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04.02.2004
"Zweimal schon hat die Mafia versucht, mich zu töten. Ich bin mir der Gefahr bewusst, aber ich lasse mich nicht einschüchtern."
In ihrem im Jahr 2000 erschienenen und international sehr beachteten Buch "Die Wut in meinem Herzen" (List Verlag) erzählt Ingrid Betancourt aus ihrem Leben, das sie ihrem Heimatland Kolumbien gewidmet hat. Mutig kämpft sie dabei gegen die Korruption, gegen Armut, Terror und gegen die Drogenmafia, auch wenn dies die alltägliche Bedrohung für sie selbst und die Trennung von ihren Kindern bedeutet.
Mächtige Kreise in Kolumbien haben kein Interesse, dass diese äußerst engagierte Frau auch noch Präsidentin des Landes wird. Im Februar 2002 wird Ingrid Betancourt während einer Wahlverstaltung von einer Gruppe der Guerillabewegung Farc entführt. Seitdem ist sie vermisst. Aktuellen Pressemeldungen zufolge, weigert sich die kolumbianische Regierung bis heute auf die Forderungen der Entführer einzugehen.
Im November 2002 wird Ingrid Betancourt von der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin der Petra-Kelly-Preis 2002 verliehen, der ihr herausragendes Engagement gegen Gewalt und Menschenrechtsverletzungen würdigt.
Weltweite Aufrufe und auch die Unterstützung zahlreicher Gruppen, Einzelpersonen und Institutionen haben jedoch bis heute nicht die Freilassung Ingrid Betancourts erreichen können.
Mit der Szenischen Lesung konnte auf künstlerische Weise auf Ingrid Betancourt wieder aufmerksam gemacht werden. Alle vier Lesungen waren fast ausverkauft; es gab sehr gute, bewegte Publikumsreaktionen.
Partner
Hans Melzer, Regisseur + Produzent
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