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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

26.05.2018 bis 02.06.2018

Barcelona - Stadt des Wandels? Eine Metropole macht sich auf den Weg

Eine Bildungs- und Begegnungsreise

Die katalanische Metropole Barcelona ist, wie kaum eine andere Großstadt in den letzten Jahren, zu einem beliebten Touristenziel geworden. Die meisten Besucher beschränken ihren Aufenthalt aber auf wenige Tage und besuchen nur die Highlights. Die Stadt hat aber viel mehr zu bieten als die Ramblas, Tapas und Sagrada Familia. Wie in anderen spanischen Städten (Madrid, Valencia, Cádiz...) regiert in Barcelona seit den Kommunalwahlen 2015 eine progressive links-ökologische Koalition unter der Bürgermeisterin Ada Colau. Im Rahmen unserer Bildungsreise hatten wir Gelegenheit, auch mit Protagonisten dieser neuen Politik zu sprechen.

 
Unsere Reisegruppe in den "heiligen Hallen" des Rathauses von Barcelona

Und natürlich spielt auch die katalanische Unabhängigkeitsbewegung in der Stadt eine wichtige, um nicht zu sagen überwältigende Rolle in der Politik. Das merkte unsere Reisegruppe schon am ersten Tag, als Christopher Hepp (Bild links) und Antonia Schweimer (Bild rechts), beide mit katalanischen Partnern verheiratet und seit langem in Barcelona lebend, einen ersten Einblick in die politischen Entwicklungen gaben. Sie repräsentierten nämlich prototypisch die geteilte Meinung in der Bevölkerung: pro und contra Unabhängigkeit. 

Im Rahmen von mehreren Führungen konnten wir einen vertieften Einblick in die Stadtgeschichte gewinnen und Architektur und Stadtentwicklung kennen lernen: die Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts im Eixample-Viertel, die Bauten des Modernism-Architekten Antoni Gaudí (Bild unten links), das Gelände der Weltausstellung von 1929 mit dem berühmten Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe (unten rechts).

  

Auch die Olympischen Spiele von 1992 haben das Gesicht von Barcelona grundlegend verändert: Das ehemalige Fischerdorf Barceloneta ist zu einem bevorzugten Tourismus-Ziel geworden, am (künstlich aufgeschütteten) Strand tummeln sich Heerscharen von Touristen, der Hafen ist ein Magnet des Kommerzes. Überhaupt ist der Tourismus mittlerweile zu einem großen Problem für die Stadt geworden. In der Altstadt, dem Barri Gotic, und auf den Rambles orientiert sich die gesamte Infrastruktur an den Besucher*innen. Wohnungen werden in Tourismus-Quartiere umgewidmet, die Mieten steigen. Die neue Stadtregierung hat darauf mit umfangreichen Gegenmaßnahmen reagiert. So wurde ein Moratorium für den Zubau von Hotelkapazitäten verabschiedet. Und wie wir im Gespräch mit Agustí Colom Cabau, dem im Rathaus für den Tourismus zuständigen Dezernenten, erfuhren, hat sich die Vermietungsplattform Airbnb mittlerweile verpflichtet, keine nicht zugelassenen Ferienwohnungen mehr anzubieten.

Besonders für die kommunalpolitisch interessierten und engagierten Teilnehmer*innen war der Vortrag von Jaume Bernada (Bild links), Architekt und in der Stadtverwaltung für Städtebau und Mobilität zuständig, sehr aufschlussreich. Er gab einen Überblick über die zahlreichen Anstrengungen der Stadt, eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Dabei spielt die Verkehrspolitik eine wesentliche Rolle. wie dies konkret aussieht, davon konnten wir bei der anschließenden Führung selbst überzeugen: im Stadtviertel Poble Nou werden nämlich gerade umfassende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen umgesetzt, die sehr überzeugend wirkten (Bild rechts). Dieses Stadtviertel auch deshalb besonders interessant, weil es sich derzeit im Umbruch befindet: von einem (ehemaligen) Industrie- und Arbeiterviertel wird es gerade in ein Hightech-Viertel "umgebaut" (Bilder unten).

 

Aufschlussreich waren auch die Gespräche mit Vertretern des regierenden Rathausbündnisses "Barcelona en Comú" und der katalanischen grünen Partei ICV, Jordi Guillot (links) und Kate Shea Baird, die über den spezifischen Politik-Ansatz der "Bürgerplattform" und die Bemühungen berichteten, Parteiorganisationen, Bewegungungsaktivist*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen "unter einen Hut" zu bekommen.

Sozialdezernentin Laia Ortiz Castellvi (rechts) gab einen Überblick über die vielfältigen, krisenbedingten sozialen Probleme in Barcelona und die Bemühungen der Stadtregierung, hier zumindest lindernd einzugreifen, so z.B. durch kostenlose Schulspeisungen für arme Kinder und verbesserte Angebote zur Kinderbetreuung. Sie wies aber auch darauf hin, dass in vieler Hinsicht, z.B. bei der Wohnungsnot, die spanische Gesetzgebung von ausschlaggebender Bedeutung sei, weil diese Gesetze den Handlungsspielraum der Stadt einschränken.

Der Wandel in Barcelona vollzieht sich jedoch nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch auf dem Feld der Ökonomie: Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Initiativen und Kooperativen, die sich der solidarischen Ökonomie verschrieben haben. In der Xarxa d’Economia Solidària (XES) haben sich rund 300 solcher Gesellschaften zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um diesen Wandel auf breiter Front voranzutreiben, wie wir von Ruben Suriñach Padilla (im Foto links) erfahren konnten. Aber auch die Stadtregierung wirkt hier fördernd, indem sie sich bemüht, diese Kooperativen verstärkt bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu berücksichtigen.

Weitere Details zur politischen Situation in Barcelona können einem ausführlichen Beitrag auf unserem Themenportal "Gutes Leben für alle" entnommen werden, der vor dem Hintergrund unserer Bildungsreise entstanden ist.

Veranstaltungsort
Barcelona


Partner

Evangelische Stadtakademie München
Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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14.05.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Das Mädchen aus dem Norden | Sameblod

SWE/NOR/DNK 2016, Drama, 110 Min., OmU, Regie: Amanda Kernell

Schweden in den 1930er Jahren. Das Sámi-Mädchen Elle Miarja lebt mit den Eltern und der kleinen Schwester von der Rentierzucht. Im Zuge eines staatlichen „Kultivierungsprogramms“ kommt sie in ein Internat. Zunehmend wird ihr ihre Herkunft fremd und peinlich. Vor einer überwältigenden Naturkulisse beleuchtet der Film ein wenig bekanntes Kapitel der schwedischen Geschichte.

Gewinner des LUX-Filmpreises 2017.

ReferentInnen

Katri Annika Wessel M.A.
Institut für Finnougristik/Uralistik der LMU München

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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07.05.2018 - 19:00

DOK.Fest München: SILAS

Dokumentarfilm von Hawa Essuman und Anjali Nayar

Kanada, Südafrika, Kenia 2017, 80 Min.

Sprachfassung: Englisch mit englischen Untertiteln

Silas Siakor ist Umweltaktivist in Liberia. Mit neuen Technologien wie Smartphone-Apps machen er und sein Team auf Menschenrechtsverletzungen, Korruption oder illegale Abholzungen aufmerksam. Ein neues Zeitalter von politischem Widerstand und demokratischem Engagement ist angebrochen.

ReferentInnen

Hawa Essuman
geboren 1980, ist Absolventin des ONE FINE DAY FILMS Trainingsprogramms von Tom Tykwer in Nairobi. 2010 stellte sie ihren ersten langen Spielfilm SOUL BOY fertig, der auf über vierzig Filmfestivals weltweit lief und mehrere Auszeichnungen erhielt. SILAS ist ihr Dokumentarfilm-Debüt.
Prof. Dr. Robert Kappel
war 1996-2004 Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig und Leiter des dortigen Arbeitsbereichs "Politik und Wirtschaft", 2004-2011 Präsident des GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg. Er forscht gegenwärtig zu den Themen Wirtschaftsentwicklung in Afrika, global value chains und global power shifts.

Veranstaltungsort
München, Atelier Kino, Sonnenstraße 12


Kosten
9,50 € / 7,50 € erm.


Partner

DOK.fest München und Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Film und Filmgespräch



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25.04.2018 - 19:30

Die Rolle(n) der Frau im Islam

Streifzüge durch Iran, Mali und Pakistan


Was prägt, jenseits von Medienklischees, die Stellung der Muslimin im 21. Jahrhundert? Geschlecht, Religion und Kultur verbinden sich in jedem Land anders, sagt die Buch-Autorin Charlotte Wiedemann

 
Nach der inhaltlichen Einführung von Silvia Bauer (Bild links) hatte Charlotte Wiedemann durch eine Bilderschau über ihre Erfahrungen in drei (muslimisch geprägte) Ländern berichtet, deren soziale Realität unterschiedlicher kaum sein könnte. Iranerinnen, Malierinnen und Pakistani verbindet allerdings eines: Überall kämpfen Frauen um Gleichstellung, oft mit mehr Erfolg, als wir denken.

Die in der Präsentation porträtierten Frauen waren in unterschiedlichen Bereichen tätig: unter anderem auch beim Militär und in der Politik. Anfänglich wurde über die Situation der Frauen in Mali erzählt, wo das Thema der Genitalverstümmelung sehr relevant ist. Frau Wiedemann hat die Situation in einen internationalen Kontext gesetzt. Sie stellte fest: würde Saudi Arabien eine Kampagne gegen die nicht im Koran vorgeschriebene Genitalverstümmelung starten, so hätte das auch Auswirkungen auf Mali.

Die Situation in Pakistan ist sehr spannend: Frauen müssen zwar in vielen Regionen eine Burka tragen, sind aber politisch relativ stark repräsentiert. Nicht nur ist die ehemalige Premierministerin Benazir Bhutto noch sehr stark in der Erinnerung der Bürger*innen präsent, sondern es wurde 2001 eine Quote eingeführt, wonach 33% der Gemeinderät*innen Frauen sein müssen. Auch zum Thema Bildung ist die Lage in Pakistan beachtenswert: zwar können mehr als die Hälfte der Pakistanerinnen nicht lesen und schreiben, aber die Hälfte der Studierenden sind Frauen. Fazit: wenn Frauen die Möglichkeit haben, ihre Situation zu verbessern, tun sie das.

Im Iran ist die Situation noch progressiver. Athletinnen spielen beispielsweise eine wichtige Rolle auch im internationalen Vergleich. So hat exemplarisch die Rugby Frauen-Nationalmannschaft letztes Jahr gegen Deutschland gewonnen. Vor der Revolution war natürlich die Situation besser, es gab bereits die ersten Richterinnen, die aber nach der Revolution nicht mehr arbeiten durften, weil „der Islam keine Richterin vorsieht“. Die Geburtenrate ist geringer als in Frankreich und mehr Frauen als Männer studieren (es betrifft natürlich nur die Eliten, aber immerhin sind 60% der Studierenden Frauen).
Das Land ist also voller Widersprüche: Angeblich gibt es mehr Ingenieurinnen im Iran als in den USA, aber die Arbeitslosenquote unter ihnen ist sehr hoch. Die Situation der Frauen im Iran ist auch abhängig vom Wohnort: auf dem Land ist das Durchschnittsalter, in dem man heiratet, 24 Jahre, während es in Teheran 31 ist (vor allem aus Mangel an Geld und Wohnraum).
Heutzutage gibt es in Iran eine Menge frauenfeindlicher Gesetzte, trotzdem haben die Frauen Rollen und Orte für sich geschaffen. Ein Bild zeigte zum Beispiel eine Zeitungsredaktion, in der die für Atomdiplomatie zuständige Person eine Frau ist; wenn Frauen also in einer Redaktion arbeiten, übernehmen sie wichtigere Rollen auch im Vergleich zu Deutschland. Im politischen Bereich dürfen Frauen seit kurzem auftreten und waren sehr erfolgreich auch weil die männlichen Gegenkandidaten nicht gegen eine Frau verlieren wollten und deshalb ihre Kandidatur zurückgezogen haben.

Fazit der gesamten Diskussion war, dass hauptsächlich die sozialen Verhältnisse (Bildung vs. Analphabetismus, Reichtum vs. Armut, Stadt vs. Land) und die regionalen Prägungen des Islams die unterschiedlichen Positionen der Frau in der Gesellschaft beeinflussen. Man darf also nicht die Situation der Frauen in islamisch-geprägte Staaten pauschal vergleichen, weil an manchen Stellen die Situation ähnlich ist wie im „Westen“ oder sogar besser. Ein letzter Punkt war dafür sehr beeindruckend: Deutschland und Pakistan haben aktuell einen ähnlichen Prozentsatz an Frauen im Parlament.

ReferentInnen

Charlotte Wiedemann
Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt Islamische Lebenswelten. Über Iran schrieb sie u.a. für die Zeit, Geo, NZZ und Le Monde Diplomatique

Moderation: Silvia Bauer, Kulturwissenschaftlerin, Leiterin von CINEMA IRAN, München

Veranstaltungsort
München, Lost Weekend, Schellingstr. 3


Kosten
5,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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23.04.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Djam

 

FR / GR / TUR 2017, Drama, 97 Min., OmU, Regie: Tony Gatlif

Auf der Suche nach einem raren Ersatzteil für das Boot ihres Onkels trifft die junge Griechin Djam in Istanbul auf die 19-jährige Französin Avril, die dort freiwillig bei der Flüchtlingshilfe arbeitet. Avril fühlt sich verloren in der großen, fremden Stadt, weshalb Djam sie an die Hand nimmt und die beiden sich auf eine Reise voller Hoffnung, spannender Begegnungen und der Freude am Teilen begeben. 

Weltpremiere auf den Filmfestspielen in Cannes. Ab dem 26.04. in deutschen Kinos.

ReferentInnen

Daphne Patakia
Hauptdarstellerin

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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13.04.2018 - 19:30 bis 21:30

Szenische Lesung: Q - Alles gehört Allen

Gegen Luther, Papst und Fürsten

Der Roman "Q" des Autor*innenkollektivs Luther Blisset erzählt von Bauernkriegen, den Wiedertäufern in Münster und Protokommunisten in Antwerpen. Er zeigt die subversiven Momente der Reformation, die sich nicht nur gegen Roman, sondern auch gegen Klerus und Adel erhoben. Die Figuren des historischen Thrillers nehmen erstmalig auf einer Bühne Gestalt an und führen das Publikum durch das Europa der gescheiterten Aufstände von 1517 bis 1555. Der Protagonist des Romans, ein Vertrauter Thomas Müntzers, kämpft nicht nur für sein Credo "alles gehört allen". Er muss sich auch in Acht nehmen vor seinem unbekannten Widersacher Q, einem Spion der Kurie und Agent der Inquisition, der stes darum bemüht ist, die Rebellion ins Unglück zu lenken.

Einlass: 19:30 Uhr Beginn: 20:30 Uhr

ReferentInnen

Enseble: Ruth Marie Kröger, Matthias Kelle, Denis Moschitto, Jörg Pohl

Veranstaltungsort
München, Kafe Marat, Thalkirchner Str. 104


Kosten
5,- Euro


Partner

Eine Veranstaltung des Kulturkollektivs 900 in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Kurt-Eisner-Vereins für politische Bildung und der Petra-Kelly-Stiftung


Art der Veranstaltung
Szenische Lesung



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12.03.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Directions | Posoki

BG/DE/MKD 2017, Drama, 103 Min., OmU, Regie: Stephan Komandarev

Bulgarien, eine Handvoll Taxifahrer und deren Kundschaft: Jede Fahrt zeigt einen anderen Ausschnitt aus einer kaputten Gesellschaft, die Ethik durch Egoismus und Exzess ersetzt hat.

Weltpremiere auf den 70. Internationalen Filmfestspielen in Cannes.

ReferentInnen

Dimitar Banenkin
Schauspieler

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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09.03.2018 - 20:00

Benefizkonzert für und mit jugendlichen Geflüchteten

 

Gespielt wird Mozarts Violinkonzert Nr. 5 A-Dur und Mahlers 5. Symphonie. Die Leitung übernimmt der erst 20 Jahre alte Generalmusikdirektor des Theaters Bremen, Yoel Gamzou (Echopreisträger 2017).

Nach dem erfolgreichen Konzert im Oktober 2016 im Herkulessaal möchte Kolibri erneut auch 500 unbegleitete Geflüchtete und Schüler*innen an beruflichen Schulen zum Konzert der Neuen Philharmonie München einladen.
Die Jugendlichen werden vorher in ihren Klassen durch eine junge iranische Musikpädagogin in klassische Musik eingeführt.

Die Karten für die Jugendlichen und ihre Begleiter sollen kostenlos sein. Wir freuen uns über Kartenpatenschaften (à 20 €). Bitte bei Bestellung vermerken. Herzlichen Dank!

ReferentInnen

Neue Philharmonie München
Die Neue Philharmonie München hat sich seit ihrer Gründung zu einem hoch beachteten jungen Orchester der Region München entwickelt. Sie ist zum Medium einer professionell ausgerichteten Vorbereitungszeit geworden. 17- bis 30-jährige besonders begabte junge Musiker, v.a. JungstudentInnen und Studierende von Musikhochschulen aus Deutschland und Europa schätzen die vielseitigen Orchesterprojekte mit Konzerten im In- und Ausland. Musikalisch betreut werden sie von erfahrenen HochschulprofessorInnen und Musikern. 2015 feierte die NPHM 10-jähriges bestehen.

Yoel Gamzou
Israelisch-amerikanischer Dirigent, wurde durch seine Gustav Mahler-Interpretationen und die Vervollständigung von Gustav Mahlers unvollendeter 10. Symphonie bekannt. Mit 19 Jahren gründete er das mehrfach international ausgezeichnete International Mahler Orchestra (IMO), dessen künstlerischer Leiter und Chefdirigent er ist. 2007 erhielt Gamzou den Sonder-Förderpreis des Gustav-Mahler-Dirigierwettbewerbs der Bamberger Symphoniker, im Jahr 2012 den Hamburger Berenberg Kulturpreis, im März 2013 wurden er sowie das IMO in Brüssel von der European Cultural Foundation mit dem Princess Margriet Award ausgezeichnet. Von 2010 bis 2012 leitete er die Neue Philharmonie München, von 2012 bis 2015 wirkte Gamzou als Erster Kapellmeister und stellvertr. GMD am Staatstheater Kassel. Er steigerte dort den Erfolg mit Opernpremieren und zumeist ausverkauften Akademiekonzerten. Nach diesen fruchtbaren Jahren beschloss Yoel Gamzou sich wieder verstärkt seinen Gastdirigaten zu widmen. Ab der Spielzeit 2017/18 ist er als Musikdirektor am Theater Bremen tätig. Zudem wurde er 2017 als Nachwuchsdirigent mit einem Klassik-Echo ausgezeichnet.

Gilles Apap
von Yehudi Menuhin "der exemplarische Geiger des 21. Jahrhunderts" genannt, wird weltweit nicht nur wegen seiner virtuosen Interpretationen von Standardwerken der klassischen Geigenliteratur geschätzt, sondern auch aufgrund seines sinnlichen, völlig gelösten, dabei hoch intensiven Musizierens. 1963 in Algerien geboren, studierte er Musik in Nizza, Lyon und am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Apap war Stipendiat diverser großer Kunststiftungen und gewann 1985 den Yehudi Menuhin Wettbewerbt in der Kategorie "Zeitgenössische Musik". Seitdem waren er und Menuhin freundschaftlich verbunden. Gilles Apap spielte diverse CDs und DVDs ein. Bis 2003 hatte er die Stelle des Konzertmeisters beim Santa Barbara Symphony Orchestra inne. Seither konzertiert er auf den großen Bühnen der Welt. www.gillespap.com

Veranstaltungsort
München, Herkulessaal der Residenz, Odeonsplatz


Kosten
20,- €/ 30,- €/ 40,- € | Abendkasse 25,- €/ 35,- €/ 45,- € | Schüler*innen/Studierende: 10€ (nur AK) | Kolibri sucht Karten-Paten für jugendliche Geflüchtete


Partner

Kolibri Interkulturelle Stiftung


Art der Veranstaltung
Konzert



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27.02.2018 - 18:00

True Warriors

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

Am 11. Dezember 2014 sprengt sich während einer Premiere des Azdar Theaters in Kabul ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Der Attentäter und zwei Besucher sterben, 40 Menschen werden verletzt. In ausführlichen Interviews berichten Betroffene davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie in der Folge damit umgehen. Der Film True Warriors ist eine Geschichte hinter der alltäglichen Nachrichtenmeldung – und eine inspirierende Illustration der Kraft von Kultur. 

ReferentInnen

Ronja von Wurmb-Seibel
Regisseurin, Autorin "Ausgerechnet Kabul"
Niklas Schenck
Regisseur, Autor "Die Krebsmafia"
Ulrich Lechte
MdB (FDP)

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
6,-/ erm. 5,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film Regensburg e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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27.02.2018 - 20:15

True Warriors

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

Am 11. Dezember 2014 sprengt sich während einer Premiere des Azdar Theaters in Kabul ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Der Attentäter und zwei Besucher sterben, 40 Menschen werden verletzt. In ausführlichen Interviews berichten Betroffene davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie in der Folge damit umgehen. Der Film True Warriors ist eine Geschichte hinter der alltäglichen Nachrichtenmeldung – und eine inspirierende Illustration der Kraft von Kultur. 

ReferentInnen

Ronja von Wurmb-Seibel
Regisseurin, Autorin "Ausgerechnet Kabul"
Niklas Schenck
Regisseur, Autor "Die Krebsmafia"
Ulrich Lechte

MdB (FDP)

Veranstaltungsort
Regensburg, FilmGalerie - Kino im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9


Kosten
6,-/ erm. 5,- Euro


Partner

Arbeitskreis Film Regensburg e.V.


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch



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