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Ort und Erinnerung - Nationalsozialismus in München

25.10.2007


Mit Michael Backmund Journalist, Redakteur, Autor und Mitarbeiter der Ausstellung "Ort und Erinnerung. Nationalsozialismus in München".

Die Entwicklung der Landeshauptstadt München zur "Hauptstadt der Bewegung" und "Hauptstadt der Deutschen Kunst" zeigt, dass Münchner Beamte, durchaus zur intellektuellen Elite gehörend, NS Karriere machten und nach dem Krieg in der "Weltstadt mit Herz" reibungslos in ihren Berufen bestätigt wurden. Diese Lobby besteht bis heute, nach dem Motto "die Nazis", das waren die anderen. Beispiel: Dr. Buchner, Direktor der Alten Pinakothek und die Professoren der Akademie der Bildenden Künste, die im Krieg und danach in ihren Berufungen bestätigt wurden.
Wie, von heute aus die Geschichte betrachtend, sehen die Verantwortlichkeiten aus?

Backmund zeichnete anhand von Dokumenten und Schriftstücken ein erschreckendes Bild von Ignoranz und Desinteresse der Bevölkerung. Beispiel, Wiedergutmachungszahlungen Münchner Firmen: die kleinen Firmen "hatten keine Ahnung" vom NS Terror, die großen Firmen verwiesen auf die "Zuständigkeit der BRD" für die Wiedergutmachung. Die Ergebnisse seiner Recherchen waren spannend und erschreckend, alle Besucher blieben zur Teilnahme an einer bewegten Aussprache.

 

 


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Kunstforum Soziale Skulptur München



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