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Ein Forum für neue Ansätze in Politik, Wirtschaft und Kultur

Veranstaltungsrückblick

09.03.2010 - 20:00

»... zwischen allen Stühlen«

Das Jahr 1949 im Spiegel der Tagebücher Victor Klemperers

1949 wurden BRD und DDR gegründet, prägnantes Ergebnis einer Konfrontationspolitik, von der die Nachkriegszeit bestimmt war. Um den Spuren und Zäsuren der Entstehungsgeschichte beider deutschen Staaten nachzugehen, stellen die Tagebücher des Romanisten und Universitätsprofessors Victor Klemperer ganz besondere Zeitzeugnisse dar. Nach der Befreiung wollte sich der unter den Nationalsozialisten verfolgte und von seinem Katheder verdrängte Victor Klemperer aktiv am Aufbau eines neuen Deutschlands beteiligen.

Angesichts der konsequenteren Politik der Kommunisten gegenüber den ehemaligen Nazis, hielt er dafür die sowjetische Besatzungszone und später die DDR für geeigneter. Er zog mit seiner Frau Eva zurück in sein Haus in Dresden-Dölzschen, aus dem sie 1940 vertrieben worden waren. Doch kamen ihm bald angesichts der stalinistischen Tendenzen in Ostdeutschland ernste Zweifel an der gewählten Alternative. Der Titel der Ausgabe seiner Tagebücher von 1945 bis 1959, »So sitze ich denn zwischen allen Stühlen«, gibt diesem tiefen Konflikt Ausdruck.

In einer multimedialen Lesung wird der Theaterwissenschaftler Olaf Jelinski der Atmosphäre des Jahres 1949 nachspüren. Ausgewählte Passagen aus den Tagebüchern Victor Klemperers werden von korrespondierenden Wochenschauen aus Ost und West begleitet. Die mediale Reflexion von zentralen Ereignissen aus Politik, Kultur und Alltagsleben kombiniert mit Gedanken und Gefühlen Victor Klemperers zeichnen ein außergewöhnliches Stimmungs- und Lagebild aus der Frühphase des geteilten Deutschlands.

Downloads zum Artikel

Klemperer-Lesung_Bamberg.pdf


Veranstaltungsort
Bamberg, E.T.A. Hoffmann-Theater, TREFF, E.T.A-Hoffmann-Platz 1


Kosten
5,-- Euro / ermäßigt: 3,-- Euro


Partner

E.T.A. Hoffmann-Theater Bamberg


Art der Veranstaltung
Multimediale Lesung



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09.03.2010

Gentechnik in der Landwirtschaft - Fluch oder Segen?

Leider musste der für diese Veranstaltung vorgesehene Ko-Referent völlig unabsehbar absagen, weil er wegen eines technischen Defekts seiner Maschine in Bangladesh fest saß. Dennoch erlebten die Zuhörer in Kempten eine interessante Veranstaltung.

Einen ersten Einblick gibt der Bericht von TV-Allgäu, den Sie hier ansehen können.

 

ReferentInnen

Adi Sprinkart
MdL, agrarpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag, Ökobauer



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09.03.2010 - 19:00

Ernesto Cardenal/Grupo Sal: Den Himmel berühren

Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt

Ernesto Cardenal liest aus seinem Werk

Grupo Sal spielt Musik aus Lateinamerika

Die Lesereise des nicaraguanischen Revolutionärs und Theologen Ernesto Cardenal beginnt diesmal in der Münchner Kreuzkirche. Gewidmet ist sie seinem literarischen und politischen Vermächtnis. Der 85-jährige Poet, ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels, spricht vom Aufbegehren gegen Unterdrückung, von der Hoffnung, die Welt neu zu gestalten und immer wieder von der Liebe.

Grupo Sal, seit über 25 Jahren die "Stimme Latein­amerikas" im deutschsprachigen Raum, verwebt den kulturellen Reichtum der Armen Lateinamerikas, die mit ihrer leidenschaftlichen Musik gegen die Ohn­macht und Verzweiflung ankämpfen, mit Eigen­kompositionen und jazzigen Arrangements.

Ernesto Cardenal und Grupo Sal laden Sie zu einem Fest der Gerechtigkeit und Lebensfreude.

Veranstaltungsort
München, Kreuzkirche, Hiltenspergerstr. 57


Kosten
Vorverkauf (empfohlen!): 13,- / erm. 7,- Euro - Abendkasse: 15,- / erm. 9,- Euro


Partner

Landeshauptstadt München, Kulturreferat

Pfarrei St. Joseph

Evangelische Stadt­aka­demie München

Evangelische Studentengemeinde der Ludwig-Maximilians-Universität

Buchhand­lung Lehmkuhl


Art der Veranstaltung
Lesung und Konzert



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07.03.2010 - 20:00

Das Heimweh des Walerian Wróbel

In Maxhütte-Haidhof widmet sich eine große Ausstellung den ausländischen Zwangsarbeitern, die während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland verschleppt und in allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt wurden.

Der preisgekrönte Film „Das Heimweh des Walerian Wróbel“ schildert die authentische Geschichte eines 16-jährigen Polen, der auf einem Bauernhof bei Bremen arbeiten musste. In der Hoffnung, zurück nach Hause geschickt zu werden, begeht er ein Bagatelldelikt – doch dafür muss er ins KZ und wird später hingerichtet.

Prof. Schminck-Gustavus schildert seine Recherchen zum Fall und diskutiert mit Zuschauern.

Empfohlene Weblinks

www.projektgruppe-zwangsarbeit.de

ReferentInnen

Prof. Dr. Christoph Schminck-Gustavus
Rechtsgeschichte an der Universität Bremen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg, insbesondere Besatzung und Widerstand. Er erforschte den Fall des Walerjan Wróbel und schrieb die Buchvorlage für den Film.

Veranstaltungsort
Maxhütte-Haidhof, Kinocenter Maxhütte, Dr.-Kurt-Schumacher-Str. 2


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Projektgruppe „Zwangsarbeit“ e. V.


Art der Veranstaltung
Film und Diskussion



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06.03.2010 - 09:30 bis 17:30

Die wirkungsvolle Rede

Redetraining: Grundlagenseminar, Teil II

LQW-ZertifikatEine vorbereitete Rede halten oder eine mehr oder wenige „spontane“ Meinungsäußerung abgeben – als politisch engagierter Mensch bin ich immer wieder in der Situation, meine Argumente möglichst gekonnt vorzutragen, Glaubwürdigkeit auszustrahlen und zu überzeugen.

Ziel des Seminars ist es, Mittel und Wege kennen zu lernen, um Redebeiträge wirkungsvoll zu gestalten, Sicherheit zu gewinnen und den individuellen Vortragsstil ausbauen.

Folgende Inhalte stehen dabei im Mittelpunkt des Rhetoriktrainings:

- Wie gestalte ich eine freie Rede, eine Stichpunktrede oder eine ausformulierte Rede?- Wie setze ich Pausen und Akzentuierungen gekonnt ein?- Wie kann ich meine Inhalte durch meine Stimme, meine Gestik und Mimik unterstützen, ohne aufgesetzt und gekünstelt zu wirken?- Wie gehe ich mit meinem Lampenfieber um?

Praxisnahe Impulsreferate wechseln sich mit vielen praktischen Übungen und gezieltem Feedback (ggf. mit Video) ab.

Das Seminar ist Bestandteil unserer Reihe "Politmanagement für politisch Engagierte“ und dort Teil II der individuellen Rhetorikschulung. Da die Seminarteile aufeinander aufbauen, wird die Teilnahme am ersten Teil I der Rhetorikschulung "Überzeugend argumentieren!" oder an einem vergleichbaren Seminar der Petra-Kelly-Stiftung oder von GreenCampus vorausgesetzt.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 8 Personen begrenzt.

Deshalb bitte rechtzeitig anmelden!

Veranstaltungsnummer: 2-10-14

ReferentInnen

Petra Seifert, M. A.

Kommunikationspsychologin, Rhetorik- und Medientrainerin, Coach

Veranstaltungsort
Augsburg, Hotel am alten Park, Frölichstr. 17, Kleiner Saal


Kosten
60,- Euro / ermäßigt: 40,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung)


Art der Veranstaltung
Tagesseminar



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02.03.2010 - 19:00

Schatten der Vergangenheit: NS-Zeit, Holocaust und Nahostkonflikt

In den Auseinandersetzungen über die Ursprünge des Nahost-Konflikts wird vielfach die These vertreten, der Staat Israel – und damit auch der Konflikt mit den Arabern – sei nicht zuletzt eine indirekte Folge des Nazi-Regimes und seiner verbrecherischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik gegenüber den Juden.

Der Vortrag setzt sich mit dieser These kritisch auseinander, stellt den Konflikt in seinen gesamten historischen Zusammenhang und formuliert abschließend moralische und politische Konsequenzen für deutsche Haltungen.

ReferentInnen

Prof. em. Dr. Gert Krell
Dr. Gert Krell war zwischen 1995 und 2006 Professor für Internationale Politik an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

 

Moderation:
Dr. Reiner Bernstein

 

Veranstaltungsort
München, Bibliothekssaal im Gasteig


Kosten
7 Euro


Partner

Stadtbibliothek München

Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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25.02.2010

Wem gehören Wissen und Kultur? - Zwischen "open access" und "copyright"

Veranstaltungsreihe "Wem gehört die Welt? - Die 'Gemeingüter' und ihre Bedeutung für die Wirtschaft der Zukunft"

Wie kann die Wissens- und Kulturallmende so genutzt werden, dass sie allen nützt?

Nicht zuletzt die Digitalisierung der Informationsverarbeitung hat den Umgang mit dem für unsere Gesellschaft so wichtigen "Grundstoff" Wissen, Information, aber auch Kultur und Bildung in das Zentrum politischer Debatten gerückt.

  • Wie weit dürfen private Schutz- und Kontrollrechte auf diese Ressourcen ausgedehnt werden?
  • Was leisten „Open Access“-Modelle?
  • Können „Creative Commons“ oder Freie Lizenzen einen Umgang mit Informationen, Kultur und Wissen garantieren, der diese als Gemeingut erhält?
  • Wie können die berechtigten Interessen der Wissensproduzenten und Kulturschaffenden berücksichtigt werden?
  • Kann die viel diskutierte "Kulturflatrate" eine Lösung bieten?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des letzten Abends unserer Veranstaltungsreihe.

Es diskutierten (von links nach rechts) sehr angeregt:

Die Podiumsteilnehmer der Diskussion

Alexander Wolf (Geschäftsführer CELAS, GEMA-Syndikus für internationale Rechtsfragen), Dietlind Klemm (Moderation) und Philipp Frisch (Netzwerk Freies Wissen).

Wir dokumentieren die Präsentationen zu den einleitenden Statements der Referenten hier als PDF-Dateien:

Alexander Wolf: Urheberrechtsverletzungen im Internet – Piraterieverfolgung. Die Strategie der GEMA (ca. 130 KB)

Philipp Frisch: Wem gehört das Wissen der Welt ? - Geistiges Eigentum als virtuelles Öl des 21. Jahrhunderts (ca. 5,3 MB)
Dieser Beitrag wird unter einer CC-BY-Lizenz veröffentlicht. genaueres dazu hier:
 

Ausschnitte aus den Wortbeiträgen der Diskussion finden Sie demnächst ebenfalls hier!



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07.02.2010

Ein Jahr Obama - die transatlantische Agenda 2010

Unmittelbar im Anschluss an die 46. Münchner Sicherheitskonferenz nutzten wir die Gelegenheit, um mit Teilnehmern der Konferenz über deren Ergebnisse und die dabei entwickelten Perspektiven zu diskutieren.

Die Podiumsteilnehmer der Diskussion
Von links nach rechts: Conrad Robert Tribble, Reinhard Bütikofer, Marc Berthold, Dr. Jackson Janes, Dr. Thomas Mohr

Dabei ging es vor allem um folgende Themen:

  • Wie geht es weiter in Afghanistan?
  • Wie kann das iranische Atomprogramm noch verhindert werden?
  • Welche Früchte tragen die außenpolitischen Bemühungen der Obama-Administration des ersten Amtsjahres?
  • Was erwartet Obama von Europa? Was sind die Europäer zu geben bereit?

Auch in diesem Jahr kamen wieder zahlreiche Zuhörer und Zuhörerinnen, um sich aus erster Hand über die Ergebnisse der Sicherheitskonferenz zu informieren.

Das Publikum der Veranstaltung

ReferentInnen

Conrad Robert Tribble
US Consul General, München

Dr. Jackson Janes
Executive Director, "American Institute for Contemporary German Studies" an der John- Hopkins-Universität in Washington, DC

Reinhard Bütikofer
Mitglied des Europäischen Parlaments, Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Thomas Mohr
Projektgruppe "Münchner Sicherheitskonferenz verändern" e.V.
 

Moderation:
Marc Berthold
Referent Außen- und Sicherheitspolitik der Heinrich Böll Stiftung

 


Partner

Heinrich Böll Stiftung



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04.02.2010 - 20:00

Klimagipfel in Kopenhagen - und was jetzt?

Was sind die Folgen für uns?

Die bayerische Landtagsabgeordnete Claudia Stamm (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) spricht an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zum Thema "Klimagipfel in Kopenhagen - und was jetzt?".

Der Vortrag beleuchtet die Ergebnisse des Klimagipfels in Kopenhagen und fragt nach den Folgen für den einzelnen Bürger. Außerdem werden die notwendigen nächsten Schritte für einen wirksamen Klimaschutz diskutiert.

ReferentInnen

Claudia Stamm, MdL

Veranstaltungsort
Eichstätt, Katholische Universität, Raum KGA-101


Kosten
Eintritt frei!


Partner

Grüne Hochschulgruppe Eichstätt-Ingolstadt


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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28.01.2010

Wem gehören die Gene?

Zwischen Vielfalt und Verwertung

Die genetische Vielfalt – egal ob es dabei um Menschen, Tiere oder Pflanzen geht – ist einer der größten Reichtümer auf dieser Erde. Molekularbiologie und Gentechnologie haben – im Verein mit dem Streben nach wirtschaftlicher Rendite – zu immer stärkeren Versuchen geführt, die genetischen Ressourcen zu privatisieren. Patente auf Saatgut und auf (Nutz-) Tiere sind nur Beispiele dafür, wie diese Entwicklung die Biodiversität gefährden.

Wie kann das Gemeingut „genetische Vielfalt“ erhalten und für eine nachhaltige Nutzung bewahrt werden?

Diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Abends unserer Veranstaltungsreihe zur Wiederentdeckung" der Gemeingüter.

ReferentInnen

Benedikt Härlin (rechts)
Leiter des Büros Berlin der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

Gregor Kaiser  (links)
Sozialwissenschaftler und Forstwirt, Doktorand an der Uni Kassel

 

Moderation:

Dietlind Klemm (Mitte)
Redakteurin, Bayerischer Rundfunk

 


Art der Veranstaltung
Vortrag und Diskussion



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