Ölförderung im Ölfeld Novo-Elkhovskoye, Russland. Urheber/in: IMAGO / ITAR-TASS. All rights reserved.

Podiumsdiskussion

Montag, 08. Dezember 2025 18.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

Russlands ungebrochene(?) fossile Macht

Die politischen und ökologischen Folgen des fortwährenden Exports fossiler Rohstoffe

Im Jahr 2023 exportierte Russland Öl, Gas und Kohle im Wert von über 250 Milliarden Euro – nur 8 Prozent weniger als vor der Verhängung der europäischen und internationalen Sanktionen gegen das Land. Drei Viertel davon gingen in die Hauptabnahmeländer China, Indien und die Türkei, doch auch in die EU wurden weiterhin bedeutende Mengen an Gas und Öl geliefert. 

Der ununterbrochene Export fossiler Rohstoffe aus Russland hat dramatische politische, ökonomische und ökologische Folgen: Ökonomisch erlaubt er dem Putin-Regime die Weiterführung des Aggressions- und Vernichtungskrieges gegen die Ukraine. Politisch untergräbt er die Glaubwürdigkeit und Wirkmächtigkeit europäischer Sanktionspolitik und lässt starke Zweifel an der Solidarität mit der Ukraine aufkommen. Und ökologisch richtet er verheerende Schäden an – in Russland selbst, in dessen Kriegswirtschaft alle ökologischen Grenzen des Raubbaus an der Natur zur Seite geräumt wurden, und global durch die damit verbundenen klimaschädlichen Emissionen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet mit einem Netzwerk kritischer Umwelt- und Energieexpert*innen aus Russland zusammen, die sich kontinuierlich mit dem Monitoring russischer Wirtschafts-, Klima- und Umweltpolitik befassen und dazu Analysen veröffentlichen. Gemeinsam mit ihnen und Expert*innen aus Deutschland wollen wir zwei Themen nachgehen: 

  • Wie ist es möglich, dass weiterhin große Mengen an fossilen Rohstoffen aus Russland in die EU gelangen? Welche Bedeutung hat der Export in die EU für die russische Kriegswirtschaft?
  • Wie wird der Rohstoffabbau auf der russischen Seite organisiert? Warum sind Daten über den Abbau und die mit ihm verbundenen Umweltfolgen zum «Kriegsgeheimnis» geworden? Welche Handlungsmöglichkeiten bleiben für die Zivilgesellschaft in und außerhalb Russlands – und in Europa?


Mit: 

  • Vladimir Milov, Vizepräsident der Free Russia Foundation, Ökonom und Energieexperte
  • Maria Shagina, International Institute for Strategic Studies, Expertin für Wirtschaftssanktionen und Strategie
  • Stefan Meister, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik, Leiter des Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien
  • Daria Manzhura, NRO Arctida, Leiter der Abteilung Medien und Kommunikation, Genderforscherin
  • Anton Lementuev, GreenThink-Tank, Umwelt- und Kohleexperte
  • Arnold Khachaturov, CEDAR, Soziologe und Leiter der Datenabteilung bei Novaya Gazeta Europe


Moderation: Martin Schön, Osteuropa-Experte und Klimaschutzmanager
 

Kontakt: 
Irina Ghulinyan-Gerz
Heinrich-Böll-Stiftung
Referat Ost- und Südosteuropa
E Irina.Ghulinyan-Gerz@BOELL.DE


Teilnahme vor Ort:

im Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Bitte melden Sie sich an. Die Anzahl der Plätze ist leider begrenzt. Sollte die Raumkapazität erschöpft sein, übertragen wir die Konferenz per Video in andere Räume. Wir weisen darauf hin, dass kein Anspruch auf einen Platz im Saal besteht.

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Auf dem Weg zur Barrierefreiheit
In der Heinrich-Böll-Stiftung bemühen wir uns um den stetigen Abbau von Barrieren. Ob bei uns im Haus, bei der Veröffentlichung von Publikationen, oder bei Online-Veranstaltungen. Alle Informationen hierzu finden sich gebündelt unter folgendem Link: https://www.boell.de/de/auf-dem-weg-zur-barrierefreiheit 
 

Zeitzone
MEZ
Adresse
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
Veranstalter*in
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Sprache
Deutsch
Russisch
Simultanübersetzung
Livestream
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