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16.09.2007
Die Bildungsreise nach Istanbul fand statt vom 16.-23.9.07
Vor Ort erwartete die Gruppe ein umfangreiches Programm bestehend aus Vorträgen zur Geschichte der türkischen Frauenbewegung vom osmanischen Reich bis heute, Vorträge über ethnische Minderheiten, Straf- und Zivilrecht, Besuch von verschiedenen Vereinen, die sich für die Gleichstellung von türkischen Frauen engagieren sowie einer Lesung.
Der Exkurs in die Vergangenheit der türkischen Frauenbewegung zu Anfang der Woche war wichtige Grundlage für die anderen Punkte des Programms.
Auch die Einbeziehung von Informationen über den Islam hatte in diesem Zusammenhang ihre Bedeutung.
Besonders interessant war für die Teilnehmerinnen der Kontakt zu den Akteurinnen vor Ort. Dabei wurde besonders deren Offenheit geschätzt. Spannend waren Fragen nach der Rolle der Frau in der Türkei und ob bzw. wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat oder mit der Reform von verschiedenen Gesetzen geändert hat.
Die Teilnehmerinnen mussten feststellen, dass viele Maßnahmen in Politik und Gesellschaft nicht so bei den Frauen ankommt, wie auf dem Papier intendiert.
Gerade im ländlichen Raum haben Frauen zumeist noch die Rolle als Hausfrau und Mutter und werden über den Mann definiert. Das Zusammenleben von Mann und Frau in der Türkei ist ein sehr tradiertes, an dem Gesetzesänderungen von heute auf morgen nichts ändern werden.
Die Frage nach der Finanzierung der Vereine und deren Projekte stand auch mehrmals im Mittelpunkt der Diskussion. Großes Unverständnis wurde seitens der deutschen Frauen bezüglich der Diskriminierung von ethnischen Minderheiten und benachteiligten Menschen geäußert. In diesem Zusammenhang sahen die Teilnehmerinnen ein großes Problem für die Türkei auf dem Weg in die EU.
Insgesamt wurde die Reise als überaus informativ und lehrreich eingeschätzt.
Partner
Stiftung Leben & Umwelt, Hannover
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