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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

13.07.2011

Frauen in der Komfortzone?

Bascha Mika über die Feigheit der Frauen

Ladies Lunch

Weit über 100 Teilnehmerinnen lockte unser diesjähriger Ladies Lunch an. Das lag nicht zuletzt an Bascha Mikas neuem Buch „Die Feigheit der Frauen“, dessen kontroverse und provokanten Thesen diskutiert werden sollten. 

Bascha Mika fragt in ihrem , warum kluge, gut ausgebildete Frauen viele Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verspielen. Ihre Thesen: Frauen stehen sich selbst im Wege, stolpern in Rollenfallen und werden zu Komplizinnen ihrer eigenen Selbstentwertung. Sie ermutigte zu selbstbewussten und unabhängigen Entscheidungen und Liebe auf Augenhöhe.

Einige Fotoimpressionen von der Veranstaltung:

 
Dichtgedrängte Reihen interessierter Zuhörerinnen beim Vorttrag von Bascha Mika.

 
Die Diskussionen wurden auch beim anschließenden Buffet intensiv fortgeführt. Erfreulich, dass auch in diesem Jahr wieder etliche Vertreterinnen der "jungen Generation" den Weg zum Ladies Lunch gefunden hatten.

ReferentInnen

Bascha Mika
1998 bis 2009 Chefredakteurin der überregionalen tageszeitung, Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin und freie Publizistin, Autorin von „Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug.“

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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30.05.2011

Gegnerinnen-Aufklärung: Mexiko vs. Deutschland

 

Unter dem Motto "Gegnerinnen-Aufklärung" tourte die Heinrich-Böll-Stiftung durch Deutschland, um über die Teilnehmerländer der Frauen-WM zu informieren. Eine der Veranstaltungen fand in Augsburg statt und Womensoccer war dabei, als sich prominente Gäste über den Frauenfußball in Mexiko und Deutschland austauschten.

Den ausführlichen und sehr informativen Artikel über unsere Veranstaltung können Sie hier nachlesen:

http://www.womensoccer.de/2011/06/10/spannende-gesprachsrunde/

 


Partner

DFB-Kulturstiftung

Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung



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07.07.2010 - 17:00 bis 21:00

"Ladies first!" - Frauen in der Politik

Ladies Lunch - nur für Frauen

Die Reihe "Ladies Lunch" fördert die Vernetzung, den Informationsaustausch und den Meinungsbildungsprozess zu gesellschaftliche aktuellen Themen zwischen engagierten Frauen. In diesem Jahr ging es dabei um das Thema "Frauen in der Politik".

Dazu hatten wir eingeladen:

Dr. Isabelle Kürschner (Politikwissenschaftlerin, Autorin von:"Den Männern überlassen wir’s nicht! Erfolgreiche Frauen in der CSU“) und Ekin Deligöz (Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen).

Theresa Schopper bei der BegrüßungIn ihrer Begrüßung erzählte Theresa Schopper (Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Bayern) von einem Ausspruch eines ehemaligen Landtagsabgeordneten: "Eine Frau in der Politik ist eine Zierde, mehrere Frauen sind Unkraut". Sie gehe allerdings davon aus, dass sich in den letzten Jahren zum Thema "Frauen in der Politik" doch viel bewegt und verändert hat – quer durch alle Parteien.

Die Diskussion zwischen Frau Dr. Kürschner (Bild unten, links) und Ekin Deligöz (rechts), die von Silke Rapp (Mitte) kompetent geleitet wurde, bewegte sich auf folgenden Hintergrund:

Seit knapp fünf Jahren ist Angela Merkel deutsche Regierungschefin. Viel ist seitdem zu hören und zu lesen von einem neuen, weiblicheren Politikstil, der mehr auf Kommunikation als Konfrontation setzt. Auch bei den konservativen Parteien ist es mittlerweile üblich, Frauen bei der Verteilung von einflussreichen Posten zu berücksichtigen und die Frauenunion fordert inzwischen eine Quote.

  • Hat sich daher durch die erste Frau im Bundeskanzleramt die Situation für Frauen in der Politik generell verändert?
  • Verlaufen Karrieren von Frauen in der Politik heute anders als vor zehn Jahren?
  • Was ist dran am weiblichen Politikstil?

Die DiskussionsteilnehmerinnenDiese und weitere Fragen wurden im Verlauf der Diskussion besprochen. Auch kamen Themen wie  „Ist die Quote sinnvoll?“, Vereinbarkeit von Kindern mit dem Engagement in der Politik sowie Frauennetzwerke zur Sprache.

Dabei wurden von beiden Referentinnen etliche Übereinstimmungen über die Parteigrenzen hinweg festgestellt. So die Tatsache, dass Frauen Netzwerke bilden und damit in der Fläche bleiben - anders als Männer, die sich zu "Seilschaften" zusammentun und sich somit gegenseitig nach oben ziehen. Auch sehen beide Referentinnen die Quote als sinnvoll, hilfreich und für die Beteiligung von Frauen als entscheidend an.

Fazit: Frauen sind nicht die besseren Politiker/innen, aber sie schauken anders auf die Probleme und sie diskutieren unter einem anderen Blickwinkel. Das ist bereichernd für die Lösung der anstehenden Fragen, so die übereinstimmende Aussage.

Im Anschluss an die gut einstündige  Diskussion der beiden Referentinnen beteiligten sich auch die 50 Teilnehmerinnen mit großem Interesse, Engagement und  persönlichen Beiträgen.

Dieser Teil der Veranstaltung endete mit dem Appell, Ideologien und dogmatisches Denken zu überwinden durch Zusammenschlüsse von Frauen aus unterschiedlichen Parteien, um somit den Blick auf die Politik zu verändern und damit andere, bessere Lösungen herbeizuführen.

Nach dem intensiven Austausch, folgten ein kleines Buffet sowie spannende Begegnungen und Gespräche.

Das Interesse an dieser Art des Treffens und der Vernetzung unter Frauen ist weiterhin sehr hoch; die Petra-Kelly-Stiftung wird die Reihe „Ladies Lunch“ fortsetzen.

 

Auch viele junge Frauen unter den interessierten Diskutantinnen



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14.05.2010 - 17:00 bis 21.05.2010 - 18:00

Nigerianische KünstlerInnen klagen an

Ausstellung zur Genitalverstümmelung

Die weibliche Beschneidung oder Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag!

Die Ausstellung, die über das Thema informiert, ist ein Signal im Kampf gegen diese Form von Gewalt an Frauen. Sie solidarisiert sich mit den betroffenen Mädchen und Frauen und will dazu beitragen, ihren Töchtern diese traumatisierende Erfahrung und das damit verbundene, oft lebenslange Leiden zu ersparen.

Und dieses Thema geht auch uns in Deutschland an. Auch in Deutschland leben 20.000 betroffene Frauen. Über 5.000 Mädchen droht dasselbe Schicksal. Ihre Eltern fühlen sich alten Traditionen verpflichtet und glauben, unbeschnittene Töchter finden keinen Ehemann. Die Familien suchen nach willfährigen ÄrztInnen in Deutschland oder Beschneiderinnen in den vorwiegend afrikanischen Herkunftsländern. Selbst in Deutschland sind Mädchen also nicht vor Genitalverstümmelung sicher. 

Weibliche Genitalverstümmelung ist nicht auf die Anhänger einer bestimmten Religion beschränkt. Sie kann sowohl Christinnen, Musliminnen, Jüdinnen als auch Zugehörige anderer Religionen betreffen. Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik angebracht werden, sind vielfältig, meist widersprüchlich und variieren von Ethnie zu Ethnie sowie regional. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder einer (missinterpretierten) Religion. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird.

Tatsächlich geht es um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.

Die Ausstellung war vom 15. bis zum 21. Mai zu sehen.

 

Weitere Informationen...

... zum Thema Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen finden Sie bei unseren Kooperationspartnerinnen Terre des Femmes, Plan International und Forward Germany.

Grußwort von Dr. Pierette Herzberger-Fofana (Forward Germany)


Partner

Terre des Femmes

Plan International

Grüne Liste Erlangen

Forward Germany

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg



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Dokument

Die Hälfte der Macht im Visier

Buchveröffentlichung der Heinrich Böll Stiftung

Mit der erneuten Wahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin scheinen Frauen auch die letzte Männerbastion in der Politik erobert zu haben. Aber dieses massenmedial vermittelte Bild von erfolgreichen Karrierefrauen entspricht nicht dem durchschnittlichen politischen Alltag.

Lars Holtkamp und Sonja Schnittke analysieren in ihrer politikwissenschaftlichen Studie "Die Hälfte der Macht im Visier" die politische Repräsentanz von Frauen in Bund, Ländern und Kommunen. Auch 90 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen in fast allen wesentlichen politischen Positionen in Deutschland unterrepräsentiert. Während andere Staaten durch die konsequente Einführung von Quotenlösungen die Frauenanteile erheblich erhöhen, stagniert in den letzten Jahren der Anteil der Parlamentarierinnen in Deutschland.

Was sind die Ursachen für diesen Stillstand, und wie kann die politische Parität auch in Deutschland erreicht werden? Nach einer differenzierten Ursachenanalyse mit einem empirischen Schwerpunkt auf den deutschen Kommunalparlamenten legt die Untersuchung von Holtkamp und Schnittke als Antwort auf diese Fragen ein Reformmodell vor, mit dem sich die Geschlechterparität kurzfristig realisieren lassen könnte.




Lars Holtkamp und Sonja Schnittke

Die Hälfte der Macht im Visier
Der Einfluss von Institutionen und Parteien auf die politische Repräsentation von Frauen

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Fachzeitschrift Alternative Kommunalpolitik
320 Seiten, 18,- Euro, ISBN 978-3-9803641-6-4

Bestelladresse:
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Fon: 030-285340
Fax: 030-28534109
E-Mail: info@boell.de

Sie können das Buch auch als PDF herunterladen (PDF, 320 Seiten, 2.45 MB).



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Dokument

Gender: Veröffentlichungen und Dokumentationen

 

Ein langjähriger Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Themenfeld Gender und Geschlechterdemokratie. 

Die Ergebnisse sind in Veröffentlichungen dokumentiert, die Sie bei uns bestellen oder unentgeltlich als PDF-Dateien herunterladen können.

Weitere Materialien finden Sie bei einzelnen Seminaren und Tagungen im Rückblick. Oder nutzen Sie unsere Suchfunktion.

Gender-Mainstreaming-Praxis
Arbeitshilfen zur Anwendung der Analysekategorie "Gender" in Gender-Mainstreaming-Prozessen

Von Angelika Blickhäuser und Henning von Bargen
Schriften des Gunda-Werner-Instituts, Band 7
Zweite, überarbeitete Auflage
Berlin, Dezember 2009, 144 Seiten
ISBN 978-3-86928-022-6
PDF-Datei (148 Seiten, 835 KB)

 

Geschlechterdemokratie in Organisationen
Fachtagung am 10. und 11. Juni 1999 in Frankfurt am Main
Eine Zusammenarbeit der Hessischen Gesellschaft für Demokratie und Ökologie, der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Büro für frauenpolitische Forschung und Beratung, der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und der Petra-Kelly-Stiftung.


Den Frauen die Ehre, den Männern die Karriere -
wie Frauen und Männer in Europa arbeiten sollen.

26.Juni 1999 in München
Gemeinsame Tagung des DGB Kreisfrauenausschusses München, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Petra-Kelly-Stiftung

 

Dörthe Jung/Margret Krannich (Hrsg.):
Die Praxis des Gender Mainstreaming auf dem Prüfstand
Stärken und Schwächen der nationalen Umsetzungspraxis 

Dokumentation der gleichnamigen Fachtagung vom 29. Januar 2004 in Frankfurt am Main

 

Silke Rapp & Gerd Rudel:
Gender Budget
Grundlagen, Hintergründe, Handlungsmöglichkeiten

Eine Einführung in die geschlechtergerechte Analyse des Kommunalhaushalts
Kommunalpolitische Schriftenreihe. Heft 8/April 2005
2., komplett überarbeitete und aktualisierte Ausgabe 
41 Seiten

 



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08.07.2009

Ladies Lunch: Frauen und die Finanzkrise

Interessierte Zuhörerinnen beim Ladies Lunch

 

Finanzmärkte scheinen das ideale Spielfeld für Männer zu sein, die dort für hohe Profite große Risiken eingehen.

In Krisenzeiten werden dagegen die Frauen benachteiligt: Mit Konjunkturprogrammen werden vor allem männerdominierte Branchen gestützt. Und mit den häuslichen Finanzkrisen müssen meistens Frauen zurechtkommen, die zudem oft die Kürzungen im Sozialbereich aufzufangen haben.

Verschiedene Untersuchungen belegen, dass Frauen in Unternehmen und an Finanzmärkten besser und nachhaltiger mit Geld umgehen. Aber ist es ein wirklich nur ein Managementproblem?

Silke Ötsch beleuchtete das Thema "Frauen und Finanzkrise" aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ihren Vortrag können Sie sich hier als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.

Im Verlauf der Debatte ergab sich auch die Frage nach den finanziellen Auswirkungen des sogenannten "Cross-Border-Leasing" und hier insbesondere, inwieweit die Landeshauptstadt München dieses Instrument genutzt hat. Informationen hierzu finden Sie im öffentlich zugänglichen Ratsinformationssystem. Wenn Sie die Suchfunktion des Systems nutzen und "Cross-Border-Leasing" eingeben, finden Sie die entsprechenden Informationen.

ReferentInnen

Silke Ötsch

Dr. Silke Ötsch
AG Finanzmärkte und Steuern und wissenschaftlicher Beirat von Attac Deutschland



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08.05.2009

Der Mann an ihrer Seite

Der Mann an ihrer Seite: in diesem Falle Queen Elizabeth mit Prinzgemahl Philip

Die Ausnahme und die Folgen oder: Er in der Nebenrolle

"Die Frau wird mit Bezug auf den Mann determiniert und differenziert, er aber nicht in Bezug auf sie (…) Er ist das Subjekt, er ist das Absolute, sie ist das Andere."
Simone de Beauvoir: "Das andere Geschlecht". 1949

Aber was, wenn es "andersrum" ist????

Die alte Frage, wie Frauen in Spitzenpositionen die Führungskultur und das Arrangement der Geschlechter verändern, muss erweitert werden:

  • Verändert "der Mann an ihrer Seite" das Bild von Männlichkeit und traditioneller Geschlechterordnung? 
  • Werden die Protagonisten zu "role models" für gleichberechtigte Verhältnisse? 
  • Und wird durch den Ausnahmemann der alte "Code" ( Goffmann ) im Arrangement der Geschlechter verändert?

Unser Workshop befasste sich ausführlich mit diesen Fragen. Die zusammenfassenden Schlussfolgerungen von Workshop-Leiterin gesine Spieß können sie sich als PDF-Datei herunterladen.

Impressionen vom Workshop finden Sie in unserer Bildergalerie

ReferentInnen

Prof. Dr. Gesine Spiess
FH Erfurt, Fakultät Soziale Arbeit, Lehrgebiet Genderstudies, Geschlechterverhältnisse

 


Partner

Frauenbeauftragte der Ludwig-Maximilians-Universität, München



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09.07.2008

Ladies Lunch

Junge Frauen auf dem Sprung

Die jungen Frauen von heute sind unabhängig, zielstrebig und selbstbewusst, so die Ergebnisse der Studie "Frauen auf dem Sprung".

Im Auftrag der Zeitschrift BRIGITTE haben das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Sozialforschungsinstitut infas mehr als 1000 Frauen zwischen 17 und 19 sowie zwischen 27 und 29 befragt. Frauen also, die sich auf den Weg machen in die Ausbildung, ins Studium, in den Beruf, die sich aber auch entscheiden müssen, ob sie eine Familie gründen wollen.

Bildung, Männer, Kinder, Karriere - wie stehen junge Frauen zu diesen Themen?

Was sind ihre Wünsche, ihre Ziele und was ihre Ängste?

Werden sie verwirklichen können, was sie sich heute vornehmen?

Die Präsentation, mit der Doris Hess die wesentlichen Ergebnisse der Studie anschaulich darstellte und die die Basis einer lebhaften Diskussion bildete, können Sie als PDF-Datei bei uns bestellen.

Einige Impressionen von dieser Veranstaltung finden Sie in unserer Bildergalerie.

ReferentInnen

Doris Hess
Bereichsleiterin Sozialforschung infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH Mitverfasserin der Brigitte-Studie "Frauen auf dem Sprung"



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16.09.2007

Frauenblicke auf den Bosporus

Eine Frauenreise nach Istanbul

Die Bildungsreise nach Istanbul fand statt vom 16.-23.9.07

Vor Ort erwartete die Gruppe ein umfangreiches Programm bestehend aus Vorträgen zur Geschichte der türkischen Frauenbewegung vom osmanischen Reich bis heute, Vorträge über ethnische Minderheiten, Straf- und Zivilrecht, Besuch von verschiedenen Vereinen, die sich für die Gleichstellung von türkischen Frauen engagieren sowie einer Lesung.

Der Exkurs in die Vergangenheit der türkischen Frauenbewegung zu Anfang der Woche war wichtige Grundlage für die anderen Punkte des Programms. 
Auch die Einbeziehung von Informationen über den Islam hatte in diesem Zusammenhang ihre Bedeutung.

Besonders interessant war für die Teilnehmerinnen der Kontakt zu den Akteurinnen vor Ort. Dabei wurde besonders deren Offenheit geschätzt. Spannend waren Fragen nach der Rolle der Frau in der Türkei und ob bzw. wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat oder mit der Reform von verschiedenen Gesetzen geändert hat. 

Die Teilnehmerinnen mussten feststellen, dass viele Maßnahmen in Politik und Gesellschaft nicht so bei den Frauen ankommt, wie auf dem Papier intendiert. 
Gerade im ländlichen Raum haben Frauen zumeist noch die Rolle als Hausfrau und Mutter und werden über den Mann definiert. Das Zusammenleben von Mann und Frau in der Türkei ist ein sehr tradiertes, an dem Gesetzesänderungen von heute auf morgen nichts ändern werden. 

Die Frage nach der Finanzierung der Vereine und deren Projekte stand auch mehrmals im Mittelpunkt der Diskussion. Großes Unverständnis wurde seitens der deutschen Frauen bezüglich der Diskriminierung von ethnischen Minderheiten und benachteiligten Menschen geäußert. In diesem Zusammenhang sahen die Teilnehmerinnen ein großes Problem für die Türkei auf dem Weg in die EU.

Insgesamt wurde die Reise als überaus informativ und lehrreich eingeschätzt.


Partner

Stiftung Leben & Umwelt, Hannover

Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen



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Treffer 31 bis 40 von 51