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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

26.10.2019 - 10:00 bis 17:30

Ich liebe Konkurrenz. Nicht.

Konflikttraining für Frauen

Wer sich politisch engagiert, bewegt sich in einem zutiefst konfliktträchtigen Feld.

Die Auseinandersetzung mit politischen Gegner*innen lebt von Werte-, Ziel- und Strategiekonflikten: soziale Gerechtigkeit oder freie Märkte? Kohleenergie oder Ausstieg? Quote oder nicht?

Innerhalb der eigenen Reihen spielen zusätzlich Verteilungskonflikte eine wichtige Rolle, denn die Posten sind knapp, die aussichtsreichen Listenplätze endlich.

Frauen wird gerne nachgesagt, sie seien konfliktscheu oder gar harmoniesüchtig. Was so nicht stimmt, denn Frauen gehen einfach nur anders mit Konkurrenz und Konflikten um als Männer. Tatsache ist jedoch: Frauen wagen es selten, eine_n (politische_n) Konkurrent_in offen herauszufordern. Mit der Folge, dass sie auf Chancen, Erfolg, Status, Zufriedenheit und mehr verzichten.

Wie das anders gehen kann, betrachten wir in diesem Seminar. Es wird um folgende Fragen gehen:

  • Was ist ein Konflikt und welche Arten gibt es?
  • Welche Lösungsstrategien kommen in Betracht?
  • Wie ticken Frauen in Konflikten?
  • Wie kann ich Gelassenheit - oder sogar Spaß -  in Konkurrenzsituationen entwickeln?

Wir wechseln im Seminar zwischen Kurzinput, Einzel-/Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch und Übungen.

Dieses Seminar kann mit 9 Unterrichtstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "Kommunikation" angerechnet werden.

Veranstaltungsnummer: 2-19-48

Das Seminar wendet sich ausschließlich an Frauen.

Das Seminar ist ausgebucht. Wir haben eine Warteliste gebildet.

ReferentInnen

Ina Machold
Diplom-Pädagogin und Mediatorin (FH), seit über 15 Jahren Training und Coaching zu den Themen Kommunikation, Rhetorik und Konfliktmanagement
Frauenreferentin, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Bayern

Veranstaltungsort
München, Petra-Kelly-Stiftung, Seminarraum, Hochbrückenstr. 10


Kosten
60,-/ erm. 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar


Anmeldung


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07.08.2019 - 19:00

After Sabeen

 

Der Film" After Sabeen" (OmeU, 74 min) wurde von Schokofeh Kamiz produziert und wird zum ersten Mal in München gezeigt. Die anschließende Diskussion wird auf Englisch und Deutsch stattfinden und sich mit der derzeitige Situation sozialer und zivilgesellschaftlicher Aktivist*innen in Pakistan beschäftigen.


Karachi, Pakistan. 24. April 2015. Ein Auto hält an einer Ampel. Drinnen sitzen zwei Frauen: Sabeen Mahmud und ihre Mutter Mahenaz. Zwei Männer auf einem Motorrad halten an und eröffnen das Feuer. Sabeen stirbt sofort; ihre Mutter wird verwundet, überlebt aber.

Am Abend ihres Todes veranstaltete Sabeen Mahmud, eine Podiumsdiskussion über das ungeklärte und anhaltende Verschwinden von mehr als 20.000 Aktivisten und Zivilisten aus Balutschistan in ihrem Cafés T2F (The Second Floor) in Karatschi. Ursprünglich sollte die Podiumsdiskussion in einer Universität in Lahore stattfinden. In letzter Minute wurde aber die Zusage für die Räumlichkeiten, nach einem massiven Druck von staatlicher Seite aus, zurückgezogen. Sabeen wurde auch von Unbekannten bedroht und von ihr wurde verlangt, diese Veranstaltung abzusagen. 

Auch besorgte Freunden rieten ihr dazu. Sabeen ließ sich jedoch nicht einschüchtern und führte die Veranstaltung durch. Nach dem Mord folgt die Regisseurin Schokofeh Kamiz der Mutter und Freunden von Sabeen, um nicht nur Berichte und Erinnerungen an sie aufzuzeichnen, sondern auch um ein Porträt einer Frau zu erstellen, die sie nicht kannte.

Tickets sind über das Monopol Kino kaufbar.

ReferentInnen

Schokofeh Kamiz
Regisseurin

Mahenaz Mahmud
Mutter von Sabeen, aus Pakistan

Seema Malik und Marvi Mazhar
Weggefährtinnen von Sabeen, aus Pakistan

Veranstaltungsort
München, Monopol Kino, Schleißheimer Str. 127


Kosten
9,50 € / 8,50 € erm.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion


https://www.monopol-kino.de/de/programm-tickets/mittdoks-delikatessen


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20.07.2019 - 10:00 bis 17:30

Ich liebe Konkurrenz. Nicht.

Konflikttraining für Frauen

Wer sich politisch engagiert, bewegt sich in einem zutiefst konfliktträchtigen Feld.

Die Auseinandersetzung mit politischen Gegner*innen lebt von Werte-, Ziel- und Strategiekonflikten: soziale Gerechtigkeit oder freie Märkte? Kohleenergie oder Ausstieg? Quote oder nicht?

Innerhalb der eigenen Reihen spielen zusätzlich Verteilungskonflikte eine wichtige Rolle, denn die Posten sind knapp, die aussichtsreichen Listenplätze endlich.

Frauen wird gerne nachgesagt, sie seien konfliktscheu oder gar harmoniesüchtig. Was so nicht stimmt, denn Frauen gehen einfach nur anders mit Konkurrenz und Konflikten um als Männer. Tatsache ist jedoch: Frauen wagen es selten, eine_n (politische_n) Konkurrent_in offen herauszufordern. Mit der Folge, dass sie auf Chancen, Erfolg, Status, Zufriedenheit und mehr verzichten.

Wie das anders gehen kann, betrachten wir in diesem Seminar. Es wird um folgende Fragen gehen:

  • Was ist ein Konflikt und welche Arten gibt es?
  • Welche Lösungsstrategien kommen in Betracht?
  • Wie ticken Frauen in Konflikten?
  • Wie kann ich Gelassenheit - oder sogar Spaß -  in Konkurrenzsituationen entwickeln?

Wir wechseln im Seminar zwischen Kurzinput, Einzel-/Gruppenarbeit, Erfahrungsaustausch und Übungen.

Dieses Seminar kann mit 9 Unterrichtstunden für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "Kommunikation" angerechnet werden.

Veranstaltungsnummer: 2-19-44

Das Seminar wendet sich ausschließlich an Frauen.

Das Seminar ist ausgebucht. Wir haben eine Warteliste gebildet.

ReferentInnen

Ina Machold
Diplom-Pädagogin und Mediatorin (FH), seit über 15 Jahren Training und Coaching zu den Themen Kommunikation, Rhetorik und Konfliktmanagement
Frauenreferentin, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Bayern

Veranstaltungsort
München, Petra-Kelly-Stiftung, Seminarraum, Hochbrückenstr. 10


Kosten
60,-/ erm. 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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18.07.2019 - 17:00 bis 21:00

Ladies Lunch: Feministische Außenpolitik

Wieso Aktivismus und Diplomatie Hand in Hand gehen müssen

Schweden macht’s. Kanada probiert sich. Und Deutschland geht auch erste Schritte: Feministische Außenpolitik ist seit kurzer Zeit in vieler Munde. Doch was genau bedeutet es eigentlich, Außen- und Sicherheitspolitik feministisch zu denken? Reicht es, Frauen an den Verhandlungstisch zu bekommen?

Darüber wird Kristina Lunz, Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign Policy an dem Abend sprechen.

Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen, Kristina Lunz und Margarete Bause

Danach laden wir Sie herzlich ein, bei einem Glas Sekt und einem kleinen Buffet mit den anderen Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen und Ihr Netzwerk zu erweitern.

Die Veranstaltung wendet sich ausschließlich an Frauen.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

ReferentInnen

Kristina Lunz
Mitbegründerin und Deutschlanddirektorin des Centre for Feminist Foreign Policy

Margarete Bause, MdB
Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen

Begrüßung:

Sigi Hagl
Landesvorsitzende Bündnis90/Die Grünen

Veranstaltungsort
München, Der Pschorr (Theresiensaal), Viktualienmarkt 15


Kosten
Eintritt frei



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01.06.2019 - 19:30

Zwischen Östrogenen und Tough-guy Hardcore

 

"'Trans*feminine Menschen in der Punkszene - zwischen hypermaskulinen Hardcorebands und freien Oberkörpern wird der Raum häufig eng für Menschen die normativen Geschlechtervorstellungen weniger entsprechen, dabei ist doch eigentlich gerade die Punkszene ein idealer Ort für freien Ausdruck und Diversität. Als Trans*frau, die viele Jahre ihres Lebens cis-männlich definiert lebte konnte ich über Jahre die ich in Punkbands, auf zahlreichen Touren und als Veranstalter*in verbracht habe und verbringe spannende Eindrücke von dem Vakuum zwischen unmissverständlich maskulinen Strukturen, pseudo-liberalen Musikvenues und queer_feministischen Freiräumen gewinnen.
Vom oberkörperfreien Live-Foto mit 15 Jahren in der Lokalzeitung zur Tourmanagerin für queer_feministische Künstler*innen - es gibt viel Entwicklung zu erzählen: der Spagat zwischen der Vorliebe für Hardcore-Punk und dem Langen nach Femininität, Mansplaining, Östrogene und die Schwierigkeit, eine Existenz in einer antikapitalistischen Szene nachhaltig zu machen.
Ich möchte einen Einblick in die Auslebung von Geschlechterrollen in der Punkszene und die Entwicklung zur professionellen Unterhaltung eines queer_feministischen Tourservice erzählen, und mit euch gemeinsam die Erlebnisse in politische Kontexte einordnen und ins Gespräch kommen.

Dieser Vortrag findet im Rahmen des „Unkraut Fest 2“ im DESI (Nürnberg) statt: http://desi-nbg.de/programm/http://desi-nbg.de/programm/

ReferentInnen

Maja Hagedorn
betreibt hauptberuflich ihren internationalen Tourservice 'Queers to the front Booking' und veranstaltet Konzerte im AJZ Bielefeld und mit dem Frauen*kollektiv Münster. Sie verortet sich als trans*feminin und nutzt das Pronomen 'sie'.

Veranstaltungsort
Nürnberg, Desi Nürnberg, Brückenstraße 23


Kosten
Eintritt frei!


Partner

DESI Stadtteilzentrum e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag



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18.05.2019 - 11:30 bis 21:30

9. FemFest Würzburg - Feministisches & Gesellschaftskritisches Fest

 

Bereits zum 9. Mal findet nun im Jugendkulturhaus Cairo in Würzburg das „FemFest Würzburg“ statt, ein feministisches und gesellschaftskritisches Fest mit Vorträgen, Workshops und Diskussionen.

Weitere Infos zum Programm finden Sie auf der Internetseite des FemFestes.

ReferentInnen

Enrico Glaser
Fachstelle Gender, GMF und Rechtsextremismus, Amadeu Antonio Stiftung
Dr. phil. Maya Götz
Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk und des PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL
SOhRakel
Siebdruckkollektiv aus Mainz &Wiesbaden

u.a.

Veranstaltungsort
Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo, Fred-Joseph-Platz 3


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Jugendkulturhaus Cairo, Würzburg


Art der Veranstaltung
Feministisches & Gesellschaftskritisches Fest



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13.10.2018 - 19:00

Podiumsdiskussion "Sex/Arbeit"

 

Bis zum Inkrafttreten des Prostitutionsgesetzes 2002 war die Prostitution in Deutschland zwar rechtlich geduldet, galt jedoch als „sittenwidrig“. Aber auch nach ihrer Legalisierung ist Sexarbeit keine Lohnarbeit wie jede andere auch: Das Prostituiertenschutzgesetz, das seit dem 1. Juli 2017 existiert, errichtete eine Reihe von Hürden, um menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Zwang und Menschenhandel in diesem Feld einzudämmen. Kritik gab es von verschiedenen Seiten – auch des feministischen Spektrums: „Die Pro-Prostitutionslobby hat gesiegt“ ließ die feministische Zeitschrift Emma verlauten, während umgekehrt der Verein HYDRA e.V. die Einschnitte in Grundrechte und die erweiterten Kontrollbefugnisse von Behörden kritisierte.

Lassen sich diese Eingriffe vor dem Hintergrund der prekären Arbeitsverhältnisse von Sexarbeitern legitimieren, oder handelt es sich hierbei um die Fortsetzung einer behördlichen Stigmatisierung von Sexarbeit als sittenwidrig? Um eine materialistische Kritik der Verhältnisse leisten zu können, unter welchen Sexarbeit nachgefragt und angeboten wird, bedürfen daher folgende Fragen einer Antwort: Wie gestaltet sich das Verhältnis von allgemeiner Lohnarbeit und Sexarbeit im Besonderen – ist letztere eine ‚Arbeit wie jede andere auch? Wie sind vor diesem Hintergrund die rechtlichen Entwicklungen zu bewerten? Worin liegen in dieser Hinsicht kurz- und langfristige Handlungsspielräume für eine praktische Solidarität?

ReferentInnen

Theodora Becker
war mehrere Jahre lang bei Hydra im Vorstand, heute nur noch einfaches Mitglied. Promoviert heute an der FU im Fach Philosophie zum Verhältnis von bürgerlicher Gesellschaft und Prostitution mit besonderem Hinblick auf die Frage, warum und inwiefern jene die Prostitution (nicht) als Arbeit betrachtet. 
Naida Pintul
arbeitet ehrenamtlich in einer Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, versteht sich als Radikalfeministin, hält außerdem regelmäßig Vorträge zu diversen feministischen Themen.

Veranstaltungsort
München, "404 page not found", Corneliusstraße 2


Kosten
Eintritt frei!


Partner

AK Eurokrise / Grande Union Abgrund


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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29.09.2018 - 19:00

"Our Piece of Punk - Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen"

Buchvorstellung

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Manifest der wütenden Riot Grrrls ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: Wie ging es nach 1991 weiter? Sind die Forderungen der Riot Grrrls eingelöst worden? Tot ist Punk nicht – sagen wenigstens die einen – und auch heute fehlt es nicht an kritischen Stimmen in Bezug auf Rassismus, Sexismus, Homo- und Trans*phobie in der Punkszene. Und die kommen in »Our Piece of Punk« zu Wort, denn es ist an der Zeit, die Diskussionen weiterzuführen.

»Our Piece of Punk. Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen« enthält Zeichnungen, Comics, Textbeiträge, Diskussionen und Liebeserklärungen über die Möglichkeiten und Grenzen von Queer_Feminismus im Punk. Dabei geht es nicht um einen Blick in den Rückspiegel, um keine »Früher war alles besser«- und Riot-Grrrl-Nostalgie: Vielmehr lässt das Buch Protagonist*innen zu Wort kommen, die Punk und DIY heute lieben und leben, mit allen Macken, Kanten und Ärgernissen.

Die vierzig beteiligten Musiker*innen, Konzertgänger*innen, Festivalorganisator*innen, Punk*etten, Comiczeichner*innen
oder Tontechniker*innen haben Punk & DIY als gemein­samen Nenner. Das Buch ist gefüllt mit ihren Sichtweisen. Manche decken sich, manche nicht: Unterschiedlich und trotzdem ähnlich stehen sie alle für sich die Vielfalt von Punk in der Gegenwart.
 
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Riot Grrrl Abend statt:

sisteResist versteht sich als praktische Auseinandersetzung mit einer weiterhin deutlich wahrnehmbaren Geschlechterungleichheit in vielen Teilen (sub)kulturellen Alltags. Ein lauter Diskussionsbeitrag in Form einer Veranstaltungsreihe. All genders welcome. Hört zu. Diskutiert mit. Seid aktiv und kreativ. Beim Riot Grrrl Abend am 29.9. spielen Deutsche Laichen, Eat my Fear und The Heroine Whores live in der Desi. Davor stellen Barbara Lüdde und Judit Vetter ihr Buch "Our Piece of Punk – Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen" vor. Dazu könnt ihr euch Poke Tattoos stechen und beim BarDJing den Abend ausklingen lassen. Die Reihe wird veranstaltet von der Desi Programmgruppe, der FemAG in der Interventionistischen Linken sowie Trouble in Paradise und ist ein Projekt im Rahmen der Kulturhaupstadt-Bewerbung 2025.

ReferentInnen

Barbara Lüdde und Judit Vetter
Herausgeberinnen und Zeichnerinnen von "Our Piece of Punk - Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen"

Veranstaltungsort
Nürnberg, Desi, Brückenstr. 23


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Stadtteilzentrum Desi Nürnberg


Art der Veranstaltung
Buchvorstellung



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26.05.2018 - 11:30

Femfest 2018

8. Gesellschaftskritisches Fest zum Thema Geschlecht

Das FemFest bietet eine Plattform für alle Menschen, die sich mit Geschlechterfragen auseinanderzusetzen möchten. Sich den verschiedenen gesellschaftlichen und kulturellen Einflüssen zu "sex" und "gender" bewusst zu werden, ist ein erster Schritt in Richtung Loslösung von diesen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Femfests.

ReferentInnen

Anna Sophia Feuerbach
Diplombiologin und Ernährungsberaterin
Mithu Sanyal
Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin
Alexandra Schwartz
Tänzerin, Choreographin und Pädagogin (Leipzig)
Elizabeth Wurst
Visual Artist
Francis Seeck
Antidiskriminierungstrainer*in, Autor*in und Doktorand*in

Veranstaltungsort
Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo, Fred-Joseph-Platz 3


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Jugendkulturhaus Cairo Würzburg



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20.04.2018 bis 21.05.2018

Sex: zwischen Macht, Tabus und Idealen

Aktionstage zu Körperbildern, Sexualität und sexuellen Grenzüberschreitungen

„Männer wollen immer nur das Eine“ oder der „Mythos Jungfrau“: Unzählige überholte Vorstellungen rund um Körper und Sexualität stecken noch immer in unseren Köpfen und weisen dabei meist Männern* eine aktive und Frauen* eine passive Rolle zu. Weibliche Lust wird tabuisiert, Körperwissen wird vorenthalten. Scham für und Unwissen über den eigenen Körper, die eigene Sexualität und  zugehörige Begriffe (etwa Vulva oder Klitoris) verhindern, dass insbesondere Frauen* und Mädchen*  sich mit eigenen Bedürfnissen und Grenzen auseinandersetzen, sie kennen(lernen) und artikulieren. 

Der Glaube, dass Männer* “immer nur an das Eine denken”,  ist Teil eines Männlichkeitskonzepts, das Grenzüberschreitungen durch Männer* legitimiert. Konsens war deshalb ein zentrales Thema der Veranstaltungsreihe und wurde im Licht der aktuellen Debatte um “#metoo” umso relevanter:  Es zeigt  sich, dass nicht nur unbeabsichtigte Grenzverletzungen, sondern auch bewusst in Kauf genommene  sexualisierte Gewalt nach wie vor die Lebensrealitäten von Frauen* und anderen Gruppen prägen. 

Die Foto-Ausstellung der jüdisch-US-amerikanischen Künstlerin Hannah Altman wurde vom Organisationsteam der Aktionstage am Freitag (20.04.2018) in der Kultur-Cafeteria der Universität Passau gezeigt. Die Fotoserie ersetzte Körperflüssigkeiten von Frauen* (darunter Blut, Tränen und Erbrochenes) durch Glitzer und karikierte so die Norm, als Frau* in allen, auch in z.T. unerträglichen Situationen schön aussehen zu müssen. Der Ausstellung war ein Beschreibungs- bzw. Interpretationstext beigefügt, sodass alle Passant*innen Zugang zum Thema hatten. Sie funktionierte auch als Mittel, um Teilnehmer*innen für die übrigen Veranstaltungen zu gewinnen. Knapp zwei Wochen nach Ende der Aktionstage wurden die Werke wieder abgehängt, sodass die Aktionswoche über die Ausstellung noch nachwirken konnte.

Beim mit über 150 Zuhörer*innen ausgezeichnet besuchten Poetry Slam gegen Sexismus ging es um niederschwellige Einsicht in sexistische Lebensrealitäten und Feminismus als Begegnungsstrategie. In ihren Texten verbalisierten die Slammerinnen* (Katrin Freiburghaus, Lolo Logie, Doro Röder, Yasmin Köseli, Fatima Talalini) unterschiedlichste Alltagserfahrungen, die sie selbst mit Sexismus hatten. Das gesamte Publikum beteiligte sich rege, sodass von einer gelungenen Sensibilisierung für die Existenz dieser Diskriminerungsform ausgegangen werden kann.

Im Film "Vulva 3.0" und der anschließenden Diskussion ging es vor allem um eine kritische Auseinandersetzung mit Tabus und Schönheitsidealen. Die Referentin Julia Schuh zeigte auf, wie sich die Darstellung und gesellschaftliche Wahrnehmung von Vulven geschichtlich entwickelt haben und welche Rolle diese in der heutigen Darstellung von Vulven spielen. Im Anschluss wurde der Film Vulva 3.0 gezeigt. Dieser geht besonders auf die heutige Tabuisierung von Vulven auf der einen Seite und die verzerrte Darstellung von Vulven in Medien und der Wunsch vieler Frauen* sich daran mittels Operationen anzupassen auf der anderen Seite ein. Daraus entstand eine sehr anregende Diskussion zum Umgang mit Schönheitsidealen.

In der Podiumsdiskussion: „Sexismus und sexualisierte Gewalt an der Hochschule" sollten die aktuellen Maßnahmen der Universität Passau kritisch beleuchtet und Ideen für andere Umgangsweisen mit Sexismus und sexualisierter Gewalt an Hochschulen entwickelt werden. Zuerst erläuterte Ann Wiesental als Expertin für sexualisierte Gewalt befragt, was darunter zu verstehen sei und wie sinnvolle Betroffenen-Unterstützung aussehen kann. Hier wurde klar, dass die Definitionsmacht über den Umgang bei den Betroffenen liegen sollte. Wie solche betroffenenorientierte Unterstützung an der Universität aussehen kann und wo die Anlaufstellen sind, erklärte Elena Dück, die stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Philosophischen Fakultät. Kritik an der Umgangsweise der Universitäten kam von Eva Gruse, Vorstand des freien Zusammenschlusses von StudentInnenschaften e.V.. Sie problematisierte, dass die zuständigen Stellen in der Regel in das universitäre Geschehen eingebunden sind, die Professor*innen, von denen eine Grenzüberschreitung ausgehen kann, oft persönlich kennen und Betroffene daher nicht unabhängig unterstützen können. Anregungen zu möglichen Veränderungen in der Lehre und den Lehrinhalten gab Dr. Christian Rademacher, ein Dozent der Universität Passau. Aus dem Publikum kamen viele Wortmeldungen, gewünscht wurde sich unter anderem, dass Lehrinhalte, die für Genderproblematiken sensibilisieren, nicht optional, sondern verpflichtend in jeden Studiengang eingebunden werden.

Der Film „Fuck Sex - Asexualität als letztes Tabu” klärt über Asexualität auf und lässt verschiedene asexuelle Personen zu Wort kommen. Im Anschluss daran konnten Fragen gestellt werden und eigene Erfahrungen ausgetauscht wurden. Dazu gab es eine Vorwissens- sowie Erwartungsabfrage. Eine Tafel mit (Fach-)Begriffen und Diskussionsthemen gab bei der folgenden Diskussion Anregungen für Fragen und Gespräche, Unklares wurde durch die Referentin Lea Jung beantwortet. Die Veranstaltung lässt sich als voller Erfolg werten, da mehr Teilnehmer*innen kamen, als  erwartet, darunter auch einige nicht-studentische Personen sowie asexuelle und allosexuelle Personen. Es entstanden angeregte, gleichzeitig sehr respektvolle Gespräche und einige Teilnehmer*innen, die zuvor mitgeteilt hatten, das Thema sei vollkommen neu für sie, sind mit Mehrwissen aus der Veranstaltung gegangen.

Im Workshop "Konsens" ging es um die Sensibilisierung für sexuelle Grenzüberschreitungen und die Kompetenz, eigene Beziehungen konsensual zu gestalten. So wurden verschiedene zwischenmenschliche Situationen dargestellt und gefragt, ob in diesen Situationen Konsens gegeben war. Im Fall von fehlendem Konsens sollte überlegt werden, wie man als Außenstehende*r sinnvoll eingreifen und/oder Hilfe anbieten kann. Außerdem sollten Möglichkeiten gefunden werden, selbst in den eigenen Beziehungen Konsens herzustellen.

Im Vortrag "Alternative Verhütungsmethoden" vermittelte die Referentin Monika Kastner ausführliches Wissen über die weiblichen* Geschlechtsorgane, den Ablauf des Zyklus und einigem mehr, zum Beispiel zur Flora und dem Milieu der Vagina und darauf fußend zu sinnvoller Körperhygiene und Menstruationsmethoden. Außerdem wurden ausführlich verschiedene Verhütungsmethoden kritisch betrachtet. Als eine mögliche Alternative zu üblichen Methoden wurde die sympto-thermale Methode in ihren Grundlagen vorgestellt.

"Flach, glatt, gesund: Körper- und Gesellschaftsverhältnisse unter dem Stichwort "Attraktivität"“ betrachtet" gab Louise Haitz einen Überblick über die jeweilige gesellschaftlichen Ordnung von der feudalen Ständegesellschaft bis heute und deren spezifische gesellschaftlichen Sicht auf den „Körper“ auf. Die Trennung von Körper und Geist und dem Körper als Arbeitskraft und etwas vom Geist „zu bezwingendes“, „zu optimierendes“ fand ebenso Erwähnung wie der Zusammenhang zu Kolonialismus und Rassismus. Im Anschluss daran zeigte die Referentin anhand von Beispielen, v.a. aus der Medienwelt und dem Fernsehen, die in unserer Gesellschaft vorherrschenden Körperideale auf und stellte den Zusammenhang zu kapitalistischer Leistungsideologie dar. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Diskriminierung von hochgewichtigen Menschen, in deren Körperform gesellschaftlich nicht nur ein „unschön*“, sondern auch ein „ungesund*“, „faul*“, „unintelligent*“ und „sozial schwach*“ eingeschrieben ist. Dem Vortrag folgte eine sehr anregende Diskussion zum Umgang mit Schönheitsidealen und Körpernormen.

Der Vortrag "Das deutsche Sexualstrafrecht – Alles nur noch Verhandlungssache?" gab einen Überblick über die historischen Fassungen des Sexualstrafrechts mit kurzen Exkursen ins Mittelalter und das alte Rom und erläuterte dann genauer die Änderungen in den letzten beiden Jahrhunderten bis zur heutigen Fassung. Dabei wurden verschiedene gesellschaftliche Sexualitätskonzepte vorgestellt, die den Versionen jeweils zu Grunde lagen bzw. liegen. Die Referentin Anja Goetz zeigte, wie juristisch scheinbar neutrale Begriffe von Sexualstrafrechts-Anwält*innen immer im Rahmen gesellschaftlicher Konzepte von Sexualität und sexualisierter Gewalt interpretiert werden bzw. andersherum gesellschaftliche Sexualitätskonzepte und Vergewaltigungsskripte in das Recht übertragen werden. Ein historisches Konzept ist dabei der „Täter aus Trieb“, während heutige Täterkonzepte oft den „Täter aus Versehen“ proklamieren und ihn dadurch juristisch weniger angreifbar machen. Der Vortrag offenbarte so einer der vielen Problematiken juristischer Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt. Da rechtliche Fassungen Skripte beinhalten, die in die Gesellschaft weiterwirken und übernommen werden, ist die Weiterentwicklung des Sexualstrafrechts hin zu einer Konsensmoral trotz häufig nicht stattfindender Verurteilungen möglicherweise angebracht, um einen Beitrag zur Verhinderung von sexualisierter Gewalt zu leisten.

Mara Schepsmeier, der Produzentin des Films "Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W. und der § 218" gab zunächst eine Einführung in das Thema Schwangerschaftsabbrüche. Sie stellte klar, dass Schwangerschaftsabbrüche schon seit jeher durchgeführt wurden, und dies unabhängig von den unterschiedlichen medizinischen, gesellschaftlichen und später auch rechtlichen Bedingungen. Der Begriff der Selbstbestimmung geht dabei nicht immer automatisch mit der Möglichkeit des Abbruchs einher, da Abbrüche auch von anderen Akteuren als der schwangeren Person erzwungen werden können und die im  Falle einer Kriminalisierung oder Ächtung oft fehlende ausreichende medizinische Versorgung zu Komplikationen oder dem Tod der schwangeren Person führen kann.  Als Rahmenhandlung des Films wird die Geschichte einer während der Weimarer Republik lebenden Ärztin vorgelesen, die sich aufgrund der verbotenen Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen in Haft befindet. Dazwischen werden Interviewsituationen mit verschiedenen Frauen* gezeigt, die selbst abgetrieben haben, darunter eine Frau, die in den 70er Jahren unter gesetzlichem Verbot heimlich abgetrieben hat und schwere gesundheitliche Komplikationen nicht behandeln lassen konnte, sowie einige Frauen*, die in den letzten Jahren die Erfahrung eines Abbruchs hatten. Wie bereits in Einführung und Film kristallisierte sich auch in der anschließenden Diskussion heraus, dass eine freie Entscheidungsmöglichkeit bezüglich Schwangerschaftsabbrüchen nach wie vor nicht gegeben ist, sowohl in Bezug auf rechtliche Hürden (u.a. dem § 218) wie auf gesellschaftliche Reaktionen.

In dem von Marc Brandt geleiteten Workshop "Critical Maleness" ging es um das Bewusstsein für und den kritischen Umgang mit Privilegien gegenüber nicht-männlichen* Personen. Die Teilnehmenden setzten sich mit den verschiedenen Dimensionen von Männlichkeit auseinander und befassten sich mit Männlichkeitskonzepten, wie sie ihnen in Sozialisation und Erziehung vermittelt worden waren. Männlichkeit in der politischen Arbeit, wobei auch Gruppenstrukturen reflektiert wurden, Männlichkeit beim Flirten und mit Auswirkungen von Männlichkeitskonzepten auf das eigene Leben (etwa auf die Gefühlswelt) waren weitere Themen des Workshops.

Die thematischen Veranstaltungen wurden von einer Reihe von Info-Tischen und Aktionen begleitet, mit denen das Thema der Veranstaltungsreihe auf dem Campus präsent gemacht wurde. Dazu gehörten zwei "Austausch-Cafés", ein Info-Stand, ein Flashmob gegen Sexismus, ein Selbstverteidigungskurs für Frauen, ein Brunch mit offenem Austausch sowie eine "Sofa-Aktion". Dabei wurde ein Sofa aufgestellt, auf dem eine weiblich gelesene Person mit Bechern und Getränkeflaschen so drapiert war, dass sie als betrunken und schlafend zu erkennend war. Am Sofa lehnte ein großes Schild mit der Aufschrift „If I can`t say no, I can`t say yes. #knowno“. Damit wurde vermittelt, dass betrunkene und nicht ansprechbare Personen nicht konsensfähig sind und eine Initiierung von (sexuellen) Handlungen mit dieser Person nicht-hinnehmbare Grenzverletzungen darstellen und zu unterlassen sind. Die Aktion lief für vier Stunden und wurde von zahlreichen Universitätsangehörigen wahrgenommen, es gab etliche positive Feedbacks. 

Den Abschluss bildete das Konzert "Petra und der Wolf".

Veranstaltungsort
Passau


Kosten
Siehe Veranstaltungsflyer


Partner

Liste der unabhängigen kritischen Student*innen an der Uni Passau (LUKS)


Art der Veranstaltung
AKtionstage



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