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Jeder fünfte Schüler verlässt in Deutschland die Schule mit erheblichen Bildungsdefiziten. Diese Schüler haben Probleme im Arbeitsleben und können an Politik und Kultur nur eingeschränkt teilhaben. Insgesamt geht es um rund zwei Millionen Jugendlichen – häufig sind sie männlich mit Migrationshintergrund. Ihnen drohen Arbeitslosigkeit und sozialer Ausschluss. Diese Bildungsarmut ist nicht nur ein Makel für die Betroffenen, sie ist auch für Staat und Gesellschaft ein Problem.
Die Schule hat mit dem Wandel der Sozialstruktur und der Arbeitswelt nicht Schritt gehalten. Bei allen Verbesserungsbemühungen werden die Lern- und Lebenschancen von bildungsarmen Kindern und Jugendlichen immer noch zu wenig beachtet. Aus diesem Befund zieht die Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung in der vorliegenden Empfehlung einen radikalen Schluss: Sie will die "Risikogruppe" ins Zentrum der Bildungsreform stellen. Darüber hinaus geht es um die Verbesserung der Förderfähigkeit der Schulen insgesamt. Die Schulkommission plädiert für eine nicht diskriminierende Leistungsorientierung. Sie rückt die individuelle Förderung und die Durchlässigkeit des Bildungssystems in den Mittelpunkt.
Die Empfehlung der Schulkommission der Heinrich-Böll-Stiftung ist mit ergänzenden und weiterführenden Beiträgen als Band 3 der Schriften zu Bildung und Kultur erschienen. Sie können die 60-seitige Publikation bei uns als PDF-Datei (knapp 1 MB) herunterladen:
Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf. Wie Bildungsarmut nicht weiter vererbt wird
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