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Ökologischer Landbau - Luxus oder (überlebens-) wichtig?

07.10.2013 - 19:30


Ökologische Landwirtschaft als Grundlage einer zukunftsfähigen Welternährung

Rudolf Buntzel ist Volkswirt mit agrarwissenschaftlichem Hintergrund und war u.a. viele Jahre in afrikanischen Ländern bei kirchlichen Entwicklungsdiensten tätig, zuletzt als Lehrbeauftragter in Uganda. ln den vergangenen Jahrzehnten konnte er viele Erfahrungen in der afrikanischen Landwirtschaft  sammeln. Sein kenntnisreicher Vortrag beschäftigte sich ausführlich mit den Entwicklungen der afrikanischen Kleinbauern einerseits und der industriellen Landwirtschaft in verschiedenen Ländern andererseits.

Dabei stellte er vor allem die These auf, dass die traditionelle kleinbäuerliche Landwirtschaft die Landwirtschaft vom Boden her denkt, während die Agrarindustrie die Landwirtschaft  von der Pflanze her denkt. Damit ist der Grundunterschied benannt: die einen erhalten den Boden, seine Nährstoffe und seine natürliche Lebenswelt, während die anderen den Boden unbeachtet lassen und die Pflanze mit allen Mitteln stärken, schützen und widerstandsfähig machen. Mit allen Begleiterscheinungen: Bodenerosion, Pestizide, Düngemitteleinsatz. Im Extremfall: gentechnische Veränderungen. Auch diese kommen in afrikanischen Ländern zum Einsatz.

Buntzel stellte den Unterschied auf anschauliche Weise dar: Fotos von industriell arbeitenden Betrieben und Fotos von Anbauflächen kleinbäuerlicher Landwirte unter besonderer Berücksichtigung tropischer Lebensverhältnisse.

Im Anschluss an den Vortrag gab es eine rege Diskussion mit vielen auch fachlich detaillierten Fragen zur landwirtschaftlichen Produktion und zu den schwierigen Lebensbedingungen, unter denen die Kleinbauern ihr Leben sichern müssen.

ReferentInnen

Dr. Rudolf Buntzel
Promovierter Volkswirt mit agrarökonomischem Hintergrund, hat zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Afrika geforscht, war 35 Jahre in wechselnden Funktionen bei kirchlichen Entwicklungsdiensten tätig, zuletzt als Beauftragter für Welternährungsfragen in der EKD. Er ist seit einigen Jahren als Lehrbeauftragter für landwirtschaftliche Entwicklungsfragen in Westafrika an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und demnächst in Uganda.

Veranstaltungsort
München


Partner

InitiativGruppe - Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.

FIAN München

Misereor

Nord Süd Forum

Arbeitskreis Panafrikanismus

Kulturreferat der Landeshauptstadt München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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