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Zucker im Tank, Gift in der Niere - Auswirkungen von Agrokraftstoffen in Nicaragua

11.04.2011 - 19:30


In den Zuckeranbaugebieten Nicaraguas sind in den letzten Jahren über 4.000 Arbeiter an Nierenversagen gestorben. Zwei RepräsentantInnen der Organisation ANAIRC berichten über die Hintergründe dieser Situation. ANAIRC ist eine Vereinigung betroffener ehemaliger Zuckerrohrarbeiter, die durch den langjährigen Pestizideinsatz an chronischer Niereninsuffizienz leiden.

Die Zuckerbetriebe, die zu den einflussreichsten Unternehmen Zentralamerikas gehören, weisen jede Schuld an den Erkrankungen zurück, erkrankte Arbeiter werden einfach entlassen. Durch den Agrosprit-Boom werden sich diese untragbaren Zustände weiter verschärfen. Denn die Europäische Union setzt zunehmend auf die Beimischung von Ethanol zum Kraftstoff. Seit Anfang des Jahres ist das ökologisch höchst umstrittene Benzin E 10 mit einem Ethanolgehalt von 10 Prozent auf dem Markt. Dies steigert die Ethanolimporte der EU, auch aus Nicaragua, wo inzwischen immer mehr Zucker zu Ethanol verarbeitet wird.

ReferentInnen

Carmen Rios
Vorsitzende des Verbandes, der von chronischen Nierenerkrankung Betroffen in Nicaragua (ANAIRC).

Camilo Navas
studiert Journalismus und engagiert sich in einer Unterstützergruppe von ANAIRC

 

Veranstaltungsort
München, EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, Weltraum U09


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit

Umweltinstitut München e. V.

Münchner Umwelt-Zentrum e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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