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12.11.2009
Von links nach rechts: Robert Henrich, Prof. Dr. Andreas Knie, Holger Laschka, Tomi Engel, Norbert Lenhard
In unserer dritten Veranstaltung zum Umbau der Autoindustrie diskutierte Prof. Dr. Andreas Knie, Ko-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise", mit Robert Henrich (Daimler AG), Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Schaeffler AG, und Tomi Engel vom Fachausschuss Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie.
In seiner einleitenden Präsentation (als PDF-Datei zum Herunterladen!) zeigte Knie die derzeitigen Probleme der Autoindustrie, die Veränderungen im Mobilitätsverhalten und die Perspektiven eines multi-modalen Verkehrssystems auf, in dem E-Autos vor allem als öffentliche Verkehrsmittel eine wesentliche Rolle spielen.
Robert Henrich stellte das überaus erfolgreiche Car2Go-Projekt in Ulm vor, an dem mittlerweile bereits 15.000 Ulmer teilnehmen (das sind weit mehr 10% der Stadtbevölkerung und erheblich mehr als 20% der FührerscheinbesitzerInnen!). Dieses Projekt entwickelt sich für den Konzern allmählich zu einem Exportschlager und wird demnächst in Austin/Texas umgesetzt. Henrich beklagte die in Deutschland (im Gegensatz zu den Erfahrungen, die er im Ausland gemacht hat) äußerst restriktiven und oft bürokratischen Rahmenbedingungen, die solche innovativen Projekte hierzulande immer noch behindern.
Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Autozulieferers Schaeffler KG, sah zwar die Notwendigkeit eines Umbaus sowohl der Autoindustrie als auch des Mobilitätssystems, bezweifelte aber, ob das Elektro-Auto dabei wirklich eine so hervorragende Rolle spielen werde. Er warnte davor, die Entwicklung dabei allein den Marktkräften zu überlassen und forderte eine demokratisch legitimierte und sozial gerechte Weiterentwicklung. Zudem dürfe der ländliche Raum nicht "abgehängt" werden.
Tomi Engel, Leiter des Fachausschusses Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, betonte, dass es mittel- bis langfristig keinerlei Alternative zur Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien gebe. Nur so ließen sich die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen und gleichzeitig individuelle Mobilität gewährleisten. Das Elektroauto werde zudem eine wichtige Rolle im Gesamtsystem erneuerbarer Energie spielen, da die dafür benötigten Batterien als Speichermedien der EE große Bedeutung im Lastmanagement hätten.
Das zahlreiche Publikum bereicherte die intensive und sehr interessante Diskussion, die vom Schweinfurter TV- und Rundfunkmoderator Holger Laschka geleitet wurde, mit einigen sehr fachkundigen Fragen und Beiträgen. Insbesondere die Garantie der Mobilität auch im ländlichen Raum sowie ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz waren dabei die wesentlichen Anliegen. Am Rande der Veranstaltung präsentierten passionierte Schweinfurter E-Mobil-Fahrer einige ihrer Fahrzeuge....
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