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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

25.07.2018 - 19:30

Indigene Gemeinschaften in Kolumbien III. Die Sikuani

Bildvortrag - Gespräch - Musik - Tanzen - Handwerke: !all in one!-Abend

Wie wohnen die Sikuanis? Wie sehen sie die Entwicklung der Welt und das Konzept des Buen Vivir?
Was hat sich verändert nach dem Friedensvertrag mit der FARC-Guerilla?
Welche Probleme haben sie?

Zwei Gäste aus der Sikuani Gemeinde erzählen von der Kultur ihrer Gemeinschaft, ihren Visionen und der Umsetzung des Buen Vivir.

Die Sikuani sind eines von 102 indigenen Völkern in Kolumbien, Südamerika. Sie bewohnen die Region Orinoquía an der Grenze zu Venezuela. Sie gehören zu den zahlenmäßig bedeutendsten indigenen Völkern auf kolumbianischem Gebiet. Von Vertreibung und massive Abholzung bis zu Drogenabhängigkeit sind sie eines der am meisten bedrohten indigenen Völker Kolumbiens.  

Spanisch mit deutscher Übersetzung 

ReferentInnen

Leonel Estrada
Tänzer, Musiker und Kenner der indigenen Tradition in den östlichen Prärien Kolumbiens
Mateo Campos
Musiker, Kenner der Sprachen und Geschichte der Gemeinde, Musiklehrer und Meister in der Herstellung von Anden-Musikinstrumenten

Veranstaltungsort
München, Veranstaltungsraum an der Schloßschmidstraße 5


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Aluna Minga e.V.


Art der Veranstaltung
Eintritt frei!



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13.07.2018 - 17:00 bis 15.07.2018 - 13:00

Erste bayernweite Afghanistan-Konferenz

 

In Afghanistan herrscht Krieg. Seit nun fast 40 Jahren. Dies verdeutlicht auch der neu erschienene Lagebericht des Auswärtigen Amtes, sowie zahlreiche Berichte von Menschenrechtsorganisation wie beispielsweise der UN. Anstatt nun die Abschiebungen endlich einzustellen, hat Bundeskanzlerin Merkel nun verlautbaren lassen, dass die Bundesregierung keinen Anlass mehr sieht, um an der seit Mai 2017 bestehenden Beschränkung auf Straftäter, Gefährder und „hartnäckige Identitätstäuscher“ festzuhalten. Stattdessen sollen Abschiebungen in das Krisengebiet wieder stärker forciert werden.

Seit Beginn der Abschiebungen im Dezember 2016 wurden mehr als 200 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Diese Praxis wird seit Beginn von Betroffenen, Unterstützer*innen und einer breiten Zivilgesellschaft kritisiert. Wir wollen diese Akteur*innen zusammenbringen, über die Situation in Afghanistan informieren und gemeinsame Handlungsoptionen diskutieren. Im Rahmen der bundesweiten not safe Kampagne wird diese Konferenz die Möglichkeit bieten, mit international anerkannten Expert*innen zu diskutieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln, die zu einer anderen Politik führen sollen. Darüber hinaus wird es vor Ort ein kostenloses Beratungsangebot durch Asylrechtsanwält*innen geben.

Das genaue Programm sowie weitere Informationen zu den Referierenden finden Sie im Programm der Konferenz.

ReferentInnen

Nevroz Duman
engagiert sich für die Selbstorganisation junger Geflüchteter durch ihr Engagement bei Jugendliche ohne Grenzen. Sie ist im Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL. Beruflich betreut und begleitet sie Geflüchtete.
Mirco Günther
ist Leiter des Büros der Friedrich- Ebert-Stiftung in Afghanistan. Zuvor war er für die OSZE in Tadschikistan, Kasachstan und der Ukraine tätig. Er hat Politikwissenschaft, Nahost- und Zentralasienstudien und Public Administration in Berlin, Moskau, St. Andrews und Harvard studiert.
Thomas Ruttig
ist Mitbegründer und Co-direktor des unabhängigen afghanistan analysts network mit Sitz in Kabul und Berlin. Er arbeitet seit über 35 Jahren zu und in Afghanistan, spricht Dari und Paschto.
Liza Schuster
arbeitet am Department of Socioloy der City University London. Seit 2009 beschäftigt sie sich mit Flüchtlingen aus Afghanistan. In Afghanistan forscht sie zu Abschiebung, Rückkehr, und der Wahrnehmung von Migration in der afghanischen Gesellschaft.

u.a.


Veranstaltungsort
München, Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2-6


Kosten
40,-/ erm. 20,-/ Soligebühr 60,- Euro (jeweils für das ganze Wochenende inkl. Verpflegung)


Partner

Bayerischer Flüchtlingsrat



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21.06.2018 - 19:00

Eigenstaatlichkeit in weiter Ferne

Die Kurden zwischen Aufbruch und Repression

Die Kurden, ein westasiatisches Volk mit indogermanischen Wurzeln, gerieten im Mittelalter unter die Herrschaft der sunnitischen Araber. Später, im Osmanischen Reich, genossen sie stellenweise eine gewisse Autonomie. Nach seiner Auflösung wurde ihnen von den europäischen Mächten ein eigener Staat zwar zugestanden, aber das Versprechen nicht eingehalten. In der Türkei, im Irak, Iran und in Syrien leben sie seitdem als oft unterdrückte Minderheiten. Versuche – wie zuletzt 2017 –, einen kurdischen Staat in ihrem Stammgebiet im Irak zu gründen, scheiterten. Aber in Nordirak und neuerdings in Nordsyrien verfügen die Kurden über selbstverwaltete Gebiete. Auch wenn die Vision von einem gesamtkurdischen Staat fortlebt, so bleiben offene Fragen: Kann angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen der Kurdengemeinden in den verschiedenen Ländern ein gemeinsam regiertes „Kurdistan“ überhaupt funktionieren? Haben wirklich alle Kurden dasselbe Ziel oder verfolgt jede regionale Gemeinschaft eher eigene Interessen?

Rückblick zusammengefasst mit Schwerpunkt auf den kurdisch-türkischen Beziehungen von Julia Koloda (Evangelische Stadtakademie München):

Die Kurden sind ein altes westasiatisches Volk indogermanischen Ursprungs mit eigener Kultur und einer dem Persischen verwandten Sprache. Das historische Siedlungsgebiet der Kurden erstreckt sich über die Türkei, den Iran und Irak sowie über Syrien. Die Kurden lebten stets unter Fremdherrschaft. Trotz etlicher Versuche einen eigenen Nationalstaat zu gründen, gelang ihnen dies bis heute nicht.  Joseph Croitoru zeichnete in seinem Vortrag in der Evangelischen Stadtakademie am 21.06.2018 die wichtigsten bisherigen Stationen des kurdischen Kampfes für einen eigenen Staat nach. 

Kurden und Osmanen

Unter islamisch-arabischem Einfluss traten viele Kurden zum sunnitischen Islam über. Im Jahr 1514, als die Osmanen einen entscheidenden Sieg über die Perser in Ostanatolien errangen (Schlacht bei Tschaldiran), räumten sie den Kurden bis in das 19. Jh. hinein eine gewisse Autonomie ein, die ihnen die Loyalität der Kurden sicherte. Im Zuge des Zerfalls des Osmanischen Reiches kam es zu mehreren kurdischen Aufständen. Einer der berühmtesten ist der von Soran, dessen Anführer Mohammed Rawanduz sich mehrere Jahre gegen die osmanische Armee behaupten konnte. Letztlich wurde der Aufstand niedergeschlagen und Rawanduz wurde ermordet. 

Atatürk und Kurden

Mustafa Kemal Pascha, der später den Ehrentitel „Atatürk“ (Vater aller Türken) erhielt, konnte die Kurden im Namen der islamischen Solidarität für den türkischen Befreiungskampf gegen die westlichen Besatzungsmächte mobilisieren. Solange er auf die kurdische Unterstützung angewiesen war, hatte Atatürk die türkisch-kurdische Brüderlichkeit hochgehalten. Mit der Staatsgründung im Jahr 1923 änderte sich das Verhältnis grundlegend. Die Kurden wehrten sich erbittert gegen die radikale Säkularisierungs- und Türkisierungspolitik Atatürks. 1925 führte die Unzufriedenheit zu einem Aufstand gegen die türkische Regierung. Scheich Said, der Anführer des Aufstands, erklärte die Regierung in Ankara zum Feind des Islam und legitimierte dadurch das rebellische Vorgehen der Kurden religiös. Im Juni 1925 wurden Scheich Said und seine Anhänger hingerichtet.

Die Katastrophe von Dersim

Eine weitere Niederlage erlitten alevitsche Kurden in Dersim zwischen 1937-1938, ein dunkles Kapitel in der Geschichte der modernen Türkei.

Die Aufstände in Dersim dienten der türkischen Regierung als Vorwand, die Kurden zu unterdrücken. Die Zerstörung der Dörfer, die Umsiedlung in den Westen, das Verbot der Sprache und kurdischen Kultur wurden als Mittel für das hohe Ziel der Modernisierung der Türkei in Kauf genommen. Bis ins späte 20 Jh. änderte sich kaum etwas an dieser Leugnungspolitik des türkischen Staates. 

Gründung der PKK

Abdullah Öcalan gründete die Arbeiterpartei Kurdistans in einer Zeit, die von sozialistischen Ideen geprägt war. Hier spielte die Religion, anders als bei früheren Aufständen und Rebellionen kurdischer Stämme, keine entscheidende Rolle mehr. Die Partei hatte eine marxistisch-leninistische Ausprägung und lieferte sich in der Osttürkei einen Jahrzehnte dauernden Guerillakrieg mit dem türkischen Militär. Die PKK propagierte einen Kurdenstaat, der sich über ein Gebiet erstrecken sollte, das Teile des Iran, Iraks, Syriens und der Türkei umfasst. 

Öcalan wurde vom Nordirak und Syrien aus unterstützt. Als er 1999 verhaftet wurde, begann eine neue Phase in der Entwicklung der PKK. 

Änderung des Kurses

Öcalan änderte seine Auffassung über die Zukunft des kurdischen Staates. Anstatt eines Großkurdistans, welches die Grenzen der umgebenden Länder sprengen würde, trat er nun für das Modell einer kommunalistischen Gesellschaftsstruktur ein: Es sollen autonome kurdische Gemeinschaften gebildet werden, die gleichberechtigt miteinander kommunizieren, ohne die Grenzen der jeweiligen Staaten, in denen sie leben, zu verletzen.

Erdoğan, AKP und Kurden

Öcalans Kursänderung fiel zeitlich mit dem Aufstieg der AKP ab dem Jahr 2002 zusammen. Erdoğan begann eine kurdenfreundliche Politik zu betreiben, um sich die kurdische Unterstützung bei den Wahlen zu sichern. Er führte ab 2013 Friedensgespräche mit der PKK, die zufriedenstellend verliefen, bis die Terrormiliz „Islamischer Staat“ auch das vorwiegend von Kurden bewohnte Nordsyrien mit Terror überzog.

IS und die türkische Politik

Als der IS die Stadt Kobane, eine hauptsächlich von Kurden bewohnte Stadt in Nordsyrien, überfiel, tat die türkische Regierung nichts, um den Kurden zu Hilfe zu kommen. Die Proteste der Kurden in der Türkei führten zum Stillstand der Friedensverhandlungen mit der PKK. Als die AKP die Wählerstimmen an die HDP (kurdische Partei in der Türkei) zu verlieren begann, fing Erdoğan an, kurdische Politiker zu diskreditieren und auszugrenzen. Der gescheiterte Militärputsch von 2016 lieferte auch den Vorwand für die Verfolgung kurdischer Politiker. Indes fand der Kampf der Kurden gegen den IS international Beachtung und wurde von den USA unterstützt. 

Ableger der PKK in Nordsyrien: PYD

Die PYD, Partei der demokratischen Union, von der PKK gegründet, richtete 2013 eine als basisdemokratisches Experiment deklarierte Autonomieverwaltung in Nordsyrien ein. Die türkische Regierung hat von Beginn an die Entwicklung Nordsyriens und vor allem die Expansionsbestrebungen der Autonomieverwaltung der Kurden mit Sorge verfolgt. Um diese zu verhindern, hat die Türkei mehrere Militäroperationen durchgeführt und mehrere Zonen Nordsyriens entlang der Grenze besetzt.

Gegenwärtige Entwicklung

Die Kurden des Nordiraks, die seit den 90er Jahren einen autonomen Status besitzen und eine wechselhafte und teilweise blutige Geschichte eines Bruderkrieges erlebten, forderten 2017 unter der Führung von Barzani vergeblich das Recht auf einen eigenen Nationalstaat. Die PYD in Nordsyrien sowie die PKK, die sich seit 10 Jahren „Regierung der Gemeinschaften Kurdistans“ nennt, halten diesen Ruf für verfrüht. Der Kampf für die Eigenstaatlichkeit bleibt auch unter den Kurden weiterhin ein umstrittenes Projekt.

ReferentInnen

Dr. Joseph Croitoru
Historiker und Journalist, geb. 1960 in Haifa, Studium in
Jerusalem und Freiburg i. Breisgau, journalistisch tätig für
FAZ und NZZ mit den Schwerpunkten Nahost und Osteuropa

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Straße 24


Kosten
8,- / erm. 7,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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20.05.2018 bis 30.05.2018

Krisen hinterm Horizont. Vernommen, verdrängt, vergessen

Passauer Politiktage 2018

Politische Krisen werden nicht bewältigt, indem man sie aussitzt, sondern indem man Position bezieht und handelt. Das erfordert auch Diskussion und Information. Die Passauer Politiktage bieten hierfür den idealen Rahmen als unabhängiges Forum zur Meinungsbildung. Sie rufen zur politischen Partizipation, zu Selbstständigkeit und zu kritischem Hinterfragen auf. Dieser Anspruch endet jedoch nicht am eigenen Horizont. Die zunehmende Komplexität von politischen Themen und die voranschreitende Globalisierung werfen immer neue Fragestellungen auf. Wichtige Konflikte und Entwicklungen erhalten in der kurzlebigen Medienlandschaft oft nicht den Stellenwert, den sie verdienen, oder werden nur einseitig beleuchtet. Mit den diesjährigen Politiktagen soll sich das ändern.

u.a. Podiumsdiskussionen zu folgenden Themen:

  • Südchinesisches Meer – Stiller Vormarsch einer Großmacht 
  • Kriegsschauplatz Jemen – Verdrängtes Leid 
  • Bröckelnde Bündnisse – Die (Ohn)Macht von EU & NATO 
  • Aggressive Autokraten – Panikmacher oder reale Bedrohung?

(weitere Informationen auf dem Veranstaltungsflyer und der Internetseite der Passauer Politiktage)

ReferentInnen

Prof. Dr. Bernhard Stahl
Lehrstuhl für Internationale Politik, Universität Passau
Prof. Dr. Michael Grimm
Lehrstuhl für Development Economics, Universität Passau
Prof. Dr. Rüdiger Korff
Lehrstuhl für Südostasienstudien

u.a.

Veranstaltungsort
Passau


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Universität Passau


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussionen und Workshops



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03.05.2018 - 19:30

Verhinderte Gastfreundschaft?

Deutschland und seine Flüchtlinge inmitten eines weltweiten Dramas - Die Arbeit des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Deutschland, Afrika und Nahen Osten Vortrag mit Diskussion

Angst vor einer großen Flüchtlingswelle erfasst Europa seit einiger Zeit. Allerdings berührt die weltweite Flucht- und Migrationsbewegung uns nur am Rand. Die meisten der 60 Mio. Menschen fliehen in ebenfalls meist arme Nachbarländer. Die meisten Flüchtlinge wollen zurück in die Heimat und nur wenige weiter nach Europa. Dennoch sind es immer noch Tausende, die vor der Festung Europa unter humanitär desolaten Lebensbedingungen ausharren und hoffen. Und es sind viele, die bei dieser Flucht schon ihr Leben verloren haben. Europas Sicherheitspolitik schützt Grenzen und nicht Menschen. Die, die es nach Europa schaffen, kämpfen gegen drohende Abschiebung, leiden unter Unsicherheit, Untätigkeit und Perspektivlosigkeit und verlieren wertvolle Lebenszeit mit Nichtstun. Und die, die in den großen Flüchtlingslagern oder in primitiven Unterkünften in den benachbarten, meist armen Ländern leben, beachten wir nicht. 

P. Frido Pflüger kennt aus seiner Arbeit mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst die Lage in Afrika, im Nahen Osten und hier in Deutschland und berichtet über seine Erfahrungen.

ReferentInnen

Pater Frido Pflüger SJ
leitet den Jesuitenflüchtlingsdienst Deutschland in Berlin. Nach Stationen u.a. auf den Philippinen, in Uganda war er einige Jahre Leiter des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Ostafrika.

Veranstaltungsort
Lindau, friedens räume, Villa Lindenhof, Lindenhofweg 25


Kosten
Eintritt frei!


Partner

pax Christi Augsburg


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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24.04.2018 - 19:00

Ein Jahr Emmanuel Macron: Wo steht Frankreich, wo steht Europa heute?

 

Vor einem Jahr gelang dem erst 39 Jahre alten Emmanuel Macron mit einem klar proeuropäischen Kurs der Überraschungssieg bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Seitdem hat der junge Präsident nicht nur die französische Parteienlandschaft komplett umgepflügt, in einem atemberaubenden Tempo treibt er auf den verschiedensten Feldern Reformen voran, die seinen Landsleuten einiges abfordern und zumuten. Wie verändert er Frankreich damit – und mit welchen Folgen?
Macron will aber nicht nur das eigene Land umbauen, sondern auch Europa ein neues und anderes Gesicht geben. Dafür hat er Visionen aufgezeigt und konkrete Vorschläge vorgelegt - bislang fehlte ihm dafür ein handlungsfähiger Ansprechpartner in Deutschland.
Wird es jetzt endlich Antworten aus Berlin geben? Welche Möglichkeiten hat das deutsch-französische Tandem noch, in Europa etwas zu bewegen, nach dem Erstarken antieuropäischer Kräfte in Italien und nur ein Jahr vor den Wahlen zum Europaparlament?

ReferentInnen

Dr. Jens Althoff
Leiter des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Paris

Veranstaltungsort
München, Lost Weekend, Schellingstr. 3


Kosten
Eintritt frei!


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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19.04.2018 - 20:00 bis 00:00

Im märkischen Sand – NS-Massaker an italienischen Militärinternierten

Vortrag im Rahmen der Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

Am 23. April 1945 wurden in einer Sandgrube bei Treuenbrietzen (Brandenburg) 127 italienische Zwangsarbeiter – sogenannte Militär-Internierte – von Angehörigen der deutschen Wehrmacht erschossen. Das Massaker wurde vergessen. Doch dann kehrt die Geschichte zurück. Als die Bewohner der Stadt beginnen, sich der Vergangenheit zu stellen, kommen verdrängte Erinnerungen hoch an die Gewaltexzesse der letzten Kriegstage, die im historischen Gedächtnis der Stadt lange verborgen geblieben waren.
Die deutsch-italienische Webdoku „Im märkischen Sand“ ist eine crossmediale, interaktive Auseinandersetzung mit der Geschichte der italienischen Militärinternierten. 

Die beiden Filmemacher*innen Nina Mair und Matthias Neumann zeigten einige Episoden ihrer umfangreichen Doku und berichteten im Gespräch mit dem Publikum über die geschichtlichen Hintergründe, die jahrelangen Dreharbeiten und die filmische Umsetzung.

 

 

ReferentInnen

Matthias Neumann
Filmemacher der deutsch-italienischen Webdoku „Im märkischen Sand“

Nina Mair
Regisseurin der deutsch-italienischen Webdoku „Im märkischen Sand“

Veranstaltungsort
Erlangen, Lesecafé, Hauptstraße 55 (Altstadtmarktpassage)


Kosten
Eintritt frei


Partner

Kulturförderung der Stadt Erlangen | Rosa Luxemburg Stiftung e.V. | Stadt Bibliothek Erlangen | Volkshochschule Erlangen | Bismarckstraßenfest | Stadtratsfraktion Grüne/Grünen Liste


Art der Veranstaltung
Vortrag



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18.04.2018 - 19:00 bis 21:00

Die langen Schatten der Kolonialgeschichte

Postkoloniale Strukturen heute

Europa wäre nicht, was es ist, ohne seine Kolonialgeschichte. Die Kolonien versprachen Rohstoffe, Absatzmärkte und Orte für Auswanderer. Die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ordnungen, die nicht bereits durch den Sklavenhandel unterminiert waren, wurden vollends zerstört. Offiziell leben wir in postkolonialen Zeiten. Aber haben wir uns selbst entkolonialisiert? Wieviel Kolonialismus steckt in rassistischem Denken, in Überlegenheitsgefühlen und Nord-Süd Handelsbeziehungen? Es ist Zeit für eine erweiterte Erinnerungskultur – und entsprechende politische Konsequenzen

ReferentInnen

Prof. Dr. Jürgen Zimmerer
Arbeitsbereich Globalgeschichte – Geschichte Afrikas, Universität Hamburg   

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
8,-/ erm. 7,- Euro (SchülerInnen und Studierende bis 30 Jahre frei)


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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16.04.2018 - 19:00

Europa Aktuell: Erich Rathfelder

Vortrag und Diskussion

Anfang Februar 2018 verkündete die EU, den Westbalkanstaaten bis zum Jahr 2025 eine Beitrittsperspektive zu bieten. An erster Stelle stehen Serbien und Montenegro, dann Mazedonien und Albanien. Bosnien und Herzegowina sowie das Kosovo hätten dagegen noch einen langen Weg zu gehen. Ist es gerecht, diejenigen zuerst aufzunehmen, die ihre Rolle bei den Kriegen der 90er Jahre verschleiern und sich um die Aufarbeitung der blutigen Vergangenheit drücken, während diejenigen Gesellschaften, die wegen des Krieges am meisten gelitten haben, zurückgelassen werden? Seltsam ist: Sowohl Kosovo wie auch Bosnien und Herzegowina stehen in den Augen Brüssels am Ende der Schlange der Beitrittsländer, obwohl dort EU-Missionen und internationalen Organisationen großen Einfluß ausüben und Vertreter der EU in den internationalen Administrationen wesentlich die Innenpolitik dieser Ländern mitbestimmen.

Wie kann der Weg in die EU für diese Gesellschaften aussehen? Und wie kann man zu Frieden und Versöhnung in der Region beitragen? Die Zeit drängt, denn Russland, China und die Türkei versuchen angesichts der Schwäche Europas Einfluss in der Region zu gewinnen. Erich Rathfelder analysiert für uns die Situation und erklärt die unterschiedlichen Perspektiven, die Akteure und ihr Ansinnen. Und er beschreibt die Möglichkeiten für eine friedliche Zukunft.

ReferentInnen

Erich Rathfelder 
Freier Journalist für die Balkanstaaten (u.a. taz, Berlin, die Presse, Wien), der seit 1983 über die Region berichtet. Als Journalist, Publizist und Filmemacher will er mit seinem Wirken zur Verständigung der Menschen in den Westbalkanstaaten beitragen. Er lebt in Split und Sarajevo.



Moderation: Manfred Bosl

Veranstaltungsort
München, IG - InitiativGruppe e.V., Karlstraße 48/ 50, Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

IG - InitiativGruppe e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag mit anschließender Diskussion



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23.03.2018 - 20:00

Katalonien - zurück zu Kleinstaaten oder zu einem Europa der Regionen

die aktuelle politische Situation in Katalonien

Die EU postuliert ein Europa der Regionen, in dem die Nationalstaaten an Bedeutung verlieren. Funktionierende Beispiele regionaler Autonomie mit fiskalischer Selbstbestimmung sind Südtirol und das Baskenland/Euskadi. 1934 wurde erstmals die Republik Katalonien ausgerufen. Unter der Franco Diktatur waren katalanische Sprache und Kultur verboten. 2006 handelte die sozialdemokratische spanische Regierung eine weitgehende Autonomie mit Katalonien aus. Doch die rechts-konservative Partido Popular klagte vor dem Verfassungsgericht dagegen. Das führte zum Erstarkten der Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien. Um das Referendum über eine Unabhängigkeit am 1. Oktober 2017 zu verhindern, besetzte die Guardia Civil die Wahllokale. Schließlich setzte der Madrider Regierungschef Rajoy (PP) die katalanische Regionalregierung ab und löste das katalanische Parlament auf. Bei den erzwungenen Neuwahlen am 21. Dezember erhielten die drei Unabhängigkeitsparteien trotzdem die Mehrheit der Sitze.

ReferentInnen

Raul Zelik
Journalist und Politologe, Dozent an der Universität Kassel


Veranstaltungsort
Nürnberg, Künstlerhaus, Königstr. 93, Saal im Glasbau 2. OG


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Medienladen e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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