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1000 Days and a Dream - Ein Film über den Kampf der Leute von Plachimada gegen Coca Cola

19.01.2012 - 20:00


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Indiens Süden"

1998 gab die damalige LDF (Left Democratic Front)-Regierung  in Kerala dem Coca Cola Konzern die Genehmigung, in Perumatti, einer Landgemeinde in einer abgelegenen und rückständigen Region des Bundesstaates, ein Werk für die Produktion von Soft Drinks zu bauen. Die Regierung hoffte, dass dadurch Arbeitsplätze in dieser wirtschaftlich sehr schwachen Gegend geschaffen würden. Schon wenige Monate nach Beginn der Produktion - das Werk pumpte täglich 5 Mio. Liter Tiefenwasser ab - zeigte sich jedoch, dass diese Entscheidung dramatische Folgen hatte. In dem Dorf Plachimada in der Nähe des Werkes sank der Wasserspiegel der Brunnen stark ab und mehrere Menschen erkrankten durch das belastete Wasser.

Die Frauen von Plachimada begannen in einer selbst organisierten Aktion vor dem Werkstor zu demonstrieren. Die Probleme verschärften sich noch, als Coca Cola an die Bauern Klärschlamm zum Düngen ausgab, der sehr stark mit Schwermetallen durchsetzt war. So kam zum Wassermangel die Vergiftung der Böden. Der Protest der Bevölkerung, vor allem der Frauen, die acht Jahre lang täglich vor dem Werk demonstrierten, erregte weltweit große Aufmerksamkeit und führte 2010 zu einem wichtigen Erfolg.

Der Film von P. Baburaj und C. Saratchandran dokumentiert diese Ereignisse.

Downloads zum Artikel
Flyer_Indienreihe_02.pdf


ReferentInnen

Klaus Liebig

Veranstaltungsort
München, Eine-Welt-Haus


Kosten
3,- EUR


Partner

Interkulturelles Forum e.V.

Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Trägerkreis EineWeltHaus München e.V.


Art der Veranstaltung
Dokumentarfilm und Diskussion



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