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22.04.2009
In den letzten Jahren konnte die NPD nicht nur Wahlerfolge in Ost und West verbuchen. Gemeinsam mit den außerhalb der Parlamente agierenden "Freien Kameradschaften" ist es ihr auch gelungen, vielerorts eine rechte Alltagskultur zu etablieren.
Dabei stützt sich die NPD auf ein bundesweites Netzwerk von Kameradschaften, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen sowie Organisationen, die oftmals als scheinbar harmlose Bürgerinitiativen agieren.
Doch auch im Gewand des Biedermannes werden die alten völkischen Botschaften verbreitet. Hinter der vermeintlichen Bürgernähe steht eine straff geführte Organisation - und die Zahl rechtsextremer Gewalttaten nimmt weiter zu.
Andrea Röpke hat anhand einer Power Point Präsentation dargestellt, wie sich die neuen Strategien, Entwicklungen und Veränderungen in der NPD gestalten. Dabei kam u.a. zur Sprache, wie wichtig die Kameradschaften für die Basisarbeit der NPD sind, welche Menschen in welchen Positionen welche Rolle spielen in der Partei und wie die Erziehung der Kinder aussieht.
Im Vorfeld der Veranstaltung gab es Anmeldungen aus der rechten Szene sowie eindeutige Aufrufe auf rechten Internetseiten, zu kommen und zu stören. Dieses hat sich herumgesprochen bis zur Polizei, die das Ganze sehr ernst genommen hat und deshalb zahlreich anwesend war am Veranstaltungsort sowie durch einen Hund die Räume hat überprüfen lassen.
Wir hatten dann auch "Besuch" von einigen Damen und Herren, die vor den Türen mit einer NPD-Fahne herumgefuchtelt haben, bis zum Einlass haben sich allerdings nur wenige vorgewagt (wahrscheinlich abgeschreckt durch die vielen Polizisten).
Wir sind den Aktiven von a.i.d.a. sehr dankbar, dass sie uns dabei unterstützt haben, die Nasen aus der rechten Szene zu identifizieren und sie davon abzuhalten unsere Diskussion zu stören, da weder wir noch die Mitarbeiter unseres Mitveranstalters der Evangelischen Stadtakademie diese Herrschaften kennen.
Radio Lora hat über die Veranstaltung eine dreiteilige Sendung ausgestrahlt, die hier auch als Podcast erhältlich ist.
ReferentInnen
Andrea Röpke
Politologin und freie Journalistin mit dem Spezialgebiet: Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. Neben den diversen Fernsehmagazinen wie "Panorama", "Fakt", "Kennzeichen D" und "Spiegel TV" wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in "Spiegel", "Focus" und "Stern" veröffentlicht. 2007 als "Reporterin des Jahres" und mit dem Medienpreis "Leuchtturm" des Netzwerks Recherche ausgezeichnet.
Mitherausgeberin des Buches: „Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft“ , Ch. Links Verlag, Berlin 2008,
Partner
Evangelische Stadtakademie München
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