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Die Petra-Kelly-Stiftung bietet den Rahmen dafür, die Probleme der Gegenwart und der Zukunft ohne tagespolitische "Sachzwänge" zu diskutieren. Gerade weil sie nicht den Mühlen der Alltagspolitik und ständigem Kompromisszwang ausgesetzt ist, kann die Stiftung eine äußerst produktive Rolle in der Entwicklung neuer Problemlösungen spielen.
Die Petra-Kelly-Stiftung fühlt sich dabei einer Erkenntnis ihrer Namensgeberin besonders verpflichtet: Neue Ideen entstehen oft nicht in den Zentren, sondern am Rande der Gesellschaft. Es sind immer wieder Einzelne oder Gruppen, die gesellschaftliche Innovationen vorausdenken und zunächst diffusen Unzufriedenheiten oder Ideen ein Ziel, einen Begriff und eine Richtung geben.
Die Erfahrung zeigt: Solche Ideen können - einmal vorhanden - in Institutionen von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft hineingetragen werden. Nur selten aber werden sie in diesen Institutionen geboren. Sie entstehen meist in sozialen Bewegungen und Initiativen, im kulturellen oder wissenschaftlichen Bereich: überall dort, wo Menschen kreativ über die Herausforderungen unserer Zeit nachdenken. Solche Menschen und Gruppen sucht die Petra-Kelly-Stiftung für ihre Arbeit. Wir wollen ihnen ein Forum bieten und sie mit GesprächspartnerInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik oder Kultur zusammenbringen.
Grundgedanke und das Ziel der Petra-Kelly-Stiftung ist es, in Bayern einen Ort zu schaffen, an dem das Nachdenken über notwendige Veränderungen vorankommen kann. Ein Ort der Begegnung und der Debatte, eine Werkstätte für neue Ideen und Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur.
Was die Menschen, die in dieser Stiftung zusammenkommen, verbinden soll, ist das politische Erbe Petra Kellys: das Eintreten für mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit, für die volle rechtliche und praktische Gleichstellung von Frauen und Männern, für Toleranz, Integration und den Schutz von Minderheiten, für die weltweite Anerkennung der Menschenrechte, für Frieden und Abrüstung, für den Schutz unserer Umwelt und für die Verwirklichung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise.
Die Petra-Kelly-Stiftung will nicht nur in grundsätzlichen Fragen Impulse und Zeichen setzen, sondern auch in ganz konkreten Bereichen: in der Energie- und Verkehrspolitik, in der Wirtschaftspolitik, in der Landwirtschaft, der Schul- und Bildungspolitik, im kommunalen und kulturellen Bereich der Gesellschaft und in der Gestaltung der Demokratie. Demokratie verstehen wir dabei keineswegs als "Harmonieveranstaltung". Wir wollen eine streitbare Auseinandersetzung, um Ziele und Wege der gesellschaftlichen Entwicklung voranzubringen. Konkret erfüllt die Petra-Kelly-Stiftung ihre Aufgaben durch:
Neben eigenen Veranstaltungen und Seminaren führt die Petra-Kelly-Stiftung auch Kooperationsprojekte durch, die die Schwerpunkte der Stiftungsarbeit begleiten. Für ihre Arbeit erhält die Stiftung Fördermittel sowohl vom Bund als auch vom Freistaat Bayern. Da die Stiftung aber nicht ausschließlich auf Gelder aus dem Staatshaushalt setzen möchte, ist sie auch auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen. Wenn Sie die Arbeit der Petra-Kelly-Stiftung unterstützen möchten, können Sie Fördermitglied werden.
Wir freuen uns aber auch über Anregungen und Ideen für unsere bildungspolitische Arbeit.
"Radio Lora" (München) hat vor einigen Jahren ausführlich über die Arbeit der Petra-Kelly-Stiftung berichtet. Wir präsentieren Ihnen hier vier Ausschnitte aus der 40-minütigen Sendung, die auf Interviews mit unserer Geschäftsführerin Gesa Tiedemann und dem damaligen Vorstandsmitglied Silke Pesik basiert, als MP3-Dateien:
Weitere Informationen über Petra Kelly erhalten Sie vom Petra-Kelly-Archiv der Heinrich Böll Stiftung.