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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

16.05.2013 - 19:30

Von Mali nach Marokko und dann...

Die Situation von Flüchtlingen an Europas Grenzen

Gestrandet in Marokko leben Flüchtlinge unter improvisierten Zeltplanen vor den Toren der EU. NGOs versorgen sie mit dem Notdürftigsten, doch gerade die Kinder wachsen als eine Generation ohne Zukunftsperspektive heran. In seinem Vortrag berichtet unser Referent aus Mail, der in Marokko lebt und für das Komitee für solidarische internationale Unterstützung arbeitet, über die Situation von malischen Flüchtlingen in Marokko.

Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80/Rgb., Kleiner Saal 211 & 212


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Bayerischer Flüchtlingsrat

Münchner Flüchtlingsrat

borderline-europe

Save Me München

AI München – AK Asyl

Interkulturelles Forum e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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11.05.2013

Gutes Leben in Stadt und Land

Handlungsfelder für eine zukunftsfähige Kommunalpolitik

Tagung im Rahmen des 27. kommunalpolitischen GRIBS-Kongresses

Wie “gut” die Menschen leben können, entscheidet sich nicht zuletzt “vor Ort”, in den Kommunen. Die Kommunalpolitik ist in vielen Handlungsfeldern gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen bereitzustellen. Wie dies aussehen kann und wie auch unter schwierigen finanziellen Vorzeichen nachhaltige Strukturen geschaffen werden können, haben wir im Rahmen unserer Tagung ausführlich diskutiert.  

Benedikt Bisping, Erster Bürgermeister in Lauf seit 2008, gab einen Einblick in den Alltag eines hauptamtlichen Bürgermeisters und erläuterte in diesem Zusammenhang einige der wesentlichen Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Ökologie, die während seiner bisherigen Amtszeit umgesetzt worden sind. Er betonte dabei, dass sich sein Wirken immer in einem Spannungsfeld zwischen den artikulierten Partikularinteressen und dem Allgemeinwohl der Gesamtgemeinde bewege. Hier gelte es, immer wieder einen Interessenausgleich zu finden und auch Kompromisse zu schließen. Der persönliche Wahlspruch, von dem sich der grüne Bürger dabei leiten lässt, ist von Hermann Hesse und lautet: „Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.“

Politisch besonders wichtig waren und sind Bisping die Themen Bildung und kinderfreundliche Stadt. Die Schaffung von Ganztagesbetreuungsplätzen für Kinder und Jugendliche stehen dabei im Mittelpunkt. Wie enorm dabei der Bedarf ist, zeigt die Tatsache, dass an einer Schule in Lauf mit hohem Migrationsanteil 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler einen solchen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen möchten.

In Sachen Gewerbeansiedlungspolitik wies Bisping auf die nach wie vor bedeutende und in Zukunft vielleicht noch größere werdende Rolle der Gewerbesteuer für die kommunalen Finanzen hin. Deshalb müssten Gewerbeansiedlungen weiter möglich sein. Im Sinne des Flächensparens müssten dabei auch mehrstöckige Gewerbebauten in den Blick genommen werden. Für die Siedlungsentwicklung insgesamt muss das potenzielle Leerstandsrisiko bei Einfamilienhäusern in den nächsten Jahrzehnten und die Möglichkeit von Nachverdichtungen einbezogen werden. Für die Stadtentwicklung insgesamt will Lauf einen ökologisch-sozialen Nachhaltigkeitsindex anwenden, der gemeinsam mit der Ev. Stiftungsfachhochschule in Nürnberg entwickelt wird. Ganz wichtig als Standortfaktor ist laut Bisping auch das kulturelle Angebot vor Ort.

Benedikt Bisping
Erster Bürgermeister, Lauf a. d. Pegnitz
E-Mail: buergermeister@stadt.lauf.de
Internet: http://www.benedikt-bisping.de/

Weiterführende Links:
Rede beim Neujahrsempfang 2013 
Laufer Klimaschutzprogramm

Dr. Michael Kopatz gab in seinem Vortrag einen umfassenden Überblick Herausforderungen und Perspektiven einer Kommunalpolitik in der „Postwachstumsökonomie“.  Dabei wurde deutlich, dass die Wachstumstriebkräfte nach wie vor  zu stark sind, um eine wirklich nachhaltige Entwicklung in den Kommunen (und nicht nur dort) zu erreichen. Während nämlich der gegenwärtige durchschnittlich Lebensstil in Deutschland 10 t CO2 pro Jahr produziere, wäre eigentlich eine Senkung auf 1,5 t notwendig, um dieses Ziel zu erreichen. Die Hoffnung, dieses Ziel allein durch technologische Innovationen erreichen zu können, nannte Kopatz illusorisch. Er führte zahlreiche Beispiele dafür an, dass der sog. „Rebound-Effekt“ die durch neue Technologien erreichten Einspareffekte wieder zunichte gemacht hat: Autos sind zwar spürbar sparsamer im Spritverbrauch geworden, dafür aber um so schwerer, was die Einsparungseffekte „wettgemacht“ hat. Der Raumwärmebedarf wird durch energetische Sanierungen zwar pro Quadratmeter spürbar gesenkt, dafür steigt aber die Wohnfläche pro Kopf. Kopatz forderte deshalb energische Eingriffe der Politik, die genaue rechtliche Rahmenbedingungen (z.B. Höchstgewicht für Autos, maximaler Wohnflächenbedarf) setzen solle, um solche Entwicklungen in Zukunft auszuschließen (bis hin zu einem Verbot von SUV, die nicht für berufliche Zwecke notwendig sind…). Solche definierten Rahmenbedingungen seien notwendig, damit sich individuelles Verhalten langfristig ändern könne.

Kopatz bezeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Kennzahl, die nicht geeignet sei, um eine nachhaltige Entwicklung zu beurteilen: „Die Lebenszufriedenheit der Menschen ist nicht abhängig vom Wachstum des BIP“, betonte er.  Kopatz forderte deshalb eine „Glückspolitik“. Diese müsse auf eine spürbare Reduktion der gegenwärtigen sozialen Ungleichheit ebenso abzielen wie auf eine zinslose Wirtschaft. Regionalgeld-Währungen und Tauschringe seien in diesem Zusammenhang keinesfalls unbedeutende „Spielwiesen“, sondern müssten als zukunftsweisende Entwicklungen angesehen werden. Regionalwirtschaft, funktionierende Nahversorgung und subsistenzwirtschaftliche Ansätze seien ebenfalls wichtig und zu fördern. Konjunktur- und Förderprogramme müssten strikt auf umweltverträgliche Produkte beschränkt werden. Als ein wesentliches Element bezeichnete Kopatz auch eine Reduzierung der Arbeitszeit auf ca. 30 Wochenstunden, um die vorhandene Arbeit gerecht zu verteilen.

Dass die Kommunen in vielerlei Punkten mit ihrer Politik großen Einfluss auf eine Weichenstellung in Richtung Nachhaltigkeit haben, wurde immer wieder deutlich. So ist z.B. die Infrastrukturpolitik im Verkehrsbereich ungeheuer wichtig, um das konkrete Verkehrsverhalten zu fördern. Ein Blick nach Kopenhagen zeigt sehr eindrucksvoll, wie der Radverkehr gefördert werden kann und dies sich in immensen Radverkehrsanteilen an der Gesamtmobilität niederschlägt.

Dr. Michael Kopatz
Wiss. Mitarbeiter, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Forschungsgruppe Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik
Döppersberg 19
42103 Wuppertal
Tel.: 0202/2492 – 148
Heimbüro: 0541/ 6689414
Mobil: 0152-29864966
E-Mail: michael.kopatz@wupperinst.org
Internet: http://wupperinst.org/kontakt/details/wi/c/s/cd/60/

Weiterführende Links:
Denkwerk Zukunft: Lebenswerte Städte unter Bedingungen sinkenden materiellen Wohlstands Herausforderungen und Maßnahmen. Bonn 2012 (PDF-Datei)
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie: Zukunftsfähiges Hamburg. Zeit zum Handeln. München/Hamburg 2010 (PDF-Datei)
Michael Kopatz: Arbeit, Glück und Nachhaltigkeit. Warum kürzere Arbeitszeiten Wohlbefinden, Gesundheit, Klimaschutz und Ressourcengerechtigkeit fördern. Impulse zur WachstumsWende Nr. 3 (Februar 2012) (PDF-Datei)
Michael Kopatz, Markus Spitzer, Anja Christanell: Energiearmut. Stand der Forschung, nationale Programme und regionale Modellprojekte in Deutschland, Österreich und Großbritannien. Wuppertal Paper Nr. 184 (Oktober 2010) (PDF-Datei)

Workshop A1: Kommunale Bildungslandschaften

Präsentation von Anja Skrypek als PDF-Datei

Anja Skrypek
Dipl.-Soziologin
Landratsamt Mühldorf a. Inn
Töginger Straße 18
84453 Mühldorf a. Inn
08631/699-552
E-Mail: anja.skrypek@lra-mue.de

Präsentation von Lutz Tokumaru als PDF-Datei

Lutz Tokumaru
Bildungskoordinator Bildungs- und Projektmanagement Kaufbeuren "Lernen vor Ort"
Kaiser-Max-Straße 1
87600 Kaufbeuren
Tel.: 08341/437817
E-Mail: lutz.tokumaru@kaufbeuren.de
Internet: http://www.kaufbeuren-aktiv.de

Weiterführende Literatur und Links:
Anika Duveneck/Sybille Volkholz: Kommunale Bildungslandschaften. Heinrich-Böll-Stiftung. Berlin 2011 (PDF-Datei) 
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Hrsg.): Wie geht`s zur Bildungslandschaft? Die wichtigsten Schritte und Tipps. Seelze 2012 
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (Hrsg.): Bildungslandschaften zwischen den Meeren. Bildung gemeinsam verantworten! Ein Programm - Drei Kommunen - Drei Antworten. Arbeitshilfe mit Erfahrungen und Anregungen aus der Praxis für die Praxis. Berlin 2012 (PDF-Datei) 
Wolfgang W. Weiß: Kommunale Bildungslandschaften. Chancen, Risiken und Perspektiven. Weinheim/München 2011 
Forschungsprojekt "Elternbeteiligung und Gewaltprävention in kommunalen 
Bildungs- und Erziehungslandschaften"
 
Förderprogramm "Lernen vor Ort"

Workshop A2: Kultur und Freizeit

Präsentation von Dr. Christine Fuchs als PDF-Datei

Dr. Christine Fuchs
Geschäftsleitung, STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V.
Literaturstiftung Bayern
Hoheschul-Straße 4
85049 Ingolstadt
Tel.: 0841/3051868
E-Mail: christine.fuchs@ingolstadt.de
Internet: http://www.stadtkultur-bayern.de
http://www.literaturstiftung.de

Weiterführende Links:
http://www.stadt-geschichte-zukunft.de/
Tagungsbericht „STADT:KULTUR:ZUKUNFT. Kulturpoltisches Forum Tutzing 2012“

Workshop A3: Mobilitätskonzepte

Präsentation von Melanie Herget als PDF-Datei

Dokumentation der Workshop-Diskussion als PDF-Datei


Melanie Herget
Diplom-Umweltwissenschaftlerin
Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) GmbH
Torgauer Straße 12-15
10829 Berlin
Tel.: (030) 23 88 84 - 107
Fax: (030) 23 88 84 – 120
E-Mail: melanie.herget@innoz.de
Internet: http://www.innoz.de/ 

Weiterführende Literatur und Links:
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (Hrsg.): Differenzierte Bedienung im ÖPNV. Flexible Bedienungsweisen als Baustein eines marktorientierten Leistungsangebots. Köln 2009
Christine Ahrend/Melanie Herget (Hrsg.): Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum. Handbuch für nachhaltige Regionalentwicklung. Berlin 2012 (PDF-Datei) 
Susanne Böhler u.a.: Handbuch zur Planung flexibler Bedienungsformen im ÖPNV. Ein Beitrag zur Sicherung der Daseinsvorsorge in nachfrageschwachen Räumen. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Bonn 2009 (PDF-Datei) 
Carolin Schäfer-Sparenberg: Umwelt- und familienfreundliche Mobilität im ländlichen Raum. Good-Practice-Beispiele. Wuppertal 2011 (PDF-Datei) 
Barbara Steinrück/Patrick Küpper: Mobilität in ländlichen Räumen unter besonderer Berücksichtigung bedarfsgesteuerter Bedienformen des ÖPNV. Institut für Ländliche Räume. Braunschweig 2010 (PDF-Datei) 

Workshop B1: Regionalität und Nahversorgung

Präsentation von Gerlinde Augustin als PDF-Datei

Stichpunktsammlung aus der Diskussion als PDF-Datei

Gerlinde Augustin
Geschäftsführerin Schule der Dorf- und Landentwicklung (SDL) Thierhaupten
Klosterberg 8
86672 Thierhaupten
Tel.: 08271/41441
E-Mail: info@sdl-inform.de
Internet: http://www.sdl-inform.de

Weiterführende Literatur und Links:
Dorfladen Otersen GbRmbH (Hrsg.): Handbuch zum Erhalt und zur Sicherung der Nahversorgung im ländlichen Raum. Kirchlinteln-Otersen 2008
Dorfladen-Netzwerk

Workshop B2: Kommunale Gesundheitspolitik

Präsentation von Dr. Veit Wambach als PDF-Datei


Dr. Veit Wambach
Gesundheitsnetz QuE Nürnberg
Vogelsgarten 1
90402 Nürnberg
Tel.: 0911/95663280
E-Mail: info@drwambach.de
Internet: http://www.gesundheitsnetznuernberg.de

Weiterführende Literatur und Links:
http://www.deutsche-aerztenetze.de
Bericht der Gesundheitspolitischen Kommission der Heinrich-Böll-Stiftung
Ärztenetz Südbrandenburg
Gesundes Kinzigtal
Solimed – Ärztliches Qualitätsnetz Solingen 
Neeltje van den Berg: Regionale Versorgungskonzepte für ländliche Regionen - gemeinsame Herausforderungen für Medizin und Pflege. München 2010 (PDF-Datei)
Gabriele von Laufenberg: Medizinische Versorgung im ländlichen Raum. Regionale Steuerungsmöglichkeiten bei drohendem Ärztemangel - das Beispiel Vogelsbergkreis. Dipolomarbeit. Gießen 2010 (PDF-Datei) 
AGnEs-Modellprojekt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
Gesundheit und medizinische Versorgung - ein Thema im ländlichen Raum. RaumInForm 4/2008, S. 10-29 (PDF-Datei)

Workshop B3: Biodiversität

Präsentation von Marcus Haseitl als PDF-Datei

Dokumentation der Workshop-Diskussion als PDF-Datei

Marcus Haseitl
Projektleiter von "Bad Grönenbach blüht auf"; Mitinitiator der allgäuweiten Schulaktion "Schulen blühen auf", Netzwerk Blühende Landschaft
Hörpolz 4
87730 Bad Grönenbach
Tel.: 08334-986077
E-Mail: marcus-haseitl@t-online.de
Internet: http://www.bluehende-landschaft.de

Weiterführender Link:
Münchner Kräutergärten

Zum Abschluss der Tagung berichtete die Heilsbronner Stadträtin Jutta Franck über die vielfältigen Facetten bürgerschaftlichen Engagements am Ort der Tagung. Im Mittelpunkt steht dabei der vor kurzem neu eröffnete Bürgertreff im Ortszentrum, der fast ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit und mit Sponsorengeldern finanziert, saniert und jetzt auch betrieben wird.

Auslöser für den Bürgertreff und weiterer sozialer Einrichtungen war ein vor Jahren gestarteter Stadtentwicklungsprozess der Stadt Heilsbronn, der mit großer Bürgerbeteiligung durchgeführt wurde. Dabei wurden ansehnliche Projektideen erarbeitet, die nach und nach umgesetzt werden. Das Interessante dabei ist, dass die meisten Projekte ohne staatliche Fördergelder realisiert wurden. Neben dem Bürgertreff sind zu nennen:

Die Tagungsteilnehmer/innen konnten sich dort auch ganz konkret von der gastronomischen Leistungsfähigkeit des Treffpunkts überzeugen: Die Tagung schloss mit einem dort vorbereiteten üppigen Büffet: eben "gutes Leben in der Stadt"... 

Jutta Franck
Stadträtin, Beauftragte für Soziales, Senioren und Familien
Am Mühlberg 12
91560 Heilsbronn
Tel.: 09872/2354
E-Mail: juttafranck@gmx.de
Internet: http://www.gruene-heilsbronn.de/

Weiterführende Links:
Bürgertreff Heilsbronn e.V. 

Veranstaltungsort
Heilsbronn


Partner

GRIBS-Bildungswerk e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung



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08.05.2013 - 19:30

Konzert für Amazonien

Stimme - Klänge - Bilder

Mit leidenschaftlicher Musik, visionärer Kühnheit und pointierten Analysen lädt dieser Abend zu einer erkenntnisreichen und lustvollen Begegnung mit dem Thema Regenwald ein. Das neue Programm von Grupo Sal „Konzert für Amazonien“ berührt alle Sinne. Moderne lateinamerikanische Musik, Texte, indigene Rituale und Live-Malerei zeigen den Regenwald aus verschiedensten Perspektiven.

Abadio Green, führender Vertreter des indigenen Volkes der Tule, berichtet auf sehr persönliche unmittelbare Art über die Lebensweise seines Volkes. Er vermittelt die Magie des Regenwaldes und schildert eindringlich die Bedrohung dieses Lebensraums.

Bei dieser „Begegnung der Kulturen“ trifft Abadio Green Thomas Brose vom Klima-Bündnis. Green und Brose sind in beiden Welten zuhause und damit hervorragende Vermittler zwischen den Welten. Green ist nicht nur von seinem Volk als Ältester anerkannt, sondern ist auch Dozent für Ethnolinguistik an der Universität. Brose war Entwicklungshelfer in Brasilien und ist heute Geschäftsführer des Klimabündnisses. Beide stellen ihre Sichtweise des Kampfes um Amazonien dar, um dann gemeinsam Visionen und Lösungsansätze zu entwerfen. 

Mit hinreißenden Bildern und Formenspielen, die vor den Augen des Publikums auf dem Lichtprojektor gemalt und gleichzeitig projiziert werden, schafft der Lichtkünstler Mehrdad Zaeri eine ganz eigene und sehr bewegende Interpretation der Thematik.

Grupo Sal, sechs Musiker aus Argentinien, Chile, Portugal und Deutschland, mischt zeitgenössische Musikelemente mit traditioneller Folklore. Kulturenübergreifend kreiert die Gruppe damit seit fast 30 Jahren Musik, die Spaß macht und zum Nachdenken anregt. Grupo Sal versetzt die Zuhörer in fremde Welten, schafft Brüche und verdichtet die Atmosphäre. Die leidenschaftliche Musik ermutigt das Publikum dazu, angesichts der Thematik des Abends nicht in der Geste der Betroffenheit zu verharren, sondern voll Lebenslust Perspektiven für eine bessere Welt zu schaffen.

 

 

Empfohlene Weblinks

www.grupo-sal.de

ReferentInnen

Abadio Green
Ethnolinguist, Sprecher der Indigenen Kolumbiens

Thomas Brose
Agraringenieur und Entwicklungspolitologe, Geschäftsführer in der europäischen Geschäftstelle des Klima-Bündnisses und verantwortlich für die Kooperation mit der Dachorganisation der indigenen Völker Amazoniens COICA

Grupo Sal
Seit über 25 Jahren ist Grupo Sal im deutschsprachigen Europa die "Stimme Lateinamerikas". Sechs Musiker tragen mit ihrem individuellen Stil zu einer einzigartigen Interpretation lateinamerikanischer Musik bei. Die Vertrautheit mit zeitgenössischer und klassischer Musik prägt das Arrangement traditioneller und politischer Folklore jenseits von Klischees. Eigenständige Kompositionen erweitern das Repertoire moderner lateinamerikanischer Liedermacher. Charakteristisch für Grupo Sal ist das inspirierte Zusammenspiel von Virtuosität und Leidenschaft.

Mehrdad Zaeri
Live-Projektionen

 

Schirmherr:
Hep Monatzeder
3. Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Grußwort:
Joachim Lorenz
Vorsitzender des Klima-Bündnis und Referent für Umwelt und Gesundheit der Landes­hauptstadt München

 

Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstr. 57


Kosten
€ 14,-; ermäßigt (Schüler/Stud.) 10,-; Kinder bis 14 Jahre und Sozialticket (München-Pass) € 4,-


Partner

Kreuzkirche München-Schwabing

BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung

Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München

Katholischen Pfarrei St. Joseph

Evangelische Stadtakademie München

 


Art der Veranstaltung
Konzert-Collage



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08.05.2013 bis 12.05.2013

festival contre le racisme

Das Festival verbindet die Vergangenheitsbewältigung mit der Gegenwart. Gerade in Niederbayern stößt man im Alltag in den Köpfen der Bevölkerung wie in den institutionellen Strukturen immer wieder auf wenig bekannte und verschwiegene Verbindungen bis ins "Dritte Reich". Um hier einen Diskurs anzustoßen, sollen sowohl Studierende als auch Passauer/innen angesprochen werden.

Der Fokus des Festivals liegt auf Themen, die in unterschiedlicher Weise mit dem Gesamtthema Rassismus befassen und die Verbindung von Vergangenheitsbewältigung mit der Gegenwart herstellen. Die dabei angesprochenen Themenbereiche sind:

  • Neue Rechte
  • Alltagsrassismus
  • Kolonialgeschichte
  • die extreme Rechte in Bayern, speziell in Niederbayern
  • Geschichtsaufarbeitung mit lokalem Bezug
  • Philosophiegeschichte
  • Islamophobie

Das genaue Programm ist der Homepage des Festivals zu entnehmen.

Empfohlene Weblinks

festival2013.stuve-unipassau.de

Veranstaltungsort
Passau


Kosten
Siehe Festival-Homepage!


Partner

AStA/SprecherInnenRat (Studierendenvertretung) der Universität Passau


Art der Veranstaltung
Festival



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05.05.2013 - 11:30

HOTEL EUROPA

1993 bis 2005 war das Gefängnis in der Moerser Haagstraße ein Abschiebeknast für ausländische Häftlinge, die in ihre Heimatländer abgeschoben werden sollten. Was aus ihnen wurde, niemand weiß es... 

In einer performativen Installation von Stimmen, Körpern, Bildern, Klängen und Geschichten hat der Intendant des Schlosstheaters Moers, Ulrich Greb, im Moerser Hafthaus einen Erinnerungs- und Begegnungsraum inszeniert, in dem die Grenzen Europas im doppelten Sinne in Frage stehen. Dieses ungewöhnliche Theaterprojekt wurde von dem Filmregisseur Ruzbeh Sadeghi, der - im Iran geboren - selbst die Erfahrung von Flucht und Verfolgung machen musste, verfilmt.

 Der Film entwickelt sowohl einen dokumentarischen als auch einen essayistischen Zugang zum Material der Inszenierung. Es entstand eine eindringliche emotionale Reise zu den Schattenseiten unserer Zivilisation. Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliche Filmprojekt, dass Theater und Kino verbindet.

im Anschluss an die Filmvorstellung findet noch ein Podiumsgespräch statt.

Empfohlene Weblinks

www.city-kinos.de

Veranstaltungsort
München, City-Kinos, Sonnenstr. 12


Kosten
7,- / erm. 6,- EUR


Partner

Ruzbeh Sadeghi, Regisseur


Art der Veranstaltung
Film-Matinee



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04.05.2013 - 09:30 bis 17:30

Medientraining: Das Statement

"Äußern Sie sich bitte kurz zu..."

Hörfunk und Fernsehen haben ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. „O-Töne“ machen eine Sendung lebendig und bieten die Chance, sich unmittelbar dem Zielpublikum zu präsentieren. Und da wird es haarig: Auf dem Großbildschirm zu Hause sieht man jede Unsicherheit und beim „Nebenbeihören“ des Radioprogramms geht unter Umständen der Zusammenhang verloren. Darauf kann ich mich aber einstellen. Und dann habe ich die Chance, durch Lokalradio und –fernsehen, durch Digitalsender und Internet-TV ein breiteres Publikum zu erreichen als durch die Printmedien.

Ziel des Seminars ist es, durch gezielte Übungen die Scheu vor dem Mikrofon und vor der laufenden Kamera zu verlieren und sich mediengerecht und damit publikumswirksam darzustellen. Ein unabdingbares Mittel dazu ist eine pointierte Ausdrucks- und Sprechweise.

Praktische Übungen zu folgenden Themen stehen im Mittelpunkt:

  • Was antworte ich, wenn es heißt: „Äußern Sie sich bitte kurz zu…!“?

  • Wie formuliere ich meine Aussage, damit mich mein Publikum versteht?

  • Was heißt „mediengerechtes Sprechen“ und wie setze ich es in der Praxis um?

  • Wie wirke ich vor der Kamera und am Mikrofon?

  • Welches individuelle Image und welches Image der Organisation, für die ich spreche, vermittle ich?

Die Zahl der Teilnehmer/innen ist auf 10 Personen begrenzt.

Veranstaltungsnummer: 2-13-28

Dieses Seminar kann für das Politikmanagement-Zertifikat von GreenCampus angerechnet werden.

ReferentInnen

Petra M. Seifert, M.A.
Kommunikationspsychologin, Rhetorik- und Medientrainerin, Coach

Veranstaltungsort
Augsburg, Hotel am alten Park, Frölichstr. 17, Raum "Weitblick"


Kosten
60,-/erm. 40,- EUR (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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04.05.2013 - 15:00

Voices of Transition

Es handelt sich bei diesem Dokumentarfilmprojekt im buchstäblichen Sinne um einen Action-Film: Statt passiv auf der Couch konsumiert zu werden, soll er die Zuschauer/innen zum Handeln animieren und zu Akteur/inn/en des Wandels machen.

Das Projekt "Voices of Transition" ist ein unabhängiges, partizipatives Dokumentarfilmprojekt mit dem anspruchsvollen Ziel, weltweiten sozialökologischen Bewegungen einen inspirierenden Film zur Hand zu geben.

Der deutsch-französische Filmemacher und Soziologe Nils Aguilar erzählt in seinem 65-minütigen Dokumentarfilm (F/D 2012)  von eingängigen und mitreißenden Beispielen des sozialökologischen Wandels in England, Frankreich und Kuba.

Wie können wir in Zukunft die Welt ernähren?

Welche Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft gibt es?

Empfohlene Weblinks

www.voicesoftransition.org

www.city-kinos.de

ReferentInnen

Nils Aguilar
Regisseur

Veranstaltungsort
München, City-Kino


Kosten
8,50 / erm. 7,50 EUR


Partner

Milpafilms


Art der Veranstaltung
Film und Diskussion mit dem Regisseur



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29.04.2013 - 18:30

Populismus und Fremdenfeindlichkeit in Skandinavien

Der Streit um eine Schließung der dänischen Grenzen, der Wahlerfolg der finnischen Rechtspopulisten, die Attentate von Oslo und Utøya – in den vergangenen Jahren gab es einige Schlagzeilen, die dem Bild vom weltoffenen, idyllischen Norden widersprechen. Schnell konnte der Eindruck entstehen, dass die Region politisch nach rechts driftet.

Aber wie viel Einfluss haben rechte Strömungen und Parteien tatsächlich?

Und welche Auswirkungen hat der Terror vom 22. Juli auf die skandinavischen Gesellschaften ?

Hinweis: 
Das Gespräch wird in Englisch geführt, mit deutscher Zusammenfassung.

ReferentInnen

Jan Lewenhagen
Deutschlandkorrespondent der schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter  

Ali Esbati
Berater der norwegischen Linkspartei und Überlebender des Anschlags auf Utøya

Annika Hamrud
Journalistin und Autorin eines Buches über die Schwedendemokraten  


Moderation:
Gunnar Herrmann
ehemaliger Skandinavien-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung

Veranstaltungsort
München, Gasteig Black Box, Rosenheimer Str. 5


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Münchner Stadtbibliothek


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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28.04.2013 - 19:00

Die Straße nach Teheran...

...führt durch Damaskus

Zur aktuellen politischen Lage im Nahen Osten

Im Mittelpunkt des Vortrags stehen Syrien und Iran und die Rolle, die sie in der angespannten Situation zwischen dem Westen und den sogenannten BRICS-Staaten spielen.

Wenn der Westen es nicht schafft, das Assad-Regime und die iranische Führung zum Einlenken zu bewegen, ist eine Entspannung der Situation unwahrscheinlich und das Zeitalter der westlichen Hegemonialpolitik vorbei.

Die westlichen Regierungen sind sich über diese Situation bewusst und reagieren unsicher. Die iranische und syrische Führung bleiben auf ihrem Kurs. Der Ausgang der Situation bleibt ungewiss.

ReferentInnen

Kuros Yalpani
Webmaster für politube.org und Online-Publizist über den Iran (z.B. für Telepolis)

 

Tuncay Acar
freier Kulturschaffender und Vorstandsmitglied des Glockenbachwerkstatt e.V., München

 

 

Veranstaltungsort
München, HUIJ, Westendstr. 49


Kosten
Eintritt frei!


Partner

huij.org


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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22.04.2013 - 19:30

Syrien aktuell: Frauen zwischen Aufbruch und Unterwerfung

Zunächst beleuchtete Alan Hassaf, der bis Dezember 2012 der Pressesprecher der „Union der Freien Syrischen Studierenden“ (UFSS) war, die Hintergründe und die Geschichte der Widerstandsbewegung in Syrien. Darüber hinaus gab er einen Überblick über die unterschiedlichen Säulen der Bewegung und die Aufgaben des Lokalkomitees. Abschließend ging er auf die verheerenden Folgen des Krieges für die Bevölkerung ein: neben über 70 000 Toten und 135 000 verwundeten sprach er von mehr als 3,6 Millionen Vertriebenen.

Im zweiten Teil beleuchtete Hervon Ose, die bereits seit 2004 politisch aktiv ist und seit 2012 in München lebt, die Rolle und Situation der Frauen in Syrien.  Diese übernehmen mittlerweile auch viele für die Revolution wichtige Aufgaben, etwa als Krankenschwestern, durch die Organisation von Demonstrationen oder Medienarbeit. Einige schlössen sich gar den bewaffneten Gruppen bzw. der Armee an, sei es aufgrund der aussichtslos erscheinenden Situation oder aus Zwang. Die Mehrheit setzte sich aber nach wie vor friedlich für eine Veränderung ein, etwa durch Demonstrationen.

Ose ging auch auf den UN-Report ein, der die sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen thematisiert. Unter anderem prangert dieser die hohe Zahl von Vergewaltigungen, insbesondere in den Gefängnissen der Geheimdienste an.                       
Abschließend warb sie noch für das Syrische Frauen Netzwerk, das Ende Mai in Kairo gegründet wird. In der regen Abschlussdiskussion machte sie zudem darauf aufmerksam, dass in Anbetracht der zahlreichen wichtigen Aufgaben der Frauen in vielen Gremien eine neue Syrische Verfassung vonnöten ist. Denn in der aktuellen steht unter anderem: „der Präsident ist ein Mann“.


Von links nach rechts: Hervin Ose, Alan Hassaf und Martin Bauhof von Adopt a Revolution

Die informative Präsentation stellen wir als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

 

Downloads zum Artikel

Jawad_Syrien.pdf


ReferentInnen

Hervin Ose ist Aktvistin und bereits seit 2004 politisch aktiv. Sie nahm u.a. an der ersten Demonstration des Aufstandes am 15. März 2011 vor dem Innenministerium teil und engagierte sich bis zu ihrer Flucht aus Syrien im April 2012 im Großraum Damaskus.

Alan Hassaf ist Aktivist aus Qamishli und einer der Gründer der „Union der Freien Syrischen Studierenden“ (UFSS). Die Studierendenbewegung war maßgeblich daran beteiligt, die unbewaffneten Proteste in die großen Städte des Landes zu tragen. 

Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80 Rgb.


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung

Adopt a Revolution


Art der Veranstaltung
Diskussion



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