Schriftgröße ändern

Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

26.11.2009

Wem gehört das Wasser?

Gemeingut, Privateigentum oder was sonst?

Die Ressource Wasser ist eine unverzichtbare Basis menschlichen Lebens. Sie geht der Gemeinschaft aber immer mehr verloren, wenn sie privatisiert, zur Ware und der allgemeinen Verfügung entzogen wird.

Das Konzept der "Gemeingüter" ist eine Alternative zu dieser Entwicklung, die gleichermaßen Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit anstrebt. 

Am ersten Abend unserer Gemeingüter-Reihe stellte Silke Helfrich, Mitherausgeberin und -autorin des Buchs "Wem gehört die Welt? - Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter", das Konzept der Gemeingüter vor, gab einen Überblick, was Gemeingüter sind und welche Organisationsformen bzw. Institutionen es für ihre Bewirtschaftung gibt, und erläuterte dieses Konzept am Beispiel des gemeinguts Wasser.

Ihre Präsentation kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Außerdem können Sie sich ihren Vortrag als MP3-Datei anhören.

Prof. Dr. Ulrich Scheele, Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Oldenburg, ging auf die Organisation der Wasserwirtschaft in den Industrienationen ein, thematisierte v.a. Privatisierungs und Deregulierungstendenzen und erläuterte die Rolle des privaten Sektors in den Entwicklungsländern im Hinblick auf die Millennium-Ziele und das das Menschenrecht auf Wasser.

Seine Präsentation kann hier ebenfalls als PDF-Datei heruntergeladen werden (Teil 1 und Teil 2). Auch der Vortrag von Prof. Scheele ist als MP3-Datei abrufbar.

Flash ist Pflicht!

Vortrag von Silke Helfrich, Teil 1


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Silke Helfrich, Teil 2


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Silke Helfrich, Teil 3


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Silke Helfrich, Teil 4


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Prof. Scheele, Teil 1


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Prof. Scheele, Teil 2


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Prof. Scheele, Teil 3


Flash ist Pflicht!

Vortrag von Prof. Scheele, Teil 4


In Verbindung stehende Veranstaltungen
Wem gehören Wissen und Kultur? - Zwischen "open access" und "copyright"
Wem gehören die Gene?
Manifest: Gemeingüter stärken. Jetzt!




Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

19.11.2009

Grüne Wege aus der Autokrise!?

Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie

Die Podiumsteilnehmer der Diskussion

Auf dem Podium (von links nach rechts): Alexander Kromer, Jürgen Hennemann, Mischa Salzmann (Moderation), Dr. Weert Canzler, Peter Gack

Elektroauto wird "Rennreise-Limousine" ablösen

Ein ökologischer Umbau des Mobilitätssystems und der Autoindustrie ist überfällig. Und dieser Umbau muss wesentlich schneller vonstatten gehen als bisher, wenn der "Standort Deutschland" nicht dauerhaft beschädigt werden soll. Das war das einhellige Fazit der Diskussion "Grüne Wege aus der Autokrise", die die Petra-Kelly-Stiftung im Spiegelsaal der Harmonie veranstaltete.

Weert CanzlerDr. Weert Canzler von der Projektgruppe Mobilität am Wissenschaftszentrum Berlin skizzierte in seiner einleitenden Präsentation (hier als PDF-Datei), dass das dominante Leitbild der Autoindustrie, die schwere, schnelle "Rennreise-Limousine" mit großer Reichweite, ausgedient habe. Das Auto der Zukunft ist laut Canzler ein "Elektromobil als Element eines umfassenden intermodalen Verkehrsangebots". Ein derartiges "vernetztes öffentliches Auto" müsse an vielen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs verfügbar sein und werde dann elektronisch geortet, gebucht und auch abgerechnet. Solche E-Mobile seien maximal 48 Stunden buchbar und würden mit zertifiziertem Strom aus regenerativen Energien geladen. Canzler betonte, dass ein solches neues Mobilitätssystem zwar überfällig sei, aber nicht von selbst kommen werde: "Wir brauchen eine verstärkte Kooperation von Autoindustrie, Energieversorgungsunternehmen und öffentlichen Verkehrsmitteln, um diesen Umbau beschleunigt voranzutreiben." Zudem müsse die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, z.B. durch entsprechende Förderprogramme für Elektroautos.

Alexander KromerAlexander Kromer, Abteilungsleiter bei der Bosch GmbH in Bamberg, wies in der von Mischa Salzmann, Radio Bamberg, souverän geleiteten Diskussion darauf hin, dass am Elektroauto schon aus Gründen der Energieeffizienz kein Weg vorbei führe. In der Übergangsphase werde es allerdings noch eine geraume Zeit eine Vielfalt von Antriebsarten nebeneinander geben. "Große Sorge" bereite ihm die Tatsache, dass in Deutschland der notwendige Umbau zu spät und zu langsam angegangen werde. Wenn sich ein Land wie China an die Spitze der Elektromobilitätsbewegung setze, werde Deutschland womöglich abgehängt.

Jürgen HennemannAuch Jürgen Hennemann, Betriebsrat beim Autozulieferer FTE automotive in Ebern, erwartet vorerst ein Nebeneinander von E-Mobilität vor allem in den Städten und herkömmlichen Motoren im ländlichen Raum. Wichtig – so Hennemann – sei, dass Mobilität weiterhin bezahlbar bleibe. Das sei auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Deutlich Kritik übte Hennemann an Finanzinvestoren, denen es lediglich darum gehe, maximale Profite aus den Betrieben zu ziehen. Die für die Zukunft der deutschen Autoindustrie und ihrer Zulieferer unabdingbaren Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben dabei nämlich auf der Strecke.

Peter GackDer Bamberger GAL-Stadtrat Peter Gack ging vor allem auf die Rahmenbedingungen für einen ökologischen Umbau des Mobilitätssystems ein: "Entscheidend ist, dass endlich die wahren Preise für die Mobilität verlangt werden." Zudem müsse die Nutzung eines Elektro-Autos als modularer Bestandteil eines öffentlichen Verkehrssystems deutlich teurer sein als der herkömmliche ÖPNV. Der ÖPNV müsse das Rückgrat des Mobilitätssystems bleiben, auch im ländlichen Raum. Hier könnten Elektromobilität und bedarfsorientierte Angebote einander gut ergänzen.

Dr. Gerd Rudel, Bildungsreferent der veranstaltenden Petra-Kelly-Stiftung, betonte in seinem Schlusswort, die insgesamt vierteilige Reihe zum Umbau der Autoindustrie und des Mobilitätssystems habe gezeigt, dass "alte Fronten" sich zunehmend auflösen: "Industrie, Umweltverbände, Gewerkschaften und Politik gehen in einem konstruktiven Diskurs aufeinander zu." Dies sei ein ermutigendes Ergebnis der Veranstaltungen, das für die Zukunft auf entsprechend gemeinsames Handeln hoffen lasse.

Das Publikum im Spiegelsaal



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

12.11.2009

Grüne Wege aus der Autokrise!?

Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie

Das Podium in Schweinfurt

Von links nach rechts: Robert Henrich, Prof. Dr. Andreas Knie, Holger Laschka, Tomi Engel, Norbert Lenhard

Andreas KnieIn unserer dritten Veranstaltung zum Umbau der Autoindustrie diskutierte Prof. Dr. Andreas Knie, Ko-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise", mit Robert Henrich (Daimler AG), Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Schaeffler AG, und Tomi Engel vom Fachausschuss Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie.

In seiner einleitenden Präsentation (als PDF-Datei zum Herunterladen!) zeigte Knie  die derzeitigen Probleme der Autoindustrie, die Veränderungen im Mobilitätsverhalten und die Perspektiven eines multi-modalen Verkehrssystems auf, in dem E-Autos vor allem als öffentliche Verkehrsmittel eine wesentliche Rolle spielen. 

Robert Henrich stellte das überaus erfolgreiche Car2Go-Projekt in Ulm vor, an dem mittlerweile bereits 15.000 Ulmer teilnehmen (das sind weit mehr 10% der Stadtbevölkerung und erheblich mehr als 20% der FührerscheinbesitzerInnen!). Dieses Projekt entwickelt sich für den Konzern allmählich zu einem Exportschlager und wird demnächst in Austin/Texas umgesetzt. Henrich beklagte die in Deutschland (im Gegensatz zu den Erfahrungen, die er im Ausland gemacht hat) äußerst restriktiven und oft bürokratischen Rahmenbedingungen, die solche innovativen Projekte hierzulande immer noch behindern.

Norbert Lenhard, Gesamtbetriebsratsvorsitzender des Autozulieferers Schaeffler KG, sah zwar die Notwendigkeit eines Umbaus sowohl der Autoindustrie als auch des Mobilitätssystems, bezweifelte aber, ob das Elektro-Auto dabei wirklich eine so hervorragende Rolle spielen werde. Er warnte davor, die Entwicklung dabei allein den Marktkräften zu überlassen und forderte eine demokratisch legitimierte und sozial gerechte Weiterentwicklung. Zudem dürfe der ländliche Raum nicht "abgehängt" werden.

Tomi Engel, Leiter des Fachausschusses Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, betonte, dass es mittel- bis langfristig keinerlei Alternative zur Elektromobilität auf der Basis erneuerbarer Energien gebe. Nur so ließen sich die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen und gleichzeitig individuelle Mobilität gewährleisten. Das Elektroauto werde zudem eine wichtige Rolle im Gesamtsystem erneuerbarer Energie spielen, da die dafür benötigten Batterien als Speichermedien der EE große Bedeutung im Lastmanagement hätten.

Zahlreiches Publikum in Schweinfurt

Das zahlreiche Publikum bereicherte die intensive und sehr interessante Diskussion, die vom Schweinfurter TV- und Rundfunkmoderator Holger Laschka geleitet wurde, mit einigen sehr fachkundigen Fragen und Beiträgen. Insbesondere die Garantie der Mobilität auch im ländlichen Raum sowie ein gut ausgebautes ÖPNV-Netz waren dabei die wesentlichen Anliegen. Am Rande der Veranstaltung präsentierten passionierte Schweinfurter E-Mobil-Fahrer einige ihrer Fahrzeuge....

 



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

30.10.2009

Vorrang zivil!

Bei der Veranstaltung ging es um die Fragen, welche konkreten Erfahrungen mit ziviler Konfliktbearbeitung es heute schon gibt, welche Strukturen dafür sowohl auf deutscher als auch auf EU-Ebene bereits bestehen und wie mögliche nächste Schritte aussehen, um zivile Konfliktbearbeitung auf EU-Ebene voranzubringen.

Zunächst erklärte die IFFF-Vorsitzende Irmgard Heilberger, warum es aus Sicht der IFFF wichtig ist, sich nicht nur gegen Krieg und Militär, sondern mit gleicher Kraft für die Unterstützung aller gewaltfreien Ansätze der Konfliktbearbeitung einzusetzen: "Die IFFF beschäftigt sich seit über 90 Jahren mit der dauernden Völkerverständigung, der Überzeugung, dass internationale Streitigkeiten durch friedliche Mittel zu schlichten sind, mit dem, wie es in einem alten Aufruf von Lida Gustava Heymann heißt 'Krieg dem Kriege' und der besonderen Auswirkung der Militarisierung und Aufrüstung für Frauen und wir fordern seit langem, dass Frauen nicht nur als Opfer wahrgenommen, sondern als Akteurinnen des Friedens international einbezogen werden."

Dr. Ute Finckh-Krämer, die Vorsitzende des Bundes für Soziale Verteidigung, erläuterte die Vielfalt der Ansätze der zivilen Konfliktbearbeitung am Beispiel Kenia. Hier waren nach der Präsidentschaftswahl Ende 2007 massive Unruhen ausgebrochen, die schnell gewalttätig wurden und den Charakter ethnischer Auseinandersetzungen annahmen. Alle Ansätze, den Konflikt zu deeskalieren, waren strikt zivil. Für die Beendigung der Gewalt waren drei Faktoren entscheidend: am Frieden interessierte Gruppen innerhalb des Landes, die Fähigkeit des Vermittlers Kofi Annan, eine Lösung zu finden, die beide Konfliktparteien akzeptieren konnten und die von der großen Mehrheit der Bevölkerung für fair gehalten wurde, und massive Unterstützung sowohl der Vermittlungsbemühungen von Kofi Annan als auch der kenianischen Friedensakteure auf allen Ebenen durch externe Partnerorganisationen. Aufbauend auf diesem Beispiel erläuterte sie dann die drei Hauptelemente der zivilen Konfliktbearbeitung: "Friedensstiftung" (englisch "Peacemaking"), "Friedenssicherung" (englisch "Peace-keeping") und "Friedenskonsolidierung" (englisch "Peacebuilding") und die Strukturen, die es in diesem Bereich in Deutschland gibt.

Philipp Pacius, Kollegiat der Konrad-Adenauer-Stiftung in einem berufsbegleitenden Fachkolleg für Sicherheitspolitik, vertrat die These, dass rein ziviles Handeln in eskalierten Konflikten wie z. B. in Afghanistan nicht ausreicht und trat für den Ansatz der "vernetzten Sicherheit" ein. Unter vernetzter Sicherheit wird ein ressortübergreifendes Konzept verstanden, bei dem militärische und zivile Akteure eng zusammen arbeiten. Aus diesen Erfahrungen heraus stellte er vier Problembereiche zur Diskussion, die im Bereich der vernetzten Sicherheit auftauchen, sich allerdings auch bei dem skizzierten Ansatz "Vorrang Zivil" aus seiner Sicht noch stärker manifestieren würden:
1. Es gäbe massive Koordinierungsprobleme zwischen den militärischen und den zivilen Stellen, in denen sich auch unterschiedliche Kulturen im Umgang mit Hierarchien zeigen.
2. Vor allem auf ziviler Seite bestehen massive Rekrutierungsprobleme (z.B. Polizeiausbildung).
3. Afghanische Amtsträger wendeten sich lieber an die militärische statt an die formal gleichberechtigte zivile Leitung der "province reconstruction teams".
4. Das Militär könne die ihm zur Verfügung stehenden Informationen nur begrenzt teilen, da Geheimschutzgründe auch in der täglichen Arbeit im Wege stehen.

Barbara Lochbihler, neu gewählte Europaabgeordnete (Bündnis 90/Grünen) und Mitglied des Menschenrechtsausschusses des Europäischen Parlamentes schilderte die Strukturen, die es auf EU-Ebene für zivile Konfliktbearbeitung gibt und gab insbesondere einen Überblick über die finanziellen Ressourcen im EU-Haushalt für diesen Bereich. Obwohl sie Initiativen wie "Europe, Vote for Peace!" und den Vorschlag, einen europäischen zivilen Friedensdienst einzurichten, begrüßt, sieht sie für den Menschenrechtsausschuss nur begrenzten Spielraum, friedenspolitische Initiativen zu ergreifen. Sie rät daher dazu, nach Verbündeten im Bereich der Ausschüsse für Auswärtige Angelegenheiten und für Sicherheit und Verteidigung zu suchen und dabei angesichts der Mehrheiten im Europäischen Parlament auch konservative ParlamentarierInnen anzusprechen.

Warnende Stimmen aus dem Publikum wiesen in der anschließenden Diskussion auf die Risiken einer direkten Zusammenarbeit von Militär und Hilfsorganisationen hin, der basisbezogene Ansatz des deutschen zivilen Friedensdienstes wurde hervorgehoben und die Möglichkeiten, die sich im nächsten Jahr aus dem zehnjährigen Jubiläum der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates zur Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen ergeben, wurden dargestellt.

Empfohlene Weblinks

www.wilpf.de

www.soziale-verteidigung.de


Partner

Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit

Bund für Soziale Verteidigung e. V.



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

24.10.2009

2. Panafrikanismus-Kongress München

Am 2. Panafrikanismus-Kongress in München nahmen ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedenster Nationalitäten aus ganz Deutschland, aus Europa, aus Kanada, den USA und aus Afrika teil.

Einen ausführlichen Bericht über den Kongress, seine Hintergründe, teilnehmer/innen und die wesentliche Inhalte der verschiedenen Redebeiträge können Sie auf der Internetpräsenz des Arbeitskreises Panafrikanismus München lesen.

Und hier finden Sie viele interessante Bilder von diesem Kongress.

ReferentInnen

John Jerry Rawlings
Ex-Präsident Ghanas (1981 – 2001)

Dr. Grada Kilomba
Psychologin, Schriftstellerin und Dozentin an Universitäten in Ghana und in Deutschland

Aziz Salmone Fall
Dozent für Politikwissenschaften und Anthropologie an der McGill Universität und an der UQAM Kanada, Mitgründer der GRILA (Groupe de recherche et d’initiative pour la libération de l’Afrique)

Providence Tuyisabe
Wirtschaftsingenieur FH,Vorsitzender RDGN - "Rwanda Diaspora Global Network,Germany", Vorstandsmitglied im Stiftungsprojekt "Memory Books – Perspektive für Kinder in Afrika"

Nuhu Ribadu
Stipendiat des St. Anthony's College, Oxford und des Center for Global Development Washington D.C.; ehemaliger Vorsitzender der Economic and Financial Crimes Commission, EFCC, Nigeria

Bob Brown
Ehemaliger Aktivist der Bürgerrechtsbewegung in den USA, Mitbegründer der "All African People’s Revolutionary Party", USA


Partner

Arbeitskreis Panafrikanismus München

Landeshauptstadt München, Kulturreferat

Goethe-Institut

Netzwerk München e.V.

Ghana International Airlines

Reiseservice SACCC

 



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

15.10.2009

Grüne Wege aus der Autokrise!?

Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie

In unserer zweiten Veranstaltung zum Umbau der Autoindustrie diskutierte Dr. Weert Canzler, Ko-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise", mit Dr. Thomas Becker von BMW und Dieter Janecek, dem grünen Landesvorsitzenden in Bayern. In seiner einleitenden Präsentation , zeigte Canzler (im Bild oben ganz links) die derzeitigen Probleme der Autoindustrie und die Perspektiven eines multi-modalen Verkehrssystems auf, in dem E-Autos vor allem als öffentliche Verkehrsmittel eine wesentliche Rolle spielen. Das Verkehrssystem der Zukunft sieht er im Zusammenspiel verschiedener Mobilitätsmöglichkeiten (Carsharing, Rent-a-bike, Autovermietung, ÖPNV, günstige Zugverbindungen etc.).

Dr. Thomas Becker (zweiter von rechts) von BMW räumte ein, dass sich die Stellung des Autos ändere. Jedoch gäbe es Bürger, die individuell mobil bleiben möchten, also auf ein Auto nicht verzichten wollten. Er betonte, dass kein Autobauer seinen Spritverbrauch in den letzten Jahren so enorm gedrosselt habe wie BMW, zudem forsche man bereits aktiv an Alternativen, sowohl im Bereich des Wasserstoffantriebs als auch bei den E-cars.

Dieter Janecek (ganz rechts) lebt bereits das alternative Verkehrskonzept, bestehend aus einem Mix aus Faltrad, Carsharing, Mietwagen,  rent a bike und Bahn. Er wies darauf hin, dass es für den Bürger in Großstädten kein Problem sei, auf das Auto zu verzichten, der ländliche Raum jedoch noch deutlich besser an den ÖPNV angebunden werden müsse.

Die Diskussion wurde von Thomas Fromm (SZ-Wirtschaftsredaktion, zweiter von links) moderiert.

Ein Artikel von Thomas Fromm in der Süddeutschen Zeitung vom 9. Dezember 2009 bezieht sich auf wesentliche Inhalte unserer Veranstaltung. Hier geht es zu diesem Beitrag (als PDF-Datei).



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

14.10.2009

Michelle Obama - Die schwarze First Lady für das weiße Amerika

Michelle Obama

Christoph von Marschall schilderte in seinem Vortrag sehr anschaulich, wie die erste schwarze "First Lady" als Präsidentengattin lebt, woher sie kommt und was ihr Erfolgsrezept ist.

Den gesamten Vortragstext können sie jetzt bei uns als PDF-Dokument herunterladen.

ReferentInnen

Christoph von Marschall ist USA-Korrespondent des "Tagesspiegel" und Autor der Biographie Barack Obama: Der schwarze Kennedy. Sein neuestes Buch Michelle Obama: Ein amerikanischer Traum ist soeben im Orell Fuessli Verlag erschienen. 


Partner

Bayerisch-Amerikanisches Zentrum im Amerika Haus München e.V.



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

08.10.2009

Grüne Wege aus der Autokrise!?

Neue Mobilitätskonzepte und der Umbau der Autoindustrie

Die für die deutsche Wirtschaft so wichtige Autoindustrie ist mehr als andere Branchen von der gegenwärtigen Krise betroffen. Schon vorher litt sie unter erheblichen Überkapazitäten, ihre Modellpalette genügte den Anforderungen des drohenden Klimawandels bei weitem nicht. Wirtschaftskrise und Klimawandel bieten insofern doppelten Anlass für ein Umdenken in Sachen Mobilität.Weert Canzler, Co-Autor des Strategiepapiers "Grüne Wege aus der Autokrise" zeigte Wege für den Umbau der Autoindustrie und ein klimagerechtes Mobilitätssystem auf.

Die seinem Vortrag zugrunde liegende Präsentation können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion in Ingolstadt

Vpn links nach rechts:
Johann Horn (IG Metall), Weert Canzler, Dr. Gerd Rudel (Petra-Kelly-Stiftung), Thomas Kästner (E.ON Energie AG) und Dr. Anton Hofreiter (MdB)
(Quelle: Donaukurier)

ReferentInnen

Einführendes Referat:

Dr. Weert Canzler, Wissenschaftszentrum Berlin, Projektgruppe Mobilität

Diskussionspartner:

Johann Horn, 1. Bevollmächtigter IG Metall, Verwaltungsstelle Ingolstadt

Thomas Kästner, Leiter Bereich Energiepolitik, E.ON Energie AG

Dr. Anton Hofreiter, MdB, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Obmann im Ausschuss für Verkehr, Bau, Stadtentwicklung



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

30.08.2009

Bildungsreise: Serbien/Bosnien-Herzegowina

Der Reiseverlauf

Sonntag, 30. August
9:00 h: Treffpunkt Flughafen München, Terminal 2, Ebene 4, Infoschalter. Flug mit Lufthansa ab München 11:05 Uhr – an Belgrad 12:30 Uhr Fahrt zum Hotel. Nach dem Einchecken Begrüßungscafe, Vorstellung der Gruppe und des Programms. Danach kleine Tour durch Belgrad. Am Abend gemeinsames Essen mit Andrej Ivanji, Korrespondent der taz und des Wiener Standard in Belgrad, der uns in die politischen Verhältnisse Serbiens aus journalistischer Sicht einführte. Mit dabei waren auch Wolfgang Klotz, Leiter des hbs Büros in Belgrad und die Projektkoordinatorin der hbs in Belgrad, Paola Petric.  Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.

Montag, 31. August
Ein ganzer Tag in Belgrad. Wir besuchten das königliche Gelände im Stadtteil Dedinje den königlichen sowie den weißen Palast. Am frühen Nachmittag gab es ein Gespräch in der deutschen Botschaft mit dem ständigen Vertreter des Botschafters, Hans-Ulrich Südbeck. Anschließend Treffen mit der Präsidentin des Helsinki Komitee für Menschenrechte in Serbien, Sonja Biserko in einem soziokulturellen Zentrum.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Kasina in Belgrad.

Dienstag, 1. September
Wir verlassen Serbien und passieren die Grenze zu Bosnien–Herzegowina. Gegen Mittag erreichen wir Srebrenica. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Memorial Center Potocari.
Am Nachmittag Gespräche mit Vertreterinnen der Vereinigungen „Mütter von Srebrenica“ und „Frauen von Srebrenica“ sowie dem stellvertretenden Bürgermeister Srebrenicas, Camil Durakovic und dem Vertreter der islamischen Religionsgemeinschafttt, Imam Damir ef. Imamovic. Der Vertreter der christlich-orthodoxen Religionsgemeinschaft, Pope Zeljko Teofilovic konnte seine Teilnahme leider nicht zusagen.
Anschließend Weiterfahrt nach Tuzla. Ankunft am frühen Abend.
Gemeinsames Abendessen im Hotel. Übernachtung im Hotel Tuzla in Tuzla.

Mittwoch, 2. September
Am Vormittag Gespräch mit Dzemila Agic (Leiterin) und Sabina Jukan (Umweltexpertin) beim Zentrum für Ökologie und Energie in Tuzla. Anschließend machen wir uns auf den Weg nach Sarajevo. Unterwegs unternahmen wir einen kleinen Ausflug in die Sarajevo umgebenden Berge. Auf einer Wanderung mit gemeinsamem Picknick erkundeten wir die herrliche Natur um den mit 1524 Metern höchsten Berg der Umgebung, den Crepoljsko. Am späten Nachmittag Ankunft in Sarajevo.
Abend zur freien Verfügung.

Donnerstag, 3. September
Vormittags Stadtführung durch Sarajevo an die sich die Besichtigung des Sarajevo-Tunnels anschloss, der während der Belagerung der Stadt Anfang der 90er Jahre eigens zur Versorgung der Einwohner/innen und als Fluchtweg errichtet wurde.
Am Nachmittag gab uns die Leiterin des Böll Büros in Sarajevo, Mirela Grünther-Decevic einen Einblick in die Arbeit der Stiftung in Bosnien-Herzegowina. Danach Gespräche mit Sasa Madacki und Miroslav Zivanovic vom Menschenrechtszentrum der Universität Sarajevo sowie mit Srdan Dizdarevic vom Helsinki Komitee für Menschenrechte in BiH.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Bosnia in Sarajevo

Freitag, 4. September
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Herzegowina nach Mostar. Am Vormittag trafen wir bei einem Zwischenstopp in Konjic mit Amir Variscic einen Vertreter der Umweltorganisation „Grüne Neretva“. Ankunft in Mostar war am frühen Nachmittag. Nach dem Einchecken in Hotel besichtigten wir die zum UNESCO–Kulturerbe gehörende Altstadt.
Abend zur freien Verfügung. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar

Samstag, 5. September
Vormittag: Gespräche mit ProjektpartnerInnen der Böll Stiftung, u.a. mit dem Schriftsteller Veselin Galato. Nachmittags Ausflug zu den in einer Karstlandschaft gelegenen Quellen der Buna.
Gemeinsames Abendessen mit Abschlussgespräch. Übernachtung im Hotel Ero in Mostar

Sonntag, 6. September
9:00 h: Nach dem Frühstück Fahrt mit dem Bus zum Flughafen nach Sarajevo.
Flug mit Lufthansa ab Sarajevo 13:00 Uhr – an München 14:30 Uhr


Partner

Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg e.V.


Art der Veranstaltung
Bildungsreise



Link zur Bildergalerie


Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

09.07.2009

Erziehung zu Verantwortung in "unmoralischer" Zeit

1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch

Vortragstext von Bernhard Bueb jetzt online erhältlich!

Im Mittelpunkt des 1. Bad Hindelanger Bildungsgespräch stand ein Vortrag des ebenso bekannten wie umstrittenen Pädagogen Dr. Bernhard Bueb, der jahrzehntelang die Internats-Schule Schloss Salem geleitet hat.

Den Vortragstext können Sie hier als PDF-Datei unentgeltlich herunterladen.

ReferentInnen

Dr. Bernhard Bueb
30 Jahre Leiter der Internats-Schule Schloss Salem


Partner

Friedrich-Ebert-Stiftung, Hanns-Seidel-Stiftung, Thomas-Dehler-Stiftung



Empfehlen Sie diese Veranstaltung oder dieses Dokument weiter!
Besuchen Sie dazu diesen Link und kopieren Sie anschließend den Link aus der Adresszeile in eine Email. Bitte beachten Sie, einen gültigen Adressaten anzugeben.

News 121 bis 130 von 261
< zurück 10 11 12 13 14 15 16 vor >