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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

09.09.2018 - 15:30

Willkommen in der Schweiz

CH 2017, Dokumentaton, 83 Min., OmU, Regie: Sabine Gisiger

Im Sommer 2015 suchen eine Million Geflüchtete Schutz in Europa. 40.000 schaffen es bis in die Schweiz. Die Gemeinde Oberwil-Lieli soll zehn Flüchtlinge aufnehmen. Angeführt von Gemeindeamtmann und SVP-Nationalrat Andreas Glarner, wehrt sich das Juwel am Mutschellen 2015 gegen die Aufnahme der Flüchtlinge. Lieber zahlt der reiche Ort mit seinen etwa 300 Millionären 290 000 Franken Buße, als Fremde bei sich aufzunehmen.
Johanna Gündel, Studentin und Tochter eines lokalen Gemüsebauern, organisiert mit der IG-Solidarität den Widerstand gegen diese Nein-Politik. 
Ausgehend von den Ereignissen in Oberwil-Lieli, erzählt der Film gleichnishaft von der Schweiz in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise – davon, was dieses Land in der Mitte Europas war, sein will oder werden könnte.

Trailer und weitere Informationen zum Film auf der Webseite des Fünf-Seen-Filmfestivals.

ReferentInnen

Sabine Gisiger
Regisseurin

Veranstaltungsort
Seefeld, Kino Breitwand, Schloßhof 7


Kosten
9,50 Euro (Einzelticket) / 7,00 Euro (U-30 Ticket)


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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08.09.2018 - 19:30

Willkommen in der Schweiz

CH 2017, Dokumentaton, 83 Min., OmU, Regie: Sabine Gisiger

Im Sommer 2015 suchen eine Million Geflüchtete Schutz in Europa. 40.000 schaffen es bis in die Schweiz. Die Gemeinde Oberwil-Lieli soll zehn Flüchtlinge aufnehmen. Angeführt von Gemeindeamtmann und SVP-Nationalrat Andreas Glarner, wehrt sich das Juwel am Mutschellen 2015 gegen die Aufnahme der Flüchtlinge. Lieber zahlt der reiche Ort mit seinen etwa 300 Millionären 290 000 Franken Buße, als Fremde bei sich aufzunehmen.
Johanna Gündel, Studentin und Tochter eines lokalen Gemüsebauern, organisiert mit der IG-Solidarität den Widerstand gegen diese Nein-Politik. 
Ausgehend von den Ereignissen in Oberwil-Lieli, erzählt der Film gleichnishaft von der Schweiz in Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise – davon, was dieses Land in der Mitte Europas war, sein will oder werden könnte.

Trailer und weitere Informationen zum Film auf der Webseite des Fünf-Seen-Filmfestivals.

ReferentInnen

Sabine Gisiger
Regisseurin

Veranstaltungsort
Gauting, Kino Breitwand, Bahnhofpl. 2


Kosten
9,50 Euro (Einzelticket) / 7,00 Euro (U-30 Ticket)


Art der Veranstaltung
Filmvorführung



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05.07.2018 - 20:00

Science Slam

Flucht und Weiterleben

Science Slams sind zu recht sehr beliebte Veranstaltungen – wo sonst kann man sich prächtig unterhalten und lernt dabei neuste Forschungsergebnisse kennen, versteht sie sogar auf Anhieb?! Denn darum geht es beim Science Slam: Echte Wissenschaft wird unterhaltsam präsentiert!

Beim Science Slam „Flucht und Weiterleben“ geht es sogar noch um mehr: Fake News sowie der aktuellen politisch wie gesellschaftlich aufgeheizten Debatte in Zukunft noch besser kontern zu können mit wissenschaftlich belegten Argumenten.

Wir werden u.a. Beiträge aus der Politikwissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Rechtswissenschaft und der Soziologie hören. So feiern wir das 25-jährige Bestehen des Fördervereins Refugio München und setzen gleichzeitig dem aufgeladenen Flüchtlingsdiskurs echtes Wissen entgegen. In diesem Sinne freuen wir uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher!

Veranstaltungsort
München, Einstein Kultur, Einsteinstraße 42


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Förderverein Refugio München e.V.


Art der Veranstaltung
Science Slam



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13.06.2018 - 14:00 bis 14.06.2018 - 18:00

Demokratinnen und Demokraten fallen nicht vom Himmel

Förderung von Demokratiefähigkeit bei Kindern und Jugendlichen

Demokratie setzt voraus, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich mit ihr identifiziert. Hier setzt die politische Bildung an; sie vermittelt das dafür notwendige Wissen. Oftmals bleibt sie allerdings auf das Faktenwissen beschränkt und vernachlässigt die mindestens ebenso wichtigen sozialen Kompetenzen. Kinder und Jugendliche sollten zur Wahrnehmung ihrer Bürger_innenrolle in der Demokratie befähigt werden. Was brauchen Kinder und Jugendliche, um Demokratie „aushalten“ und leben zu können? Welche Kompetenzen sind hierfür notwendig? Wie können diese Kompetenzen in der frühkindlichen, der außerschulischen und schulischen Bildung gezielt vermittelt werden?

Hier finden Sie eine ausführliche Dokumentation der Tagungshauptreferate.
Weitere Unterlagen sind auf die Homepage der Evangelischen Akademie Bad Boll zu sehen.

Gesamte Programm der Tagung.

Grußwort: Demokratieerziehung in Baden-Württemberg
(Achim Beule, Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg)

"Demokratiefähigkeit, Demokratiekompetenz, Bürgerkompetenzen - welche, wozu, wie stärken?" Von Prof. em. Dr. Sibylle Reinhardt, Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg:

"Demokratie und die Macht der Gefühle". Von Dr. Farah Dustdar, Politikwissenschaftlerin und Schriftstellerin, Luxemburg:

  • Artikel „Demokratie und Emotionen – Schulung von Gefühlen hilft der Demokratie“ im SYM-Magazin 3/2018
  • Artikel „Demokratie und die Macht der Gefühle“ in APuZ 44-45/2008 

"Demokratie-Kompetenz als Lernziel nicht nur für Schulen - Wo politische Bildung ansetzen und wie sie nachhaltig wirken kann". Von Robby Geyer, Leiter der Außenstelle Heidelberg, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg:

Veranstaltungsort
Bad Boll, Evangelische Akademie Bad Boll, Akademieweg 11


Kosten
Siehe Programm


Partner

Evangelische Akademie Bad Boll  

Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg


Art der Veranstaltung
Seminar



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13.06.2018 - 20:00 bis 25.06.2018 - 22:00

Deutschland, Dein Islam

Chancen, Hindernisse, Perspektiven

Deutschland ist im Wandel. Die Gesellschaft wird immer vielfältiger und offener. Aber gleichzeitig ist das gesellschaftliche Klima in Deutschland in den letzten Jahren fremdenfeindlicher geworden. Die Übergriffe auf Deutsche mit Migrationshintergrund oder Geflüchtete häufen sich. Das trifft zu einem großen Teil die hier lebenden Musliminnen und Muslime. Debatten, wie die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört, verunsichern die hier lebenden Musliminnen und Muslime und zeigen, dass die Mehrheitsgesellschaft selbst den richtigen Umgang mit dem Islam noch nicht ausgelotet hat.

Diese Veranstaltungsreihe hat das Ziel, Vorurteile und Ressentiments gegenüber dem Islam und den Musliminnen und Muslimen in Deutschland abzubauen. Es soll ein Bewusstsein geschaffen werden für islamophobe Tendenzen in Politik, Medien und Alltag.  

Veranstaltungen:

  • Gemeinsames Fastenbrechen 
  • Einführung in die Grundzüge des Islam [Vortrag]
  • Film: “Inshallah”
  • Islambild in den Medien [Podiumsdiskussion]
  • Islamophobie [Vortrag]
  • Moscheebesuch in Deggendorf 
  • Umgang mit dem Koran [Workshop]
  • Meet a Muslim [offener interkulturell-religiöser Austausch] 
  • Reformbewegungen im Islam [Podiumsdiskussion]

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen auf der Facebookseite der Reihe.

ReferentInnen

Dr. Anne Grüne
Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Vergleichende Analyse von Mediensystemen/Kommunikationskulturen an der Universität Erfurt
Dr. Farid Hafez
Forschung und Lehre an der Abteilung Politikwissenschaft an der Universität Salzburg, seit 2016 Mitherausgeber des European Islamophobia Report 
Kamil Öktem
Doktorand und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster 

u.a.

Veranstaltungsort
Passau, Räumlichkeiten der Universität Passau (Innstraße 41) + Scharfrichter Kino (Milchgasse 2)


Kosten
Eintritt frei | Unkostenbeitrag für die Fahrt zur Besichtigung der Moschee in Deggendorf: 5,- Euro


Partner

AStA / SprecherInnen-Rat - Uni Passau


Art der Veranstaltung
Veranstaltungsreihe



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11.06.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Requiem for Mrs. J. | Rekvijem za gospodju J

RS/BGR/MKD/RU/FR 2017, Drama, 93 Min., OmeU, Regie: Bojan Vuletic

Frau J. will sterben. Auch wenn sie Kinder hat fühlt sie sich alleine und will sich am Todestag ihres Mannes erschießen. Es bleiben ihr nur wenige Tage, um letzte Vorbereitungen zu treffen – doch die Behörden machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kafkaeskes Märchen voller schwarzem Humor und die filmische Bestätigung der These, dass das Leben kompliziert ist – der Tod aber noch viel komplizierter.

Weltpremiere auf der Berlinale 2017, u. a. Grand Prix – Golden Lily auf dem goEast Film Festival in Wiesbaden. 

ReferentInnen

Heleen Gerritsen
Leiterin des GoEast Filmfestivals in Wiesbaden

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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26.05.2018 bis 02.06.2018

Barcelona - Stadt des Wandels? Eine Metropole macht sich auf den Weg

Eine Bildungs- und Begegnungsreise

Die katalanische Metropole Barcelona ist, wie kaum eine andere Großstadt in den letzten Jahren, zu einem beliebten Touristenziel geworden. Die meisten Besucher beschränken ihren Aufenthalt aber auf wenige Tage und besuchen nur die Highlights. Die Stadt hat aber viel mehr zu bieten als die Ramblas, Tapas und Sagrada Familia. Wie in anderen spanischen Städten (Madrid, Valencia, Cádiz...) regiert in Barcelona seit den Kommunalwahlen 2015 eine progressive links-ökologische Koalition unter der Bürgermeisterin Ada Colau. Im Rahmen unserer Bildungsreise hatten wir Gelegenheit, auch mit Protagonisten dieser neuen Politik zu sprechen.

 
Unsere Reisegruppe in den "heiligen Hallen" des Rathauses von Barcelona

Und natürlich spielt auch die katalanische Unabhängigkeitsbewegung in der Stadt eine wichtige, um nicht zu sagen überwältigende Rolle in der Politik. Das merkte unsere Reisegruppe schon am ersten Tag, als Christopher Hepp (Bild links) und Antonia Schweimer (Bild rechts), beide mit katalanischen Partnern verheiratet und seit langem in Barcelona lebend, einen ersten Einblick in die politischen Entwicklungen gaben. Sie repräsentierten nämlich prototypisch die geteilte Meinung in der Bevölkerung: pro und contra Unabhängigkeit. 

Im Rahmen von mehreren Führungen konnten wir einen vertieften Einblick in die Stadtgeschichte gewinnen und Architektur und Stadtentwicklung kennen lernen: die Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts im Eixample-Viertel, die Bauten des Modernism-Architekten Antoni Gaudí (Bild unten links), das Gelände der Weltausstellung von 1929 mit dem berühmten Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe (unten rechts).

  

Auch die Olympischen Spiele von 1992 haben das Gesicht von Barcelona grundlegend verändert: Das ehemalige Fischerdorf Barceloneta ist zu einem bevorzugten Tourismus-Ziel geworden, am (künstlich aufgeschütteten) Strand tummeln sich Heerscharen von Touristen, der Hafen ist ein Magnet des Kommerzes. Überhaupt ist der Tourismus mittlerweile zu einem großen Problem für die Stadt geworden. In der Altstadt, dem Barri Gotic, und auf den Rambles orientiert sich die gesamte Infrastruktur an den Besucher*innen. Wohnungen werden in Tourismus-Quartiere umgewidmet, die Mieten steigen. Die neue Stadtregierung hat darauf mit umfangreichen Gegenmaßnahmen reagiert. So wurde ein Moratorium für den Zubau von Hotelkapazitäten verabschiedet. Und wie wir im Gespräch mit Agustí Colom Cabau, dem im Rathaus für den Tourismus zuständigen Dezernenten, erfuhren, hat sich die Vermietungsplattform Airbnb mittlerweile verpflichtet, keine nicht zugelassenen Ferienwohnungen mehr anzubieten.

Besonders für die kommunalpolitisch interessierten und engagierten Teilnehmer*innen war der Vortrag von Jaume Bernada (Bild links), Architekt und in der Stadtverwaltung für Städtebau und Mobilität zuständig, sehr aufschlussreich. Er gab einen Überblick über die zahlreichen Anstrengungen der Stadt, eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Dabei spielt die Verkehrspolitik eine wesentliche Rolle. wie dies konkret aussieht, davon konnten wir bei der anschließenden Führung selbst überzeugen: im Stadtviertel Poble Nou werden nämlich gerade umfassende Verkehrsberuhigungsmaßnahmen umgesetzt, die sehr überzeugend wirkten (Bild rechts). Dieses Stadtviertel auch deshalb besonders interessant, weil es sich derzeit im Umbruch befindet: von einem (ehemaligen) Industrie- und Arbeiterviertel wird es gerade in ein Hightech-Viertel "umgebaut" (Bilder unten).

 

Aufschlussreich waren auch die Gespräche mit Vertretern des regierenden Rathausbündnisses "Barcelona en Comú" und der katalanischen grünen Partei ICV, Jordi Guillot (links) und Kate Shea Baird, die über den spezifischen Politik-Ansatz der "Bürgerplattform" und die Bemühungen berichteten, Parteiorganisationen, Bewegungungsaktivist*innen und zivilgesellschaftliche Organisationen "unter einen Hut" zu bekommen.

Sozialdezernentin Laia Ortiz Castellvi (rechts) gab einen Überblick über die vielfältigen, krisenbedingten sozialen Probleme in Barcelona und die Bemühungen der Stadtregierung, hier zumindest lindernd einzugreifen, so z.B. durch kostenlose Schulspeisungen für arme Kinder und verbesserte Angebote zur Kinderbetreuung. Sie wies aber auch darauf hin, dass in vieler Hinsicht, z.B. bei der Wohnungsnot, die spanische Gesetzgebung von ausschlaggebender Bedeutung sei, weil diese Gesetze den Handlungsspielraum der Stadt einschränken.

Der Wandel in Barcelona vollzieht sich jedoch nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch auf dem Feld der Ökonomie: Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Initiativen und Kooperativen, die sich der solidarischen Ökonomie verschrieben haben. In der Xarxa d’Economia Solidària (XES) haben sich rund 300 solcher Gesellschaften zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, um diesen Wandel auf breiter Front voranzutreiben, wie wir von Ruben Suriñach Padilla (im Foto links) erfahren konnten. Aber auch die Stadtregierung wirkt hier fördernd, indem sie sich bemüht, diese Kooperativen verstärkt bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu berücksichtigen.

Weitere Details zur politischen Situation in Barcelona können einem ausführlichen Beitrag auf unserem Themenportal "Gutes Leben für alle" entnommen werden, der vor dem Hintergrund unserer Bildungsreise entstanden ist.

Veranstaltungsort
Barcelona


Partner

Evangelische Stadtakademie München
Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



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14.05.2018 - 19:00

Filmreihe Kino Europa: Das Mädchen aus dem Norden | Sameblod

SWE/NOR/DNK 2016, Drama, 110 Min., OmU, Regie: Amanda Kernell

Schweden in den 1930er Jahren. Das Sámi-Mädchen Elle Miarja lebt mit den Eltern und der kleinen Schwester von der Rentierzucht. Im Zuge eines staatlichen „Kultivierungsprogramms“ kommt sie in ein Internat. Zunehmend wird ihr ihre Herkunft fremd und peinlich. Vor einer überwältigenden Naturkulisse beleuchtet der Film ein wenig bekanntes Kapitel der schwedischen Geschichte.

Gewinner des LUX-Filmpreises 2017.

ReferentInnen

Katri Annika Wessel M.A.
Institut für Finnougristik/Uralistik der LMU München

Veranstaltungsort
München, Gasteig, Carl-Amery-Saal


Kosten
Eintritt frei!


Partner

In Kooperation mit dem Europe Direct Informationszentrum München & Oberbayern, dem Creative Europe Desk München GmbH und dem Informationsbüro des EU-Parlaments


Art der Veranstaltung
Filmvorführung mit anschließender Diskussion



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07.05.2018 - 19:00

DOK.Fest München: SILAS

Dokumentarfilm von Hawa Essuman und Anjali Nayar

Kanada, Südafrika, Kenia 2017, 80 Min.

Sprachfassung: Englisch mit englischen Untertiteln

Silas Siakor ist Umweltaktivist in Liberia. Mit neuen Technologien wie Smartphone-Apps machen er und sein Team auf Menschenrechtsverletzungen, Korruption oder illegale Abholzungen aufmerksam. Ein neues Zeitalter von politischem Widerstand und demokratischem Engagement ist angebrochen.

ReferentInnen

Hawa Essuman
geboren 1980, ist Absolventin des ONE FINE DAY FILMS Trainingsprogramms von Tom Tykwer in Nairobi. 2010 stellte sie ihren ersten langen Spielfilm SOUL BOY fertig, der auf über vierzig Filmfestivals weltweit lief und mehrere Auszeichnungen erhielt. SILAS ist ihr Dokumentarfilm-Debüt.
Prof. Dr. Robert Kappel
war 1996-2004 Professor am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig und Leiter des dortigen Arbeitsbereichs "Politik und Wirtschaft", 2004-2011 Präsident des GIGA German Institute of Global and Area Studies in Hamburg. Er forscht gegenwärtig zu den Themen Wirtschaftsentwicklung in Afrika, global value chains und global power shifts.

Veranstaltungsort
München, Atelier Kino, Sonnenstraße 12


Kosten
9,50 € / 7,50 € erm.


Partner

DOK.fest München und Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Film und Filmgespräch



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25.04.2018 - 19:30

Die Rolle(n) der Frau im Islam

Streifzüge durch Iran, Mali und Pakistan


Was prägt, jenseits von Medienklischees, die Stellung der Muslimin im 21. Jahrhundert? Geschlecht, Religion und Kultur verbinden sich in jedem Land anders, sagt die Buch-Autorin Charlotte Wiedemann

 
Nach der inhaltlichen Einführung von Silvia Bauer (Bild links) hatte Charlotte Wiedemann durch eine Bilderschau über ihre Erfahrungen in drei (muslimisch geprägte) Ländern berichtet, deren soziale Realität unterschiedlicher kaum sein könnte. Iranerinnen, Malierinnen und Pakistani verbindet allerdings eines: Überall kämpfen Frauen um Gleichstellung, oft mit mehr Erfolg, als wir denken.

Die in der Präsentation porträtierten Frauen waren in unterschiedlichen Bereichen tätig: unter anderem auch beim Militär und in der Politik. Anfänglich wurde über die Situation der Frauen in Mali erzählt, wo das Thema der Genitalverstümmelung sehr relevant ist. Frau Wiedemann hat die Situation in einen internationalen Kontext gesetzt. Sie stellte fest: würde Saudi Arabien eine Kampagne gegen die nicht im Koran vorgeschriebene Genitalverstümmelung starten, so hätte das auch Auswirkungen auf Mali.

Die Situation in Pakistan ist sehr spannend: Frauen müssen zwar in vielen Regionen eine Burka tragen, sind aber politisch relativ stark repräsentiert. Nicht nur ist die ehemalige Premierministerin Benazir Bhutto noch sehr stark in der Erinnerung der Bürger*innen präsent, sondern es wurde 2001 eine Quote eingeführt, wonach 33% der Gemeinderät*innen Frauen sein müssen. Auch zum Thema Bildung ist die Lage in Pakistan beachtenswert: zwar können mehr als die Hälfte der Pakistanerinnen nicht lesen und schreiben, aber die Hälfte der Studierenden sind Frauen. Fazit: wenn Frauen die Möglichkeit haben, ihre Situation zu verbessern, tun sie das.

Im Iran ist die Situation noch progressiver. Athletinnen spielen beispielsweise eine wichtige Rolle auch im internationalen Vergleich. So hat exemplarisch die Rugby Frauen-Nationalmannschaft letztes Jahr gegen Deutschland gewonnen. Vor der Revolution war natürlich die Situation besser, es gab bereits die ersten Richterinnen, die aber nach der Revolution nicht mehr arbeiten durften, weil „der Islam keine Richterin vorsieht“. Die Geburtenrate ist geringer als in Frankreich und mehr Frauen als Männer studieren (es betrifft natürlich nur die Eliten, aber immerhin sind 60% der Studierenden Frauen).
Das Land ist also voller Widersprüche: Angeblich gibt es mehr Ingenieurinnen im Iran als in den USA, aber die Arbeitslosenquote unter ihnen ist sehr hoch. Die Situation der Frauen im Iran ist auch abhängig vom Wohnort: auf dem Land ist das Durchschnittsalter, in dem man heiratet, 24 Jahre, während es in Teheran 31 ist (vor allem aus Mangel an Geld und Wohnraum).
Heutzutage gibt es in Iran eine Menge frauenfeindlicher Gesetzte, trotzdem haben die Frauen Rollen und Orte für sich geschaffen. Ein Bild zeigte zum Beispiel eine Zeitungsredaktion, in der die für Atomdiplomatie zuständige Person eine Frau ist; wenn Frauen also in einer Redaktion arbeiten, übernehmen sie wichtigere Rollen auch im Vergleich zu Deutschland. Im politischen Bereich dürfen Frauen seit kurzem auftreten und waren sehr erfolgreich auch weil die männlichen Gegenkandidaten nicht gegen eine Frau verlieren wollten und deshalb ihre Kandidatur zurückgezogen haben.

Fazit der gesamten Diskussion war, dass hauptsächlich die sozialen Verhältnisse (Bildung vs. Analphabetismus, Reichtum vs. Armut, Stadt vs. Land) und die regionalen Prägungen des Islams die unterschiedlichen Positionen der Frau in der Gesellschaft beeinflussen. Man darf also nicht die Situation der Frauen in islamisch-geprägte Staaten pauschal vergleichen, weil an manchen Stellen die Situation ähnlich ist wie im „Westen“ oder sogar besser. Ein letzter Punkt war dafür sehr beeindruckend: Deutschland und Pakistan haben aktuell einen ähnlichen Prozentsatz an Frauen im Parlament.

ReferentInnen

Charlotte Wiedemann
Journalistin und Autorin mit dem Schwerpunkt Islamische Lebenswelten. Über Iran schrieb sie u.a. für die Zeit, Geo, NZZ und Le Monde Diplomatique

Moderation: Silvia Bauer, Kulturwissenschaftlerin, Leiterin von CINEMA IRAN, München

Veranstaltungsort
München, Lost Weekend, Schellingstr. 3


Kosten
5,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München


Art der Veranstaltung
Vortrag



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