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14.03.2012
Seit 2009 haben die USA einen Präsidenten, den die Deutschen mögen.
Barack Obama hat eine Krankenversicherung für alle eingeführt, die Aufsicht über die Finanzmärkte verschärft und bringt die unter Bush begonnenen Kriege in Afghanistan und im Irak zu Ende. Doch seine Wiederwahl 2012 ist alles andere als sicher. Je länger er regiert und das Land reformiert, desto schneller sinkt sein Ansehen in Amerika. Die Bürger leiden unter der Wirtschaftskrise und der hohen Arbeitslosigkeit. Eine Mehrheit lehnt ihn ab. Auch Amerikas Schuldenkrise und die Herabstufung des Kreditratings legen viele ihm zur Last. (Auch im Ausland sind viele enttäuscht, weil die Wende weg von Bush nicht sehr weit führte. Guantanamo ist nicht geschlossen.) Die Republikaner haben freilich auch wenig Grund zur Zuversicht. Die Partei tut sich schwer, einen aussichtsreichen Gegenkandidaten aufzustellen.
Christoph von Marschall, USA-Korrespondent des Berliner Tagesspiegel, erklärt, warum viele US-Amerikaner Barack Obama "hassen".
Eine kurze Zusammenfassung seines immens gut besuchten Vortrags können Sie hier hören. Der gesamte Vortrag steht zum Nachhören auf unserem Soundcloud-Account zur Verfügung.
Drei Fragen an Christoph von Marschall zum Thema "Was ist mit den Amis los"?
ReferentInnen
Dr. Christoph von Marschall
Promovierter Historiker, preisgekrönter Journalist und seit 2005 Korrespondent des Tagesspiegels in den USA. Seine Biografien „Barack Obama. Der schwarze Kennedy“ und „Michelle Obama. Ein amerikanischer Traum“ sind große Erfolge in Deutschland und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Er berichtet regelmäßig aus dem Weißen Haus und hat den Kongresswahlkampf in den jüngsten Wochen in mehreren US-Bundesstaaten beobachtet.
Sein aktuelles Buch "Was ist mit den Amis los" ist gerade im Herder Verlag erschienen.
Veranstaltungsort
München
Partner
Amerika-Haus München
Heinrich-Böll-Stiftung
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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