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Nigerianische KünstlerInnen klagen an

14.05.2010 - 17:00 bis 18:00


Ausstellung zur Genitalverstümmelung

Die weibliche Beschneidung oder Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung. Weltweit leben mehr als 150 Millionen Mädchen und Frauen, die an ihren Genitalien verstümmelt wurden. Jedes Jahr werden erneut etwa drei Millionen Mädchen Opfer dieser Praktik: das sind 8.000 jeden Tag!

Die Ausstellung, die über das Thema informiert, ist ein Signal im Kampf gegen diese Form von Gewalt an Frauen. Sie solidarisiert sich mit den betroffenen Mädchen und Frauen und will dazu beitragen, ihren Töchtern diese traumatisierende Erfahrung und das damit verbundene, oft lebenslange Leiden zu ersparen.

Und dieses Thema geht auch uns in Deutschland an. Auch in Deutschland leben 20.000 betroffene Frauen. Über 5.000 Mädchen droht dasselbe Schicksal. Ihre Eltern fühlen sich alten Traditionen verpflichtet und glauben, unbeschnittene Töchter finden keinen Ehemann. Die Familien suchen nach willfährigen ÄrztInnen in Deutschland oder Beschneiderinnen in den vorwiegend afrikanischen Herkunftsländern. Selbst in Deutschland sind Mädchen also nicht vor Genitalverstümmelung sicher. 

Weibliche Genitalverstümmelung ist nicht auf die Anhänger einer bestimmten Religion beschränkt. Sie kann sowohl Christinnen, Musliminnen, Jüdinnen als auch Zugehörige anderer Religionen betreffen. Die Begründungen, die zur Rechtfertigung dieser Praktik angebracht werden, sind vielfältig, meist widersprüchlich und variieren von Ethnie zu Ethnie sowie regional. Sie beruhen zumeist auf Mythen und Überlieferungen, der Unkenntnis biologischer und medizinischer Fakten oder einer (missinterpretierten) Religion. In der Regel handelt es sich um eine gesellschaftliche Norm, deren Missachtung mit Ächtung bestraft wird.

Tatsächlich geht es um die Kontrolle weiblicher Sexualität und Fruchtbarkeit im Rahmen männlicher Machtansprüche.

Die Ausstellung war vom 15. bis zum 21. Mai zu sehen.

 

Weitere Informationen...

... zum Thema Genitalverstümmelung bei Mädchen und Frauen finden Sie bei unseren Kooperationspartnerinnen Terre des Femmes, Plan International und Forward Germany.

Grußwort von Dr. Pierette Herzberger-Fofana (Forward Germany)


Partner

Terre des Femmes

Plan International

Grüne Liste Erlangen

Forward Germany

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg



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