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12.03.2004
Teilnehmer/innen:
Cem Özdemir, Ex MdB, Europakandidat für B90/Die Grünen, aktuell Transatlantic Fellow des German Marshall Fund of the USA
Eckhardt Barthel, MdB, Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Dr Rüdiger Bolz, Leiter des Goethe Instituts Istanbul
Dr. Bettina Berns, Projektleiterin "Deutsch-Türkische Beziehungen" im Förderbereich "Völkerverständigung" der Robert-Bosch-Stiftung
Osman Okkan, Journalist, Filmemacher, Vorsitzender KulturforumTürkei/Deutschland
Die Podiumsdiskussion unter Moderation von Jürgen Markwirth (Stadt Nürnberg, Amt für Kultur und Freizeit) hatte sich vorgenommen, das Festival kulturpolitisch im weiten Themen-Feld des "Deutsch-türkischen Kulturaustausches" einzuordnen. Bereits mit der Auswahl der Diskussionsteilnehmer/innen wurde deutlich gemacht, dass die Facetten dieses Themas von Kulturpolitik und Integrationspolitik in Deutschland bis zur Auswärtigen Kulturpolitik reichen. Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildeten ein interessiertes Publikum für das Podiumsgespräch, deutsches und türkischstämmiges Publikum war dabei zu etwa gleich großen Teilen vertreten.
Die Podiumsteilnehmer/innen waren sich einig, dass deutsch-türkischen Kultur-Aktivitäten sowohl im Hinblick auf das interkulturelle Leben in Deutschland, als auch im Hinblick auf das Verhältnis Deutschland – Türkei bzw. hinsichtlich eines möglichen EU-Beitritts der Türkei eine wichtige Rolle zukommt und in Zukunft noch verstärkt zukommen wird. Dabei wurde dem Medium Film allgemein ein hoher Stellenwert beigemessen. Kulturpolitik in Deutschland sei gefordert, dies auf allen Ebenen (Bund, Land, Kommune) verstärkt zu reflektieren und entsprechende Projekte zu unterstützen. Betont wurde, dass auch die Türkei dabei gefordert ist.
Mehrere Podiums-Redner akzentuierten die wichtige Rolle, die in Deutschland lebenden türkischstämmigen Künstlern beim deutsch-türkischen Dialog zukommt, sowohl hierzulande als auch in der Türkei. Unter Verweis auf Fatih Akins Erfolg und die intensiven Reaktionen auf seinen Film wurde die Hoffnung geäußert, dass türkischstämmige Künstler einen gesellschaftlichen Diskurs in Gang bringen könnten, der in der Integrationspolitik in der Vergangenheit immer wieder stecken geblieben ist. Kulturarbeit könne helfen, gegenseitige Vorurteile und Ängste abzubauen.
Einigkeit bestand aber auch darin, dass deutsch-türkischer Kulturaustausch professionelle Strukturen braucht, um nachhaltiger in Gang zu kommen.
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InterForum Nürnberg
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