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04.05.2005
Die Veranstaltung hatte zwei Schwerpunkte: Zum einen ging es um die politische Situation in Mexiko, insbesondere in der Provinz Guerrero, wo Mona Bricke im Einsatz ist. Die Referentin erklärte, welches die Gründe dafür sind, dass die Organisation "Peace Brigades International" in diesem Land für den Schutz von MenschenrechtsaktivistInnen sorgt und wie dieser Schutz organisiert wird. Auch in Mexiko findet der sog. "Krieg gegen Terror" statt, dessen Folgen Organisationen und Menschen trifft, die sich gegen Armut und für gerechtere Verteilung der Ressourcen einsetzen. Besonders betroffen sind davon Indigenas, die im Rahmen von Antidrogenoperationen und "Aufstandsbekämpfung" gezielt Opfer von Menschenrechtsverletzungen werden. Betroffen sind auch AktivistInnen, die nach wie vor Auskunft über Personen verlangen, die im Rahmen des "schmutzigen Krieges" in den 60er und 70er Jahren verschwunden sind und die Bestrafung der Täter verlangen.
Zum anderen ging es aber auch beispielhaft um die Arbeits- und Lebensbedingungen von Friedensfachkräften, die in Krisenregionen tätig sind. Für das Konzept von Peace Brigades International ist es notwendig, dass diejenigen, die durch ihre Präsenz und Begleitung des Schutzes der lokalen MenschenrechtsaktivistInnen garantieren, "neutrale Dritte" sind. In der Gruppe der vor Ort tätigen Friedensfachkräfte aus verschiedenen Ländern wird die konkrete Arbeit organisiert, Vorkommnisse und Strategien werden diskutiert, und es müssen laufend Berichte geschrieben werden. Die ausländischen Friedensaktivistinnen bleiben also weitgehend unter sich und haben wenig soziale Bezüge zur lokalen Bevölkerung. Die Belastungen, die durch die Begleitung der lokalen Akteure, z.B. zu Gefängnisbesuchen, bei Behördengängen und bei öffentlichen Veranstaltungen entstehen, müssen in der Gruppe der - zunächst fremden - "Mit-Friedensfachkräfte" bewältigt werden.
Partner
Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit
Ziviler Friedens Dienst (ZFD), Regionalgruppe Bayern
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