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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

18.05.2016 - 19:30

Ein Staat, zwei Staaten, kein Staat

Gibt es überhaupt noch eine Friedenschance im Nahost-Konflikt?

Die meisten Israelis und Palästinenser glauben nicht mehr an eine Verhandlungslösung. Angst, Hass, Verzweiflung und gegenseitiges Misstrauen sitzen tief wie nie seit dem Gewaltausbruch im Herbst 2015. Und auch der fortschreitende israelische Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland verstellt immer mehr einen territorialen Kompromiss. Was aber dann? Gibt es eine bi-nationale Alternative zu einem Zwei-Staaten-Konzept? Oder liefe das nicht auf einen realen Alptraum für Israelis und Palästinenser hinaus?

Inge Günther, seit 1996 als Journalistin in Jerusalem tätig, konstatierte: 50 Jahre nach Beginn der Besatzung und 25 Jahre nach Beginn des Osloer Friedensprozesses mögen sich Israelis und Palästinenser gegenseitig weniger denn je. Obwohl der Konflikt immer weniger lösbar scheint, sind beide Seiten immer mehr miteinander verflochten (vgl. Siedlungen). Damit sei eine Zwei-Staaten-Lösung praktisch unmöglich geworden.

Junge palästinensische Intellektuelle plädieren deshalb für eine Ein-Staaten-Lösung nach dem Muster: one man – one vote. Dagegen wendet sich die Nationalrechte in Israel, die eine jüdische Mehrheit behalten will. Günther: "Die Ein-Staaten-Lösung blendet aus, dass Israel ein Hightech-Land ist, demgegenüber die Palästinenser, was Bildung und Arbeitsmöglichkeiten angeht, im Rückstand sind."

Die Suche nach einem dritten Weg ist mehr als dringlich. Günther stellte mehrere Alternativen vor. Sie selbst findet eine Mischlösung, wie sie das Bruno-Kreisky- Forum in Wien entwickelt hat, am interessantesten. Das Bild dafür ist ein „gemeinsames Haus“, in drei Ebenen aufgeteilt: im EG Israelis und Palästinenser mit einer gemeinsamen Verfassung; im 1. Stock getrennte Wohnungen, in denen jeder seine eigene Kultur, Bildung, Religion pflegt; im Dachgeschoss schließlich wiederum eine gemeinsame außenpolitische Vertretung. Das läuft auf eine Art Konföderationsmodell hinaus.

ReferentInnen

Inge Günther
62 Jahre, lebt seit fast zwanzig Jahren als Nahost-Korrespondentin in Jerusalem (mit einjähriger Sabbatical-Unterbrechung 2004/2005 in Kalifornien). Für ihre Arbeit erhielt sie 2003 den Sonderpreis für Frieden der Alexander-Stiftung in Frankfurt. 2005 wurde sie von dem Medium-Magazin unter die zehn besten deutschen Reporter gewählt.

Veranstaltungsort
Lindau


Partner

friedens räume Lindau


Art der Veranstaltung
Vortrag



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14.05.2016

DOK.fest: Preisverleihung

 

Preisverleihung mit Vorstandsmitglied Andreas Buchner (zweiter von links) / Copyright DOK.fest München – Neven Allgeier

Auch in diesem Jahr war die Petra-Kelly-Stiftung Preis-Stifterin beim DOK.fest:

Der "Horizonte"-Preis ging an den Film "A Maid for Each" von Maher Abi Samra.    
Zum Film: Erwachsene Kinder kaufen im Libanon ihren Eltern eine Hausangestellte, um das schlechte Gewissen zu entlasten. Junge Frauen aus Bangladesch oder Sri Lanka bieten ihre Dienste an und werden zur Ware. Zein ist Besitzer einer Agentur, die Dienstmädchen vermittelt. Die Kamera beobachtet die Gespräche in der Agentur, die Auswahl der Angestellten nach Alter und Religion, die üblichen Beschwerden. Die Dienstmädchen, die Opfer dieses Menschenhandels, bleiben unsichtbar.  

Aus der Jury-Begründung: "Auf beeindruckend filmische Art und Weise lässt uns der Regisseur in das internationale Geschäft mit Hausangestellten in Beirut eintauchen. Mit einer pragmatischen, geradlinigen und eleganten Filmsprache führt der Film die Grausamkeit dieses Systems vor, ohne die Opfer medial auszustellen. Die DOK.horizonte-Jury vergibt den Preis an den eindringlichen Film A MAID FOR EACH, der die Blicke der Öffentlichkeit auf die Existenz der Globalisierungsverlierer lenkt."

Außerdem erhielt der Film "Les Sauteurs" eine lobende Erwähnung der Jury.

Zum Film: Auf dem marokkanischen Berg Gurugu harren hunderte Migranten aus Subsahara-Afrika. Ihr Ziel: Sie wollen über den nahe gelegenen, riesigen Zaun in die spanische Enklave Melilla klettern. Immer wieder versuchen sie es, werden von der spanischen Polizei gestoppt und zurückgedrängt, manche verlieren ihr Leben. Abou Bakar Sidibé aus Mali lebt hier seit 14 Monaten. Er filmt sich und seine Umgebung und gibt seltene Einblicke in die Lebensrealität von Migranten an den Außengrenzen Europas.

Aus der Jury-Begründung: "Die Jury spricht die lobende Erwähnung für einen Film aus, der einen tiefen Einblick in das Leben afrikanischer Flüchtlinge gewährt – nicht von außen, sondern aus der Innenperspektive der Betroffenen. An der marokkanisch-spanischen Grenze festsitzend, fängt einer der Protagonisten mit der Kamera den alltäglichen Überlebenskampf, die Träume, Hoffnungen und Illusionen der jungen afrikanischen Migranten ein. Mal verzweifelt und desillusioniert, jedoch nie ohne Humor, ermöglicht uns diese innovative Art des Erzählens die völlige Identifikation mit den Protagonisten."

Veranstaltungsort
München



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08.05.2016 - 09:00 bis 12.05.2016 - 19:30

Demokratie und Recht in Europa

Bildungsreise nach Straßburg und Luxemburg

Die Politik der Europäischen Union hat sich spätestens durch den Vertrag in Lissabon zu einem zentralen Mitentscheider in der Politik auf dem Kontinent entwickelt. Je nach Politikbereich  werden zwischen 60 und 80 Prozent der Gesetzgebung in den Mitgliedsländern vorher durch Richtlinien der Institutionen in Brüssel und Straßburg beschlossen. Von Roaming-Gebühren bis Glühbirnenverordnung, von gemeinsamer Währung bis Klimaschutzzielen haben europäische Entscheidungen großen Einfluss auf das Leben von über 508 Millionen Bürger*innen. Darüber hinaus verschmelzen in der fortschreitenden Einigung Europas Rechtsauffassungen und verschieben sich rechtliche Verantwortungsbereiche. Das beeinflusst das Verhältnis von politischer Macht und Bürger*inneninteressen und ändert unser Verständnis von Demokratie. Wie haben wir Einfluss auf die politische Ausrichtung der EU? Wie können wir uns beteiligen und einbringen?  Wie funktionieren Justiz und Recht  im europäischen Mehrebenensystem?

Diesen und weiteren Fragen gehen wir bei unserem Seminar in Straßburg und Luxemburg nach, informieren uns vor Ort über Bürger*innenrechte und Einflussmöglichkeiten in der EU und Europa, thematisieren das Thema Menschenrechte und besuchen Institutionen und Gerichtshöfe, die wichtig für die Demokratie in Europa sind.

Das Reiseprogramm können Sie hier herunterladen.

Veranstaltungsort
Straßburg und Luxemburg


Kosten
310,-/ Studierende 260,- Euro DZ Ü/F, inkl. Anreise im modernen Reisebus, zwei Abendessen | EZ-Zuschlag 136,- Euro


Partner

Europäische Akademie Bayern e.V.


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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02.05.2016 - 19:30

Gewalt als letztes Mittel?

Über die Wirksamkeit militärischer und ziviler Handlungsoptionen

Susanne Luithlen betonte, dass sie nicht die moralische Frage in den Vordergrund stellen wolle, sondern die Frage nach der Wirksamkeit. Dabei sei es wichtig, sich über die Ziele klar zu sein. Diffuse Ziele erzeugen diffuse Gewalt. Sie ging auf die Wurzeln der direkten Gewalt ein, wie Mittel zum Zweck, gekränkte Eitelkeit, „wahrer Glaube“ oder auch Sadismus und berichtete, dass die Gewalt von Täter und Opfer subjektiv unterschiedlich empfunden werde und dadurch zu einer Aufschaukelung führe. Demgegenüber stehe die aktive Gewaltfreiheit, d.h. absichtlicher Verzicht auf Gewalt, die nur funktioniere, wenn es sich um zustimmungsfähige Ziele handele. Es gehe darum, den Gegner in Bedrängnis zu bringen, vorausgesetzt sei eine gegenseitige Abhängigkeit.

An zahlreichen konkreten Beispielen zeigte die Referentin auf, wie Gewalt und Gewaltfreiheit im Vergleich einerseits von innen (durch Widerstandsgruppen), andererseits von außen (zur Rettung Fremder) wirksam sein können. Sie verwies auf eine Studie von Chenoweth und Stephan (2011), die alle Aufstände mit mehr als 1000 Personen in den Jahren von 1900 bis 2006 untersucht hatten, wenn sie zum Ziel hatten, entweder einen Regierungswechsel herbeizuführen oder eine Besatzungsmacht zu vertreiben oder  ein Stück Land zu organisieren. Dabei wurde festgestellt, dass die gewaltfreien Kampagnen etwa doppelt so erfolgreich waren wie die Gewalt anwendenden und dass sich dieser Trend in den letzten 50 Jahren verstärkt hat. Als Erfolgsfaktoren für gewaltfreie Aktionen nannte die Referentin eine hohe Zahl von Beteiligten, ein möglichst naher Kontakt zum Regime, eine mögliche Unterstützung von außen und nachhaltige Ergebnisse.

Zusammenfassend könne man sagen, dass Gewalt von Ohnmachtsgefühlen entlastet, aber erschreckend wenig erreicht, wobei ein starker Ressourceneinsatz notwendig ist. Die Gewaltfreiheit hingegen werde immer noch falsch eingeschätzt und ihr Potential nicht ausgeschöpft. Gewaltfreiheit ermögliche Alternativen, dazu sei Kreativität nötig.

ReferentInnen

Susanne Luithlen
leitet die Akademie für Konflikttransformation im Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
Sie ist Mediatorin, Gruppenberaterin und befasst sich seit vielen Jahren mit gewaltfreier Konflikttransformation.

Veranstaltungsort
Weißenhorn, Evangelisches Gemeindehaus, Schubertstr. 18, Augustander-Zentrum


Kosten
Eintritt frei! (Spenden willkommen)


Partner

pax christi Augsburg


Art der Veranstaltung
Vortrag



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28.04.2016 - 18:00 bis 01.05.2016 - 10:00

Konferenz Religion und Politik in Kombination mit den Böll Tagen 2016...

Internationale Konferenz

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts hielt jeder in Europa es dann für selbstverständlich, dass die moderne Trennung von Religion und Politik im Rahmen der Globalisierung mit seinen ökonomischen, politischen und kulturellen Verflechtungen sich nicht nur auf Europa beziehen, sondern weltweit selbstverständlich werden würde. Die Globalisierung war aber auch ein Siegeszug des neoliberalen Kapitalismus, der Gemeinschaft, Gesellschaft, soziale Verantwortlichkeit dem Eigeninteresse opferte.

In Folge dessen scheint sich Böckenfördes Diktum zu bewahrheiten, dass „der freiheitliche säkularisierte Rechtsstaat von Voraussetzung lebt, die er selbst nicht garantieren kann“. D.h. wenn sich das Individuum im modernen Staat von den Kirchen emanzipiert und auch andere Institutionen wir Parteien und Gewerkschaften weniger Sinn vermitteln,  bedroht es nicht nur die Demokratie sondern öffnet Wege für neue (demokratiegefährdende) Sinnsuchen.

Es lassen sich zwei Ereignisse benennen, die exemplarisch für die Rückkehr der Religion in die Politik stehen: Das ist das Jahr 1979, indem Ayatollah Khomeini sich anschickt im Iran einen religiös fundamentalistischen Gottesstaat zu errichten. Seit dem gewinnt diese Idee weltweit an Boden. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York führten der Welt die Gefahren dieser Globalisierung vor Augen. Spätestens seitdem scheint Religion wieder ein fester Bestandteil der Politik. Viele machen hierfür den Verlust an Identität und Orientierung durch die (neoliberale) Globalisierung verantwortlich.

Anlass für uns, sich mit „Religion“ zu beschäftigen und die Gefahren aber vielleicht auch Chancen in dieser Entwicklung zu diskutieren.

Als Ideengeber haben wir eingeladen:

Manfred Berg , Antonia Grunenberg, Claus Leggewie, Gisela Holfter und Hermann Rasche

Das Programm können Sie hier herunterladen.

Nicht enthalten im Reisepreis ist die An- und Abreise!

Veranstaltungsort
Achill Island, Keel, Irland


Kosten
390,- Euro DZ Ü/VP, inkl. Abholung in Westport nach Keel hin und zurück, beide Konferenzteilnahmen | EZ-Zuschlag 90,- Euro


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung, Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg, Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, Heinrich Böll Stiftung Bremen, umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V., Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern, Stiftung Leben & Umwelt / Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen, Heinrich Böll Stiftung Nordrhein-Westfalen, Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz, Heinrich-Böll-Stiftung Schleswig-Holstein, Heinrich Böll Stiftung Thüringen e.V.


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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28.04.2016 - 20:00

Klimaflucht

 

Stärker als die derzeitigen regionalen Kriege und Konflikte wird in Zukunft der Klimawandel ganze Länder und Regionen unbewohnbar machen.
Die meisten Schätzungen gehen davon aus, dass in den nächsten Jahrzehnten 250 bis 300 Millionen Klimaflüchtlinge aus ihrer Heimat vertrieben werden.

Den Videomitschnitt der Veranstaltung können Sie hier einsehen, die Powerpoint-Präsentation kann hier aufgerufen werden.

ReferentInnen

Dr. Hermann E. Ott
Senior Adviser globale Nachhaltigkeits- und Wohlfahrtsstrategien, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Veranstaltungsort
München, Orange-Bar, Zirkus-Krone-Str. 10, 6. Stock


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Evangelische Stadtakademie München, Münchner Forum Nachhaltigkeit, Umwelt-Akademie e.V.



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22.04.2016 - 19:00

Blackbox Abschiebung

Vortrag mit anschließender Diskussion

Spätestens mit Beginn des Jahres 2016 dreht sich die Debatte über Fluchtwanderung nach  Deutschland um die Frage, wie der Zustrom begrenzt werden kann. Im Fahrwasser dieser Debatte werden immer wieder Forderung nach einer konsequenten wie auch ausgeweiteten Abschiebepolitik laut. In der zweiten Hälfte 2015 wird so die Abschiebung von Personen vom Balkan, Anfang 2016 von Personen aus Maghrebstaaten gefordert. Die Frage zu beantworten, was Abschiebungen überhaupt sind, ist keineswegs so einfach. Sind sie Ausdruck nationaler Souveränität? Sind sie Ausdruck eines institutionellen Nationalismus? Vor allem aber: sind Abschiebungen überhaupt ein geeignetes nationalstaatliches Mittel in einem Zeitalter erhöhter freiwilliger, aber eben auch erzwungener Mobilität? Und wenn nicht: was sind sie dann? Mit unserem Diskussionsabend wollen wir diesen und anschließenden Fragen auf den Grund gehen.

Unser Gast Miltiadis Oulios legt 2013 einen wertvollen Debattenbeitrag zum Themenkomplex Abschiebung vor. In seinem Buch »Blackbox Abschiebung« werden zwei Stränge der Dokumentation miteinander verwoben. Einerseits erarbeitet Miltiadis Oulios eine systematische Annäherung an die ›formale bzw. historische‹ Realität von Abschiebung in der Bundesrepublik. Andererseits gibt Oulios ›den Abgeschobenen‹ in seinem Buch eine Stimme und den Leser*innen damit Einblicke in die ›biographische‹ Realität von Abschiebung. Die außergewöhnliche Zuspitzung von Fluchtwanderungen nach Deutschland im Laufe des Jahres 2015 vergrößert die Relevanz dieser Einblicke in die »Blackbox Abschiebung«. 2015 wurden annähernd doppelt so viele Abschiebungen durchgeführt wie noch 2014. Gleichzeitig scheint zu gelten: Je mehr Flüchtende gemeldet werden, desto lauter und schriller werden die Rufe nach Abschiebung.

Der Diskussionsabend soll öffentlichen Raum für die Erörterung der »Blackbox Abschiebung« im Kontext der jüngsten gesellschaftlichen wie auch rechtlichen Veränderungen ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Grand Hotel Cosmopolis.

ReferentInnen

Miltiadis Oulios
Journalist und Buchautor

Anschließende Kommentare und Podiumsdiskussion mit
Prof. Dr. Andreas Bock
Universität Augsburg
Mathias Fiedler
Bordermonitoring.eu

Moderation
Michael Ernst-Heidenreich (Universität Augsburg)


Veranstaltungsort
Augsburg, Grandhotel Cosmopolis, Seminarraum Springergässchen 5


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grandhotel Cosmopolis


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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06.04.2016 - 19:00

Die EU im Nahostkonflikt

Was kann internationale Zusammenarbeit nach dem Scheitern der bisherigen Friedensbemühungen (noch) bewirken?

Palästina erhält so hohe Summen an Hilfsgeldern wie kaum eine andere Region der Welt. Ihr Zweck: Hilfe beim Aufbau eines unabhängigen Staates. Doch ein Staat Palästina ist ferner denn je, und die Situation in den besetzten Gebieten spitzt sich katastrophal zu.
Die EU und ihre Mitgliedsländer engagieren sich mit hohen finanziellen Beiträgen. Was ist der Effekt?

Rudolf Rogg war sieben Jahre lang Leiter der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Ramallah und hat die Prozesse vor Ort mitverfolgt. Welche Einschätzung hat er heute? Welche Programmansätze werden angesichts der erodierenden Gesamtsituation verfolgt?

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserem Flyer.

ReferentInnen

Rudolf Rogg
ehem. Leiter der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit in Ramallah, seit Oktober 2015 in der Eschborner GIZ-Zentrale

Moderation: Dr. Reiner Bernstein, Historiker

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie


Kosten
8,-/ erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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04.04.2016 - 19:00

Zwischen Orient und Okzident – wohin geht die israelische...

 

Der frühere israelische Premierminister Ehud Barak bezeichnete den Staat Israel einst als „Villa im Dschungel“ – aber seit der Gründung des Staates durch aschkenasische Juden hat sich Israel in vielerlei Hinsicht an seine Nachbarstaaten angepasst: Das orientalische Judentum gewinnt kulturell wie politisch an Einfluss, Religion und Staat scheinen zunehmend verflochten. Der Vortrag diskutiert die unterschiedlichen Einflüsse auf die israelische Gesellschaft sowie ihre Auswirkungen auf die mögliche Erneuerung eines regionalen Friedensprozesses.

ReferentInnen

Prof. Dr. Johannes Becke
Ben-Gurion-Lehrstuhl für Israel- und Nahoststudien Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog Wilhelm Str. 24


Kosten
8,- /erm. 7,- Euro / Studierende frei


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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25.02.2016 - 19:00

Etabliert sich der „Islamische Staat“?

 

In seinem Vortrag beleuchtete Michael Lüders Ursachen und Hintergründe für den Aufstieg des IS und ging vor allem der Frage nach, ob diese Bewegung noch aufzuhalten ist. Im Irak und in Syrien kontrolliert der „Islamische Staat“ mittlerweile ein Gebiet fast so groß wie Deutschland. Viele führende Vertreter des gestürzten Regimes von Saddam Hussein haben hier neue Führungsrollen übernommen. Überall dort, wo Staaten zerfallen, erlebt der IS einen gewaltigen Auftrieb. Auch in Europa finden sich meist jugendliche Muslime, die sich von dessen Ideologie angesprochen fühlen.

Wie ist das zu erklären und vor allem: Was ist dagegen zu tun?

Auf unserem Soundcloud Account können Sie den Mitschnitt des Vortrages nachhören.
Leider ist die Qualität der Aufnahme grenzwertig. Wir bitten dies zu entschuldigen!

ReferentInnen

Dr. Michael Lüders
Nahostexperte, Autor und Berater, Berlin, langjähriger Nahost-Korrespondent der ZEIT

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
8,- / erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



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