Schriftgröße ändern

Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

22.05.2015 - 19:30 bis 22:00

CETA, TTIP, TISA

Folgen der Freihandelsabkommen für: Verbraucherschutz & Arbeitswelt, Mittelstand und Kommunen

Rückblick

Von Hermann Eschenbeck

„Bei den geplanten Freihandelsabkommen geht es im Grunde nicht um Freihandel“, so die These von Dr. Stefan Beck. Die Zölle würden beim wirtschaftlichen Austausch zwischen EU und USA kaum noch eine Rolle spielen und technische Regulierungen, wie z.B. Sicherheitsnormen für Pkws ließen sich zwischen den betroffenen Industriesparten auch ohne ein umfassendes Abkommen vereinbaren. Das Ziel der EU-Kommission und der amerikanischen Seite sei vielmehr, in einem horizontalen Ansatz alle wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche im höchstmöglichen Maß zu liberalisieren und den Gesetzen des freien Marktes zu unterwerfen. Dies konkurriere mit nationalstaatlichen Regulierungen, mit denen die Regierungen Wohlfahrt, Gesundheits- und Bildungswesen, das kulturelle Leben, den Umwelt und Verbraucherschutz steuern und entwickeln wollten. Sinn des Freihandels sei es nicht, Sozial- und Umweltstandards zu heben, sondern den Handel zu liberalisieren. Es sei kein Wunder, dass die Protestbewegung gegen die Freihandelsabkommen von den Gewerkschaften über die Kommunen bis zum Deutschen Kulturrat reiche.

Für noch gefährlicher als TTIP hielt der Referent das TISA-Abkommen, bei dem es um die Liberalisierung des Dienstleistungsbereiches gehe. Hier drohe ein Eingriff in die kommunale Daseinsvorsorge, der die Selbstverwaltung in den Städten und Gemeinden in Frage stelle. Querfinanzierungen von gewinnbringenden Stadtwerken zu defizitären kommunalen Sektoren wären unter dem Regime der Freihandelsabkommen nicht mehr möglich. (Auf Nachfrage führte der Referent aus, dass z.B. bei dem bereits fertig verhandelten CETA -Abkommen sogar eine Privatisierung der Wasserversorgung möglich sei – Schutz vor dem Freihandel genieße nur „unbehandeltes“ Wasser.)

Das TISA-Abkommen enthielte Klauseln, nach denen ein einmal erreichter Stand der Liberalisierung nie wieder rückgängig gemacht werden dürfe. (Stillstands- bzw. Ratchet- Klausel.) Es sei also in Zukunft nicht mehr möglich, Stadtwerke zu rekommunalsieren, wenn man mit privaten Investoren schlechte Erfahrungen gemacht habe, wie derzeit in Berlin.

Der Referent zeigte sich skeptisch, bezüglich der Harmonisierung bzw. gegenseitigen Anerkennung von Produktstandards: So basiere etwa die deutsche und europäische Chemikalienpolitik auf dem Vorsorgeprinzip: Ein Stoff dürfe nur in Verkehr gebracht werden, wenn seine Unbedenklichkeit einwandfrei erwiesen sei. Die Nachweispflicht für die Ungefährlichkeit liege bei den Herstellern. In den USA könne der Staat die Herstellung oder Nutzung eines Stoffes erst verbieten, wenn seine Schädlichkeit zweifelsfrei belegt sei. Die Nachweispflicht für die Gefährlichkeit liege bei den Behörden. Diese beiden unter- schiedlichen Sicherheitsphilosophien seien eigentlich unvereinbar. Dazu komme noch, dass zwar das EU-Parlament nach wie vor hinter dem Vorsorgeprinzip stehe, die Kommission dieses aber inzwischen in Frage stelle. Die Gefahr einer Absenkung der europäischen Standards sei also real.

Einen breiten Raum in der öffentlichen Diskussion nehme zu Recht der sogenannte Investitionsschutz ein. Dabei gehe es um die Installierung einer Paralleljustiz für international agierende Unternehmen. Die Einlassung der TTIP-Befürworter, dass es Investitionsschutzklauseln schon seit über fünfzig Jahren gebe, sei nicht zielführend. Früher sei es um den Schutz ausländischer Investoren aus westlichen Industriestaaten vor korrupten Regimes in der Dritten Welt gegangen. Heute müssten Regierungen ihre Steuerzahler zur Kasse bitten, wenn sich international agierende Konzerne in ihren sogenannten „legitimen Gewinnerwartungen“ enttäuscht sähen. Dafür gäbe es international genug Beispiele von bereits entschiedenen Verfahren. Im bereits fertig verhandelten CETA-Abkommen sei der Investitionsschutz definitiv enthalten.

Abschließend charakterisierte der Referent die geplanten Freihandelsverträge TTIP, CETA und TISA als Veranstaltungen von Industrie und Handel. Gewerkschaften, Sozialverbände, Umwelt- und Verbraucherschützer säßen nicht mit am Verhandlungstisch. Das EUParlament und die nationalen Parlamente in Europa hätten ebenfalls kein Mitwirkungsrecht beim Verfahren und könnten nur die fertigen Verträge pauschal annehmen oder ablehnen.

In der sehr lebhaft und sachkundig geführten Diskussion wurden noch weitere kritische Punkte der geplanten Freihandelsabkommen angesprochen, wie etwa die unwürdigen Bedingungen unter denen sich Abgeordnete des EU-Parlaments Zugang zu Informationen über die Abkommen verschaffen müssten. Das durch die Freihandelsabkommen zu erwartende Wirtschaftswachstum sei selbst nach den von der EU in Auftrag gegebenen Gutachten eher dürftig. Aber sogar diese bescheidenen Wachstumsprognosen würden von den Befürwortern noch geschönt oder irreführend dargestellt. Ein fragwürdiges Argument sei auch, dass die EU und die USA die Standards für den Welthandel setzen müssten, weil dies sonst andere, wie z.B. die BRIC-Staaten tun würden. An diesem Argument sei allenfalls richtig, dass Entwicklungs- und Schwellenländer es unter einem TTIPRegime noch schwerer haben würden, wirtschaftlich auf die Beine zu kommen. Mehrere Diskutanten zeigten sich verwundert, dass der europaweite Protest gegen die Freihandelsabkommen bis jetzt kaum Resonanz bei den verantwortlichen Politikern ausgelöst habe. Hermann Eschenbeck (Bund Naturschutz) sagte dazu, der Widerstand sei jetzt schon eine Volksbewegung, vergleichbar mit den Demonstrationen gegen Wackersdorf und die Kernenergie in den 80er Jahren. Er müsse aber noch wachsen und der öffentliche Diskurs müssen weiter intensiviert werden.                                                                                

ReferentInnen

Dr. Stefan Beck
Studiengang Global Political Economy, Universität Kassel

Veranstaltungsort
Traunstein, Pfarrsaal St. Oswald, Bahnhofstr. 1


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Bund Naturschutz Kreisgruppe Traunstein


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

12.05.2015 - 19:00

Veränderungen in der Arbeitswelt durch den Digitalen Wandel

Veranstaltungsreihe: Digitaler Wandel

von links nach rechts:
Markus Schleifer (Rechtsanwalt, München, ehem. Personalleiter der ARAG Lebensversicherungs- AG München und der Lebensversicherung von 1871 a.G. München), Joscha Lautner (Unternehmer, Impact Hub Munich), Simone Burger (DGB, Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende DGB Kreisverband München) und Dieter Janecek (MdB, Wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion) diskutierten die Auswirkungen des Digitalen Wandels auf die Arbeitswelt.
(Moderation Birgit Mooser-Niefanger, Journalistin und Trainerin, Mitte).

Den Mitschnitt der gesamten Veranstaltung von Radio München können Sie hier nachhören.


ReferentInnen

Simone Burger
DGB, Regionsgeschäftsführerin und Vorsitzende DGB Kreisverband München
Dieter Janecek, MdB
Wirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion
Joscha Lautner
Unternehmer, Impact Hub Munich
Markus Schleifer
Rechtsanwalt, München, ehem. Personalleiter der ARAG Lebensversicherungs- AG München und der Lebensversicherung von 1871 a.G. München
Moderation
Birgit Mooser-Niefanger, Journalistin und Trainerin

Veranstaltungsort
München, Orange Bar, Zirkus-Krone-Str. 10, 6. Stock


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

25.06.2014

Energiewende 2.0: So kann es gehen!

 

Die Energiewende ist eines der Schlüsselprojekte des 21. Jahrhunderts: der Ausstieg aus der Atomkraft, die Reduktion des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes und die Umgestaltung des Energiesektors mit erneuerbaren Energiequellen, die eine gleichermaßen sichere wie auch bezahlbare Versorgung garantiert.

Nach der erfolgreichen Markteinführung der Solar- und Windenergie, die durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) unterstützt wurde, geht es in der nächsten Etappe der Energiewende um den Umbau des gesamten bisherigen fossil-nuklearen Stromsystems. Denn je größer der Anteil der erneuerbaren Energien ist, desto weniger kann deren natürliche Schwankung durch den vorhandenen Kraftwerkspark aufgefangen werden. Eine erneuerbare Stromversorgung braucht intelligente Netze, ein flexibles Lastmanagement, Stromspeicher und ein neues Marktdesign, das nicht die Produktion von möglichst viel Strom honoriert, sondern das Bereitstellen von klimaverträglichem Strom entsprechend der Nachfrage.

Gerd Rosenkranz skizzierte in Bayreuth die Grundzüge und Notwendigkeiten dieser "Energiewende 2.0" und diskutierte kritisch die derzeit dazu vorliegenden politischen Konzepte. Er betonte, dass die Energiewende nur dann umgesetzt werden könne, wenn sie ökologisch und ökonomisch erfolgreich sei. Gerade der ökologische Erfolg werde in der jüngsten Vergangenheit massiv in Frage gestellt, weil der neue Boom der Kohlekraftwerke den Kohlendioxid-Ausstoß wieder nach oben getrieben habe.

Die Präsentation von Gerd Rosenkranz mit vielen anschaulichen Grafiken können Sie bei uns als PDF-Datei bestellen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde ein Aspekt der Energiewende vertieft, der im östlichen Oberfranken regional und lokal von besonderem Interesse ist: die Frage des Netzausbaus und der Notwendigkeit neuer Stromtrassen. Während Christian Horzetzky vom Netzbetreiber TenneT die wesentlichen Argumente für die umstrittene Nord-Süd-Trasse darstellte, die in der Nähe von Bayreuth vorbeiführen soll, fasste Reinhard Birkner von der Kreisgruppe Bayreuth des Bund Naturschutz die Kritikpunkte der Trassengegner zusammen. Auch er bestritt nicht die grundsätzliche Notwendigkeit eines Netzausbaus, bezweifelte aber, ob dies auch für diese Trasse gelte. Ehe die Notwendigkeit nicht nicht eindeutig bewiesen sei, dürfe mit dem bau nicht begonnen werden. Gerd Rosenkranz beschrieb seine eigene Position mit den Worten "So viele Trassen wie notwendig, aber nicht so viele Trassen wie möglich". Er betonte auch, dass das Planungsverfahren so angelegt sei, dass eine Revision der bisherigen Pläne immer noch möglich sei.

Die "Frankenpost" berichtete ausfürhrlich über unsere Veranstaltung, der entsprechende Artikel findet sich auch im Online-Archiv der Zeitung.

Empfohlene Weblinks

www.boell.de/de/2014/04/01/ankuendigung-energiewende-20-aus-der-nische-zum-mainstream

www.frankenpost.de/regional/wirtschaft/Plaedoyer-fuer-mehr-Mut-in-der-Energiewende;art2448,3440523

ReferentInnen

Dr. Gerd Rosenkranz

Der promovierte Werkstoffwissenschaftler war nach einem Studium der Kommunikationswissenschaften zwanzig Jahre lang Journalist für überregionale Tages- und Wochenzeitungen, darunter fünf Jahre beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel als Experte für Umwelt- und Energiepolitik. 
Dann neun Jahre Leiter Politik und Presse bei der Deutschen Umwelthilfe in Berlin.
Seit März 2014 ist er Leiter Grundsatzfragen bei Agora Energiewende.

Anschließendes Podiumsgespräch mit:

Christian Horzetzky
TenneT GmbH, Bayreuth, Public Affairs

Reinhard Birkner
Vorsitzender, Bund Naturschutz, Kreisgruppe Bayreuth

Veranstaltungsort
Bayreuth


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

24.06.2014

Energiewende 2.0: So kann es gehen!

 

Die Energiewende ist eines der Schlüsselprojekte des 21. Jahrhunderts: der Ausstieg aus der Atomkraft, die Reduktion des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes und die Umgestaltung des Energiesektors mit erneuerbaren Energiequellen, die eine gleichermaßen sichere wie auch bezahlbare Versorgung garantiert.

Nach der erfolgreichen Markteinführung der Solar- und Windenergie, die durch das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) unterstützt wurde, geht es in der nächsten Etappe der Energiewende um den Umbau des gesamten bisherigen fossil-nuklearen Stromsystems. Denn je größer der Anteil der erneuerbaren Energien ist, desto weniger kann deren natürliche Schwankung durch den vorhandenen Kraftwerkspark aufgefangen werden. Eine erneuerbare Stromversorgung braucht intelligente Netze, ein flexibles Lastmanagement, Stromspeicher und ein neues Marktdesign, das nicht die Produktion von möglichst viel Strom honoriert, sondern das Bereitstellen von klimaverträglichem Strom entsprechend der Nachfrage.

Gerd Rosenkranz skizzierte in Bamberg die Grundzüge und Notwendigkeiten dieser "Energiewende 2.0" und diskutierte kritisch die derzeit dazu vorliegenden politischen Konzepte. Er betonte, dass die Energiewende nur dann umgesetzt werden könne, wenn sie ökologisch und ökonomisch erfolgreich sei. Gerade der ökologische Erfolg werde in der jüngsten Vergangenheit massiv in Frage gestellt, weil der neue Boom der Kohlekraftwerke den Kohlendioxid-Ausstoß wieder nach oben getrieben habe.

Die Präsentation von Gerd Rosenkranz mit vielen anschaulichen Grafiken können Sie bei uns als PDF-Datei bestellen.

Empfohlene Weblinks

www.boell.de/de/2014/04/01/ankuendigung-energiewende-20-aus-der-nische-zum-mainstream

ReferentInnen

Dr. Gerd Rosenkranz

Der promovierte Werkstoffwissenschaftler war nach einem Studium der Kommunikationswissenschaften zwanzig Jahre lang Journalist für überregionale Tages- und Wochenzeitungen, darunter fünf Jahre beim Nachrichtenmagazin Der Spiegel als Experte für Umwelt- und Energiepolitik. 
Dann neun Jahre Leiter Politik und Presse bei der Deutschen Umwelthilfe in Berlin.
Seit März 2014 ist er Leiter Grundsatzfragen bei Agora Energiewende.

Veranstaltungsort
Bamberg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

18.03.2014 bis 19.03.2014

Bericht aus der Zukunft: Wie der grüne Wandel funktioniert

 

Klimawandel, Ressourcenknappheit, Energiewende: lassen sich die großen Herausforderungen der Gegenwart tatsächlich bewältigen?  

Markus Franken (im Bild oben) ist überzeugt, dass die ökologische Wende keine Zukunftsvision, sondern längst im Gange ist. In seinen Vorträgen in Nürnberg und Würzburg erläuterte er diese These an Beispielen aus den Bereichen Energie, Mobilität, Stadtplanung und Wirtschaft. Diese „Beispiele des Gelingens“, die nicht nur in einer kleinen Nische funktionieren, sind auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft übertragbar, ohne dass es zu großen Einbrüchen, Wohlstandsverlusten oder überhöhten Kosten kommt. Franken wies gleichzeitig auf Hemmnisse und Widerstände hin und ermunterte zu aktivem Handeln jedes und jeder Einzelnen: im Konsumbereich wie auch im politischen Engagement.

Die Präsentation zu seinem Vortrag können Sie bei uns als PDF-Datei bestellen.

Das Buch ist im Buchhandel oder direkt beim Ökom-verlag erhältlich.

ReferentInnen

Marcus Franken
Journalist, Chefredakteur des Magazins zeo2, des Umweltmagazins der taz, Verfasser des 2013 erschienenen Buchs "Bericht aus der Zukunft. Wie der grüne Wandel funktioniert".
Nach dem Studium der Umwelttechnik in Berlin entschied sich Franken gegen den Ingenieursberuf und für den Journalismus. Rund zehn Jahre hat er in Berlin als freier Journalist mit den Themen Umwelt, Energie, Wirtschaft und Technik für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet. Seit 2008 ist er verantwortlich für zeo2.

Veranstaltungsort
Nürnberg / Würzburg


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

06.03.2014 - 20:00

Business Improvement Districts

 

Wolf Maser vertrat die Position von IHK und Gewerbetreibenden zur Einführung von BID: Aufwertung von Einkaufsstraßen und Gebäudefassaden, Verbesserung von Sauberkeit und Sicherheit. Ziele  sind u. a. die Attraktivität einer Einkaufszone zu erhöhen, um mit anderen A- und B-Zentren der gleichen Stadt und auch den Nachbarkommunen konkurrieren zu können. Es soll ein Gegengewicht zur Tendenz der Einkaufszentren auf der grünen Wiese am Stadtrand unterstützt werden. Die Kaufkraft soll im Zentrum gebunden, aber auch von anderen Städten abgezogen werden.

Volker Eick bezog die Gegenposition und bezeichnete BID als Privatisierung kommunaler Aufgaben. Er referierte über negative Erscheinungen mit BID in Kanada und USA, aber auch in Hamburg wie private Ordnungsdienste und die Entfernung von Personengruppen, die  den Konsum stören. Eick berichtete von seinen Eindrücken bei Besuchen von BID in den USA wie z.B. in Philadelphia.

Siegfried Dengler als Leiter des Stadtplanungsamtes berichtete über seine Beschäftigung mit BID als Stadtplaner und als Mitglied im Deutschen Städtetages. Dengler hält die derzeitigen Handlungsmöglichkeiten des Baurechts für ausreichend – insbesondere die Vorgaben und Möglichkeiten der Paragraphen 136  (Städtebauliche Sanierungsmaßnahmen), 137 (Beteiligung und Mitwirkung der Betroffenen), 164 (Städtebauförderung und städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen) sowie 171f. (Private Initiativen zur Stadtentwicklung auf der Basis von Landesrecht). 

Das Publikum zeigte eine überraschende Fachkenntnis. Entsprechend detailliert waren die Fragen. Von der Gewichtung her überwogen kritische Fragen zu BID und zur Privatisierung solcher kommunaler Aufgaben. Im Publikum waren jedoch auch ein Vertreter einer Immobilienprojektentwicklungsfirma und ein höherer Angestellter eines Gebäudeversicherers, Abteilung Risikobewertung, anwesend. Deutlich wurde die nahe Stadtratswahl bei den Wortbeiträgen der im Publikum anwesenden Stadträte bzw. Stadtratskandidat/innen der Parteien SPD, Piraten und Bündnis 90/Grüne. Am Ende der Diskussion stand die überwiegende Tendenz, die Forderung der IHK Mittelfranken nach Einführung von Business Improvement Districts derzeit abzulehnen.  

ReferentInnen

Wolf Maser
Vizepräsident der IHK Mittelfranken und Vorsitzender des Ausschusses für Handel und Dienstleistung

Siegfried Dengler
Leiter Stadtplanungsamt Nürnberg

Volker Eick
Politologe, Freie Universität Berlin

Moderation
Gerhard Faul

 

Veranstaltungsort
Nürnberg


Partner

Medienladen e.V.
unterstützt von BluePingu e.V.


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

03.02.2014

Intelligent wachsen - Chance oder Illusion?

 

Zunächst stellte Ralph Fücks die zentralen Thesen seines Buches „Intelligent wachsen – Die Grüne Revolution“ vor. Dabei geht er anhand vieler Beispiele aus aller Welt der Frage nach, ob es einen „dritten Weg“ zwischen wachstumsgläubigem „Weiter so“ und Zukunftspessimismus gibt. Davon hängt für Ralph Fücks ab, ob ein „Aufbruch in die ökologische Moderne“ möglich sei. Seine zentrale These ist dabei, dass es gelingen muss, wirtschaftliches Wachstum vom Ressourcenverbrauch abzukoppeln und "mit der Natur zu wachsen". Seiner Meinung geht es mehr darum, eine „neue Produktionsweise und nicht einen neuen Menschen zu schaffen“, was aber das erklärte Ziel vieler Wachstumskritiker sei. Fücks sieht vor allem die Städte als Ort der ökologischen Modernisierung.

Anna Meyer sieht zwar einige Übereinstimmungen zwischen der Wachstumskritik des Club of Rome und den Thesen von Fücks, allerdings sind ihr dessen Thesen zu stark an den technischen Möglichkeiten und ökonomischen „Notwendigkeiten“ orientiert. Dadurch würden die notwendigen Bewusstseins- und Verhaltensänderungen in der Bevölkerung hintangestellt, ohne die es aber eine grundlegende Veränderung der bestehenden Wachstumsorientierung wirtschaftlichen Handelns nicht geben wird.

Welche Zielkonflikte sich aus der Wachstumsdiskussion vor allem für eine sog. „Boom City“ wie München ergeben, erläutert an praktischen Beispielen deren 3. Bürgermeister Hep Monatzeder.

So ergeben sich aus dem in der Theorie naheliegenden Miteinander verschiedener Mobilitätsträger Konflikte bei der Allokation finanzieller Ressourcen – ÖPNV, Radverkehr und Fußgänger stehen hier gegen Straßenbau und Parkraum-Management für Pkw und Lieferverkehr. Wo soll die Stadt vorrangig investieren? In Tunnelbau? ÖPNV, z. B. 2. Stammstrecke oder Tram-Ausbau? Oder den Ausbau der Radwege-Infrastruktur? Auch bei der energetischen Sanierung stehen sehr häufig Mieter und Vermieter (wegen der höheren Kosten) gegen das höhere Ziel einer ökologischen ausgerichteten Stadtpolitik. Besonders bei der Gewerbeansiedlung entzündet sich der Konflikt zwischen Wachstumsgegnern, die keinen weiteren Zuzug von Gewerbe wollen (jedenfalls keine systematische Wirtschaftsförderung) und der Privatwirtschaft und Gewerkschaften, die den Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Prosperität befürchten, wenn kein weiteres Gewerbe in die Stadt angeworben wird. Lösen lassen sich derartige Ziel- und Interessenkonflikte nur durch eine möglichst partizipative, transparente Politik – worin sich Fücks, Meyer und Monatzeder im Übrigen einig sind.

Aus dem Auditorium wird vor allem angemerkt, dass ein Mehr an ökologischer Politik möglich wäre, wenn diese „aus einem Guss“ wäre und nachhaltig betrieben würde. So mache es eben keinen Sinn, die Entwicklung von Elektromobilität zu fordern (und zu fördern), wenn gleichzeitig kaum in den Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur (Batterieleistungen, E-Tankstellen) investiert werde. Allgemein wurde im Publikum befürchtet, dass Deutschland seine anfängliche Vorreiterrolle bei der Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft und ökologischer Innovationen an China und die USA verliere.

Fazit: Der ökologische Wandel der Wirtschaft ist heute weitestgehend technisch möglich. Die unaufhaltsame Verstädterung der Weltbevölkerung bietet dafür zusätzliche Dynamik und Möglichkeiten. Was Not tut sind politische Mehrheiten, die einen noch größeren Bewusstseinswandel erfordern. Hierbei sind Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gemeinsam gefordert. Diese Veränderung muss „von unten“ wachsen.

 

 

ReferentInnen

Ralf Fücks
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und Buchautor

Hep Monatzeder
3. Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Anna Katharina Meyer
Politologin, Energieagentur.NRW und Mitglied im Think Tank30/Club of Rome

Veranstaltungsort
München


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

04.11.2013 - 19:30

Intelligent wachsen - Vom Aufbruch in eine ökologische Moderne

 

Alle Welt ruft nach Wachstum – trotz der ökologischen Warnsignale durch Klimaveränderung, Wasserkrise und Verknappung fruchtbarer Böden. Führt das in eine Sackgasse, wie der Club of Rome bereits 1972 vorhergesagt hat?  Oder gibt es einen dritten Weg: den Aufbruch in die ökologische Moderne mit einer radikalen Umstellung von Energie, Verkehr, Städtebau, mit hocheffizienten Technologien und intelligenten Stoffkreisläufen. Ist so Wohlstand für künftig neun Milliarden Menschen bei gleichzeitiger Schonung natürlicher Ressourcen möglich? Lassen sich so ökologische Herausforderung der Zukunft bewältigen bei gleichzeitigem stürmischen Wachstum der Länder des Südens?

Das Referat von Ralf Fücks gab einen prägnanten Überblick über den Inhalt seines Buchs und die darin begründete Forderung nach einem ressourcenschonenden, auf umfangreichen technischen Innovationen beruhenden Wirtschaftswachstum. Wobei er sehr deutlich machte, dass nicht so sehr das – schon wegen der weltweiten Bevölkerungszunahme unvermeidliche - Wachstum von entscheidender Bedeutung sei, sondern die notwendige Entkoppelung von Naturverbrauch und Güterproduktion. Nur wenn dies gelinge, könne eine umweltverträgliche Zukunft der Menschheit gesichert werden. Laut Fücks geht es also nicht so sehr um ein "Mehr", sondern vielmehr um ein "Anders und Besser".

Der Kommentar von Karlheinz Ruckriegel war insofern eher eine Ergänzung aus anderer Perspektive (nämlich der der Glücksforschung) als eine Kritik an den Thesen von Ralf Fücks. Denn dass Wachstum kein Selbstzweck ist, Wohlstand nicht mit Konsum gleichzusetzen ist und höheres Einkommen nicht zu mehr "Glück" führt: In diesen Erkenntnissen der Glücksforschung sah auch Ralf Fücks keinen Widerspruch zu den eigenen Thesen.

Volles Haus im "eckstein": Rund 60 Interessierte folgten den Ausführungen von Ralf Fücks.

ReferentInnen

Ralf Fücks
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, Autor von "Intelligent wachsen. Die grüne Revolution"

Kommentar:

 
Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel
Professur für Volkswirtschaftslehre, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Moderation:

Willy Stöhr
Leiter der Evangelischen Stadtakademie Nürnberg

Veranstaltungsort
Nürnberg


Partner

Evangelische Stadtakademie Nürnberg


Art der Veranstaltung
Vortrag & Diskussion



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

26.09.2013 bis 29.09.2013

Uranium Film Festival München

 

Das Uranium Film Festival ist das weltweit einzige Festival, das sich der gesamten Atomkette gewidmet hat: Vom Uranbergbau bis zum Atommüll; von Hiroshima bis Falluja und Fukushima. Auch wenn Länder wie Österreich, Italien oder Deutschland aus der Atomenergie ausgestiegen sind oder aussteigen wollen, wird die Menschheit schon aufgrund des bereits produzierten radioaktiven Abfalls noch über Tausende von Jahren weiter mit radioaktiven Gefahren leben müssen. Zudem investieren andere Länder wie Brasilien, China, Frankreich, Südafrika und Indien weiter in Atomkraft und Uranbergbau. Ideologiefreie Aufklärung über Radioaktivität, Atomkraft und strahlendem Abfall sollte deshalb kontinuierlich fortgesetzt werden. Die Folgen der Atombombenabwürfe und Tausender von Atombombentests, die atomaren Unfälle wie Harrisburg 1978, Tschernobyl 1986 oder der radioaktive Unfall von Goiânia 1987 in Zentralbrasilien dürfen nicht vergessen werden. Das Medium Film ist eines der besten Mittel dazu.

Das Wissen um die Gefahren von Uran und anderen radioaktiven Elementen muss von Generation zu Generation weitergetragen werden. Radioaktivität ist unsichtbar, hat keinen Geruch und keinen Geschmack und doch können radioaktive Strahlen töten oder den genetischen Code verändern. Es gilt das Unsichtbare sichtbar, das geruchlose riechbar zu machen. Welches Instrument ist dafür besser geeignet als der Film? 

Insgesamt 44 Filme - Dokumentar-, Spiel-, Experimental- und Trickfilme, neue Komödien und Science Fiktion - hat das 2011 in Rio de Janeiro gegründete Uranium Film Festival für sein Debüt in München aus 14 Ländern ausgewählt: Australien, Brasilien, Deutschland, Estland, Indien, Italien, Israel, Iran, Japan, Rumänien, Russland, Schweden, der Ukraine und den USA. Filmemacher, Produzenten & Regisseure aus Deutschland, Italien, Japan, Russland und den USA werden dabei sein.

Einen ausführlichen Rückblick auf das Festivals können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Downloads zum Artikel

Uranium-Festival.pdf5.3 M


Empfohlene Weblinks

www.uraniumfilmfestival.org/index.php/de/

Veranstaltungsort
München


Partner

Uranium Film Festival

Nuclear Free Future Award

Heinrich-Böll-Stiftung

Stiftung Neue Energie, GLS Treuhand e.V.

Petra-Kelly-Stiftung

Istituto Italiano di Cultura

Deutsch-Brasilianischer Kulturverein e.V.

DENKmal-Film Verhaag GmbH


Art der Veranstaltung
Film-Festival



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

04.06.2013

Tiere als Nahrungsmittel: Daten – Fakten – Konsequenzen – Maßnahmen

 

Die industrielle Fleischproduktion hat massive Konsequenzen für Tiere, Umwelt, internationale Ernährungssicherheit und nicht zuletzt für die Gesundheit der Konsument/inn/en. Inzwischen regt sich gegen die Massentierhaltung verstärkt Widerstand. Mit dem „Fleischatlas“ haben die Heinrich-Böll-Stiftung und der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) eine Publikation vorgelegt, die anschaulich über Fleischproduktion und Fleischkonsum informiert und Argumente für einen verantwortungsvollen Konsum liefert.

Dr. Christine Chemnitz, Referentin für internationale Agrarpolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung, stellte die Kernaussagen der Publikation vor. Ihre Präsentation können Sie hier als PDF-Datei herunterladen. Obwohl 2012 der Fleischkonsum erstmals leicht zurückgegangen sei, müsse es weiterhin Ziel sein, dass hierzulande weniger Fleisch gegessen werde. Dafür gibt es viele Gründe: die immensen Futtermittelimporte (Deutschland braucht importiertes Futter in einer Größenordnung wie die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche!), die absolut nicht artgerechte Tierhaltung, die Zerstörung lokaler Märkte z.B. in Afrika durch billige Geflügelteil-Exporte dorthin. 

Stefan Kreppold, Biobauer und AbL-Sprecher in Bayrisch Schwaben, machte deutlich, dass seitens der Landwirte nichts gegen eine deutliche Verringerung des Fleischkonsums spreche, sondern diese im Gegenteil dazu führen würde, dass die Tiere artgerecht und mit einheimischen Futter gehalten werden könnten. Eine solche Reduzierung würde allen helfen: den Tieren, den Verbrauchern, die qualitätsvolleres Fleisch essen könnten, und nicht zuletzt den Bauern, die für solches Fleisch höhere Erträge erzielen könnten.

Dr. Rupert Ebner, Tierarzt und Slow Food-Vorstandsmitglied, machte auf die schädlichen Folgen eines „präventiven“ Antibiotika-Einsatzes in der Tierzucht aufmerksam. Diese dienen nur der Leistungssteigerung und führen zu Resistenzen. Er machte klar: "Der Verbraucher allein wird's nicht richten können, wir brauchen eine Veränderung der staatlichen Rahmenbedingungen." 

Einig waren sich die Podiumsteilnehmer, dass die Politik verstärkte Anstrengungen unternehmen müsse, um Veränderungen des verbraucherverhaltens zu flankieren. Aufklärung und Information stehen dabei im Vordergrund - und zwar ohne Moralisieren und Verzichtappelle. Außerdem müssten alle Investitionsbeihilfen für Massentierhaltung gestrichen werden. Beihilfen dürfe es nur für eine Landwirtschaft geben, die auf Natur und Lebewesen rücksicht nimmt. Den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Fleischprodukte hielten alle für schädlich. Und die Tierhaltung müsse unbedingt daran gekoppelt werden, das die Futtermittel auf den eigenen Flächen erzeugt werden könnten.

Ausführliche Berichte über unsere Veranstaltung sind auch in den örtlichen Medien erschienen:

Empfohlene Weblinks

www.boell.de/oekologie/gesellschaft/oekologie-gesellschaft-fleischatlas-globale-zusammenhaenge-fleischkonsum-16386.html

ReferentInnen

Dr. Christine Chemnitz
Agrarwissenschaftlerin, Heinrich Böll Stiftung, Referentin für internationale Agrarpolitik

Dr. med. vet. Rupert Ebner
Tierarzt, Vorstandsmitglied von Slow Food Deutschland e.V., Landtagskandidat von Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Stefan Kreppold
Biobauer, Sprecher der Regionalgruppe Bayerisch Schwaben der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL)

Veranstaltungsort
Pfaffenhofen a.d. Ilm



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.