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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

06.06.2017 - 10:30 bis 09.06.2017 - 17:30

Orte guten Lebens in Bayern

Reise in eine lebenswerte Zukunft

Das "gute Leben" hat derzeit Hochkonjunktur - selbst die Bundesregierung hat ein umfangreiches Konsultationsprojekt dazu durchgeführt. Was "gutes Leben" aber konkret bedeutet, wird selten genau definiert. Klar ist: Eine intakte Umwelt, Gesundheit, nachhaltiges Wirtschaften, gerechtes Einkommen und menschenwürdige Wohnverhältnisse gehören mit Sicherheit dazu. 

Immer mehr Menschen, in zivilgesellschaftlichen Initiativen oder in der Kommunalpolitik, in Unternehmen, Genossenschaften oder Vereinen, engagieren sich mittlerweile dafür, ihre Visionen vom guten Leben ganz konkret, vor Ort, gemeinsam mit anderen, umzusetzen. Einige dieser Projekte und Initiativen werden wir auf unserer Bildungsreise besuchen und die Vielfalt dieser Ansätze in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen kennen lernen. 

Das detaillierte Programm unserer Reise können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt, deshalb bitte baldmöglichst anmelden!

Anmeldeschluss: 28. Februar 2017

Die Teilnahmegebühr beinhaltet neben dem kompletten Besuchsprogramm die Busfahrt, drei Übernachtungen mit Frühstück sowie vier Mittagessen. Abendessen sowie Getränke sind in der Gebühr nicht enthalten und werden von den Teilnehmenden selbst übernommen.

Für die Anreise nach Landshut und Rückreise von Augsburg sorgen die Teilnehmenden selbst.

Bei der Anmeldung bitte angeben, ob Unterbringung im Einzel- oder Doppelzimmer erwünscht ist.

ReferentInnen

Reiseleitung:

Peter Gack und Karin Zieg, GRIBS-Kommunalbüro

Dr. Gerd Rudel, Petra-Kelly-Stiftung

Veranstaltungsort
Start: Landshut | Ende: Augsburg


Kosten
390,- Euro (Übernachtung im Einzelzimmer) / 330,- Euro (Übernachtung im Doppelzimmer)


Partner

GRIBS-Bildungswerk


Art der Veranstaltung
Bildungsreise


Anmeldung


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15.02.2017 - 19:30

Mein Isl@m (ENTFÄLLT)

vom radikalen Islamismus in die Freiheit

Der Referent hat die nötigen Ausreisedokumente nicht rechtzeitig bekommen. Deshalb muss die Veranstaltung entfallen. Wir hoffen sie im Mai nachzuholen.

Amir Ahmad Nasr
wurde im Sudan geboren und wuchs in Katar und Malaysia auf. Früh kam er mit dem radikalen Islamismus in Kontakt und konnte sich erst in einem langen Prozess der inneren Transformation daraus lösen. Seine Rettung waren das Internet, die neuen Medien und ein Netzwerk junger Aktivisten, die ihre eigene Tradition hinterfragten und schließlich zur Kraft hinter dem Arabischen Frühling wurden.

In seiner Autobiografie „Mein Isl@m“ reflektiert er kurzweilig, geistreich und sachkundig über seine persönliche Auseinandersetzung mit dem Islam, die ihn über die radikale Ablehnung jedes religiösen Dogmatismus zu einem differenzierten Blick auf Religion und Spiritualität in unserer säkularen Welt führten. Gleichzeitig eröffnet seine Geschichte den Blick auf eine ganze Generation junger Muslime, die sich mithilfe moderner Technologie an engen fundamentalistischen Strukturen vorbei ihren ganz eigenen Weg suchen.

ReferentInnen

Amir Ahmad Nasr
Blogger und Autor des Buches „Mein Isl@m“

Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80 RGB


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München



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02.02.2017 - 19:00

Hass, Menschenfeindlichkeit und Gewalt in Deutschland

Gesellschaftliche Ursachen und politische Gegenstrategien

 

Auf dem Podium: Werner Fröhlich, Dr. Florian Herrmann (MdL), Franziska Holzschuh (Moderation), Katharina Schule (MdL), Prof. Dr. Elmar Brähler

Deutschland heute: Die Zahl von Gewalttaten mit rechtsextremistischem Hintergrund steigt, Ausländerfeindlichkeit und Hass-Parolen werden salonfähig, Rechtspopulisten erzielen ungeahnte Wahlerfolge. Wo liegen die gesellschaftlichen Ursachen für diese besorgniserregenden Entwicklungen? Wie kann und soll man damit umgehen? Welche politischen Handlungsmöglichkeiten und Strategien gibt es?

Wer die Langzeit-Studien kennt, die sich seit Jahren mit diesen Phänomenen beschäftigen, wird weniger überrascht sein. Die „Mitte-Studien“ und die Untersuchungen zur „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“ haben immer wieder gezeigt, dass es ein erhebliches Potenzial für die genannten Haltungen und Einstellungen gibt.

Wir stellten die aktuellen Studien vor und diskutierten mit bayerischen Politiker*innen über die politischen Konsequenzen.

Prof. Dr. Elmar Brähler (seit Jahren der Kopf hinter den Mitte-Studien) stellte die wesentlichen Ergebnisse der aktuellen Untersuchung („Die enthemmte Mitte“) vor. Rechtsextreme Einstellungen und Ausländerfeindlichkeit haben – das zeigt vor allem Vergleich mit den Mitte-Studien der vergangenen Jahre – demnach nicht signifikant zugenommen, sondern bewegen sich auf einem seit längerem besorgniserregend hohem Niveau.  Was in der Tat zugenommen habe, ist die Lautstärke, mit der solche Positionen geäußert werden, und die Bereitschaft, diese auch öffentlich deutlich zu artikulieren. Auch die aktuelle Studie bestätigt zum wiederholten Mal die Tatsache, dass – einigermaßen paradox - die Ausländerfeindlichkeit dort am höchsten ist, wo es am wenigsten Menschen mit Migrationshintergrund gibt.

Ergebnispräsentation (PDF-Datei)

Werner Fröhlich vom soziologischen Institut der LMU betonte, dass die ebenfalls 2016 durchgeführte Untersuchung zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit in Deutschland keine wesentlichen Unterschiede zur deutschlandweiten Mitte-Studie aufweise. Nur in einem Punkt gebe es eine signifikante Differenz: Obwohl in Bayern relativ viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, gibt es einen ziemlich hohen Prozentsatz  an Muslimfeindlichkeit (20%).  Dennoch könne keine Rede davon sein, dass es in Bayern ein umfassendes menschenfeindliches Weltbild gebe.

Was sehr stark zu Abwertungstendenzen gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Gruppen fördere, sei eine starke Identifikation mit Deutschland, ein nationalistisches bis chauvinistisches Weltbild also. Faktoren, die solche Abwertungstendenzen abschwächen oder verhindern, sind das weibliche Geschlecht (Frauen haben eine signifikant niedrigere Tendenz zur GMF als Männer!) und ein hoher Bildungsgrad.

Ergebnispräsentation (PDF-Datei)

Katharina Schulze, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und innenpolitische Sprecherin der Grünen im Bayerischen Landtag, wies darauf hin, dass die hohe Zahl fremdenfeindlicher und rassistischer Straftaten (auch in Bayern) zeige, dass rechtsextreme Einstellungen irgendwann in tatsächliche Handlungen umschlagen. Dies erfordere eine Reaktion in zweierlei Hinsicht: sicherheitspolitisch durch Verfassungsschutz und Polizei, demokratiepolitisch durch Aufklärung und Bildung. Insbesondere hinsichtlich des zweiten Punkts sah sie in Bayern noch erhebliche Defizite. „Demokratie ist etwas Großartiges, das muss erlebbar werden“, forderte sie. Für entsprechende Förderprogramme müsse deshalb endlich auch Geld in die Hand genommen werden.

Auch Dr. Florian Herrmann, CSU-MdL und Vorsitzender des Innenausschusses des Landtags, betonte die Wichtigkeit einer „wehrhaften“ Demokratie als Reaktion auf manifeste Straftaten. Das GMF-Konzept bezeichnete er hingegen als „Arbeitshypothese“, die als Grundlage für die Arbeit von Verfassungsschutz und Polizei nur bedingt geeignet sei. Zudem sei das Handlungsfeld Prävention in ständiger Veränderung.

Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer über die Wichtigkeit von Präventionsstrategien. Nur so könne verhindert werden, dass rechtsextreme Einstellungen in entsprechende Handlungsweisen umschlagen. Fröhlich betonte, wie wichtig es sei, die Menschen, die einer GMF-Einstellung zuneigen, wieder in den politischen Diskurs einbeziehen.

Das – sehr zahlreiche - Publikum bereicherte die Diskussion durch kompetente und allesamt erfreulich sachliche Diskussionsbeiträge und Fragen. Mehrfach wurde betont, dass die Zunahme von GMF und rechtsextremen Einstellungen nur dann wirksam bekämpft werden könne, wenn endlich die zunehmende soziale Spaltung in Deutschland als politisches Handlungsfeld betrachtet werde. 

Weiterführende Literatur und Links:

Langzeituntersuchung der Uni Leipzig zu rechtsextremen und antidemokratischen Einstellungen in Deutschland

Ergebnisse der bayerischen GMF-Studie: Soziologisches Institut der LMU München

Projektseite zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit an der Uni Bielefeld

Themenseite zum Rechtsextremismus der Landtagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Volles Haus im Nürnberger Presseclub

ReferentInnen

Prof. Dr. Elmar Brähler
langjähriger Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig, Mitverfasser der Studie „Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland“

Werner Fröhlich
Diplom-Soziologe, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Soziologie, Mitverfasser der bayerischen GMF-Studie

Katharina Schulze
MdL, stv. Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus

Dr. Florian Herrmann
MdL, CSU, Vorsitzender des Ausschusses für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport

Moderation:
Franziska Holzschuh
Redakteurin, Nürnberger Nachrichten

v.l.n.r.: Dr. Florian Herrmann, Franziska Holzschuh, Katharina Schulze

Veranstaltungsort
Nürnberg, Marmorsaal im Presseclub Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Projektstelle gegen Rechtsextremismus im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Podiumsdiskussion



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01.02.2017

Jasmin Siri: Parteiensoziologie: Grundlagen, Herausforderungen,...

 

Die Diskussion um die Unzulänglichkeiten und Krisen von Parteien ist so alt wie  die Partei selbst. Wozu brauchen wir in der modernen Gesellschaft überhaupt noch Parteien? Welche Funktion nehmen sie in unserer Demokratie ein? Und was folgt daraus für die Menschen innerhalb dieser Organisation?

In ihrem Beitrag untersucht Jasmin Siri die Funktion der Parteien im politischen System, die Bedeutung ihrer Mitglieder sowie deren künftige Herausforderungen – vom erstarkenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus über den Wandel  der politischen Öffentlichkeit bis hin zur sozialen Ungleichheit als Problem für  deren Legitimation.

Jasmin Siri ist Soziologin an der Ludwig-Maximilians-Universität  München und vertritt seit April 2016 die Professur für Politische  Soziologie an der Universität Bielefeld. Ihre Arbeitsschwerpunkte  sind politische Soziologie, Gesellschaftstheorie, empirische  Parteienforschung und Organisationssoziologie. 

Ihr Beitrag ist als Policy Paper 19 im Rahmen des Projekts "Gut vertreten? Update für Demokratie" des Heinrich-Böll-Stifttungsverbundes erschienen und kann hier als PDF-Datei unentgeltlich heruntergeladen werden.


Kosten
Download unentgeltlich!


Art der Veranstaltung
Veröffentlichung



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14.12.2016 - 19:00

„Rassismus, Radikalisierung, NSU-Terrorismus: Wie aus Jugendlichen...

 

Rassistisch motivierte Gewalt – bis hin zum Terrorismus - ist ein hausgemachtes Problem. Die Verharmlosung der Gefahr durch rechte Jugendliche und rassistische Deutungsweisen in der Gesellschaft resultieren nicht zuletzt aus der Verweigerung, sich mit den sozialen und sozialpsychologischen Ursachen von Radikalisierungsprozessen, mit Ungleichwertigkeitsvorstellungen und gesellschaftlichen Widersprüchen auseinanderzusetzen. Im Vortrag werden gesellschaftliche sowie gruppendynamische und individuelle Einflussbedingungen bei der Entstehung des NSU thematisiert und deren Aktualität diskutiert.

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe können Sie hier herunterladen.

ReferentInnen

Dr. Matthias Quent
leitet das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft – Thüringer Dokumentations- und Forschungsstelle gegen Menschenfeindlichkeit mit Sitz in Jena. Im Juli erschien sein Buch: „Rassismus, Radikalisierung, Rechtsterrorismus. Wie der NSU entstand und was er über die Gesellschaft verrät.

Veranstaltungsort
Regensburg, Ostbayerische Technische Hochschule – Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, Seybothstraße 2, 3. Stock (mit Aufzug)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

a.a.a. Regensburg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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12.12.2016 - 16:00

Welcome Café: arriving-in-munich - live!

 

Nach dem Willkommen kommt das Ankommen. In einer Stadt, in einem neuen Freundeskreis, in einer neuen Gesellschaft, in einem neuen Abschnitt der langen Einwanderungsgeschichte Münchens. Die Pfade führen zu Personen und Erlebnissen und verflechten sich zu einem neuen Bild der Stadt. Im Welcome Café werden die Geschichten der multimedialen Map ARRIVING-IN-MUNICH.DE live in den Stationen SPORT & LIEBE, ESSEN, WOHNEN, ARBEIT, SPRACHE, MÜNCHEN und ZUKUNFT zu erleben sein. Der Abend gipfelt in einem Basketballspiel, angeleitet von Shadi Malouk, dem ehemaligen syrischen Nationalspieler: „Es ist einfach, mit Menschen zu kommunizieren im Sport, weil es eine gemeinsame Sprache gibt. Dass man ein gemeinsames Ziel hat, macht es leicht.“

Von und mit: Uche Akpulu, Catherina Conrad, Sherwan Yezden Darwesh, Moharram Ebrahimi, Cheik Faye, Chinar Hamid, Andrea Huber, Alireza Karimi, Mogos Kahsay, Mona Kuschel, Jonas Langreuter, Hussein Malham, Shadi Malouk, Krzysztof Merks, Hadi Mirzaee, Denijen Pauljevic, Sara Pfau, Albert Pöschl, Muhammed Kazem Rostami, Roholla Sarvari, Ahmed Sullay, Eyob Tesfay, Christine Umpfenbach

16 - 20 Uhr Café und Repair Station 

Ab 20 Uhr  ARRIVING-IN-MUNICH.DE live

Empfohlene Weblinks

www.muenchner-kammerspiele.de/inszenierung/welcome-cafe

arriving-in-munich.de

Veranstaltungsort
München, Kammerspiele, Falckenbergstr. 1


Kosten
Eintritt frei!


Partner

arriving-in-munich

Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Art der Veranstaltung
Welcome Café



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26.11.2016 - 10:00 bis 17:00

Dem Populismus Paroli bieten!

Ein Argumentationstraining gegen menschenverachtende Parolen

Nicht erst seit PEGIDA und AfD hochaktuell, bietet dieses Argumentationstraining eine "Handlungsanleitung", wie man in verschiedenen Situationen mit rechtspopulistischen Parolen umgehen kann. Es geht dabei nicht um die Inhalte dieser Parolen, sondern um die (richtige) Art und Weise, im persönlichen Gespräch dagegen anzugehen. Was ist ein Argument? Was zeichnet dagegen (Rechts-) Populismen aus? Und: wie kann man diesen erfolgreich entgegentreten? Rechte Meinungen und populistische Positionen tauchen mittlerweile sehr oft und unvermittelt in Diskussionen oder im Rahmen von Seminaren auf. Darauf sofort, eindeutig, passend und treffend reagieren zu können, wünschen sich viele. In diesem Workshop soll auf eine solche Situation vorbereitet werden. Verbunden mit Möglichkeiten, aktiv in das Argumentieren einzutreten.

Argumentieren bedeutet im Wortsinne "etwas beweisen" (Argument = lat. Beweisgrund oder Beweismittel). Argumentieren dient dazu, die Gesprächspartner /-innen von der Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit einer These zu überzeugen. Argumente sind ein wesentliches Mittel im Bereich der Wissenschaft, der politischen Kritik, der Diskussion und des Dialoges. Rechtspopulismen und Stammtischparolen können dagegen als Synonym für die Ablehnung einer inhaltlichen Auseinandersetzung stehen. Dabei ist im Prinzip ihre Eingängigkeit argumentativ ihr größtes Problem: die unbewiesene Behauptung. Gerade deshalb ist es nicht immer leicht, adäquat darauf zu reagieren. Im Rahmen dieses Workshops kann man – genügend Übung vorausgesetzt – Zug um Zug dazu kommen, Stammtischparolen oder Rechtspopulismen echte Argumente entgegenzusetzen. Verstanden auch als Einladung an den jeweiligen Gegenüber, sich mit der These und ihrer Richtigkeit auseinanderzusetzen. Den oder die Gegenüber überzeugen zu wollen, heißt dabei zu vermeiden, Parolen mit Gegenparolen zu beantworten.

Das Seminar kann mit 8 Stunden auf das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus im Bereich "Rhetorik und Moderation" angerechnet werden.

ReferentInnen

Dr. Alexander Klier
Social Learning Consultant bei der Firma Beck et al. Services und Lehrbeauftragter für politische Erwachsenenbildung an der Universität Potsdam. Ursprünglich hat er eine technische Ausbildung absolviert. Nach längerer Berufstätigkeit hat er nach dem 2. Bildungsweg das Studium der Philosophie sowie der Erwachsenenbildung an der Hochschule für Philosophie, Philosophische Fakultät S.J. in München absolviert. Der thematische Bezug zur Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Stammtischparolen hat seine Wurzeln in der bereits früh beginnenden (gewerkschafts-) politischen Bildungsarbeit.

Veranstaltungsort
Nürnberg, Tagungshaus Eckstein, Burgstr., 1-3, Raum 1.11/12


Kosten
40,-/30,- Euro (inkl- Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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24.11.2016 - 19:00

NSU: Blick in den Abgrund

Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex

Seit vielen Monaten tritt der Münchener NSU-Prozess auf der Stelle. Auch nach den medial geradezu hysterisch gehypten und dann so dreisten und banalen Aussagen der beiden Hauptangeklagten kurz vor dem Jahresende 2015, nach über 60 unverschämt auftretenden Zeug_innen aus der deutschen Nazi-Szene und ständigen Ausfällen von Prozesstagen bleibt es auch nach über 250 Prozesstagen schwierig, das Verfahren vor dem Oberlandesgericht (OLG) München einzuschätzen, mit dem Geschehen außerhalb des Gerichtssaals in Beziehung zu setzen und ein Ende mit einem Urteil abzusehen. Bizarre Ungleichzeitigkeiten des Innen und Außen des Prozesses charakterisieren die aktuelle Entwicklung: beantwortet jedoch sind die allerwenigsten Fragen vom Beginn des Prozesses, geklärt kaum eine der zahllosen, haarsträubenden Ungereimtheiten, die die Diskussion bestimmen. Gesellschaftliche und politische Konsequenzen spielen im Alltag vor Gericht und in den (unterdessen ZEHN) Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen so gut wie keine Rolle. Im Gegenteil, die Zuspitzung „Dem Inlandsgeheimdienst konnte nichts besseres passieren als der NSU“ ist so gültig wie am ersten Tag nach dem Aufliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU).

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe können Sie hier herunterladen.

ReferentInnen

Friedrich Burschel
ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter des Internetprojektes NSU-Watch (nsu-watch.info). Seine Audio- und Printbeiträge zum Prozess und zum NSU sind auf dem Antifra-Blog http://antifra.blog.rosalux.de oder auf der RLS-Homepage www.rosalux.de/index.php?id=24495 zu finden.

Veranstaltungsort
Regensburg, LIZE Regensburg, Dahlienweg 2a (Eingang über Erikaweg)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

a.a.a. Regensburg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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23.11.2016 - 09:30 bis 17:15

nie wieder! schon wieder? niemals weg.

Antisemitismus in Deutschland

Das Ausschreibungsfaltblatt mit dem detaillierten Tagungsprogramm können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Weitere Informationen zum Inhalt der Vorträge und Arbeitsgruppen entnehmen Sie bitte unserem Info zum Fachtag (PDF-Datei).


Den Vortrag von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel können Sie auf unserer Soundcloud-Seite nachhören und herunterladen.

ReferentInnen

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel
Kognitionswissenschaftlerin und Antisemitismusforscherin an der TU Berlin. Publikationen zum Thema u.a.: Aktueller Antisemitismusein Phänomen der Mitte (Hrsg. mit J. Reinharz/E. Friesel, 2010), Die Sprache der Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert, 2013 (mit J. Reinharz),  Gebildeter Antisemitismus (Hrsg., 2015); seit 2014 Leitung des DFG-Projekts „Verbal-Antisemitismus im World Wide Web“.

Jan Rathje
Politikwissenschaftler, er studierte in Potsdam und Greifswald mit den Schwerpunkten Rechtsextremismus und Politische Theorie. Für die Amadeu-Antonio-Stiftung verfasste er 2014 die Broschüre „‚Wir sind wieder da‘. Die ‚Reichsbürger‘: Überzeugungen, Gefahren und Handlungsstrategien“. Seit 2015 arbeitet er im Projekt zur Auseinandersetzung mit „Verschwörungstheorien“.

Jan Riebe
Diplom-Sozialwissenschaftler, seit 2008 bei der Amadeu-Antonio-Stiftung als Fachreferent im Bereich Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) und „Arbeit gegen Antisemitismus“. Arbeitsschwerpunkte: aktuelle rassistische Mobilisierungen in Deutschland, Pegida und AfD sowie aktueller Antisemitismus.

Mirko Niehoff 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Politikdidaktik am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin und politischer Bildner bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. Er promoviert zu sozialen Deutungsmustern unter Jugendlichen zum Nahostkonflikt. Autor von „Nahostkonflikt kontrovers – Perspektiven für die politische Bildung“.

Richard Volkmann
Studierte jüdische Geschichte der Neuzeit in München, Turin und Jerusalem. Er promoviert in München zum deutschen Judentum in der Revolution von 1848 und arbeitet bei der Europäischen Janusz Korczak Akademie als Vorstandsreferent. 

Benjamin Steinitz
Projektleiter, "Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin" (RIAS), Berlin

Robert Andreasch
a.i.d.a Archiv, München

Isabel Enzenbach
Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin

Marian Offmann
Stadtrat, München

Moderation: Dr. Martina Ortner

Veranstaltungsort
München, Feierwerk, Orangehouse, Hansastr. 39


Kosten
Teilnahme unentgeltlich - Anmeldung zwingend erforderlich!


Partner

Landeshauptstadt München

Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (FIRM)

Netzwerk demokratische Bildung München


Art der Veranstaltung
Fachtag



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20.10.2016 - 19:00

Zwischen Willkommenskultur und NSU. Wie der NSU-Komplex...

 

Menschen, die vor dem Terror des IS fliehen werden seit letztem Jahr in der BRD explizit und öffentlich willkommen. Damit kehrt die BRD von asylpolitischen Grundsätzen ab, auch um sich gegen rechte Mobilisierung abzugrenzen und ein weltoffenes Deutschland zu unterstreichen. Dass über 10 Jahre ein rechtsterroristisches Netzwerk 10 Menschen ermorden konnte und sich die Ermittlungen fast ausschließlich gegen die rassistisch Ermordeten richteten, scheint hier keine Rolle mehr zu spielen. 

Weder die Perspektive der Opfer und Angehörigen findet öffentlichen Widerhall, noch werden die Morde des NSU in ihrem politischen Kontext gesehen. Die Bundesregierung bemühte sich zwar nach 2011 die Opfer des NSU als Teil der deutschen Gesellschaft darzustellen, schloss damit aber die Täter als sog. "Extremisten" aus jener Gesellschaft aus, in die sie bestens integriert waren. Der Vortrag geht den verschiedenen Formen von Thematisierung, Nicht-Thematisierung und Entthematisierung des NSU Terrors nach, befragt dabei was gesehen und gehört wurde und was nicht. Ein Vergleich mit der repräsentativen Willkommenskultur dient als Vergleichsfolie um das Selbstbild der Post-NSU BRD zu hinterfragen.

ReferentInnen

Lee Hielscher
ist Kulturanthropologe und Philosoph und forscht zu den Bedeutungsebenen des NSU Terrors im Kontext von Wahrnehmungsregimen und Migrationspolitiken. Zudem arbeitet er erinnerungspolitisch zur Geschichte rassistischer Übergriffe und Mobilisierungen.

Veranstaltungsort
Regensburg, LIZE Regensburg, Dahlienweg 2a (Eingang über Erikaweg)


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Vortrag



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