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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

10.06.2017 bis 18.06.2017

Bella Napoli?! Die Auswirkungen von Sparpolitik, Stadtentwicklung,...

Politische Bildungsreise 10.-18. Juni 2017

Neapel, einst die prachtvolle Hauptstadt des Königreichs beider Sizilien und viertgrößte Stadt Europas, befindet sich seit langem in der Krise. Die jüngste globale Wirtschaftskrise, die die Mittelmeerländer gewaltig traf, und die endemischen Probleme der italienischen Demokratie haben die Stadt schließlich in eine Notsituation gestürzt. Die steigende Arbeitslosigkeit, ausgrenzender urbaner Wandel, die katastrophale Umweltverschmutzung der Region mit Giftmüll und die offenen Revierkriege zwischen den verfeindeten Familienclans der Camorra sind heute Alltagsroutine.

Gleichzeitig kämpft jedoch eine dynamische und kritische Zivilgesellschaft für Freiräume und soziale Gerechtigkeit. Eine Reihe von Genossenschaften und Bürgerinitiativen setzten sich gegen die Gentrifizierung ihrer Viertel, gegen die Privatisierung der öffentlichen Güter sowie gegen die illegalen Müllhalden – und damit gleichzeitig gegen Investoren und die Mafia – ein.

Vor diesem Hintergrund findet unsere achttägige Kultur– und Bildungsreise nach Neapel statt. In zahlreichen Begegnungen mit Akteur/innen aus politischen Parteien, Arbeitervereinigungen, NGOs, den Umwelt- und Frauenbewegungen und Bürgerinitiativen  beschäftigen wir uns mit den Handlungs- und Widerstandsstrategien der neuen sozialen Bewegungen, die sowohl gegen die Mafia als auch gegen die prekarisierende Regierungspolitik und für ein neues sozial-ökologisches Gesellschaftsprojekt aktiv sind. Wir versuchen im Dialog mit diesen Protagonist/innen ein Gespür für die aktuelle gesellschaftliche Dynamik zu entwickeln.

An- und Abreise erfolgen individuell. Im Reisepreis enthalten sind acht Übernachtungen mit Frühstück, deutschsprachige Reiseleitung, Programm alle Gespräche, Besichtigungen, Exkursionen etc. mit allen zwei gemeinsame Abendessen, Eintritte, ÖPNV, Fähren etc.


Das ausführliche Programm können Sie hier herunterladen.

Veranstaltungsort
Neapel, Italien


Kosten
1.040,- Euro (DZ | EZ-Zuschlag: 260,- Euro) | Ermäßigter Preis für Studierende: 850,- Euro


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg


Art der Veranstaltung
Bildungsreise


Anmeldung


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06.06.2017 - 10:30 bis 09.06.2017 - 17:30

Orte guten Lebens in Bayern

Reise in eine lebenswerte Zukunft

Das "gute Leben" hat derzeit Hochkonjunktur - selbst die Bundesregierung hat ein umfangreiches Konsultationsprojekt dazu durchgeführt. Was "gutes Leben" aber konkret bedeutet, wird selten genau definiert. Klar ist: Eine intakte Umwelt, Gesundheit, nachhaltiges Wirtschaften, gerechtes Einkommen und menschenwürdige Wohnverhältnisse gehören mit Sicherheit dazu. 

Immer mehr Menschen, in zivilgesellschaftlichen Initiativen oder in der Kommunalpolitik, in Unternehmen, Genossenschaften oder Vereinen, engagieren sich mittlerweile dafür, ihre Visionen vom guten Leben ganz konkret, vor Ort, gemeinsam mit anderen, umzusetzen. Einige dieser Projekte und Initiativen werden wir auf unserer Bildungsreise besuchen und die Vielfalt dieser Ansätze in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen kennen lernen. 

Das detaillierte Programm unserer Reise können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, deshalb bitte baldmöglichst anmelden!

Anmeldeschluss: 10. April 2017

Die Teilnahmegebühr beinhaltet neben dem kompletten Besuchsprogramm die Busfahrt, drei Übernachtungen mit Frühstück sowie vier Mittagessen. Abendessen sowie Getränke sind in der Gebühr nicht enthalten und werden von den Teilnehmenden selbst übernommen.

Für die Anreise nach Landshut und Rückreise von Augsburg sorgen die Teilnehmenden selbst.

Bei der Anmeldung bitte angeben, ob Unterbringung im Einzel- oder Doppelzimmer erwünscht ist.

ReferentInnen

Reiseleitung:

Peter Gack und Karin Zieg, GRIBS-Kommunalbüro

Dr. Gerd Rudel, Petra-Kelly-Stiftung

Veranstaltungsort
Start: Landshut | Ende: Augsburg


Kosten
390,- Euro (Übernachtung im Einzelzimmer) / 330,- Euro (Übernachtung im Doppelzimmer)


Partner

GRIBS-Bildungswerk


Art der Veranstaltung
Bildungsreise


Anmeldung


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10.03.2017 - 18:00

Ende der Privatheit

Brauchen wir eine neue Reformation?

Die Reformation von 1517 ist undenkbar ohne die Medienrevolution des Buchdrucks. Sie hat Gesellschaft und Kultur fundamental verändert und das Individuum aus den Dogmen der Kirche befreit.
Heute ist es die Digitalisierung, die auf Gesellschaft und Kultur einwirkt, auf Sprache und Bilder, auf unsere Haltung zur Welt. Wird sie das Ende der Privatheit bringen, hat das Individuum ausgedient?

ReferentInnen


Impulsreferat
Susanna Wolf, M.A.
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Christliche Publizistik an der Universität Erlangen-Nürnberg

Diskussion
Ulrike Schäfer
Schriftstellerin
Dr. Werner Meixner
TU München, Institut für Informatik
Andreas Heidtmann
Schriftsteller

Moderation
Eva Leipprand
Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS)

Klavier
Udo Agnesens

Veranstaltungsort
Aschaffenburg, Martinusforum, Treibgasse 26


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS)


Art der Veranstaltung
Diskussion



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06.03.2017 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Mit siebzehn (Quand on a 17 ans)

 

Mit siebzehn (Quand on a 17 ans)  FR 2016, 116 Min., R: André Téchiné, OmU

Zwischen Thomas und seinem Mitschüler Damien kommt es immer wieder zum Streit. Als Damiens Mutter den verschlossenen Thomas bei sich zu Hause aufnimmt, sind auf einmal die beiden Jugendliche mit den ungeklärten Gründen für ihre Aversion konfrontiert. Die raue südwestfranzösische Bergnatur wird in diesem viel gelobten Film zur Seelenlandschaft für die komplizierte Beziehung zweier junger Männer. 

Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2016, Großer Preis der Jury beim Outfest Los Angeles 2016. 
In den deutschen Kinos ab dem 16. März.

ReferentInnen

Silke Wilfinger
(SilkWayFilms, München)

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Vortragssaal der Bibliothek


Kosten
Eintritt frei! | Begrenztes Platzkontingent!


Partner

In Zusammenarbeit mit dem Creative Europe Desk München GmbH, dem Informationsbüro des EU-Parlaments in München und der Stadtbibliothek München


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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04.02.2017

Geistiger Widerstand durch Kunst

Die Funktion der Kunst

In seinem Vortrag "Die Funktion der Kunst" warf Professor Dr. Armin Nassehi (Institut für Soziologie an der LMU München) einen scharfen Blick auf die Bereiche von Wissenschaft, Kunst und Politik der heutigen Zeit und fokussierte den individuellen Blick auf das Bild, das sich ein jeder Mensch von jeder Sache mache: Wir sehen nicht das Bild, sondern das Bild vom Bild. Wir machen uns ein Bild vom Bild. Wahrnehmung ist nur möglich durch die Fähigkeit, die Wahrnehmung wahrzunehmen.

Ein Beispiel dafür: Bei einer Ausstellung von Matisse stand eine Besucherin vor dem Portrait einer Frau und fragte den Maler, wer diese Frau sei? Die Antwort von Matisse: "Das ist keine Frau, das ist ein Bild."

Fazit: Kreatives Denken ist gefragt, der Mensch ist der Schöpfer aller Dinge.

Der Filmabend stand im Zeichen des Nazi-Terrors. Gezeigt wurden die Dokumentarfilme "Die Architektur des Untergangs" (von Peter Cohen, 1989) und "NEIN! Zeugen des Widerstandes in München 1933-1945" (von Katrin Seybold, 1998). Im ersten Film wurde der Naziterror durch die Brille der Kunst betrachtet, im zweiten durch die Widerstandskraft einzelner Persönlichkeiten. Dem Publikum eröffnete sich ein neuer, erschreckender Blick auf das Funktionieren des NS Regimes. Im Gespräch danach wurde eine Parallele zur Akzeptanz rechter Parteien von heute gezogen mit gleichzeitigem Appell an Wachheit und Zivilcourage zu geistigem Widerstand. „Wie konnte das passieren? Wie können wir heute Schlimmes verhindern?“

ReferentInnen

Professor Dr. Armin Nassehi
Institut für Soziologie, LMU, die Forschungsgebiete von Prof. Dr. Armin Nassehi liegen im Bereich Kultursoziologie, Wissenssoziologie und politische Soziologie mit zahlreichen Publikationen. Er ist Herausgeber der Kulturzeitschrift „Kursbuch“.

Veranstaltungsort
München


Partner

Soziale Skulptur München


Art der Veranstaltung
Vortrag / Filmabend



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23.01.2017 - 18:30

Filmreihe Kino Europa: Familienfilm (Rodinný film)

Eröffnungsfilm

Am 23.01. wurde der erste Film dre Filmreihe Europakino gezeigt: Familienfilm (Rodinný film) des Regisseurs Olmo Omerzu, mit Karel Roden, Vanda Hybnerová, Daniel Kadlec, Jenovéfa Boková, Eliška Křenková, Martin Pechlát.


Dr. Zuzana Jürgens (EUROPE DIRECT Informationszentrum München&Oberbayern) begrüßt im gut gefüllten Vortragssaal der Münchner Stadtbilbiothek.


Das Programm der Filmreihe finden Sie ab Januar hier.

Über die Filmreihe:

Die Filmreihe Kino Europa zeigt die Vielfalt und Qualität des europäischen Kinos, die nicht zuletzt auch durch europäische Förderung ermöglicht wird: Durch die Programme MEDIA und Eurimages wird seit mehr als 25 Jahren die Konkurrenzfähigkeit des europäischen Films auf dem internationalen Feld als auch innerhalb Europas erfolgreich unterstützt. Die europäischen Spiel- und Dokumentarfilme gewinnen Preise auf Festivals und locken wieder mehr Publikum in die Kinosäle.

Gezeigt werden herausragende Spiel- oder Dokumentarfilme, in der Regel kurz vor ihrem offiziellen Kinostart. Im anschließenden Filmgespräch sprechen die Gäste über die Gegenwart und Zukunft der europäischen Filmkunst und darüber, warum Europa den europäischen Film braucht und der europäische Film Europa.

ReferentInnen

Eröffnung durch den 2. Bürgermeister Josef Schmid und Stehempfang

Veranstaltungsort
München, Münchner Stadtbibliothek am Gasteig, Forum, Ebene 1.1


Kosten
Eintritt frei, Platzkontingent begrenzt!


Partner

europe direct Informationszentrum München & Oberbayern

 

 


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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27.12.2016 - 19:00

Filmvorführung: Yulas Welt

Femmes Totales - Filme von Frauen

„Femmes Totales - Filme von Frauen“ wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Was Kino sein kann“ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen.
Denn Kino von Frauen kann spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam sein - es kann eben alles sein, wie Kino von Männern auch.

Yulas Welt
Yula wünscht sich nichts mehr, als ein normales Leben zu leben. Ihre Realität ist allerdings sehr trostlos: Sie lebt mit ihrer Mutter in der eigentlich verbotenen Zone von Svalka, der größten Müllhalde Europas, nur 20 km vom Kreml entfernt. Dort versucht sie, inmitten von Dreck und Elend zu überleben, aber gleichzeitig auch ein ganz normaler Teenager zu sein. Zwischen Müll, Gewalt und gepantschtem Alkohol erlebt sie die erste Liebe mit all ihren Folgen. Gleichzeitig muss sie sich um ihre alkoholkranke Mutter kümmern und dabei nie das Ziel aus den Augen verlieren, Svalka irgendwann verlassen zu können. Während all dem fasziniert Yula durch ihre Unbeschwertheit und den Lebensmut, die sie trotz aller Schrecken nie verliert. 

Hanna Polak hat Yula 14 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Sie erzählt ihre unvorstellbare Geschichte mit packender Unmittelbarkeit und voller Feingefühl. Dabei ist ein universeller Film über das Erwachsenwerden entstanden, der von Hoffnung, Mut und Lebensfreude inmitten schwierigster Umstände erzählt.

Veranstaltungsort
München, Neues Maxim Kino, Landshuter Allee 33


Kosten
9,50 Euro


Partner

eksystent distribution


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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20.12.2016 - 19:00

Filmvorführung: Null Motivation

Femmes Totales - Filme von Frauen

„Femmes Totales - Filme von Frauen“ wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Was Kino sein kann“ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen.
Denn Kino von Frauen kann spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam sein - es kann eben alles sein, wie Kino von Männern auch.

Null Motivation, der Hit des Tribeca Filmestivals, ist eine Komödie voll subtiler Zwischentöne über die Absurdität des Militärdienstes und des Lebens an sich. Es ist der satirische Blick der Regisseurin auf ihre eigenen Erfahrungen beim israelischen Militärdienst: “Wie die meisten Frauen dort mussten wir nie unser Leben riskieren. Aber wir liefen auf jeden Fall Gefahr, an Langeweile zu sterben.” Gleichzeitig erzählt ihre Geschichte vom ganz alltäglichen Drama im Leben junger Frauen. Es geht um Liebe und Enttäuschung, Träume und Ängste, Freundschaft und Einsamkeit. Um das Erwachsenwerden inmitten absurder Regeln, Vorschriften und Erwartungen.

Den Trailer und weiter Informationen zum Film finden Sie auf der Seite von Femmes Totales.

Im Anschluss an den Film Publikumsgespräch mit Arye Sharuz Shalicar

ReferentInnen

Arye Sharuz Shalicar
Politologe, Buchautor, Pressesprecher d.R. der israelischen Streitkräfte und ehemaliger Leiter der Pressestelle internationale Medien/ Europa

 

 

Veranstaltungsort
München, Neues Maxim Kino, Landshuter Allee 33


Kosten
9,50 Euro


Partner

eksystent distribution


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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17.12.2016 - 20:00

good night white pride

 

„Good night white pride” ist eine Kampagne von Mitgliedern der Hardcoreszene, die sich gegen Rassismus und Faschismus wendet. Ziel war und ist es, Faschismus und Rassismus „keinen Millimeter Platz einzuräumen“. In Rosenheim veranstaltet die infogruppe seit 2002 jährlich ein Konzert unter diesem Motto. Inzwischen ist das Rosenheimer „good night – white pride“ Konzert eine feste Institution in der oberbayerischen Alternativkultur geworden. 

Eröffnet wurde der Abend mit Angry Crust-Grind-Punk aus München von der Band PER CAPITA. Diese sprangen kurzfristig für „Volxverätzung“ ein, welche leider aus gesundheitlichen Gründen absagen mussten.

Die zweite Band (VICIOUS FOOL) bot klassischen Hardcore. Die noch sehr junge fünfköpfige, aus Traunreut stammende Band ist mit ihrem modernen, aber melodischen Stil ein fester Bestandteil der lokalen Hardcore-Szene. 

Ein Höhepunkt des Abends war sicherlich der Auftritt der Münchner Band ÄMBONKER, welche ihren Stil selbst als „ raw and pissed off hardcore punk“ beschreiben. Durch verschiedeneste musikalische Einflüsse entstand bald ein harter, wütender, eigenwilliger und direkter Punk-Sound. Ämbonker behandeln in ihren Texten soziale und politische Themen wie Krieg, Missstände in der eigenen Subkultur-Szene, Gier, Macht, Geld, Armut, Ungerechtigkeit, Faschismus, (zwischen)menschliche Idiotismen und alles, was damit einhergeht.

Der Headliner DEMENZIA KOLEKTIVA bot Punkrocksongs mit catchy Melodien, eingängig, packend, extrem hitlastig und getragen durch die Stimme der aus Chile stammenden Sängerin. Musikalisch ist die Wiener Band zwischen klassischem Punkrock, etwas frühem Anarcho-Punk und ganz viel 77er-Sound zu verorten. Gleichzeitig sind Demenzia Kolektiva durch den Gesang und die spanischen und englischen Songtexte aber extrem eigen, vielseitig und abwechslungsreich.

Im Rahmen des Konzertes wurden an einem umfangreichen Infostand Hintergrundinformationen angeboten und die Besucher*innen motiviert, sich über den Konzertabend hinaus inhaltlich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Über das niederschwellige Medium Musik ist es gelungen, über 100 junge Menschen auf ein Konzert mit einem klaren antifaschistischen Statement zu mobilisieren und damit klar Stellung gegen jede Form von rechtem Gedankengut zu beziehen. Gerade in einer Zeit, in der Neonazis mehrmals in Rosenheim versuchten, öffentlich aufzutreten, und in der es auch im Raum Rosenheim zunehmend rechte Gewalt gibt, ist dies besonders wichtig.

Veranstaltungsort
Rosenheim


Partner

Infogruppe Rosenheim


Art der Veranstaltung
Antifaschistisches Konzert



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13.12.2016 - 19:00

Filmvorführung: Geschichten aus Teheran

Femmes Totales - Filme von Frauen

„Femmes Totales - Filme von Frauen“ wurde ins Leben gerufen, um unter dem Motto „Was Kino sein kann“ zeitgenössisches Kino von Frauen auf die Leinwand zu bringen.
Denn Kino von Frauen kann spannend, traurig, dramatisch aber auch unterhaltsam sein - es kann eben alles sein, wie Kino von Männern auch.

In Geschichten aus Teheran kehrt die große iranische Filmemacherin Rakhshan Bani-Etemad zu ihren Wurzeln zurück. Sie widmet sich Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und verwebt deren Geschichten zu einer mutigen, authentischen und vielschichtigen Erzählung aus Teheran. Ihr Film gewährt Einblick in den Alltag von Menschen mit den unterschiedlichsten sozialen Stellungen. Er erzählt von Eheleuten, Künstlern, Studenten oder Arbeitern. Die Geschichten, die er von ihnen erzählt sind Liebesgeschichten. Sie handeln von der Liebe in Familien, Freundschaften und Beziehungen. Der Liebe, die den Menschen die Hoffnung und Kraft gibt, alle Schwierigkeiten und Unterschiede überwinden zu können und für ein besseres Leben zu kämpfen. Denn was den Protagonisten trotz ihrer Unterschiede gemein ist, ist die Leidenschaft für das Leben. Das Werk, welches nur durch Unterwanderung der Zensurbehörde entstehen konnte, erzählt mit einem wissenden und ehrlichen Blick und wurde dafür beim Filmfestival in Venedig mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Veranstaltungsort
München, Neues Maxim Kino, Landshuter Allee 33


Kosten
9,50 Euro


Partner

eksystent distribution


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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