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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

08.10.2017 - 10:00 bis 18:00

Togetthere-Xperience

Aktionstag in der Pinakothek der Moderne

Mit dem Aktionstag Togetthere-Xperience öffnete die Pinakothek der Moderne ihre Türen für ein außergewöhnliches Format: In interaktiven Talks, Workshops und neuen Formaten der Kunstvermittlung wurden aktuelle, soziale Themen erörtert und erfahrbar gemacht. Weltweite Veränderungen in allen Bereichen – Umwelt, Ressourcen, Gesellschaft, Bildung und Kultur etc. – machen eine direkte Auseinandersetzung mit den Themen sowie einen interkulturellen Dialog erforderlich. Und so konnte Togetthere-Xperience als Seismograph für gesellschaftliche Verantwortung diesem Aufruf zum Dialog viele Stimmen verleihen. 

Über 7.000 Besucher*innen, bunt gemischt nach Alter, Herkunft und Geschlecht, konnten RednerInnen und Projekte kennenlernen, die zum Gelingen einer besseren Welt beitragen. Im Folgenden können wir nur einen kurzen Überblick über Ablauf, Projekte und Referent*innen geben. 

Von 10 bis 18 Uhr wurden parallele Aktivitäten angeboten:

INTERACTIVES: Mitmach-Angebot im Vermittlungsraum: Ohne Vorkenntnisse an einem gemeinschaftlichen Bild mitzuwirken, das über den Tag hinweg entsteht.

ART POINTS: Führungslinie zu ausgewählten Ausstellungsstücken des Museums und Angebot von Darstellern unterschiedlichen Alters, mit einandern ins Gespräch zu kommen, um das Werk gemeinsam zu erfahren.

HIGH WIRE: Mitmach-Aktion in der Rotunde (im Wechsel mit den Bee Moves): Ein Stern aus Seilen trägt, aber nur wenn sich viele beteiligen.

BEE MOVES: Tänzerinnen und Tänzer mit einer Interpretation des Bienentanzes.

Kinder können Kunst: Für jeweils eine Stunde zwischen 13.00 bis 17.00 Uhr erleben Kinder zwischen 5 und 12 Jahren das Museum und werden auch selbst kreativ tätig.

Ein Hauptelement waren die Talks auf der großen Treppe, moderiert von Dietlinde Behnke, die durch rege Diskussionen mit dem Publikum bereichert wurden.

10:30-11:30 GESELLSCHAFT

10:30-10:45 – Sozialstaat der Bienen
Gespräch mit Viktoria Schmidt,Gründerin/Geschäftsführerin nearBees – Honig von Nebenan

10:50-11:00 – Wie sozial ist Design?

Was ist ehrliche Nachhaltigkeit?
Gespräch mit Konstantin Landuris, Designer, Gründer OTTO BAR, München

11:00-11:15 – Lasst uns gemeinsam eine Gesellschaft der Zukunft gestalten
Gespräch mit Dr. Elisabeth Hartung, kunst-buero, München

11:15-11:30 – Artificial Intelligence: How does it help society?
Statement by Prof. Dr. Gordon Cheng, TUM Lehrstuhl für Kognitive Systeme, München

11:30-12:30 UNGLEICHHEIT

11:30-11:45 – Ungleichheit philosophisch überwinden?
Gespräch mit Dr. Celina von Bezold, Mitbegründerin „street philosophy“, München

11:45-12:05 – Wie überlebt man 134 Jahre?
Gespräch mit Gerhard Müller-Rischart, Medaille „München leuchtet“ in Gold, Bundesverdienstkreuz

12:05-12:10 – Wo ist Sport sozial?
Gespräch mit Anica Heinlein, Marathon-Staffel-Läuferin „CARE für Menschen in Not im Jemen“, Bonn

12:10-12:30 – Wie müssen wir uns vermitteln?
Gespräch mit Jochen Meister, Leiter des Referates Kunstvermittlung

13:30-14:45 KULTUR

13:30-13:50 – Wer bekommt am Ende den letzten Stuhl?
Gespräch mit Dr. Angelika Nollert, Direktorin Die Neue Sammlung – The Design Museum

13:50-14:05 – Die Flucht und der Krieg: Wie die Literatur hilft
Poesie Lesung von Yamen Hussein, Syrischer Schriftsteller, Journalist und PEN. Stipendiat, München

14:10-14:25 – Die Kunst des Widerstands
Kulturarbeit in der Sahara Vision von Désirée von Trotha, Autorin, Fotografin und Filmemacherin,

14:30-14:45 – Joseph Beuys: Kunst = Gesellschaft
Gespräch mit Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Kurator für Gegenwartskunst, Pinakothek der Moderne

15:00-16:00 RESSOURCEN/UMWELT

15:00-15:15 – Disrupting hunger: How entrepreneurs can solve the world‘s greatest challenge
Talk with Alex Sloan, Communications Consultant @UN World Food Programme (WFP)

15:15-15:25 – Wer pflanzt heute einen Baum?
Statement von Botschaftern „Plant-for-the-Planet“, München

15:30-15:45 – Zero waste
Gespräch mit Hannah Sartin,Gründerin „Ohne – der verpackungsfreie Supermarkt“,

15:45-16:00 – Was ist eine Stadt?
Gespräch mit Mathieu Wellner, Architekt, Mitwirkender der Ausstellung „Does Permanence Matter?"

16:15-17:00 KONFLIKTE

16:15-16:30 – Trauma und Migration
Gespräch mit Dr. phil. Alexandra Liedl, Psychotherapeutin, REFUGIO, München

16:30-16:40 – Mein Leben in München
Gespräch mit Festus Ogieayevbona, Bäcker/ Asylbewerber aus Nigeria, und Betreuerin Sonja Kramer

16:40-17:00 – Haben Kinder eine Zukunft in der Altersgesellschaft?
Thesen von Prof. Dr. med. Stefan Burdach, Direktor der Klinik und Chefarzt Kinderklinik München

17:15 ABSCHLUSS: Statement in Form eines Poetry-Slam-Textes von Meike Harms (Poetry Slam, Bayerische Meisterin 2014)

Empfohlene Weblinks

www.sueddeutsche.de/kultur/togetthere-xperience-rein-in-den-elfenbeinturm-1.3695599

www.youtube.com/watch

www.youtube.com/watch

Veranstaltungsort
München, Pinakothek der Moderne


Partner

Pinakothek der Moderne


Art der Veranstaltung
Aktionstag



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05.10.2017 - 19:45

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

100 Jahre Heinrich Böll

BRD 1975, 106 Min, Regie: Volker Schlöndorff unter der Mitarbeit von Heinrich Böll

Zur Zeit des Karnevals in einer rheinischen Metropole Mitte der siebziger Jahre – dem Terrorismus-Jahrzehnt der Bundesrepublik. Bei einer Tanzveranstaltung lernt die biedere Hausangestellte Katharina Blum den Bundeswehrdeserteur und Bankräuber Ludwig Götten kennen. Sie verlieben sich und verbringen eine Nacht zusammen. Die Polizei verdächtigt Götten weiterer auch terroristischer Straftaten und läßt in beschatten. Bei dem Versuch, ihn festzunehmen, verhilft ihm Katharina zur Flucht. Mit dieser „Tat“ wird auch sie verdächtigt, und in Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Polizei startet die auflagenstarke Boulevardzeitung eine Kampagne in der Katharinas Leben in der Presse verfälscht und manipuliert wird. Nach der Verhaftung Göttens setzt die Zeitung die Kampagne fort. Letztlich, in ihrer Verzweiflung erschießt Katharina den verantwortlichen Redakteur der Zeitung.

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
4,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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04.10.2017

"Meine Seele kriegt ihr nie!"

Als Geisel verschleppt, gefoltert und zum Islam gezwungen

Der aus Kanada stammende Jurist und Philosoph Carl Campeau (im Bild sitzend ganz links. Am Redepult der Schauspieler Burchard Dabinnus, der einige Passagen aus dem unlängst auf Deutsch erschienenen Buch vortrug) ist seit fast 20 Jahren für die UN in den gefährlichsten Ländern der Welt im Einsatz. In Syrien wurde er 2013 von der al-Nusra-Front entführt, gefoltert und gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Nach acht Monaten gelang ihm die Flucht. Zunächst gelangte er in ein Gebiet, das von der syrischen Armee kontrolliert wurde. Von dort schaffte er trotz großen Misstrauens (so gab es den Verdacht, er sei ein israelischer Spion) den Weg in die Freiheit.

Dieser Weg kreuzt sich mit dem eines seiner Geiselnehmer, der als anerkannter Flüchtling in Deutschland aufgenommen worden war. 2016 kommt es zum Prozess gegen den jungen Syrer wegen erpresserischen Menschenraubs und Kriegsverbrechen in Syrien. In der Woche vor der Veranstaltung wurde das Urteil gefällt: Sein Geiselnehmer hat eine Strafe von dreieinhalb Jahren Gefängnis bekommen.

Seine persönliche Geschichte veranschaulicht die psychologischen Aspekte solcher Erfahrungen und wie die Beziehungen in der Region kompliziert sind: seine Beziehung zu den Geiselnehmern, deren religiöse und militärische Vorstellungen (beispielsweise auch den Zivilen gegenüber) wurden thematisiert. Besonders interessant war seine Erfahrung, wie die Terrors-Organisation gezielt die "social media" einsetzen: Seine Geiselnehmer hatten ein Video von ihm gedreht, in dem er so tun sollte, als ob man ihm eine Beine amputiert hätte. Und er hat sich bemüht, zur Glaubwürdigkeit dieses Videos beizutragen, um seine Befreiung zu begünstigen. Er konnte dieses Video sogar während der Veranstaltung zeigen, weil es bei der UNO gelandet war, um die kanadische Regierung und die UNO selbst dazu zu bewegen, ihn freizukaufen.

In der Diskussion mit dem Publikum wurden einige kritische Punkte angesprochen: die Haltung von Campeau gegenüber dem Islam und seine Ängste vor den Flüchtlingsströmen nach Europa und die Schwierigkeit, zu überprüfen, welche Personen dem islamistischen Terror angehören. Dabei stellte Campeau klar, dass er sich für keinen Islamexperten hält und deutlich zwischen dem Islam und diese radikalisierten Form unterscheidet. Zur Flüchtlingspolitik und den juristischen Rahmenbedingungen der Terrorismusbekämpfung konnte er im Hinblick auf den Prozess in Stuttgart berichten (wo er als Hauptzeuge auftrat): Dieses Verfahren basierte auf einem Gesetz, dass eine internationale Jurisdiktion für Kriegsverbrechen in Deutschland ermöglicht. Dieses Gesetz wurde bislang nur selten angewandt, könnte aber in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Terrorismusbekämpfung spielen.

ReferentInnen

Carl Campeau
Jurist und Philosoph, Mitarbeiter der UN, Einsätze in Bosnien, Albanien, Kosovo, Liberia, Syrien

Veranstaltungsort
München


Partner

Evangelische Stadtakademie München

Landesverband Bayern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen


Art der Veranstaltung
Buchvorstellung



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03.10.2017 - 19:45

Doktor Murkes gesammeltes Schweigen | Doktor Murkes gesammelte...

100 Jahre Heinrich Böll

Als geniale Satire auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entstanden diese beiden Filme nach den Erzählungen von Heinrich Böll in den Jahren 1963/64 beim Hessischen Rundfunk, der mit seinem Frankfurter Funkhaus auch gleich den Schauplatz lieferte. 

Mitte der fünfziger Jahre in einer Rundfunkanstalt der Bundesrepublik. Im Spannungsfeld zwischen Sportsendungen und Quizshows versucht sich die Kulturredaktion zu behaupten. Erschwert wird dies durch „Koryphäen der Kultur“, die ihre Textbeiträge aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Gegenwart „aktualisiert“ haben möchten. Dr. Murke, Redakteur der Kulturabteilung einer solchen Rundfunkanstalt, sammelt Tonbandsequenzen, auf denen nicht gesprochen wird. Für ihn haben Worte mit ihrer technischen Manipulation durch den Rundfunk ihren Sinn verloren. Die Sprache hat sich zur Verkaufsware entwickelt. Nur das Schweigen besitzt noch Aussagekraft.

Ein Jahr später wurde Dr. Murke zum Fernsehen befördert: dort arbeitet er in der Abteilung für Nachrufe. Um auf Todesfälle bekannter Personen tageskatuell reagieren zu können, wird fleißig im Voraus produziert.

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
8,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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02.10.2017 - 19:45

Doktor Murkes gesammeltes Schweigen | Doktor Murkes gesammelte...

100 Jahre Heinrich Böll

Als geniale Satire auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entstanden diese beiden Filme nach den Erzählungen von Heinrich Böll in den Jahren 1963/64 beim Hessischen Rundfunk, der mit seinem Frankfurter Funkhaus auch gleich den Schauplatz lieferte. 

Mitte der fünfziger Jahre in einer Rundfunkanstalt der Bundesrepublik. Im Spannungsfeld zwischen Sportsendungen und Quizshows versucht sich die Kulturredaktion zu behaupten. Erschwert wird dies durch „Koryphäen der Kultur“, die ihre Textbeiträge aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Gegenwart „aktualisiert“ haben möchten. Dr. Murke, Redakteur der Kulturabteilung einer solchen Rundfunkanstalt, sammelt Tonbandsequenzen, auf denen nicht gesprochen wird. Für ihn haben Worte mit ihrer technischen Manipulation durch den Rundfunk ihren Sinn verloren. Die Sprache hat sich zur Verkaufsware entwickelt. Nur das Schweigen besitzt noch Aussagekraft.

Ein Jahr später wurde Dr. Murke zum Fernsehen befördert: dort arbeitet er in der Abteilung für Nachrufe. Um auf Todesfälle bekannter Personen tageskatuell reagieren zu können, wird fleißig im Voraus produziert.

 

 

ReferentInnen

Markus Schäfer
Heinrich-Böll-Archiv, Köln

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
8,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Gespräch



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02.10.2017 - 19:00 bis 05.10.2017 - 20:00

Einmischung erwünscht

100 Jahre Heinrich Böll

Heinrich Böll: Die Nennung seines Namens reicht, und ein Tableau von Ereignissen, Szenen, Bildern der sogenannten „Bonner Republik“ wird aufgerufen: „Der Deutsche Herbst“, die Kontroversen mit der Springer-Presse um Bölls Spiegel-Artikel über Ulrike Meinhof, im gleichen Jahr die erste Verleihung des Literaturnobelpreises an einen deutschen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg, die Friedensbewegung der 1980er Jahre, seine Freundschaft zu Alexander Solschenizyn und Lew Kopelew. Wegbereitend ist Heinrich Bölls Einsatz und der seiner Familie für mehr Menschlichkeit. Die Ausstellung verfolgt keine rein chronologisch ausgerichtete Darbietungsweise, sondern eine an signifikanten Schlüsselbegriffen orientierte Exposition der wichtigsten Ereignisse und Themen im Leben Heinrich Bölls.

Vernissage am 02.10.2017 um 19:00 Uhr

ReferentInnen

Markus Schäfer
Heinrich-Böll-Archiv, Köln

Veranstaltungsort
Regensburg, Filmgalerie im Leeren Beutel, Foyer


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Heinrich Böll Stiftung


Art der Veranstaltung
Ausstellung



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02.10.2017 - 18:30

rage against abschiebung #16

Das Solifestival 2017

Das Rage ist das größte, regelmäßig stattfindende, antirassistische Benefiz-Bandfestival im süddeutschen Raum. Der Bayerische Flüchtlingsrat organisiert das Rage seit 1996, seit 2004 mit und im Feierwerk München. Inzwischen gibt es zusätzlich ein jährliches Festival-Split-Off in Nürnberg und Landshut.

Das Festival versucht die Themen europäische Abschiebemaschinerie, die Festung Europa, die perfide Abschottungspolitik, die Ausgrenzung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten sowie Illegalisierten und die Probleme mit dem alltäglichen Rassismus in die Öffentlichkeit zu tragen.

Daneben soll natürlich auch möglichst viel Geld für die Arbeit des Flüchtlingsrats erwirtschaftet werden. Denn Solidarität mit Flüchtlingen ist unbequem! Die Arbeit des Bayerischen Flüchtlingsrats muß deshalb so unabhängig wie möglich sein. Alle Gastbands verzichten daher seit jeher auf ihre Gage und Organisation und Helferschaft arbeiten zudem ehrenamtlich.

ReferentInnen

Klotzs (siegen)
Kein Signal (münchen)
Auf Bewährung (wismar)
Zoo Escape (münchen)
petra und der wolf (wien)
Giesinger Bud Spenzer Heart Chor (münchen)
Rainer von Vielen (kempten)
Stray Colors (gauting)
EL PRESIDENTE
(pasing)

Veranstaltungsort
München, Feierwerk (Hansa 39, Kranhalle), Hansastr. 39-41


Kosten
15,- Euro


Partner

Bayerischer Flüchtlingsrat


Art der Veranstaltung
Festival



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27.09.2017 - 19:00

Tigris Rebellen

Filmvorführung und Gespräch mit Nedim Hazar

1978 erklärten feudale Großgrundbesitzende einem kleinen Dorf in den kurdischen Gebieten der Türkei den Krieg. Sie wollten sich die Ländereien der Dorfbewohner_innen aneignen, die wenige Jahre zuvor noch in Höhlen lebten und sich zur Wehr setzten. Damit begann die unendliche Rebellion der 380 kurdischen Bewohner_innen von Schkefta am Fluss Tigris.

Repression, Krieg und Verhaftungen durch die Armee formten die letzten Jahrzehnte und dennoch entwickelte sich Schkefta zum vermutlich schönsten Dorf am Tigris. Dann kam der Bau des Ilisu-Staudamms 60 km flussabwärts. Wenn er in Betrieb geht, werden über hundert Dörfer, darunter Schekfta und die benachbarte antike Stadt Hasankeyf überflutet.
In dieser Phase trafen die Bewohner_innen Schkeftas mit dem türkisch-deutschen Dokumentaristen Nedim Hazar und seinem Team zusammen. Gemeinsam begaben sie sich auf eine 18-monate-lange Filmreise, angefangen von ihrer eigenen Geschichte, über Ereignisse des armenischen Völkermordes, bis hin zum Krieg in Syrien und der aktuellen autoritären türkischen Politik. Mit Stationen u.a. in einem irakisch-kurdischen Flüchtlingslager und dem damals umkämpften Kobane erzählt dieser Film die Geschichte von einfachen Menschen, die darauf bestehen – wie der Dichter sagt – zu “Leben! Frei und einzeln wie ein Baum, brüderlich wie ein Wald.”

ReferentInnen

Nedim Hazar
Dokumentarfilmer, Künstler und Journalist

Veranstaltungsort
Augsburg, Liliom Kino, Unterer Graben 1


Kosten
8,50/ erm. 7,00 Euro


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Gespräch



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22.09.2017 bis 08.10.2017

AusARTen 2017

Perspektivwechsel durch Kunst

2017 steht das Festival unter dem Motto „Ausgrenzung und Diskriminierung? Ohne uns!“. Dabei wird aus künstlerischer und fachspezifischer Perspektive sowohl die Diskriminierung und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft als auch unter Muslimen beleuchtet.
AusARTen ist ein Projekt, bei dem sich alles um Kunst dreht. Das Projekt zeigte: Deutsche und europäische Muslime haben ein tiefes, erfrischendes Potential. Sie sind mehr als das Objekt von Kopftuchdiskussionen. Muslime bereichern Deutschland und Europa mit ihrer Arbeit, ihrem Glauben, ihrer Lebensgeschichte, ihrer Kreativität und ihrer Kunst. Und für ihre Kunst, Tanz, Fotografie, Calligraffiti, Poetry-Slam, Musik, Film, Theater und vieles mehr bieten wir im Rahmen unseres AusARTen eine Bühne um sich zu entfalten.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Flyer und auf der Facebook-Seite des Festivals.

Veranstaltungsort
München, Münchner Forum für Islam e.V., Hotterstraße 16


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Kritisch Denken


Art der Veranstaltung
Festival



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18.09.2017 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Körper und Seele (A Teströl és Lélekröl)

 

HU 2017, Drama, 116 Min., OmU, Regie: Ildikó Enyedi


Die introvertierte Maria und ihr neuer Kollege Endre stellen durch einen Zufall fest, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum teilen. Verwirrt und erstaunt über diese intime Verbindung suchen die beiden zaghaft auch tagsüber die Nähe des anderen. Eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zweier verletzter Seelen in einer kunstvollen Bildsprache und mit einem feinsinnig-lakonischen Humor. Die beiden Hauptdarsteller beeindrucken mit ihrem zarten und zugleich intensiven Spiel.  

Gewinner des Goldenen Bären 2017 bei der Berlinale, dort auch mit dem Fipresci-Preis des Internationalen Verbandes der Filmkritik und mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Gewinner des Sydney Film Festivals, Nominierung für die European Film Awards und den Auslands-Oscar.

ReferentInnen

Alexandra Borbély
Schauspielerin

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei! | Begrenztes Platzkontingent!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments in München, Alamode Filmdistribution und dem Generalkonsulat von Ungarn


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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