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18.04.2006
Natalia Manzurova, eine der LiquidatorInnen, warals ausgebildete Radiobiologin von 1987 bis 1991 in Tschernobyl bei den Aufräumarbeiten beteiligt. Sie erzählte von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und den Arbeiten, die nach der Explosion des Blocks 4 der Tschernobyl-Reaktoren von den LiquidatorInnen zu leisten waren. Trotz der immens hohen Strahlung waren unmittelbar nach der Katastrophe Menschen damit beschäftigt, den Reaktorbrand zu löschen. Die LiquidatorInnen mussten unter schwierigsten Bedingungen dafür sorgen, dass die Freisetzung von Radioaktivität aus dem explodierten Reaktor gestoppt wird. Mit eindrucksvollen Bildern veranschaulichte Frau Manzurova die Auswirkungen der Havarie vor Ort und erzählte vom Leid und Elend der Betroffenen, seien es die an den Aufräumarbeiten Beteiligten oder die Bevölkerung, die – leider viel zu spät – evakuiert wurde, um nie mehr in ihre Häuser zurückzukehren.
Nachdem sich der Gesundheitszustand von Natalia Manzurova in den Folgejahren zunehmend verschlechterte und sie schließlich von der Regierung als Invalidin anerkannt wurde, gründete sie 1999 den "Verband der Tschernobyl-Invaliden", den sie seither auch leitet.
Dipl. Phys. Karin Wurzbacher schilderte die Auswirkungen, die der Reaktorunfall in Tschernobyl bei uns verursacht hat. Gerade in Süddeutschland ist auch heute noch eine hohe radioaktive Belastung bedingt durch den Tschernobyl-Fallout und -Washout vorhanden. Während in Ernteprodukten von Äckern und Wiesen kaum noch radioaktives Cäsium nachzuweisen ist, können Waldprodukte zum Teil noch erheblich belastet sein. Frau Wurzbacher zeigte mit Bezug auf die derzeitige Energiedebatte auf, dass eine Energiewende – weg von der Atomkraft, hin zu Erneuerbaren Energien – keine Utopie ist.
Partner
Umweltinstitut München e.V.
Women in Europe for a Common Future (WECF),
Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion
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