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21.10.2011
Dietmar Hasse von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eröffnete die Veranstaltung mit einem kurzen Bericht über die politische Situation der Uighuren in China. Das Volk der Uighuren, die ursprünglichen Bewohner von Ostturkestan (heute Xinxiang), werden seit 1949 seit ihrer Vereinnahmung durch die chinesische Regierung politisch verfolgt und ihrer kulturellen Identität beraubt. Ihr Schicksal ist ähnlich dem des tibetischen Volkes. Kashgar, die ehemalige Hauptstadt der Uighuren, wird seit 2009 durch sogenannte Umbauarbeiten zur Erdbeben-Sicherheit systematisch dem Erdboden gleich gemacht. Die traditionellen Lehmbauten werden abgerissen und durch sozialistische Einheitsbauten ersetzt.

Dietmar Haase von der GfbV mit der Märchenerzählerin Nurnissam Schäufele
Christine Stahl, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtages, wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass die Veranstaltung „Ein Frühstück in Kashgar verlängert das Leben“ den Künstlern aus dem uighurischen Volk eine Plattform bietet, ihre Kultur zu präsentieren und auf ihre politische Situation aufmerksam zu machen. Sie unterstützt die friedenspolitische Absicht dieser Veranstaltung und bedankt sich für die Anreise aller uighurischen KünstlerInnen, die hier in Deutschland und den Niederlanden im Exil leben.

Die Künstlerinnen der Karawane
Das Musiker-Ensemble Mashrap unter der Leitung von Kamil Abas spielte traditionelle Instrumente und Musik der Uighuren, die Sängerin Gülendem Abas präsentierte Volks-Gesänge der Uighuren. Die Übersetzerin und Märchenerzählerin Nurnissam Schäufele erzählte Märchen, Gedichte und Geschichten, die sie selbst aus dem Uighurischen ins Deutsche übersetzt hat.
Die Tänzerin Klare Abdusalam präsentierte traditionelle Tänze. Und Dorothee Hollender und Stefan Schael lasen Auszüge aus dem Buch „Die Himmelsstürmerin“ (von der Autorin Alexandra Cavelius), die Biographie der Rebiya Kadeer, die als Mutter der Uighuren bezeichnet wird, eine Menschenrechtlerin, die viele Jahre im chinesischen Gefängnis erleiden musste und nun in den USA im Exil lebt. Stefan Schael sang gemeinsam mit dem Publikum deutsche Volkslieder über den Frieden und die Liebe als Geschenk an die uighurischen Künstler. Die schamanische Heilerin Uma Uschi Omland sang und trommelte zur Heilung für das uighurische Volk, das von Verfolgung und Vernichtung durch die chinesische Regierung bedroht ist.
Die Reise zum Volk der Uighuren, das Kennenlernen ihrer Musik, Tänze, Märchen und Gedichte sowie ihrer politischen Situation brachte dem Publikum eine weitgehend unbekannte Welt näher, die Menschen und die reiche Kultur eines fernen Volkes, das vom Untergang bedroht ist und deshalb des Schutzes der Weltgemeinschaft bedarf.

Das Musiker-Ensemble Mashrap
ReferentInnen
Veranstaltungsort
Nürnberg
Partner
Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. in Zusammenarbeit mit KUF im Südpunkt
Kulturreferat der Stadt Nürnberg
Art der Veranstaltung
Konzert
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