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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

02.10.2015 bis 04.10.2015

Agri | Kultur, Mobilität und Tourismus in den Alpen

 

Die Alpen sind, weit über die Hochgebirgsregionen hinaus, ein identitätsstiftender Lebens- und Kulturraum im Herzen Europas. Jedoch stellen Globalisierung, Klimawandel, Massentourismus und der zunehmende Transitverkehr den Alpenraum vor neuen Herausforderungen: So zeigt sich die Abwanderung von BewohnerInnen für viele strukturschwache Täler als ein massives Problem, aber auch die zunehmende Verstädterung von touristischen Ballungszentren, die agrarische und touristische Kleinstrukturen zerstört, gilt es kritisch zu betrachten. Daher sind kreative und energische politische Weichenstellungen gefordert.

Um zukunftsfähige, länderübergreifende Strategien für den Alpenraum zu entwickeln, haben am vergangenen Wochenende rund 100 TeilnehmerInnen aus Bayern, Liechtenstein, der Schweiz, Südtirol und Österreich unter der organisatorischen Leitung der Grünen Bildungswerkstatt Österreich im Tiroler Bergsteigerdorf Schmirn (Wipptal) gemeinsam über die Themen Mobilität, Tourismus, Kultur und (Land-)Wirtschaft diskutiert. Zu Gast waren dabei auch die beiden Landeshauptmannstellvertreterinnen Ingrid Felipe (Tirol) und Astrid Rössler (Salzburg) sowie der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch.

In Vorträgen, Workshops und Exkursionen wurden sowohl gesamtheitliche, theoretische Perspektiven beleuchtet als auch konkrete Lösungsvorschläge für einzelne Probleme erarbeitet. Die Vielfalt der Themen spiegelte die Diversität der Teilnehmer/innen wieder: Während Werner Bätzing die Folgen eines Zerrbildes der Alpen thematisierte, nahm Gerlind Weber in ihrer demografischen Analyse die Abwanderung von jungen Frauen aus den Dörfern in den Fokus und machte auf die ebenso bedenkliche Situation der meisten Gemeinden durch Überalterung und Unterjüngung aufmerksam. Eine Möglichkeit der Abwanderung von Frauen zu begegnen sah Josef Hechenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, in einer Umkehrung des traditionellen Rollenbildes: oft wäre es praktikabler, wenn die Frauen auspendeln und die Männer stattdessen die Höfe führen würden. Deutlich wurde aber auch, wie wichtig transparente Entscheidungsprozesse über die üblichen Diskussionen in den politischen Gremien hinaus sind.

Das breite Spektrum der Tagung wurde nochmals in der abschließenden Podiumsdiskussion erfahrbar, wo die verschiedenen Themen leidenschaftlich aber konstruktiv diskutiert wurden; trotz der oftmals unterschiedlichen Sichtweisen waren sich am Ende alle einig: für eine gute Zukunft des Alpenraumes ist eine verstärkte Zusammenarbeit von BewohnerInnen, Experten, PolitikerInnen und Institutionen in den Entscheidungszentren von immenser Bedeutung.

Grüne sind in allen Alpenländern (teilweise sogar sehr stark) politisch vertreten und durch ihren gemeinsamen Willen geeint, die Bergregionen als zukunftsfähigen Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten. Dieses Potential gilt es zu nützen: Alpenweite Probleme können nur über Grenzen hinweg angegangen und in der europäischen Politik nur mit einer geeinten Stimme hörbar werden.

Die Grünen setzen sich daher auf allen politischen Ebenen für die Umsetzung der Alpenkonvention als zentralem Abkommen zur Sicherung der Lebensgrundlagen des Alpenbogens ein. Als eine konkrete Maßnahme haben sich die Grünen verständigt, gemeinsame Vorschläge für einen zukunftsfähigen Alpenraum zu  erarbeiten und in den jeweiligen Landesparlamenten einzubringen.

ReferentInnen

Veranstaltungsort
Schmirn, Österreich


Partner

Grüne Bildungswerkstatt


Art der Veranstaltung
Konferenz



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16.05.2015 - 20:00

Preisstiftung VIKTOR DOK.horizonte 2015

 

Der erstmals von der Petra-Kelly-Stiftung verliehene VIKTOR DOK.horizonte 2015 wurde an den Film "CE QU'IL RESTE DE LA FOLIE (REMNANCE OF MADNESS)" vergeben.  Im Bild: unser Vorstandsmitglied Renate Grasse mit dem Moderator der Preisverleihung, Moritz Holfelder.

Die 2014 entstandene Dokumentation von Regisseur Joris Lachaise zeigt ein psychiatrisches Krankenhaus am Rande von Dakar: Wie wird dort geheilt und von wem? Die Psychiater ziehen Heiler zu Rate. Eine intelligente, bildintensive Investigation zu Wahnsinn und Methode im Postkolonialismus. 

Die Jury begründete die Preisverleihung so:

"Der Film beginnt im Flur in einer psychiatrischen Anstalt in Senegal, von blendend weißem Licht überstrahlt. Einem jungen Mann werden die Haare geschoren. Der Regisseur Joris Lachaise nimmt uns in seinen Raum auf, wir können uns den Verstörungen und Verunsicherungen nicht entziehen, eindeutige Zuordnungen gibt es nicht. In Schulmedizin ausgebildete Ärzte und traditionelle Heiler treten in einen Dialog. Krankheitssymptome werden hier unvoreingenommen als kulturspezifisch verstanden und entsprechend behandelt. Psychopharmaka treffen auf Ziegenblut, Isolationszellen auf christliche Fundamentalisten.
Der Film 'Ce qu’l reste de la folie' explodiert förmlich mit seiner Diskursfreudigkeit, geht ungewöhnliche formale Wege und besticht mit visueller Kraft. Eine intellektuelle Auseinandersetzung wird sinnlich erfahrbar gemacht. 'Was vom Wahnsinn übrigbleibt' ist ein überragend gestaltetes Kunstwerk das uns vom ersten Bild an überwältigt und überzeugt hat.
"

Wir gratulieren dem Preisträger ganz herzlich!

Veranstaltungsort
München, Hochschule für Fernsehen und Film, Bernd-Eichinger-Platz 1


Kosten
8,50 Euro



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24.10.2014 - 19:00

Wir haben ein Land aus Worten

Literarisch musikalische Lesung mit Texten vom Mahmoud Darwisch

 Mahmoud Darwisch (1941-2008) verkörpert wie kein anderer mit seiner Lyrik die Heimatlosigkeit, die Ohnmacht, die Gefährdung der Identität des palästinensischen Volkes und zugleich das Festhalten an der Hoffnung auf ein friedvolles Zusammenleben. Er und die vor 1948 geborenen Literaten versuchen, die Heimat aus der Erinnerung zu rekonstruieren und sie in Worten überleben zu lassen. Er ist die Stimme Palästinas. Eine Auswahl seiner Gedichte wurde zweisprachig von professionellen Sprechern vorgetragen, um diese Stimme hörbar zu machen.

 

Dabei wurden Ausschnitte aus den folgenden Werken vorgetragen:

Mahmud Darwish: Wir haben ein Land aus Worten. Ausgewählte Gedichte 1986-2002. Arabisch und deutsch. Aus dem Arabischen übersetzt und herausgegeben von Stefan Weidner, Zürich 2002

Mahmoud Darwish: wo du warst und wo du bist. Aus dem Arabischen von Adel Karasholi, München 2004

Untermalt wurde diese Lesung durch musikalischen Improvisationen von Bahir Al-Rajab auf der Qanoun (arab. Kastenzither). Lydia Starkulla, die Sprecherin der deutschen Texte, ist Schauspielerin,  Sprecherin, Regisseurin, freiberuflich an verschiedenen Bühnen und in unterschiedlichen Ensembles tätig. Riyad Helow, der Sprecher der arabischen Texte, ist Palästinenser, lange in Deutschland, Liebhaber arabischer Literatur, aufgewachsen in einem Nachbardorf von al-Birweh, dem Heimatdorf von Mahmoud Darwish. Bahir Al-Rajab ist Musiker und Hochschullehrer aus Bagdad, ein Meister der Qanoun, der arabischen Kastenzither.

Die Veranstaltung war Teil der diesjährigen als Festival konzipierten Palästina Tage 2014 „Viva Palästina“, die das Land, seine Kultur, seine Geschichte sowie die Lebensrealität seiner Menschen durch Bilder des alten und neuen Palästina, durch Tanz, Theater, Literatur und Film unmittelbar zur Anschauung bringen sollten.

 

 

ReferentInnen

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Lesung



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10.07.2014

Frauen an Hochschulen – mittendrin?

Karrierewege und Gender Studies

Ladies Lunch 2014

Der Anteil der Professorinnen hat sich in den letzten Jahren zwar erhöht, aber dennoch ist nur jede fünfte Professur mit einer Frau besetzt. Und das, obwohl sich mittlerweile ebenso viele Mädchen wie Jungen für ein Hochschulstudium entscheiden. Aber je weiter es in den Hochschulen auf der Karriereleiter nach oben geht, desto geringer wird der Frauenanteil.

Seit einigen Jahren gibt es außerdem zahlreiche Studiengänge Gender Studies – sie fragen nach der Bedeutung des Ge­schlechts für Kultur, Gesellschaft und Wissenschaft.

Welche Stellung nehmen Frauen mittlerweile in der deutschen Hochschullandschaft ein? Welche Ent­wicklungen braucht es dort für mehr Gleichstellung? Welchen Einfluss haben die Gender Studies haben? Wirken Sie über den eigenen Fachbereich hinaus? Diese Fragen standen im Mittelpunkt unseres diesjährigen "Ladies Lunch".

Merith Niehus gab einen Überblick über die Rolle der Frauen in Deutschland seit Beginn des vorigen Jahrhunderts. So durften Frauen ab 1908 studieren, was sie überwiegend im Fach Medizin taten, 1922 gab es dann auch die erste Richterin – es ging aufwärts.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Frauen zwar vordergründig hoch angesehen - allerdings nur in ihrer "Rolle" als Mütter und Ehefrauen. Direktorinnen an Schulen und Richterinnen etwa verloren ihre Positionen, Ärztinnen auch, sie wurden erst wieder nach Ausbruch des Krieges wieder "gebraucht".

Nach 1945 hatte ein eher fortschrittliches Klientel das Land verlassen und kam auch nicht zurück, damit hatte Deutschland ein modernisierendes Akademikerklientel verloren; die Frauenideale der Nazis blieben erhalten. In der öffentlichen Meinung waren Kinder erwünscht, aber als "Teil" der Frauen:  "Eine Frau arbeitet nur dann, wenn ihr Mann nicht genügend Geld verdient." und "Meine Mutter muss nicht arbeiten." waren typische Sätze der Zeit.

Erst Mitte / Ende der 60er Jahre übernahm dann eine neue Generation jüngerer, andersdenkender Frauen die Modernisierung des Frauenbilds. Auch brauchte die Industrie ab Mitte der 60er Jahre Arbeitskräfte. Nachdem zunächst "Gastarbeiter" geholt worden waren, "erfand" man die Teilzeitarbeit. Damit sollten die freien Arbeitsplätze gefüllt werden, wobei die Frauen gleichzeitig weiterhin Mütter sein konnten. Zeitgleich gingen immer mehr Mädchen länger zur Schule, machten höhere Bildungsabschlüsse und wollten dann nicht mehr zur Hausfrau und Mutter degradiert werden.

In der DDR verlief die Entwicklung anders: Betreuung auch für kleine Kinder war Staatsaufgabe, da auch die Frauen als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Im Westen entstand ebenfalls der Wunsch, sich zumindest zwischen Berufs- und hausfrauenrolle entscheiden zu können, aber dazu fehlte es lange Zeit an Betreuungseinrichtungen. Diese entstanden in akzeptabler Zahl erst in den vergangenen 10 bis 15 Jahren. Heute sind flächendeckende Ganztagsschulen nötig, um den Frauen eine wirkliche Wahl zu lassen.

Interessantes Detail: Akademikerinnen sind die Frauen, die durchschnittlich die wenigsten Kinder haben. Bei den Männer ist es gerade umgekehrt: Die Akademiker haben die meisten Kindern.

Paula-Irene Villa erklärte den Fachbereich „Gender Studies“. Dort sind folgende Themen von genereller Bedeutung: Wie wird Geschlecht gemacht (von wem, wo, wann und wozu), was meint Geschlechterdifferenz, niemand ist nur ein Geschlecht. Je nach Disziplin werden Gender Studies unterschiedlich gerahmt, verstanden, genutzt, gesehen...

Von den insgesamt 38.564 Professuren in Deutschland (2010) kamen 150 (114 an Universitäten und 36 an Fachhochschulen) aus dem Gender Studies-Bereich, davon waren 26 im Fachbereich Soziologie angesiedelt. Gender Studies sind kein akademischer Arm des Feminismus oder der Frauenforschung!

An der sich anschließenden regen Diskussion beteiligten sich die anwesenden Frauen sehr kompetent. In vielen Beiträgen ging es um die Situation der Frauen in der Wissenschaft, um die - fehlenden – Netzwerke, um den Sexismus an Hochschulen, die Fördermöglichkeiten, die Problematik der befristeten Verträge, die Altersgrenzen bei Befristungen.


Die Teilnehmerinnen im Gespräch

ReferentInnen

Prof. Dr. Merith Niehuss
Präsidentin der Universität der Bundeswehr München

Prof. Dr. Paula-Irene Villa
Lehrstuhl für Soziologie/Gender Studies  an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Begrüßung:
Sigi Hagl
Landesvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN in Bayern

Moderation: Silke Rapp

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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29.05.2014 bis 01.06.2014

Cinema Iran

Iranisches Filmfest München

Ziel des Filmfestivals war, iranisches Filmschaffen, sowohl Spielfilme wie Dokumentarfilme sowie künstlerische Filmpositionen vorzustellen, um so einen vielfältigeren, differenzierteren Blick auf das Land Iran, seine Kultur, Geschichte und Bevölkerung werfen zu können und gleichzeitig Vorurteilen oder Verkürzungen, die durch die Medienberichterstattung hierzulande hervorgerufen werden, entgegenzuwirken. Bei der Auswahl der Filme wurden gleichermaßen Produktionen aus dem Iran wie auch Filme von iranischen Künstler/innen, die in der Diaspora leben, sowie Filme über den Iran aus nicht-iranischer Außenperspektive berücksichtigt. Ein weiteres Ziel des Filmfestivals war es, Gelegenheiten zum direkten Austausch und zur Begegnung zu bieten und so interkulturelle Brücken innerhalb der Stadtgesellschaft zu schlagen. 

Das Filmfestival CINEMA IRAN eröffnete am Abend des 29. Mai mit einer europäischen Erstaufführung des Kanado-Iraners Mohammad Ghorbankarimi. Der Regisseur und seine Ausstatterin (Bühnen- und Kostümbildnerin) Nassim Azadi waren zur Premiere eigens aus Toronto angereist. Nach der Premiere fand ein intensives, moderiertes Publikumsgespräch mit den beiden Filmschaffenden statt. Das Interesse an dem Film war enorm, was nicht nur durch ein bis auf den letzten Platz ausverkauftes Haus deutlich wurde, sondern darüber hinaus durch ein kanadisches Fernsehteam, das neben der Münchner Filmpresse, der Premiere beiwohnte und anschließend ein Interview mit dem Filmemacher führte.

Am 30. Mai wurde als Münchner Premiere ein Film über das Schicksal junger Deutsch-Iraner präsentiert, die als Kinder oder Jugendliche nach Deutschland kamen, weil ihre Eltern politisch im Iran verfolgt wurden (OMID IST MEIN NAME). Das wenig bekannte Schicksal der Protagonisten und Protagonistinnen bewegte die Zuschauer sehr und führte zu engagierten Diskussionen.

 Im Anschluss wurde ein Musikfilm gezeigt über die iranische Rockband KIOSK. Die Musiker leben inzwischen alle im nordamerikanischen Exil. Der Film porträtiert ihre Bandgeschichte, von den Untergrund-Anfängen in Teheran bis zur heutigen Lage im Exil. Zentrales Thema waren dabei auch die Proteste nach den Präsidentschaftswahlen 2009, die u.a. Anlass für das Exil wurden.

Der Abend wurde mit einer iranischen Produktion beschlossen: dem Road-Movie MODEST RECEPTION, der neben Spannung auch moralisch-ethische Fragestellungen bot.

Am 31. Mai gab es ein Double Feature zur Ästhetik der Revolution. Der erste Beitrag BLAMES AND FLAMES des iranischen Regisseurs Mohammadreza Farzad ist ein filmischer Essay über die Rolle des iranischen Kinos vor und während der Revolution, der auch verständlich macht, wieso gerade Filmschaffende im Iran so streng reglementiert und teilweise verfolgt werden (z.B. Panahi). Der zweite Beitrag von der deutschen Künstlerin und Filmemacherin Sandra Schäfer - ON THE SET OF 1978FF - analysiert mit vielen Hintergrund-Interviews die Geschehnisse der iranischen/islamischen Revolution und wie die Ereignisse in den deutschen Medien dargestellt wurden.

Im Anschluss wurde ein Dokumentarfilm eines Filmemachers aus Shiraz, im Süden des Iran, gezeigt, der den unbekannten Amateur-Regisseur Negahdar Jamali vorstellte. Negahdar Jamali dreht seit über 30 Jahren Westernfilme in Shiraz und Umgebung. Dieses typisch amerikanische Genre ist seine Leidenschaft und die Dokumentation ist einerseits ein Film über einen Filmenthusiasten, aber zugleich auch eine Reflexion über die Nähe der iranischen und amerikanischen Kultur.

Zum Abschluss des Samstag wurde der in Venedig ausgezeichnete Spielfilm FISH AND CAT vom Shahram Mokri präsentiert, der dramaturgische und ästhetische Innovationen zeigte und interessante Szenen, teilweise mit verrätselten, märchenhaften Momenten, aus dem Leben junger Studenten bot

Am letzten Tag des Festivals wurde am Nachmittag das Kunstvideo ROOT CANAL von Samira Eskandarfar gezeigt. Parallel dazu lief in der GEDOK Galerie eine Ausstellung mit weiteren Videoarbeiten, Fotografien und Zeichnungen der Künstlerin.

Am Nachmittag wurde THE IRANIAN FILM des marokkanischen Regisseurs Yassine el Idrissi gezeigt. Der Filmemacher dokumentiert sich selbst dabei, wie er seinen Abschlussfilm erarbeitet. Als Bewunderer der iranischen Kinogrößen Kiarostami, Panahi, Makhmalbaf versucht er in ihren Spuren zu wandeln. Der Film ist einerseits eine Liebeserklärung an das iranische Kino, zeigt andererseits geschickt Ähnlichkeiten zwischen der marokkanischen und iranischen Gesellschaft auf (Transformation, Zensur, Moderne-Tradition, Stadt-Land Differenzen). Der Regisseur war eigens aus Marokko angereist. Nach dem Film fand eine spannende Diskussion statt, die sich von der "Grünen Bewegung" bis zum "Arabischen Frühling" spannte und auch die ästhetischen und dramaturgischen Mittel ergründete. Auch wurden Parallelen zu dem am Vortag gezeigten Western-Dokumentarfilm deutlich.

Abschlussfilm des Festivals am Sonntagabend war der letzte Film von Jafar Panahi, der offiziell mit einem Berufsverbot belegt ist. CLOSED CURTAIN thematisiert die prekäre Situation des Filmemachers bzw. der Künstler im Iran.

 

 

Veranstaltungsort
München


Partner

Bauer, Kultur & Kommunikation, München


Art der Veranstaltung
Filmfestival



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06.05.2014 bis 10.05.2014

Aye Aye Sœur – Kulturfestival zu Gender, Gleichstellung und Feminismus

 

Das Festival wurde von der feministischen Hochschulgruppe „fACTION – feminist Action“ in Verbindung mit dem AStA/SprecherInnenrat organisiert. Das Ziel des Festivals war es, Vorurteile gegenüber dem Thema Feminismus abzubauen und die Vielfalt feministischer Handlungsbereiche und Theorien aufzuzeigen. Dabei sollten möglichst viele unterschiedliche Gesellschaftsgruppen an der Universität sowie in Passau und dem Umkreis angesprochen werden. Informative Vorträge und Workshops füllten das Programm, kulturelle Veranstaltungen am Abend rundeten es ab.

Parallel zum Festival wurde im Foyer der Zentralbibliothek der Universität Passau die Ausstellung „Ach so ist das?!“ der Comiczeichnerin Martina Schradi gezeigt Die Comics erzählen auf entspannte, witzige, aber auch sehr tiefgründige Weise von Anekdoten und Erfahrungen von LGBTI* und brachten einen einmal mehr die Frage auf: "Wer braucht diesen ganzen Geschlechterkram eigentlich?"

6.5.2014: Podiumsdiskussion
Dies war auch eine von vielen Fragen, die in der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Festivals angesprochen werden konnten. Zu Besuch waren viele tolle Menschen aus Berlin, Linz, Passau und in der Diskussion war für alle was dabei. Es hat sich eindrücklich gezeigt, dass ein Raum voller Menschen, die sich selbst als Feminist*innen bezeichnen, trotzdem eine große Bandbreite an Interpretationen des Begriffs "Feminismus" und der Themen haben kann, die für jede*n einzelne*n am relevantesten sind, und der Formen, diese Überzeugungen in die Praxis umzusetzen.

7.5.2014: Vortrag Geschlechterkonstruktionen 
Dr. Margrit Waid erläuterte die Grundsätze der Genderwissenschaften und referierte über alltägliche Herausforderungen durch Stereotype und vermeintliche Gewissheiten. Es entstand eine lebhafte Debatte über das persönliche Verständnis und Implikationen von Feminismus der Anwesenden und es wurden hilfreiche Tipps für Erwiderungen auf ablehnende Argumente gegeben, die einer/m jeder/n Feminist*in nicht selten entgegengebracht werden, und nicht immer hat mensch die passende Antwort parat. 

8.5.2014: Vortrag Frauenbilder in den Medien
Katrin Gottschalk vom Missy Magazine führte auf amüsante Weise die oft stereotypen Frauenbilder vor Augen, die von Mainstreammedien klassischerweise vermittelt werden. Sie erläuterte, wie das Missy Magazine eine Alternative dazu bieten will und sich um Vielfalt in der Darstellung und den Inhalten bemüht. 

8.5.2014: Lesung von Christian Seidel
Christian Seidels Lesung in der Kulturcafeteria war Anlass einer ausführlichen und lebhaften Diskussion rund um Männer- und Frauenrollen, den Selbstversuch des Buchautors, die vorgegebenen Geschlechtergrenzen zu übertreten, und die Widerstände, die ihm dabei entgegengebracht wurden.

9.5.2014: Vortrag Transidentität
Sandra Wißgott von der Beratungsstelle TransIdent e.V. und Schulleiterin, informierte und berichtete über das Thema "Transidentität". Durch ihre einladende Art entwickelt sich schnell eine Atmosphäre, in der keine Frage tabu war und alle etwas dazulernen konnten. Eigene Erfahrungen mit unterhaltenden Anekdoten, gemischt mit fundiertem Fachwissen, machten den Vortrag zu einem Erfolg, der das Verständnis für die Belange, Probleme und Gefühle von Transidenten bei allen Anwesenden enorm gesteigert hat. 

9.5.2014: Vortrag über feministische Pornos
Der Vortrag der (S)Expertin für eigentlich alles,  was Sexualität betrifft, Dr. Laura Mèritt, bot einen breiten Überblick über die Vielfalt des zeitgenössischen feministischen Pornos und stellte die wichtigsten Vertreterinnen und ihre künstlerischen, eigenwilligen und nicht selten sehr ungewöhnlichen Werke vor. Sie zeigte auf, worin sie sich von "Mainstream-Pornos" unterscheiden. Die anschließende Diskussion zeigte, dass die variierenden Vorstellungen davon, was als "feministisch" gelten darf und sollte (stark vereinfacht: "Nein zu Gewalt an Frauen" VS. "Alles ist erlaubt, wenn´s im Konsens passiert"), einen enormen Einfluss darauf haben, wie die gezeigten Filme rezipiert wurden.

9.5.2014: Lesung und Spokenword mit Mieze Medusa 
Die Poetryslammerin und Autorin Mieze Medusa las im Anschluss aus ihrem zweiten Roman "Mia Messer" über eine Diebin von feministischer Kunst vor.

10.5.2014: Workshops
Den Abschluss des Festivals bildeten zwei Workshops: Laura Mèritt klärte in ihrem Workshop über weibliche Sexualität auf, während Erich Lehner neue Männlichkeitsbilder vorstellte.

10.5.2014: Party und Konzert
Im Café Museum wurde das Ende eines sehr erfolgreichen Festivals gefeiert. Zu Gast waren die Wiener Rapperin Yasmo mit DJ, sowie das DJ-Team Pete Pressure und Sally Sound, die mit Swing-und Ska-Klängen die Leute zum Tanzen brachten.

ReferentInnen

 

Veranstaltungsort
Passau


Partner

Hochschulgruppe „fACTION – feminist Action“

AStA/SprecherInnenrat an der Universität Passau

Kurt-Eisner-Verein

Universität Passau 


Art der Veranstaltung
Vorträge - Workshops - Kulturveranstaltungen



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04.05.2014 bis 25.05.2014

"Willkommen, Petra Kelly!"

Begegnung mit der Friedenskämpferin Petra Kelly (1947–1992), Namensgeberin der neuen Straße im Ackermannbogen zwischen Hohenzollernplatz und Olympiapark

Fotos: © Renate Mohr (1983), © Folklore Film (1982), © Jean Guyaux (1979)

In der neuen Petra-Kelly-Straße im Ackermannbogen in Schwabing-West werden die Häuser auf dem ehemaligen Militärareal nach und nach bezogen. Wer Petra Kelly (1947–1992), Symbolfigur und eine der bekanntesten Frauen der 70er und 80er Jahre, im Bild kennenlernen oder sich an sie erinnern möchte, kann der Namensgeberin der kleinen Straße drei Wochen lang im Ausstellungsraum des Wohnquartiers begegnen. Als außergewöhnlich engagierte Aktivistin für Frieden, gegen Atomkraft und für Ökologie war Petra Kelly für die Grünen im Bundestag.

Die großformatigen Ansichten stellte die Gestalterin Irmgard Voigt für diese Rauminstallation zusammen, zumeist aus dem Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung. 

Die Austellung wurde am Sonntag, 4. Mai, offziell eröffnet. U.a. mit Margarete Bause, MdL, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag, die sich an die couragierte Mitgründerin der Grünen erinnerte.

Margarete Bause bei der Ausstellungseröffnung

Die Rede von Margarete Bause können Sie auf ihrer Website nachlesen.

Hier können Sie außerdem ein kurzes Statement von Margarete Bause zur Ausstellungseröffnung sehen.

Empfohlene Weblinks

www.ackermannbogen-ev.de

Veranstaltungsort
München


Partner

SchauRaum im Ackermannbogen e.V., Projektgruppe Kultur


Art der Veranstaltung
Ausstellung



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19.04.2014 bis 01.05.2014

Kunst als (Über)Lebensmittel

Reise zu Kulturprojekten in Palästina und Israel

Jenseits der Politik gibt es in Israel und Palästina eine lebendige Kulturszene, die bei uns wenig bekannt ist. Inmitten des Konflikts weckt sie kreative Kräfte und  Möglichkeiten, mit den eigenen Erfahrungen produktiv umzugehen.

Auf dieser Reise wollten wir daher nach Kunst und Kreativität in beiden Gesellschaften fragen. Wir besuchten kulturelle Projekte und Einrichtungen, trafen KünstlerInnen und Initiatoren. 

 Von der Reise berichteten Jutta Höcht-Stöhr von der Evangelischen Stadtakademie und unser Mitarbeiter Jonas Jarass sozusagen tagesaktuell auf dem Blog der Stadtakademie über Eindrücke, Erlebnisse und Projekte. 

Hier geht's zum Blog...

 

ReferentInnen

Reiseleitung:

Gesa Tiedemann, Petra-Kelly-Stiftung

Jutta Höcht-Stöhr, Evangelische Stadtakademie München

Veranstaltungsort
Reise durch Palästina und Israel


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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05.02.2014 - 19:30

Pakistan – Wie leben die Menschen in diesem widersprüchlichen Land?

 

 Atombombe, Taliban, Drohnenkrieg, Selbstmordanschläge von Islamisten, verheerende Naturkatastrophen – wir Menschen im Westen verbinden mit Pakistan meist Angst und Schrecken. Manche nennen Pakistan ganz einfach das gefährlichste Land der Welt. Unser Blick ist von Angst geprägt. Das merken leider auch viele Pakistaner, die mit großen Hoffnungen nach Deutschland kommen und hier mit den Urteilen zu kämpfen haben, die meist aus Unwissenheit entstanden sind, denn sie beruhen meist nur auf den Bildern der Fanatiker, die so oft in den Nachrichten zu sehen sind. 

Der Schwerpunkt des Vortrags  der Berliner Journalistin  Ingrid Müller lag auf dem Alltagsleben der  Menschen in Pakistan. Das war umso bedeutsamer, als in den gängigen westlichen Medien Pakistan vor allem als ein Land von Gewalt und Angst dargestellt wird. Demgegenüber betonte Ingrid Müller trotz der bestehenden Probleme und Gefahren auch die lebendige Vielfalt des Lebens der Pakistani und deren Interesse, dass das einseitige Bild ihres Landes im Westen relativiert wird. 

Drei Bereiche wurden exemplarisch angesprochen und durch Bildmaterial 
unterstützt:

1. Das Reisen in Pakistan
Ingrid Müller ist als Journalistin mehrfach durch Pakistan gereist. Ihre jüngste Reise 2013 begann im öffentlich nicht zugänglichen Grenzgebiet zu Afghanistan im Swat-Tal, wo vor allem verschiedene Volksstämme das politische Sagen haben und das an das Rückzugsgebiet der Taliban in den Bergen grenzt. Die Präsenz des pakistanischen Militärs wird nach Meinung Ingrid Müllers von der Bevölkerung als  Schutzmacht akzeptiert. Es unterhält dort auch ein „Erziehungslager“, in dem ehemalige Taliban interniert sind, die auch Bildungs- und Berufsförderungsmaßnahmen erhalten. 
Gegenüber dem nüchternen Charakter der am Reißbrett entstandenen Hauptstadt Islamabad zeigen Lahore und auch Karachi eine vielfältige altertümliche Kultur, mit renovierter Altstadt und vielen Straßenständen, den bekannten Sufi-Schreinen und dem Puppenmuseum. 
Die Kulturen des Islam und des Buddhismus sind hier nebeneinander vertreten. Diese, wie auch andere Regionen in Pakistan zu bereisen und mit den Menschen zu sprechen, erschien Ingrid Müller als nicht riskanter als in anderen Regionen der Dritten Welt, soweit man über deren problematische Gegenden gut informiert ist, gegebenenfalls auch durch einheimische Begleitung. Auf einen auffallenden Widerspruch wies Ingrid Müller mit einem Foto eines McDonald-Restaurants hin, das offensichtlich trotz Ablehnung der amerikanischen Drohnen-Angriffe in Pakistan von der Bevölkerung geschätzt wird. 

2. Die Situation der Frauen
Auf ihren Reisen hat Ingrid Müller zahlreiche Frauen kennengelernt. Ihr fiel auf, dass  in einem Land, das ausdrücklich als „Islamische Republik“ gegründet wurde, die Kleidervorschriften für Frauen nicht restriktiv gehandhabt werden: Man trifft je nach Region Frauen in Burka, indischem Sari, muslimischer Verschleierung und westlicherKleidung. Allerdings ist es meist üblich, in der Öffentlichkeit ein Kopftuch zu tragen. 
Die pakistanischen Frauen sind nach den Erfahrungen von Ingrid Müller mehr familienorientiert, gesellschaftliches und politisches Engagement ist selten. Aber Ingrid Müller traf sich auch mit Sheema Kermina, der Tänzerin, Theatermacherin und Frauenrechtlerin, die auch schon mehrfach Gast des Interkulturellen Forums in München war. Allgemein scheinen strenge religiöse Verhaltensvorschriften zumindest als Mittel der Politik häufig abgelehnt zu werden. Die bestehende Diskriminierung von Frauen belegte ein Besuch in einem Krankenhaus, in dem von Männern verletzte Frauen behandelt werden. Verhütung ist eher ungewöhnlich. Die vom Islam vorgeschriebene Geschlechtertrennung wird, wie ein Besuch einer Fußballfabrik und von Schulen zeigte, durchaus praktiziert, aber eher formell. Das Schulsystem in Pakistan ist grundsätzlich unterfinanziert, der Bildungsstandard besonders der Frauen niedrig. 

3. Der Umgang mit Alkohol
In der Islamischen Republik leben zu ca. 3% religiöse Minderheiten. Nur diesen ist auf Antrag der Einkauf eines geringen Kontingents von Alkohol erlaubt. I. Müller besuchte in der Garnisonsstadt Rawalpindi eine Brauerei, die mit altertümlicher Ausstattung Bier braut. Mit entsprechenden Beziehungen gelangen aber auch viele muslimische Männer an Alkohol, ein letztes Beispiel für die Widersprüchlichkeit Pakistans.

ReferentInnen

Ingrid Müller
Leitende Redakteurin, Tagesspiegel, Berlin

 

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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20.11.2013 bis 22.11.2013

Neuer Schwung für Bildung?

Kulturelle Bildung - Partizipation - nonformale Bildung

20. internationaler Netzwerkkongress „Banlieues d´Europe“

 

Vom 20. bis 23. November 2013 trafen sich Akteure aus Kunst, Bildung, Politik und Verwaltung, stellten ihre Projekte aus Frankreich, Belgien, England sowie vielen weiteren Ländern vor und diskutieren neue Ansätze der künstlerisch-kulturellen Bildung. Im Vordergrund stand die Frage: Wie kann nonformale und kulturellle Bildung dazu beitragen, ausgegrenzte Zielgruppen sozial und politisch zu integrieren?

Nonformale und kulturelle Bildung entwickelt sich, wenn auch Kulturprojekte wertgeschätzt werden, die nicht der traditionellen Hochkultur zuzurechnen sind. Kulturellle Bildung entfaltet sich in Theaterprojekten, die in den Vorstädten entstehen und dort ihr Publikum finden oder mit Projekten bildnerischer Kunst mit marginalisierten Zielgruppen. Damit kommt die Frage in den Blick, unter welchen Bedingungen solche Kultur und solche Kulturprojekte entstehen und Bestand haben. Das ist gerade im europäischen Vergleich und im Vergleich mit den Staaten im Mittelmeerraum eine überaus spannende Frage.

Das Panel "Die Rolle der Kulturpolitik im Spannungsfeld von Subsidiarität und politischer Steuerung“ und der Workshop "Subsidiaritäts- und Demokratieverständnisse im europäischen Kontext und euromediterranen Raum“  beschäftigten sich mit den Themen, wie das Prinzip der Subsidiarität in den unterschiedlichen Ländern verstanden und implementiert ist.

Beim Panel arbeitete Andreas Gösseler die philosophischen Grundlagen von Subsidiarität heraus und legte dar, dass dieses Prinzip eine Grundvoraussetzung demokratischer Geselllschaftsentwicklung ist. 

Jordi Balta von interarts in Barcelona beschrieb die Schwierigkeiten europäischer Kulturförderung in der Bürokratie der EU.

Im Workshop wurde das Prinzip der Subsidiarität sehr kontrovers diskutiert. Besnik Mustafa (Tirana / Albanien) und Iman Noureldine aus Ägypten betonten die kreative Kraft, die aus nicht-öffentlich geförderter Kultur erwächst. Die Workshop-Teilnehmenden aus europäischen Ländern bekräftigten den Anspruch an die Kulturpolitik, auch „Rand-Kulturen“ zu fördern und beriefen sich dabei auf die Rede, die der Kulturreferent der LH München, Herr Küpper gehalten hatte. 

Während beim Panel simultan übersetzt wurde, lief der Workshop zweisprachig auf englisch und deutsch: jeder Rede-Beitrag wurde nachlaufend übersetzt. Damit konnten aus Zeitgründen viele Aspekte nicht gründlich diskutiert werden. Andererseits erhöhte dieses Procedere die Aufmerksamkeit füreinander, da fast alle Beteiligten bei der Übersetzung halfen.

Beim Kongress nahmen insgesamt über 200 Menschen teil. Das Panel zur Subsidiarität hatte etwa 200 Zuhörer. Am Workshop beteiligten sich etwa 25 Personen, ausschließlich Erwachsene, Akteure der kulturellen Bildung und der Kulturpolitik. An anderen Workshops nahmen auch Jugendliche aus kulturellen Projekten aus Deutschland, Irland, Schottland und Frankreich teil, was dem Kongress eine besondere Atmosphäre gab. Der lebendige und mit viel „Bodenhaftung“ geführte Austausch wurde auch durch den Ort geprägt: das Kreativquartier an der Dachauer Straße.

Die Veranstalter/innen waren mit dem Kongress und seinen Ergebnissen sehr zufrieden. Das Abenteuer der mehrsprachigen Kommunikation konnten ebenso gut bewältigt werden wie die organisatorischen Herausforderungen durch den für Kongresse eigentlich ungeeigneten Ort. Die Rückmeldungen sowohl der ausländischen Gäste als auch der Münchner Teilnehmenden war durchweg positiv.

 

Veranstaltungsort
München


Partner

Kooperationsgemeinschaft „Münchner Trichter“


Art der Veranstaltung
Kongress



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