscheibe ihrer Angriffe erkoren. Diese Männer stören Veranstaltungen, beschimpfen und diskriminieren Frauen (oder Männer, die sich mit Frauen solidarisieren) und nutzen zunehmend das Internet als anonymen Raum für ihre extremen Positionen. Ihre Vertreter sind aber auch in den Leitmedien unserer Gesellschaft ebenso wie in Universitäten oder Verbandsvorständen präsent. Sympathisierende Frauen sind ebenfalls in den Netzwerken der Maskulisten zu finden.

 

Da es im Vorfeld der Tagung bereits einige Versuche offensichtlich aus der "Maskulinisten-Szene" gegeben hatte, die Veranstaltung als einseitig und tendenziös zu verunglimpfen, rief Mitveranstalterin Michaela Pichlbauer, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München, gleich am Beginn dazu auf, besonders "wachsam" und sensibel für Störversuche zu sein, aber auch ein achtsames Gespräch zu führen.

Hinrich Rosenbrock verortete den Antifeminismus zunächst im Spektrum des Sexismus. Der Sexismus habe als "othering"-Strategie auch eine zutiefst politische Komponente und könne als Stabilisierungsfaktor für patriarchale Verhältnisse gesehen werden. Der Antifeminismus gepaart mit einer männlichen Opferideologie diene dem Zusammenhalt in der frauenfeindlichen Männerbewegung, sie seien insofern Vereinigungsideologien. Strategisch bedienten sich die Antifeministen einerseits ihrer Verbindungen im etablierten Politik-, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb und andererseits der Meinungsmache z.B. in Internetforen. Ein besonders wirkungsmächtiger Teil dieser Bewegung nutze den "hate speech" und bediene sich auch in der Bildsprache der Formen, die man aus dem Rechtsextremismus kenne. Auch inhaltlich gibt es Überschneidungen zu rechter Ideologie, z.B. im Anti-Gender-Diskurs, dennoch seien beide Bewegungen nicht gleichzusetzen.

Isolde Aigner widmete sich zunächst grundsätzlich der Bedeutung von antifeministischen Denkmustern und Akteuren in den Leitmedien, um dann das Beispiel des FOCUS (2010/2011) herauszugreifen. Sie konnte an Beispielen aus der Zeitschrift belegen, wie in den Diskurssträngen "Feminismus", "Männlichkeit", "Frauenquote" und "Gender bzw. Gender Mainstreaming" mit wiederkehrenden antifeministischen Denkmustern gearbeitet wird. Es folgte ein kurzer Exkurs zur „Sexismusdebatte“; dabei machte Aigner auch deutlich, dass innerhalb dieser Debatte antifeministische Gegendiskurse erstarken.

Die anschließende Diskussion griff Impulse aus den Referaten auf, so z.B. die Patriarchatskritik oder die Sexismus-Debatte, führte darüber hinaus aber auch zu grundsätzlichen Fragen des Geschlechterverhältnisses (z.B. am Arbeitsplatz oder in der Politik) weiter. Der Anti-Feminismus oder Maskulinismus erschien vielen Diskutantinnen als verstörendes Symptom einer immer noch schwierigen Geschlechterdebatte.

Die vier Workshops am Samstagmorgen widmeten sich den Maskulinisten in den neuen Medien, der Erarbeitung von Gegenstrategien, der neuen Männerbewegung und dem Feminismus. Herausgegriffen sei hier der Workshop "Männer in Bewegung" von Bernd Drägestein. Er beleuchtete in einem Impulsreferat die historische Entwicklung der Männerbewegung seit den 1960er Jahren und schilderte dann die gegenwärtig vorherrschenden Strömungen, zu eben auch die Maskulinisten gehören. Gemeinsam mit den Teilnehmenden erarbeitete er ein grundsätzliches Bewusstsein dafür, dass Männlichkeitskonzepte dekonstruiert und hinterfragt werden müssen. Dazu leiste z.B. die pädagogische Jungenarbeit einen Beitrag.

In der Abschlussdiskussion zur Tagung wurde die Sexismus-Debatte und vor allem die Netzdebatte "#aufschrei" thematisiert. Hier manifestierte sich ein erschreckend verbreiteter Alltags-Sexismus bis hin zur Übergriffigkeit. Als Ausdruck von Diskussionskultur (auch Netzkultur) und Bereitschaft zu politischem Handeln offenbarte die Debatte aber auch einen erheblichen "utopischen Überschuss", wie Zara Pfeiffer es ausdrückte, der Hoffnung auf einen "Übersprung" vom virtuellen in den realen Raum macht. Noch einmal kam in der Schlussdebatte zum Ausdruck, dass der Maskulinismus ein besonders zugespitztes Phänomen ist, das in einem Alltags-Sexismus, in fortdauernden patriarchalen Strukturen und mangelnder Diskussionskultur im Geschlechterdiskurs wurzelt.

Auch diese Diskussion zeigte, dass die Absicht der Veranstalterinnen, mehr Licht in die Hintergründe und Absichten der Maskulinisten-Bewegung zu bringen, aufgegangen ist. Während der Tagung wurden nicht nur Denkmuster und Argumentationsstrategien der Maskulinisten an vielen Beispielen aufgezeigt und analysiert, sondern auch Aufmerksamkeit dafür erzeugt, dass die Geschlechterdebatte in unserem Land noch nicht beendet ist und auf der Basis gegenseitiger Anerkennung weitergehen muss.

Gesamtfazit: Die Tagung bot eine gelungene Mischung aus fundiertem Input von ExpertInnen-Seite und alltagsbezogenem Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Die hier geführten Debatten waren ebenso aktuell wie gesellschaftspolitisch wichtig. Einmal mehr wurden die vielen Facetten des Geschlechterdiskurses in Deutschland deutlich und dass noch immer Handlungsbedarf für feministische und gleichstellungspolitische Arbeit besteht. 

Downloads zum Artikel

rosenbrock_kurzfassung_antifeminismus.pdf193 K


ReferentInnen

Isolde Aigner
Dipl. Sozialpädagogin, Redakteurin bei „Wir Frauen“ – Das feministische Blatt, Düsseldorf

Teresa Bücker
Bloggerin, Autorin, Referentin für digitale Strategie und soziale Medien bei der SPD-Bundestagsfraktion, Berlin

Bernd Drägestein
Bildungsreferent, mannigfaltig-Institut für Jungen- und Männerarbeit, München

Jörg-Simon Löblein
Dipl. Sozialpädagoge, Diakon, Anti-Aggressivitäts-Trainer, München

Zara Pfeiffer
Sozialwissenschaftlerin, Autorin, München

Michaela Pichlbauer
Leiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München

Hinrich Rosenbrock
M.A., wiss. Mitarbeiter, Institut für Soziologie, Philipps-Universität Marburg

Moderatorinnen

Dr. Ulrike Haerendel
Stellv. Direktorin, Evangelische Akademie Tutzing

Jutta Höcht-Stöhr
Direktorin, Evangelische Stadtakademie München

Barbara Roth
StDin., Fachbereichsleiterin am Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München, Mitglied des Ortsvorstands Neuhausen-Oberwiesenfeld der CSU und des Kreisvorstands der Frauenunion München-Mitte

Katharina Schulze
M.A., Politikwissenschaftlerin, Vorsitzende BÜNDNIS 90/Die Grünen München, Parteirätin der Bayerischen Grünen, München

Doris Wagner
BÜNDNIS 90/Die Grünen, Sprecherin Bundesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik, Sprecherin Landesarbeitskreis Frauen- und Gleichstellungspolitik, München

Micky Wenngatz
Kommunikationsberaterin, ASF-Landesvorsitzende Bayern, Beisitzerin im Gesamtvorstand der SPD München

Veranstaltungsort
München


Partner

Gleichstellungsstelle der Landeshauptstadt München

Evangelische Akademie Tutzing

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Tagung



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13.06.2013 - 19:00

Die Stimme der Frauen - Vor der Präsidentenwahl in Iran

 

Die Proteste nach den letzten Präsidentschaftswahlen in Iran 2009 wurden vor allem von jungen Frauen angeführt. Viele von ihnen wurden daraufhin verhaftet, andere haben das Land verlassen. Am Vorabend der iranischen Wahlen 2013 wollen wir daher fragen: 

  • Was ist aus den Stimmen der Frauen geworden?
  • Wie hat sich die Situation seit 2009 entwickelt?

Die Berichterstattung über Iran in deutschen Medien ist häufig fixiert auf den Atomkonflikt. Grundsätzliche Informationen über das Wahlsystem, die Rolle von Minderheiten und die aktive Rolle von Frauen und Frauenorganisationen fehlen.

ReferentInnen

Katayun Pirdawari
Politikwissenschaftlerin und Queer-Aktivistin, Berlin

Dr. Christl Catanzaro
Iranistin, LMU München

Narges Kalhory
Filmemacherin und Studentin an der HFF München

Moderation:
Silvia Bauer
Kulturwissenschaftlerin, München

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
8,-/erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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