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29.04.2011
Mit dem "Gedenkbuch für die Toten des Konzentrationslagers Dachau" präsentiert die KZ-Gedenkstätte das Ergebnis eines umfangreichen Forschungsprojektes: Für das Gedenkbuch sind in jahrelanger Recherchearbeit die Namen und weitere biografische Daten der im Konzentrationslager Dachau Getöteten zusammengetragen worden. Von den weit über 40.000 Todesopfern können nun mehr als 33.000 Opfer aus nahezu vierzig Nationen namentlich genannt werden – weit mehr als aufgrund der ursprünglich bekannten Quellenlage zu erwarten war.
Das Gedenkbuch ist all jenen gewidmet, die die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau nicht mehr erleben konnten. Für die Nachkommen der Toten ist dies von großer Bedeutung, denn ihre Vorfahren erfahren mit dem Gedenkbuch eine angemessene Würdigung. Auch die überlebenden ehemaligen Mithäftlinge und die diplomatischen Vertreter der betroffenen Nationen schätzen den Stellenwert des Gedenkbuches hoch ein.
Mit ca. 200 Besuchern war die Veranstaltung ausgesprochen gut besucht. Unter den Besuchern befanden sich Angehörige von in Dachau Getöteten aus verschiedenen europäischen Ländern, Überlebende des Lagers Dachau und Vertreter der Überlebenden-Organisation (CID) aus verschiedenen Nationen sowie diplomatische Vertreter der betroffenen Nationen.
Bei der Präsentation des Gedenkbuchs wurden zwanzig Kurzbiografien verlesen, die stellvertretend für alle Opfer des Konzentrationslagers Dachau stehen sollten. Sie spiegelten die Vielzahl der Nationalitäten und beruflichen Hintergründe der Toten ebenso wieder wie die vielfältigen Verfolgungs- und Inhaftierungsgründe. Die Kurzbiografien wurden von Jugendlichen in der jeweiligen Muttersprache der Toten präsentiert, die deutsche Fassung der Kurzbiografie wurde jeweils an die Wand projiziert. Darüber hinaus waren den Besuchern der Veranstaltung vorab zusammen mit dem Programm die 20 Kurzbiografien jeweils in deutscher und ggf. einer weiteren Sprache ausgehändigt worden.
Anschließend hatten die Besucher Gelegenheit, die digitale Version des Gedenkbuchs an zwei Medienterminals vorgeführt zu bekommen. (Diese Medienterminals sind seit Ende April dauerhaft nutzbar und damit ein Teil der Dauerausstellung im Museum der Gedenkstätte.) Zudem konnten interessierte Besucher in einigen ausgelegten Exemplaren des Gedenkbuches blättern. Beide Angebote wurden sehr rege und ausführlich genutzt.
Veranstaltungsort
Dachau, KZ-Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75
Partner
KZ-Gedenkstätte Dachau
Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Art der Veranstaltung
Präsentation
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