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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungen und Dokumente

15.06.2018 - 19:00

1968 und heute: Der „lange Marsch“ ist noch nicht zu Ende!?

 

Die Jahre 1965 bis 1968: Aufstand gegen die Nazi-Generation, die in den Amtsstuben, den Schulen, Gerichtssälen und nicht zuletzt in den Universitäten immer noch den Ton angab. Protest gegen die Notstandsgesetze und gegen den Krieg der USA in Vietnam. Und nicht zuletzt: Aufbegehren der Frauen gegen Männer-Dominanz in allen Lebensbereichen. 
Aus Anlass des 50-jährigen „68er-Jubiläums“ blicken wir zurück und schauen nach vorn: Hannes Heer, Historiker, Publizist und Ausstellungsmacher, war damals selbst einer der prominenten Aktivisten des SDS. In seinem Vortrag versucht er, die Geschichte des SDS und dessen Suche nach einer theoretischen Fundierung der Revolte zwischen Reform und Revolution zu rekonstruieren. In seinem Film „Mein 68: Ein verspäteter Brief an meinen Vater“ (WDR 1988) liefert er mit einer autobiographischen Skizze – im fiktiven Dialog mit dem Vater und am Beispiel der SDS-Gruppe an der Bonner Universität – ein Bild des Besonderen und Privaten im Allgemeinen. 
Vor dem Hintergrund der Thesen von Vortrag und Film gehen wir mit Dr. Elisabeth Zellmer, Autorin des Buches "Töchter der Revolte? Frauenbewegung und Feminismus der 1970er Jahre in München" den Fragen nach:

  • Was ist geblieben von der revolutionären Begeisterung?
  • Welche gesellschaftlichen und politischen Veränderungen sind dadurch tatsächlich angestoßen worden? 
  • Was ist aus der autoritären Ordinarien-Universität geworden, die auf die Forderungen einer neuen Studierenden-Generation nach Teilhabe an Entscheidungen und Öffnung für gesellschaftlich-politische Diskurse mit Repression antwortete?

Und wir betrachten die 68er-Revolte auch und gerade aus Sicht der Frauen:

  • Was hat 1968 für die jungen Frauen gebracht?
  • Welche Rolle haben sie gespielt?
  • Und vor allem: Wie ist ihre Situation heute - speziell an den Universitäten?

Mit anderen Worten: Was hat der „lange Marsch durch die Institutionen“, den Rudi Dutschke gefordert hatte, wirklich erreicht?

ReferentInnen

Hannes Heer
Historiker, Regisseur und Publizist, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und Leiter des Ausstellungsprojektes „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“. Die im Rahmen des von ihm geleiteten Ausstellungsprojekts „Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der ‚Juden‘ und ‚politisch Untragbaren‘ aus den deutschen Theatern 1933 bis 1945“ entstandene  Open-Air-Fallstudie  „Die Bayreuther Festspiele und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945“ steht als Dauerausstellung auf dem Bayreuther Festspielhügel.

Dr. phil. Elisabeth Zellmer
Historikerin und Politologin, Referentin für Promotion, Forschung und Internationalisierung am Munich Center of Technology for Society an der Technischen Universität München.

Veranstaltungsort
München, Internationaler PresseClub München, Marienplatz 22


Kosten
Eintritt frei


Art der Veranstaltung
Vortrag, Filmvorführung und Diskussion



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17.04.2018 - 20:00 bis 00:00

»Ich mache das alles, weil ich es mir ausgesucht habe« – Frauen im...

Vortrag im Rahmen der Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

In ihrem Vortrag über Frauen im italienischen Widerstand vermittelte die Historikerin Nadja Bennewitz ein lebendiges Bild von Frauen, die als Stafetten Nachrichten und Munition transportierten, die mit der Waffe kämpften, die Frauenverteidigungsgruppen gründeten und Streiks organisierten. Weiterhin zeigte Bennewitz zeigte auf, dass die Resistenza ohne unterstützende Aufgaben wie die Versorgung von Verwundeten und die Beherbergung von Kämpfenden nicht möglich gewesen wäre. Der Widerstand italienischer Frauen gegen Faschismus und deutsche Besatzung von 1943-45 war also nicht weniger konsequent als der von Männern. Dass ihr Geschlecht jedoch immer eine Rolle spielte, erfuhren sie von den deutschen Besatzern und spätestens bei der Befreiung auch von ihren eigenen Genossen: Bei den Umzügen durch die Städte nach ihrer Befreiung im April 1945 durften Frauen nicht in den Partisanenformationen mitlaufen. Ihrer Bedeutung sind sich die Partisaninnen dennoch bis heute bewusst: »Die Arbeit der Frauen war das Rückgrat der resistenza«, so Annita Malavasi, Kampfname »Laila« bei einem Interview.

ReferentInnen

Nadja Bennewitz
Historikerin M.A.

Veranstaltungsort
Erlangen, Volkshochschule – vhs club INTERNATIONAL, Friedrichstr. 17 (Innenhof)


Kosten
Eintritt frei


Partner

Kulturförderung der Stadt Erlangen | Rosa Luxemburg Stiftung e.V. | Stadt Bibliothek Erlangen | Volkshochschule Erlangen | Bismarckstraßenfest | Stadtratsfraktion Grüne/Grünen Liste


Art der Veranstaltung
Vortrag



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13.04.2018 - 20:00 bis 00:00

Die Resistenza und das Massaker von Cumiana

Vortrag im Rahmen der Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

Die Veranstaltung mit dem Buchautor Marco Comello wurde mit einem historischen Überblick zur Resistenza und der damaligen Situation in Italien von Heike Herzog vom Verein zur Förderung alternativer Medien e.V. eingeleitet. Sie übernahm auch die anschließende Übersetzung und Moderation des Vortrags von Comello.

Ausgehend von seinem Buch "Covo di banditi" schilderte der Historiker aus Cumiana eines der größten Massaker während der deutschen Besetzung Italiens: 51 Zivilisten werden in Cumiana als Vergeltung für eine Partisanenoperation erschossen.

Im Herbst 1999 erhob die Turiner Militärstaatsanwaltschaft in dieser Sache Anklage gegen Anton Renninger aus Erlangen, der mit einer italienischen SS-Einheit unter deutschem Kommando in Cumiana war und den Befehl zu den Erschießungen erteilt hatte. Anton Renninger starb im April 2000, bevor der Prozess beendet werden konnte. Besuche und Recherchen des Erlanger Bündnis für Frieden und des Vereins zur Förderung alternativer Medien in Cumiana im Jahr 2000 waren der Ursprung für eine Städtefreundschaft zwischen Cumiana und Erlangen.

Der gut besuchten Veranstaltung, bei der auch mehrere Erlanger Stadträt*innen Erlangens anwesend waren, folgte eine rege Diskussion.

ReferentInnen

Marco Comello
Historiker aus Cumiana

Veranstaltungsort
Erlangen, Stadtbibliothek, Marktplatz 1


Kosten
Eintritt frei


Partner

Kulturförderung der Stadt Erlangen | Rosa Luxemburg Stiftung e.V. | Stadt Bibliothek Erlangen | Volkshochschule Erlangen | Bismarckstraßenfest | Stadtratsfraktion Grüne/Grünen Liste


Art der Veranstaltung
Vortrag



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26.03.2018 - 17:00 bis 20.04.2018 - 17:00

Eröffnung der Ausstellung »banditi e ribelli«

 

Die fotodokumentarische Ausstellung ›Banditi e ribelli‹ erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Infos: www.banditi.org

Die Eröffnung der Ausstellung wurde von Heike Herzog (Verein zur Förderung alternativer Medien) eingeführt und moderiert. Nach einem Grußwort von Susanne Lender-Cassens (Bürgermeisterin der Stadt Erlangen) berichtete Steffen Kreuseler (ISTORECO Reggio Emilia) in einem Vortrag über die Entstehung und Zielrichtung der Ausstellung. In der anschließenden Ausstellungsführung bot er dem interessierten Publikum auch die Möglichkeit zu Nachfragen und zur Vertiefung des Themas.

Des weiteren fanden im Laufe der Ausstellungsdauer mehrere weitere gut besuchte Führungen mit der Historikerin Nadja Bennewitz statt.

Veranstaltungsort
Erlangen, Ratshausfoyer, Rathausplatz 1


Kosten
Eintritt frei


Partner

Kulturförderung der Stadt Erlangen | Rosa Luxemburg Stiftung e.V. | Stadt Bibliothek Erlangen | Volkshochschule Erlangen | Bismarckstraßenfest | Stadtratsfraktion Grüne/Grünen Liste


Art der Veranstaltung
Ausstellung



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21.03.2018 - 20:00 bis 00:00

CasaPound Italia

Vortrag im Rahmen der Wanderausstellung »Banditi e ribelli«

CasaPound nennt sich eine im Jahr 2003 entstandene faschistische Bewegung in Italien. Seit 2013 tritt sie auch zu Wahlen an und hat seitdem gut ein dutzend Kommunalsitze erringen können. Zuletzt konnte sie im November 2017 im römischen Stadtteil Ostia 9 % der Stimmen auf sich vereinen. Für das Frühjahr 2018 visiert die Bewegungspartei, die sich in der Tradition der „revolutionären Jahre“ des italienischen Faschismus von 1919 – 1923 sieht, den Einzug in das italienische Parlament an. 

Heiko Koch referierte detailreich und sehr umfassend über diese faschistische Bewegung in Italien. Obwohl Casa Pound mittlerweile in mehreren Stadträten vertreten ist, ist diese Bewegungspartei hierzulande noch recht unbekannt. Heiko Koch, Autor des Buches „Casa Pound Italia. Mussolinis Erben“ zeigte auf, in welcher faschistischen Tradition die Partei steht und wie CasaPound europaweit rechten Bewegungen als Vorbild dient.

 

 

ReferentInnen

Heiko Koch
Autor des Buches »CasaPound Italia. Mussolinis Erben«

Veranstaltungsort
Erlangen, Selbstverwaltetes Zentrum im Wiesengrund, Wöhrmühle 7


Kosten
Eintritt frei


Partner

Kulturförderung der Stadt Erlangen | Rosa Luxemburg Stiftung e.V. | Stadt Bibliothek Erlangen | Volkshochschule Erlangen | Bismarckstraßenfest | Stadtratsfraktion Grüne/Grünen Liste


Art der Veranstaltung
Vortrag mit Diskussion



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08.02.2018 - 20:00 bis 22:00

Anti-Feminismus in der „Neuen Rechten“

Veranstaltungsreihe: Sie wollen wieder schießen dürfen – Autoritäre Zuspitzung und das Erstarken der „Neuen Rechten“

Die Rechtsaußen-Parteien Europas werden erstaunlich oft von Frauen geführt. Das hat Gründe – und ist trotzdem paradox. Viele Führungsfrauen zum Beispiel der AfD sind dabei weit mehr als plakative Aushängeschilder zur Verhinderung einer fortschrittlichen Einwanderungs- und Integrationspolitik. Ganz offensiv arbeiten die rechten »Frontfrauen« auch daran, politische und gesellschaftliche Errungenschaften der Frauen- und Queerbewegung zurück zu drehen. Sie verurteilen staatliche Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter, polemisieren gegen Feminismus, gegen geschlechtersensible Pädagogik und Sexualerziehung – und nicht zuletzt gegen die mühsam erkämpften Rechte von Frauen und LGBTI* auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung. Die inneren Auseinandersetzungen der AfD sind auch zu dem Themenfeld noch nicht beendet. Die Aktivitäten anderen Akteure des sich zunehmend besser organisierenden Antifeminismus zeigen jedoch, dass die Gesellschaft dringend neue feministische und antifaschistische Antworten braucht.

Ziel der Vortragsreihe soll sein sich kritisch mit den Gründen für das Erstarken neu-rechter und autoritärer Strömungen europaweit zu beschäftigen. Mit der zunehmenden Präsenz neu-rechter und fundamentalistisch-christlicher Strömungen in der Öffentlichkeit, wie der „Identitären Bewegung“ oder dem „Marsch für das Leben“, aber auch dem Einzug der AfD in den Bundestag, zeigt sich eine neue Akzeptanz rassistischer und sexistischer Positionen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund möchten wir uns im Rahmen dieser Vortragsreihe mit den gesellschaftlichen Hintergründen dieser Entwicklungen auseinandersetzen und emanzipatorische Perspektiven Entwickeln.

ReferentInnen

Eike Sanders
Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz e.V.)

Veranstaltungsort
Passau (Ort wird nach Anmeldung mitgeteilt)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

LUKS - Liste der unabhängigen kritischen Student*innen an der Uni Passau


Art der Veranstaltung
Vortrag



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22.01.2018 - 20:00 bis 23.01.2018 - 22:00

Ideologie und Kulturbegriff der „Neuen Rechten“

Veranstaltungsreihe: Sie wollen wieder schießen dürfen – Autoritäre Zuspitzung und das Erstarken der „Neuen Rechten“

Europa verteidigen! Aber was eigentlich? Die „Identitären“ und ihr Begriff von „Kultur“  Europa verteidigen! Das heißt natürlich für die Reaktionären von der selbsternannten „Identitären Bewegung“ vorerst einmal Kultur verteidigen. Doch was ist diese Kultur eigentlich, die die „Identitären“ in jedem ihrer Texte oder Vlogs eigentlich bemühen? Almabtriebe, Kaffeehäuser und Perchtenläufe? Oder doch eher was ganz anderes? Der Vortrag widmet sich ausgehend von den meist zitierten ideologischen Bezugsgrößen der „Identitären“ einer Ideengeschichte ihres Kulturbegriffs. Dabei wird der Vortrag, ausgehend von den frühen Werken Oswald Spenglers und anderen Vertretern der sogenannten „Konservativen Revolution“, über die Schriften Armin Mohlers, bis zu den aktuellen Werken von Götz Kubitschek und Marc Jongens, aufzuzeigen, wie die „Identitären“ sich einen zutiefst rassistisch aufgeladenen Begriff von „Kultur“ zu eigen gemacht haben und diesen in einer Art der semantischen Verschiebung dazu nutzen, um ihre Ideologie zu verschleiern.

Ziel der Vortragsreihe soll sein sich kritisch mit den Gründen für das Erstarken neu-rechter und autoritärer Strömungen europaweit zu beschäftigen. Mit der zunehmenden Präsenz neu-rechter und fundamentalistisch-christlicher Strömungen in der Öffentlichkeit, wie der „Identitären Bewegung“ oder dem „Marsch für das Leben“, aber auch dem Einzug der AfD in den Bundestag, zeigt sich eine neue Akzeptanz rassistischer und sexistischer Positionen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund möchten wir uns im Rahmen dieser Vortragsreihe mit den gesellschaftlichen Hintergründen dieser Entwicklungen auseinandersetzen und emanzipatorische Perspektiven Entwickeln.

TERMINÄNDERUNG! Aus gesundheitlichen Gründen musste der Referent uns leider kurzfristig für den 23.1. absagen. Den Vortrag wurde deshalb auf MONTAG den 22.01. um 20 Uhr vorverlegt.

ReferentInnen

N.N.

Veranstaltungsort
Passau (Ort wird nach Anmeldung mitgeteilt)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

LUKS - Liste der unabhängigen kritischen Student*innen an der Uni Passau


Art der Veranstaltung
Vortrag



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11.01.2018 - 18:00 bis 22:00

Workshop: Erziehung nach Auschwitz

Veranstaltungsreihe: Sie wollen wieder schießen dürfen – Autoritäre Zuspitzung und das Erstarken der „Neuen Rechten“

„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung.“ Mit diesem Satz leitet Theodor W. Adorno sein Interview zu dem Thema „Erziehung nach Auschwitz“ ein und erläutert, was das für Bildung und Gesellschaft bedeutet. Wir wollen uns mit diesem Text beschäftigen, um grundlegende gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen. Worin besteht die Möglichkeit der Wiederholung fort? Kann eine Gesellschaft so eingerichtet sein, dass Auschwitz nie wieder sei?

Ziel der Vortragsreihe soll sein sich kritisch mit den Gründen für das Erstarken neu-rechter und autoritärer Strömungen europaweit zu beschäftigen. Mit der zunehmenden Präsenz neu-rechter und fundamentalistisch-christlicher Strömungen in der Öffentlichkeit, wie der „Identitären Bewegung“ oder dem „Marsch für das Leben“, aber auch dem Einzug der AfD in den Bundestag, zeigt sich eine neue Akzeptanz rassistischer und sexistischer Positionen in der Gesellschaft. Aus diesem Grund möchten wir uns im Rahmen dieser Vortragsreihe mit den gesellschaftlichen Hintergründen dieser Entwicklungen auseinandersetzen und emanzipatorische Perspektiven Entwickeln.

ReferentInnen

Mandy Gratz

Veranstaltungsort
Passau (Ort wird nach Anmeldung mitgeteilt)


Kosten
Eintritt frei!


Partner

LUKS - Liste der unabhängigen kritischen Student*innen an der Uni Passau


Art der Veranstaltung
Workshop



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04.12.2017 bis 09.12.2017

Grenzgaenge: Mut zu Widerstand und Vielfalt

 

Das Grenzgaenge Filmfest zeigte elf Filmprojekte, deren gemeinsamer Kristallisationspunkt es ist, Grenzen in ihren verschiedenen Bedeutungen und Dimensionen nachzuspüren. Die Filme zeichneten Bilder und Perspektiven aus unterschiedlichen Teilen der Welt. Sie zeigten Menschen, die in kleinen Alltäglichkeiten oder in global gedachten Maßstäben Mut beweisen, Vielfalt verteidigen oder Widerstand leisten. Die Filmgespräche und Veranstaltungen erzählten Geschichten von Menschen, die auf der Suche sind und dabei Möglichkeiten finden, mit Hürden umzugehen und Grenzen zu überwinden. Sie hielten Eindrücke fest, die Impuls sein können zu Reflexion und aktivem Handeln. 

Ziel aller Filme war es, die Potentiale und die Bereicherung von Diversität zu erkennen. So sollten Gemeinsamkeiten zu einem Mitglied einer bislang diskriminierten Gruppe erkennbar und Handlungsansätze für bestehende Problematiken gefunden werden.

Bei vier der Filmvorführungen waren außerdem externe Gäste eingeladen, die zu einer Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung standen. Bei der offiziellen Auftaktveranstaltung mit dem Film "Women Sense Tour" waren auch die beiden Regisseurinnen Sarah Zouak und Justine Devillaine anwesend. Sie waren ein halbes Jahr mit der Kamera durch sechs muslimisch geprägte Länder gereist, um dort feministische Muslima zu porträtieren. Auf dem Filmfest zeigten sie die erste Etappe, Marokko. In der Diskussionstand nicht nur der  Film selbst zur Debatte, sondern auch die Situation von Muslima in Frankreich und die Korrelation zwischen Feminismus und dem muslimischen Glauben.

Im Anschluss an den Film "Gayby Baby" konnte mit Vertreter*innen der Münchner Organisation LesMamas und von Pro Familia Passau über die Erfahrungen von Kindern gleichgeschlechtlicher Paare diskutiert werden. 

Zu dem georgischen Film "I didn’t cross the border, the border crossed me", der sich mit dem Grenzkonflikt zwischen Georgien und Südossetien befasste, war der Lehrstuhlinhaber für Internationale Politik, Prof. Dr. Bernhard Stahl der Universität Passau, als sachkundiger Gesprächspartner eingeladen. Er gab nicht nur grundlegende Informationen zum Grenzkonflikt, sondern trug auch dazu bei, die subjektive Wahrnehmung der in der Dokumentation dargestellten Protagonisten kontextuell einzubetten.

Im Anschluss an die Dokumentation "Seefeuer", die sich mit dem Zusammenleben von Geflüchteten und "Alteingesessenen" auf der Insel Lampedusa beschäftigt, war es ein Repräsentant der Organisation SeaWatch, der die Fragen des Publikums zur Seenotrettung und zur anschließenden Unterbringung von Geflüchteten beantwortete.

Vor der offiziellen Eröffnung des Filmfests fand bereits eine Filmvorführung der Dokumentation "Tomorrow" statt, die vor allem an Schulklassen gerichtet war. Die Kooperation mit einer Schulklasse und einer Schülervertretung sah in einem ersten Schritt das gemeinsame Schauen der Dokumentation vor, die sich in fünf Kapiteln mit globalen Problemen beschäftigt und lokale Lösungsansätze und Projekte vorstellt. In einem zweiten Schritt fanden in der Woche nach dem Filmfest zweistündige Workshops mit den einzelnen Schulklassen statt, in denen sich die Schüler*innen vertieft mit den einzelnen Kapiteln des Films beschäftigten.

Zum Abschluss der Filmfest-Woche wurde erstmals ein "Public Living Room" im Cafe Museum durchgeführt. In insgesamt zwei Durchläufen wurde hierbei die Kurzfilmreihe "Out of Place" gezeigt, ein deutsch-israelisches Filmprojekt mit vielfältigen Themen wie Religion, Behinderung oder Migration. Das Konzept des Public Living Room ermöglichte es den Anwesenden, in entspannter Atmosphäre die gezeigten Filme zu diskutieren.

Empfohlene Weblinks

filmfestgrenzgaenge.wordpress.com

Veranstaltungsort
Passau


Partner

AStA/SprecherInnenrat der Universität Passau


Art der Veranstaltung
Filmfest



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13.10.2017 bis 14.10.2017

Die Verrohung der Republik

Politischer Diskurs im Wandel

Der Ton wird rauer. Sicherlich gab es in der bundesrepublikanischen Geschichte öfters Phasen, in denen politische Auseinandersetzungen mit harten Bandagen und heftiger Wortwahl geführt wurden. Doch Hasstiraden, Verunglimpfung und Gewaltandrohung, befeuert durch gezielte Falschmeldungen und Gerüchte gegen das sogenannte „Establishment“, haben ein Ausmaß erreicht, das zu einer zunehmenden Verrohung des politischen Diskurses führt. Mit dieser, die politische Kultur im Lande beschädigenden Entwicklung beschäftigte sich unsere Tagung, die in Zusammenarbeit mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing stattfand.

Als eine politische Strömung, die sich durch die Gegnerschaft zu Individualismus, Internationalismus und Multikulturalismus auszeichnet, charakterisierte Simon Tobias Franzmann, Politikwissenschaftler an der Universität Düsseldorf, das Phänomen „Populismus“. Im Zentrum populistischer Argumentation steht ein angeblicher Gegensatz zwischen dem „homogenen, tugendhaften Volk“ und der „korrupten Elite“. Populismus ist deshalb tendenziell antipluralistisch, das Politikverständnis das eines Freund-Feind-Bildes. Hinzu kommt eine ausgeprägte „Anti-Establishment“-Haltung. Für die rechtspopulistische Variante nannte Franzmann folgende wesentlichen Merkmale: Nativismus; kulturell geprägte Ungleichheitspostulate („wahrer Volkskern“); in der neurechten Ideologie vor allem ein „Recht auf kulturelle Distanz“, in der Identität durch nationalstaatliche Souveränität gewährleistet wird sowie der Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen aus dem „Volk“. Rechtspopulismus an der Regierung führe – so Franzmann – notwendig zu autoritären Systemen, denn jegliche innere Opposition werde als illegitim denunziert. Konkret auf die Bundesrepublik bezogen bezeichnete Franzmann die AfD als die Partei, in der Modernisierungsgegner (nicht gleichzusetzen mit Modernisierungsverlierer!) einen Großteil der Wählerschaft stellen. Ihre Wähler sind gekennzeichnet durch eine Dominanz ausländerfeindlicher Motive, einen hohen Männer-Anteil, wenige Jungwähler (unter 5 Prozent). 28 Prozent der AfD-Wählerschaft haben – so Franzmann – ein „geschlossen rechtsextremes Weltbild“. Entgegen oft zu vernehmender Meinungsäußerungen handelt es sich also nicht nur um Protestwähler.

Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht untersuchte Olaf Jandura (Universität Düsseldorf) die Verrohung des politischen Diskurses. Seiner Ansicht nach nahm dieser Prozess mit den PEGIDA-Demonstrationen in Dresden ab Oktober 2014 (also lang vor der Zunahme der Flüchtlingsbewegung) Fahrt auf. Die Weigerung der Demonstranten, sich auf Diskussionen einzulassen, bewertete er als Abkehr vom „deliberativen Paradigma“ demokratischer Gesellschaften (Konsens/Dissens, zivilgesellschaftliche Verständigungsprozesse, Überzeugungskraft von Argumenten etc.). Die Qualitätskriterien öffentlicher Kommunikation wie gegenseitiger Respekt und Zivilisiertheit des Umgangs sind dabei unter die Räder gekommen. Jandura betonte, dass polemische Zuspitzung und Kritik, Emotionalisierung und Moralisierung in politischen Diskussionen allein noch keine Gefahr für die Demokratie darstellen. Er bezeichnete dies als „zivile Verrohung der Sprache“. Eine solche Gefahr besteht allerdings dann, wenn der politische Streit verweigert wird, wenn Diskussionen abgebrochen und Gegenpositionen kriminalisiert werden. Wo dem „Gegner“ von vornherein „böse Absichten“ unterstellt werden, herrscht eine Logik der Denunziation („inzivile Verrohung der Sprache“). Social Media fördern gemäß ihrer Funktionslogik die Entstehung von „Echokammern“ und „Filterblasen“, in denen immer nur „Gleichgesinnte“ miteinander kommunizieren, statt zum politischen Diskurs in einer politischen Öffentlichkeit beizutragen.

Karolin Schwarz vom Fact Checking Team des Recherche-Portals CORRECTIV wies in ihrer Analyse der Bedeutung von „Fake News“ für den gegenwärtigen politischen Diskurs zunächst darauf hin, dass ein Hoax, (v.a. im Internet verbreitete Falschmeldung) kein neues Phänomen ist. Dennoch gibt es in letzter Zeit eine deutliche Zunahme und politische Instrumentalisierung solcher Falschmeldungen. Allein auf der Website hoaxmap.org sind mittlerweile fast 500 gesammelt, die sich ausschließlich auf angebliche „Vorfälle“ mit Flüchtlingen und Migrantinnen und Migranten beziehen und alle widerlegt sind. Im vergangenen Bundestagswahlkampf, der vom CORRECTIV-Team sehr intensiv verfolgt und analysiert wurde, waren zwar keine richtig „großen“ Falschmeldungen zu verzeichnen, aber doch etliche Fake-Geschichten und Fake-Dokumente. Dazu zählen gefälschte Aussagen von Politikerinnen und Politikern sowie Fotos oder Videos mit falschen Erläuterungen. Derartige Fake News „funktionieren“ – so Schwarz –, weil sie der eigenen Weltsicht entsprechen und auf bestehenden Ressentiments aufbauen. Wer selbst aktiv Nachrichten auf einen möglichen "Fake-Gehalt" untersuchen möchte, kann dabei als Hilfsmittel auf die Google-Rückwärtssuche (für Bilder) oder den Amnesty Dataviewer zurückgreifen.

Handelt es sich um einen Aufstand der „Frustrierten“? Diese Frage stellte die Sozialpsychologin Beate Küpper (Hochschule Niederrhein) in den Mittelpunkt ihrer Analyse, die sie vor dem Hintergrund der Ergebnisse der „Mitte-Studien“ sowie von Langzeit-Untersuchungen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit durchführte. Demzufolge positioniert sich zwar die große Mehrheit der Bevölkerung als „demokratisch“, zeigt aber in Einzelfragen Meinungen, die auch anschlussfähig sind für Rechtspopulismus und neurechte Ideologien. So kommt es zum „Einsickern“ dieser Ideologien und ihrer Sprache in den politischen Diskurs. Über 2000 Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte sowie massive Drohungen gegen politisch Engagierte, die nicht ihre Auffassung teilen, zeigen, dass sich „Rechtsextreme im Kampfmodus“ befinden. In dieser Situation empfiehlt Küpper Gegenrede und deutliches Auftreten gegen rechts: es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass alle einer (rechtspopulistischen) Meinung seien. Menschenfeindliche Einstellungen dürften nicht noch verstärkt werden. Als Kennzeichen der rechtspopulistischen Ideologie nannte sie: 1) die Entgegenstellung von „die da oben“ und „wir da unten“, 2) den Mythos von der Homogenität des „Volkes“ („Wir“ gegen die „anderen“!), 3) den Anspruch, die „wahre Stimme“ des Volkes darzustellen,4) die Denunziation anderer Meinungen als illegitim („Lügenpresse“) und 5) das Narrativ des „betrogenen Volkes“. Tatsächliche Ungleichheit wird als Ungleichwertigkeit interpretiert und führt dementsprechend zur Abwertung ganzer Gruppen. Vorurteile vermitteln vermeintliches Wissen und Erklärungsmuster, erhöhen den Selbstwert, schaffen Anerkennung durch andere und legitimieren soziale Hierarchien, Privilegierung und Diskriminierung. Die Ergebnisse der Mitte-Studie belegen dies auch empirisch. Die AfD bündelt die vorhandenen rechtpopulistischen Einstellungen und verknüpft sie geschickt mit dem Narrativ vom „bedrohten kleinen Mann“ und dem „bedrohten Volk“. Sie bietet so die Legitimation für vielfältige Abwertungen, unangebrachte Wut und die Verteidigung eigener Vormachtstellung.

Die Ursachen für diese Einstellungen sieht Beate Küpper nicht so sehr in den tatsächlichen ökonomischen Bedingungen, sondern eher in der Art und Weise, wie diese Bedingungen (zum Beispiel die tatsächlichen Ressourcenkonflikte und die Frage der sozialen Identität) interpretiert und gedeutet werden: Wesentlich ist die Empfindung von Angst: vor dem/den Fremden, vor Veränderung, vor sozialem Abstieg, vor dem Verlust von Privilegien.

Von links nach rechts: Fritz Schäffer, Manfred Schwarzmeier (Tagungsleitung), Nora Fritzsche, Gerd Rudel (Tagungsleitung) und Christian Boeser-Schnebel

Mögliche Gegenstrategien und Handlungsansätze aus verschiedenen Perspektiven bestimmten die Schlussrunde. Fritz Schäffer vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) widmete sich dabei den Schulen und plädierte auf Basis des Manifests seines Verbandes mit dem Titel „Haltung zählt“ dafür, der dringend notwendigen Demokratiepädagogik größeren Stellenwert einzuräumen. Demokratiepädagogik hat dabei nicht die Aufgabe, dass bestimmte politische Positionen als „richtige“ dargestellt werden, sondern soll vielmehr eine politische Haltung vermitteln, in der unterschiedliche Meinungen einen Platz finden. Das bedeutet: Anerkennung von Pluralismus und Heterogenität einer Gesellschaft. Damit dies aber wirklich funktionieren kann, müsste die Schule selbst, so Schäffer, eine demokratische Institution werden, in der Demokratie gelebt werde und erlebt werden könne. Dies müsse auf allen Ebenen geschehen: in der Schulorganisation und -verwaltung (z.B.: durch Schulparlamente mit echten Kompetenzen), aber auch im Unterricht selbst (z.B. durch respektvollen Umgang miteinander und durch gemeinsames Festlegen der angewandten Lern-Methoden). Auch die Lehrerfortbildung müsse dazu beitragen, die demokratischen Elemente zu stärken.

Nora Fritzsche (Köln) gab einen umfassenden Überblick über die Möglichkeiten, mit „Hate Speech“ im Internet umzugehen. Immerhin zwei Drittel der jüngeren Internet-User/innen hat schon einmal solche Hasskommentare oder Cyber-Mobbing selbst erfahren müssen. Sie mahnte nachdrücklich, dieses relativ neue Phänomen ernst zu nehmen: „Digitaler Hass ist realer Hass.“ Es seien konkrete Gegenstrategien notwendig, um mit solchen Belästigungen umzugehen. Die von ihr angeführten Websites, Broschüren und Projekte gaben vielfältige Anregungen, wie solche Hilfestellungen aussehen können. Auch Humor und Witz kann wirksam sein. Als inspirierende Vorbilder nannte Nora Fritzsche: hasshilft.deHate-Poetry oder das NoHate Speach Movement.

Christian Boeser-Schnebel, Projektleiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern und Mitautor eines Buches über Argumentationstraining (www.politikwagen.de), machte deutlich, dass es beim Umgang mit Populismus und Stammtischparolen nicht darum gehe „den anderen auszutricksen“. Vielmehr müsse es Ziel sein, eine Haltung zu etablieren, in der die Bereitschaft für einen offenen demokratischen Diskurs ein zentrales Element sei. Dazu ist es notwendig, die jeweiligen „Echokammern“ zu verlassen und einander zuzuhören sowie Offenheit für andere Sichtweisen zu entwickeln. Beispielsweise ist es besser nachzufragen statt gleich eine Gegenargumentation aufzubauen. Und ganz wichtig ist es, die eigene Haltung zu reflektieren und zumindest ein Stück weit in Frage zu stellen.

Manfred Schwarzmeier & Gerd Rudel

 

Links und Literaturhinweise:

Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): MONITORINGBERICHT 2015/16. Rechtsextreme und menschenverachtende Phänomene im Social Web. Berlin 2016 

Sebastian Bartoschek: Bekanntheit von und Zustimmung zu Verschwörungstheorien - eine empirische Grundlagenarbeit. Hannover 2015

Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler: Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Leipzig 2016

Oliver Decker, Alexander Yendell, Johannes Kiess, Elmar Brähler: Polarisiert und radikalisiert? Medienmisstrauen und die Folgen für die Demokratie. Frankfurt am Main 2017

Manifest „Haltung zählt“ des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Juni 2016

BLLV: Haltung zählt: Schule für die Demokratie. Positionspapier zur Demokratiepädagogik. Oktober 2017

Ingrid Brodnig: Hass im Netz. Was wir gegen Mobbing, Lügen und Hetze tun können. Brandstätter Verlag 2016

Christoph Brüggemeier: Das Aufklären von Fakes ist einfach. CORRECTIV, 21.9.2017 

Klaus Dörre: Die national-soziale Gefahr. Pegida, Neue Rechte und der Verteilungskonflikt – sechs Thesen. theoriekritik.ch, 3.7.2016

Simon Tobias Franzmann: Die Programmatik von ALFA in Abgrenzung zur AfD: Droht Deutschland eine Spirale des Populismus? Mitteilung des Institutes für Deutsches und Internationales Parteienrecht und Parteienforschung 22 (2016), S. 38-51

Olaf Jandura: Zwischen Integration und Diversifikation. Medien und gesellschaftlicher Zusammenhalt im digitalen Zeitalter. Wiesbaden 2017

Marco Dohle, Olaf Jandura, Gerhard Vowe: Politische Kommunikation in der Online‐Welt. Dimensionen des strukturellen Wandels politischer Kommunikation. Zeitschrift für Politik, 61 (4-2014), 414–436

Jutta Kramm: Den Fake News keine Chance. CORRECTIV, 25.9.2017

Michael Krake: Der Code der Neuen Rechten. In: ÜberMedien 11.12.2016 

Jan-Werner Müller: Schatten der Repräsentation: Der Aufstieg des Populismus. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 4/2016, S. 63-74

Wahrheit. Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. 13/2017 

Madlen Preuß, Frederik Tetzlaff, Andreas Zick: Hass im Arbeitsalltag Medienschaffender. „Publizieren wird zur Mutprobe“. Studie zur Wahrnehmung von und Erfahrungen mit Angriffen unter Journalist_innen. Berlin 2017 

Andreas Zick / Beate Küpper / Daniela Krause: Gespaltene Mitte – feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland. Bonn, November 2016

Burkhard Jungkamp / Marei John-Ohnesorg (Hrsg.): Politische Bildung in der Schule. Zeitgemäße Ansätze in Zeiten des Populismus. Berlin 2017

http://www.mimikama.at/
Mimikama ist eine internationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung von Internetmissbrauch und zentrale Anlaufstelle für Internetuser, die verdächtige Internetinhalte melden möchten. Mimikama selbst ist ein eingetragener Verein der sich „Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch“ nennt.

 

ReferentInnen

Dr. Christian Boeser-Schnebel
Universität Augsburg, Projektleiter des Netzwerks Politische Bildung Bayern

Dr. Simon Tobias Franzmann
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Nora Fritzsche, M.A.
Wissenschaftliche Referentin für Radikalisierungsprävention der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle NRW e.V., Köln

Prof. Dr. Olaf Jandura
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Prof. Dr. Beate Küpper
Hochschullehrerin für "Soziale Arbeit in Gruppen und Konfliktsituationen", Stellvertretende Leitung des Institutes SO.CON (Social Concepts - Institut für Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit) an der Hochschule Niederrhein, Fakultät Sozialwesen, Mercator Fellow 

Dr. Fritz Schäffer
Leiter der Abteilung Schulpolitik im BLLV

Karolin Schwarz
CORRECTIV - Fact Checking Team, Essen

Veranstaltungsort
Tutzing


Partner

Akademie für Politische Bildung Tutzing


Art der Veranstaltung
Tagung



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