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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

12.03.2011

Gentechnikfreie Lebensmittel aus bäuerlicher Landwirtschaft

Chancen für regionale Verarbeiter und Erzeuger durch Qualitätsvermarktung

Rupert Thaler, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Töging, Pflanzenbau: Produktionstechnik beim betriebseigenen Anbau von heimischen Leguminosen (Ackerbohne, Soja, Erbse etc.)
Rupert Thaler betonte, dass es in Bayern nur 2 Anlagen zur Verarbeitung (Rösten und Toasten) von heimisch angebautem Soja gebe (Stadlhuber in Waldkraiburg und Asamhof in Kissing). Von einem flächigen Angebot könne daher bis jetzt noch keine Rede sein. Die Deckungsbeiträge für Leguminosen wie Soja, Erbse und Ackerbohne liegen nach den amtlichen Berechnungen mit 345 – 494 €/Jahr/ha weit unter denen von Winterweizen (859 €) und Körnermais (832 €). Um den Anbau attraktiver zu machen,  wäre daher eine staatliche Förderung des ökologisch sinnvollen Leguminosenanbaus unabdingbar. Die EU-Kommission hat den Vorschlag von Bund und Ländern für 220 €/ha zuletzt jedoch mit Hinweis auf mangelnde WTO-Konformität abgelehnt, so dass derzeit nur über das KULAP-Programm mit dem Baustein „Vielfältige Fruchtfolge“ eine Prämie von 85 € pro ha/Jahr möglich ist. Auf politischer Ebene werde aber weiterhin versucht, eine Zusatzförderung gegenüber der EU durchzusetzen. Die Landesämter forschen an der Züchtung optimierter Sorten, da generell die Sortenvielfalt von Leguminosen aufgrund der zu geringen Verwendung gefährdet ist. Josef Schmid betonte, dass der Landwirt bei seinen Anbauentscheidungen nicht nur den zu erzielenden Marktpreis, sondern die zahlreichen ökologischen Vorteile (Auflockerung enger Fruchtfolgen, deutliche Verbesserung der Bodenstruktur und des Humusaufbaus, geringer Düngebedarf, verbesserte Tiergesundheit) berücksichtigen sollte. 

Jakob Niedermaier, Geschäftsführer MVS GmbH, Freising: Faire und gentechnikfreie Milchvermarktung
Die Milchvermarktungs-GmbH Süddeutschland vermarktet 110 Millionen Kilo Milch von 351 Bauern und schafft es über das Produktlabel „Faire Milch“, den Bauern einen Milchpreis von rund 40 Cent bezahlen zu können. Bedingung für die Bauern ist, dass diese Gentechnikfreiheit in der Fütterung garantieren. Die Vertragsbedingungen legen ein absolutes Verbot für Soja aus Übersee fest, nur gvo-freie Futtermittel aus Europa dürften verwendet werden. Zusätzlich verpflichtet sich jeder Betrieb, auf seinem Betrieb eine Umweltmaßnahme anzuwenden (Heckenpflanzung, Feuchtwiesenpflege, Streuobstwiesen). Die MVS ist bemüht, den Absatz weiter zu steigern, damit noch mehr Bauern aufgenommen werden können, Anfragen hierzu gebe es mehr als genug.

Josef Feilmeier, Internationale Arbeitsgruppe Futtermittel NON-GV, Edlham:  Preissituation und Verfügbarkeit von GVO-freien Futtermitteln
Josef Feilmeier ist als Mitglied der oben genannten Arbeitsgruppe und als Betreiber eines Lagerhauses der über die Grenzen von Bayern hinaus bekannte Pionier für die Vermarktung von gvo-freiem Soja. Für den Landwirt sei es zwingend erforderlich sei, nur Saatgut zu kaufen, bei dem der Züchter schriftlich bestätige, dass es „nach eigenen Untersuchungen frei von gentechnisch veränderten Bestandteilen“ ist. Nach seiner Einschätzung werden durch das neue „Ohne-Gentechnik-Siegel“ deutliche Marktveränderungen ergeben:. Wer weiterhin mit genverändertem Futter produziere, werde bald Verkaufsprobleme bekommen. Große Molkereine wie Campina haben ihr Sortiment komplett umgestellt, einige bayerische Molkereinen wie Zott und Gropper haben eine gvo-freie Produktlinie aufgenommen. Er betonte, dass reichlich genfreies Soja auf dem Markt verfügbar sei. Der Mehrpreis werde langfristig durch eine deutlich erhöhte Teiergesundheit und sinkende Tierarztkosten ausgeglichen.  Hierzu gab es eine intensive Diskussion mit den anwesenden Landwirten, weil faktisch auf dem Lieferschein die gvo-freien Futtermittel eben doch teurer seien und bei fehlender Honorierung des Abnehmers die Umstellung nicht finanzierbar sei.

Dr. Ludwig Stuhlberger (Metzgerei Stuhlberger Erding/Freising): Vermarktungschancen von Fleisch aus Ohne Gentechnik-Fütterung
Als Tierarzt und Metzgermeister verfügt Dr. Stuhlberger über eine durchaus ungewöhnliche berufliche Qualifizierungskombination.  Er gilt für den bayerischen Raum ebenfalls als Pionier bei der Vermarktung von gvo-freien Fleischprodukten. Die Bauern, die an die Firma Stuhlberger liefern, müssen eine Selbstverpflichtungserklärung abgeben, dass sie ausschließlich genfreies Soja verfüttern. Das sei bei den Schweinezüchtern anfangs schwierig gewesen, da die Lagerhäuser sich zunächst heftig dagegen gesträubt hätten. Bei den Ochsen habe es weniger Probleme gegeben, weil die Bauern hier leichter die Möglichkeit hätten, ihre Tiere mit hofeigenem Futter zu versorgen. Die Bauern erhalten einen Mehrpreis von rund 5 € pro Schwein und bei Bullen von 30ct/kg. Wenn komplett auf Soja verzichtet wird, steigt dieser Aufpreis. Der Verbraucherendpreis liegt im höheren Preissegment, die vielen Stammkunden schätzen aber die angebotene Qualität und sind bereit, dafür etwas mehr zu bezahlen. Verarbeitet wird bei Stuhlberger eine Fleischmenge von 8000 Kilo pro Woche. Nur Metzgerbetriebe, die auch selber schlachten, könnten eine sichere Trennung realisieren. Herr Stuhlberger spannte einen weitern Bogen und bezog viele gesellschaftliche Fragestellungen mit ein. An die Bauern appellierte er, nicht bei den Discountern einzukaufen: „Man soll nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitzt.“

Abschlussstatements:

Lucia Egner von der AbL Regionalgruppe Oberland stellte zum Abschluss fest. „Das Fazit von heute sollte sein, dass jeder auf seinen Metzger oder Vermarkter zugeht und fragt, ob er eine Schiene für gentechnikfreie Lebensmittel etablieren will.“

Der Vorsitzende Josef Schmid appellierte an die Teilnehmer, auch emotional hinter der Gentechnikfreiheit zu stehen und das Thema der GVO-Fütterung bei konventioneller Erzeugung, die nicht über das „Ohne-Gentechnik-Siegel“ lizensiert ist, beim Gespräch mit Verbrauchern immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. Die Umstellung lässt sich vor allem dann realisieren, wenn der Verbraucher bereit ist, einen Mehrpreis zu bezahlen. Auf politischer Ebene müsste endlich erreicht werden, dass nicht die gvo-freien, natürlichen Futtermittel teurer sind, weil sie den Aufwand für getrennte Logisitik und Untersuchungen tragen, sondern dass hier das Verursacherprinzip bei der Kostenübernahme angewandt wird.

Veranstaltungsort
Dorfen, Tagwerkszentrum, Siemensstr. 2


Partner

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Bayern, e.V.


Art der Veranstaltung
Tagung



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27.02.2011 - 19:00

Die Freiheit kam im Mai / Mauthausenkantate

Die Erinnerungen des Dichters Iakovos Kampanellis aus seiner Zeit als Häftling im Konzentrationslager Mauthausen, insbesondere nach der Befreiung am 5. Mai 1945, gehören in Griechenland zur Allgemeinbildung. Das 1963 erschienene Buch hat dort schon die 34. Auflage erreicht.

Es ist ein grosser Verdienst von Dr. Franz Richard Reiter, dem Verleger (Ephelant Verlag, Wien), dass dieses wichtige Buch nun endlich auch in deutscher Sprache erschienen ist. Für die hervorragende Übersetzung ist Elena Strubakis eine staatliche Auszeichnung in Österreich zugesprochen worden.

Der Musikverein Philharmonia wird in 9-köpfiger Besetzung die weltberühmte Mauthausen Cantata aufführen. Mikis Theodorakis hat unter diesem Titel Gedichte von Iakovos Kampanellis vertont.

Empfohlene Weblinks

www.elektrobuch.de/clubvoltaire/veranstaltungen/2011_1/02_strubakis.htm

ReferentInnen

Buch von Iakovos Kampanellis

Musik von Mikis Theodorakis

Es lesen ELENA STRUBAKIS und DR. FRANZ RICHARD REITER

Orchester: MUSIKVEREIN PHILHARMONIA

Veranstaltungsort
München, Anton-Fingerle-Bildungszentrum, Schlierseestr. 47, U2/S-Bahn Giesing


Kosten
15,- EUR / ermäßigt 12,- EUR


Partner

Club Voltaire München

Oistros e.V.

VVN/BdA München (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen)


Art der Veranstaltung
Lesung und Konzert



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12.02.2011 - 10:00 bis 17:30

Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Politikmanagement vor Ort

Was nützen die besten Ideen, die besten Programme, die besten Veranstaltungen, wenn die "Zielgruppe" davon nichts merkt? Der (Miss-) Erfolg von Vereinen, Verbänden, Initiativen und Parteien hängt deshalb wesentlich davon ab, die eigenen Inhalten und Themen gut "rüberzubringen". Gefragt ist also eine gewisse Professionalität in der öffentlichen Selbstdarstellung und im Umgang mit den Medien-Macher/inne/n.

Unser Seminar gibt Hilfestellung für eine gezielte und überzeugende Öffentlichkeitsarbeit. Es bietet einen Überblick über die verschiedenen Mittel, die dafür zur Verfügung stehen: von der "klassischen" Pressearbeit (Pressemitteilungen und Pressekonferenzen) über öffentlichkeitswirksame Aktionen und Veranstaltungen bis hin zur Produktion eigener Medieninhalte (Zeitung, Homepage, Web 2.0). Ein Blick hinter die Kulissen der Redaktionsbüros sowie Tipps für ein möglichst problemloses Verhältnis zu den JournalistInnen runden das Seminar ab.

 

ReferentInnen

Alex Burger
Referent Öffentlichkeitsarbeit, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Landesverband Bayern

Dr. Gerd Rudel
Politologe, Bildungsreferent, Petra-Kelly-Stiftung, Bamberg

Veranstaltungsort
Nürnberg, Burgstr. 1-3, eckstein, Raum 4.01


Kosten
40,-/erm. 30 Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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08.02.2011 - 19:00

Das NS-Dokumentationszentrum München

Planung und Vorschau: ein Blick in die Zukunft

Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe

Kunst gegen das Vergessen
Erinnern für Gegenwart und Zukunft

Die Veranstaltungsreihe über Widerstand und Wahrheit in der deutschen Geschichte soll zur Förderung der Erinnerungskultur für eine wahrhaftige Zukunft beitragen.

 

Empfohlene Weblinks

www.sozialeskulptur-muenchen.de

ReferentInnen

Dr. Irmtrud Wojak
Gründungsdirektorin des NS-Dokumentationszentrums
  München

Veranstaltungsort
München, Soziale Skulptur, Augustenstraße 45


Kosten
7,- EUR


Partner

Soziale Skulptur München e.V.


Art der Veranstaltung
Vortrag und Gespräch



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06.02.2011 - 15:00

Neue Mächte - neue Krisen - neue Antworten?

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2011

Unmittelbar nach Ende der 47. Münchner Sicherheitskonferenz wollen wir mit Teilnehmenden der Konferenz über neue sicherheitspolitische Diskurse, über veränderte Perspektiven und neue sicherheitspolitische Chancen und Allianzen diskutieren. Wie in den Vorjahren soll damit etwas mehr Transparenz gegenüber der kritischen Öffentlichkeit geschaffen werden.

  • Was waren die herausragenden Themenblöcke und Ergebnisse der diesjährigen Sicherheitskonferenz?
  • Wie spiegelte sich der "Aufstieg der neuen Mächte" in der Einladungsliste?
  • Gibt es Chancen einer "post-nuklearen" transatlantischen Sicherheitsordnung?
  • Gab es Antworten zum neuen Sicherheitsbegriff, zur "Sicherheit im 21. Jahrhundert" und zu "Cyber-Kriegen"?
  • Was gibt es Neues zum Iran?
  • Wie diskutierte man die jüngsten Entwicklungen im arabischen Raum unter sicherheitspolitischen Aspekten?
  • Wie beurteilte man den Strategiewechsel in Afghanistan und die Zukunft von Land und Region zehn Jahre nach dem 11. September?

Diese Themen werden die vom 4.-6. Februar in München stattfindende Sicherheitskonferenz bestimmen.

Seien Sie im Anschluss mit dabei !!!

ReferentInnen

Dr. Jackson Janes
Executive Director am "American Institute for Contemporary German Studies" der John Hopkins Universität in Washington, DC

 

Renate Grasse
Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern" e.V.

Ralf Fücks
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Conrad Tribble
US-Generalkonsul, München

 

Moderation:

Gregor Enste
Referent Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung

Veranstaltungsort
München, Künstlerhaus am Lenbachplatz, Lenbachplatz 8


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Heinrich Böll Stiftung


Art der Veranstaltung
Podiumsdiskussion



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22.01.2011

Schutz Macht Einmischung

Zur Reichweite eines UNO-Konzepts

Der nach dem Kosovo-Krieg heftig umstrittene Begriff der "humanitären Intervention" wurde durch das so genannte "Prinzip der Schutzverantwortung" (Responsibility to Protect) abgelöst und von den Vereinten Nationen im Jahre 2005 anerkannt. Danach stehen zwar Prävention und Wiederaufbau im Vordergrund. Eine Kurzzusammenfassung dieses Konzepts finden Sie in der PDF-Datei, die Sie herunterladen können.

Andrea Behm erläutert das Konzept "Responsibility to Protect".

Gleichzeitig aber wird die internationale Staatengemeinschaft in die Pflicht genommen, bei gravierenden Menschenrechtsverletzungen gegebenenfalls auch gewaltsam einzugreifen. Damit wird ein Ausweg aus dem Konflikt zwischen humanitär gebotenem Menschenrechtsschutz und völkerrechtlich zwingendem Gewaltverzicht versucht.

Wie aber kann die Quadratur des Kreises gelingen? Kann das hohe moralische Ziel des Menschenrechtsschutzes nicht zur Tarnung eines Kolonialismus benutzt werden? Werden Verantwortung und Hilfe nicht von machtpolitischen, wirtschaftlichen und strategischen Eigeninteressen überlagert und schlagen dann schnell in Einmischung und Entmachtung um?

Wir näherten uns diesen kontroversen Fragen, indem wir das Thema "in den Raum stellten": Die Teilnehmenden bildeten – unterstützt von Fachexperten – stellvertretend für die Konfliktbeteiligten deren Ziele, Interessen und Bedürfnisse räumlich ab.

.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Aufstellung, ihrer Dynamik und der Ergebnisse wie auch der Reaktionen der Teilnehmenden können Sie ebenfalls als PDF-Datei herunterladen.

Downloads zum Artikel

R2P_Kurzuebersicht.pdf


ReferentInnen

Dr. Ruth Sander
Supervisorin, systemische Beraterin, "Politik im Raum"

Dr. Winrich Kühne
Jurist, ehem. Direktor des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze, Berlin

Christiane Ernst-Zettl
Berufssoldatin

Andrea Behm
Juristin, Regionalforum Ziviler Friedensdienst Südbayern


Partner

Arbeitsgemeinschaft Friedenspädagogik (AGFP)

Evangelische Stadtakademie München

Heinrich-Böll-Stiftung

Frauensicherheitsrat

Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Regionalforum ZDF Südbayern

 



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12.01.2011

Afghanistan – Perspektiven auf ein Land im Konflikt

Von Wissenschaft bis Praxis:

Tagung zu aktuellen Problemfeldern am Hindukusch

Das Kernstück der Tagung waren die Workshops, die zu Themen aus Wissenschaft und Praxis Konfliktlinien in Afghanistan nachzeichneten. Um die Teilnehmer/innen angemessen auf diese komplexe inhaltliche Arbeit vorzubereiten, wurde unter der Leitung von Dr. Andreas Bock eine Einführungsveranstaltung am Vorabend abgehalten, in der versucht wurde, den Studierenden ein erstes Verständnis für die vorherrschenden Konflikte und deren Faktoren zu vermitteln.

Im Rahmen der Workshops konnte sich am darauf folgenden Tag jede/r Teilnehmer/in intensiv mit einem Teilaspekt des Afghanistan-Konflikts beschäftigen. In der Arbeitsgruppe, die von Florian Kühn geleitet wurde, lernten die Teilnehmenden die Problematik des Statebuilding in Afghanistan kennen. Schon im Voraus setzten sich die Studenten/-innen mit Texten zu diesem Thema auseinander, sodass zügig ein intensiver und inhaltlich spannender Austausch stattfinden konnte. Florian Kühn, der an der Helmut- Schmidt-Universität in Hamburg lehrt und sich schon lange mit dem Afghanistankonflikt auseinandersetzt, reflektierte mit den Teilnehmern/-innen eigene Thesen und wissenschaftliche Analysen zur Situation in Afghanistan.

Einen ganz anderen, aber nicht minder relevanten Ansatz verfolgte Laila Noor. Die gebürtige Afghanin beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Frauensituation in Afghanistan und setzt mit ihrer Organisation Afghan Women Association bei der Förderung von Bildungsarbeit an. Durch den Bau von Schulen in der Region und den Einsatz für verbesserte Bildungschancen junger Mädchen leistet sie wertvolle praktische Konfliktbearbeitung. Mittels ihrer eigenen Erfahrungen verschaffte Frau Noor den Teilnehmern/-innen einen ganz besonderen, persönlich-authentischen Einblick in die Probleme des Landes.

Malte Gaier, der momentan an der Universität Erfurt promoviert, setzte sich in seiner Arbeitsgruppe aus wissenschaftlicher Perspektive mit Pakistans Rolle im Afghanistan-Konflikt auseinander. Diese Dimension, der oftmals nicht genügend Beachtung geschenkt wird, wurde von den Partizipierenden beleuchtet und spannende Erkenntnisse wurden gemeinsam herausgearbeitet. Besonders an diesem Thema wird deutlich, dass sich die Studierenden in der Planung bewusst für einen weiten Fokus auf den Afghanistan-Konflikt entschieden haben und damit eine breite Auswahl an Workshopthemen bereitstellen konnten.

Die umfassende Betrachtungsweise der Situation veranschaulicht auch der Workshop von Nicole Birtsch. Sie arbeitet im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes an der Universität Kabul und baut dort ein Netzwerk für Friedens- und Konfliktforschung auf. Sowohl ließ sie die Workshopteilnehmer/innen an ihren persönlichen Erfahrungen teilhaben, als auch an der Idee hinter dem Aufbau der Friedensforschung an der Universität Kabul. Dieser für die Studierenden sehr neue Ansatz zur Friedensarbeit stieß auf viel Interesse und Anklang.

Im Anschluss an den intensiven Austausch in den Workshops fand resümierend eine gemeinsame Diskussionsrunde statt, um den jeweils anderen Arbeitsgruppen einen Einblick in die verschiedenen Perspektiven zu gewähren. Ein besonderer Gast des Plenums war PD Dr. Jochen Hippler, der zu den führenden Afghanistanforschern in Deutschland zählt und gerne die Diskussion um seine Expertise ergänzte.

 

Veranstaltungsort
Augsburg


Partner

Universität Augsburg


Art der Veranstaltung
Tagung



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19.12.2010

Zwischen Oujda und Dakar - Das europäische Grenzregime in Nord- und Westafrika und der Widerstand dagegen

Die europäische Flüchtlingspolitik verfolgt seit mehreren Jahren ein neues Ziel: MigrantInnen sollen schon in den Transitländern wie Marokko und dem Senegal aufgehalten werden, ohne je die EU-Außengrenzen zu erreichen. Mit unserer Veranstaltung sollte für die dramatische Situation von MigrantInnen in Nord- und Westafrika und die Verantwortung der europäischen Länder dafür sensibilisiert werden. Gleichzeitig sollte über die Menschenrechtsarbeit afrikanischer NGOs informiert werden um Kooperationen und Unterstützung mit bzw. für diese anzustoßen.

Zum Einstieg wurde der Kurzfilm „Ein Traum von Europa“ von Steffen Weber gezeigt. Es folgten zwei Vorträge. Miriam Edding arbeitet seit Jahren eng mit der marokkanischen Menschenrechtsorganisation ABCDS zusammen und zog als Teilnehmer der internationalen Konferenz "5 Jahre Ceuta und Melilla, 5 Jahre Frontex", die im Oktober in Oujda (Marokko) stattfand, Bilanz. Die Auswirkungen der EU-Migrationspolitik, die aktuelle Situation von Flüchtlingen und der zivilgesellschaftliche Widerstand in Marokko waren Thema des Vortrags. Hans Georg Eberl ist langjähriger Aktivist der Karawane München und berichtete von der migrantischen Selbstorganisation in Nord- und Westafrika und der Flüchtlingskarawane zum Weltsozialforum (WSF), an deren Vorbereitung er beteiligt ist.

Besonders erfreulich sind zwei Folgeanfragen von TeilnehmerInnen: Zum einen von einer Gymnasiallehrerin welche ein Schulprojekt zum Thema durchführen möchte und zum anderen durch Attac-München, die eine Parallelveranstaltung zum WSF mit den Referenten durchführen möchte.

Empfohlene Weblinks

www.carava.net

www.fluechtlingsrat-bayern.de

www.hinterland-magazin.de

Veranstaltungsort
München / Nürnberg


Partner

KARAWANE

Bayerischer Flüchtlingsrat

HINTERLAND REDAKTION


Art der Veranstaltung
Film, Vorträge & Diskussion



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03.12.2010

Herausforderung Rechtsextremismus

Strukturen - Strategien - Gegenmaßnahmen

"Nicht ignorieren, sondern hinschauen und aufstehen!"

Den harten Kern der Rechtsextremisten kann man von außen nicht erreichen, um ihnen Brüche in ihrem hermetisch geschlossenen Weltbild vor Augen zu halten, man muss sie ausgrenzen. Die Brüche müssen von innen kommen, z.B. durch einschneidende Schlüsselerlebnisse. Es geht um die Sympathisanten, um die neutralen Zuhörer, die man aufklären muss. In dieser Bewertung waren sich alle ReferentInnen unserer gemeinsam mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing durchgeführten Tagung einig.

Manuel BauerManuel Bauer hatte sein Schlüsselerlebnis im Gefängnis, als ihm zwei türkisch-stämmige Mithäftlinge in einer Schlägerei mit seinen ehemaligen „Kameraden“ beistanden. Dieser Vorfall brachte bei ihm ein Weltbild ins Wanken, dem er über zwölf Jahre lang fanatisch verpflichtet war. Und dies nicht nur als Mitläufer, sondern als Karrierist: Mit 16 Junggruppenführer in der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ), mit 18 Kameradschaftsführer, mit 19 hat er im sächsischen Torgau den Bund "Arischer Kämpfer" gegründet, eine Art paramilitärische Organisation. "Man konnte aufsteigen, wurde gelobt, konnte Macht über andere ausüben, das hat mich fasziniert", so Bauer. Mit seiner Truppe zündete er eine Dönerbude an, verprügelte 14 Menschen bei einer türkischen Hochzeitsfeier und erpresste einen Geschäftsmann, wofür er ins Gefängnis ging. Sein Weltbild wurde beherrscht vom extrem übersteigerten Nationalismus, so sehr, dass er einem Kameraden, der Spaghetti gegessen hatte, mit der Faust ins Gesicht schlug. Selbst das Essen musste deutsch sein. In seinen Augen wurde das deutsche Volk unterdrückt: "Nehmen Sie das Grundgesetz", sagte Bauer. "Meinungsfreiheit, die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber sobald ein Neonazi seine Meinung vertrat, war der Deutsche antastbar." Angereichert mit so mancher Verschwörungstheorie wie z.B. dass der Holocaust eine Erfindung der Alliierten sei, ergab dies ein Weltbild, das vermeintlich keine inneren Brüche aufwies. Erst die Schlägerei im Gefängnis und anschließend der kontinuierliche Kontakt mit Mitarbeitern der deutschlandweiten Aussteigerinitiative EXIT bewirkten einen langsamen Gesinnungswandel. Heute ist Manuel Bauer für EXIT aktiv, er erzählt Schulklassen seine Geschichte, diskutiert mit Lehrern.

Annette RamelsbergerSeit 20 Jahren beschäftigt sich Annette Ramelsberger, die Leiterin der Bayernredaktion der Süddeutschen Zeitung, mit dem Thema Rechtsextremismus. Dass Bayern hier keine Insel der Seligen darstellt, sondern ebenso betroffen ist wie der Rest der Republik, zeigte sie anhand einiger Beispiele: Gräfenberg mit über 50 "Heldengedenkmärschen", die Familie Brenner in Fürth, die von der rechten Szene für ihren Einsatz gegen die Gräfenberger Aufmärsche drangsaliert wird waren darunter. Die kommunalen Entscheidungsträger, so Ramelsberger, müssten oft erstmal anerkennen, dass sie in ihrer Gemeinde ein Problem haben. Diese Einsicht kommt aber allzu häufig erst dann, wenn die Neonazis vom Nationalen Widerstand in den Versammlungen auftauchen und rechtsextremistische Bands in den Jugendzentren auftreten. Und dann helfe nur noch das Zusammenrücken der demokratisch Gesinnten und ein einheitliches Auftreten gegenüber den Rechten – ein Ziel, das nur zu oft durch Ressentiments zwischen den verschiedenen Gruppen erschwert werde. Dass es auch auf die Verwaltungen ankomme, darauf machte Ramelsberger ebenso aufmerksam: So wurden in Passau jahrelang durch immer wiederkehrende Prozesse gegen die NPD und DVU deren Parteitage in der Nibelungenhalle zwar nicht verhindert, aber immerhin erschwert und dadurch immer wieder deutliche Zeichen gesetzt. "Dies ist auf jeden Fall viel besser als nichts zu tun und die Nichtbeachtungsstrategie zu fahren", so die SZ-Journalistin. Man müsse darüber berichten, und zwar kontinuierlich und nicht nur, wenn etwas Spektakuläres passiert sei.

Andrea RöpkeViel zu oft wird die Strategie der "national befreiten Zonen" in den Medien auf die Gewalt reduziert, was im Begriff "No-Go Areas" deutlich wird. Dies ist jedoch nur ein Aspekt einer nachhaltig angelegten Strategie, die letztlich darauf abzielt, "eine eigene sanktionsfähige Gegenmacht zum Staat" in ausgesuchten Gebieten zu etablieren. Anhand verschiedener Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern veranschaulichte die Journalistin und Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke die Vorgehensweise der Neonazis: Etablierung eigener Wirtschaftskreisläufe, Selbstverwaltung und damit Aufbau einer nationalsozialistischen Gemeinschaft. Dabei, so Röpke, "übernehmen Rechtsextremisten die Räume, aus denen sich die Zivilgesellschaft zurückzieht." Zuerst werden Häuser gekauft oder manchmal auch durch Erbschaften erworben, die dann von national Gesinnten übernommen werden. Dann folgt die schrittweise Infiltration des vorpolitischen Raumes durch die "nationale Graswurzelarbeit": Übernahme von Elternbeiratsposten, rein in die Sportvereine, in die Freiwilligen Feuerwehren. Auch Hartz-IV-Beratung und Schülernachhilfe fallen hierunter. Parallel wird eine "nationale Gegenkultur" angeboten: germanisches Brauchtum, "Volksgemeinschaft". Diese auf Privatgelände stattfindenden und damit der Öffentlichkeit weitgehend verborgen bleibenden Aktivitäten stuft Röpke inzwischen als "viel wichtiger ein als Demonstrationen und Gedenkmärsche". Ein weiterer Unterschied zur Situation z.B. vor zehn Jahren ist die Tatsache, dass heutzutage die Politisierung der Kinder rechtsextremistischer Eltern sehr viel früher einsetzt. Auch medial versuchen die Rechtsextremisten neue Möglichkeiten zu nutzen. Zum einen, indem sie immer intensiver das Internet als Kommunikations-, Info- und Werbeplattform nutzen, zum anderen, indem sie z.B. durch kostenlose Regionalboten die vom Rückzug der Tageszeitungen betroffene Leserschaft bedienen.

Juliane Lang vom Berliner Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus, die über die Rolle der Frauen im Rechtsextremismus sprach, wies darauf hin, dass im Gegensatz zu früher die Familiengründung nicht mehr so oft den Ausstieg der Männer aus der Szene bedeute. Dies hängt in erster Linie damit zusammen, dass Frauen in der rechtsextremistischen Szene inzwischen selbst stärker verankert sind. Frauen, so Lang, können "politische Parolen unterschwelliger in bestimmte Diskussionen einfließen lassen", da sie von Gesprächspartnern grundsätzlich als weniger radikal wahrgenommen werden. Während die klassische rechtsextremistische "Kämpferin" so gut wie nicht vorkomme, sind Frauen vor allem im organisatorischen Bereich engagiert. Sie bringen sich in den vorpolitischen Raum ein, organisieren Demonstrationen, betreiben Läden und Versandbetriebe, Cafes oder schreiben für die "Junge Freiheit". "Die Präsenz von Frauen feminisiert nicht die rechtsextremistische Szene, sondern stabilisiert sie, nach innen wie nach außen", resümierte Juliane Lang, und fuhr fort: "Auch wenn es Tendenzen gibt, die an eine Aufweichung bestehender Rollenbilder denken lassen: Die Ungleichheit der Geschlechter, Sexismus und Chauvinismus bleiben ein integraler Bestandteil der rechtsextremen Ordnung."

Auch bei der Vorstellung verschiedener Initiativen gegen Rechtsextremismus wurde deutlich, dass in Bayern die Bewusstseinsbildung vor allem im kommunalpolitischen Bereich ein andauernder Ansatzpunkt für die Aufklärungsarbeit ist. Nicola Hieke, die Landeskoordinatorin der „Koordinationsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus“, brachte dies so auf den Punkt: „Es ist nicht von der kommunalen Ebene abhängig, ob sich eine Szene bildet, aber wohl ist es von der Kommunalpolitik und den zivilgesellschaftlichen Strukturen anhängig, ob sich eine solche Szene etabliert.“ Die Koordinationsstelle, die im Auftrag des Bayerischen Jugendrings eingerichtet wurde, arbeitet u.a. an einem landesweiten Beratungsnetzwerk zur Vernetzung lokaler Initiativen, vermittelt Mobile Interventionsteams und bietet Infomaterialien an.

Ein spezieller Arbeitsbereich besteht in der von Michael Uhlig vorgestellten Opferberatung „B.U.D. Beratung, Unterstützung, Dokumentation“, durch das Opfern, aber auch Zeugen rechtsextremer Gewalt Beratung und Begleitung angeboten werden.

Das Ziel, alle verfügbaren Informationen über rechtsextremistische Umtriebe zusammen zu tragen, war Ausgangspunkt für die Gründung von „a.i.d.a. Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V.“ vor 20 Jahren. Inzwischen haben sich die Mitarbeiter von a.i.d.a. zu Kennern der Szene entwickelt, wie man sie bayernweit wohl kaum anderswo findet. Unter nicht ungefährlichem persönlichem Einsatz recherchieren sie bei rechtsextremistischen Veranstaltungen vor Ort und stellen die Ergebnisse Multiplikatoren wie Journalisten zur Verfügung. Der Verein sieht - wie Robert Andreasch betonte - seine Aufgabe darin, über rechtsextreme Aktivitäten, Organisationen und Personen zu informieren und dadurch Aktivitäten vor Ort zu unterstützen. A.I.D.A. organsisiert jedoch keinen politischen Widerstand gegen Rechtsextreme und verfolgt mit seiner Arbeit auch kein politisches Konzept.

Über ihr Projekt „Tacheles“ berichtete die Nürnberger Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair. Die einzelnen Module, die z.B. für Lehrerfortbildungen vor Ort kostenfrei sind, umfassen u.a. Workshops zu Themen wie „Anwerbeversuche von Jugendlichen durch Neonazis“ oder „Rassistische und neonazistische Musik“. Aber auch Zeitzeugengespräche für Schulklassen oder Ausstellungen werden über das Programm, das durch den Europäischen Sozialfonds und das Bundesprogramm „Xenos. Integration und Vielfalt“ gefördert wird, angeboten.
Manfred Schwarzmeier (Akademie für Politische Bildung Tutzing)

 

Die Tagung in den Medien

Bericht in der Nürnberger Zeitung: "Einblick in die rechtsradikale Szene - Bekenntnisse eines Geläuterten"

 

Nützliche Links

a.i.d.a. Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V.: www.aida-archiv.de

B.U.D. Beratung. Unterstützung. Dokumentation: www.bud-bayern.de

Bayerisches Bündnis für Toleranz: www.bayerisches-buendnis-fuer-toleranz.de

Bayern gegen Rechtsextremismus: www.bayern-gegen-rechtsextremismus.de

Bundesprogramm Xenos. Integration und Vielfalt: www.esf.de/portal/generator/6592/xenos.html

Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.bpb.de/themen/R2IRZM,0,Rechtsextremismus.html

EXIT Deutschland: www.exit-deutschland.de

Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus: www.lks-bayern.de

Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage: www.schule-ohne-rassismus.org

Tacheles-Projekt: www.tachelesprojekt.de

Zum Analyseansatz der "gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit":www.uni-bielefeld.de/ikg/gmf/einfuehrung.html

 

Literaturhinweise:

Andreasch, Robert/Andreas Speit: Mit Schwung in den Westen? Wie sich die NPD eine Zukunft in Bayern vorstellt. In: Andrea Roepke/Andreas Speit (Hg.): Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft. Ch. Links Verlag, Berlin 2008
Online: http://www.bpb.de/themen/B0NDCN,0,Mit_Schwung_in_den_Westen.html

Decker, Oliver/Marliese Weißmann/Johannes Kiess/Elmar Brähler: Die Mitte in der Krise. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn 2010
Download: http://library.fes.de/pdf-files/do/07504.pdf

Decker, Oliver/Elmar Brähler: Bewegung in der Mitte. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2008 mit einem Vergleich von 2002 bis 2008 und der Bundesländer, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2008
Download: http://library.fes.de/pdf-files/do/05864.pdf

Kulick, Holger/Toralf Staudt (Hrsg.) Das Buch gegen Nazis. Rechtsextremismus – Was man wissen muss und wie man sich wehren kann. Bundeszentrale für politische Bildung. Schriftenreihe, Band 1013. Bonn 2009

Lang, Juliane: Frauen im Rechtextremismus. In: »Was ein rechter Mann ist ...«. Männlichkeiten im Rechtsextremismus. Dietz Verlag, Berlin 2010, S. 127-143
Download: http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Publ-Texte/Texte_68.pdf

dies.: Die sanfte Seite des Rechtsextremismus? In: Frauenrat 6/2008, S. 18ff.
Online: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/die-sanfte-seite-des-rechtsextremismus

Röpke, Andrea/Andreas Speit (Hrsg.): Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft, Ch. Links Verlag, Berlin 2008

Roth, Roland: Demokratie braucht Qualität! Beispiele guter Praxis und Handlungsempfehlungen für erfolgreiches Engagement gegen Rechtsextremismus. Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin 2010
Download: http://library.fes.de/pdf-files/do/07303.pdf

Ruf, Christoph/Olaf Sundermeyer: In der NPD. Reisen in die National Befreite Zone. Beck-Verlag, München 2009

 


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02.12.2010 - 19:00

Fremder Feind, so nah

Begegnungen zwischen Israelis und Palästinensern

"Die meisten Israelis und Palästinenser, die der deutschen Öffentlichkeit bekannt sind, neigen dazu, sich in einem endlosen Konflikt zwischen Gut und Böse zu sehen, und denken in Schwarz-Weiß-Klischees. Alexandra Senffts fesselnde Begegnungen in Israel und Palästina lassen uns Stimmen des Zweifels und der Vernunft, der Kritik und des Mutes hören." (Tom Segev).

In ihrem Buch schreibt sie über Begegnungen, in denen Palästinenser und Israelis nach der Methode "Storytelling in Conflict" des israelischen Psychologen Dan Bar-On über äußere und innere Grenzen hinweg Dialoge führen.

ReferentInnen

Alexandra Senfft
Islamwissenschaftlerin und Publizistin, war Nahostreferentin im Bundestag und UNO-Mitarbeiterin in den palästinensischen Gebieten und im Vorstand des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten

Veranstaltungsort
München, Evangelische Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24


Kosten
6,- / erm. 5,- Euro


Partner

Evangelische Stadtakademie München

Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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