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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

10.11.2011

Wege zum Wandel - Wie wir gesellschaftliche Veränderungen...

Veranstaltungsreihe: Welche Wirtschaft wollen wir?

In der abschließenden Veranstaltung unserer Reihe "Welche Wirtschaft wollen wir?" ging es um die schwierige Frage, wie es gelingen kann, möglichst viele Menschen für die konkrete Umsetzung von wünschbaren Zielen zu gewinnen und sie in die notwendigen gesellschaftlichen und politischen Veränderungen einzubinden.

Kora Kristof vom Umweltbundesamt stellte in ihrem einleitenden Vortrag dar, welche Herausforderungen es für erfolgreiches Verändern gibt und skizzierte einige wesentliche Erfolgsbedingungen. Dass es sich dabei um einen ziemlich komplexen Prozess handelt, macht das folgende Schaubild deutlich.

 

Die gesamte Präsentation, die als Grundlage für den Vortrag von Kora Kristof diente, können Sie als PDF-Datei bei uns bestellen.

ReferentInnen

Dr. Kora Kristof
Umweltbundesamt, Leiterin der Abteilung "Nachhaltigkeitstrategien, Ressourcenschonung und Instrumente", Verfasserin des Buchs "Wege zum Wandel"

Kommentare und Diskussion:

- Andreas Buchner, Hylas Holdings GmbH, Vorstandsmitglied UnternehmensGrün, Vorstandsmitglied Petra-Kelly-Stiftung

- Margarete Bause, MdL, Fraktionsvorsitzende, Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag



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03.11.2011 bis 04.11.2011

Green New Deal – Die Zukunft beginnt jetzt!

Ein Kongress des Stiftungsverbunds der Heinrich-Böll-Stiftung

Einen ausführlichen Rückblick mit Berichten aus den verschiedenen Themenforen und Video-Mitschnitten finden Sie auf der Green New Deal-Website des Stiftungsverbunds.

Klicken Sie sich mal rein!

Empfohlene Weblinks

greennewdeal.boellblog.org/category/konferenz/

Veranstaltungsort
Hamburg


Partner

Heinrich Böll Stiftung und ihre Landesstiftungen


Art der Veranstaltung
Kongress



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06.10.2011

URBANITÄT STAT(D)T ÖL - Kommunale Planung für die post-fossile Stadt

 

Die Stadtentwicklung des 20. Jahrhunderts beruhte nicht zuletzt auf den fossilen Energien: Heizung, Strom, Verkehr - all dies war (und ist derzeit) ohne Öl und Kohle kaum vorstellbar. Doch die Zeiten der fossilen Stadt sind erkennbar vorbei, “Peak-Oil” ist bereits überschritten. Stadtentwicklung und Stadtplanung müssen sich auf das post-fossile Zeitalter ein- und umstellen.

Unsere Tagung stellte für diesen gewiss nicht einfachen Weg ins post-fossile Zeitalter einige konkrete Wegweiser auf. 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Pietsch von der HafenCity Universität Hamburg gab einleitend einen historisch grundierten Überblick über die Herausforderungen und Handlungsfelder beim Übergang zur post-fossilen Stadt. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 hat laut Pietsch dieser Übergang zu intelligenten Ökosystemen einer post-fossilen nachhaltigen Entwicklung begonnen. Ein wesentliches Element dieser Entwicklung sieht er im intelligenten Energiemanagement („smart grid“). Auf den Weg der nachhaltigen Stadtentwicklung hätten sich mittlerweile auch industrielle Akteure wie die Siemens AG gemacht, die entsprechende Lösungen für Gebäude, Verkehr, Versorgung u.a. anbieten. Pietsch betonte: “Ein Denken in Lebenszyklen von Bauwerken, Infrastrukturen und Technologien wird idealerweise zu einer Mosaik-Zyklus-Kultur zur Bewirtschaftung urbaner Ressourcenfelder führen, in der unterschiedliche Entwicklungs- und Reifestadien nebeneinander einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ermöglichen.“ Und weiter: „Notwendig wird ein anderes verständnis von (Stadt-) Planung. Der neue Ansatz überwindet das industriegesellschaftlich-fossile Denken und will nicht nur ‚ideale’ Zustände fixieren.“

Die Präsentation zum Vortrag kann bei uns als PDF-Datei bestellt werden.

Kontakt: 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Pietsch
HCU Hamburg
Winterhuder Weg 31
22085 Hamburg
Tel.: 040/42827-4580
E-Mail: juergen.pietsch@hcu-hamburg.de
Internet: http://www.hcu-hamburg.de/research/forschung-personen-a-z/juergen-pietsch/

Ulrike Janssen, Geschäftsführerin des Klima-Bündnis, informierte in ihrem anschaulichen Vortrag über die aktuellen Rahmenbedingen, mögliche Strategien und erste Umsetzungsschritte beim Umbauprozess zur post-fossilen Stadt und konnte dabei auf zahlreiche konkrete Ansatzpunkte in den Klimabündnis-Städten verweisen. Sie wies sehr deutlich darauf hin, dass die eigentliche Energiewende nach dem Beschluss zum Ausstieg aus der Atomkraft erst noch bevorstehe und sich entscheide, ob diese Wende dezentral, vor Ort und mit Beteiligung der Bürger/innen umgesetzt werde oder wieder nur die Energiekonzerne zum Zuge kämen. Für den ersten, von ihr favorisierten Ansatz gibt es bereits hoffnungsvolle Ansätze: Rekommunalisierung der Stromnetze, Stadtwerke, die auf erneuerbare Energien setzen, Städte und Gemeinden, die Energieeffizienz und Energiesparen Ernst nehmen. Das Leitbild all dieser Entwicklungen sieht Ulrike Janssen im Ziel der Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie.

Die Präsentation zum Vortrag kann bei uns als PDF-Datei bestellt werden.

Kontakt:

Ulrike Janssen
Klima-Bündnis - Climate Alliance - Alianza del Clima e.V.
Galvanistr. 28
60486 Frankfurt am Main
Tel.: 069/717139-21
E-Mail: u.janssen@klimabuendnis.org
Internet: http://www.klimabuendnis.org

Olaf Hildebrandt von der Tübinger ebök GmBH schilderte die Notwendigen und Handlungsansätze für einen Übergang zur post-fossilen Stadt im Handlungsfeld Gebäudesanierung und Siedlungsentwicklung. Energieeinsparung und erneuerbare Energien sind die für ihn die zentralen technischen Bausteine zum Klimaschutz. Innerhalb der Stadt (-verwaltung) sollten deshalb alle Planungsebenen verzahnt werden. „Klimaschutz ist eine kommunikative Aufgabe, um Verbindlichkeit und Akzeptanz herzustellen“, betonte Hildebrandt.

Der Plenumsinput und der Workshop-Beitrag sind jeweils als PDF-Dateien bei uns zu bestellen.

Kontakt: 

Dipl.-Ing. Olaf Hildebrandt
IB ebök GmbH
Schellingstr. 4/2
72072 Tübingen
Tel: 07071/9394-0
E-Mail: mail@eboek.de
Internet: http://www.eboek.de/

Dr. Wolfgang Schade vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) skizzierte die Vision einer zukünftigen, gleichermaßen post-fossilen wie urbanen Mobilität, die darauf beruht, je nach Mobilitätszweck und –ziel unterschiedliche Verkehrsmittel (Stichwort: „multi-modal“!) gezielt zu nutzen. Wobei auch bei der Kfz-Nutzung die Betonung auf „nutzen“ liegen wird und nicht mehr auf Autobesitz“. Beim MIV wird man auf eine Vielzahl unterschiedlicher elektrischer Kleinfahrzeuge zurückgreifen können. Der Straßenraum wird immer häufiger zum „Shared Space“, zum von allen Verkehrsmitteln gleichberechtigt genutzten Raum. In den dadurch wachsenden Freiräumen können „grüne Städte“ mit hoher urbaner Lebensqualität entstehen.

Der Plenumsinput und der Workshop-Beitrag sind jeweils als PDF-Dateien bei uns zu bestellen.

Wolfgang Schade/Anja Peters/Claus Doll/Stefan Klug/Jonathan Köhler/Michael Krail: VIVER - Vision für nachhaltigen Verkehr in Deutschland. Working Paper Sustainability and Innovation No. S 3/2011: http://isi.fraunhofer.de/isi-de/n/download/publikationen/VIVER_Working_Paper.pdf

Zusammenfassung der Workshop-Diskussion

Kontakt:

Dr. Wolfgang Schade
Leiter des Geschäftsfeldes Verkehrssysteme
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)
Breslauer Strasse 48
76139 Karlsruhe
Tel.: 0721/6809-353
Fax: 0721/6809-135
E-Mail: w.schade@isi.fraunhofer.de
Internet:  http://isi.fraunhofer.de/isi-de/n/mitarbeiter/ws.php

Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung beim AGFW, erläuterte den Zusammenhang des Handlungsfelds Energieversorgung mit den zu treffenden stadtplanerischen Entscheidungen. Er betonte die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Bewertung hinsichtlich der prioritär zu realisierenden Maßnahmen. Dabei darf keiner der Faktoren energetische Effizienz (Energiebilanz, Vversorgungssicherheit), ökonomische Effizienz (Amortisationszeiten, Kosten- und Preisniveau), die soziale Verträglichkeit (Akzeptanz, Auswirkungen auf die Mietpreise) sowie ökologische Effizienz (CO2-Minimierung, Vermeidungskosten) vernachlässigt werden.

Den Workshop-Beitrag gibt es als PDF-Datei bei uns.

Kontakt:

Harald Rapp
Bereichsleiter Stadtentwicklung, Koordination Ost und Wissensmanagement
AGFW | Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V.
Stresemannallee 28
60596 Frankfurt/Main
Tel.: 069/6304-418
Fax: 069/6304-391
E-Mail: h.rapp@agfw.de
Internet: http://www.agfw.de/stadtentwicklung/

Dr. Hannah Büttner, Senior-Beraterin der in Beteiligungs- und Mediationsverfahren international aktiven IFOK GmbH, zeigte in ihrem Vortrag anschaulich auf, warum gerade in dem von Interessen- und Zielkonflikten gekennzeichneten Prozess des Übergangs zur post-fossilen Stadt eine intensive Bürgerbeteiligung von großer Bedeutung ist. Anhand mehrerer Fallbeispiele stellte sie dar, wie solche Beteiligungsverfahren erfolgreich organisiert werden können und welche Erfolgsfaktoren dabei systematisch zu berücksichtigen sind.

Die Vortragspräsentation kann als PDF-Datei bei uns bestellt werden.

Kontakt:

Dr. Hannah Büttner
IFOK GmbH
Tal 21
80331 München
Tel.: 089/2422352-11
Mobil: +49-170-7901562
E-Mail: hannah.buettner@ifok.de
Internet: http://www.ifok.de

Einige weiterführende Links:

100% Erneuerbare-Energie-Regionen: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/index.php

Studienradar Erneuerbare Energien: http://www.energie-studien.de/

EE-Regionen - Sozialökologie der Selbstversorgung: http://www.ee-regionen.de/

EnEff:Stadt und EnEff:Wärme - Forschung für Energieeffizienz: http://www.eneff-stadt.info/

Kommunen mit erneuerbaren Energien: http://www.kommunal-erneuerbar.de/

Netzwerk RegioSolar: http://www.regiosolar.de/

Strategische kommunale Energiepolitik (SKEP): http://www.izt.de/skep/

Servicestelle Kommunaler Klimaschutz: http://www.kommunaler-klimaschutz.de/

Mobilität 21 - Kompetenznetzwerk für nachhaltige Mobilität: http://www.mobilitaet21.de/

Verkehrsportal des Umweltbundesamtes "Kommunal mobil": http://www.umweltbundesamt.de/verkehr/mobil/index.htm

Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft: http://www.buergerdialog-bmbf.de/energietechnologien-fuer-die-zukunft/index.php

deENet - regionales Unternehmens- und Technologienetzwerk der dezentralen Energie- und Effizienztechnologien: http://www.deenet.org/


Partner

SRL - Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung


Art der Veranstaltung
Tagung



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27.09.2011

Die Kommunen: aktiv für den Green New Deal!

Green New Deal in der Debatte

Der ökologisch-soziale Umbau der Wirtschaft, Innovationen in Produktion und bei Dienstleistungen, Bildung für mehr Nachhaltigkeit – alle diese Facetten eines "Green New Deal" müssen "vor Ort", in den Kommunen, umgesetzt werden. Die Kommunen sind im Rahmen des Green New Deal in vielfältiger Weise gefordert:

  • Sie können den Umbau fördern, steuern, als Vorbild wirken und Netzwerke mit anderen Akteuren aufbauen.
  • Sie können mit ihren wirtschaftlichen Unternehmen, den Stadtwerken zum Beispiel, selbst unmittelbar aktiv werden.
  • Und sie sind nicht zuletzt Partner der regionalen Wirtschaft, ohne die sich ein solcher Umbau nicht realisieren lässt.

Was dies konkret heißt, zeigte unsere Veranstaltung in Würzburg an verschiedenen Beispielen sehr anschaulich auf.

Joachim Lorenz, bereits seit 1993 als Umweltreferent federführend für den ökologischen Umbau der Landeshauptstadt München, zeigte in seinem Überblick (als PDF-Datei bei uns bestellbar) über die vielfältigen Aktivitäten, Maßnahmen und Förderprogramme sehr überzeugend, dass in München eine „Green New Deal“-Politik schon betrieben wurde, lang bevor dieser Begriff überhaupt „erfunden“ wurde. Nur einige Highlights seien hier wähnt:

  • In Zusammenarbeit mit den Innungen und Kammern wurden Qualitätsstandards für die energetische Gebäudesanierung entwickelt. Mit eigenen Förderprogrammen soll das immense Einsparpotenzial in diesem Bereich aktiviert werden. So werden die Mehrkosten, die bei einer Unterschreitung der gesetzlich geforderten Mindeststandards anfallen, mit bis zu 60-80% bezuschusst.
  • Im Rahmen des Klimaschutzbündnisses werden gemeinsam mit Münchner Unternehmen für diese eigene Klimaschutzprogramme entwickelt und umgesetzt. Dabei wird v.a. auf die Wiederholbarkeit und den Vorbildcharakter der entwickelten Maßnahmen geachtet.
  • Im Rahmen der Solarinitiave München wird versucht, bisher nicht verfügbare Dächer für Solarnutzung zu akquirieren und so die Solarisierung Münchens auch bei „schwierigen“ Eigentumsverhältnissen zu beschleunigen und die Hindernisse dafür in anonymen Großstadtmilieus zu überwinden.
  • In München werden alle Neubaugebiete untersucht, wie sie optimal mit erneuerbaren Energien versorgt werden können.
  • Die Stadtwerke München beraten umliegende Gemeinden bei der Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen und führen auch die dafür notwendigen Messungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen durch.

Die Kommunen seien – so Lorenz – auch als Auftraggeber gefragt. Als ein Nachfrager mit erheblicher „Marktmacht“  könne und müsse dies auch offensiv eingesetzt werden. Entsprechende Vergabekriterien, die ökologische und soziale Standards garantieren, gelten in München für die gesamte Stadtverwaltung.

Norbert Zösch, Geschäftsführer des Stadtwerks Haßfurt, zeigte am Beispiel der umfangreichen Aktivitäten (als PDF-Datei bei uns bestellbar) seines Unternehmens auf, wie auch in einer relativ kleinen Stadt (Haßfurt hat 14.000 EinwohnerInnen) Stadtwerke eine konsequente Politik im Sinne eines ökologischen Umbaus betreiben können. So gibt es in Haßfurt in allen städtischen Einrichtungen ein von den Stadtwerken betriebenes Blockheizkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 1,8 MW. Die Stadtwerke bauen kontinuierlich ihre Eigenerzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen aus. Sie betreiben drei Windkraftanlagen (6,9 MW), und eine Biogas-Anlage (1,45 MW) sowie eigene PV-Anlagen und mieten auch Privatflächen für Solardächer an (insgesamt 6,5 MW). In Kooperation mit Greenpeace Energy bietet das Stadtwerk einen Tarif für zertifizierten Ökostrom an. 

Gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Landkreises ist Haßfurt als Gesellschafter an einer landkreisweiten GmbH beteiligt, die den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben soll. Im gesamten Landkreis sind ca. 30-40 Windkraftanlagen möglich, deren Potenzial die Gesellschaft erschließen will.

Ein besonderes Highlight ist das internetgestützte Smart Metering-System, mit dessen Hilfe die Kunden ihren Energie- (und auch Wasser-) Verbrauch analysieren und ggf. anpassen können, so z.B. durch das Vermeiden der teuren Tageslastspitzen oder durch das Ausschalten des Stand-by-Betriebs von Elektrogeräten. Dort wo die Möglichkeiten dieses Smart Grids optimal genutzt werden, konnten laut Zösch Einsparerfolge bis zu 25% weniger Energieverbrauch erreicht werden.

Norbert Zösch betonte sehr nachdrücklich den Unterschied zwischen kommunalen Unternehmen und gewinnorientierten Energieversorgern: „Unsere Aufgabe als Stadtwerk ist es, die Stadt bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen, nicht aber Profite für Aktionäre zu erwirtschaften.“

Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Unterfranken, Rolf Lauer, betonte die wichtige Rolle des Handwerks bei der Umsetzung von ökologischen Modernisierungen: „Wir sind problemorientiert, wir arbeiten direkt am Kunden für konkrete Lösungen.“ So gebe es für den immens wichtigen Bereich der Wärmedämmung und energetischen Sanierung in Unterfranken zertifizierte Betriebe, die effiziente und wirtschaftliche Lösungen anbieten. Aber auch in den Betrieben selbst werde einiges getan: von der Abwärmenutzung in Bäckereien bis hin zum Wasserrecycling in Reinigungen. Eine zentrale Rolle spiele dabei das Beratungszentrum der Handwerkskammer, das auf dem neusten Stand der Technologie die eigenen Betriebe, aber auch Architekten und Privatleute berate. Lauer betonte, dass sich eine Berücksichtigung ökologischer Ziele in Gewerbetrieben immer an der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen orientieren müsse. Deshalb gebe es bei der Wärmedämmung von Betriebsgebäuden immer noch ein großes Defizit, während auf die Energieeffizienz eingesetzter Maschinen in der Regel sehr hoher Wert gelegt werde.

Lauer forderte (von Joachim Lorenz ausdrücklich unterstützt) deutliche steuerliche Anreize, um die energetische Sanierung von Gebäuden wirklich nachdrücklich voranzubringen. Wenn – wie derzeit – nur rund 0,6% des Gebäudebestands pro Jahr energetisch saniert werde, sei das viel zu wenig und geradezu „irrational“ (Lorenz) in Bezug auf das immense Einsparpotenzial.


Die Podiumsdiskutanten: Rolf Lauer, Barbara Markus (Moderation), Norbert Zösch, und Joachim Lorenz (von links nach rechts)

Joachim Lorenz fasste – vom Publikum sehr beifällig aufgenommen - das Fazit der Diskussion zusammen: „Stadtverwaltung, Stadtwerke und andere kommunale Betriebe müssen als Vorbilder agieren, die die anderen Akteure der kommunalen Zivilgesellschaft ‚mitnehmen’“.

Ein kurze Zusammenfassung der Diskussion bietet auch unser Video auf YouTube.

ReferentInnen

Joachim Lorenz
Berufsmäßiger Stadtrat, Landeshauptstadt München, Referat für Gesundheit und Umwelt
Bayerstr. 28a
80335 München
Telefon: 089-2334 75 00
Telefax: 089-2334 75 05
E-Mail:  joachim.lorenz@muenchen.de

Norbert Zösch
Geschäftsführer, Stadtwerk Haßfurt GmbH
Augsfelderstr. 6
97437 Haßfurt
Telefon : 09521-949435
Telefax : 09521-949441
E-Mail : zoesch@stwhas.de
http://www.stwhas.de

Dipl.-Kfm. Rolf Lauer
Hauptgeschäftsführer, Handwerkskammer Unterfranken
Rennwegerring 3
97070 Würzburg
E-Mail: r.lauer@hwk-ufr.de
Tel: 0931-309081116



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16.09.2011 bis 17.09.2011

100 Jahre Ernst Friedrich Schumacher - Festakt & Symposium

 

Mit einem Festakt und einem Symposium feierte die E.F. Schumacher-Gesellschaft für Politische Ökologie den 100. Geburtstag ihres Namensgebers.

Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft des Trägers des Alternativen Nobelpreises, Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, und seiner Ehefrau Sue Dürr:  Sie leiteten sowohl den Festakt in der Hochschule für Philosophie am 16. September als auch das Symposium in der Seidl-Villa am 17. September ein.

Zum Festakt erschienen 303 Gäste. Die Einstimmung mit Fotos und historischen Filmen von E.F. Schumacher schuf von Anfang an eine feierliche Stimmung unter den Gästen. Diese wurde durch die vier brillant vorgetragenen musikalischen Einlagen des Pianisten Peter Ludwig noch gesteigert. 

Nach den drei Begrüßungen (auch durch Oberbürgermeister Christian Ude persönlich) folgte die überaus lebhafte Darstellung von Leben und Werk des Jubilars durch Claus Biegert und Renate Börger. Die anschließende Festansprache gehalten von unserem Ehrengast und Leiter des Schumacher College in Devon, England, Satish Kumar war sehr berührend. Es folgte das Rollenspiel von fünf jungen Wirtschafts-Wissenschaftlern unter Leitung von Renate Börger: In einer amüsant-heiteren Weise wurden Thesen und Sicht von Schumacher hinterfragt und auf die Probleme unserer Zeit projiziert.

Absoluter Höhepunkt des Abends war dann die Podiumsdiskussion mit den vier prominenten Wissenschaftlern und Clemens Kuby, Neffe von E. F. Schumacher, die jeweils ihren persönlichen Bezug zum Jubilar und seine Gedankenwelt darstellten. Für die Gäste wurde die unglaubliche Vielfalt von Schumachers Wirken sowohl im geistig-philosophischen, als auch politisch-praktischen Bereich sichtbar gemacht. Eine letzte Steigerung gelang dem Künstler Peter Ludwig mit seinem vierten, sehr leidenschaftlich vorgetragenen musikalischen Stück: Er brachte große Begeisterung in das Publikum.

 

Der Ansturm auf das Symposium am Samstag, 17. September in der Seidl-Villa überraschte uns sehr: Neben vielen Angemeldeten kamen auch spontan Personen, die den Festakt miterlebt hatten. Es waren wohl mehr als 150 Teilnehmer. Zu den drei geplanten Workshops in der Vormittagsrunde (9:30 – 11:00) improvisierten wir einen vierten, der spontan von unserem Ehrengast Satish Kumar angeboten wurde. Die anderen drei Workshops geleitet von Vanamali Gunturu, Christine von Weizsäcker und Ulrich Mössner hatten zwischen 25 und 63 Teilnehmer.

In der Mittagsrunde (11:30 – 13:00) steigerten sich die Teilnehmerzahlen bei den drei angebotenen Workshops (28 bis 79) und in der Nachmittagsrunde (14:00 – 15:30) sogar auf über 80 Gäste bei dem Workshop von Clemens Kuby. Besonders großes Interesse fanden im übrigen die drei Workshops mit ökonomischen Thema, die zeit-lich hintereinander gebracht wurden, sowie die zwei Workshops mit sozialkritischer und spiritueller Dimension.

Nach der Präsentation der Workshop-Ergebnisse im Plenum haben im Abschluss-podium noch recht erhellende Dialoge zwischen den Referenten statt gefunden. Das Symposium endete mit Musik und einem gemeinsamen Tanz aller Teilnehmer – an-geleitet von Sue Dürr – in sehr besinnlicher Weise.

Die Beiträge des Symposiums sind in einer Festschrift versammelt und dokumentiert, die Sie als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen können. 

Empfohlene Weblinks

www.e-f-schumacher-gesellschaft.de/cms/upload/pdf/Festschrift.pdf

ReferentInnen

Christian Felber
Gemeinwohlökonom, Schriftsteller

Vanamali Gunturu
Religionsphilosoph, Publizist, Gandhi-Biograph

Dr. Joachim Hamberger
Diplomforstwirt, Dozent Erwachsenenbildung

Benjamin Kafka
Transition Towns, Facebook-Revolutionär

Clemens Kuby
Autor, Filmemacher & Neffe von E.F. Schumacher

Satish Kumar
Leiter des Schumacher College Devon, U.K.

Dr. Ulrich Mössner
Ökonom, ehemaliger Manager

Apl. Prof. Dr. Niko Paech
Lehrstuhl Postwachstumökonomie

Prof. Dr. Ernst Schrimpff
Landschaftsökologe, Solaraktivist

Christine von Weizsäcker
Biologin, Autorin, Biodiversität

 

Veranstaltungsort
München


Partner

E.F. Schmacher-Gesellschaft für Politische Ökologie e.V.

Landeshauptstadt München, Referat für Umwelt und Gesundheit

Selbach Umwelt Stiftung


Art der Veranstaltung
Festakt & Symposium



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31.08.2011

Die Wirtschaft wird grün!

Eine Bildungsreise durch Bayern und Baden-Württemberg

„Die Wirtschaft wird grün!“ – Dass das Motto unserer Bildungsreise keineswegs ein visionäres Postulat, sondern vielerorts konkrete Realität ist, das zeigten die Besuche bei Unternehmen und Projekten aus verschiedensten Wirtschaftsbereichen sehr anschaulich.

 Eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung der Wirtschaft braucht ein verlässliches Umfeld, eine entsprechende Infrastruktur, qualifiziertes Personal und nicht zuletzt ein „Klima“, in dem sich innovative Ansätze entfalten können. Dafür sind auch und vor allem die Kommunen als Standorte zuständig. Die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz ist hierfür in vieler Hinsicht vorbildlich: Nachhaltigkeit ist die Kernbotschaft des Stadtleitbilds. Neumarkt wurde für seine Anstrengungen mehrfach ausgezeichnet, so von der UNESCO als "Stadt der Weltdekade für nachhaltige Bildung" und mit dem Gütesiegel „nachhaltige Bürgerkommune“. Außerdem ist Neumarkt seit 2009 die erste Fair-Trade-Stadt Bayerns.

Mit dem Beitritt zum Klimabündnis 2007, der Gründung des Klimaforums 2008 und der Unterzeichnung des Konvents der Bürgermeister in Brüssel im Jahr 2009 hat Neumarkt deutlich gemacht, dass es die Ziele Klimaschutz und Nachhaltigkeit ernst meint. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt oder eingeleitet. Das 100-Dächer-Solar-Programm ist hier ebenso zu nennen wie das Förderprogramm Gebäudesanierung und energetisches Bauen, das immerhin mit der für eine Stadt in Größenordnung Neumarkts beträchtlichen Summe von 2 Mio. Euro im Jahr dotiert ist. Nachhaltigkeit im Bauen wird mit der „Grünen Hausnummer“ auch öffentlich „belohnt“.

Die Einbeziehung der Bürgerschaft in die Nachhaltigkeitsprozesse ist ein zentrales Anliegen in Neumarkt, wie Ruth Dorner (oben im Bild), 2. Bürgermeisterin und Agenda 21-Beauftragte der Stadt, betonte. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Bürgerhaus: als Servicezentrale, Beteiligungsnetzwerk und Projektschmiede.

Eine Übersicht über die vielfältigen Aktivitäten Neumarkts auf dem Feld der Nachhaltigkeitspolitik gibt die Präsentation von Ruth Dorner im Rahmen unseres Besuchs, die als PDF-Datei bei uns bestellt werden kann.

Details: http://www.neumarkt.de/de/wirtschaft/nachhaltigkeit-und-klimaschutz.html

Kontakt:
Ruth Dorner, Bürgermeisterin, Stadtverwaltung Neumarkt i.d.OPf., Rathausplatz 1, 92318 Neumarkt i.d.OPf., Tel.: 09181-511038, Fax: 09181-510852, E-Mail: ruth.dorner@neumarkt.de
Ralf Mützel, Bürgerhaus Stadt Neumarkt i.d.OPf., Leiter Büro für Soziale Stadt und Lokale Agenda 21, Fischergasse 1, 92318 Neumarkt i.d.OPf., Tel.: 09181-512266, Fax: 09181-510852, E-Mail: ralf.muetzel@neumarkt.de

Ein weites Feld für eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft ist der Anbau und die Vermarktung von Bio-Produkten in der Landwirtschaft. Im Kloster Plankstetten, als Öko-Kloster auch überregional bekannt geworden, gab Frater Richard (links im Bild) einen Überblick über die Aktivitäten der Benediktiner-Mönche und die Entwicklung ihrer landwirtschaftlichen Güter. Interessant dabei war seine Aussage, dass die Abtei, nachdem sie über Jahrzehnte hinweg alle landwirtschaftlichen „Moden“ bis hin zur industrialisierten Produktion mitgemacht habe, in den 80er Jahren vor der Alternative stand, den Betrieb ganz aufzugeben oder eben auf eine ökologisch verträgliche Wirtschaftsweise umzusteigen. Dieser Umstieg, der 1994 abgeschlossen war, erwies sich in mehrfacher Hinsicht als Erfolg. So sei das Kloster mittlerweile der Mittelpunkt für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft in der gesamten Region und habe eine Vorbildwirkung, die weit ausstrahle. Zum anderen könne das Kloster ökologisch wirtschaftende Nebenerwerbsbauern unterstützen, durch die Abnahme ihrer Produkte, aber auch durch die Bereitstellung von Lagerkapazitäten zum Beispiel für Bio-Getreide.

Details:
http://www.kloster-plankstetten.de/html/klosterbetriebe.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Plankstetten
Uwe Ritzer: Beten und Ernten. Mönch als Unternehmer (SZ-Artikel) 

Kontakt: Klostergut Plankstetten, Staudenhof 3, 92334 Berching, Tel. 0 84 62-90 66 94 oder 90 600-52, Fax: (0 84 62) 90 600-53, E-Mail: klostergut@kloster-plankstetten.de

In erheblich größerem Maßstab befasst sich die Rapunzel GmbH mit Bio-Lebensmitteln. 1974 wurde Rapunzel gegründet, weil Joseph Wilhelm und Jennifer Vermeulen (bis heute in der Führungsetage der Firma tätig) das, „was wir essen wollten, was nicht kaufen konnten“. Rapunzel ist der Pionier unter den Öko-Händlern. Heute umfasst Rapunzel 15 Bio-Anbauprojekte in 11 Ländern und ist eines der führenden Unternehmen für Erzeugung, Herstellung und Vertrieb von vegetarisch-biologischen Lebensmitteln mit rund 300 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro. Wie Heike Kirsten (rechts), Marketingleiterin des Unternehmens, sehr überzeugend darstellte, sieht sich Rapunzel von der Beschaffung der Bio-Rohstoffe bis zum Verkauf der fertigen Produkte über die gesamte Prozesskette hinweg in der Verantwortung, eine hohe Produkt- und Lebensqualität zu schaffen. Dies gilt für alle Beteiligten – vom Lieferanten über die Mitarbeitenden bis zum Fachhandel.

Beeindruckend ist vor allem die Konsequenz, mit der Rapunzel ökologische Ziele mit ökonomischer und sozialer Verantwortung verknüpft. Das HAND IN HAND-Partnerprogramm von Rapunzel verbindet die Idee des kontrolliert biologischen Anbaus mit der des Fairen Handels. Durch langfristige Lieferbeziehungen haben die Partner neue Zukunftschancen, den Kunden wird dadurch eine gleichbleibend hohe Bio-Qualität garantiert. Außerdem engagiert sich Rapunzel in den Partnerregionen durch die Unterstützung sozialer und ökologischer Projekte. Insbesondere Bildungsprojekte, die den Menschen in den Partnerregionen in Südamerika, Afrika und Asien eine dauerhaft nachhaltige Zukunft sichern sollen, stehen dabei im Vordergrund. Begonnen hatte diese auf Dauer angelegte Zusammenarbeit bereits 1985 in der Türkei. 1991 eröffnete Rapunzel dann in Izmir ein Beratungsbüro. 1997 wurde daraus eine Tochterfirma gegründet.

Details: http://www.rapunzel.de/index.html

Kontakt: Heike Kirsten, RAPUNZEL Naturkost, Rapunzelstr. 1, 87764 Legau, Tel.: 08330-5291134, Fax: 08330-5291678, E-Mail: heike.kirsten@rapunzel.de

Mit nur einem, dafür nicht nur in Bayern um so wichtigeren Lebensmittel befasst sich die Brauerei Härle in Leutkirch im Allgäu. Dort bezieht sich das Umweltengagement nicht nur auf das Produkt und seine Bestandteile (Das „LandZüngle“, ein naturtrübes Fassbier, wird aus rein ökologischen Rohstoffen gebraut), sondern auch und vor allem auf den Produktionsprozess. Dafür ist die Brauerei im Jahr 2010 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden. Da die Brauerei Härle ausschließlich erneuerbare Energieträger einsetzt (Holzhackschnitzel aus der Region sowie Strom aus Wasserkraft, Wind, Biomasse und Sonne), darf sie sich als erste Brauerei in Deutschland bezeichnen, die ihre Biere zu 100% klimaneutral herstellt und vertreibt. 

Details: http://www.haerle.de/5.html 

Kontakt: Bernhard Walberer (siehe Bild rechts), Braumeister, Brauerei Clemens Härle KG, Am Hopfengarten 5, 88299 Leutkirch im Allgäu, Tel.: 07561-982825, Mail: bernhard.walberer@haerle.de

Wer ein ökologisches, der Nachhaltigkeit verpflichtetes Unternehmen aufbauen will, der kann dies in aller Regel nicht aus eigener Kraft, sondern braucht dafür Kapital. Die Finanzierung ökologischer Projekte zur Geschäftsidee zu machen, war der Ausgangspunkt für die Entstehung der Nürnberger Umweltbank. Als einzige Bank Deutschlands finanziert sie ausschließlich Umweltprojekte – Erneuerbare Energien, Bio-Landbau und Ökohäuser. Und sie hat den Umweltschutz als Unternehmensgegenstand in ihrer Satzung verankert. Das heißt auch: Jeder Anleger hat die Garantie, dass sein Geld nur an solche Projekte vergeben wird. Wie Marketing-Leiter Oliver Brandt und Ilona Klingele (im Bild links) von der Projektfinanzierung erläuterten, hat die Umweltbank mittlerweile ein Geschäftsvolumen von 2,1 Mrd. EUR. 150 Mitarbeiter/innen betreuen rund 90.000 Kunden und haben 16.000 Projekte abgewickelt. Ein sehr beträchtlicher Teil des Kreditvolumens (insgesamt über 45%) fließt derzeit in Solar-Projekte, ökologisches Bauen (Neubau und Sanierung) steht mit knapp 33% an zweiter Stelle. Beispielhafte Projekte sind der Solarpark Zerre auf dem Gelände eines ehemaligen Braunkohlekraftwerks, das mit einer Leistung von 8 MW Strom für 3.000 Haushalte produzieren wird.

Details: http://www.umweltbank.de/umweltbank/default.html

Kontakt: Oliver Brandt, UmweltBank AG, Kommunikation, Laufertorgraben 6, 90489 Nürnberg, Tel: 0911-53 08261, Fax: 0911-53 08269, E-Mail: kommunikation@umweltbank.de

Eine moderne Industriegesellschaft ist ohne Mobilität nicht denkbar. Gleichzeitig ist der dafür notwendige Verkehr eines der größten Probleme (CO2-Belastung, Flächenverbrauch etc.) für eine wirklich nachhaltige Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. Um so wichtiger sind gerade in diesem Sektor zukunftsweisende und innovative Projekte. Car2Go, von der Daimler AG vor einigen Jahren in Ulm als Experiment gestartet, gehört sicher in diese Kategorie. Als individualisiertes, standortunabhängiges Car-Sharing bietet es allen Car2Go-Teilnhmer/innen die Möglichkeit, jederzeit und ohne Voranmeldung ein Auto der Car2Go-Smart-Flotte zu benutzen und es an einem beliebigen Ort im Geschäftsgebiet (hier: Ulm und Neu-Ulm) wieder abzustellen. Im Gegensatz zu anderen Car-Sharing-Modellen (bei denen das Auto wieder zum ursprünglichen Standplatz zurückkehren muss) sind auf diese Weise auch Ein-Weg-Fahrten möglich. Die Abrechnung erfolgt ausschließlich nach der Dauer der Nutzung. Der Erfolg dieses Modells in Ulm führte inzwischen dazu, dass Car2Go-Projekte auch in Austin/Texas, San Diego, Vancouver, Amsterdam und Hamburg eingerichtet wurden.

Bemerkenswert an diesem Projekt ist zweierlei: Es wird vom Hersteller jener Automobile durchgeführt, der sich bislang vornehmlich auf die Produktion typischer „Renn-Reise-Limousinen“ konzentriert hatte. Und es versucht ganz bewusst neue Mobilitätstrends gerade in urbanen Räumen (Motto: „Auto nutzen statt Auto besitzen“) aufzugreifen. Ein Trend, der im übrigen auch von anderen Automobilherstellern erkannt und aufgegriffen wird, so z.B. von BMW in München (DriveNow) und von der Volkswagen AG in Hannover („Quicar“).

Details: http://www.car2go.com/ulm/de/

Kontakt: Andreas Leo, Car2Go, Pressesprecher (Deutschland, Unternehmenskommunikation), E-Mail: presse@car2go.com oder andreas.leo@daimler.com

Ganz anders schaut die Problemlage im ländlichen Raum aus. Hier ist es schwierig, überhaupt genügend Fahrgäste für öffentliche Verkehrsmittel zu finden. Im schwäbischen Krumbach (Lkr. Günzburg) geht man mit dem Flexibus neue Wege: Wie Harald Lenz, grüner Kreisrat vor Ort, erläuterte, ist der Flexibus ein nicht liniengebundenes Rufbus-System: Der Flexibus fährt innerhalb der Stadt und der Verwaltungsgemeinschaft Krumbach in drei Zonen und holt die Fahrgäste mit einem Kleinbus (6-8 Sitzplätze) von über 300 Haltestellen ab und bringt sie zur dem Zielort nächstgelegenen Haltestelle. Die Rufbereitschaft für die Bestellung ist von Montag bis Sonntag von 7.00 bis 18.00 Uhr. Die Betriebszeiten sind von 5.00 bis 21.00 Uhr, freitags und samstags bis 24.00 Uhr. Die Fahrgäste sollten ihren Fahrtwunsch mindestens eine halbe Stunde vor dem gewünschten Fahrtermin telefonisch angemeldet haben. Im zweiten Betriebsjahr wurden über 25.000 Fahrgäste verzeichnet. Das Flexibus-System (dem allerdings der bisherige Stadtbus in Krumbach zum Opfer gefallen ist) wurde mit dem Innovationspreis des Verkehrsclubs Deutschland ausgezeichnet.

Details: http://www.flexibus.net/index.html
Infobroschüre als PDF-Datei
Zusammenfassung von Harld Lenz

Kontakt: BBS Schapfl KG, Hans-Lingl-Straße 1, 86381 Krumbach, Tel. 08282-9902100

Was Nachhaltigkeit im Energiesektor bedeutet, wurde beim Besuch der Energieregion Merkendorf deutlich. Das gilt für die Kleinstadt Merkendorf, die sich im Jahr 2010 zu 217% (!!) mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen selbst versorgte, genauso wie die sie umgebende Energieregion, die sich die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Erhöhung des Einsatzes regenerativer Energien auf die Fahnen geschrieben hat. Damit wird die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen vermindert, die regionale Wertschöpfung gesteigert und nicht zuletzt ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Im „Energiepark“, dem Gewerbegebiet Merkendorfs, haben sich zudem einige innovative Unternehmen aus der Solar- und Energiebranche angesiedelt, die qualifizierte Arbeitsplätze bereitstellen und zur gesunden ökonomischen Basis Merkendorfs beitragen, wie Bürgermeister Hans Popp (im obigen Bild rechts neben Peter Gack) mit einigem Stolz feststellte (seine Präsentation kann als PDF-Datei bei uns bestellt werden!). In Merkendorf gibt es neun als Blockheizkraftwerke betriebene Biogasanlagen, die also nicht nur Strom erzeugen, sondern deren Wärme in ein Nah- und Fernwärmenetz eingespeist wird. Aus einer Bürgersolaranlage und einer Bürgerfreiflächenanlage wird regenerativer Strom ins Netz gespeist.

Die wirtschaftliche Bilanz dieser Nachhaltigkeitsstrategie kann sich sehen lassen: Über 260 Arbeitsplätze im Bereich Erneuerbare Energien wurden geschaffen, über 70 % der Gewerbesteuereinnahmen entstammen dem Bereich Erneuerbare Energie. Durch die enorme regionale Wertschöpfung werden die Erwerbsstrukturen für kommende Generationen gesichert und der ländliche Raum gestärkt.

Details: http://www.merkendorf.de
Kommune des Monats auf "Kommunal erneuerbar"
Klimaschutzkommune 2009 der Deutschen Umwelthilfe
Film "Merkendorf: Zeigt Energiegröße"

Kontakt: Dipl.-Kfm. Univ. Hans Popp, Erster Bürgermeister, Stadt Merkendorf, Marktplatz 1, 91732 Merkendorf, Tel.: 09826-6500, Fax.: 09826-65055, Mobil: 0172-8412329, E-Mail: buergermeister@merkendorf.de

Am Schluss der Bildungsreise stand ein Besuch bei der Firma „Bau-Fritz“, die vor über einem Jahrhundert als traditionelle Schreinerei begann und heute eines der innovativsten Holzhaus-Unternehmen Europas ist. Der Umstieg auf das Konzept des „Vollwert-Hauses“ (im Bild eines der Musterhäuser) hatte einen tragischen familiären Hintergrund: die Krebserkrankung der Frau des Unternehmenschefs Hubert Fritz, der bereits 1995 zum Ökomanager des Jahres gewählt wurde. Heute baut das Unternehmen – wie Yvonne Nieberle ausführte – pro Jahr ca. 180 ökologische Holzhäuser (vor allem Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, aber auch ganze Siedlungen, Kindergärten, Schulen, Hotelanlagen, Feriendörfer und Gewerbebauten) in ganz Europa und beschäftigt rund 240 Mitarbeiter. Das Unternehmen engagiert sich auch in sozialer Hinsicht: Dazu gehören diverse Hilfsprojekte im In- und Ausland sowie eine der ersten eigenfinanzierten betrieblichen Kindertagesstätten in Bayern. 2008 wurde Bau-Fritz als familienfreundlichstes Unternehmen im Mittelstand ausgezeichnet.

Details: http://www.baufritz.com/de/qualitaet-und-kompetenz/oekologie/text/

Kontakt: BAUFRITZ, Alpenweg 25, 87746 Erkheim/Allgäu, Tel.: 08336-9000, Fax: 08336-900260, E-Mail: info@baufritz.de



Partner

GRIBS-Bildungswerk e.V.

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Heinrich Böll Stiftung


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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24.06.2011 bis 01.07.2011

TAT.ORT Globalisierung

Dritte Erlanger Themenwoche

Unter dem Titel "TAT.ORT Globalisierung" widmete sich die 3. Erlanger Themenwoche dem Spannungsfeld von wirtschaftlichen und politischen Prozessen im Kontext der Globalisierung und deren konkreten Auswirkungen vor Ort. Das Programm umfasste sowohl Vorträge und Diskussionen aus den Bereichen der Politik, Ökonomie und Theologie, als auch eine praktische Auseinandersetzung mit möglichen Handlungsalternativen.

Freitag, 24.06.11: Green New Deal. Antwort auf die Klimakrise?  
Im Podiumsgespräch mit Uwe Kekeritz (Volkswirt und Bundestagsabgeordneter der Grünen aus Fürth) und Tadzio Müller (Klimaaktivist, Politikwissenschaftler und Publizist) werden Ursprünge und positive Besetzung des Begriffs New Deal unter Roosevelt in den USA erläutert, sowie die Frage nach dem Nutzen eines Programms gestellt, das – zwar unter grünen Vorzeichen – wieder auf Wachstum ausgelegt ist und innerhalb des Systems einer liberalen Marktwirtschaft bleiben würde. Kekeritz vertritt eine pragmatische Position, die den Plan eines 'grünen New Deal' verteidigt, ein auf erneuerbare Energien und nachhaltige Entwicklung abzielendes Investitionsprogramm. Das sei einerseits ein notwendiger Anfang und andererseits ein gangbarer Weg für eine mit unterschiedlichen Positionen und Kompromissen funktionierende Politik. Müller weist auf innere Widersprüche des Programms hin und fordert ein grundlegendes Umdenken, das sich nicht mit einem Kapitalismus 'in grün' zufriedengibt, sondern Fragen nach Wohlstandsverteilung, globaler Gerechtigkeit und Umweltzerstörung zu den Wurzeln unseres Wirtschaftssystems trägt. Daran anknüpfend wurde auch die jeweilige Form politischen Engagements thematisiert bzw. die Frage nach Haltungen, Erfolg und Effekt beim Engagement in sozialen Bewegungen bzw. organisiert in Form politischer Parteien und institutionalisierter Politik.

Samstag, 25.06.11: Demokratische Bank und Gemeinwohlökonomie: Die Frage nach Alternativen
Christian Felber (Publizist, Mit-Gründer von Attac-Österreich und "Erfinder" der Gemeinwohlökonomie) skizzierte in seinem Vortrag zunächst die jüngere Geschichte der globalen Ökonomie und zeichnete anhand von Ereignissen wie der Freigabe der Wechselkurse 1973 oder der Zulassung von Hedgefonds 2004 nach, wie komplett liberalisierte Finanzmärkte mitverantwortlich sind für die heutige Wirtschafts- und Finanzkrise seien.  Es wurde gefragt, ob gängige Schlagworte wie Wettbewerb, Leistung, Effizienz, Freiheit oder Wachstum nicht resignifiziert werden können im Sinne der bayr. Verfassung Art. 151 ('Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl'), also bspw. 'effizient' nicht auf Wettbewerb und Konkurrenz abzielt, sondern auf Kooperation und gelingende Beziehungen. Als Konsequenz vertrat Felber die konkrete Initiative einer 'Gemeinwohlökonomie', die demokratisch und partizipativ vor Ort aufgebaut wird und deren Bestandteil z.B. das Projekt einer demokratischen Bank ist, wie sie in Österreich 2013 starten wird. Als Initiative vor Ort wurde von der Erlanger Attac-Gruppe eine AG 'Gemeinwohlökonomie' gegründet. 

Sonntag, 26.06.11: Lateinamerikas neue Linke. Ist eine andere Politik möglich?
Prof. Dr. Walther L. Bernecker (Professor für Auslandswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der FAU in Nürnberg, Autor und Experte für spanische und lateinamerikanische Geschichte) erörterte in seinem Vortrag anhand der unterschiedlichen Entwicklungen in Brasilien, Uruguay, Venezuela, Ecuador und Bolivien seit dem Ende der Diktaturen der 70er und 80er Jahre in Lateinamerika die Voraussetzungen, Entstehung und gegenwärtiger Stand der in sehr unterschiedlichen Graden linken Regierungen in Lateinamerika. Im Fazit stellte Bernecker fest, dass es eine einheitliche linke Struktur in Lateinamerika nicht gebe und die Regierungen grob in zwei unterschiedliche Tendenzen gefasst werden können, nämlich eine personalistisch und radikal-linkspopulistischere Variante und eine pragmatische, eher sozialdemokratische Variante. Gemeinsam sei dem Linkstrend in Lateinamerika u.a. die Ablehnung des vor allem US-amerikanischen Wirtschaftsliberalismus und Initiativen zur Verbesserung von Bildungssystem und Sozialstaat.

Montag, 27.06.11: 'Das Sterntalerprojekt' - Leben ohne Geld?!
In einem Podiumsgespräch mit Heidemarie Schwermer (Therapeutin, Lehrerin, Buchautorin, lebt seit 15 Jahren ohne Geld) wurde vor allem Biographisches und die 'Lebensphilosophie', ohne Geld zu leben, thematisiert, wobei die politischen Implikationen gemäß des Programms der Themenwoche im Vordergrund standen. Wie lässt sich damit den Zwängen eines scheinbar unausweichlichen ökonomischen Systems entgehen, welche konkreten Nachteile und Probleme, aber auch Herausforderungen und Ängste sind damit verbunden? Für Heidemarie Schwermer bedeutet ihr Lebensentwurf letztlich ein mehr an Lebensqualität, menschlicher Nähe und auch spiritueller Bereicherung, wobei sie betonte, dass sie ihren Lebensentwurf nicht als unbegrenzt verallgemeinerbar sieht. 

Dienstag 28.06.11: TatOrt Erlangen - Forum Erlanger Projekte und Initiativen
Erlanger Aktive stellten sich und ihre Auffassung der Globalisierung vor Ort vor. Themenbereiche waren: Menschenrechte (bspw. Amnesty, AG Medizin und Menschenrechte), Bildung (bspw. Bildungsstreik, Linke und Kritische Studierende), Ökologie (bspw. JBN, Ökosoziales Forum). 

Mittwoch 29.06.11: Kapitalismus und Religion – Religion als Ware?
In seinem Vortrag übte Heri Böttcher (evangelischer Theologe, Pastoralreferent und engagiert im Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar) grundsätzliche Kritik an einem Kapitalismus, der sich parallelisieren lässt mit den Heilsversprechen einer Kultreligion.

Freitag, 01.07.11: Abschlusskonzert mit 'Karamelo Santo': Ska-Reaggae-Punk aus Mendoza, Argentinien

Veranstaltungsort
Erlangen


Partner

Network Of Young Altermondialists (NOYA), Erlangen


Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe



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24.05.2011 - 19:30

"Wohlstand" – was ist das und wie können wir ihn messen?

Veranstaltungsreihe: Welche Wirtschaft wollen wir?

Wohlstand ist ein schillernder Begriff: er umfasst materielle Aspekte, aber gleichzeitig auch das subjektive Wohlbefinden. Es ist also schon bei einer einzelnen Person schwierig zu sagen, ob sie im "Wohlstand" lebt. Um so problematischer ist dies zu beurteilen, wenn es um eine ganze Volkswirtschaft, den "Wohlstand einer Nation" geht.

Die heute dafür übliche "Messlatte" ist das sogenannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe der in einem Staat erzeugten Produkte und Dienstleistungen. Und dieses BIP muss wachsen, wenn es einer Nation gut gehen soll - das war jedenfalls bis vor kurzem das weithin geteilte Credo der Wirtschatswissenschaften und auch der Politik.

Das Bruttoinlandsprodukt als "Messlatte" in der Beurteilung, ob sich die Wohlfahrt eines Landes erhöht, wird international und in Deutschland zunehmend kritisiert:

  • okologische Kritik am BIP (vgl. unsere Veranstaltung am 7. April 2011 mit Niko Paech)
  • BIP ist falscher Indikator für Wohlfahrt einer Gesellschaft (Diefenbacher et al.)
  • BIP-Steigerung ist nicht immer „problemlösend“ (Beispiel Arbeitslosigkeit)
  • Die Abhängigkeit vom Wachstum ist problematisch (Peak Everything)

Fazit: Es bedarf neuer Konzepte, um die „richtige“ Entwicklung eines Landes zu gewährleisten.

Beispiele für

1. Die Suche nach alternativen Indikatoren:

http://www.stiglitz-sen-fitoussi.fr/

http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/gremien/enquete/wachstum/index.jsp

http://www.beyond-gdp.eu/

http://www.oecd.org/document/0/0,3746,en_2649_201185_47837376_1_1_1_1,00.html

http://www.sd-commission.org.uk/publications.php?id=914

2. Alternative Wohlfahrtsindikatoren

Nationaler Wohlfahrtsindex: http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/NWI.htm

Canadian Index of Wellbeing: http://www.ciw.ca/en/Home.aspx

Humand Development Index: http://hdr.undp.org/en/statistics/

Index of Sustainable Economic Welfare: http://www.wikiprogress.org/index.php/Index_of_Sustainable_Economic_Welfare_%28ISEW%29

Happy Planet Index: http://www.happyplanetindex.org/

Einen schönen Überblick über die Diskussion bietet die Präsentation von Fabian Scheidler beim Kongress "Jenseits des Wachstums" mit dem Titel "Gibt es ein Leben nach dem Wachstum?". Hier zum Herunterladen: http://blog.jenseits-des-wachstums.de/wp-content/uploads/2011/06/Scheidler_Wachstumskritik_PWK_Mai11.pdf

 

ReferentInnen

Christoph Gran
Diplom-Volkswirt, wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

 



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04.05.2011

Olympia 2018 - Glücksfall für München oder Desaster für Stadt und...

Podiumsdiskussion mit GegnerInnen und BefürworterInnen der Olympiabewerbung

Radio Lora hat einen Mitschnitt der Veranstaltung produziert. Dieser Mitschnitt ist auf CD bei uns erhältlich.

Bei Interesse wenden Sie sich einfach an unsere Geschäftsstelle.

ReferentInnen

Es diskutierten:

Alexander Reissl
Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat

Jutta Koller
Stadträtin von Bündnis 90/Die Grünen

Axel Doering
Mitinitiator des Garmischer Bürgerbegehrens gegen Olympia 2018 und SPD-Kreisrat


Christian Hierneis
Vorsitzender Bund Naturschutz München


Moderation: Marco Eisenack (klimaherbst.de)


Partner

Radio Lora München

Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung

 


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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07.04.2011

Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum – ein innerer Widerspruch?

Veranstaltungsreihe: Welche Wirtschaft wollen wir?

"Nachhaltigkeit" ist längst nicht nur eine Forderung von Ökologen, sondern mittlerweile zu einem Zauberwort auch in der wirtschaftspolitischen Debatte geworden, das sich alle auf die Fahnen schreiben. Auch und gerade Industrieunternehmen und Wirtschaftsverbände. Auf der anderen Seite steht immer noch die Forderung nach "mehr Wachstum". Und ist diese Forderung nicht auch berechtigt - angesichts der immer noch bestehenden materiellen Bedürfnisse vieler armer Menschen gerade in den aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländern? Und: Wie sollte die jüngste Wirtschaftskrise ohne "Wachstum" zu bewältigen sein?

In der Auftaktveranstaltung unserer Reihe "Welche Wirtschaft wollen wir?" gab unser Referent Niko Paech eine eindeutige Antwort: "Wachstum oder Nachhaltigkeit – beides ist nicht zu haben!"

Und: "Eine Überwindung der Wachstumslogik bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des bisherigen Wohlstands- und Versorgungsmodells ist undenkbar!" Gleichzeitig nannte er jedoch eine Vielzahl von Ansatzpunkten, um den Übergang zu einer "Postwachstumsökonomie" zu ermöglichen.

Seine Präsentation können Sie als PDF-Datei bei uns bestellen.

ReferentInnen

Niko Paech

apl. Prof. Dr. Niko Paech
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät II - Lehrstuhl für Produktion und Umwelt (PUM)
Die Forschungsschwerpunkte von Niko Paech liegen in der Umweltökonomik und der Nachhaltigkeitsforschung. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität wirkt Paech seit langem auch in der Projekt- und Vereinsarbeit in diversen Institutionen mit Nachhaltigkeitsbezug (z.B: BUND, NABU, Ökobank) und hat zahlreiche Berater - und Gutachtertätigkeiten im Bereich des Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens übernommen.



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