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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

26.02.2018 - 18:00

True Warriors

 

Am 11. Dezember 2014 sprengt sich während einer Premiere des Azdar Theaters in Kabul ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Der Attentäter und zwei Besucher sterben, 40 Menschen werden verletzt. In ausführlichen Interviews berichten Betroffene davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie in der Folge damit umgehen. Der Film True Warriors ist eine Geschichte hinter der alltäglichen Nachrichtenmeldung – und eine inspirierende Illustration der Kraft von Kultur. 

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
6,-/ erm. 5,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film Regensburg e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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26.02.2018 - 20:15

True Warriors

 

Am 11. Dezember 2014 sprengt sich während einer Premiere des Azdar Theaters in Kabul ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Der Attentäter und zwei Besucher sterben, 40 Menschen werden verletzt. In ausführlichen Interviews berichten Betroffene davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie in der Folge damit umgehen. Der Film True Warriors ist eine Geschichte hinter der alltäglichen Nachrichtenmeldung – und eine inspirierende Illustration der Kraft von Kultur. 

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
6,-/ erm. 5,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film Regensburg e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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15.01.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Freiheit

 

Deutschland/ Slovakei 2017, Drama, 100 Min., Regie: Jan Speckenbach

Nora glaubt, sich durch ihren Alltag immer mehr von der Welt entfremdet zu haben. Deshalb lässt sie eines Tages ihr altes Leben zurück und beginnt die Suche nach einem neuen. Sie verspürt die Kraft der Freiheit, sie fühlt wieder, was es heißt, zu leben. Ihren Mann Philip und die beiden Kindern verlässt sie ohne jegliche Erklärung – so bleibt ihre Familie in absoluter Ungewissheit, was kommt. Noras Freiheit fühlt sich für Philip wie eine Fessel...

Weltpremiere im internationalen Wettbewerb des 70. Filmfest von Locarno 2017. In den deutschen Kinos ab dem 8.2.

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei.


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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09.12.2017 - 19:45

Good Night - White Pride

Antifaschistisches Konzert 2017

Dieses Jahr findet bereits zum 16ten mal das Rosenheimer „good night – white pride“ Konzert statt.
Eine Kampagne von Mitgliedern der Hardcoreszene, die sich gegen Rassismus und Faschismus wendet. Ziel war und ist es, Faschismus und Rassismus „keinen Millimeter Platz einzuräumen“. In Rosenheim veranstaltet die infogruppe seit 2002 jährlich ein Konzert unter diesem Motto. Inzwischen ist das Rosenheimer „good night – white pride“ Konzert eine feste Institution in der oberbayerischen Alternativkultur geworden.

Von der Münchner Band GRAM erwartet das Publikum deutschsprachiger Schreihals Hardcore-Punk in Dur & Molltönen. „Gute Laune geht anders“ heißt es in der Ankündigung der aktuellen 7" EP „Geisterbahn“, denn hier treffen die Texte der selbstzerstörerischen Nihilisten auf einen aggressiven/melancholischen musikalischen Unterbau. Auch inhaltlich bezieht die Band klar Position: „no sexism, fascism, capitalism!“.

Ein Publikumsmagnet für das Konzert ist sicher die lokale Band ROHRZANGE. Die Chiemgauer Punkrocker sind seit über 10 Jahren ein fester Bestandteil der lokalen Subkultur und durch diverse Samplerbeiträge auch überregional bekannt. Die Selbstbeschreibung der Band lautet: „Radikaler Revolte Punk“.

Als Ersatz für EAT MY FEAR springen nun RÖTTEN SHOCK ein. Das Corazon Anarchopunk Trio wird noch im November (23.11. Release-Konzert) ihr neues Album veröffentlichen und es in Rosenheim vorstellen. Die politische Texte werden mit wütende Stimme,meistens auf Spanisch, gelegentlich auch auf Deutsch oder englisch gebrüllt

Eröffnet wird das Konzert von der Dachauer Band DIGITALBOX, welche ein chaotisches Deutschpunk-Massaker ankündigt. Der Musikstil der Anarchopunkband ist schwer zu beschreiben, aber eins ist sicher: Neben Punk und Gekreische fließen auch Elemente aus Crust und Hardcore mit in ihre Musik ein.

ReferentInnen

Rohrzange
Radikaler Revolte Punk aus dem Chiemgau
GRAM
Hardcore aus München
RÖTTEN SHOCK
Corazon Anarchopunk aus München
Digitalbox
Anarchopunk aus Dachau

Veranstaltungsort
Rosenheim, Vetternwirtschaft - VfbK e.V. Oberaustrasse 2


Partner

Infogruppe Rosenheim


Art der Veranstaltung
Antifaschistisches Konzert



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04.12.2017 bis 09.12.2017

Grenzgaenge: Mut zu Widerstand und Vielfalt

 

Das Grenzgaenge Filmfest zeigte elf Filmprojekte, deren gemeinsamer Kristallisationspunkt es ist, Grenzen in ihren verschiedenen Bedeutungen und Dimensionen nachzuspüren. Die Filme zeichneten Bilder und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Sie zeigten Menschen, die in kleinen Alltäglichkeiten oder in global gedachten Maßstäben Mut beweisen, Vielfalt verteidigen oder Widerstand leisten. Die Filmgespräche und Veranstaltungen erzählten Geschichten von Menschen, die auf der Suche sind und dabei Möglichkeiten finden, mit Hürden umzugehen und Grenzen zu überwinden. Sie hielten Eindrücke fest, die Impuls sein können zu Reflexion und aktivem Handeln. 

Ziel aller Filme war es, die Potentiale und die Bereicherung von Diversität zu erkennen. So sollten Gemeinsamkeiten zu einem Mitglied einer bislang diskriminierten Gruppe erkennbar und Handlungsansätze für bestehende Problematiken gefunden werden.

Bei vier der Filmvorführungen waren außerdem externe Gäste eingeladen, die zu einer Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung standen. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung mit dem Film "Women Sense Tour" waren auch die beiden Regisseurinnen Sarah Zouak und Justine Devillaine anwesend. Sie waren ein halbes Jahr mit der Kamera durch sechs muslimisch geprägte Länder gereist, um dort feministische Muslima zu porträtieren. Auf dem Filmfest zeigten sie die erste Etappe, Marokko. In der Diskussionstand nicht nur der  Film selbst zur Debatte, sondern auch die Situation von Muslima in Frankreich und die Korrelation zwischen Feminismus und dem muslimischen Glauben.

Im Anschluss an den Film "Gayby Baby" konnte mit Vertreter*innen der Münchner Organisation LesMamas und von Pro Familia Passau über die Erfahrungen von Kindern gleichgeschlechtlicher Paare diskutiert werden. 

Zu dem georgischen Film "I didn’t cross the border, the border crossed me", der sich mit dem Grenzkonflikt zwischen Georgien und Südossetien befasste, war der Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik, Prof. Dr. Bernhard Stahl der Universität Passau, als sachkundiger Gesprächspartner eingeladen. Er gab nicht nur grundlegende Informationen zum Grenzkonflikt, sondern trug auch dazu bei, die subjektive Wahrnehmung der in der Dokumentation dargestellten Protagonisten kontextuell einzubetten.

Im Anschluss an die Dokumentation "Seefeuer", die sich mit dem Zusammenleben von Geflüchteten und "Alteingesessenen" auf der Insel Lampedusa beschäftigt, war es ein Repräsentant der Organisation SeaWatch, der die Fragen des Publikums zur Seenotrettung und zur anschließenden Unterbringung von Geflüchteten beantwortete.

Vor der offiziellen Eröffnung des Filmfests fand bereits eine Filmvorführung der Dokumentation "Tomorrow" statt, die vor allem an Schulklassen gerichtet war. Die Kooperation mit einer Schulklasse und einer Schülervertretung sah in einem ersten Schritt das gemeinsame Schauen der Dokumentation vor, die sich in fünf Kapiteln mit globalen Problemen beschäftigt und lokale Lösungsansätze und Projekte vorstellt. In einem zweiten Schritt fanden in der Woche nach dem Filmfest zweistündige Workshops mit den einzelnen Schulklassen statt, in denen sich die Schüler*innen vertieft mit den einzelnen Kapiteln des Films beschäftigten.

Zum Abschluss der Filmfest-Woche wurde erstmals ein "Public Living Room" im Cafe Museum durchgeführt. In insgesamt zwei Durchläufen wurde hierbei die Kurzfilmreihe "Out of Place" gezeigt, ein deutsch-israelisches Filmprojekt mit vielfältigen Themen wie Religion, Behinderung oder Migration. Das Konzept des Public Living Room ermöglichte es den Anwesenden, in entspannter Atmosphäre die gezeigten Filme zu diskutieren.

Empfohlene Weblinks

filmfestgrenzgaenge.wordpress.com

Veranstaltungsort
Passau


Partner

AStA/SprecherInnenrat der Universität Passau


Art der Veranstaltung
Filmfest



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13.10.2017 - 20:00

Die Anden

Fairer Handel - Trekking - Schamanismus: Multivisionsshow

Die Verbindung von grandioser Berglandschaft, persönlichen Reiseerlebnissen und Fairem Handel macht den besonderen Reiz der Multivisionsshow aus. Mit ausdrucksstarken Fotos entführen Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner die Zuschauer in die eisigen Höhen der Anden. Für den Vortrag haben sie sieben Reisen nach Peru, Bolivien und Chile unternommen.

Im Valle Sagrado besuchten die beiden Fotojournalisten mystische Inka-Ruinen und eine Kleinbauernfamilie, die fair gehandelten Kaffee mit dem sagenumwobenen Namen Machu Picchu produziert. Sie schlenderten durch Cuscos reich verzierte Kolonialkirchen, stiegen in eine Fairtrade-gesiegelte Goldmine hinab, tauchten in Perus farbenprächtigsten Karneval ein und schliefen auf einer Schilfinsel im tiefblauen Titicacasee.
Nach einer viertägigen Trekkingtour in Boliviens abgelegener Apolobamba-Region zelebrierte ein Kallawaya-Arzt ein bewegendes Opferritual für die zwei.
Dass der Faire Handel nicht nur Armut reduzieren, sondern auch uralteTraditionen bewahren kann, erlebten Dr. Jutta Ulmer und Dr. Michael Wolfsteiner beim Besuch von Aymara-Indigenas, die am Ufer des gigantischen Salar de Uyuni das Wunderkorn Quinoa kultivieren.
In der glasklaren Luft der Atacamawüste war das Fotojournalisten-Duo von spuckenden Geysiren, malerischen Lagunen und den wissenschaftlichen Sternwarten ALMA und La Silla begeistert. Weiter im Süden Chiles verkosteten die beiden bei Kleinwinzern fair gehandelten Wein, und sie lebten ein paar Tage naturnah mit Mapuche-Indigenas in einem winzigen Dörfchen.
Die Multivisiossshow ist eine Kombination aus faszinierenden Fotos auf Großleinwand, live erzählten Geschichten, stimmungsvoller Musik und Originaltonaufnahmen. So entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die die Zuschauer zum entspannten Globalen Lernen, Schmunzeln, Genießen und Träumen einlädt.

ReferentInnen

lobOlmo
Michael Wolfsteiner und Jutta Ulmer (Freie Journalisten und Fotografen)

Veranstaltungsort
Bayreuth, Evang. Gemeindehaus, Großer Saal, Richard-Wagner-Str. 24


Kosten
AK: 10.- / 6.- (erm. für Studierende); im VVK: 9.- / 5.- (erm. für Studierende)


Partner

Weltladen Bayreuth "Die Brücke" e.V.


Art der Veranstaltung
Multivisionsshow



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08.10.2017 - 10:00 bis 18:00

Togetthere-Xperience

Aktionstag in der Pinakothek der Moderne

Mit dem Aktionstag Togetthere-Xperience öffnete die Pinakothek der Moderne ihre Türen für ein außergewöhnliches Format: In interaktiven Talks, Workshops und neuen Formaten der Kunstvermittlung wurden aktuelle, soziale Themen erörtert und erfahrbar gemacht. Weltweite Veränderungen in allen Bereichen – Umwelt, Ressourcen, Gesellschaft, Bildung und Kultur etc. – machen eine direkte Auseinandersetzung mit den Themen sowie einen interkulturellen Dialog erforderlich. Und so konnte Togetthere-Xperience als Seismograph für gesellschaftliche Verantwortung diesem Aufruf zum Dialog viele Stimmen verleihen. 

Über 7.000 Besucher*innen, bunt gemischt nach Alter, Herkunft und Geschlecht, konnten RednerInnen und Projekte kennenlernen, die zum Gelingen einer besseren Welt beitragen. Im Folgenden können wir nur einen kurzen Überblick über Ablauf, Projekte und Referent*innen geben. 

Von 10 bis 18 Uhr wurden parallele Aktivitäten angeboten:

INTERACTIVES: Mitmach-Angebot im Vermittlungsraum: Ohne Vorkenntnisse an einem gemeinschaftlichen Bild mitzuwirken, das über den Tag hinweg entsteht.

ART POINTS: Führungslinie zu ausgewählten Ausstellungsstücken des Museums und Angebot von Darstellern unterschiedlichen Alters, mit einandern ins Gespräch zu kommen, um das Werk gemeinsam zu erfahren.

HIGH WIRE: Mitmach-Aktion in der Rotunde (im Wechsel mit den Bee Moves): Ein Stern aus Seilen trägt, aber nur wenn sich viele beteiligen.

BEE MOVES: Tänzerinnen und Tänzer mit einer Interpretation des Bienentanzes.

Kinder können Kunst: Für jeweils eine Stunde zwischen 13.00 bis 17.00 Uhr erleben Kinder zwischen 5 und 12 Jahren das Museum und werden auch selbst kreativ tätig.

Ein Hauptelement waren die Talks auf der großen Treppe, moderiert von Dietlinde Behnke, die durch rege Diskussionen mit dem Publikum bereichert wurden.

10:30-11:30 GESELLSCHAFT

10:30-10:45 – Sozialstaat der Bienen
Gespräch mit Viktoria Schmidt,Gründerin/Geschäftsführerin nearBees – Honig von Nebenan

10:50-11:00 – Wie sozial ist Design?

Was ist ehrliche Nachhaltigkeit?
Gespräch mit Konstantin Landuris, Designer, Gründer OTTO BAR, München

11:00-11:15 – Lasst uns gemeinsam eine Gesellschaft der Zukunft gestalten
Gespräch mit Dr. Elisabeth Hartung, kunst-buero, München

11:15-11:30 – Artificial Intelligence: How does it help society?
Statement by Prof. Dr. Gordon Cheng, TUM Lehrstuhl für Kognitive Systeme, München

11:30-12:30 UNGLEICHHEIT

11:30-11:45 – Ungleichheit philosophisch überwinden?
Gespräch mit Dr. Celina von Bezold, Mitbegründerin „street philosophy“, München

11:45-12:05 – Wie überlebt man 134 Jahre?
Gespräch mit Gerhard Müller-Rischart, Medaille „München leuchtet“ in Gold, Bundesverdienstkreuz

12:05-12:10 – Wo ist Sport sozial?
Gespräch mit Anica Heinlein, Marathon-Staffel-Läuferin „CARE für Menschen in Not im Jemen“, Bonn

12:10-12:30 – Wie müssen wir uns vermitteln?
Gespräch mit Jochen Meister, Leiter des Referates Kunstvermittlung

13:30-14:45 KULTUR

13:30-13:50 – Wer bekommt am Ende den letzten Stuhl?
Gespräch mit Dr. Angelika Nollert, Direktorin Die Neue Sammlung – The Design Museum

13:50-14:05 – Die Flucht und der Krieg: Wie die Literatur hilft
Poesie Lesung von Yamen Hussein, Syrischer Schriftsteller, Journalist und PEN. Stipendiat, München

14:10-14:25 – Die Kunst des Widerstands
Kulturarbeit in der Sahara Vision von Désirée von Trotha, Autorin, Fotografin und Filmemacherin,

14:30-14:45 – Joseph Beuys: Kunst = Gesellschaft
Gespräch mit Prof. Dr. Bernhart Schwenk, Kurator für Gegenwartskunst, Pinakothek der Moderne

15:00-16:00 RESSOURCEN/UMWELT

15:00-15:15 – Disrupting hunger: How entrepreneurs can solve the world‘s greatest challenge
Talk with Alex Sloan, Communications Consultant @UN World Food Programme (WFP)

15:15-15:25 – Wer pflanzt heute einen Baum?
Statement von Botschaftern „Plant-for-the-Planet“, München

15:30-15:45 – Zero waste
Gespräch mit Hannah Sartin,Gründerin „Ohne – der verpackungsfreie Supermarkt“,

15:45-16:00 – Was ist eine Stadt?
Gespräch mit Mathieu Wellner, Architekt, Mitwirkender der Ausstellung „Does Permanence Matter?"

16:15-17:00 KONFLIKTE

16:15-16:30 – Trauma und Migration
Gespräch mit Dr. phil. Alexandra Liedl, Psychotherapeutin, REFUGIO, München

16:30-16:40 – Mein Leben in München
Gespräch mit Festus Ogieayevbona, Bäcker/ Asylbewerber aus Nigeria, und Betreuerin Sonja Kramer

16:40-17:00 – Haben Kinder eine Zukunft in der Altersgesellschaft?
Thesen von Prof. Dr. med. Stefan Burdach, Direktor der Klinik und Chefarzt Kinderklinik München

17:15 ABSCHLUSS: Statement in Form eines Poetry-Slam-Textes von Meike Harms (Poetry Slam, Bayerische Meisterin 2014)

Empfohlene Weblinks

www.sueddeutsche.de/kultur/togetthere-xperience-rein-in-den-elfenbeinturm-1.3695599

www.youtube.com/watch

www.youtube.com/watch

Veranstaltungsort
München, Pinakothek der Moderne


Partner

Pinakothek der Moderne


Art der Veranstaltung
Aktionstag



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04.10.2017

"Meine Seele kriegt ihr nie!"

Als Geisel verschleppt, gefoltert und zum Islam gezwungen

Der aus Kanada stammende Jurist und Philosoph Carl Campeau (im Bild sitzend ganz links. Am Redepult der Schauspieler Burchard Dabinnus, der einige Passagen aus dem unlängst auf Deutsch erschienenen Buch vortrug) ist seit fast 20 Jahren für die UN in den gefährlichsten Ländern der Welt im Einsatz. In Syrien wurde er 2013 von der al-Nusra-Front entführt, gefoltert und gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Nach acht Monaten gelang ihm die Flucht. Zunächst gelangte er in ein Gebiet, das von der syrischen Armee kontrolliert wurde. Von dort schaffte er trotz großen Misstrauens (so gab es den Verdacht, er sei ein israelischer Spion) den Weg in die Freiheit.

Dieser Weg kreuzt sich mit dem eines seiner Geiselnehmer, der als anerkannter Flüchtling in Deutschland aufgenommen worden war. 2016 kommt es zum Prozess gegen den jungen Syrer wegen erpresserischen Menschenraubs und Kriegsverbrechen in Syrien. In der Woche vor der Veranstaltung wurde das Urteil gefällt: Sein Geiselnehmer hat eine Strafe von dreieinhalb Jahren Gefängnis bekommen.

Seine persönliche Geschichte veranschaulicht die psychologischen Aspekte solcher Erfahrungen und wie die Beziehungen in der Region kompliziert sind: seine Beziehung zu den Geiselnehmern, deren religiöse und militärische Vorstellungen (beispielsweise auch den Zivilen gegenüber) wurden thematisiert. Besonders interessant war seine Erfahrung, wie die Terrors-Organisation gezielt die "social media" einsetzen: Seine Geiselnehmer hatten ein Video von ihm gedreht, in dem er so tun sollte, als ob man ihm eine Beine amputiert hätte. Und er hat sich bemüht, zur Glaubwürdigkeit dieses Videos beizutragen, um seine Befreiung zu begünstigen. Er konnte dieses Video sogar während der Veranstaltung zeigen, weil es bei der UNO gelandet war, um die kanadische Regierung und die UNO selbst dazu zu bewegen, ihn freizukaufen.

In der Diskussion mit dem Publikum wurden einige kritische Punkte angesprochen: die Haltung von Campeau gegenüber dem Islam und seine Ängste vor den Flüchtlingsströmen nach Europa und die Schwierigkeit, zu überprüfen, welche Personen dem islamistischen Terror angehören. Dabei stellte Campeau klar, dass er sich für keinen Islamexperten hält und deutlich zwischen dem Islam und diese radikalisierten Form unterscheidet. Zur Flüchtlingspolitik und den juristischen Rahmenbedingungen der Terrorismusbekämpfung konnte er im Hinblick auf den Prozess in Stuttgart berichten (wo er als Hauptzeuge auftrat): Dieses Verfahren basierte auf einem Gesetz, dass eine internationale Jurisdiktion für Kriegsverbrechen in Deutschland ermöglicht. Dieses Gesetz wurde bislang nur selten angewandt, könnte aber in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Terrorismusbekämpfung spielen.

ReferentInnen

Carl Campeau
Jurist und Philosoph, Mitarbeiter der UN, Einsätze in Bosnien, Albanien, Kosovo, Liberia, Syrien

Veranstaltungsort
München


Partner

Evangelische Stadtakademie München

Landesverband Bayern der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen


Art der Veranstaltung
Buchvorstellung



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02.10.2017 - 19:45

Doktor Murkes gesammeltes Schweigen | Doktor Murkes gesammelte...

100 Jahre Heinrich Böll

Als geniale Satire auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entstanden diese beiden Filme nach den Erzählungen von Heinrich Böll in den Jahren 1963/64 beim Hessischen Rundfunk, der mit seinem Frankfurter Funkhaus auch gleich den Schauplatz lieferte. 

Mitte der fünfziger Jahre in einer Rundfunkanstalt der Bundesrepublik. Im Spannungsfeld zwischen Sportsendungen und Quizshows versucht sich die Kulturredaktion zu behaupten. Erschwert wird dies durch „Koryphäen der Kultur“, die ihre Textbeiträge aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Gegenwart „aktualisiert“ haben möchten. Dr. Murke, Redakteur der Kulturabteilung einer solchen Rundfunkanstalt, sammelt Tonbandsequenzen, auf denen nicht gesprochen wird. Für ihn haben Worte mit ihrer technischen Manipulation durch den Rundfunk ihren Sinn verloren. Die Sprache hat sich zur Verkaufsware entwickelt. Nur das Schweigen besitzt noch Aussagekraft.

Ein Jahr später wurde Dr. Murke zum Fernsehen befördert: dort arbeitet er in der Abteilung für Nachrufe. Um auf Todesfälle bekannter Personen tageskatuell reagieren zu können, wird fleißig im Voraus produziert.

 

 

ReferentInnen

Markus Schäfer
Heinrich-Böll-Archiv, Köln

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
8,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Gespräch



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27.09.2017 - 19:00

Tigris Rebellen

Filmvorführung und Gespräch mit Nedim Hazar

1978 erklärten feudale Großgrundbesitzende einem kleinen Dorf in den kurdischen Gebieten der Türkei den Krieg. Sie wollten sich die Ländereien der Dorfbewohner_innen aneignen, die wenige Jahre zuvor noch in Höhlen lebten und sich zur Wehr setzten. Damit begann die unendliche Rebellion der 380 kurdischen Bewohner_innen von Schkefta am Fluss Tigris.

Repression, Krieg und Verhaftungen durch die Armee formten die letzten Jahrzehnte und dennoch entwickelte sich Schkefta zum vermutlich schönsten Dorf am Tigris. Dann kam der Bau des Ilisu-Staudamms 60 km flussabwärts. Wenn er in Betrieb geht, werden über hundert Dörfer, darunter Schekfta und die benachbarte antike Stadt Hasankeyf überflutet.
In dieser Phase trafen die Bewohner_innen Schkeftas mit dem türkisch-deutschen Dokumentaristen Nedim Hazar und seinem Team zusammen. Gemeinsam begaben sie sich auf eine 18-monate-lange Filmreise, angefangen von ihrer eigenen Geschichte, über Ereignisse des armenischen Völkermordes, bis hin zum Krieg in Syrien und der aktuellen autoritären türkischen Politik. Mit Stationen u.a. in einem irakisch-kurdischen Flüchtlingslager und dem damals umkämpften Kobane erzählt dieser Film die Geschichte von einfachen Menschen, die darauf bestehen – wie der Dichter sagt – zu “Leben! Frei und einzeln wie ein Baum, brüderlich wie ein Wald.”

ReferentInnen

Nedim Hazar
Dokumentarfilmer, Künstler und Journalist

Veranstaltungsort
Augsburg, Liliom Kino, Unterer Graben 1


Kosten
8,50/ erm. 7,00 Euro


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit Gespräch



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